Das Wichtigste in Kürze
  • Energiegele kommen zum Einsatz, wenn ein hohes Maß an Ausdauer, Kraft und Belastung gefragt ist. Ihre nahezu fettfreie und proteinarme Zusammensetzung basiert größtenteils auf leicht verdaulichen Kohlenhydraten.
  • Damit Ihnen die Energy-Gele möglichst lange Kraft spenden, sollten Sie idealerweise verschiedene Zuckerarten miteinander kombinieren. Neben Glukose und Fruktose finden sich daher oftmals Maltodextrin und Isomaltulose in der Zusammensetzung wieder. Letztere werden langsamer vom Körper aufgenommen.
  • Achten Sie neben den Zutaten auch auf die Konsistenz. Je flüssiger das Gel ist, desto leichter lässt es sich schlucken. Dickere Konsistenzen müssen mit mehr Wasser heruntergespült werden, was bei Wettkämpfen und Ausdauersportarten hinderlich sein kann.

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Fast 113.000 deutsche Läufer beendeten laut einer ARRS-Erhebung im Jahr 2015 einen Marathon. Eine beachtliche Zahl, doch damit gehört Deutschland noch nicht zur weltweiten Spitze. Diese Medaille geht an Japan, wo fast 560.000 Menschen über die Ziellinie traten.

Um diese oder vergleichbare sportliche Leistungen erbringen zu können, ist ein hohes Maß an Training, Disziplin und Ausdauer nötig. Nicht zuletzt entscheidet auch die Ernährung darüber, wie fit und leistungsfähig der Körper bei diesen Belastungen bleibt.

Damit es Ihnen beim Sport nie an Energie fehlt, gibt es kleine Kraftpakete, die Sie vor Leistungseinbrüchen und Hungerattacken bewahren: Energiegele. Worauf es bei der Wahl Ihrer Sportnahrung wirklich ankommt und von welchen Inhaltsstoffen Ihr Körper tatsächlich profitieren kann, erfahren Sie in unserem Energiegel-Vergleich 2020.

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1. Energiegel-Vergleich 2020: Kommt man in wenigen Minuten aus dem Leistungstief?

Wer Ausdauer- oder Wettkampfsport betreibt, muss besonders darauf achten, dass sein Körper bis zur letzten Sekunde über genügend Energie verfügt. Diese wird zum einen aus den Fettdepots des Körpers und zum anderen aus dem Glykogenspeicher gezogen.

Letzterer ist jedoch nicht bodenlos und bei einer konstant hohen Belastung nach ca. 90 Minuten erschöpft. Um Ihren Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen und keinen Leistungseinbruch zu riskieren, sollten Sie bei Dauerbelastungen wie bei einem Marathon zu Energiegelen greifen.

Energy-Gele sind extrem leicht verdaulich und sehr verträglich. Sie kommen zumeist ohne Allergene aus und enthalten in der Regel weder Laktose noch Gluten. Der Geschmack ist leider gewöhnungsbedürftig, obwohl Ihnen zumeist eine breite Palette an Sorten zur Verfügung steht. An einer sehr süßen und oftmals leicht künstlichen Note kommen Sie aber nur selten vorbei.

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2. Nährwerte: Warum sollte man auf einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten setzen?

Im Gegensatz zu einigen Energie- oder Müsliriegeln hält sich der allgemeine Kaloriengehalt von Energiegelen in Grenzen. Je nach Zusammensetzung variiert dieser im Schnitt zwischen 90 und 190 kcal pro Sachet oder Tube. Zum Vergleich: Ein kleines Glas Vollmilch enthält ca. 200 kcal.

Werden jedoch mehrere Gele nacheinander konsumiert, kommen schnell einige Kalorien zusammen. Dies ist bei großen Belastungen ein immenser Vorteil. Entscheidend ist jedoch, wie sich diese Kalorien zusammensetzen.

Energiegele enthalten weder Eiweiß noch Fett. Damit belasten sie den Magen nicht bei der Verdauung und sind sehr verträglich. Der überwiegende Part des Gels besteht aus Kohlenhydraten bzw. verschiedenen Zuckersorten. Dieser essenzielle Bestandteil sorgt letztlich dafür, dass das Gel in kürzester Zeit Energie für die Muskeln und Ausdauer liefert, die jeder Sportler bei extremen Belastungen zwingend benötigt.

Beachten Sie: Je höher der Anteil an Kohlenhydraten ist, desto länger hält die daraus resultierende Energie vor. Wenn Sie möglichst wenige Energy-Gele konsumieren wollen, sollten Sie ein Produkt mit vielen Kohlenhydraten wählen.

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3. Inhaltsstoffe & Zusätze: Verzichten Sie nicht auf Salz

Der wesentlichste Bestandteil von Energiegelen ist Zucker bzw. sind Kohlenhydrate. Neben der reinen Menge entscheiden auch die einzelnen Zuckersorten darüber, wie effektiv ein Energy-Gel wirklich ist.

Besonders empfehlenswert sind Produkte, die sowohl Einfach- als auch Zweifachzucker enthalten. In der folgenden Tabelle erfahren Sie mehr über verschiedene Zucker:

Kategorie Kaufberatung
Einfachzucker
  • zu den Einfachzuckern gehören Glukose und Fruktose

+ Glukose beschleunigt die Aufnahme von Fruktose – Energie steht schneller zur Verfügung

+ Glukose ist hochglykämisch – der Blutzuckerspiegel steigt sehr schnell an

- Fruktose kann zu Übelkeit führen

- nicht für Menschen mit Fruktoseintoleranz geeignet

Zweifachzucker
  • zu den Zweifachzuckern gehören Maltodextrin und Isomaltulose

+ Maltodextrin ist hochglykämisch – der Blutzuckerspiegel steigt sehr schnell an

+ Isomaltulose ist niederglykämisch – der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam an

Achten Sie bei Ihrer Wahl auf eine Mischung aus verschiedenen Zuckerarten. So stellen Sie sicher, dass Sie nicht nur einen schnellen Energieschub erhalten, sondern Ihre Leistungsfähigkeit über einen längeren Zeitraum positiv beeinflusst wird.

Neben Zucker beinhalten Energy-Gele auch Natrium bzw. Salz. Im Gegensatz zu Zusätzen wie Vitamine oder dem Wachmacher Koffein, die nicht schädlich, aber auch nicht notwendig sind, sollten Sie nicht auf Salz verzichten.

Wenn Sie sich sportlich betätigen, werden Sie unweigerlich ins Schwitzen geraten und wertvolle Minerale verlieren. Das enthaltene Salz des Gels gleicht den Verlust aus und wirkt sich somit positiv auf Ihren Elektrolythaushalt aus.

gesundheit

4. Konsistenz & Geschmack im Test: Reichen die Geschmäcker von Cola bis Tomate?

Wenn Sie einen heimischen Energiegel-Test wagen, werden Sie feststellen, dass sich die Produkte nicht nur im variantenreichen Geschmack, sondern vor allem in puncto Konsistenz unterscheiden. Es gibt Gele, die sehr flüssig sind und Typen, die eine deutlich dickere Konsistenz aufweisen.

Beide Arten haben Ihre Vor- und Nachteile. Flüssige Squeezy-Gele lassen sich extrem einfach und schnell konsumieren. Zudem können manche dieser flüssigen Energiegele sogar ohne Wasser verwendet werden. Das vereinfacht den Aufnahmeprozess in einem Rennen oder Wettkampf nochmals.

Die Konsistenz kann aber auch zum Nachteil werden. Achten Sie besonders beim Öffnen darauf, dass Ihnen das Gel nicht aus der Verpackung und über die Hände läuft. Wenn Sie sich für eine dickere Option entscheiden, gehen Sie dieser Problematik aus dem Weg, müssen allerdings auf Ihren Flüssigkeitshaushalt achten.

Als Faustregel können Sie sich merken: Je fester die Textur Ihres Geles ist, desto mehr Wasser wird benötigt, um das Produkt herunterzuschlucken. Zumeist geben Hersteller wie PowerBar eine Verzehrempfehlung, die eine Wasseraufnahme zwischen 100 und 300 ml vorsieht.

marathon

5. Energiegel-Rezepte: So einfach können Sie ein Energiegel selber machen

Bei Sporternährung kommt es in erster Linie auf den Inhalt an. Ähnlich wie bei Proteinriegeln oder Proteinpulvern ist bei Energiegelen vor allem die Zusammensetzung entscheidend, um die erwünschten Resultate zu erhalten.

Wenn Sie jedoch mit herkömmlichen Squeezy-Gelen aus dem Handel unzufrieden sind oder vegane Energiegele ohne Fruktose oder Koffein bevorzugen, können Sie problemlos Ihre eigenen Kreationen zusammenstellen.

Sie benötigen lediglich:

  • Trockenobst – z. B. vier Datteln
  • 3 EL Honig oder Agavendicksaft
  • 1 TL Öl (z. B. Kokosöl)
  • ca. 75 ml Kokoswasser
  • Kakaopulver nach Bedarf
  • Prise Salz

Geben Sie alle Zutaten in einen Standmixer und pürieren Sie die Mixtur solange, bis eine glatte Masse entsteht. Verzehren Sie Ihr DIY-Energie-Gel zeitnah, da die Haltbarkeit auf wenige Tage begrenzt ist.

Noch mehr Inspiration für Kohlenhydrat-Gele liefert Ihnen das folgende Video:

Bedenken Sie allerdings, dass auch das beste Energiegel kein Ersatz für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ist. Allgemeine Tipps für eine gesunde Lebensweise erhalten Sie in dieser Meldung der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2008.

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6. FAQs zum Thema Energiegel

6.1. Wann ist die Einnahme eines Energiegels günstig?

Wie oft sollten Sportler zum Energy-Gel greifen?

Das hängt zum einen von der Verträglichkeit des Gels Ihrer Wahl, von Ihrem Gewicht als auch von der Dauer der Belastung ab. Im Schnitt sollten Sie während eines Wettkampfs pro Stunde 1 g Kohlenhydrate für jedes kg Ihres Gewichts zu sich nehmen. Wer 70 kg wiegt, benötigt daher ca. 70 g Kohlenhydrate pro Stunde. Je nach Zusammensetzung kommen Sie daher auf ein bis zwei Power-Gele pro Stunde. Manche Hersteller limitieren die Aufnahme Ihrer Sportgele auf ein Maximum. Achten Sie daher immer auf die entsprechenden Dosierempfehlungen.

Es gibt keinen exakten Zeitpunkt, wann Sie ein Energiegel zu sich nehmen müssen. Vielmehr hängt der Zeitpunkt von Ihrer Leistungsfähigkeit, den vorangegangenen Mahlzeiten und Ihrem Fitness-Programm ab.

Wenn Sie regelmäßig ca. eine Stunde laufen oder Radsport betreiben, benötigen Sie kein Kohlenhydrat-Gel. Hier reicht eine gesunde, ausgewogene Ernährung völlig aus, um Ihren Körper auf die anstehende Belastung vorzubereiten. Wenn Sie keine Zeit zum Essen haben, können Sie auch auf einen Energieriegel oder einen Proteinriegel ausweichen.

Energiegel-Tests zeigen vielmehr, dass sich die Produkte primär an Ausdauerathleten im Training oder Wettkampf richten. Während eines Marathons oder Triathlons können Energy-Gele binnen weniger Minuten die Leistungsfähigkeit steigern und den beanspruchten Muskeln neue Energie liefern, da Sie die Glykogenspeicher des Körpers auffüllen.

Generell gibt es jedoch keine Einschränkungen, wann Sie ein Sportgel einnehmen dürfen. Sie eignen sich vor der Belastung, um Ihnen einen Energieschub zu verleihen, während eines Laufs, um Sie vor einem Leistungseinbruch zu bewahren und letztlich auch nach dem Sport, um Ihren Körper bei der Regeneration zu unterstützen.

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6.2. Wie lange sind Energiegele haltbar?

Wie Energy-Gel-Tests zeigen, geben Marken und Hersteller wie Isostar, Maxim oder PowerBar generell auf jedem Produkt ein Mindesthaltbarkeitsdatum an. Je nachdem, wann Sie Ihr Energiegel kaufen, kann der Zeitpunkt wenige Wochen oder mehrere Monate in der Zukunft liegen.

Bedenken Sie allerdings, dass nur die wenigsten Power-Gele Proteine oder Fett enthalten und nahezu nur aus Kohlenhydraten bzw. Zucker bestehen. Letztere sind nahezu unbegrenzt haltbar, ähnlich wie Honig oder Agavendicksaft.

Sofern die Verpackung Ihres persönlichen Energiegel-Testsiegers nicht eingerissen ist und die Produkte nach wie vor versiegelt sind, sollte der Inhalt auch nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums noch genießbar sein.

Wenn Sie jedoch Veränderungen im Geruch oder im Geschmack feststellen, ist es sinnvoller, das Energiegel zu entsorgen.