Das Wichtigste in Kürze
  • Motorola stellt ausschließlich Mittelklasse- und Einsteiger-Smartphones her – dafür aber gute! Der Preisrahmen liegt zwischen 150 und 300 Euro.
  • Smartphones der Moto-Z-Reihe sind mit Zusatzmodulen wie Mini-Projektoren oder Lautsprecher aufrüstbar, die Sie per Magnet an der Rückseite des Telefons befestigen.
  • Fast alle Geräte des Herstellers sind Dual-SIM-Smartphones und können mit einer zweiten SIM-Karte betrieben werden. So können Sie z. B. Privat- und Geschäftsanrufe auf demselben Telefon empfangen.

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1983 baute Motorola das erste Mobiltelefon der Welt. Nicht nur damit war das US-Unternehmen Vorreiter: Auch mit Dual-Band-Geräten, Triband-Geräten und Klapphandy-Legenden wie dem “Motorola Razr“ leistete man Pionierarbeit.

apple-smartphoneBis 2008 Apple kam und die Mobiltelefon-Sparte aufmischte. Genau wie Nokia und BlackBerry war Motorola schlecht gewappnet für den Kampf gegen das iPhone. 2012 übernahm Google die Mobilfunksparte von Motorola. Seit 2014 gehört Motorola zu Lenovo, einem großen chinesischen Technik-Hersteller.

Motorola zielt mit seinen Smartphones auf die Mittelklasse ab. Im Motorola-Smartphone-Vergleich 2020 von Vergleich.org finden Sie die besten Motorola-Smartphones und erfahren, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Motorola-Schriftzug thront auf einem Gebäude

1. Spielt Motorola in der Champions League?

Viele Handy-Hersteller beißen sich an den Top-Smartphones von Apple und Samsung die Zähne aus. Und Motorola? Schont das Gebiss und versucht es gar nicht erst. Stattdessen zielt das Unternehmen auf das Herz der Mittelklasse – und trifft.

motorola-android-testMotorola-Smartphones sind weder berauschend schnell noch fallen sie durch ausgefeiltes Design auf. Ganz im Gegenteil: Sie wirken unaufgeregt und schlicht. Unter der Haube warten dennoch einige Überraschungen. Und welche?

Die Motorola-Moto-Z-Modelle sind z. B. mit Moto-Mods (Erweiterungsmodulen) aufrüstbar. Diese Mods werden per Magnet an der Rückseite des Handys befestigt. Das klingt erstmal klobig – die Funktionen haben es aber in sich.

Die Mods können vieles sein: Mini-Projektor, JBL-Soundbox, Akku-Pack, Kamera-Objektiv, kabelloses Ladegerät oder Gamepad. So wird die Mittelklasse zur individuellen Spitzenklasse. Andere Modell-Reihen sind leider nicht kompatibel, auch wenn man dazu sagen muss, dass es nicht so aussieht, als wenn sich das Mod-Konzept durchsetzen würde. So bleibt es aktuell eher ein Gimmick.

Motorola-Smartphones sind die Definition der Mittelklasse. Sie eignen sich besonders für Menschen, die ein solides Smartphone zum günstigen Preis suchen.

Vor- und Nachteile von Motorola-Smartphones:

  • günstige Smartphones
  • solide Mittelklasse-Leistung
  • Z-Modelle mit Moto-Mods aufrüstbar
  • keine Top-Smartphones im Sortiment
  • optisch kein Highlight

Motorola-Handys im Laufe der Zeit

2. Mittelklasse oder Einsteiger: Welche Motorola-Smartphone-Typen gibt es?

Neben den Mittelklasse-Smartphones führt Motorola auch Einsteiger-Smartphones im Sortiment. Solche Smartphones kosten bis ca. 150 € und sind oft mit geringen Speicherkapazitäten ausgerüstet.

Interessant zu wissen: Mit der Moto-G-Reihe schaffte es Motorola im Jahr 2013, zum Inbegriff der Smartphone-Mittelklasse, also praktisch des „Smartphones für Jedermann“, zu werden. Bis heute erscheinen unter dem Namen „Moto G“ hoch solide Geräte zum Mittelklassepreis zwischen 200 und 300 Euro.

Im Jahr 2014 unterbot man sich nochmals im Preis und führte mit der Moto-E-Reihe Einsteigermodelle ein, die das insgesamt beste Gesamtpaket für Nutzer mit geringen Ansprüchen boten.

Mittlerweile ist gerade die Konkurrenz aus China so stark, dass Motorola das untere und mittlere Preissegment nicht mehr beherrscht. Doch zur Spitze zählt das Traditionsunternehmen hier nach wie vor.

Denn im Gegensatz zu großen Teilen der chinesischen Konkurrenz – welche ungekonnt Apple nacheifert – glänzt Motorola mit einer schlanken und flotten Software, die kaum von dem abweicht, was Google als Hersteller des Betriebssystems Android für eine optimale Performance vorsieht.

Kategorie Beschreibung
Mittelklasse

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  • Preis zwischen 150 und 300 €
  • mittelmäßig schnelle Technik
  • mind. 32 GB Speicher
  • mind. 3 GB Arbeitsspeicher

+ relativ zukunftssicher
+ Z-Reihe mit Mods erweiterbar
- wenig Besonderheiten

Einsteiger

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  • Preis bis 150 €
  • etwas veraltete Technik
  • mind. 16 GB Speicher
  • rund 2 GB Arbeitsspeicher

+ besonders günstige Motorola-Smartphones
- nicht zukunftssicher
- Speicher schnell voll

Motorola One neben einem Laptop

3. Kaufberatung: Wie lässt sich das passende Motorola-Smartphone finden?

Bevor Sie ein Motorola-Smartphone kaufen, machen Sie sich am besten mit den wichtigsten Kaufkriterien bekannt. Für die Geschwindigkeit sind der Prozessor und Arbeitsspeicher besonders wichtig. Geschäftskunden profitieren von einem Motorola-Dual-SIM-Smartphone. Hobby-Fotografen sollten auf ausreichend Speicher achten.

3.1. Prozessor und Arbeitsspeicher sind der Motor des Smartphones

Vergleich.org-Smartphone-Welt

motorola-gleam-testSmartphone-Deal gesucht? Wir führen Vergleiche zu kleinen, großen, dünnen, günstigen und hochklassigen Handys – und das in vielen Kategorien. Hier werden Sie fündig:

Damit das Moto-Smartphone schnell und flüssig läuft, braucht es einen schnellen Prozessor (CPU) und einen ebenso flotten Arbeitsspeicher. Aktuelle Prozessoren bestehen aus mehreren Kernen, jeder Kern führt eine einzelne Berechnung durch.

Deswegen sind Prozessoren mit vielen Kernen meist schneller als CPUs mit wenigen Kernen. Vier Kerne sind das Minimum, besser sind Smartphones mit acht Kernen. Die Kerne arbeiten mit einer bestimmten Geschwindigkeit – der Taktfrequenz.

Die Taktfrequenz gibt an, wie viele Berechnungen die CPU pro Sekunde durchführen kann. Besonders schnelle 8-Kern-Prozessoren takten mit rund 2,5 GHz, langsame laufen mit rund 1,5 GHz. Je höher die Taktfrequenz, desto schneller.

Und was ist der Arbeitsspeicher?

moto-qDer Arbeitsspeicher ist ein relativ kleiner Speicher, der dafür aber sehr schnell arbeitet. In ihm werden wichtige System- und Programmdaten zwischengespeichert, auf die das Smartphone immer wieder zugreifen muss.

Je größer der Arbeitsspeicher, desto mehr Daten kann er verarbeiten. Die Vorteile in der Praxis sind flüssiges Navigieren und kurze Ladezeiten.

Vergleich.org empfiehlt: Der Prozessor sollte mit acht Kernen ausgestattet sein. Die Größe des Arbeitsspeichers sollte mindestens 3 GB bemessen.

Rückseite eines Motorola-Smartphones

3.2. 32 GB Speicher sollten es mindestens sein

Der Speicher des Smartphones ist der zentrale Datenhort. Hier befindet sich nicht nur die Android-Software – die übrigens rund 5 GB Ihres Speichers frisst – hier landen auch alle Ihre Daten wie Fotos, Videos, Memos, Nachrichten und Apps.

motorola-smartphone-testDamit der Speicher nicht schon nach einigen Monaten voll ist, sollte Ihr Android-Smartphone üppig mit Gigabytes ausgestattet sein. 32 GB sind ein Anfang, besser sind 64 oder 128 GB. Mit solchen Größen können die meisten Nutzer das Telefon rund zwei Jahre nutzen, ohne Daten löschen zu müssen.

Sollte der Speicher Ihres persönlichen Motorola-Smartphone-Vergleichssieger dennoch kleiner sein, ist das noch kein Grund zum Verzweifeln. Bei allen Moto-Smartphones im Vergleich ist der Speicher per microUSB-Karte erweiterbar.

Eine microUSB-Karte führen Sie in den dafür vorgesehenen Kartenleser im Telefon ein und voilà – der Speicher ist gewachsen. Aber: Der Zugriff auf Daten, die auf der externen Speicherkarte liegen, ist langsamer als auf Daten auf dem internen Speicher. Wir empfehlen von Anfang an einen großen Speicher zu wählen.

3.3. Der Akku sollte 3.000 mAh haben, die Kamera 13 Megapixel

Ob iPhone oder Android-Handy: Die Kapazität von Akkus wird in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Je größer die Kapazität, desto länger hält der Akku. Allerdings kommt es auch auf die verbaute Hardware an: Schnelle Prozessoren, Speichermodule und große Displays verbrauchen mehr Akku als langsame.

Mit rund 3.000 mAh sind Sie gut ausgerüstet. Kleinere Akkus sind nur dann zu empfehlen, wenn die Hardware langsam und das Display klein ist.

top-10-smartphones

Die Megapixel-Angaben bei Kameras geben Aufschluss über die Menge an Bildpunkten. Je mehr Bildpunkte das Bild hat, desto schärfer und größer kann es dargestellt werden. Allerdings sind Megapixel-Angaben bei Kameras nicht alles – auch Bildsensor, Farbtreue und Linse sind wichtig.

Um im Vorfeld zu prüfen, ob Ihnen die Aufnahmen einer Handy-Kamera zusagen, können Sie nach Bildern googeln, die mit der Kamera aufgenommen wurden. Dafür geben Sie z. B. ein: “motorola one camera samples“.

Motorola Firmensitz, Frontalaufnahme

3.4. Dual-SIM-Smartphone: Zwei SIM-Karten parallel nutzen

Konnektivität
  • WLAN – WLAN ist kabelloses Internet fürs Surfen in privaten oder öffentlichen WLAN-Netzwerken.
  • NFC – Mit “Near Field Communication“ können Sie das Telefon als Zahlungsmittel für Dienste wie “Google Pay“ einsetzen.
  • LTE – LTE ist ein aktueller Standard fürs mobile Surfen mithilfe einer SIM-Karte.

Besonders attraktiv für Geschäftskunden und Vieltelefonierer: Motorola-Dual-SIM-Smartphones.

Dank einem zweiten SIM-Kartensteckplatz können Sie parallel eine zweite SIM-Karte nutzen.

Sie telefonieren gar nicht so viel – eigentlich sogar sehr wenig? Auch dann kann sich ein Motorola-Dual-SIM-Smartphone lohnen.

Wenn Sie nämlich zum Telefonieren eine Prepaid-Karte nutzen und fürs Surfen einen günstigen Datenvertrag, zahlen Sie meist weniger als für eine All-inclusive-Flatrate, die beides enthält.
Motorola Razr in Aktion

4. Motorola-Smartphone-Test: Was sagt die Stiftung Warentest?

Bisher hat die Stiftung Warentest noch keinen Motorola-Smartphone-Test durchgeführt, folglich findet sich auch kein Motorola-Smartphone-Testsieger in ihrem Katalog.

5. Fragen und Antworten zu BlackBerry-Smartphones

  • Welche Marken und Hersteller von Smartphones gibt es außer Motorola?

    Zu den einstigen Größen des Handy-Marktes gehören neben Motorola z. B. Nokia und BlackBerry. Handys dieser Marken finden Sie heute aber eher selten unter den Top-10-Smartphones. Heute ist das koreanische Unternehmen Samsung Marktführer, gefolgt vom chinesischen Hersteller Huawei und dem US-Unternehmen Apple. Auch Microsoft, Google, Sony, LG, HTC und Lenovo stellen Smartphones her – ihr Marktanteil ist aber relativ gering. Microsoft gab außerdem 2019 bekannt, Smartphones mit Windows einzustellen und sich aus dem Smartphone-Geschäft zurückzuziehen. Sie suchen ein Mini-Smartphone? Zur Wahl stehen z. B. das Apple-Smartphone “iPhone SE“ oder die Modelle der Sony-Xperia-Compact-Reihe.
  • Welche waren die beliebtesten Motorola-Modelle?

    Ähnlich legendär wie Samsungs Galaxy-Modelle war das 2004 erschienene Klapphandy “Motorola Razr“. Zu den Klapphandy-Verkaufsschlagern zählte auch das “Motorola Gleam“, das außerdem mit einem schicken Außendisplay zu überzeugen wusste. Eines der ersten Motorola-Smartphones war das “Moto Q“, das 2006 erschien – zwei Jahre vor dem iPhone. Es war jedoch sehr sperrig und die Bedienung war umständlich, so wurde ihm nie der große Durchbruch zuteil. 2010 veröffentlichte man das “Motorola Defy“ – ein wasserdichtes Smartphone. Das “Motorola Defy“ ist das erste Smartphone, bei dem Motorola Android als Betriebssystem nutzte. Zu den beliebten Tablets gehörte das “Motorola Xoom“.