Möchten Sie Korkboden kaufen, müssen Sie bereits hinsichtlich der Verlegung zwischen zwei völlig unterschiedlichen Produkten entscheiden. Einerseits gibt es Kork-Klicksysteme, die Sie bestimmt bereits von Vinyl- oder Laminatböden kennen.
Alternativ können Sie den Korkboden auch kleben, um ihm mehr Stabilität zu verleihen. Wir zeigen Ihnen die Eigenschaften beider Systeme und haben wichtige Tipps für die Vorbereitung des Untergrunds recherchiert.

Korkböden haben mit der bekannten Optik von Pinnwänden nicht unbedingt viel zu tun. Sie können auch auf edel wirkende Prints zurückgreifen.
3.1. Korkboden-Klicksystem
Das Korkboden-Klicksystem ist mittlerweile auch bei dieser Art von Bodenbelag zum gängigen Standard geworden. Beim Nut-und-Feder-System stecken Sie die einzelnen Platten einfach ineinander. Dadurch entsteht ein schwimmender Bodenbelag, der nicht fest mit dem Untergrund verbunden ist.
Achtung: Zu Wänden müssen Sie einen Dehnabstand von circa einem Zentimeter einhalten. Da sich Korkboden dehnt, braucht er etwas Platz. Verlegen Sie den schwimmenden Boden bis zur Wand, kann sich der Bodenbelag heben.
Wenn Sie Korkboden kaufen, müssen Sie auch immer auf die Qualität von Nut und Feder achten. Beim günstigen Korkboden sind diese meist sehr dünn und oft auch nicht ganz präzise. Das macht es Ihnen schwerer, den Boden fugenlos zu verlegen.
3.2. Korkboden-Platten zum Kleben
Der Korkboden zum Kleben wird hingegen vollflächig mit dem Untergrund verbunden. Diese Variante eignet sich besonders gut für stark beanspruchte Räume wie Flure oder Büros.
Der verklebte Boden ist stabiler und wirkt mit einer besseren Schalldämmung als schwimmend verlegte Modelle. Hierfür brauchen Sie spezielles Zubehör in Form eines Korkklebers. Vom Preis gibt es keine Unterschiede, allerdings ist die Verlegung aufwendiger.
3.3. Welcher Untergrund für Korkboden?
Wie für die meisten Böden müssen Sie auch beim Verlegen von Korkboden den Untergrund entsprechend vorbereiten. Tun Sie das nicht, wird der Korkboden uneben. Dünne Platten können bei Belastung sogar brechen. Für Korkböden ist ein ebener, sauberer und trockener Untergrund erforderlich, damit der Belag dauerhaft stabil und optisch ansprechend bleibt.
Je nach Verlegeart gelten unterschiedliche Anforderungen. In unserer Tabelle finden Sie eine kompakte Übersicht:
| Untergrund | Eigenschaften |
| Estrich (Zement, Anhydrit) | - sehr gut geeignet
- muss vollständig ausgetrocknet sein
- Risse in altem Estrich müssen Sie vorab ausbessern
- bei Unebenheiten > 2 mm ist der Estrich zu schleifen
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| Fliesen | - gut geeignet
- bei dünnem Korkboden Fugen verspachteln
- zusätzliche Trittschalldämmung empfohlen
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| Parkett, PVC oder Laminat | - bei Korkplatten zum Kleben möglich
- Klicksystem nicht empfohlen, da schwimmend auf schwimmend
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| Teppich | - nicht geeignet, da Teppich zu weich
- Schimmelgefahr bei hoher Luftfeuchtigkeit
- Teppich entfernen und Kork auf festem Untergrund verlegen
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Also, wenn ich mir die Tabelle oben anschaue kommt mir der Preis der Produkte doch recht günstig vor. Das lässt mich etwas and der Qualität zweifeln.
Lieber Herr Buhl,
vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Korkboden Vergleich.
Der durchschnittliche Preis für Korkböden liegt pro Quadratmeter zwischen 20 und 80 Euro. Somit gibt es in unserer Tabelle Produkte, die in diese Preisspanne fallen, als auch manche, die darunter liegen. Bedenken Sie hier, dass wir nicht nur Bodenbeläge vorstellen, sondern auch Korkboden Unterlagen. Diese fallen in der Regel billiger aus. Oft spielt auch das Design beim Korkboden eine große Rolle. Möchten Sie einen Boden in Holzoptik oder Fliesenoptik, bezahlen Sie mehr. Generell liegt der Preis der Böden im Internet aufgrund der wegfallenden Lagerungskosten niedriger als bei Fachhändlern oder im Baumarkt. Es gibt also viele Einflussfaktoren, die zu billigeren Verkaufspreisen führen, jedoch nicht direkt mit der Qualität der Produkte zusammenhängen.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen Ihre Zweifel bezüglich der Qualität nehmen,
Ihr Vergleich.org Team