Das Wichtigste in Kürze
  • Wischmopps sind das Mittel der Wahl, wenn es um feuchte Bodenreinigung geht. Die praktischen Wischmopp-Sets bündeln die Arbeitsschritte und ermöglichen ein Arbeiten ohne Bücken und nasse Hände.
  • In unserem Wischmopp-Test konnten die Mopps von Leifheit in allen Kategorien überzeugen: Sie vereinen Qualität und Effizienz.
  • Für ein optimales Reinigungsergebnis erwiesen sich ein möglichst breiter Wischerkopf und ein bewegliches Drehgelenk als wichtigste Kriterien.

wischmop-test

Der gute alte Schrubber hat ausgedient. Praktische Wischsysteme, die eine ermüdungsfreie Reinigung ohne große Anstrengung versprechen, erfreuen sich schon lange zunehmender Beliebtheit. Damit auch Sie sich über einen sauberen, blanken Fußboden freuen können, haben wir in unserem Wischmop-Test 2020 mit Produkten verschiedener Hersteller um die Wette gewischt.

testkriterien

In unserer Kaufberatung verraten wir Ihnen, welcher Mopp dabei die beste Arbeit geleistet hat und was Sie beim Kauf beachten sollten.

1. Testergebnisse: Leifheit punktet, Vileda fällt ab

Klare Spitzenreiter, ein breites Mittelfeld, einige Absteiger: Die Ergebnisse des aktuellen Wischmopp-Tests präsentieren sich durchwachsen. In dem gemischten Teilnehmerfeld gingen Wischer unterschiedlicher Marken ins Rennen – mit überraschendem Ergebnis!

wischmob-anwendung

In drei Schritten zum sauberen Heim: Der GreenBlue-Mopp erledigt seine Arbeit dank Rotations-Mechanismus zuverlässig.

Während sich einige Mopps eher unbekannter Hersteller durchaus überzeugend präsentierten, fielen die Wischer von Vildea zum Teil deutlich ab. Vor allem im direkten Vergleich zu Wischern von Leifheit, die bei der Stiftung Warentest im Test 08/2009 „gut“ abschnitten, wurden Qualitätsunterschiede deutlich.

wischmop-sieb

Ein Sieb sorgt beim CLEANmaxx Power dafür, dass das Wasser sauber bleibt.

Obwohl im Bedienkomfort durch Teleskopstiele durchaus angenehm, schwächelten die Vileda-Mopps aufgrund mangelnder Beweglichkeit des Drehgelenks vor allem in puncto Reinigungsleistung.

Unbekanntere Produkte konnten dafür mit durchdachten Details wie Schmutzwasserfilter – beim CLEANmaxx – oder herausnehmbarer Zentrifuge – wie beim GreenBlue – überraschen.

2. Das Ideal bei der Reinigungsleistung: Breit, groß und gelenkig

Wie in vielen anderen Lebensbereichen so gilt auch bei der Hausarbeit: Das Ergebnis zählt! Damit Ihr Zuhause auch wirklich sauber wird, sollten Sie vor der Kaufentscheidung einige Dinge bedenken.

2.1. Ein breiter Wischerkopf spart Zeit und Arbeit

Vergessen Sie Size Zero: Big is beautiful! Wenn es ums Bodenwischen geht, haben breite Wischer eindeutig die Nase vorn.

Kauftipp

Wer große Flächen und Räume zu säubern hat, sollte einen Mopp mit einer Breite von mindestens 35 cm wählen.

Gerade wer große, zusammenhängende Flächen zu reinigen hat, sollte bei der Wahl seines Wischmopps auf einen möglichst großen Durchmesser des Wischerkopfes bzw. Mopps achten. So sparen Sie bei vielen Quadratmetern Boden Zeit und Energie!

Suchen Sie allerdings einen Wischer nur für die partielle Reinigung oder kleinere Räume, können Sie bedenkenlos auch auf eine schmalere Ausführung zurückgreifen. In Sachen Schmutzentfernung sind diese ebenso gründlich.

2.2. Drehgelenk: Mopps von Leifheit haben die Nase vorn

Leifheit-Gelenk

Der Wischer von Leifheit hat den Dreh raus! Dank seines 360-Grad-Gelenks gelangt der beste Wischmopp im Test mühelos auch unter niedrige Möbel.

Schmutz ist nicht nur dort, wo er uns direkt ins Auge springt – gerade auch an schwer zugänglichen Stellen tummeln sich munter die Wollmäuse. Um auch hier für Sauberkeit sorgen zu können, erwies sich ein gut funktionierendes Drehgelenk als das wichtigste Kriterium in Sachen Reinigungsleistung.

In unserem Test zeigten sich gerade bei der Beweglichkeit des Drehgelenks große Unterschiede: Während unser Wischmopp-Testsieger gelenkig um Tischbeine herum und unter Schränken hindurch wischte, taten sich die schlechter platzierten Testkandidaten deutlich schwerer.

Nicht selten hakte bei ihnen nach dem Abwinkeln des Stiels das Gelenk, sodass der Mopp-Kopf erst mithilfe des Fußes wieder in Position gebracht werden musste. Dabei machte es keinen Unterschied, ob der Wischmopp günstig oder teuer war. Überzeugen konnten uns im Test die beweglichen Drehgelenke von Leifheit.

2.3. Das Runde muss ins Eckige: Große Wischer kommen besonders gut in Ecken

Möchten sie mit Ihrem Wischer nicht nur sporadische Flecken auf dem Fußboden entfernen, sondern den gesamten Boden gründlich reinigen, sollten Sie auf die Beschaffenheit und Form des Wischerkopfes ein besonderes Augenmerk legen.

vileda-mopp

Ab in die Ecke! Für den dreieckigen Wischmopp von Vileda kein Problem.

Wer gründlich in alle Ecken und an Fußleisten entlang wischen möchte, für den empfiehlt sich ein Mopp mit möglichst breitem Durchmesser. Aufgrund ihres voluminöseren Aufsatzes erreichen diese Mopps die Ecken deutlich besser als ihre schlankeren Kollegen.

Besonders gut in Zimmerecken kommen Bodenwischer mit einem flachen, rechteckigen Wischerkopf: Durch ihre rechtwinklige Form sind sie hier besonders gründlich.

Aber auch runde bzw. dreieckige Mopps arbeiten solide, wie etwa der Wischer von Vileda, der durch seine dreieckige Form die Ecken gut erreicht.

Vorsicht beim Bodenbelag: Wischmopps sind für Parkett und Holzböden nicht geeignet. Das Mikrofasermaterial der Mopp-Aufsätze enthält kleine Schleifpartikel, die im Lack Kratzer hinterlassen können.

3. Bedienkomfort: Langer Stiel und Handbedienung punkten im Test

Neben dem bestmöglichen Reinigungsergebnis sollte Ihr neuer Wischmopp auch durch eine einfache Bedienung überzeugen. Wir haben getestet, wie angenehm die Wisch-Sets in der Handhabung sind: Können sie tatsächlich ein Auswringen ohne Bücken gewährleisten?

3.1. Handlichkeit: Der Rücken bleibt gerade und die Hände trocken

Eine positive Überraschung erlebten die Tester hinsichtlich der Handlichkeit der Mopps. Nach den ersten Testläufen verflog die Skepsis gegenüber Herstellerversprechen wie „Auswringen ohne Bücken“.

Tatsächlich gelang im Test bei allen Mopps das Ausspülen und Trockenschleudern ohne zusätzliches Bücken und nasse Hände. Suchen Sie nach einer rückenschonenden Form der Reinigung, sind Sie mit einem Wischmopp aus unserem Test sicher gut beraten!

mop-richtig-falsch

Achten Sie darauf, beim Trockenschleudern alle Fransen des Mopps in der Zentrifuge zu platzieren. So vermeiden Sie Spritzwasser auf dem Fußboden.

3.2. Teleskopstiel: Ein langer Stiel schont den Rücken

Als wichtiges Kriterium in Sachen Bedienkomfort erwies sich im Praxistest ein möglichst langer Stiel. Um Ihren Rücken zu schonen oder entferntere Ecken erreichen zu können, sollten Sie dieses Kriterium bei Ihrer Kaufentscheidung unbedingt berücksichtigen.

In unserem Wischmop-Vergleich erwies sich eine Stiellänge von 1,30 m als Mindestmaß bei einer Körpergröße von 1,70 m. Besonders angenehm wird das Wischen mit einem Stiel ab 1,40 m Länge: Hier ist eine besonders rückenschonende Arbeitshaltung gewährleistet.

3.3. Bedienung: Handbedienung punktet im Test

Der auffälligste Unterschied zwischen den Wischmops ist die Art ihrer Bedienung: Diese erfolgt entweder per Hand über den Stiel bzw. mittels eines Griffs oder über ein Fußpedal.

wischmop-bedienbarkeit

Hand oder Fuß? Der Griff des Leifheit-Mopps ist besonders einfach in der Handhabung. Unpraktischer dagegen sind die Fußpedale von Vileda.

Beide Varianten erledigten im Test ihre Aufgabe zuverlässig: Das Trockenschleudern der Mopps gelang ohne weitere Probleme. Die Bedienung am Griff bzw. über das Auf- und Ab-Bewegen des Stiels empfanden die Tester jedoch im Schnitt als angenehmer. Dazu trugen vor allem auch die etwas klein dimensionierten Fußpedale der Vileda-Eimer bei.

4. Die Wahl des richtigen Wischers: Mopp oder Flachwischer?

Wischer-Sets zur Bodenreinigung gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Mit allen von uns getesteten Wischern lassen sich sowohl Fliesen als auch PVC und Laminat putzen.

Vor dem Kauf stellen sich zunächst einige grundsätzliche Fragen: Mopp oder Flachwischer? Mit Auswringmechanismus oder Rotationskorb? Bedienung per Hand oder Fuß? Wir bringen Licht ins Dunkel und stellen die beiden Haupt-Typen vor.

Wischmopp Flachwischer
mopp-kopf

  • runder oder dreieckiger Aufsatz mit Mopp
  • geeignet für kleinere Flächen
  • für mittlere bis stärkere Verschmutzungen
flachwischer

  • rechteckiger Kopf mit Wischbezug
  • geeignet für größere Flächen
  • für leichte bis mittlere Verschmutzungen

4.1. Wischmopp: Der Wendige für schwierige Fälle

Die besonders saugfähigen, fransenartigen Fasern eines Wischmopps nehmen Wasser und Schmutz gut auf und werden nach dem Ausspülen im Eimer in einem Rotationskorb ausgeschleudert. Es sind sowohl Mopps mit einer Bedienung per Fußpedal als auch solche mit einer Bedienvorrichtung am Stiel verbreitet.

Durch die kompakte Form kurven die wendigen Wischmopps mühelos um Tischbeine herum und sind das Mittel der Wahl für kleinere oder verwinkelte Räume.

Einige Vor- und Nachteile sollten Sie bedenken, wenn Sie einen neuen Wischmopp kaufen möchten:

  • gute Feuchtigkeitsaufnahme
  • punktuelle Reinigung auch stärkerer Verschmutzungen
  • für Holz- und Parkettböden nicht geeignet
  • hoher Aufwand bei größeren Flächen

4.2. Flachwischer: Der Spezialist für große Flächen

Um den gewünschten Grad an Feuchtigkeit zu erhalten, wird der Wischer nach dem Ausspülen in einem Rotationskorb geschleudert oder in einer Wischtuchpresse ausgewrungen. Die Bedienung erfolgt über ein Fußpedal oder durch eine Vorrichtung am Stiel.

Durch seinen breiten Wischerkopf schafft ein Flachwischer mühelos auch größere Flächen.

Fällt Ihre Wahl auf einen Flachwischer, so sollten auch hier Vor- und Nachteile abgewogen werden:

  • schaffen mühelos größere Flächen
  • kommen gut in Ecken
  • begrenzte Feuchtigkeitsaufnahme
  • für punktuelle Verschmutzung weniger geeignet

Ob Sie sich für einen Mopp oder einen Flachwischer entscheiden, hängt also hauptsächlich vom zukünftigen Einsatzgebiet Ihres neuen Haushalts-Helfers ab – nicht zuletzt aber auch von persönlichen Vorlieben.

Welches Modell dabei das richtige für Sie ist, können Sie leicht anhand unserer Testtabelle ermitteln.