Das Wichtigste in Kürze
  • Eisendünger für den Rasen oder für Grünpflanzen ist ein spezielles Düngemittel, um einen Mangel auszugleichen: den Eisenmangel. Entscheidend bei der Wahl des besten Eisendüngers ist die Eisen-Konzentration im Produkt, die bei 2o bis 30 Prozent liegen sollte. Über Ihren Kauf entscheidet auch die zu düngende Fläche: Achten Sie auf eine Gebindegröße, die zu der von Ihnen zu düngenden Fläche passt. Misst Ihr Rasen 50 Quadratmeter, ist ein 25-Kilogramm-Sack, der für 1.000 Quadratmeter reicht, überdimensioniert.

1. Woran lässt sich ein Eisenmangel im Garten erkennen?

Zwar ist Eisen kein direkter Bestandteil des Grüns in Ihrem Garten, wohl aber hat es einen großen Einfluss auf die Bildung des Blattgrüns. Eisen beschleunigt und unterstützt die Bildung grüner Blätter und eines grünen Rasens. Im Umkehrschluss können Sie an gelben Blättern und einem gelb-braunen Rasen erkennen, dass in Ihrem Garten ein Eisenmangel herrschen könnte. Werden die Blätter Ihrer Blumen gelb, während die Blattadern grün bleiben, ist das ein Indiz für einen Eisenmangel, der im Fachjargon als Chlorose bezeichnet wird. Greifen Sie nicht ein, sterben die Blätter ab. Ein Eisenmangel kann auch das gesunde Wachstum verhindern, die Wurzeln bleiben kurz.

Besonders gefährdet sind kalkreiche Böden und ein Erdreich, in dem viele Schwermetalle zu finden sind. Zudem können dichter Bewuchs und lange Trockenperioden ebenso wie Staunässe die Eisenaufnahme des Bodens erschweren. In der Folge steht weniger Eisen für den Rasen und die Blumen zur Verfügung. Darüber hinaus verrät ein Messwert, dass es Ihrem Garten an Eisen fehlt: Ein hoher Phosphor-Gehalt kann ein Indiz für einen Eisenmangel sein.

2. Wie ist Eisendünger anzuwenden?

Die Anwendung von Eisendünger ist davon abhängig, wo der Eisenmangel am sichtbarsten zutage tritt. Bei einer Chlorose sollten Sie über eine Eisen-Blattdüngung nachdenken – beispielsweise mithilfe von einem flüssigen Eisendünger, den Sie aufsprühen können. Können Sie ein verringertes Wachstum feststellen, ist es sinnvoll, dem Boden direkt den Eisendünger zuzuführen. Das funktioniert, indem Sie das Granulat ausstreuen oder es in Wasser auflösen und den Boden damit gießen.

Achtung: Nicht jeder Eisendünger ist für beide Anwendungen geeignet. Achten Sie auf die Hinweise der Hersteller und auf den Vermerk in unserem Eisendünger-Vergleich.

Die besten Eisendünger lassen sich sowohl trocken verstreuen als auch auflösen und vergießen. Als Richtwert gilt: Verwenden Sie Eisendünger im Gießwasser, reicht eine Konzentration von ein bis zwei Milligramm pro Liter Wasser. Bei Rasen gilt: Auf dem Rasen hilft Eisendünger gegen Moos. Wann Sie Eisendünger auf den Rasen streuen sollten, lässt sich schnell beantworten: Im Frühjahr, wenn der Boden nicht mehr gefriert, ist der beste Zeitpunkt, um den Eisendünger auszubringen, das abgestorbene Moos abzurächen und den Rasen neu anzusäen.

Spezieller Eisendünger fürs Aquarium ist meist so dosiert, dass der Grenzwert von 0,03 bis 0,1 Milligramm pro Liter Eisen im Wasser nicht überschritten wird. Mit diesen speziellen Produkten können Sie Chlorosen an den Pflanzen im Aquarium behandeln.

3. Sind Eisendünger giftig?

Diverse Internet-Tests zu Eisendünger zeigen: Diese speziellen Rasendünger stehen häufig in der Kritik. Eisendünger ist giftig, was für Sie bedeutet: Waschen Sie sich nach der Düngeaktion gründlich die Hände und verhindern Sie, dass der Eisendünger mit Ihrer Kleidung oder den Steinen im Garten in Berührung kommt. Sonst müssen Sie die daraus resultierenden Rostflecken bekämpfen.

Wer keinen Eisendünger kaufen möchte, der kann aus eisenhaltigen Produkten, wie etwa Linsen, Bohnen und Spinat in Kombination mit Kompost, Zitronen- oder Orangensaft Eisendünger selbst herstellen. Auch zerkleinerte Apfelschnitze können eine ähnliche Wirkung erzielen. Allerdings ist diese Form des selbstgemachten Eisendüngers nur im Beet anwendbar und nicht etwa als Eisendünger für den Rasen.

Eisendünger Test