Brennwertkessel Vergleich 2026

Die besten Brennwert-Heizkessel im Vergleich.

Georg B.
Redakteur
schreibt über: Heizen
Lektorin: Nele B.
Ich schreibe seit 2016 regelmäßig Vergleiche, dabei bin ich Experte für alle Baumarkt-Themen. Spannend finde ich es aber auch, mich in ganz neue Themen einzuarbeiten.

Moderne Brennwertkessel holen das Maximum aus ihrem Brennstoff heraus, schonen so die Umwelt und natürlich auch Ihr Bankkonto. Idealerweise funktionieren die Geräte mit Gas, vielfach ist aber auch Heizöl im Einsatz, um Wärme ins Haus zu bringen.

In unserer Test- bzw. Vergleichstabelle finden Sie jetzt besonders effiziente Brennwertkessel beider Typen. Fragen zu den technischen Begriffen Heizwert und Brennwert beantworten wir im nachfolgenden Ratgeber. Überzeugt hat uns hier im September 2026 besonders das Modell Buderus GB125 22 kW*Wir verlinken auf ausgewählte Online-Shops und Partner, von denen wir ggf. eine Vergütung erhalten. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise inkl. MwSt, ggf. zzgl. Versand. mit seinen Eigenschaften.

Fakten zum Vergleich
43
Recherchierte
Produkte
6
Überprüfte
Produkte
37
Investierte
Stunden
21.761
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Vergleichssieger
Buderus GB125 22 kW
Aktualisiert: 28.09.2026

1 - 6 von 6: Beste Brennwertkessel im Vergleich

Preis in EUR
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Brennwertkessel Vergleich
Buderus GB125 22 kWBuderus GB125 22 kW
Vergleichssieger
Buderus GB125 30KWBuderus GB125 30KW
Buderus GB 125 18KWBuderus GB 125 18KW
Preis-Leistungs-Sieger
De Dietrich Stahl-ÖlbrennwertkesselDe Dietrich Stahl-Ölbrennwertkessel
Roth Werke SZ-Uni400Roth Werke SZ-Uni400
Bestseller
Sannover Thermique Sun 30Sannover Thermique Sun 30
Abbildung*
Vergleichssieger
Buderus GB125 22 kW
Buderus GB125 30KW
Preis-Leistungs-Sieger
Buderus GB 125 18KW
De Dietrich Stahl-Ölbrennwertkessel
Bestseller
Roth Werke SZ-Uni400
Sannover Thermique Sun 30
Modell*

Buderus GB125 22 kW

Buderus GB125 30KW

Buderus GB 125 18KW

De Dietrich Stahl-Ölbrennwertkessel

Roth Werke SZ-Uni400

Sannover Thermique Sun 30

Vergleichsergebnis*
Informationen zur Produktsortierung und Bewertung
Unsere Bewertung
sehr gut
Buderus GB125 22 kW
09/2026
Unsere Bewertung
sehr gut
Buderus GB125 30KW
09/2026
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sehr gut
Buderus GB 125 18KW
09/2026
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sehr gut
De Dietrich Stahl-Ölbrennwertkessel
09/2026
Unsere Bewertung
gut
Roth Werke SZ-Uni400
09/2026
Unsere Bewertung
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Sannover Thermique Sun 30
09/2026
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RatenzahlungRatenzahlungRatenzahlungRatenzahlungRatenzahlungRatenzahlung
Befeuerungstyp
Öl
Öl
Öl
Öl
Öl
Öl
Optimal für
  • •Einfamilienhäuser
  • •Mehrfamilienhäuser
  • •Industriebauten
  • •Gewerbebetrieb
  • •Einfamilienhäuser
  • •Mehrfamilienhäuser
  • •Industriebauten
  • •Gewerbebetrieb
  • •Einfamilienhäuser
  • •Einfamilienhäuser
  • •Einfamilienhäuser
  • •Mehrfamilienhäuser
  • •Industriebauten
  • •Gewerbebetrieb
  • •Einfamilienhäuser
Heizleistung
max. erreichbare Hitze
22 kW
30 kW
18 kW
27 kW
29 kW
30 kW
inkl. Warmwasserspeicher
Kombination mit unterschiedlichen Speichern möglich
Kombination mit unterschiedlichen Speichern möglich
Kombination mit unterschiedlichen Speichern möglich
Heizöl-Typen
Heizöl:
normal | schwefelarm
Bioheizöl-Anteil
10 %
10 %
keine Herstellerangaben
keine Herstellerangabe
10 %
keine Herstellerangabe
Montage
Maße
(H x B x T)
84 x 60 x 92 cm
92 x 60 x 92 cm
91,5 x 83,5 x 60 cm
‎59,8 x 56 x 150,2 cm
92 x 60 x 92 cm
‎40,5 x 45,5 x 84,5 cm
Gewicht
156 kg
192 kg
156 kg
180 kg
99 kg
110 kg
Vorteile
  • kompakte Abmessung durch integrierten Wärmetauscher
  • effiziente Energieausnutzung
  • besonders effizient
  • flexibel durch Heizöl
  • große Fronttür nach links oder rechts aufschwenkbar
  • hochwertiger Wärmeschutz
  • inklusive Warmwasserspeicher
  • flexibel durch Heizöl
  • hohe Heizleistung
  • besonders effizient
  • flexibel durch Heizöl
  • hohe Heizleistung
  • flexibel durch Heizöl
  • hohe Heizleistung
  • besonders effizient
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Brennwertkessel-Kaufberatung:
So wählen Sie das richtige Produkt aus dem obigen Brennwertkessel Test oder Vergleich

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Brennwertkessel ist das Herz Ihrer Heizungsanlage. Er wird mit Öl oder Gas betrieben und kann damit sowohl Heizkörper als auch Trinkwasser erwärmen.
  • Besonders effizient macht ihn die zweifache Nutzung des Brennstoffs: Erstens durch die Verbrennung an sich und zweitens durch das Kondensieren des bei der Verbrennung entstandenen Wasserdampfs, welcher damit noch ein bisschen mehr Wärme abgibt. Auch ein hydraulischer Abgleich kann die Heizung effizienter machen.
  • Verwechseln Sie nicht den Brennwert mit dem Heizwert. Letzterer ist eine veraltete Angabe, welche den Kondensations-Effekt nicht mit einkalkuliert und Brennwertkesseln eine höhere Effizienz als 100 Prozent ausweist. Leider wird oft nur der Heizwert von den Herstellern angegeben.

Brennwertkessel Test

Mollige Wärme im Winter und warmes Wasser zu jeder Jahreszeit bei günstigen Preisen – der Brennwertkessel macht es möglich. Seine Bauform ist so sehr optimiert, dass er den Brennwert des zugeführten Brennstoffs maximal ausnutzt. Selbst dem entstehenden Wasserdampf wird dabei noch der letzte Rest Wärme entzogen, sodass er zum Heizen mit Gas oder Öl hervorragend geeignet ist.

Eine Hand justiert den Brennwertkessel über dessen Steuerungselement.

Auch die richtige Einstellung des Brennwertkessels hilft Ihnen dabei, Energie zu sparen.

Damit auch Sie von der Brennwerttechnik profitieren können, müssen Sie nach einem Modell (z.B. einem Brennwertkessel von Intercal oder einer Wolf-Gasbrennwert-Therme) Ausschau halten, das zur Größe Ihres Hauses passt und möglichst effizient arbeitet.

Die Mehrheit der mittelgroßen Heizungen (11 bis 25 Kilowatt) in Deutschland verwendet Gas (Quelle: Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerkes), aber auch Ölheizungen bieten bestimmte Vorteile. In unserem Brennwertkessel-Vergleich 2026 haben wir beide Typen näher betrachtet und erläutern die Unterschiede im nachfolgenden Ratgeber. Wenn Sie bereits sicher sind, ob Ihr neuer Brennwertkessel Gas oder Öl verbrauchen soll, springen Sie am besten gleich zu Kapitel 2.

1. Ist Gas beliebter als Öl?

Je nach Bauweise verbrennt der Brennwertkessel Öl oder Gas. Beim Einbau eines neuen Modells behalten die meisten Verbraucher den Energieträger des alten Kessels bei. Eine Gas-Brennwertheizung in eine Öl-Brennwertheizung umzuwandeln oder umgekehrt, ist eine recht aufwendige Sache.

Russische Erdgas-Pipelines aif Stelzen in verschneiter Landschaft

Deutschland bezieht sein Erdgas hauptsächlich aus Russland und Anrainerstaaten der Nordsee wie etwa Norwegen. So wird auch Ihre Gasheizung versorgt.

Ob sich ein Wechsel lohnt, sollten Sie nicht in erster Linie von den Brennstoff-Preisen abhängig machen. Abhängig von der Weltpolitik schwanken diese teilweise erheblich und sind auf jeden Fall nicht für die nächsten Jahre – geschweige denn Jahrzehnte – vorhersagbar. Allein der Preis von Heizöl stieg zwischen Juli 2017 und Juli 2018 um knapp 30 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Ein Gasheizkessel ist etwas günstiger in der Anschaffung und auch die Wartungskosten sind geringer als bei einer Brennwertheizung, die mit Öl betrieben wird – so können Sie bereits einige Kosten sparen. Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: Die Heizeffizienz beim Verbrennen von Gas ist durchschnittlich etwas höher als beim Verbrennen von Öl. Mehr dazu erfahren Sie auch im nächsten Kapitel. Wenn Sie möchten können Sie sich außerdem für eine Gas-Hybridheizung entscheiden und einen Gas-Brennwert-Kessel mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe kombinieren. Auf diese Weise (Wärmepumpe plus Gas) können Sie mit der Gasheizung noch mehr Kosten sparen. Zusätzlich ist die Einbindung in das Smart-Home sinnvoll. Damit kann der Heizungsverbrauch besser überwacht und gesteuert werden.

Der größte Unterschied zwischen den beiden Kessel-Typen bleibt jedoch die Speicherung des Rohstoffs. Erdgas für die Brennwertheizungen dieser Republik wird in großen, unterirdischen Speichern zwischengelagert und zuletzt vom örtlichen Energieversorger über ein Rohr direkt zum Endverbraucher transportiert. In Ihrem Haus befindet sich also kein Speicher, alles Gas wird unmittelbar vor der Verbrennung direkt aus der Leitung bezogen.

Öl-Brennwertkessel in einem Kellerraum

Ein Brennwertkessel, der mit Öl befeuert wird.

Anders verhält es sich mit Heizöl. Für dieses benötigen Sie einen eigenen Tank mit über eintausend Litern Speicherkapazität und entsprechend viel Platz in einem separaten Heizungskeller. Nicht jeder Verbraucher möchte diesen Raum verschwenden. Doch der Speicher hat auch eine gute Seite: Sie können den Brennstoff dann auf Vorrat kaufen, wenn er günstig ist. Einmal im Jahr muss der Tank aufgefüllt werden, durch das Abpassen des richtigen Zeitpunkts sparen Sie ein paar Euro.

Der Umbau der Brennwertheizung von Gas auf Öl oder andersrum lohnt also in den meisten Fällen nicht. Am besten bleiben Sie beim bestehenden System und wählen in der Produkttabelle am Anfang dieser Kaufberatung ein Modell jener Art aus, welches auch bislang in Ihrem Haus stand.

Entscheiden Sie sich für einen Umbau, muss gegebenenfalls der Schornstein saniert werden. Beraten Sie sich hierfür mit Ihrem Schornsteinfeger, dieser hält alle notwendigen Informationen parat.

Techniker untersucht routinemäßig einen Brennwertkessel.

Die Wartung eines Gas-Brennwertkessels ist deutlich günstiger als die eines Öl-Brennwertkessels.

2. Was ist der wichtige Unterschied zwischen Brennwert und Heizwert?

Ein effizient arbeitender Brennwertkessel spart Ihnen bares Geld. Doch wie gut arbeitet das Gerät, wie viel Wärme holt es aus dem Öl oder Gas heraus? Bei den Angaben zur Effizienz werden Ihnen zwei Begriffe begegnen, die Sie nicht verwechseln dürfen: der Brennwert und der Heizwert. Beide spielen für einen Öl- oder Gasheizung-Test im Internet eine wichtige Rolle. Aus ihnen errechnet sich die Heiz-Effizienz Hs (vom Brennwert) und Hi (vom Heizwert). Verbraucher lassen sich hiervon leicht verwirren, weswegen wir Ihnen beide Begriffe ohne allzu tiefes Eintauchen in die Thermodynamik erläutern möchten.

Zum besseren Verständnis fassen wir zunächst die Funktionsweise der Brennwertkessel zusammen:

Die Geräte kombinieren zwei Techniken.

Zum einen findet eine Verbrennung statt: Das Öl oder Gas brennt auf kleiner Flamme ab und erhitzt dabei ein Rohr mit Wasser. Dieses Wasser fließt in die Heizkörper und sorgt für mollige Wärme. Außerdem führt das Rohr durch einen größeren Wassertank hindurch, in welchem auf diese Weise Trinkwasser erwärmt wird.

Im zweiten Schritt macht sich der Brennwertkessel die Kondensation des entstandenen Wasserdampfes zunutze. Sowohl Heizöl als auch Erdgas bestehen zum allergrößten Teil aus Kohlenstoff-Wasserstoff-Verbindungen. Der Kohlenstoff geht bei der oben beschriebenen Verbrennung eine Verbindung mit dem in der Luft befindlichen Sauerstoff ein und verlässt als Kohlenstoffdioxid (CO2) die Brennwertheizung durch den Schornstein. (Bei Gas fällt übrigens etwas weniger Kohlenstoffdioxid an als bei Öl, es ist also weniger umweltschädlich.)

Der durch die Verbrennung gelöste Wasserstoff kettet sich ebenfalls an Sauerstoff und wird zu H2O, also ganz normalem Wasser. Aufgrund der großen Hitzeentwicklung beim Verbrennen entsteht hier allerdings nicht flüssiges Wasser, sondern heißer Wasserdampf. Dieser hat noch eine Menge Energie abzugeben, wenn er beim Abkühlen kondensiert – Energie, die ebenfalls zum Erwärmen des Rohrs genutzt wird. So erreicht der moderne Brennwertkessel seine hohe Effizienz.

Kehren wir mit diesem Wissen zurück zu den Begrifflichkeiten. Für jeden Brennstoff, sei es Erdgas oder Heizöl, hat die Wissenschaft einen Brennwert sowie einen Heizwert errechnet.

Der Brennwert beinhaltet die durch Kondensation gewinnbare Energie. Der Heizwert tut es hingegen nicht, denn diese Angabe stammt aus einer Zeit, in welcher sich Heizkessel das Prinzip der Kondensation noch nicht zunutze machen konnten. Solche älteren Kessel heißen übrigens Niedrigtemperaturkessel und sind heute nicht mehr erhältlich.

Terminologisches

Früher hieß der Heizwert „unterer Heizwert“. Der Brennwert hieß „oberer Heizwert“.

Der Brennwert eines Kubikmeters Gas oder eines Liters Heizöl ist also höher als dessen Heizwert.

Dementsprechend unterschiedlich fällt auch die Angabe zur Heiz-Effizienz aus, über welche Sie stolpern, wenn Sie einen Brennwertkessel kaufen möchten. Der Hersteller kann Heizeffizienz entweder in Bezug auf den Brennwert angeben (Hs) oder aber in Bezug auf den Heizwert (Hi). Manchmal stehen lobenswerterweise auch gleich beide Angaben da.

Bei der „Brennwert-Effizienz“ Hs kommt der Brennwertkessel auf einen Nutzgrad von etwa 95 Prozent, denn er kann die im Rohstoff enthaltene Energie fast vollständig nutzen. Nur ein kleines bisschen davon geht verloren.

Verpackung mit Nährwert-Tabelle und Brennwert

Der Brennwert begegnet Ihnen übrigens noch an ganz anderer Stelle: in der Nährwerttabelle auf Lebensmittelverpackungen.

Bei der „Heizwert-Effizienz“ Hi beträgt der Nutzgrad sogar stolze 105 oder 110 Prozent. Wie kann das sein? Natürlich holt der Kessel nicht durch Zauberkräfte mehr Energie aus dem Rohstoff heraus, als darin enthalten ist. Die Erklärung ist viel banaler: Beim Heizwert ist der „Energie-Rückgewinnungs-Trick“ durch Kondensation nicht einkalkuliert worden, der erst seit jüngerer Zeit flächendeckend eingesetzt wird. Dieses Extra verhilft dem Gerät daher zu Nutzgraden jenseits von 100 Prozent.

Die Angabe ist also in gewisser Weise unsinnig, aber sie ist vielen Verbrauchern noch aus vergangenen Zeiten bekannt.

Besonders häufig wird beim Gas-Brennwertkessel der Wirkungsgrad in dieser eigentlich veralteten Form angegeben. Erdgas hat nämlich einen höheren Wasserstoff-Anteil als Heizöl. Dementsprechend fällt auch der Unterschied zwischen Brennwert und Heizwert größer aus. Während eine Öl-Brennwertheizung einen Hi-Wirkungsgrad von maximal 106 % erreichen kann, sind es bei einer Gas-Brennwertheizung stolze 111 %!

Ein kleines Beispiel aus der Praxis: Eine Öl-Brennwertheizung mit Hi 105 % arbeitet effizienter als eine Gas-Brennwertheizung mit Hi 108 %, denn sie kommt näher an ihr theoretisches Maximum (106 % für Öl) heran als ihr Konkurrent (111 % für Gas).

Einige weitere Heizwerte in Relation zu Brennwerten:

Stoff Heizwert zu Brennwert Brennwert zu Heizwert
Heizöl 106 % 94,34 %
Erdgas 111 % 90,09 %
Stadtgas 113 % 88,5 %
Holzpellets 108 % 92,59 %
reiner Wasserstoff 118 % 84,75 %
Steinkohlebriketts 102 % 98,04%
Graphit 100 % 100 %
Bei einem höheren Wasserstoff-Anteil weicht der Heizwert tendenziell stärker vom Brennwert ab.
Ein Haufen Steinkohle.

Bei Steinkohle sind Heizwert und Brennwert beinahe identisch, da sie nur sehr wenig Wasser enthält, welches durch Kondensation zusätzliche Wärme abgeben könnte.

Nichtsdestotrotz sind die Hi-Werte untereinander vergleichbar, auch wenn eine Brennwertheizung Gas und die andere Brennwertheizung Öl verbraucht. Sie müssen nur im Hinterkopf behalten, dass der Höchstwert bei der einen Heizung größer ist als bei der anderen. In unserer Produkttabelle haben wir das bereits berücksichtigt.

Die im Brennwertkessel kondensierten Wassertröpfchen sammeln sich und fließen nach unten ab. Daher benötigt jeder Brennwertkessel auch einen Abwasser-Anschluss. Das dort ablaufende Wasser ist gesundheitlich unbedenklich.

3. Die Leistung muss zur Wohnung passen

Ein Brennwertkessel muss groß genug sein, um jederzeit genug heißes Wasser für den Haushalt zur Verfügung stellen zu können. Dies beinhaltet sowohl die Heizung als auch das Trinkwasser. Die Leistung wird in Kilowattstunden angegeben. Ein Brennwertkessel kann also zum Beispiel 19 kW oder 25 kW haben.

Eine Faustformel lautet dabei: Wohnfläche (in Quadratmetern) geteilt durch zehn ergibt ungefähr die benötigte Heizleistung.

In dieser Tabelle finden Sie beispielhaft einige Größen:

Wohnfläche Kategorie Brennwertkessel
100 m² Gas- oder Öl-Brennwertkessel 10 kW
250 m² Gas- oder Öl-Brennwertkessel 25 kW
300 m² Gas- oder Öl-Brennwertkessel 30 kW
Die Heizleistung ist natürlich niedriger, wenn Sie weniger heizen müssen, weil Ihr Haus sehr gut gedämmt ist.
Zwei Mehrfamilienhäuser stehen nebeneinander in einem Neubaugebiet.

Für ein Haus mit 200 m² Wohnfläche empfiehlt sich ein Gas- oder Öl-Brennwertkessel mit 20 kW Leistung.

4. Ist ein Warmwasserspeicher bereits integriert?

Wie Sie bereits in Kapitel 2 gelesen haben, kann das im Brennwertkessel erhitzte Wasser direkt in den Heizkörpern verwendet werden. Dort gibt es die Wärme an das Umfeld ab, also beispielsweise Ihr Wohnzimmer. Danach fließt es erkaltet wieder zurück durch den Kreislauf in den Brennwertkessel, wo es erneut erhitzt wird.

Montage eines Brennwertkessels mit Wassertank.

Bei manchen Brennwertkesseln ist der Warmwasserspeicher bereits integriert.

Das Heizwasser bleibt längerfristig in diesem geschlossenen Kreislauf und ist nicht für andere Zwecke geeignet.

Für das Trinkwasser benötigen Sie einen separaten Wassertank, den sogenannten Warmwasserspeicher. Er fasst mehrere hundert Liter Wasser, das Volumen orientiert sich an der Größe des Hauses. Das im Brennwertkessel durch Gas oder Öl erhitzte Wasser fließt in einem Rohr durch den Warmwasserspeicher und gibt dort Wärme ab. So erhitzt sich der Inhalt des Warmwasserspeichers und Sie können mit dem Wasserhahn oder Duschkopf darauf zugreifen.

Wenn Sie eine Öl- oder Gas-Brennwertheizung kaufen, ist ein solcher Warmwasserspeicher manchmal schon im Gerät integriert. Der Brennwertkessel erinnert dann vom Format her eher an einen großen Wandschrank.

Anhaltspunkt

Eine Badewanne fasst ungefähr 150 Liter.

Alternativ kaufen Sie einen separaten Warmwasserspeicher und schließen diesen an den Brennwertkessel an. Das sollte zwar in der Theorie kein Problem darstellen, macht aber in der Praxis oft unvorhergesehene Schwierigkeiten. Entscheiden Sie sich dann am besten für einen Speicher, der von derselben Marke stammt wie der Kessel. So vermeiden Sie Kompatibilitätsprobleme.

Manche Warmwasserspeicher sind zudem so gestaltet, dass sich eine Solar-Anlage gut daran anschließen lässt. Deren Warmwasser-Zubringer befinden sich an einer niedrigeren Stelle des Speichers, da sie weniger heißes Wasser liefern als die Öl- oder Gas-Flamme. Der Brennwertkessel läuft nur dann, wenn die Solarpaneele keine (oder nicht genug) Energie liefern können.

Heizkeller mit Gas-Brennwertkessel und Warmwasserspeicher

Hier versorgt der Brennwertkessel (links, in weiß) einen externen Warmwasserspeicher (rechts, grau), der darüber hinaus auch Wärme durch eine Solaranlage erhält.

5. Bio-Heizöl schützt die Umwelt

Schon seit längerer Zeit gibt es Heizöl-Sorten, denen nachwachsende Rohstoffe wie beispielsweise Rapsöl beigemischt werden. Doch nicht alle Bio-Heizöle sind gleich, der Anteil des vom Feld stammenden Öls (also der Bioheizöl-Anteil) variiert teils deutlich.

Nicht jede Heizung kommt mit jedem Bio-Öl klar. Einige schaffen nur Anteile von zehn oder sogar nur fünf Prozent. Wenn Sie einen großen Anteil an Bioheizöl einplanen, muss auch der Brennwertkessel dazu passen.

Installation einer Fußbodenheizung unter dem Estrich.

Auch eine Fußbodenheizung lässt sich gut mit dem Brennwertkessel kombinieren. Das Rücklaufwasser kommt recht kühl aus dem Kreislauf zurück – optimale Bedingungen für die Erwärmung durch Kondensation.

6. Fragen und Antworten rund um die Brennwert-Heizung

Sie sind sich noch nicht sicher, welches der beste Brennwertkessel für Ihr Haus ist, wie Sie noch besser Kosten sparen können oder wie es mit bestimmten Marken wie Remeha oder Viessmann aussieht? Vielleicht finden Sie eine Antwort auf Ihre Fragen in diesem Teil. Zögern Sie ansonsten nicht, unterhalb des Ratgebers einen Kommentar zu hinterlassen.

6.1. Ist ein Brennwertkessel mit Öl oder Gas besser?

Ob die neue Heizungsanlage das Öl oder Gas effizient einsetzt und Sie Heizkosten sparen können, hängt vom konkreten Modell und dessen Produkt-Spezifikationen ab, nicht vom Rohstoff an sich. In vielen Häusern gibt es keinen Gasanschluss, sodass sich die Frage dort auch gar nicht stellt. Haben Sie aber tatsächlich die Wahl, ist Gas zumeist die bessere Wahl, denn ein Brennwertkessel mit diesem Brennstoff bringt zahlreiche positive Eigenschaften mit.

Wir haben Ihnen die Vorteile sowie einige negative Merkmale von einem Gasheizkessel gegenüber einem Ölheizkessel kurz zusammengefasst:

    Vorteile
  • deutlich niedrigere Kosten bei der Wartung
  • etwas geringere CO2-Emissionen
  • kein Speicherplatz für Rohstoff benötigt
    Nachteile
  • Einkaufspreis abhängig vom aktuellen Weltmarktpreis
  • nur installierbar, wenn das Haus an das städtische Gasnetz angeschlossen ist

Beide Arten von Brennwertkesseln kommen bei einer angestrebten staatlichen Kosten-Förderung von energieeffizientem Wohnen in Frage. Die Fördermittel sind nicht an einen bestimmten Rohstoff-Typ gebunden.

» Mehr Informationen

6.2. Brennwertkessel bei Stiftung Warentest

Zwar hat sich die Stiftung ausführlich mit dem Thema beschäftigt, es liegt allerdings schon eine Weile zurück. Der letzte Öl-Brennwertkessel-Test stammt aus dem Jahr 2008, der letzte Gas-Brennwertkessel-Test mit Wolf, Viessmann, Vaillant und anderen namhaften Herstellern wurde im Juli 2010 veröffentlicht. Dementsprechend sind auch die Produkte aus diesen beiden Tests von der Stiftung Warentest nicht mehr erhältlich – wohl aber neuere Modelle derselben Hersteller.

Öl-Brennwertkessel-Testsieger wurde Viessmann, dicht gefolgt von Wolf. Auch Buderus- und Vaillant-Brennwertkessel schnitten mit einer Eins vor dem Komma gut ab. Öl-Brennwertheizung-Testsieger konnte nur werden, wer durch Spitzen-Effizienz glänzte. Bester Gas-Brennwertkessel im Test war ebenfalls ein Modell von Viessmann. Dahinter folgten die Marken Brötje, Remeha und Junkers.

Videos zum Thema Brennwertkessel

Das YouTube-Video „Wartung Buderus GB172 | Part 1“ ist eine informative und detaillierte Anleitung zur Wartung des Buderus GB172 24K Heizkessels. Es gibt einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Wartungsschritte und zeigt, wie man das Produkt effizient und sicher pflegt. Das Video ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für Besitzer dieses Heizsystems, um die Lebensdauer und Leistung ihres Kessels zu maximieren.

In diesem YouTube-Clip „Öl Brennwertkessel Test | Öl Brennwertkessel Vergleich 2023“ steht der Vergleich und Test von Brennwertkesseln im Fokus. Erfahren Sie in diesem Video alles über die besten Brennwertkessel des Jahres 2023, ihre Funktionen und Vorzüge. Lassen Sie sich von unserem Experten-Team umfassend beraten und finden Sie den perfekten Brennwertkessel für Ihr Zuhause.

Quellenverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
  1. Ist Gas beliebter als Öl?
  2. Was ist der wichtige Unterschied zwischen Brennwert und Heizwert?
  3. Die Leistung muss zur Wohnung passen
  4. Ist ein Warmwasserspeicher bereits integriert?
  5. Bio-Heizöl schützt die Umwelt
  6. Fragen und Antworten rund um die Brennwert-Heizung
Georg B.
Georg B.Redakteur für Heizen
Nele B.
Nele B.Lektorin für Heizen

Zusammenfassung: Die besten Brennwertkessel in aller Kürze.

Position
Modell
Preis
Heizleistung
max. erreichbare Hitze
inkl. Warmwasserspeicher
Lieferzeit
Angebote
Platz 1
Buderus GB125 22 kW
22 kW
Kombination mit unterschiedlichen Speichern möglich
Lieferbar in wenigen Tagen
Platz 2
Buderus GB125 30KW
30 kW
Kombination mit unterschiedlichen Speichern möglich
Lieferbar in wenigen Tagen
Platz 3
Buderus GB 125 18KW
18 kW
Lieferbar in wenigen Tagen
Platz 4
De Dietrich Stahl-Ölbrennwertkessel
27 kW
Sofort lieferbar
Platz 5
Roth Werke SZ-Uni400
29 kW
Kombination mit unterschiedlichen Speichern möglich
Sofort lieferbar
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Kommentare (4) zum Brennwertkessel Vergleich 2026
  • Alfred Kurth

    Sehr gute Testaussagen und Erklärungen zu einem von den großspurigen Testern totgeschwiegenen Feld.
    Vielen Dank

    • Georg B. - Vergleich.org

      Sehr geehrter Herr Kurth,

      vielen Dank für Ihr Feedback zu unserer Arbeit! Wir freuen uns, Ihnen weiterhelfen zu können.

      Beste Grüße
      Ihr Team von Vergleich.org

  • Klaus Lurz

    Wie hoch sind die durchschnittlichen Wartungskosten ?

  • Torsten

    Öl stinkt einfach. Kann ich auch drauf verzichten.

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