Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem 16-Port-Gigabit-Switch erweitern Sie die Kapazität Ihres Routers, sodass mit Netzwerkkabeln mehr Geräte zum Heimnetzwerk hinzugefügt werden können. In unserem 16-Port-Gigabit-Switch-Vergleich 2020 finden Sie Tipps rund um die Ethernet-Switches für Ihr Netzwerk.
  • 16-Port-Switches-Gigabit sind heutzutage der Standard und werden in gemanagte und nicht gemanagte Produkte unterteilt. Während erstere Netzwerk-Switches mit 16 Ports über besonders viele Sonderfunktionen, Sicherheitsmechanismen und Monitoringmöglichkeiten verfügen, die besonders im Office-Bereich wichtig sind, eignen sich die Switches aus der „unmanaged“-Kategorie wegen des sehr einfachen Einrichtungsprozesses und der leichten Bedienung vor allem für private Haushalte und Netzwerke.
  • Eine wichtige Tatsache, die selbst 16-Port-Gigabit-Switch-Tests von Zeit zu Zeit nicht erwähnen ist, dass ein Port immer zum Anschluss an das bestehende Netzwerk benötigt wird. Selbst der beste 16-Port-Gigabit-Switch erweitert Ihre Kapazität für LAN-Kabel-Anschlüsse lediglich um 15 weitere Geräte. Bedenken Sie diese Tatsache, wenn Sie Ihren 16-Port-Gigabit-Switch kaufen. Wenn ein Gigabit-Switch-16-Port POE hat, bedeutet dies, dass er sich über die Netzwerkkabel selbstständig mit Energie versorgt und kein Netzteil benötigt.

16-Port-Gigabit-Switch Test
Switches (oder auch „Verteiler“) sind eine gute Möglichkeit, um mehreren Parteien unkompliziert den Internetzugang zu ermöglichen. Dank spezieller Zusatzfunktionen sichert ein Switch die Datenübertragung außerdem ab.

Vor allem kleine bis mittlere Unternehmen können von zusätzlichen Strukturierungsoptionen Gebrauch machen und einen 16-Port-Gigabit-Switch nutzen, um Netzwerke zu managen. Denken auch Sie über die Anschaffung eines Gigabit-Switches für Ihr Unternehmen oder ein größeres Privatnetzwerk nach?

Dann möchten wir Ihnen auf Vergleich.org und in unserer großen Kaufberatung 2020 die wichtigsten technischen Informationen zu Gigabit-Switches liefern. Außerdem stellen wir Ihnen die Kriterien vor, die Sie beim Kauf unbedingt kennen und genau abwägen sollten.

1. Was ist ein 16-Port-Gigabit-Switch?

16-Port-Gigabit-Switch in schwarz und silber mit Metallgehäuse

Ein 16-Port-Gigabit-Switch verfügt über 16 Anschlüsse. Einer davon ist durch das Internetkabel belegt. 15 können also frei genutzt werden.

Ein Switch verteilt grundsätzlich das Internet an mehrere andere angeschlossene Geräte. Ein Gigabit-Switch ist dabei darauf ausgelegt, auch größere Datenmengen schnell und effizient zu übertragen. Bis zu 10 Gigabit sind mit 16-Port-Gigabit-Switches pro Sekunde möglich, während zum Beispiel Fast Ethernet Switches maximal 100 Mbit/s schaffen.

Gigabit-Switches eignen sich deshalb besonders für die Verwendung in kleinen und mittleren Unternehmen. Aufgrund der technischen Aktualität sind 16-Port-Gigabit-Switches zudem stromsparend, sicherer und flexibler hinsichtlich eventuell notwendiger Anpassungen der Bürotechnik.

Doch auch zu Hause kann ein 16-Port-Gigabit-Switch eine sinnvolle Ergänzung des Netzwerks sein, beispielsweise um Entertainment-Elemente, wie Fernseher, Media-Player oder Bluray-Player stets via Internet mit Updates und Inhalten zu versorgen und auf dem neuesten Stand zu halten.

Ein 16-Port-Gigabit-Switch verfügt über 16 Anschlüsse, von denen einer üblicherweise durch das Ethernet-Cat 5e-Netzwerkkabel belegt ist, das wiederum zum Router führt. 15 weitere Ports können also individuell belegt werden.

2. Welcher 16-Port-Gigabit-Switch ist der beste für mein Vorhaben?

Switches können in unterschiedliche Kategorien untergliedert werden. Damit Sie sich für das passende Modell für Ihr Vorhaben und Ihre Vorstellungen entscheiden können, haben wir Ihnen die verschiedenen Typen und ihre Eigenschaften anschließend aufgeführt.

2.1. 16-Port-Gigabit-Switches im Vergleich: Welche Arten von Switches gibt es?

Ganz grundsätzlich unterscheidet man unmanaged und managed 16-Port-Gigabit-Switches. Je nach Verwendungszweck, kann sich eine der beiden Varianten eher eignen.

Switch-Typ Eigenschaften
unmanaged 16-Port-Gigabit-Switch
  • eher für private Netzwerke und sehr kleine Unternehmen
  • unkomplizierte Konfiguration und In-Betriebnahme des 16-Port-Gigabit-Switches möglich
  • nicht für große Datenmengen, Fernüberwachung des Datenaustauschs oder umfangreiche Arbeitsgruppen geeignet
  • Einsatzgebiete eher IP-basierte Vernetzung von Kameras oder zeitweise Einbindung von Arbeitsgruppen in bestehende Netze
  • günstiger in der Anschaffung
managed 16-Port-Gigabit-Switch
  • für Nutzung auf Unternehmensebene
  • schneller Datenaustausch, große Datenmengen, Vielzahl an gekoppelten Endgeräten gut zu bewältigen
  • Verwaltung eher durch geschultes Personal/Administratoren; auch Distanzverwaltung möglich
  • Zusatzfunktionen vorhanden (VLAN, Sicherheits-Features, etc.)
  • teurer als unmanaged 16-Port-Gigabit-Switches

2.2. Was sind die Vor- und Nachteile von 16-Port-Gigabit-Switches mit PoE?

Einige Modelle, zum Beispiel 16-Port-Gigabit-Switches von Netgear oder D-Link, werden mit PoE-Option angeboten. PoE steht dabei für „Power over Ethernet“, was bedeutet, dass PoE-fähige Geräte im Netzwerk über das Ethernetkabel auch mit Strom versorgt werden.

Daten und Energie laufen also über ein gemeinsames Patchkabel. Welche Vor- und Nachteile diese Zusatzfunktion mit sich bringt, verraten wir Ihnen auf Vergleich.org:

    Vorteile
  • praktisch, wenn Steckdosenzugang zu Geräten erschwert ist
  • Netzteilwartungen entfallen bei 16-Port Gigabit-Switches mit PoE
  • Haupteinsatzbereiche v.a. IP-Telefonie, WLAN-APs
    Nachteile
  • teurere Modelle
  • für Privathaushalte und Kleinstunternehmen oft überflüssig
  • bei günstigen 16-Port-Gigabit-Switches mit PoE Begrenzung der Datenmengen, da Stromversorgung über Teil der Adern in Netzwerkkabel geleitet wird

3. 16-Port-Netzwerk-Switches im Test: Was sind die wichtigsten Kriterien beim Kauf?

Wenn Sie einen 16-Port-Gigabit-Switch kaufen möchten, sollten Sie auf einige technische Merkmale besonders achten.

Dazu zählen unter anderem:

  • Größe (Zoll)
  • Gehäuse-Material
  • Ausstattung (mit oder ohne Lüfter)
  • Bandbreite (Gbit/s)
  • Zusatzfunktionen

3.1. Die richtigen Abmessungen

Natürlich müssen Sie Ihren vorhandenen Platz kennen, um zu entscheiden, welche Switch-Größe Sie benötigen. Allerdings bedürfen die einzelnen Ports auch eines gewissen Platzes, weshalb viele 16-Port-Gigabit-Switches in 19 Zoll angeboten werden.

Damit lassen sie sich meist problemlos im Netzwerkschrank oder auf einem geeigneten Rack verbauen. Ist ein Switch zu klein, können Sie einen Adapter nutzen.

16-Port-Gigabit-Switches im Mini-Format sind eher nicht zu finden. Sie können allerdings dennoch auf möglichst vorteilhafte Maße und eine schmale Bauweise setzen. Aktiv gekühlte Switches sind ggf. etwas größer als passiv gekühlte Modelle.

Wenn Sie einen kleineren Gigabit-Switch bis 10 Zoll suchen, sind 16 Ports allerdings kaum möglich. In dem Fall sollten Sie überlegen, mehrere kleinere, bestenfalls stapelbare Switches zu kaufen, die ein Zusammenschalten erlauben und letztlich eine Steuerung über eine einzige IP-Adresse.

Das Gehäuse eines 16-Port-Gigabit-Switches bedarf einer Wärmeableitung, die besonders zuverlässig funktioniert. Daher bestehen die meisten Switch-Ummantelungen aus Metall.

3.2. Passive Kühlungen arbeiten besonders leise

Eine weitere wichtige Entscheidung müssen Sie treffen, wenn es um die Art der Kühlung geht. Passive Kühlungen an 16-Port-Gigabit-Switches sind laut Tests besonders leise, weshalb sie auch freistehend nahe des PCs installiert werden können (Standalone Switch).

Lüfterlose 16-Port-Gigabit-Switches

Generell gilt: Je mehr Ports vorhanden sind und je höher die Leistungsfähigkeit des Switches, desto eher sollte er gut gekühlt bzw. belüftet werden. Auch bei ständiger Belegung aller Ports sollten Sie auf das Vorhandensein eines Lüfters (aktive Kühlung) Wert legen. Achten Sie in diesem Fall darauf, den Switch mit Lüfter beispielsweise in einem Verteiler- oder Serverraum zu platzieren, an dem eine gut belüftete Anbringung (zum Beispiel an einem Rack) möglich ist und niemand sich durch die Lautstärke des Lüfters gestört fühlt. Möchten Sie Ihren Switch auf dem Schreibtisch oder im Büro installieren, empfehlen sich kleinere Ausführungen bzw. lüfterlose 16-Port-Gigabit-Switches, die lediglich über einen integrierten Kühlkörper temperiert werden (passive Kühlung).

Bei voller Auslastung kann es allerdings vorkommen, dass die Kühlung nicht vollkommen ausreicht und Leistungsprobleme entstehen. Schlimmstenfalls kann Überhitzungen drohen.

Eine aktive Kühlung sollten Sie wählen, wenn Sie gleichzeitig viele Geräte nutzen und dabei über längere Zeit große Datenmengen übertragen möchten. Um Störungen durch Lüftergeräusche zu vermeiden, empfiehlt sich eine Auslagerung aus den Büroräumen.

3.3. Wählen Sie die passende Bandbreite aus

Techniker, der Switches in ein Rack in einem Serverraum oder Verteilerraum einsetzt

Achten Sie beim Kauf eines Switches darauf, dass das Exemplar in Ihr ggf. bereits vorhandenes Rack passt. Sollten Sie die richtige Größe nicht finden, können Sie entsprechende Adapter verwenden.

Wählen Sie also bei voraussichtlich ansteigenden Auftrags-, Mitarbeiter-, Geräte- oder Kundenzahlen nicht nur ausreichend viele Ports, sondern auch eine möglichst große Bandbreite und damit eine möglichst schnelle und umfassende Datenübertragung mit mindestens 1 Gbit/s. Einige Modelle bieten sogar bereits bis zu 10 Gbit/s.

Überlegen Sie des Weiteren vorab, welche Zusatzfunktionen Sie benötigen. Diese werden vor allem im geschäftlichen Umfeld relevant. Ein 16-Port-Gigabit-Switch mit VLAN-Option ist zum Beispiel ein sinnvolles Mittel, um ein bestehendes Netzwerk in einzelne strukturell sinnvolle Unternetzwerke zu unterteilen.

So kann beispielsweise die Kommunikation bestimmter Geräte eingeschränkt und nur der Austausch vorab definierter Elemente erlaubt werden, was die Sicherheit des nach außen abgegrenzten Netzwerkes deutlich erhöht.

Möchten Sie also bestimmte Arbeitsgruppen oder Bereiche Ihres Unternehmens besonders sichern bzw. von anderen Sektoren „abkoppeln“, ist ein Switch mit VLAN-Option, zum Beispiel ein 16-Port-Gigabit-Switch von D´Link, für Sie interessant.

Auch wenn Sie den Computer Ihres Kindes vom Heimnetzwerk trennen wollen, z. B. um einer Übertragung von Schadsoftware vorzubeugen, ist ein solcher das Mittel Ihrer Wahl.

Mit QoS gekennzeichnete Geräte sorgen außerdem dafür, dass der Switch den Datenverkehr auf Ihre Ansprüche bzw. die Ansprüche Ihres Teams abstimmt. Auf Grundlage der typischen Arbeiten werden bestimmte Datenströme priorisiert, was einen reibungsloseren Betrieb ermöglicht.

Vor allem für Unternehmen mit viel Traffic ist QoS laut Tests für 16-Port-Gigabit-Switches eine sinnvolle Zusatzfunktion. Ebenso sinnvoll sind einige Sicherheitsfeatures, wie zum Beispiel integrierte DoS-Kontrollen. Diese schützen das Netzwerk vor DoS-Angriffen und sichern es so gegen Datenverluste und unbefugte Einsichtnahme ab.

Achtung: Günstige 16-Port-Gigabit-Switches verfügen üblicherweise über keine oder nur wenige dieser Funktionen. Vor allem in kleinen Office- und Heimnetzwerken sollte die Notwendigkeit allerdings sowieso gegen den Preis abgewogen werden.

Beinahe alle Modelle sind hingegen mit Auto MDI bzw. Auto-MDIX ausgestattet, was eine unkomplizierte Plug and Play-Installation ermöglicht und Uplink-Ports oder Crossover-Kabel überflüssig macht.

Ebenfalls weit verbreitet ist die Fähigkeit der Switches zum IGMP-Snooping, also zur optimierten Überwachung und Steuerung der Kommunikation unter den einzelnen Netzwerkteilnehmern. Sinnvoll ist dieses Feature, wenn Sie unnötige Redundanzen und ineffektiven Traffic sowie ggf. das gesamte Netzwerk schädigende DoS-Angriffe vermeiden möchten.

4. Welche sind die beliebtesten Hersteller von 16-Port-Gigabit-Switches?

In den vergangenen Jahren erfreuen sich einige Anbieter, darunter auch bekannte Marken aus dem IT-Bereich, bei Usern großer Beliebtheit.

Darunter sind unter anderem:

  • Cisco
  • HP ProCurve
  • Linksys
  • Intellinet
  • Belkin
  • Netgear
  • Level One
  • Rackmount

Auch 16-Port-Gigabit-Switches von D´Link und TP-Link sind gern genutzte Modelle, sowohl in privaten als auch in Business-Netzwerken.

5. Fragen und Antworten zu 16-Port-Gigabit-Switches

verschiedene Kabel, Anschlüsse und Switches sowie Kühler in einem Rack in einem Serverraum

Vor allem stark beanspruchte und dauerhaft genutzte Switches sollten mit ausreichender, aktiver Kühlung versehen sein. Um Belästigungen durch die Lautstärke zu vermeiden, werden Switches üblicherweise in Racks in Verteiler- und Serverräumen aufbewahrt.

Sie haben weitere offene Fragen zum Thema Switches?

Dann hoffen wir diese anhand der folgenden häufig auftretenden Fragen ausräumen zu können, sodass Sie die richtige Entscheidung für Ihren 16-Port-Gigabit-Switch treffen können.

5.1. Welche Funktion übernehmen die Schlitze an einem 16-Port-Gigabit-Switch

16-Port-Gigabit-Switches verfügen über Lüfterschlitze in ihrem Metallgehäuse, die eine Belüftung und Kühlung des Systems unterstützen sollen. Vor allem Modelle ohne Lüfter (fanless 16-Port-Gigabit-Switches) verfügen in der Regel über diese Belüftungsschlitze oder auch -gitter.

Außerdem sind einige 16-Port-Gigabit-Switches rack-mountable, was bedeutet, dass sie Schlitze an der Rück- oder Unterseite aufweisen, an denen sie auf ein Rack montiert werden können. Vor allem bei der Montage mehrerer Switches oder der Unterbringung in einem Verteilerraum kann das eine sinnvolle Lösung sein, um Chaos zu vermeiden.

Achten Sie darauf, dass ein 19-Zoll-16-Port-Gigabit-Switch auch ein entsprechend großes Rack braucht.

5.2. Benötigt der 16-Port-Gigabit-Switch einen eigenen Stromanschluss?

Einige Geräte werden mithilfe eines Netzteils an den Strom angeschlossen, wofür sie über einen separaten Anschluss verfügen. PoE-fähige Geräte, wie zum Beispiel bestimmte 16-Port-Gigabit-Switches von Netgear, müssen nicht separat an den Strom angeschlossen werden, da die Energie über das Netzwerkkabel übertragen wird.

5.3. Welches Urteil fällt Stiftung Warentest zu 16-Port-Gigabit-Switches im Test?

Bislang wurde kein Test von 16-Port-Gigabit-Switches oder vergleichbaren Modellen durch Stiftung Warentest oder Öko-Test durchgeführt, weshalb wir Ihnen an dieser Stelle und auf Vergleich.org keinen offiziellen 16-Port-Gigabit-Switch-Testsieger präsentieren können.

5.4. Lohnt sich ein managed 16-Port-Gigabit-Switch auch für den Privatgebrauch?

Managed 16-Port-Gigabit-Switches with SFP- oder Ethernet-Ports in großer Zahl werden oft vorrangig für Büros und Unternehmen genutzt. Allerdings kann die Anschaffung eines 16-Port-Gigabit-Switches, der im Gigabit-Bereich arbeitet und damit für große Datenmengen ausgelegt ist, auch in einem Privathaushalt sinnvoll sein, beispielsweise um Entertainment-Systeme miteinander und mit dem Internet zu verknüpfen oder um Kamerasysteme zu betreiben.

Dazu ist in der Regel jedoch ein unmanaged Switch vollkommen ausreichend. Die Zusatzfunktionen und Sicherheitssysteme, die ein managed Switch bietet, sind für den Privatgebrauch oft überflüssig. Zudem sind managed Switches meist wesentlich preisintensiver.

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