Wenn Sie über den Kauf eines neuen Gerätes nachdenken, können Sie sich mit Saunaofen-Tests gut beraten lassen. Welche Kriterien dabei entscheidend sind, erklären wir hier.
3.1. Heizleistung
Saunaofen 230 V vs. 400 V
Ein Saunaofen 230 V kann zwar seine Stromversorgung über eine normale Stromleitung im Haus beziehen, ist allerdings meist nicht sehr leistungsstark. Für hochwertige Sauna-Öfen mit kurzer Aufheizzeit wird eine 400 V Spannungsversorgung benötigt, die unbedingt vom Elektriker installiert werden sollte.
Die notwendige Heizleistung ist grundsätzlich von der Größe der Saunakabine abhängig, die beheizt werden soll. Während eine große Sauna, die von vielen Personen gleichzeitig genutzt wird, einen Ofen mit sehr hoher Heizleistung benötigt, kommt eine kleine Saunakabine im heimischen Badezimmer mit einem weniger leistungsstarken Ofen aus.
Beachten Sie allerdings, dass Sie mit einer etwas höheren Heizleistung die Aufheizzeit Ihrer Heimsauna verkürzen können.
Je nach Heizleistung des Sauna-Ofens wird von Saunaherstellern eine minimale und eine maximale Kabinengröße empfohlen. Die Empfehlungen unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller nur geringfügig. In der folgenden Tabelle haben wir eine Reihe von Richtwerten für Sie zusammengetragen.
3.2. Saunasteuerung
Infrarotsauna?
Die Infrarotkabine ist keine Sauna im klassischen Sinn: Die Wärme entsteht nicht über die aufgeheizte Raumluft, sondern wird von Infrarot-Strahlern direkt an die Haut abgegeben.
In der Regel benötigt jeder Sauna-Ofen eine geeignete Steuerung, um komfortabel und sicher bedient werden zu können. Bei den meisten in unserem Saunaofen Vergleich beleuchteten Modellen ist eine passende Steuerung bereits im Lieferumfang enthalten.
Falls Ihr Gerät kein Saunaofen mit Steuerung ist, können Sie eine Steuerungseinheit auch separat erwerben. Viele Hersteller bieten Steuerungseinheiten passend zu ihren Saunaöfen an, sodass auch bei Defekten und Fehlfunktionen für Ersatz gesorgt ist.
Hinweis: Falls Ihr Saunaofen noch intakt ist und lediglich die Steuerungseinheit den Geist aufgegeben hat, können Sie beim Hersteller nach einem Ersatzteil fragen.
3.3. Saunasteine
Saunasteine
Typische Saunagesteine sind beispielsweise Granit, Diorit oder Olivin-Dolerit (häufig auch Olivin Diabas genannt). Bei vielen Saunaöfen sind Saunasteine im Lieferumfang enthalten. Sie müssen jedoch regelmäßig ausgetauscht werden und sind daher auch separat im Online-Handel erhältlich.

Sollte in keinem Saunaofen-Test fehlen: Saunasteine sind nicht nur dekorativ, sondern schützen auch die darunter liegenden Heizstäbe.
Saunasteine sind Wärmespeicher, die auf das Abdeckgitter des Saunaofens gelegt werden. Sie geben nach und nach eine Strahlungswärme ab, die von den meisten Saunisten als sehr angenehm empfunden wird. Die Saunaaufgusssteine sind außerdem wichtig, um die Heizstäbe zu schonen – das Aufgusswasser verdampft auf den Steinen und nicht etwa direkt auf den Heizstäben, die diesen abrupten Temperaturwechsel nicht lange unbeschadet überstehen würden.
Im Idealfall handelt es sich nicht um normale Steine, sondern um spezielles Tiefen- oder Urgestein aus Finnland mit einer hohen Resistenz gegen thermische Beanspruchung. Experimente mit Salzkristallen und anderen Mineralien wie Rosenquarz sind dagegen mit Vorsicht zu genießen. Denn manche Minerale reagieren ungünstig auf Hitze und werden durch ein potentielles Bersten zur Gefahrenquelle.
Wenn Sie Ihre Heimsauna regelmäßig benutzen, sollten die Saunasteine etwa alle ein bis zwei Jahre ausgetauscht werden. Auch ein gelegentliches Umschichten der Saunasteine, die sich mit jeder Benutzung abnutzen und kompakter werden, ist sinnvoll, damit die Luft zwischen den Steinen ungehindert zirkulieren kann. Das erhöht die Lebensdauer der Heizelemente.
3.4. Wand- oder Bodenmontage
Viele Saunaöfen lassen sich nur mittels Wandmontage installieren, um eine ausreichende Belüftung herzustellen, die eine Überhitzung des Geräts verhindert. Unsachgemäß auf dem Boden abgestellte Geräte entwickeln während der Benutzung in kürzester Zeit einen Hitzestau, der zu irreparablen Schäden am Gerät führen kann.
Eine Ausnahme bilden hochwertige Modelle, die mit Standfüßen ausgestattet sind, sodass eine ausreichende Luftzufuhr von unten gewährleistet ist. Diese Geräte können ohne aufwändige Bohrmaßnahmen als Standöfen in Ihrer Wärmekabine verwendet werden.
Hinweis: Damit Sie auf den ersten Blick erkennen, welches der beste Saunaofen für Ihre heimische Wärmekabine ist, haben wir im Saunaofen-Vergleich 2025 die möglichen Montage-Formen für jedes Modell angegeben.
Informativer Vergleich. Ich bin besonders angetan von den Kombi-Öfen für die Biosauna. Allerdings möchte ich statt nur einem Ofen doch lieber einen kompletten Sauna-Bausatz. Ich bin handwerklich geschickt, aber noch nicht wirklich geübt im Saunabau 😉
Gibt es da ein Set, das für die selbstgebaute Sauna für zuhause zu empfehlen ist?
Vielen Dank!
Lieber Leser,
vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Saunaofen Vergleich.
Wenn Sie für Ihre heimische Sauna ein komplettes Do-it-yourself-Paket bevorzugen, empfehlen wir Ihnen gern einen Bausatz: Für eine Innenraum-Sauna, die in Ihrem Badezimmer oder im Keller Platz findet, ist die Einsteiger-Massivholzsauna von Sentiotec geeignet. Im Lieferumfang ist ein Kombi-Ofen für die Biosauna-Anwendung sowie sämtliches Material für den Kabinenbau und eine ausführliche Montageanleitung enthalten.
Viel Erfolg beim Saunabau wünscht
Ihr Vergleich.org-Team