Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Sattelpad ist das Zwischenteil, das zwischen Satteldecke und Sattel platziert wird, um den Rücken des Pferdes zu entlasten und die Verbindung zwischen Pferd und Reiter zu intensivieren.
  • Sattelpad-Tests im Internet weisen eine große Vielfalt an Modellen auf, bei denen vor allem das Material variiert. Die Kombination aus Sattelpad und Schabracke ist dabei die Allrounder-Lösung.
  • Sattelpads gibt es auch für empfindliche Pferderücken, beispielsweise in Form von Lammfell-Sattelpads oder Gelpads. Wer ein rutschhemmendes Sattelpad sucht, ist mit Modellen aus Moosgummi gut beraten.

sattelpad test
Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde. Damit sowohl Pferd als auch Reiter dieses Glück auch „spüren“ können, weisen Experten in Sattelkissen-Tests im Internet nachdrücklich darauf hin, dass ein Sattelpad sowohl den Pferderücken entlastet als auch die Verbindung zwischen Pferd und Reiter stärkt.

Um zu erfahren, welche verschiedenen Varianten von Sattelpads es gibt, welches Sattelpad für welche Reitsportart geeignet ist und welches Modell selbst für empfindliche Pferderücken geeignet ist, haben wir diesen Ratgeber zum Sattelpad-Vergleich 2021 konzipiert. Einen ähnlichen Vergleich inklusive Ratgeber, beispielsweise bei der Stiftung Warentest, gibt es nicht.

1. Ist ein Sattelpad eine Rückenauflage aus der Kategorie der Sattelunterlagen?

sattelunterlage test

Sattelunterlagen gibt es in ganz unterschiedlichen Ausführungen. Eine Schabracke beispielsweise ist eine speziell gepolsterte Satteldecke, die – wie Sattelunterlagen-Tests im Internet zeigen – mit den Jahren immer komfortabler geworden ist.

Früher bestand diese Decke nur aus Stoff, der Schutz für den Rücken des Pferdes war dementsprechend nur minimal. Heute bestehen Schabracken aus einem mit Schaumstoff gepolsterten Gewebe, das den Schweiß des Pferdes aufnimmt und ihn schnell wieder an die Luft abgibt. In den Einschubtaschen lassen sich zusätzliche Pads unterbringen.

Für Pferde, die schnell schwitzen, ist eben diese atmungsaktive Eigenschaft ein wahrer Segen – und zwar nicht nur im Sommer, sondern auch dann, wenn das Trainingspensum hoch ist. Darüber hinaus fungiert die Schabracke als Polster zwischen Rücken und Sattel.

lammfell

Eine Sattelunterlage wird zwischen Schabracke und Sattel gelegt. Das dient Pferd und Reiter.

Ergänzt werden kann die Schabracke, die in ihrer Optik einer klassischen Satteldecke gleicht, durch ein sogenanntes Sattelpad. Tests im Internet zeigen, dass diese spezielle Einlage zwischen Schabracke und Sattel diese Vorteile mit sich bringt:

  • Verschieden große Gelpads können in eingearbeitete Taschen der Schabracke eingesteckt werden, um die Höhe des Sattels auszugleichen.
  • Durch das gepolsterte Sattelpad wird der Druck, den der Reiter auf den Rücken des Pferdes ausübt, absorbiert und Sie tun Ihrem Liebling durch die Druckminderung nicht weh.
  • Durch die Reduzierung der Druckpunkte auf den Rücken des Pferdes und die gleichmäßige Polsterung wird vor allem die Wirbelsäule des Tieres entlastet. Entsprechend häufig ist auch vom Trapezmuskelentlastungspad die Rede. Auch die Rückenmuskeln werden gleichmäßig trainiert.
  • Durch den formanpassenden Effekt eines Sattelpads verbindet sich der Sattel optimal mit dem Rücken des Pferdes. So entsteht eine Gesamtheit zum Vorteil von Pferd und Reiter, die zu vergleichen ist mit der Nähe beim Voltigieren.

Diese Hersteller sind führend in der Herstellung von Sattelpads:

  • Avacallo
  • Engel
  • Eskadron
  • Kentucky
  • Equest
  • Loesdau
  • Wintec
  • Equitex
  • HKM
  • Invictus
  • Roc
  • Kieffer
  • Equiline
  • Barefoot

2. Gibt es Sattelpads in Verbindung mit Schabracke, als Lammfell-Variante, als Gelpad, mit Memory-Schaum und mit Moosgummi?

Sattelpads bergen diverse Vorteile für Pferd und Reiter. Der Druck, den der Reiter durch sein Eigengewicht auf den Rücken des Pferdes abgibt, wird gemindert. Die Polsterung entlastet den Rücken des Tieres und unterstützt ein optimales Rückentraining.

So kann ein Sattelpad dazu dienen, Pferd und Reiter als Einheit wahrzunehmen, nicht zuletzt deswegen, weil sich Sattel und Pferderücken optimal miteinander verbinden – unabhängig davon, welcher Sattel aufliegt. So sind die meisten Sattelpads sowohl kompatibel mit dem spanischen Sattel als auch mit dem Western-Sattel sowie mit anderen Sattel-Modellen.

Um diese Vorteile wissend, haben sich namhafte Hersteller eine ganze Reihe von Sattelpad-Typen ausgedacht. Die verschiedenen Modelle inklusive Vorteilen, Nachteilen und dem idealen Einsatzbereich zeigt Ihnen die folgende Tabelle:

Kurzbeschreibung Vorteile und Nachteile Einsatzbereich
Die Schabracke ist eine gepolsterte Satteldecke aus schweißabsorbierendem, mit Schaumstoff gepolstertem Gewebe.

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+ Schweiß wird schnell absorbiert

- ohne extra Gelpads nur geringe Druckminderung

  • gut geeignet für Pferde, die schnell schwitzen
  • gut geeignet bei hoher Trainingsintensität und zum Longieren
Das Lammfell-Sattelpad ist eine Sattelunterlage aus gegerbtem Lammfell. Seltener gibt es Webpelz-Sattelunterlagen, die mit ähnlichen Vorteilen aufwarten. Wer kein Sattelpad mit echtem Lammfell kaufen möchte, kann zur synthetischen Alternative greifen.

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+ schützt vor dem Wundscheuern des Rückens

+ anti-allergene Auflage

+ kuschlig weiche, wärmeregulierende Auflage

- weniger Schweißabsorption als bei Schabracke

  • gut geeignet für empfindliche Tiere (medizinisches Lammfell)
Das Gelpad-Sattelpad dient zum Ausgleichen der Form des Sattels.

gelpad

+ kann in Satteldecke eingesteckt werden

- nur für den kurzfristigen Einsatz geeignet, da es ungleichmäßig auf dem Pferderücken aufliegt

  • gut geeignet, um vorübergehend den Bereich zwischen Rücken und Sattel auszugleichen
Das Sattelpad mit Memory-Schaum ist ein stoßabsorbierendes Sattelpad, das sich dem Pferderücken gut anpasst. Nur selten ist das ganze Sattelkissen aus Memory-Schaum. Oft sind nur die Einlegepads aus Memory-Schaum.

memory-foam-pad

+ stoßabsorbierend

+ passt sich dem Pferderücken gut an

- nicht schweißabsorbierend

  • gut geeignet für längere Ausritte, da sich das Sattelpad optimal an die Rückenform des Pferdes anpasst (Memory-Effekt)
Das Sattelpad mit Moosgummi dient der Polsterung des Sattels. Diese Modelle sind rar, Modelle mit Filz haben denselben Effekt, werden aber öfter angeboten.

filz

+ stoßabsorbierend

+ weiche Polsterung

+ rutschhemmend

- nicht schweißabsorbierend

  • gut geeignet, um den Sattel an Ort und Stelle zu halten
  • zum Springen und Pferderennen gut geeignet

Die Redaktion von Vergleich.org empfiehlt: Die Schabracke ist der Allrounder unter den Sattelpads. Bei Bedarf kann diese Form der Sattelunterlage noch mit Gelpads ausgestattet werden, was eine zusätzliche Druckminderung ermöglicht. Für Freizeitreiter, die lange ausreiten, eignet sich ein Sattelpad mit Memory-Effekt, da sich der Schaumstoff an die Form des Rückens gewöhnt. Springreiter sowie Kinder und Anfänger sind mit einer rutschhemmenden Moosgummi-Unterlage gut beraten.

3. Kaufberatung: Sind Einsatzbereich und Größe entscheidend?

Zwei Faktoren sind für die Wahl des passenden Sattelpads von entscheidender Bedeutung: Zum einen die Art der Nutzung, denn zum Springreiten, Wanderreiten und für die Dressur gibt es in Sattelpad-Tests im Internet ganz unterschiedliche Empfehlungen. Zum anderen entscheidet natürlich die Größe Ihres Pferdes darüber, welches Sattelpad das richtige ist.

Eine detaillierte Anleitung zum Satteln bietet dieses Video:

3.1. Beim Springreiten zählt das Abfedern nach dem Sprung, bei der Dressur muss der Reiter möglichst nahe am Pferderücken sein

In erster Linie ist zu überlegen, für welchen Einsatzbereich Sie ein Sattelpad benötigen.

Schabracken bzw. Satteldecken sind für den täglichen Einsatz sehr gut geeignet. Beim Ausritt über Felder und Wiesen oder auch beim täglichen Training Ihres Pferdes kommt die Schabracke zum Einsatz. Da sie den Schweiß sehr gut absorbieren kann, ist diese Form des Sattelpads für stark schwitzende Tiere eine Erleichterung, grundsätzlich aber für jedes Tier geeignet.

sattel

Für diese Reitsportarten küren Tests im Internet jeweils spezielle Sattelpad-Testsieger:

  • Lieben Sie Querfeldeinritte, die gern etwas länger dauern können, ist ein Sattelpad mit Memory-Schaum die beste Wahl. Es absorbiert die Stöße, die der Untergrund mit sich bringt.
  • Ebenfalls gut für Querfeldeinritte, aber auch fürs Western-Reiten sind Sattelpads mit Moosgummi. Für diesen Einsatzbereich sprechen die rutschhemmenden Eigenschaften des Moosgummis.
  • Für das Springreiten ist vor allem ein stoßabsorbierendes Pad, wie das Memory-Foam-Pad, gut geeignet. Aber auch ein Pad aus Moosgummi, das das Hin- und Herrutschen des Sattels verhindert, ist für diese Sportart sehr gut geeignet.
  • Für die Dressur sollte vor allem der Reiter fest und enganliegend im Sattel sitzen, um das Pferd gut lenken zu können. Hier ist auch die Unterlage aus Moosgummi sehr gut geeignet. Auch zweigeteilte Sattelpads finden bei dieser anspruchsvollen Reitsportart Anwendung. Durch die vielen verschiedenen Bewegungen des Pferdes wird die Wirbelsäule sehr beansprucht. Daher ist dieses Sattelpad, bei dem sich die Wirbelsäule des Pferdes frei bewegen kann, eine gute Wahl.
  • Beim Wanderreiten oder auch bei einem hohen Trainingspensum sind Schabracken mit schweißabsorbierender Wirkung das beste Sattelpad.

Rein optisch betrachtet haben Sie bei vielen Herstellern die Wahl zwischen unterschiedlichen Farben. Besonders beliebt sind Schwarz, Braun und Blau. Lammfell-Sattelpads behalten häufig auch die natürliche Farbgebung bei.

3.2. Für Pony, Vollblut und Warmblut gibt es unterschiedliche Sattelpadgrößen

Messanleitung

Das Stockmaß messen Sie vom höchsten Teil des Widerrists bis zum Boden. Die Rückenlänge des Pferdes wird vom Widerrist bis zum Schweifansatz gemessen.

Neben der Nutzung des Sattelpads für eine bestimmte Reitsportart ist auch die Größe des Sattelpads von entscheidender Bedeutung.

Nur ein passendes Sattelpad kann die gewünschten, positiven Effekte mit sich bringen.

Zwar weist jeder Hersteller eigene Größen aus, als Orientierung jedoch kann auch diese Größentabelle dienen:

Bezeichnung der Pferdeart Stockmaß Rückenlänge
Pony, Isländer

pony

bis 130 cm 105 bis 115 cm
Vollblut

vollblut

bis 150 cm 125 bis 135 cm
Warmblut

warmblut springen

bis 175 cm 140 bis 160 cm
Warmblut (extra groß)

pferd groß

ab 180 cm 160 bis 165 cm

Modelle mit höherer Widerristfreiheit zum Entlasten des sehr empfindlichen Widerristbereiches (sogenannte Riser Pads) gibt es als Softgelpad mit Vlies-, Memory-Foam-, Lammfell- oder auch Filzunterlage. Sie schützen vor Druck- und Scheuerstellen und sind vorne erhöht.

Auch gibt es auch Pads, die den Wirbelkanal freihalten. Sie sind der Rückenkontur des Pferdes angepasste zweiteilige Pads. Sie entlasten die Wirbelsäule, so wird der Druck von Widerrist und Wirbelsäule genommen bzw. verteilt. Ein führender Hersteller für diese Rückenpads ist die Firma Acavallo.

Die Redaktion von Vergleich.org empfiehlt: Sattelpads sollten nicht zu dick und nicht zu dünn sein, denn je enger der Sattel auf dem Pferderücken liegt, desto leichter ist es für den Reiter den Bewegungen des Tieres zu folgen. Zu dicke oder weiche Pads machen den Sattel instabil und sind daher nicht zu empfehlen.

3.3. Lammfell-Sattelpads und Geldpads sind besonders gut für Pferde mit empfindlichem Rücken

lammfell satteldecke

Experten empfehlen in Sattelpad-Tests im Internet Lammfell- und Gelpad-Sattelpads bei diesen Rückenproblemen:

  • Reagiert Ihr Pferd sehr empfindlich, was das Oberflächenmaterial angeht, ist ein Lammfell-Sattelpad eine gute Wahl.
  • Leidet Ihr Pferd häufig unter Druckstellen am Rücken, die sich im schlimmsten Fall sogar wundscheuern, ist sowohl das Lammfell-Sattelpad als auch das Gelpad eine gute Wahl. Aber Vorsicht: Das Gelpad ist nicht für den Langzeitgebrauch geeignet, da es den Rücken ungleichmäßig belastet.

Im Fachhandel können Sie Sattelpads kaufen, beim Discounter wie Aldi oder Lidl gibt es dieses spezielle Reit-Zubehör allerdings nicht. Günstige Sattelpads sind meist einfach gehalten. Je spezieller der Rücken Ihres Tieres ist, desto teurer wird auch das Sattelpad. Auch die Marke entscheidet über den Preis.

4. Weitere wichtige Tipps und Fragen aus Sattelpad-Tests im Internet

  • Wie lassen sich Sattelpads befestigen?

    Die Befestigung der Sattelpad-Modelle ist ganz individuell verschieden. Einige Modelle werden mithilfe von Schlaufen am Sattel befestigt. Manche Modelle wiederum besitzen eine Klett-Gurt-Halterung und können so unterschiedlich eng befestigt werden. Sie sorgen für einen sehr guten Halt. Andere Modelle werden frei unter den Sattel geschoben und passen sich selbständig den Aussparungen unter dem Sattel an.

    Gelpads lassen sich beispielsweise in den Einschubtaschen einer Satteldecke unterbringen. Sie werden in die Taschen geschoben und liegen nicht frei am Rücken des Pferdes auf. Andere Sattelpad-Modelle sind direkt in der Schabracke integriert: So gibt es beispielsweise Schabracken mit integriertem Lammfell, Moosgummi oder Memory-Foam-Pad.

  • Wo gehört das Sattelpad eigentlich hin?

    Ganz häufig wird darüber gerätselt, ob das Sattelpad unter oder über der Schabracke platziert werden soll, dabei ist die Antwort ganz simpel: Das Sattelpad gehört zwischen Satteldecke und Sattel. Es fungiert also als direkte Sattelunterlage, als Sattelkissen, das die Starre des Sattels ausgleicht.

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