Reithelm Test 2016

Die 7 besten Reithelme im Vergleich.

AbbildungTestsiegerUvex fp3 activeCasco MistrallCharles Owen Fionas HatPreis-Leistungs-SiegerKerbl CarbonicKerbl Kinder BeautyPFIFF Sicherheitshelm EtaHKM Stripe Air
ModellUvex fp3 activeCasco MistrallCharles Owen Fionas HatKerbl CarbonicKerbl Kinder BeautyPFIFF Sicherheitshelm EtaHKM Stripe Air
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,3sehr gut
05/2016
Vergleich.org
Bewertung1,8gut
05/2016
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Bewertung2,0gut
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Bewertung2,2gut
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Bewertung2,4gut
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Bewertung2,5gut
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Bewertung2,7befriedigend
05/2016
Kundenwertung
6 Bewertungen
33 Bewertungen
1 Bewertungen
402 Bewertungen
55 Bewertungen
23 Bewertungen
29 Bewertungen
Helm-TypModern
Sportlich moderner High-Tech Helm für Erwachsene aller Leistungsstufen
Modern
Allroundhelm für Erwachsene
Klassisch
Klassische Helmoptik vor allem für erwachsene Turnierreiter
Modern
Allroundhelm für Kinder und Erwachsene
Modern
Allroundhelm für Kinder
Modern
Freizeithelm für Kinder und Erwachsene
Hybrid
Klassische Helmform mit moderner Oberfläche
Geeignet fürProfis, VielreiterAmateureProfisAnfänger, FreizeitreiterAnfänger, FreizeitreiterAnfänger, FreizeitreiterAnfänger, Amateure
Material
Antiallergisches Innenfutter zum Waschen herausnehmbar

Innenpolster mit schnell trocknenden Fasern gegen starke Feuchtigkeit

Außenschale mit Samtbezug, innen robustes Styropor in dünner Auftragung

Außenschale verstärkt mit Carbonfasern

Innenliegendes Schweißband zum Waschen herausnehmbar

Außenschale verstärkt mit Polycarbonatfasern und herausnehmbares Innenfutter
Größen
(Kopfumfang in cm)
52 bis 5750 bis 56/58 bis 6353 bis 6148 bis 61verstellbar48 bis 6152 bis 55/57 bis 59
Größenverstellbar?
Anpassung des Kopfumfangs und der Höhe möglich

Disk-Fit-System zur Anpassung des Kopfumfangs (Drehrad)

Disk-Fit-System zur Anpassung des Kopfumfangs (Drehrad)

Disk-Fit-System zur Anpassung des Kopfumfangs (Drehrad)
BefestigungStabile 3-Punkt BeriemungStabile 3-Punkt BeriemungStabile 4-Punkt LederberiemungStabile 3-Punkt BeriemungStabile 3-Punkt BeriemungStabile 3-Punkt BeriemungStabile 3-Punkt-Beriemung
Belüftungsöffnungen
PrüfzeichenDie DIN EN1384 wurde Ende 2014 außer Kraft gesetzt und gilt nun nur noch für Helme, die vor dieser Zeit produziert wurden.

Aktuell gilt die Übergangsnorm mit der Bezeichnung VG1 01.040 2014-12, kurz VG1.

Einige Neuerungen sind: ein definiertes Sichtfeld, ein optimierter Schirm und eine angehobene Fallhöhe (von 1,50 m auf 1,80 m).
EU-Norm EN 1384
sicher
EU-Norm EN 1384
TÜV/GS geprüft
besonders sicher
EU-Norm EN 1384
sicher
EU-Norm EN 1384
TÜV/GS geprüft
besonders sicher
TÜV/ GS geprüft
sicher
EU-Norm EN 1384
TÜV/GS geprüft
besonders sicher
EU-Norm EN 1384
sicher
Vorteile
  • optimale Größenanpassung
  • schlanke Form
  • Brillenträgerfreundlich
  • leicht zu reinigen
  • TÜV geprüft
  • besonders schlank für einen Klassiker
  • Lederberiemung angenehmer als gewöhnliches Nylon
  • gute Belüftung
  • leichte Handhabung der Größenverstellung
  • TÜV geprüft
  • optimale Größenanpassung
  • gute Belüftung
  • TÜV geprüft
  • geringes Eigengewicht
  • herausnehmbares Schweißband
  • sehr weiches und herausnehmbares Innenfutter
  • extra Nackenschutz
  • Lieferung in Helmtasche (Baumwolle)
  • große Farbauswahl
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Reithelm-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Moderne Reithelme orientieren sich optisch und technisch zunehmend an Fahrradhelmen. Aus gutem Grund: Sie sind leicht, luftig und schützen den Kopf mit dem neuesten Know-How. Sie eignen sich sowohl für Freizeitreiter als auch für Profis – wegen ihrer Größenverstellung vor allem für Kinder.
  • Klassische Reitkappen sind an ihrer hohen Form, der oberen Knopfapplikation und einem typischen Samtbezug erkennbar. Wegen der Optik eignen sie sich vorrangig bei Turnieren und für Retro-Fans. Nach wie vor mangelt es den klassischen Modellen an effektiven Belüftungssystemen. Für Kinder sind sie nicht mehr zeitgemäß, weil die Größen nicht verstellbar sind.
  • Modern oder Klassisch, Sicherheit geht vor: Reiterhelme unterliegen in Europa einer Sicherheitsnorm (EN 1384) bzw. der Übergangsnorm VG1). Unabhängig von Modell und Hersteller werden alle Kappen auf Stoßdämpfung, Durchdringung, Abstreifung, Kinnriemenfestigkeit und Abdeckzonen hin geprüft.

 

Kinder Reiten

Reithelme sind im Pferdesport ein absolutes Muss und gehören ab der ersten Reitstunde dazu. Für Profis sind sie so selbstverständlich wie das Pferd, auf dem sie sitzen, und die passenden Reitstiefel, mit denen sie sicher und bequem im Steigbügel stehen. Jeder Reithelm, egal aus welcher Preiskategorie, ist besser als gar kein Kopfschutz. Jährlich gibt es bis zu 90 000 schwere und mittelschwere Reitunfälle in Deutschland. Unter Frauen ist es die Sportart mit den meisten Verletzungen. Trotzdem verzichten immer noch Reiter auf das so wichtige Reitzubehör, sei es aus Nachlässigkeit oder Eitelkeit. Unser Reithelm Test 2016 beweist, dass es moderne Modelle gibt, die durchaus vorzeigbar und preisgünstig sind.

1. Aufbau eines Reithelms

Reithelme sind ähnlich aufgebaut wie Fahrradhelme. Sie bestehen aus

  • einer verstärkten Außenschale. Standard sind Kunststoffhelme, die mit Carbon oder Polycarbonmaterialien verstärkt werden, da diese vergleichsweise leicht und robust sind. Bei klassischen und modernen Helmen befindet sich vorne eine Sonnenblende. Der europäischen Norm EN1384 (für Helme, die vor 12/2014 hergestellt wurden) der Übergangsnorm VG1 01.040 2014-12 zufolge muss die Außenschale mit dem Innenhelm fest verbunden werden.
  • einem Innenhelm, der aus Styropor besteht – wie es die meisten von Fahrradhelmen kennen. Für den Tragekomfort werden zusätzlich Polsterungen eingebaut. Hier variieren die Modelle und Hersteller stark. Sehr gute Helme haben antiallergische und zum Waschen herausnehmbare Polster, wie z.B. der Cavallo Reithelm Testsieger Uvex fp3 active.
  • einem Verschluss. Die Beriemung sollte eine Menge aushalten, damit die Kappe bei einem Sturz nicht vom Kopf rutscht. Wegen mangelnder Sicherheit wurden in Europa Kinnschalen verboten.

2. Welche Reithelm-Typen gibt es?

Es gibt verschiedene Arten der Kopfbedeckung beim Reitsport, wie z.B. Zylinder zur Zierde, einfache Kappen oder robuste Reiterhelme. Es gibt sie in mehreren Ausführungen, Stilrichtungen und für unterschiedliche Bedürfnisse und Geldbeutel. Ein Reithelm Vergleich hilft Ihnen bei der Auswahl.

2.1. Reithelm Klassisch

Klassische Helme haben in der Regel eine feste, nicht verstellbare Größe, weshalb sie beim ersten Anpassen perfekt sitzen sollte. Optisch sind sie wiedererkennbar an den meist blauen oder schwarzen Samtbezügen und der oberen Knopfapplikation. Besonders bei Turnieren sind sie wegen ihrer edlen Optik beliebt. In der Kategorie Reithelm Kind empfehlen wir diesen Typ nicht, da er weder verstellbar noch gut belüftet ist. Trotzdem ist der Reithelm nicht aus dem Reitsport wegzudenken – im Gegenteil, es gibt einen regelrechten Retro-Kult um das Urmodell.

2.2. Reithelm Modern

Reithelm Typen

KED Reithelme: Große Auswahl

Moderne Reitkappen berücksichtigen neue technologische Möglichkeiten, um altbekannte Beschwerden von Reitern zu minimieren. Dazu zählen vor allem das Gewicht und die Belüftungsfunktion. Reiten ist ein Sport, der gerade im Trapp und Galopp körperliche Anstrengung erfordert und den Reiter zum Schwitzen bringt. Wer viel reitet und schnell ins Schwitzen gerät, dem empfehlen wir sportliche Modelle wie z.B. den Reithelm Testsieger von Uvex.

2.3. Reithelm Western

Der Western-Look ist nicht aus dem Reitsport wegzudenken. Allerdings sind Cowboy-Hüte nicht sicher und eine englische Reitkappe ein optisches No-Go in dieser Disziplin. Aus diesem Grund gibt es Westernreithelme. Der Form nach entsprechen sie modernen Reithelmen. Farblich findet man am ehesten einen Reithelm braun oder beige – passend zu den Western-Reiterhosen. Wer nicht auf die Hutkrampe verzichten möchte, der hat noch die Möglichkeit Westernmützen oder Cowboyhüte über die Helme zu stülpen – sofern sie nicht die Sicht beeinträchtigen.

2.4. Reithelm Military

Seinen Namen bekommt der Helm durch die optische Ähnlichkeit zu Militärhelmen. Die Form ist gut für runde Gesichter und Kopfformen geeignet, weil er breiter gebaut ist als klassische Reithelme. Die Helme haben keine Sonnenblende und sind nur in festen Größen erhältlich. Aufgrund der Bauart empfehlen wir ihn besonders für runde Kopfformen.

3. Kaufkriterien für Reithelme: Darauf müssen Sie achten

3.1. Sicherheit: Was hält ein Reithelm aus?

Das wichtigste Kriterium beim Reithelm-Kauf ist der zuverlässige Schutz bei Unfällen. Wie Fahrradfahrer haben Reiter weder eine Knautschzone noch einen Airbag. Auf dem europäischen Markt sind nur Reithelme zugelassen, die entsprechende Mindestanforderungen (nach EN 1384 und VG1 01.040 2014-12, kurz VG1) aushalten. Es soll sichergestellt werden, dass die Kappe bei unterschiedlichen Unfällen den Kopf des Reiters schützt:

  • Quetschprüfungen testen die sogenannte Seitensteifigkeit, damit die Reitkappe auch hält, wenn der Reiter unter das Pferd fällt und dieses mit dem Huf auf den Helm tritt.
  • Fallprüfungen simulieren einen Sturz aus 1,50 m Höhe. Der behelmte Testkopf aus Kunststoff schlägt auf drei unterschiedliche Stellen auf: Am Vorderkopf, Hinterkopf und seitlich sowie auf gerader und ungerader Fläche. Der Reithelm soll so viel dämpfen, dass der Kopf höchstens einer 250-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt ist. Bei einem Fall oder wenn das Pferd austritt wirken enorme Kräfte. Ein Helm dient dazu, diesen Stoß abzufangen und abzuschwächen. Gute und sehr gute Modelle zeichnen sich dadurch aus, dass sie über diesen Anforderungen liegen und rund ein Drittel oder mehr puffern, als die Norm erfordert.
  • Durchdringungsprüfungen sollen das Aufschlagen und Stoßen von beispielsweise Ästen und Steinen simulieren und sicherstellen, dass die Kappe standhält.
  • Abstreifprüfungen: Mit Fallgewichten wird versucht, den Helm ruckartig über den Kopf zu ziehen. So soll geprüft werden, ob die Kappe schnell abrutscht. Letztlich bringt auch der stabilste Reithelm nichts, wenn er während des Falls vom abrutscht. Die Riemen müssen stabil sein, damit sie ruckartige Belastungen aushalten und im Ernstfall nicht reißen. 10 Kilo hält ein Reithelm für gewöhnlich problemlos aus. Das gleiche gilt für Verschlüsse: Wenn die nicht geschlossen bleiben, kann die ganze Kappe abrutschen.
  • Prüfungen zur Durchbiegung des Schirms, um die Elastizität der Sonnenblende zu testen. Eine moderne Reitkappe hat gummiartige Elastikschirme, die sich bei einem Aufprall problemlos biegen lassen. Die Schirme werden auf ihre Sollbruchstelle getestet. Das heißt die Sonnenlende muss bei einem Unfall nachgeben, damit der Helm nicht nach hinten in den Nacken geschoben wird. Dies würde die Halswirbelsäule zusätzlich belasten.

Übergangsnorm für Reithelme:  Für Helme, die seit 12/2014 hergestellt wurden, gilt nicht mehr DIN EN1384, sondern die Übergangsnorm VG1 01.040 2014-12, kurz VG1. Optimiert wurden das Sichtfeld, der Schirm und die Helm-Stabilität insgesamt.

3.2. Tragekomfort – Was der bequemste Helm haben sollte

  • Passform: Der Helm sollte den Kopf fest und lückenlos umschließen. Je bequemer er ist, desto eher wird er getragen. Niemand möchte während er auf dem Pferd sitzt mit dem Helm ringen, wenn er vor die Augen rutscht, juckt, zu stark drückt oder Schmerzen bereitet. Außerdem bietet der Helm bei schlechtem Sitz keinen optimalen Schutz.
  • Beriemung und Verschluss: Flexible Verstellsysteme ermöglichen gerade für Kinder einen langen Tragekomfort, weil die Größe des Helms angepasst werden kann. Moderne Helme, wie der Kerbl Carbonic, haben das Verstellrädchen am Hinterkopf, das einhändig bedient werden kann (sogenanntes Disc-Fit-System). Bei der Beriemung gilt: Je mehr, desto besser. 3-Punkt Beriemungen sind Standard. Zusätzlich gibt es 4-Punkt Beriemungen, die zwischen den Bändern links und rechts eine weitere Befestigung besitzen, sowie Nacken-Beriemungen, die für mehr Stabilität im Nacken sorgen.
  • eine ausreichend Belüftung: Der Reitsport erfordert körperliche Ausdauer. Schwitzen ist dabei ganz normal. Aus diesem Grund ist eine ausreichende Belüftung ein wichtiges Kaufkriterium. Ein Reithelm Vergleich zeigt, dass vor allem moderne Modelle Innenkanäle eingefräst haben, die dafür sorgen, dass ankommende Luft erfrischt und warme Luft nach außen gesaugt wird.
  • Zusätzliche Polsterungen für Vielreiter: Je mehr Polster ein Reithelm hat, desto bequemer sitzt er. Wer stark schwitzt sollte darauf achten, dass die Polster herausnehmbar sind. So können Sie das Polster waschen oder austauschen.

3.3. Für viele entscheidend: Die Optik

Reithelm Test Preis Leistungs Sieger

Kerbl Carbonic: Preis-Leistungs-Sieger

Die häufigsten Gründe für das Nicht-Tragen eines Helms sind Bequemlichkeit und Eitelkeit. Dabei ist vielen Reitern gar nicht bewusst, was für ein vielfältiges Angebot auch in Sachen Optik bei Reitsportartikeln vorhanden ist. Moderne Helme sehen zunehmend sportlich aus und verhindern, dass der Kopf optisch vergrößert wird. Die Farbauswahl ist zwar eher klassisch begrenzt, dafür kann der Reiter zwischen unterschiedlichen Oberflächen wählen wie Samt, Glanz oder Matt. Einige Modelle, wie z.B. von Casco, bieten zudem Verzierungen wie florale Muster an (Casco Mistrall) oder Strassbesetzung (Casco Spirit). Außerdem können glatte Oberflächen stets mit wasserfesten Stiften und Stickern individualisiert werden.

3.4. Reithelm Preise: Was kostet ein Reithelm?

Gute Helme gibt es schon ab 15 Euro. Entweder als Angebot bei Discountern oder durch Produktionen aus Asien. Teure Reithelme waren in Tests nicht immer besser. Reithelme für den Freizeitbereich liegen preislich zwischen 15 und 350 Euro. Der wichtigste Punkt ist, dass auch günstige Helme die Mindestanforderungen zum Schutz erfüllen, weshalb wir auch niemandem vom Kauf günstiger Reithelme abraten. Wer nur gelegentlich reitet und kein Problem damit hat, dass es unter der Kappe sehr warm werden kann und die Optik schlicht bis klobig ist, der kann problemlos zu Angeboten unter 50 Euro greifen.

3.5. Reithelm Marken

Marke Herstellerinformation
Casco Casco Reithelme gehören zu den ersten, die von der klassischen Helmform abgewichen sind. Die meisten Casco Reithelme verzichten auf den Samtbezug, wodurch sie moderner und pflegeleichter sind. Casco hat den Reithelm Test von Stiftung Warentest (07/2005) mit dem Modell Casco Youngster Dynamite aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses gewonnen. Es ist ein Reithelm für Kinder aus der Youngster-Reihe, die der Hersteller mittlerweile allerdings stark zurückgezogen hat. Deshalb sind die meisten Modelle aus der Reihe nur noch schwer zu bekommen – der Testsieger Casco Youngster Dynamite gar nicht mehr. Die Nachfolgerreihe Casco Mistrall gehört zur günstigeren Kategorie, die dem Vorgänger in nichts nachsteht. Die Produkte werden in Europa hergestellt.
Kerbl Die Bayrische Firma Kerbl kann einen hohen Sicherheitsstandard mit günstigen Preisen verbinden, weil sie ihre Produktionsstätten nach China verlagert hat. Wer bisher gute Erfahrungen mit Kerbl gemacht hat und bei der Marke bleiben möchte, der kann auch zu Modellen von Covalliero greifen, denn die Marke gehört zu dem Hersteller. Der Kerbl Carbonic ist im Reithelm Test 2016 bester Reithelm in der Kategorie Preis-Leistung.
Uvex Der Hersteller Uvex hat erst seit wenigen Jahren Modelle für den Reitsport in seinem Sortiment. Den meisten ist er ein Begriff für Fahrrad- oder Skihelme. Die Marke konnte sich schnell auf dem Markt etablieren und überzeugt in erster Linie durch Qualität und Sicherheitsstandards über der europäischen Norm. Preislich beginnt ein Uvex Reithelm bei 90 Euro. Edelmodelle von Uvex mit besonders weichem und qualitativ hochwertigem Material sind vor allem für Profis gedacht und können bis zu 400 Euro kosten. Der Cavallo Testsieger ist der Uvex fp3, vor allem wegen der umfangreichen Einstellungen zur Größenregelung und seinem geringen Eigengewicht
HKM HKM ist vielen Reitanfängern kein Begriff, obwohl der deutsche Hersteller bereits weltweit Reitsportartikel verkauft. Die Helme, die allesamt europäischen Sicherheitsbestimmungen folgen, können für günstige 50 Euro angeboten werden, weil sie in Asien produziert werden.
Charles Owen Die Traditionsmarke Charles Owen ist unter den Reithelmen das, was Mercedes in der Autobranche ist: Ein eleganter Klassiker, der auch Einiges kostet. Charles Owen Helme überzeugen mit klassischer Eleganz und zeichnen sich in den neuen Modellen durch zusätzliche Belüftungen aus.
Discountangebote Reithelm Test-Ergebnisse zeigen, dass mit niedrigen Preisen nicht auf die Sicherheit verzichtet werden muss. Bei Stiftung Warentest (07/2005) hat zum Beispiel ein 15 Euro Reithelm von Aldi die Note gut (2,0) erhalten – damit schlug er klassische Helme, die 350 Euro gekostet haben. Dieses und vergleichbare Discounterangebote sind jedoch nur sporadisch erhältlich. Wichtig ist immer auf vergleichbare Sicherheitsstandards wie EN 1384, die Übergangsnorm VG1 01.040 2014-12, kurz VG1, TÜV usw. zu achten. Ein Kavalkade Reithelm oder ein Busse Reithelm gehört ebenfalls in die günstige Reithelm Kategorie.

4. Welche Helmgröße brauchen Sie?

Reithelm Belüftung

Die optimale Reithelm Belüftung

Für eine passgenaue Form müssen Sie zuerst wissen, welche Reithelm Größen Sie und Ihre Lieben benötigen. Nehmen Sie sich dafür ein Maßband und messen Sie Ihren größten Kopfumfang. Setzen Sie das Band über Augenbrauen und Ohren an und legen Sie es um den Kopf, damit dort gemessen wird, wo später der Reithelm sitzt. Liegt die gemessene Länge genau zwischen zwei Größen, empfiehlt es sich aufzurunden und den größeren Reithelm zu wählen. Wenn Sie kein Maßband zu Hause haben, um die Größe beim Reithelm ausmessen zu bestimmen, können Sie auch eine Schnur nehmen, diese an der Überschneidung markieren und danach an einem Zollstock oder Lineal die Länge messen. Europäische Reithelm Größen sind leicht nachvollziehbar, weil die Größe Ihrem Kopfumfang entspricht, d.h. wenn Sie 54 cm gemessen haben, bestellen Sie die Größe 54. Für Helme, die in US-Größen angegeben sind, müssen die Zentimeter umgerechnet werden. In unserer Größentabelle werden Sie schnell fündig.

Kopfumfang in cm Bestellgröße EU Bestellgröße US
Bis 48 Kids Kids
49 Kids XS
50 Kids XS
51 Kids XS
52 52 S
53 53 S
54 54 S
55 55 M
56 56 M
57 57 M
58 58 L
59 59 L
60 60 L
61 61 XL
62 62 XL

Tipp: Tragen Sie den Reithelm nicht nur beim Reiten selbst, sondern während der gesamten Zeit, die Sie mit dem Pferd zu tun haben. Es ist immer möglich, dass das Pferd scheut, stolpert usw., weshalb ein Verletzungsrisiko besteht. Auch die sichersten Reiter können Unfälle nicht verhindern. Reitsport geht nur zu zweit: Pferd und Reiter.

5. Gibt es eine Helmpflicht?

Es gibt keinen bundesweiten Standard, der alle Reiter zum Tragen eines Helms verpflichtet. Auf Reiterhöfen und im privaten Gebrauch unterliegen auch Jugendliche und Unerfahrene weder einer Helmpflicht noch einer Verordnung zum Tragen von Reitkleidung. Das ist beim Reitsport vergleichbar mit den Bestimmungen für Ski- und Radfahrer. Gerade die Kategorie Reithelm Kind sollte jedoch dessen ungeachtet äußerst ernst genommen werden.

Helmpflicht Keine Helmpflicht
  • Bei Turnieren: Jugendliche und Reiter der Prüfungsstufen E und A unterliegen der LPO (Leistungsprüfungsordnung) zufolge einer Helmpflicht.
  • Gute und seriöse Reitschulen verpflichten ihre Schüler zu Reithelmen – schon aus versicherungstechnischen Gründen.
  • Beim privaten Reiten in einer Reithalle und beim Ausreiten
  • Bei Turnieren: Erst, wer die Volljährigkeit und die Prüfungsklasse L (nach E und A die dritte von fünf Stufen) erreicht hat, darf sich Alternativen (z.B. Zylinder und Melone) suchen. Dies geschieht auf eigene Verantwortung und gilt nur für Turniere.

6. Reithelm gebraucht kaufen – welche Vor- und Nachteile gibt es?

Wer aus Kostengründen einen gebrauchten Reithelm kaufen möchte, der sollte vor allem auf zwei Kriterien achten: Wie alt ist der Helm und wurde er bereits einem Sturz ausgesetzt? Generell sollten Sie folgende Regeln beachten:

  • Erstens soll ein Reithelm nach fünf Jahren Gebrauch wegen Altersschwäche ausgemustert werden. Witterungsbedingte Einflüsse von Licht, Wärme, Regen und Kälte lassen das Material beim Draußenreiten schneller altern als bei bloßem Einsatz in der Reithalle.
  • Zweitens kaufen Sie niemals einen Helm, mit dem ein Reiter bereits gestürzt ist. Nicht immer sind Mängel äußerlich sichtbar. Feine Haarrisse können die Stabilität des Helms beeinträchtigen.
  • Achten Sie bei Angeboten von Privatpersonen (z.B. über ebay) auf die aktuellen Sicherheitsstandards. Das heißt, Reithelme mit Kinnkappe, DIN 33951 Normprüfung und Klettverschlüssen dürfen heutzutage nicht mehr verkauft werden. Verzichten Sie in diesem Fall auf den Kauf und erwerben Sie günstige Neumodelle.
  • Preisgünstiger Erwerb, vielleicht sogar geschenkt
  • Weniger Müll: Wenn die Kappe weitergegeben wird, muss er nicht weggeschmissen werden
  • Oft können Sie die Helme nicht mehr zurückgeben. Auf Fotos erkennen Sie nur schlecht Abnutzungsspuren
  • Ein Kavalkade Reithelm oder Busse Reithelm ist auch neu sehr günstig
  • Es gibt noch veraltete Modelle, deren Sicherheitsbestimmungen nicht mehr aktuell sind

7. Häufige Fragen

7.1. Woher weiß ich, dass der Reithelm richtig sitzt?

Reithelm größenverstellbar

Disk-Fit-System zur Größeneinstellung beim Kerbl Carbonic

Setzen Sie sich die Reitkappe waagerecht auf, sodass Ihre Stirn geschützt ist, das Sichtfeld aber nicht beeinträchtigt wird. Dass die Kappe nicht zu hoch sitzt erkennen Sie daran, wenn die Ohren genau im Dreieck der seitlichen Beriemung liegen. Wenn Sie einen größenverstellbaren Helm haben, drehen Sie solange am hinteren Einstellrad vor und zurück, bis Sie einen angenehmen Druck fühlen. Bewegen Sie Ihren Kopf schnell in alle Richtungen, um zu prüfen, ob der Helm wackelt. Tut er dies nicht, können Sie die Riemen schließen. Das Kinnband sollte eng anliegen, Sie aber nicht beim Schlucken oder Atmen stören. Nur ein passgenauer Reithelm kann sie optimal schützen, weshalb die richtigen Reithelm Größen und Formen so wichtig sind.

7.2. Sind günstige Reithelme gefährlicher als teure?

Alle Helme, die auf dem europäischen Markt zulässig sind, müssen die Sicherheitsprüfungen der EU (EN 1384 vor 12/2014 und seitdem VG1 01.040 2014-12) bestanden haben.  Wenn ein billiger Helm diesen Anforderungen entspricht, gilt er als sicher. Sehr gute Kappen zeichnen sich dadurch aus, dass sie diese Norm um ein Drittel übertreffen. Da die Hersteller jedoch nicht verpflichtet sind die Messdaten herauszugeben, kann der Verbraucher sich nur an den Mindestanforderungen orientieren. Teure Helme zeichnen sich vor allem durch einen erhöhten Tragekomfort aus – der Preis ist kein Garant für die höchste Sicherheit.

7.3. Wann muss ich einen Reithelm ersetzen?

Die Regeln für das Ersetzen eines Reithelms sind die gleichen wie beim Kauf von gebrauchten Helmen. Tragen Sie Ihren Helm nicht länger als fünf Jahre. Kleine und unsichtbare Mängel können große Folgen haben. Das gilt besonders nach Stürzen: Selbst wenn Ihr Helm nach einem Unfall noch unbeschädigt aussieht, tauschen Sie ihn sicherheitshalber aus.

7.4. Kann ich nicht einfach meinen Fahrradhelm nehmen?

Fahrradhelme sind keine echte Alternative. Nur wer im Zweifelsfall keinen anderen Kopfschutz hat, sollte darauf zurückgreifen. Obwohl der Helmaufbau immer ähnlicher wird, was ein Fahrradhelm Vergleich zeigt, sind die Sicherheitstests nicht die gleichen. Fahrradhelme werden nämlich nicht auf seitliche Quetschungen geprüft, die einen Hufaufschlag simulieren sollen. Für diesen Ernstfall kann kein Fahrradhelm absolute Sicherheit bieten.

Unser Testsieger
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