Das Wichtigste in Kürze
  • Makita-Kettensägen mit Akku sind wesentlich umweltfreundlicher als Benziner, sie verursachen weniger Lärm und Gestank. Außerdem haben sie kein lästiges Netzkabel wie Elektro-Kettensägen.
  • Beachten Sie, dass Sie für Ihre Makita-Kettensäge noch Akku und Ladegerät hinzukaufen müssen, falls diese nicht im Set enthalten sind. Dies ist oft nicht der Fall, da viele Nutzer dieses Zubehör bereits besitzen.
  • Ob die Kettensäge mit einem dicken Stamm noch zurechtkommt, hängt maßgeblich von der Schnittbreite ab. Kaufen Sie keine zu kleine Säge, wenn auch dicke Äste durchtrennt werden müssen.

Makita Akku-Kettensäge Test

Wenn die Bäume auf dem Grundstück wieder gekürzt werden müssen, greifen viele Deutsche bevorzugt zu Makita, denn die Marke ist für ihre hochwertigen Gartengeräte berühmt und ihre Popularität ungebrochen hoch: Über 125 Millionen Euro setzt die Firma in Europa jährlich um (Quelle: Makita).

In unserem Makita-Akku-Kettensäge-Vergleich 2020 haben wir Produkte aus dem aktuellen Sortiment näher angesehen. Die Verarbeitungsqualität aller Geräte ist gewohnt hervorragend, doch sie sind für unterschiedliche Anwender gedacht. Die beste Makita-Akku-Kettensäge für Ihren Garten muss nicht die teuerste sein.

Falls Sie noch nicht sicher sind, ob die Akku-Kettensäge von Makita oder doch lieber einem anderen Hersteller sein soll, empfehlen wir auch einen Blick in unseren allgemeinen Vergleich von Kettensägen mit Akku. Daneben haben wir aber auch Elektro-Kettensägen und Benzin-Kettensägen untereinander verglichen, da Werkzeug dieser Kategorien für bestimmte Anwender noch relevanter sein kann:

1. Muss die Kettensäge zum Garten passen?

Viele Verbraucher greifen beinahe automatisch zum größten, stärksten, schnellsten Produkt. Bei Kettensägen ist das nicht unbedingt notwendig. Wenn keine allzu dicken Äste oder Stämme in Ihrem Garten bearbeitet werden müssen, erfüllt auch eine etwas kleinere Maschine ihren Zweck wunderbar. Eine kompakte, leichte Akku-Kettensäge ist zudem wesentlich einfacher zu führen, was bei längeren Arbeitseinsätzen bedeutsam ist.

Ein Schutzhelm von Husqvarna mit Visier und Gehörschutz.

Tragen Sie unbedingt einen Schutzhelm mit Gehörschutz.

Orientieren Sie sich in der Produkttabelle am Anfang dieser Kaufberatung in erster Linie an der Schnittlänge. Besonders handliche Akku-Kettensägen kommen hier nur auf etwa zehn Zentimeter. Wenn Sie wissen wollen, ob das für Ihren dicksten Baum noch ausreicht, legen Sie ein Maßband um den Stamm und teilen Sie die gemessenen Zentimeter durch 3,14 – so groß muss die Schnittbreite der Kettensäge dann allermindestens sein.

Für die meisten Nutzer empfiehlt sich ein Modell mit 20 bis 30 Zentimetern Schnittbreite. Mehr als 30 Zentimeter reichen auch für besonders dicke Stämme.

Die Kettengeschwindigkeit ist bei allen Modellen hoch genug, um auch mit hartem Holz wie Buche fertig zu werden. Mit acht Metern pro Sekunde oder mehr schneiden Sie problemlos durch alle Hölzer. Bei einigen Geräten ist die Drehzahl zudem regelbar, um sie dem jeweiligen Material anzupassen.

Makita Akku-Kettensäge DUC252Z

Eine Säge mit besonders kurzem Schwert und entsprechend geringer Schnittbreite kann für einen Garten mit kleinen Bäumchen genau das richtige sein. Die meisten Nutzer werden aber mit einem mittelgroßen Schwert von 20 bis 30 Zentimetern Schnittlänge glücklich.

2. Sind Akkus und Ladegerät enthalten?

Nicht wenige Verbraucher, die eine günstige Makita-Akku-Kettensäge kaufen, erleben eine böse Überraschung: Das erworbene Produkt enthält weder Akkus noch eine Ladestation und ist daher zunächst nicht verwendbar.

Ladestation DC18RD von Makita.

Makita bietet extra Ladestationen an, die zwei Akkus auf einmal aufladen können.

Der Grund dafür ist, dass die Akkus auch in anderen Werkzeugen desselben Herstellers eingesetzt werden können. Den Akku einer Kettensäge von Makita dürfen Sie auch in eine Handkreissäge oder Bohrmaschine von Makita einsetzen – vorausgesetzt, die Akkuspannung ist identisch (zumeist 18 Volt).

Viele Fans der Marke besitzen bereits mehrere solcher Akkus in ihrer Werkstatt und benötigen keine weiteren. Durch den Kauf eines einzelnen Geräts sparen sie viel Geld, insbesondere auf lange Sicht. Eine Akku-Kettensäge mit Akku und Ladegerät kostet nämlich gut und gern das Doppelte des Einzelprodukts.

Ob sich ein Makita-Akku-Kettensäge-Set inkl. Akkus und Ladestation lohnt, hängt nicht zuletzt davon ab, ob Sie die Anschaffung weiterer Akku-Werkzeuge dieser Marke für die Zukunft planen. Ist das der Fall, führen wir Ihnen gern noch einmal die Vorteile der Akku-Kettensäge gegenüber einer kabelgebundenen Kettensäge auf:

  • flexibel in Wald und Wiese einsetzbar
  • geringere Unfallgefahr ohne störendes Netzkabel
  • keine Kabeltrommel notwendig
  • Laufzeit begrenzt, ggf. Ersatzakku notwendig
  • höhere Anschaffungskosten beim allerersten Akku

Ist Ihnen der Preis für das System mit Ladegerät und Li-Ion-Akku zu hoch, raten wir Ihnen zu einem Blick in unseren Vergleich der netzbetriebenen Kettensägen:

Um eine höhere Akkuspannung – und damit mehr Kraft beim Sägen – zu erzielen, bedient sich Makita gern eines kleinen Tricks: Zwei Akkus werden kombiniert, um die Spannung zu verdoppeln. Eine Makita-Akku-Kettensäge mit zwei 18V-Akkus kommt auf eine Spannung von 36 Volt. Vorteilhaft: Es muss keine eigene 36V-Akku-Serie geschaffen werden und die Akkus bleiben mit mehr Produkten aus dem Sortiment dieser Marke kompatibel.

Makita Akku-Kettensäge 2x18V sind 36V.

Durch zwei Akkus verdoppelt Makita die Spannung und gibt der Maschine mehr Power.

Beim Kauf neuer Akkus sollten Sie vor allem die Kapazität im Auge behalten. Sie wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Je mehr Amperestunden, desto länger hält der Akku durch – 5,0 Ah sind derzeit das Optimum.

Jeder für eine Kettensäge von Makita verwendete Akku ist ein moderner Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion-Akku abgekürzt).

Beim Lithium-Ionen-Akku kommt es – anders als beim früher verbreiteten Nickel-Cadmium-Akku (NiCd) – nicht zum gefürchteten „Memory-Effekt“, bei dem sich durch ungünstige Ladezyklen die Lebenserwartung erheblich reduzierte. Sie können einen Li-Ion-Akku laden, wann und wie lange Sie möchten. Idealerweise sollte er voll sein, damit der Motor die maximale Kraft aus ihm herausholen kann.

3. Sicherheit steht an erster Stelle

Das Verletzungsrisiko bei der Kettensäge ist erheblich höher als bei anderen Gartenwerkzeugen und sollte unter keinen Umständen unterschätzt werden!

Zwar ist eine Kettensäge nicht nur für gewerbliche, sondern auch private Anwender geeignet, doch auch diese müssen ihre Eignung zur Bedienung dieser Maschine nachweisen. Zugelassen ist nur, wer einen sogenannten Motorsägenschein („Kettensägen-Führerschein“) besitzt. Sie können diesen an einem Wochenendkurs bei Ihrem örtlichen Förster erwerben.

Um die Gefahr zu reduzieren, hat Makita alle mögliche Sicherheitstechnik verbaut. Wir stellen Ihnen einige der Mechanismen kurz vor, damit Sie in Ihrer weiteren Recherche nicht an Fachbegriffen hängen bleiben. Beachten Sie aber immer, dass die Aufmerksamkeit und Vorsicht des Anwenders Grundvoraussetzung zum sicheren Betrieb der Säge bleibt.

Maktia Kettensäge, im Vordergrund demontierte Kettenbremse.

Der Krallenanschlag besitzt Haken, die sich im Holz festkrallen.

Zweifellos am wichtigsten ist die sogenannte Kettenbremse. Stoßen Sie mit dem Schwert auf ein unzertrennbares Objekt (etwa einen Nagel im Holz), verhakt sich die Kette und springt samt Schwert nach oben, Richtung Gesicht. In diesem Fall löst der Schutzbügel die Kettenbremse aus und verhindert, dass die Säge Ihnen schwere Verletzungen zufügt.

Auch verfangen sich im Schutzbügel Teile einer gerissenen Sägekette.

Die Auslaufbremse wiederum sorgt dafür, dass die Kette sofort stoppt, wenn Sie den Einschalthebel loslassen. So haben Sie im Notfall die volle Kontrolle und müssen zudem nach einem Schnitt nicht pausieren.

Ein Krallenanschlag ist nur ein zackiger Aufsatz, der neben dem Schwert montiert wird. Setzen Sie die Kettensäge am Holz an, beißt sich der Krallenanschlag gewissermaßen darin fest und sorgt für besseren Halt.

Unabhängig von diesen Schutzmechanismen sollten Sie unter allen Umständen die entsprechende Schutzkleidung tragen. Sie besteht mindestens aus Forsthelm, Schutzbrille, Gehörschutz, Schnittschutzhose und -handschuhen.

Falls Ihnen noch ein Teil der Schutzausrüstung fehlt, empfehlen wir Ihnen auch diese Vergleiche:

4. Wie lässt sich mit mehr Komfort zum perfekten Ergebnis kommen?

Wie bereits erwähnt, ist eine leichte Makita-Kettensäge auf Dauer natürlich angenehmer zu bedienen als eine schwere. Auch eine niedrige Lautstärke und geringe Vibration erleichtern die Arbeit ungemein.

Daneben gibt es aber auch noch drei weitere Kniffs, welche die Handhabung angenehmer machen.

Öl für die Makita Sägekette

Kaufen Sie am besten auch gleich eine Nachfüllflasche Sägeketten-Öl. Die Schmierung funktioniert aber automatisch.

Eine automatische Kettenschmierung gilt heutzutage als Standard, eine Kettensäge von Makita ist hier natürlich keine Ausnahme. Sie müssen lediglich dafür sorgen, dass der Öltank immer gut gefüllt ist.

Zudem benötigen Sie für die Justierung der Kettenspannung kein zusätzliches Werkzeug. Durch einen einfachen Drehknopf kann die Kette wieder fester gezurrt oder etwas gelockert werden.

Über denselben Knopf funktioniert auch der werkzeuglose Kettenwechsel: einfach losdrehen, Kette austauschen, fertig. So einfach sollte es eigentlich immer sein. Allerdings hat auch Makita noch einige Modelle im Sortiment, bei denen das nicht möglich ist. Hier kommen Sie um einen Schraubendreher nicht herum.

Sägekette von tallox für Makita Kettensäge

Bei den meisten Modellen lässt sich die Sägekette ohne Zusatzwerkzeug spannen oder auswechseln. Ein einfacher Drehschalter genügt dafür.

5. Fragen und Antworten zur Makita-Kettensäge mit Akku

Haben Sie noch eine Frage zu den Produktnamen oder suchen Sie einen Makita-Akku-Kettensäge-Test einer bestimmten Organisation oder eines Magazins? Vielleicht können wir Ihnen in diesem Teil unseres Ratgebers weiterhelfen. Zögern Sie ansonsten auch nicht, uns einen Kommentar zu hinterlassen.

5.1. Gibt es einen Makita-Akku-Kettensäge-Test von der Stiftung Warentest?

Die Stiftung hat bislang keinen expliziten Makita-Akku-Kettensäge-Test durchgeführt. Im Jahr September 2013 gab es zwar einen Test zu verschiedenen Kettensägen-Typen (Benzin, Akku und Elektro), doch damals war keine Akku-Kettensäge von Makita vertreten und dementsprechend wurde auch Stihl und nicht eine Makita-Akku-Kettensäge Testsieger.

5.2. Wie setzt sich der Produktname zusammen?

Jedes Akku-Elektrowerkzeug von Makita hat eine Art „Stammbezeichnung“, die um einige Buchstaben ergänzt wird, um das enthaltene Zubehör anzugeben.

Heruntergebrochen

Der Teil „DUC“ steht für die aktuelle Generation dieser Kategorie von Werkzeug.

Die Makita-Akku-Kettensäge DUC353Z beispielsweise wird ohne Li-Ion-Akkus und Ladestation geliefert, wie an der Endung „Z“ zu erkennen ist. Das Produkt an sich heißt nur DUC353.

Genauso enthält die Makita-Akku-Kettensäge DUC252Z unter dieser Bezeichnung keine Akkus. Der eigentliche Name der Makita DUC252Z lautet DUC252.

In nachfolgender Tabelle haben wir Ihnen noch zwei weitere Beispiele aufgeführt:

Stammbezeichnung ohne 18V-Akku / Ladegerät mit 18V-Akkus / Ladegerät
DUC122 DUC122Z DUC122RTE
DUC254 DUC254Z wird nicht angeboten

5.3. Gibt es auch eine Makita-Akku-Kettensäge für 12V-Akkus?

Nein, aktuell hat Makita keine solche Akku-Motorsäge im Sortiment. Falls Sie bislang nur 12V-Akkus besitzen, kommen Sie um den Kauf von größeren 18V-Akkus nicht herum, um damit eine Makita-Akku-Motorsäge mit 18V-Akkus zu betreiben.