Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Keyboard ist, wenn es sich nicht gerade um die Tastatur eines Computers handelt, ein elektronisches, transportables Tasteninstrument, genauer eine Mischung aus einem E-Piano und einer Orgel.
  • Mit einem Keyboard lässt sich richtig gut Musik machen, vorausgesetzt man hat beim Kauf alles richtig gemacht. Für Anfänger gilt: Der Klang ist das entscheidende Kriterium, nicht die ganzen zusätzlichen technischen Funktionen. Diese richten sich eher an fortgeschrittene Spieler oder Profis.
  • Wichtig Hersteller auf dem Markt sind Roland, Schubert, Casio, Funkey, MrCrypt, Korg und natürlich Yamaha.

keyboard test tasten
Leicht zu lernen und unheimlich vielseitig. Das sind nur zwei der vielen positiven Attribute, die sich mit einem Keyboard verbinden lassen. Erstmals in den 1980er Jahren aufgrund der Möglichkeit erstmals einen digitalen Klang erzeugen zu können für Bühnenauftritte verwendet und dann in den 1990er Jahren auch für Privatpersonen erschwinglich, begeistert es bis heute Musikfans rund um den Globus. Viele Hersteller füttern diese Begeisterung mit immer neuen Varianten und Ausführungen, sodass man heute beim Kauf eigentlich alles bekommt, was das Musikerherz sich wünscht. Egal ob man daheim Hits wie „Happy“ von Pharrell Williams oder „Stay“ von Rihanna nachspielen oder als Garagenband vielleicht auf dem nächsten Sommerfest „Mirrors“ von Justin Timberlake zum Besten geben möchte – der Songauswahl sind mit einem Keyboard kaum Grenzen gesetzt. Auch ältere Lieder und Hits lassen sich damit schnell und leicht interpretieren. Probieren Sie es einfach aus und informieren Sie sich in der Kaufberatung zu diversen Keyboard-Tests 2020 über alles, was Sie zum Thema Keyboard wissen müssen.

1. Was ist das Besondere an einem Keyboard?

Keyboarder

Von vielen Musikern werden Spieler eines Tasteninstruments innerhalb einer Band als „Keyboarder“ bezeichnet. Die Bezeichnung gilt aber nur, wenn es sich nicht um einen Flügel oder ein Klavier handelt.

Was ein Keyboard ist, kann sich wahrscheinlich jeder in etwa vorstellen. Aber die genauen Unterschiede zu einem klassischen Klavier und die charakteristischen Merkmale kennen die Wenigsten. Deshalb geben wir Ihnen in unserem Keyboard Vergleich eine kurze Übersicht zu den wichtigsten Eigenschaften dieses Instruments. Keyboards, wie die Modelle aus den einschlägigen Keyboard-Tests 2020, sind zunächst ganz einfach ausgedrückt transportable elektronische Geräte. Die Bezeichnung Keyboard kommt ursprünglich aus dem Englischen. Dort wird es als „electronic keyboard“ bezeichnet. Dass es sich um ein Instrument aus der Kategorie der Tasteninstrumente handelt, sieht man auf den ersten Blick. Es ist eine Mischung aus einem elektronischen Piano und einer Orgel.

Die Klänge werden – anders als beim klassischen Klavier – elektronisch gespeichert und dann bei Tastendruck wiedergegeben. Die Töne entstehen also auf einem elektro-mechanischen Weg. Sie können aber auch rein elektronisch oder heute auch ganz digital erzeugt werden. Die meisten der Geräte, die man heute auf dem Markt findet, besitzen eine Tastatur mit 61 Tasten und eventuell ein eingebautes Metronom. Die Klaviatur ist dabei von der klassischen Orgel abgeleitet. Ein ganz spezielles, charakteristisches Merkmal ist die Begleitautomatik, die mit der linken Hand gespielt werden kann. Diese ist eine besondere Eigenschaft von Arranger-Keyboards, die am häufigsten bei den Bühnenauftritten von Alleinunterhaltern zum Einsatz kommen. Wie der Name oder die Berufsbezeichnung schon sagt ist hier keine Band vorhanden, sodass eine Begleitautomatik notwendig wird.

Vielleicht sagt Ihnen das Wort „E-Piano“ etwas. Wenn ja, fragen Sie sich vielleicht auch, wo der genaue Unterschied zu einem Keyboard liegt. Wir sagen es Ihnen: Der größte Unterschied zu E-Pianos ist wahrscheinlich die weniger umfangreiche und leichtere Tastatur. Bei Keyboards ist die Klaviatur kleiner. Auch hat man durch die integrierte Begleitautomatik und die Orgeltastatur eine deutlich andere Spieltechnik als bei Pianos.

Eingesetzt wird das Keyboard heute meist, um traditionelle Lieder oder historische Instrumente zu simulieren oder um mehrere Klänge von unterschiedlichen Instrumenten zu vereinen. Außerdem, und das ist das Wichtigste, kann man mit ihm auch einfach richtig gut Musik machen.

Hier die Vor- und Nachteile von Keyboards im Überblick:

    Vorteile
  • viele technische Optionen
  • mobil und flexibel einsetzbar
  • kann mit anderen Geräten verbunden werden
  • mit Lernsystemen erhältlich
    Nachteile
  • Klang nicht wie bei mechanischen Instrumenten

2. Welche Kaufkriterien für Keyboards sind wichtig?

yamaha keyboard

Das PSR-E343 von Yamaha.

Der Markt ist heute so unübersichtlich wie nie. Da fällt es gar nicht so leicht das beste Keyboard für sich zu finden. Gerade Einsteiger und Unerfahrene fühlen sich oft von der großen Auswahl überfordert. Deshalb haben wir uns für Sie im Keyboard Vergleich auf die Suche nach dem besten Keyboard gemacht. An dieser Stelle sagen wir Ihnen außerdem, worauf Sie beim Kauf besonders achten sollten. Vorweg aber ein zentraler Hinweis: Nicht die vielen technischen Möglichkeiten sondern nur der Klang entscheidet darüber, ob ein Gerät das Potenzial zu ihrem persönlichen Keyboard-Testsieger hat.

2.1. Die Tastatur

Auf den ersten Blick ähnelt die Tastatur eines Keyboards sehr stark der eines klassischen Klaviers. Beim Spielen werden Sie aber schnell einen anderen Anschlag und ein abweichendes Spielgefühl feststellen können. Die Tasten des Keyboards betätigen nämlich keine Mechanik sondern einen elektronischen Kontakt. Sie lassen sich aufgrund dessen auch mit einem deutlich geringeren Kraftaufwand bedienen. Ihnen werden beim Kauf wahrscheinlich Ausführungen mit einer unterschiedlichen Tastenanzahl begegnen. Die Höchstzahl liegt hier bei 88, gängiger sind aber 76, 61 oder 49 Tasten. Außerdem findet man auch häufig unterschiedliche Tastaturgrößen. Diese brauchen aber nur richtige Bühnenprofis. Als Einsteiger reichen Ihnen normal große, die sich durch eine große Griffigkeit und Stabilität auszeichnen. Das heißt, sie dürfen sich bei großem Druck nicht verbiegen oder nach links oder rechts ausweichen.

Hinweis:Wenn Sie ein Keyboard kaufen, das nur 32 oder weniger Tasten besitzt, kann es vorkommen, dass Sie nicht alle Lieder spielen können. Gerade Stücke, die für das Klavier geschrieben wurden, können bis zu 88 Tasten benötigen.

2.2. Die Bedienelemente

Bedienelemente gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Man findet sie als Drehknöpfe oder Schieberegler. Auch das Display kann als ein Bedienelement gesehen werden – auf ihm lassen sich die einzelnen vorgenommenen Einstellungen nachvollziehen. Legen Sie als Anfänger großen Wert auf Übersichtlichkeit, denn viele Funktionen können gerade zu Anfang leicht zu einer Überforderung führen. Als Profi gilt natürlich, gerade auch bei Auftritten, ein großer Bildschirm als absolutes Muss.

Der Klang ist das entscheidende Qualitätskriterium, nicht die Zusatzfunktionen.

2.3. Die Anschlüsse

Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat leider noch keinen Keyboard Test durchgeführt und wo es keinen Keyboard Test gibt, gibt es leider bis zum jetzigen Zeitpunkt auch keinen Keyboard Testsieger. Wenn Sie sich aber generell für Tasteninstrumente interessieren, dann ist vielleicht auch der Test zu Digitalpianos etwas für Sie.

Auch über Anschlüsse verfügt das Keyboard zahlreich. Man findet die Möglichkeiten auf der Rückseite in Form von Steckbuchsen. Natürlich immer mit dabei ist der Stromanschluss. Auch können Sie das Gerät über den Audio-Anschluss mit Ihrer Hifi-Anlage verbinden. Vorausgesetzt natürlich, Sie besitzen eine. Empfehlenswert sind Anschlüsse in Form einer USB-Buchse und MIDI-Anschlüsse. Über diese USB- oder MIDI-Anschlüsse können Sie das Keyboard mit Ihrem PC oder Mac verbinden. So fällt das Speichern von Steuerbefehlen oder das Archivieren von gespielten Stücken ganz leicht. Viele Keyboards besitzen heute auch ein Laufwerk für Disketten, CDs oder Speicherkarten. Auch diese dienen dem „Recording“ bestimmter Inhalte. Was übrigens auch immer in Bezug auf Anschlüsse enthalten sein sollte, sind Anschlüsse für Pedalen.

2.4. Rhythmen und Sounds

Hier werden Sie auf eine große Auswahl treffen. Es gibt hiervon unendliche Variationen. So können Sie ihr Spiel verfeinern und einzigartig machen. Profis profitieren von einem besonders großen Umfang, Anfängern reicht zu Beginn auch ein etwas geringeres Angebot.

2.5. Die Lautsprecher

Die meisten Lautsprecher beschallen Ihre Wohnung in Zimmerlautstärke. Gute Klangqualität gibt es hier wirklich auch schon bei niedrigpreisigeren Modellen für Einsteiger. Fortgeschrittene sind natürlich anspruchsvoller und bevorzugen Lautsprecher mit einem ausgewogenen Klang und einem ordentlichen Bass. Wenn Sie nicht gerade Besitzer eines freistehenden Eigenheims sind, dann ist die Kopfhörerbuchse für sie Freund und Helfer. Mit einem Kopfhörer anstatt Lautsprechern stören sie niemanden in Ihrer Umgebung.

Zum Abschluss sehen Sie noch einmal die wichtigsten Kriterien für den Kauf je nach Leistungsniveau auf einen Blick:

Anfänger Fortgeschrittene Profis
  • ca. 200 Euro
  • mit Lautsprechern und Kopfhörern
  • normal große Tastatur
  • mindestens 5 Oktaven (bietet die Möglichkeit links Akkorde und rechts Melodien zu spielen)
  • ca. 800 Euro
  • Lautsprecher mit guter Klangqualität
  • viele Anschlussmöglichkeiten
  • viele Sounds und Rhythmen
  • übersichtliche Bedienelemente
  • ca. 5.000 Euro
  • Tasten mit Aftertouch
  • viele zusätzliche Effekte
  • Live-Eingriffsmöglichkeiten
  • Editiermöglichkeiten beim Sound

3. Bei welchen Herstellern und Marken gibt es Keyboards?

Hier die wichtigsten Marken und Hersteller aus unserem Keyboard Vergleich:

  • Eagletone
  • ION
  • LogiLink
  • Roland
  • Bontempi
  • Fame
  • Ketron
  • Magic Sing
  • Schubert
  • Casio
  • Funkey
  • Keywood
  • MrCrypt
  • Streetlife Music
  • Delson
  • Ibiza
  • Korg
  • Medeli
  • Yamaha

4. Wie spielt man Keyboard?

Da wir Ihnen an dieser Stelle nicht das Keyboardspielen beibringen können, hier ein kleines Video für den Einstieg:

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Keyboard

Das Mini-Keyboard SA-78 vom Hersteller Casio

Das Mini-Keyboard SA-78 vom Hersteller Casio.

5.1. Ab wann kann man Keyboard spielen lernen?

Ob Groß, ob Klein, jeder kann eigentlich in jedem Alter mit dem Musizieren beginnen. Geht es aber um eine professionelle Ausbildung in Form eines Musikunterrichts, sollte auf einige Dinge geachtet werden.

Als Einstieg bei Kindern wird von vielen Klavierlehrern das Schuleintrittsalter genannt. Also kurz vor oder nach der Einschulung. Im Vorschulalter fällt Kindern generell das Noten Lesen noch schwer, da bei ihnen das abstrakte Denken noch nicht so ausgeprägt ist wie bei Erwachsenen. Kinder, die einen früheren Einstieg in die Musik hatten, können zwar später nicht unbedingt besser spielen, aber sie tun dies mit einer größeren Leichtigkeit als viele ihrer Altersgenossen. Die Lernkurve ist aber immer auch eine individuelle Sache. Wenn Sie als Erwachsener noch den Einstieg wagen möchten, dann trauen Sie sich.

5.2. Keyboard – Was ist der Aftertouch?

Bei Keyboard und Synthesizer findet man den Aftertouch-Effekt. Im Allgemeinen ist dies eine zusätzliche Tastenfunktion eines Synthesizer. Durch sie wird auch noch nach dem eigentlichen Tastendruck weiterhin ein kontinuierliches Signal erzeugt. Sie dient beim Spiel des Synthesizer besonders der Effektsteuerung und der Tonhöhenänderung.

Das Funkey 61

Das Funkey 61.

5.3. Keyboard – Wie viele Oktaven gibt es?

Bei einer gängigen Tastatur von 49 Tasten hat man insgesamt 4 Oktaven. Besitzt das Keyboard, wie die meisten Modelle aus den diversen Keyboard-Tests, 61 Tasten dann hat es 5 Oktaven. Bei Keyboard-Typen mit 88 Tasten, die übrigens auch ein Klavier oder Flügel aufweisen kann, kommt man auf 7 ? Oktaven. Heute gibt es auch Tastaturen, die direkt an den Computer angeschlossen werden können. Man hat dort meist 25 Tasten, was 2 Oktaven entspricht oder 13 Tasten womit man auf eine Oktave kommt.

5.4. Warum zwei Keyboards benutzen?

Diese Frage stellt sich meist eher für Bühnenauftritte. Dort liegen die Vorteile mehrer Keyboards aber auf der Hand. Man kann beispielsweise bei zwei Keyboards schnell die Instrumente wechseln ohne an einem Keyboard erst mühselig die Einstellungen zu ändern. Auch zwischen unterschiedlichen Musikstücken lässt sich so leichter wechseln. Und falls eines der Geräte mal kaputt geht oder technische Probleme macht, ist das auch kein Problem mehr.

5.5. Wie heißen die schwarzen Tasten auf dem Keyboard?

Die schwarzen werden „Hintertasten“ oder „Obertasten“ genannt. Sie bilden die pentatonische Leiter. Auf ihr werden die erhöhten oder erniedrigten Stammtöne gespielt.

Bildnachweise: dollarphotoclub.com/GuerraGPhoto (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

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