Das Wichtigste in Kürze
  • Kalimbas gibt es in einer Preisspanne von 10 bis 200 Euro. Für ein Instrument, das Sie nicht nur ausprobieren, sondern konzertant nutzen möchten, empfehlen wir Ihnen ein Modell aus einer Preisklasse von 40,– bis 50,– Euro. In der Regel wird mit dem Instrument allerhand Zubehör mitgeliefert. In jedem Fall benötigen Sie einen Stimmhammer, um das Instrument nachzustimmen. Wenn Sie Anfänger sind, helfen ein Ratgeber und erste Noten, um die Kalimba spielen zu können. Gegen Kratzer schützen Sie Ihr Instrument in einer Stofftasche. Wenn Sie das Daumenpiano regelmäßig transportieren, raten wir zu einer stoß- und wasserfesten Kalimba-Box. Aufkleber, Reinigungstuch und Picks für die Daumenkuppe runden ein Set ab.

1. Wie wird eine Kalimba gespielt und welche Musik kann man damit machen?

Eine Kalimba wird auch Daumenpiano genannt, weil Sie mit den Daumenkuppen oder Daumennägeln die Tasten herunterdrücken. Die Metallzunge schnallt beim Loslassen zurück und die entstehende Schwingung überträgt sich auf den Resonanzkörper des Instrumentes.

Die meisten Kalimbas sind in Tonleitern gestimmt, beispielsweise in C-Dur oder a-Moll. Die Anzahl der Tasten legt fest, wie viele verschiedene Töne Sie aus dieser Tonleiter spielen können, jede Taste entspricht einem Ton. Mit einer 17-Tasten-Kalimba in C-Dur können Sie also 17 verschieden hohe Töne spielen, die jeweils in C-Dur vorkommen. Dadurch ist die Möglichkeit der zu spielenden Musik pro Instrument begrenzt. Stücke mit einem Tonartwechsel oder Töne mit Vorzeichen sind beispielsweise mit einer C-Dur-Kalimba nicht möglich. Eine Kalimba eignet sich vor allem für Folk- und Popmusik. Neben der Stimmung in Tonleitern gibt es auch Kalimbas in Pentatonik.

Bei der Auswahl Ihrer Kalimba sollte sich die Größe auch nach der Größe Ihrer Hände richten. Wenn Sie große Hände haben, sollten die Metallzungen nicht zu eng beieinander liegen. Eine 17-Ton-Kalimba empfehlen wir für Menschen mit großen Händen mit einer Breite von mindestens 15 Zentimetern.

Kinder lernen sehr leicht Kalimba spielen. Wir empfehlen Kindern, eine Kalimba aus Kokosnuss einfach einmal auszuprobieren und das Instrument dabei beim Spielen auf den Schoß zu legen.

2. Muss man eine Kalimba stimmen?

Eine Kalimba sollte in jedem Fall vorgestimmt sein. Durch Transport oder durch sehr häufige Benutzung kann es sein, dass sich das Instrument verstimmt. Sie haben dann das Gefühl, irgendetwas klingt komisch. Sie können dann einen ganz einfachen Test mit der Kalimba machen. Wenn Sie von der Mitte der Tasten abwechselnd rechts und links nach außen spielen, sollte eine Tonleiter erklingen. Das Kinderlied „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ beginnt mit dem Anfang einer Tonleiter. Wenn Sie das Gefühl haben, Sie können nicht mitsingen, ist Ihr Instrument wahrscheinlich verstimmt. Mit einem Stimmgerät oder einer Stimm-App auf Ihrem Mobiltelefon können Sie dann Taste für Taste die einzelnen Töne überprüfen.

Sie korrigieren die Töne mit einem Stimmhammer. Die meisten Hersteller von Kalimbas, beispielsweise Moozica, Gecko, Finether, Helesin, liefern den Stimmhammer oft im Set gleich mit. Grundsätzlich gilt: Je länger oder größer ein Instrument ist, desto tiefer ist der Ton, je kürzer oder kleiner ein Instrument ist, desto höher ist der Ton. Für die Tonhöhen an Ihrer Kalimba ist das lange Spielende der Metallzunge ausschlaggebend. Ist Ihr Ton zu tief, müssen Sie das Spielende der Taste kürzer machen. Sie schlagen dann mit dem Stimmhammer dort, wo Sie sonst mit dem Daumen anzupfen, gegen die Metallzunge. Ist Ihr Ton zu hoch, müssen Sie das Spielende der Taste länger machen. Sie schlagen dann mit dem Stimmhammer an der kurzen Seite oben gegen die Metallzunge. Schlagen Sie jeweils ein paar Mal gegen die Taste und machen Sie dann durch Spielen des Tones auf der Kalimba den Vergleich, ob sich die Tonhöhe geändert hat. Das Stimmgerät wird Ihnen das zuverlässig anzeigen. Korrigieren Sie, bis alle Töne wieder in der richtigen Tonhöhe erklingen. Wenn Sie eine Kalimba kaufen, achten Sie bitte darauf, dass jede Metallzunge separat und fest in der Brücke, dem Querbalken, der die Tasten hält, steckt. Die Metallzungen sollten sich nicht berühren und nicht verrutschen.

Selbstverständlich können Sie mit dem Stimmhammer auch ganz neue Töne auf Ihrem Daumenpiano einstimmen. Für die Beschriftung von Ersatz-Metallzungen oder neu eingestimmten Tönen liegen in der Regel passende Aufkleber im Set bei.

3. Welches Material überzeugt bei einem Kalimba-Klang-Test am meisten?

Es gibt kein Kriterium für den besten Kalimba-Klang. Jede Klangfarbe hat ihren eigenen Charme. Grundsätzlich darf an Ihrem Instrument nichts mitschwingen, das heißt, alle Metallzungen und alle Schrauben müssen fest sitzen.

Das Material der Kalimba wirkt sich als Resonanzkörper auf die Klangleistung des Instrumentes aus. Für einen kraftvollen, intensiven Klang wählen Sie ein Instrument mit Schallloch, das mindestens 500 g wiegt. Die Klangmembran einer Kalimba Sensula verstärkt die Klangintensität ebenfalls und durch eine zusätzliche Bewegung des Rahmens lassen sich neue Klangeffekte einbauen.

Für einen feineren, wenig intensiveren Klang können Sie ein leichtes Modell ohne Schalllöcher wählen. Allerdings raten wir Ihnen, wenn Sie konzertant spielen möchten, sich trotzdem für ein klangintensives Modell zu entscheiden. Durch die Anpassung Ihrer Spieltechnik können Sie die Dynamik, also die Lautstärke, und die Klangintensität bei einem kraftvollen Instrument reduzieren. Einem leichten Instrument Klangkraft zu entlocken ist hingegen wesentlich schwieriger, wenn nicht gar unmöglich.

Für ein Instrument aus Holz sollten Sie sich entscheiden, wenn Sie gerne warme Töne mögen. Instrumente aus Acryl erzeugen einen sehr reinen und klaren Ton.

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