Hollandrad Test 2016

Die 4 besten Hollandräder im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellVogue Hollandrad Damen 28 ZollPlezier Hollandrad 28 ZollZonix ZO-2810203 blauKPC 28 Zoll HOLLANDRAD
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,5gut
09/2016
Vergleich.org
Bewertung1,9gut
09/2016
Vergleich.org
Bewertung2,2gut
09/2016
Vergleich.org
Bewertung2,5gut
07/2016
Kundenwertung
6 Bewertungen
1 Bewertungen
1 Bewertungen
noch keine
geeignet für
RadgrößeDie Radgröße ist der Durchmesser eines einzelnen Rads und wird mit Zoll angegeben. 1 Zoll entspricht 2,54 cm.28 Zoll28 Zoll28 Zoll28 Zoll
Rahmenhöhe
empf. Körpergröße
Die Rahmenhöhe ist der Abstand von der Mitte des Tretlagers bis hin zum Sattelrohr. Die Körpergröße sollte zur Rahmenhöhe passen.
52 cm
160 - 175 cm
54 cm
165 - 180 cm
53 cm
165 - 190 cm
53 cm
165 - 190 cm
Gangschaltung
Beleuchtung nach StVZODie deutsche StVZO schreibt eine Schlussleuchte und Scheinwerfer vor. Seit 2013 dürfen diese auch batterie- oder akkubetrieben sein. Normalerweise läuft der Betrieb über einen Dynamo.
batteriebetrieben

batteriebetrieben

batteriebetrieben

batteriebetrieben
RahmenmaterialStahlStahlStahlStahl
Gewicht19 kg19 kgk.A.15 kg
VollkettenschutzJaJaJaJa
Hinterrad-SeitenverkleidungDieses Merkmal ist typisch für das Hollandrad.JaJaJaJa
Vorteile
  • Gepäckträger für vorne inkl.
  • Gepäckträgerkorb inkl.
  • fährt sich gut
  • praktischer Fahrradständer am Hinterrrad
  • bequemer Kunststoffsattel
  • zusätzlicher Gepäcktrager vorne
  • schnelle Montage
  • besondere Retro-Optik
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
Erhältlich bei
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4.5/5 aus 68 Bewertungen

Hollandrad-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Hollandrad ist ein klassisches Citybike. Merkmale sind die aufrechte Sitzposition, der Gepäckträger (vorn oder hinten), der Vollkettenschutz und die Hinterrad-Seitenverkleidung.
  • Das Rad ist so konzipiert, dass es sich bequem fahren lässt und wartungsarm ist. Damit ist es das perfekte Fortbewegungsmittel für Städter, die umweltschonend von A nach B kommen wollen.
  • Zum Schnellfahren ist das Bike nicht geeignet, oft weist es nicht einmal eine Gangschaltung auf.

Im Hollandrad Test zeigen wir Ihnen die besten Räder.

Radeln ist nicht nur gesund, sondern auch umweltschonend. Immer mehr Menschen steigen deshalb auf den Drahtesel um. Ob in der Stadt oder auf dem Land, das Fahrradfahren wird immer beliebter – und bequemer. Das Hollandrad ist sozusagen das Zugpferd unter den Citybikes. Es fährt zwar nicht so schnell wie das Rennrad, ist nicht so platzsparend wie das Klapprad und hat auch keinen elektrischen Antrieb wie das Elektrofahrrad. Dafür ist das Hollandrad aber unheimlich bequem, was an der besonders aufrechten Haltung beim Fahren liegt, und wartungsarm. Für diejenigen, die vor allem Wert auf geschmeidiges Fahren und Komfort legen, das ideale Bike.

Der Name kommt übrigens nicht von ungefähr, tatsächlich ist diese Bauart niederländisch. Das Hollandrad ist das typische Tourenrad bei Streifzügen durch die ländlichen Gefilde oder niederländischen Städte. Wegen des markanten Rahmens und der guten Ausstattung versprüht das Bike einen ganz besonderen Retro-Charme, der auch hierzulande gut ankommt. Daher ist der Markt für die Räder groß und es ist schwierig sich zurechtzufinden. An dieser Stelle leisten wir in unserer ausführlichen Kaufberatung Abhilfe. Wir erklären Ihnen im Hollandrad Test die wichtigsten Kategorien und Kriterien, auf die es beim Kauf eines Hollandrads zu achten gilt. Muss es schnell gehen, empfehlen wir Ihnen ganz einfach unseren Hollandrad Testsieger, ein richtiges Allroundmodell mit guter Ausstattung.

1. Was ist ein Hollandrad?

Das klassische Hollandrad.

Das klassische Hollandrad.

Das Hollandrad ist ein Fahrrad niederländischer Bauart. Charakteristisch sind die aufrechte Sitzposition des Fahrers sowie die Wartungsarmut. Hollandräder sind so ausgestattet, dass sie so selten wie möglich gewartet werden müssen, aber trotzdem qualitativ hochwertig und extrem langlebig sind. Sie zeichnen sich durch ihr Nostalgie- oder Retro-Design aus, das sehr charmant wirkt. Entweder befindet sich der Gepäckträger vorne oder hinten. Auch Fahrradanhänger können gut mit dem Hollandrad kombiniert werden. Da sie so stabil und robust sind, sind die Fahrräder richtige „Packesel“ und können viel transportieren. Auch deshalb sind sie in der Stadt beliebt, wo man für kurze Wege gern auf das Auto verzichtet. Im folgenden Hollandfahrrad Test erfahren Sie noch viele weitere nützliche Informationen rund um holländische Fahrräder.

1.1. Geschichte

Die niederländische Fahrradproduktion begann 1869 mit der Werkstatt von Henricus Burgers aus Deventer. Schnell etablierten sich weitere Hersteller. Anfang des 20. Jahrhunderts bildeten sich in der Fahrradform spezifisch niederländische Merkmale heraus. Die Hersteller setzten eher auf Qualität und Langlebigkeit als auf Innovationen. Daher, und auch wegen der flachen niederländischen Landschaft, haben viele Hollandräder auch heute keine Gangschaltung. Sie ist schlicht nicht nötig. Bekannt geworden ist das Rad als Tourenrad durch Amsterdam und Holland allgemein. Wegen der Assoziation mit Amsterdam sehen viele in dem Hollandrad auch heute ein Nostalgie-Symbol.

1.2. Aufbau

Der Rahmen hat die sogenannte Hollandbogenform. Diese zeichnet sich durch ein gerades Unterrohr und ein einfach gebogenes, hochgezogenes Oberrohr aus. Der Rahmen wird deshalb auch als Schwanenhals bezeichnet. Der Lenkkopfwinkel ist mit ca. 65° recht flach. Dies bewirkt einen guten Geradeauslauf. Der Lenker ist außerdem nah am Körper, wodurch sich die nur gering geneigte, sehr bequeme Sitzhaltung ergibt. Arme und Hände werden somit entlastet. Der Sattel ist meist sehr stark gefedert. Das Rad gibt es in ganz unterschiedlichen Farben. Besonders Retro Pastelltöne wie hellblau oder mattes grün unterstützen den Ruf des Rads als Nostalgie-Fahrrad. Ohnehin fallen die Räder aufgrund ihrer Größe schnell auf, eine starke Farbe unterstreicht diesen Effekt dann zusätzlich. Charakteristisch ist übrigens der braune Ledersattel (der in Wahrheit oft aus Kunststoff besteht).

Tipp: Das Hollandrad ist explizit kein Fahrrad zum Schnellfahren. Es ist also für Personen, die Wert auf Komfort und wenig Wartungsarbeit legen.

1.3. Eigenarten

Einige Charakteristika sind typisch für das Hollandrad. Hierzu gehört der Gepäckträger. Es werden meist drei Gummibänder verwendet, die von der Radnabe des Hinterrades über den Gepäckträger gespannt werden. Als Federklappen werden die metallischen Bügel bezeichnet. Sie sind entweder fest eingebaut oder können nachgerüstet werden. Die Räder weisen die Gepäckträger entweder vorn oder hinten auf. Besonders vorn am Rad können teilweise sehr große Kisten transportiert werden. Hinten bietet es sich an einen Fahrradanhänger zu befestigen. Das Hollandrad hat sich so auch einen Ruf als echtes Transportmittel erarbeitet. Damit die Kette keinen Schaden nimmt, ist auch der Vollkettenschutz ein Merkmal vom Bike. Um die Kleidung vor Schmutz zu schützen, ist außerdem die Hinterrad-Seitenverkleidung charakteristisch. Das Hollandrad ist also ein Fahrrad, das darauf ausgerichtet ist extrem bequem zu sein, die Kleidung zu schonen sowie die Gelenke durch die aufrechte Haltung. Aufgrund dieser Stabilität in Design und Material, sind auch gebrauchte Hollandräder noch jahrelang stabil. Dank der Größe und Schwere ist das Transportieren von Waren z. B. im Fahrradanhänger vorgesehen. Für schnelles Fahren ist das Rad dagegen eher nicht gedacht. Hier noch einmal ein Überblick über die wichtigsten Vor- und Nachteile im Hollandrad Test:

  • stabil und robust
  • wartungsarm
  • guter Geradeauslauf
  • sehr bequemes Sitzen
  • schwer
  • träges Fahrverhalten

Sie möchten sich nun ein Fahrrad kaufen, welches die Kriterien eines Hollandrads erfüllt? Dann sollten Sie die folgenden Kaufkriterien in Punkt 3 beachten, um auch die richtige Größe zu finden. Außerdem gilt es zu überlegen, ob Ihnen der Nostalgie Aspekt wichtig ist, ob Sie also auch auf eine Gangschaltung verzichten würden, oder ob Sie die technischen Errungenschaften vom modernen Rad nicht aufgeben möchten und auf eine Gangschaltung bestehen. Fahrradmarken, die beide Varianten im Angebot haben, sind Gazelle, Kalkhoff oder Batavus. Die meisten Ersatzteile gibt es von Shimano. Das Hollandrad ist auch ein beliebtes Kinderfahrrad.

2. Welche Fahrrad-Typen gibt es?

Sie wollen ein Fahrrad kaufen, wissen aber nicht genau welches? Es gibt sehr viele verschiedene Fahrradarten wie zum Beispiel BMX, Rennrad oder eben Hollandrad. Hier eine kleine Übersicht zur Erinnerung:

Typ Kurzbeschreibung
Rennradrennrad Das Rennrad ist für glatte Fahrbahnen und hohe Geschwindigkeiten geeignet. Deshalb ist dieses Fahrrad sehr leicht, aerodynamisch und robust. Dafür fehlen Schutzblech, Gepäckträger und Beleuchtung. Es eignet sich also nur bedingt für die Stadt. Besonders bei erhöhtem Verkehrsaufkommen kann es auf diesem Rad schnell gefährlich werden.
Mountainbikemountainbike Das Mountainbike ist ein spezielles Fahrrad für die Sportart Mountainbiking. Für die Stadt ist es nicht geeignet, man fährt eher im Gelände. Auffällig ist die kleine Rahmenhöhe. Diese ist ähnlich niedrig wie beim BMX Rad.
Klappradklapprad Das Klapprad ist ideal für die Stadt, da man es zusammenfalten kann. So kann das Klapprad platzsparend transportiert werden. Hierfür muss man allerdings Abstriche im Komfort und bezüglich der Ausstattung in Kauf nehmen. Auch kann die Falttechnik Probleme bereiten und fehleranfällig sein.
Citybikecityrad Das Citybike ist ein klassisches Stadtrad, genau wie das Hollandrad. Von diesem unterscheidet es sich jedoch dadurch, dass es mehr Gänge und oft eine etwas weniger aufrechte Sitzposition hat. In einer Stadt wie Amsterdam mit engen Straßen und viel Kopfsteinpflaster eignen sich die Citybikes am besten. Das Hollandrad ist genau genommen auch solch ein Citybike, gewissermaßen eine Unterkategorie.
Elektrofahrradelektrofahrrad Ein Elektrofahrrad, auch E-Bike genannt, ist ein Fahrrad, welches mit elektrischer Kraft angetrieben bzw. unterstützt wird. So wird die Tretleistung des Fahrers von einem Motor unterstützt. Dadurch kann dieser mit weniger Körperkraft längere Strecken zurücklegen und Wind und starke Anstiege leichter bewältigen. Daher ist am Rad ein Elektromotor installiert sowie ein Akku und die Steuerungselektronik.

3. Kaufkriterien für Hollandräder: Darauf müssen Sie achten

3.1. Radgröße

Ein Hollandrad mit Transportkiste.

Ein Hollandrad mit Transportkiste.

Die Radgröße meint die Größe der Reifen/Räder bzw. deren Durchmesser. Dieser wird normalerweise in Zoll angegeben. Ein Zoll ist gleich 2,54 cm. Die Standard-Größen sind 26 Zoll und 28 Zoll Reifen, wobei beim Hollandrad 28 Zoll sowohl 622 mm als auch 635 mm Felgendurchmesser meinen können. Welche Größe die richtige für Sie ist, hängt von der Körpergröße und den Fahrgewohnheiten ab. Für die meisten ist ein Hollandfahrrad 26 Zoll oder auch 28 Zoll Räder bestens geeignet. Soll es als Jugendfahrrad verwendet werden, sind 26 Zoll Reifen zu empfehlen. Für ein Kinderfahrrad sind dagegen eher 20 – 24 Zoll geeignet. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um ein Mädchenfahrrad oder ein Jungenfahrrad handelt.

3.2. Rahmenhöhe

Die Rahmengröße oder Rahmenhöhe ist der Abstand zwischen der Kurbelmitte/Tretachse am Fahrrad und dem Ende des Sattelrohrs (also der niedrigsten Sattelstellung). Sie wird in Zentimetern angegeben. Welche Rahmenhöhe man benötigt, das hängt stark vom Fahrradtyp ab. So benötigt man z. B. beim Mountainbike einen kurzen Rahmen, beim Rennrad einen hohen. Als Faustregel kann folgende Formel gelten, mit der man seine benötigte Rahmenhöhe ausrechnen kann: Schrittlänge in cm – ½ x Reifengröße in cm = Rahmengröße in cm. Die Schrittlänge ist hier die Länge Ihres Beins gemessen von der Innenseite, also von der Ferse bis zur Hüfte.

3.3. Gangschaltung

Holland oder Niederlande?

Offiziell bezeichnet Holland nur zwei der 12 Provinzen der Niederlande. Doch warum heißen dann im Volksmund alle Niederländer Holländer? Das liegt daran, dass die holländischen Provinzen lange wirtschaftlich dominant waren und die Niederländer in der Welt somit unter dem Namen Holland bekannt geworden sind.

Bereits weiter oben im Hollandrad Test 2016 wurde darauf hingewiesen, dass viele Hollandräder keine Gangschaltung aufweisen. Dies gilt sogar für mehr als die Hälfte der erhältlichen Hollandräder, ob ein Hollandrad gebraucht ist oder neu. Für den Fall, dass sie eine Schaltung haben, handelt es sich meist um eine Nabenschaltung mit 3-GAng System. Eine Nabenschaltung ist ein Getriebe, das sich in einem geschlossenen Gehäuse befindet, der Nabenhülse. Diese Schaltungsbauart wird verwendet, weil sie sich leicht bedienen lässt, wartungsarm ist und eine einfache Montage/Demontage des Hinterrades ermöglicht. Bei Holland Bikes gibt es meistens maximal 3 Gänge. In der Stadt sind allerdings auch mehr Gänge meist nicht nötig. Damit ist das Hollandrad allerdings auch nur bedingt ein Reiserad. Es ist zwar theoretisch möglich auch lange Strecken mit dem Rad zurückzulegen, da besonders das Geradeausfahren eine Stärke des Hollandrads ist. Allerdings werden Geländeveränderungen schnell zum Problem für das Rad. Hier kann es sich im Fahrverhalten träge geben. Auch richtiges Schnellfahren ist nicht zu empfehlen, was schon am massiven Eigengewicht des Rads liegt.

3.4. Beleuchtung

Die Beleuchtung beim Hollandrad entspricht der StVZO. Das bedeutet es gibt einen Scheinwerfer und eine Schlussleuchte. Diese durften früher nur mit Dynamo betrieben werden. Das war für die Hollandräder lange ein Problem, denn deren Lichter werden oft mit Batterie oder Akku betrieben. Seit 2013 sind solche batteriebetriebenen Lichter allerdings auch in Deutschland erlaubt.

4. Pflege und Reinigungstipps

Auch pinkfarbene Räder sind beliebt.

Auch pinkfarbene Räder sind beliebt.

Obwohl das Hollandrad sehr wartungsarm ist, muss es doch regelmäßig gepflegt werden. Dies gilt besonders nach dem Winter. Dann sollten sie das Rad von Schmutz befreien und gründlich reinigen. Dafür bitte keinen Hochdruckreiniger einsetzen. Einmal im Jahr sollte Sie das Hollandrad professionell warten lassen. In der Zwischenzeit können Sie Ihr Rad folgendermaßen behandeln:

  • Hin und wieder sollte die Kette gespannt und geölt werden. Da das Bike einen Vollkettenschutz hat, muss dies jedoch nicht oft getan werden.
  • Obwohl das Hollandrad sehr robust ist, ist es doch ratsam, es im Winter im Keller zu lagern und auch bei Regen nicht dauerhaft draußen stehen zu lassen. So vermeiden Sie Rost und abblätternden Lack.
  • Um den Lack zu schützen, können Sie den Rahmen mit Allround-Pflegemittel einreiben. Dieses sollte bestenfalls eine rostlösende Wirkung haben. Möchten Sie das Rad einmal selbstständig auseinander bauen (z.B. um einen neuen Reifen einzusetzen), sorgt folgendes Video für Abhilfe:

5. Das verkehrssichere Fahrrad

Laut ADFC sind folgende Ausrüstungsteile vorgeschrieben, damit ein Rad nach der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) verkehrstauglich ist. Diese Kriterien sollten Sie also, wenn Sie ein Fahrrad kaufen wollen, beachten.

  • Allgemein: Eine helltönende Klingel, zwei voneinander unabhängige Bremsen, zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale, die mit Rückstrahlern ausgestattet sind.
  • Beleuchtung: Ein weißer Frontscheinwerfer und ein rotes Rücklicht. Für gute Sichtbarkeit von der Seite sind Reflektorstreifen oder Speichenreflektoren (jeweils zwei pro Reifen) vorgeschrieben. Auch ein weißer Reflektor vorne, ein roter Großrückstrahler sowie ein kleinerer roter Rückstrahler hinten am Rad müssen sein.
  • Zusätzlich: Nicht vorgeschrieben, aber durchaus sinnvoll sind hochwertige Schlösser, eine Standlichtanlage, Kettenschutz, ein stabiler Gepäckträger und Schutzbleche für die Laufräder.

6. Beliebte Hersteller

Ein Fahrrad in Amsterdam.

Ein Fahrrad in Amsterdam.

Es gibt viele verschiedene Hersteller für das Hollandrad. Der größte niederländische Produzent heißt Gazelle. Gazelle hat viele verschiedene Modelle im Angebot, die alle die typische Nostalgie symbolisieren, die mit einem Hollandrad verbunden ist. Auch sehr traditionsreich ist Batavus, ebenfalls eine niederländische Firma. Hollandräder von Batavus und Gazelle gehören oft der etwas höheren Preisklasse (in den Hunderter Bereichen) an. Darüber gibt es auch viele Hersteller, die die Bikes neben anderen Fahrradtypen produzieren. Hierzu gehören Kalkhoff, Gudereit, MIFA, Vogue, Hoop, KS Cycling, Plezier oder Bermuda. Besonders Kalkhoff und Pegasus sind in Deutschland beliebt. Sie produzieren Bikes zu erschwinglichen Preisen und mit den typischen Ausstattungsmerkmalen wie Verkleidung, den Hollandrad Kettenschutz und anderes Zubehör. Ersatzteile gibt es en masse von Shimano. Der japanische Hersteller produziert alles rund ums Fahrradzubehör. So verarbeiten viele Fahrradmarken Shimano Teile. Geht ein solches Teil kaputt, können Sie es also ggf. auch direkt bei Shimano bestellen. Das erfordert natürlich die Fähigkeit zur Selbstmontage. Diese Einzelteile sind meist für das Damen Hollandrad und für das Herrenmodell. Auch für Modelle für Kinder, sorgt Shimano für Nachschub.

7. Hollandräder bei der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat noch keinen speziellen Hollandrad Vergleich durchgeführt. Allerdings gibt das Unternehmen viele Tipps und Tricks rund ums Fahrradfahren. Außerdem hat die Stiftung Warentest für diejenigen, die sich ihr Fahrrad selbst zusammenbauen möchten, in der Ausgabe 08/2013 die besten Fahrradsättel getestet.

8. Fragen und Antworten rund um das Thema Hollandrad

8.1. Wie viel kostet ein Hollandrad?

In gute Fahrräder muss man immer über 100 Euro investieren. Das gilt auch für das Hollandrad, ein wirklich günstiges Hollandrad gibt es nicht. Im Gegensatz zu BMX Rad oder Mountainbike, leiden aber Holland Fahrräder kaum unter Verschleiß und haben eine große Wertbeständigkeit. Ein gut erhaltenes Hollandrad kann man auch nach 10 Jahren noch gewinnbringend weiterverkaufen. Möchte man ein Hollandrad kaufen, sollte man ab 200 Euro aufwärts kalkulieren. Ein günstigerer Preis darf ruhig misstrauisch machen. Hier sind möglicherweise Abstriche bei den Materialien gemacht worden und das Zubehör ist nicht hochwertig. Ob für Damen oder Herren macht preislich meist keinen Unterschied.

8.2. Welches Hollandrad ist das beste?

Das Hollandrad hat selten eine Gangschaltung.

Das Hollandrad hat selten eine Gangschaltung.

Will man ein Fahrrad kaufen, das sich gut für die City eignet und wenig gewartet werden muss, liegt man mit dem Hollandrad nie daneben. Das Hollandrad ist sehr bequem und extrem wartungsarm. Es gibt viele Hersteller und noch mehr gute Modelle. Eine vertrauensvolle Adresse sind immer die niederländischen Hersteller Gazelle und Batavus, immerhin beherrschen diese die niederländische Bauart von Hause aus. Gazelle ist übrigens auch der Marktführer und hat eine große Anzahl an Bikes auf dem Markt. Ebenfalls beliebt sind Kalkhoff, Gudereit und Pegasus. Kalkhoff stellt auch viele andere Fahrräder wie das Kinderfahrrad oder das BMX Rad her. Wir können Ihnen also auf jeden Fall ein Modell von einer dieser Marken empfehlen. Allerdings legen wir Ihnen aus unserem Hollandrad Test auch unser bestes Hollandrad ans Herz, ein echter Allrounder für Groß und Klein. Generell eignet sich das Hollandrad übrigens auch gut als Kinderfahrrad. Hier ist natürlich eine besonders geringe Rahmenhöhe nötig. Das normale Hollandrad Damen hat eine Rahmenhöhe zwischen 53 – 54 cm.

8.3. Wie schwer ist ein Hollandrad?

Das Hollandrad ist nicht nur von der Erscheinung her ein richtiges Retro-Fahrrad. Es hat auch sehr viel Gewicht. Ein Hollandrad Damen kann geringfügig schwerer sein als eines für Herren, denn es ist eventuell mit mehr Zubehör ausgestattet. Grundsätzlich sind diese Fahrräder aber ohnehin schwer. Dies gilt auch als ihr großer Nachteil. Ein Hollandrad die Treppen heruntertragen ist keine spaßige Angelegenheit, denn die Räder wiegen meist um die 17 kg. Das liegt am Stahlrahmen, der ein massives Eigengewicht aufweist. Zusätzliche Fahrradteile wie Korb oder Fahrradanhänger wiegen natürlich noch ihr Übriges.

8.4. Wie viele Gänge hat ein Hollandrad?

Das Hollandrad stammt aus den Niederlanden. Diese sind für ihre flachen Lande bekannt, Berge gibt es nicht und Hügel kaum. Somit ist auch die Gangschaltung in den Niederlanden zwar nicht überflüssig, jedoch meist nicht nötig. Viele Fahrräder haben deshalb überhaupt keine Gangschaltung. Falls eine vorliegt, handelt es sich meist um eine Nabenschaltung. Die Nabenschaltung befindet sich wie auch andere Fahrradteile in einem geschlossenen Gehäuse. Diese Schaltungsbauart entspricht damit der grundsätzlichen Tendenz des Hollandrads, dass viele Fahrradteile verschlossen montiert sind. So werden sie geschont und müssen weniger häufig gewartet werden. Meist liegen beim Hollandrad 3-Gang-Naben vor. Ein höherer Gang ist eher unüblich beim Hollandrad.

Kommentare (4)
  1. Hannah Rolf sagt:

    Hey ich würde gern wissen wieso eigentlich immer Stahl verarbeitet wird und kein Aluminium… ?

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt:

      Hallo Frau Rolf,

      vielen Dank für Ihren Kommentar zum Hollandrad Vergleich. Dass kaum Aluminium verwendet wird, liegt daran, dass Stahl dämpfende Eigenschaften hat und dadurch Unebenheiten gut auffängt. Deshalb braucht das Hollandrad auch keine Federung.
      Wir hoffen, das beantwortet Ihre Frage.

      Viele Grüße

      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
  2. diana sagt:

    Hallo
    D.h. ein Hollandrad mit Stahlrahmen ist einem Aluminium Rahmen zu bevorzugen? Verstehe ich das richtig?

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt:

      Hallo Diana,

      vielen Dank für Ihre Frage zu unserem Hollandrad Test.

      Pauschalisieren lässt sich Ihre Beobachtung nicht hundertprozentig, da die Qualität eines Rahmens nicht nur von seinem Material bestimmt wird, sondern auch davon, wie das entsprechende Material verarbeitet wird.

      So kann Aluminium z.B. bei spezieller Fertigung eine höhere Festigkeit und Elastizität erreichen, als es normalerweise bei Aluminium der Fall ist. Bei solch spezieller Fertigung wird dann auch das Gewicht niedrig gehalten. Wenn Ihnen also daran gelegen ist, dass Ihr Rad ein geringes Gewicht aufweist, wäre dies eine Alternative für Sie. Der Preis liegt dann meist etwas höher als bei den meisten Hollandrädern mit Alu-Rahmen. Diese befinden sich zudem aufgrund der Masse an Material in puncto Gewicht im selben Rahmen wie Räder mit Stahlrahmen – und eventuelle Stauchungen beim Fahren werden mit Alu-Rahmen nicht gedämpft.

      Stahl hingegen ist ein festes und gleichzeitig flexibles Material, was ihn als sehr stabil auszeichnet. Hinzu kommen seine dämpfenden Eigenschaften, die auf städtischen Strecken nützlich sein können – z.B., wenn die Übergänge zwischen Bordstein und Straße nicht angemessen gestaltet wurden.
      Generell kann man Ihrer Vermutung also durchaus zustimmen – mit Stahl treffen Sie ein gute Wahl.

      Viel Spaß beim Radeln!

      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
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Mit einem Rennrad lassen sich auf glatten Fahrbahnen hohe Geschwindigkeiten erreichen. Zu diesem Zweck hat man das einfache Fahrrad leichter, …

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Radsport Rennradhelm Test

Ein Rennradhelm ist leichter, windschnittiger und atmungsaktiver als gewöhnliche Fahrradhelme oder Mountainbike-Helme. Damit sind diese Helme ideal…

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Radsport Sattelstütze Test

Eine Sattelstütze sorgt für Stabilität beim Fahrradfahren. Sie federt Unebenheiten des Untergrunds, auf dem Sie fahren, ab und beruhigt so das …

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Radsport Singlespeed Bike Test

Singlespeed Bikes sind ein leichter und schneller Fahrradtyp, der ohne Gangschaltung auskommt. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet er sich …

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Radsport Trekkingrad Test

Ein Trekkingrad, oder Tourenrad wie es auch genannt wird,  ist besonders für leichtes Gelände, wie Schotter oder Waldwege, sowie für längere …

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Radsport Trinkflasche Test

Trinkflaschen ermöglichen den einfachen Transport eigener Getränke in stilsicherer Form und sind dabei sehr lange verwendbar…

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