Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Dirtbike, bzw. Dirt Bike, ist eine Unterkategorie von Geländefahrrädern. Beachten Sie, dass ein Dirt Bike ein MTB, doch ein Mountainbike nicht zwangsläufig ein Dirtbike ist. Der Unterschied ist schnell erklärt. Im Gegensatz zu Mountainbikes, die für längere Fahrten in unwegsamen Gelände ausgerichtet sind, ist ein Dirtbike-Fahrrad für Sprünge, Stunts und Tricks im Offroad-Gelände gedacht. Statt für lange Fahrten ist ein Dirtbike also für kurze Beschleunigungen auf Crosspisten und vor allem für Tricksprünge konzipiert. Dieser Funktionsanspruch zeigt sich besonders im Dirtbike-Rahmen, dessen Oberrohr nach hinten hin geradlinig abfällt. Auch der Sattel ist deutlich niedriger, was dem Fahrer mehr Bewegungsspielraum für Tricks bietet.

1. Welche Ausstattungsmerkmale sollte ein Dirtbike aufweisen?

Im Dirtbike-Vergleich zeigt sich, dass die gängige Größe für Dirtbikes 26 Zoll beträgt. Die Zoll-Angabe bezieht sich hierbei auf die Radgröße.
Fahrräder mit 26-Zoll-Rädern sind üblicherweise für Personen mit einer Körpergröße zwischen 145 und 175 cm ausgelegt. Im Umkehrschluss heißt dies, dass sich Dirtbikes allein von den Maßen her auch als Jugendfahrräder eignen.

In der Tat bieten viele Hersteller 26-Zoll-Dirtbikes als Kinder- oder Jugendrad an. Allerdings ist dies nur die halbe Wahrheit, denn „echte“ Dirtbikes verfügen normalerweise nicht über eine Gangschaltung und bieten auch sonst nur mäßigen Komfort zum Radfahren.

Dirtbikes sind auf Sprünge ausgelegt. Als Trickfahrräder weisen sie nur die nötigsten Fahrradelemente auf, die es zum Ausüben dieser Sportart benötigt.

In Dirtbike-Tests im Internet waren professionelle Dirtbikes daher lediglich mit einer Single-Speed-Kurbel ausgestattet. Als Kinderfahrrad eignet sich ein Profi-Dirtbike daher nicht.

Auffällig ist zudem, dass Dirtbikes auf sämtliche für den Straßenverkehr relevante Ausstattungsmerkmale verzichten. Dazu zählen Reflektoren, Scheinwerfer, Schutzbleche und gelegentlich sogar eine zweite Bremse.

2. Aus welchem Material sollte der Dirtbike-Rahmen gefertigt sein?

Die Wahl des Rahmens hängt stark davon ab, wie professionell Sie den Dirtbike-Sport betreiben wollen. Bei der Rahmenwahl spielt das Gewicht und die Stabilität eine entscheidende Rolle.

Kinder- und Jugendfahrräder sowie günstige Dirtbikes sind aus einfachem Stahl gefertigt. Lassen Sie sich dabei auch nicht von Werbebegriffen wie HiTen in die Irre führen. Was nach Hightech klingt, beschreibt letztlich nur günstigen Stahl.

Einfacher Stahl ist schwer und kann brechen. Wählen Sie besser einen Rahmen aus dem sogenannten CrMo oder auch CroMoly-Stahl aus der Vergleichstabelle, wenn Sie einen möglichst leichten und doch extrem stabilen Rahmen wünschen.

CrMo – gelegentlich auch 4130 CrMo – steht für eine Legierung von Stahl mit Chrom und Molybdän. Dieser zeichnet sich durch eine besondere Härte und hohe Zugfestigkeit aus. Da heißt, bei sportlicher Beanspruchung ist das Risiko geringer, dass dieser bricht.

Trägt der CrMo-Rahmen den zusätzlichen Hinweis „butted“, so ist der Rahmen an besonders beanspruchten Stellen noch einmal zusätzlich verstärkt. Die besten Dirtbikes werden mit solchen Rahmen ausgestattet.

Eine Alternative, welche besondere Leichtigkeit verspricht, sind Aluminiumrahmen. Besonders im Profibereich wird zur Gewichtseinsparung auf einen Alu-Rahmen gesetzt. Der Nachteil ist, dass Alu schnell abknicken oder reißen kann.

dirtbike-test