3.1. Wandregale halten nicht sehr viel Last aus

Glasflächen sind zwar stabil, sollten aber bei sehr schweren Geräten mindestens eine Dicke von 8 mm haben.
Viele Hi-Fi-Geräte wiegen mehrere Kilogramm. Da Hifi-Regale oftmals aus gehärtetem Glas gefertigt sind, besitzen Sie oft eine erstaunlich hohe Traglast.
Jedoch sollten Sie immer die maximale Traglast des Herstellers überprüfen, bevor Sie das Rack benutzen.
So kann eine Endstufe schnell zehn oder mehr Kilogramm wiegen, würden Sie diese auf das Multimedia TV-Rack des Herstellers NEG stellen, müssten Sie damit rechnen, dass es der Belastung nicht standhält.
Generell sollten Sie beachten, dass Hifi-Racks für die Wandmontage wie des Herstellers VCM nur ein geringes Gewicht aushalten.
Freistehende Phono-Racks dagegen halten oftmals mehr als 15 kg pro Ebene aus, wobei die oberste Ebene nicht selten 30 oder mehr Kilogramm trägt.
Tipp: Leichte Geräte können Sie auch auf 4 mm dicke Glasböden stellen, für schwere sollte der Boden mindestens 8 mm dick sei.
3.2. Planen Sie vor dem Kauf bereits Größe und Anzahl der Ebenen
Wenn Sie mehrere Hifi-Geräte besitzen, sollten Sie sich vorher überlegen, ob Sie diese gruppieren möchten oder ob Sie nicht lieber mehrere Phonomöbel benutzen. Denn pro Ebene sollten Sie nur ein Gerät unterbringen, da diese sonst überhitzen oder Vibrationen erzeugen können. Pro Etage kann zum Beispiel eine Fläche von 515 x 480 mm (B x T) zur Verfügung stehen.
Viele Audioracks bieten zwischen drei und sechs Ebenen, teilweise in unterschiedlicher Höhe. Auch die Breite und Tiefe (B x T) des Hifiracks sollten Sie beachten, leider passen laut Testberichten zu Hifi-Racks im Internet nicht alle Audio-Geräten von der Tiefe her in jedes Hifi-Regal.
Tipp: Möchten Sie flexibel bei der Reihenfolge der Geräte sein, nehmen Sie am besten ein Hifi-Rack mit verstellbaren Böden.
3.3. Die meisten Hifi-Racks lassen sich einfach aufbauen

Gerade schlecht entgratete Kanten können schnell zu Verletzungen führen.
Zwar wiegen viele Phono-Möbel oftmals zwischen 15 und 25 kg, jedoch lassen sie sich meist einfach aufbauen.
Bedingt durch das hohe Gewicht, raten wir von Vergleich.org jedoch dazu, dass Sie sich von einer zweiten Person helfen lassen.
Laut Testberichten zu Hifi-Racks im Internet sind jedoch einige wenige Hifi-Racks nicht gut verarbeitet.
Dies macht sich an fehlenden Bohrungen, nicht entgrateten Kanten oder unpassenden Einzelteilen bemerkbar. Sollten Sie beim Aufbau solche Materialmängel bemerken, sollten Sie überlegen, ob Sie das Audiorack nicht lieber reklamieren wollen.
Egal, ob Besitzer eines günstiges Hifi-Rack oder eines High-End Hifi-Racks sind, wenn sich Ihr Plattenspieler-Regal aufgrund von Produktionsfehlern sich nicht korrekt zusammenbauen lässt, besteht die Gefahr, dass es zusammenbricht.
Fazit: Oftmals sind HiFi-High-End-Geräte mehrere Tausend Euro wert, überlegen Sie sich daher gut, ob Sie Ihre Musikanlagen auf wacklige Regale stellen wollen.
3.4. Eine Garantie ist empfehlenswert

Wenn sich schnell Kratzer im Lack bemerkbar machen, können Sie versuchen, über die Herstellergarantie Ersatz zu bekommen.
Unabhängig davon, ob Sie sich für ein Hifi-Regal aus Holz oder Glas entschieden haben, selten aber manchmal machen sich Mängel erst nach einiger Zeit bemerkbar.
Gegen diese Mängel hilft eine Garantie. Diese stellt eine freiwillige Leistung des Herstellers dar, die er zusätzlich zu der gesetzlich geregelten Gewährleistung gibt.
Diese Garantie unterscheidet sich dabei im Leistungsumfang je nach Hersteller und teilweise sogar bei einzelnen Marken.
Leider findet sich auch bei höherpreisigen Phono-Racks nicht immer eine Garantie.
Tipp: Mit einer Garantie haben Sie bei Defekten oftmals die Chance auf ein Ersatzgerät oder eine Reparatur.
3.5. Vibrationsfrei durch gummierte und gefüllte Standfüße
Spikes für Hifi-Racks
Für eine gute Dämpfung spielen beim Hifi-Rack die Details eine wichtige Rolle. Spikes sind kleine Metallteile, sie bündeln die Vibrationen in Kombination mit Druck (Gewicht) auf einen sehr kleinen Punkt, was das Hifi-Rack vom Boden entkoppelt. Unter den Spikes sollten Sie Metallscheiben anbringen, sonst kann Ihr Boden beschädigt werden.
Egal, ob Sie ein Hifi-Rack aus Glas oder Holz (z.B. aus einem Highend-Hifi-Shop) gekauft haben, wenn Sie einen Holzboden haben, werden Sie verstärkt mit Vibrationen und Rückkopplungen zu kämpfen haben.
Dagegen empfehlen wir von Vergleich.org, entweder ein Hifi-Rack mit gummierten Füßen oder Spikes zu verwenden oder das Hifi-Rack zusätzlich mit einem Teppich oder Stoffunterlegern zu dämpfen.
Wenn Sie einen Teppich unter Ihr Hifi-Regal legen möchten, sollten Sie allerdings das Gewicht bedenken, mit der Zeit werden sich Abdrücke der Standfüße auf dem Teppich bilden.
Bei einigen wenigen High-End Hifi-Racks des Herstellers Empire können Sie zum zusätzlichen Schutz vor Feedback und Vibrationen die Standfüße mit Sand füllen. Dies sorgt für ein höheres Gewicht des Hifi-High-End-Möbels und verbessert gleichzeitig die Standfestigkeit.
Da die Standfestigkeit ein wichtiger Aspekt ist, gibt es nur wenige Hifi-Racks mit Rollen, denn diese verringern die Stabilität und übertragen Vibrationen – beispielsweise der Lautsprecher. Außerdem können Sie TV-Möbel mit Gerätebasen kombinieren, um die Vibrationen zusätzlich abzudämpfen.
3.6. Hifi-Racks sind fast immer offen

Auch Ihre Geräte wie Wandler, Netzwerkplayer und Streamer leiden im Sommer unter den Temperaturen, sorgen Sie daher für eine ausreichende Belüftung.
Geschlossene Hifi-Racks gibt es kaum, da beispielsweise eine Endstufe durchaus einiges an Hitze produzieren kann und diese bei einem geschlossenen Hifi-Rack nicht entweichen kann.
Dabei macht es keinen Unterschied, ob das Hifi-Rack mit Glastür oder Holztür schließt.
Wenn Sie Probleme mit heißen Geräten durch die Absorption von Sonneneinstrahlung haben, überlegen Sie sich, ob nicht ein graues oder weißes Hifi-Rack besser für Sie geeignet ist.
Oftmals sind Hifi-Racks für Plattenspieler in Schwarz gehalten, haben Sie große Fenster ohne Vorhänge, kann durch die schwarze Farbe die Hitzeproblematik zusätzlich verstärkt werden. Dagegen wird bei einem grauen oder weißen Hifi-Rack wie von Maja Möbel wesentlich weniger Sonnenlicht absorbiert.
Fazit: Das beste Hifi-Rack ist stabil, hat eine hohe Traglast, dämpft Vibrationen, ist hochwertig verarbeitet, hat eine lange Garantie und verfügt über ein Kabelmanagement. Damit Sie die Geräte flexibel umräumen können, lassen sich die Böden verstellen.

Guten Tag,
ich habe bereits ein Rack, aber so richtig zufrieden bin ich mit der Akustik noch nicht.
Jetzt habe ich überlegt eine Matte oder eine Steinplatte unter das Rack zu legen, was würden Sie mir eher empfehlen?
O.R.
Sehr geehrter O.R.,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem HKW-Vergleich.
Sie können beides verwenden. Allgemein werden Sie mit einer massiven Steinplatte vermutlich bessere Ergebnisse erzielen. Allerdings hängt dies auch von der Art des Bodens und der Quelle der Vibrationen ab.
Haben Sie einen Holzboden, kann es mit einer Steinplatte passieren, dass diese einfach mitschwingt. Daher sollten Sie die Steinplatte auf einen Teppich oder Spikes stellen.
Eine andere Variante wäre ein Sandbett. Denn Sand hat sehr gute schalldämpfende Eigenschaften und wird schon seit langem für die Schalldämmung beispielsweise bei alten Holzböden benutzt.
Bei Antivibrationsmatten müssen Sie aufpassen, dass diese auch dick genug ist und eine entsprechende Festigkeit aufweist. Denn wenn Ihr Hifi-Rack insgesamt 50 kg oder mehr wiegt, kann einen 5 mm dicke Schutzmatte nicht viel ausrichten. Daher raten wir eher zu einer entkoppelten Steinplatte, diese ist auch ein optisches Highlight.
Viel Spaß beim Musikgenuss!
Ihr Vergleich.org-Team