Handhobel unterteilen sich in viele weitere Kategorien. Wir können in dieser Kaufberatung zwar nicht jede einzelne auflisten, Ihnen aber zumindest die wichtigsten kurz erläutern.
In den Tabellen-Boxen finden Sie jeweils eine Abbildung sowie Zusammenfassung. Darunter haben wir noch einige weitere Informationen zur Verfügung gestellt.
Schlichthobel (Einhand)
| Typ | Abbildung |
| Schlichthobel |  |
| Bedienung: Einhand |
| Ein kleiner, handlicher und preiswerter Hobel für Engstellen und kleine Werkstücke. |
Der Einhandhobel ist sicherlich der am weitesten verbreitete Hobel.

Ein kleiner Handhobel mit Holzfuß.
Im Bild: ECE-Einhandhobel.
Er wiegt weniger als ein Kilogramm und ist auch ausgesprochen kurz: Die Sohle misst nur ungefähr 15 Zentimeter. Daher wird er mitunter auch Taschenhobel genannt. Außerdem haben Sie die andere Hand frei.
Diese Eigenschaften machen ihn zu einem sehr universell einsetzbaren Gerät. Es gibt fast keine Engstelle, an die er nicht herankommt. Zudem ist die Handhabung sehr einfach. So hat sich der Einhandhobel eine Stellung als perfekte Ergänzung im Handhobel-Set erarbeitet.
Allerdings fehlt ihm aufgrund seiner schlichten Bauweise die Fähigkeit, abgehobelte Späne zu trennen.

Den Einhandhobel gibt es auch mit Metallfuß.
Im Bild: Kunz-Einhandhobel.
Schlichthobel (Zweihand)
| Typ | Abbildung |
| Schlichthobel |  |
| Bedienung: Zweihand |
| Ein mittelgroßer Hobel für Vorarbeiten am Werkstück, der keine Späne brechen kann. |
Anders als sein kleiner Bruder der Einhandhobel besitzt der klassische Schlichthobel am vorderen Ende einen Knauf, damit Sie ihn mit beiden Händen führen können.

Der vordere Knauf des Hobels besteht oft aus Kirschholz.
Im Bild: Handhobel von Stanley.
Der Schlichthobel ist eher für das Grobe gedacht. Er hat einen starken Abtrag, was durch eine Schlittenlänge von etwa 25 cm begünstigt wird. Ihn lassen Sie zuerst auf ein Werkstück los, um ordentlich etwas abzutragen.
Genau wie der Einhand-Schlichthobel hat das Zweihand-Modell keinen Spanbrecher. Es ist also möglich, dass unbeabsichtigt Fasern angehoben werden und die Oberfläche nicht glatt ist. Das macht aber nichts, da der Schlichthobel ohnehin nur einen Zwischenschritt darstellt, bevor feinere Arbeiten am Werkstück vorgenommen werden.
Doppelhobel
| Typ | Abbildung |
| Doppelhobel |  |
| Bedienung: Zweihand |
| Spanbrechender Hobel für genaueres Arbeiten. |
Anders als Schlichthobel besitzen Doppelhobel einen sogenannten Spanbrecher.

Die Sohle besteht oft aus einem anderen Holz (zumeist Weißbuche oder Pockholz), da sie besonders stark beansprucht wird.
Im Bild: ECE-Doppelhobel mit farblich unterscheidbarer Weißbuchensohle.
Dieser bricht den von der Klinge abgehobelten Span sofort ab. So ensteht vor dem Handhobel kein Riss im Holz, der das Abtragen einer weiteren (und immer neuen) Schicht erforderlich machen würde. Der Doppelhobel bearbeitet immer nur exakt den Bereich, der unter ihm liegt.
Die Länge der Sohle liegt meist bei durchschnittlichen 25 cm und die Klinge ist etwa 5 cm breit.
Beim Doppelhobel sind auch Modelle aus Holz sehr populär.
Putzhobel
| Typ | Abbildung |
| Putzhobel |  |
| Bedienung: Zweihand |
| Besonders fein einstellbarer Handhobel zum Abtragen besonders dünner Schichten vom fast fertigen Werkstück. |

Am sogenannten Frosch befinden sich die Schrauben zur Feinjustierung.
Im Bild: Stanley-Hobel.
Putzhobel zeichnen sich durch eine steil stehende Klinge aus.
Mittels kleiner Schrauben lässt sich das Eisen sehr fein anpassen und per Hebel lateral justieren.
Mit dem Putzhobel verpassen Sie einem Werkstück den letzten Schliff. Der Abtrag ist sehr genau und sehr sauber. Das macht die Arbeit mit dem Gerät auch sehr anspruchsvoll.
Wenn Sie diesen Handhobel kaufen, sollten Sie sich damit erst einmal vertraut machen. Lernen Sie den Hobel kennen, schärfen Sie am besten auch gleich die Klingen. Nach einem ausführlichen Handhobel-Test haben Sie das Werkzeug viel besser im Griff.

Wir erfahren, dass dieser Bosch-Handhobel „PHO 2000“ eine Schnitttiefe von bis zu 2 mm erreicht.
Sonstige Hobel-Typen
Die Liste der Hobel ist damit noch lange nicht zu Ende.
Es gibt schier unendlich viele Spezialhobel, die nur für ganz bestimmte Arbeiten benötigt werden. Für Heimwerker sind sie erst zu einem späteren Zeitpunkt interessant – wenn überhaupt.

Ein Schiffhobel. Er ist für das Hobeln von Rundungen geeignet.
Im Bild: Ulmia-Hobel.
Nichtsdestotrotz möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über weitere Hobel-Typen geben, damit Sie diese zumindest wiedererkennen können.
Ein beliebter Typ ist beispielsweise der Bankhobel. Er ist etwas länger als die oben vorgestellten Handhobel (normalerweise um die 35 cm) und kann damit Unebenheiten in der Fläche besser korrigieren.
Er ist damit allerdings noch nicht so lang wie ein Rauhbankhobel, der im Prinzip dieselbe Aufgabe hat, aber oft 45 bis 60 cm lang ist.
Der Falzhobel macht Kanten schön glatt. Dazu hat er einen kleine Führung, die entweder an der linken oder aber an der rechten Seite befestigt werden kann.

Ein Falzhobel. Gut zu erkennen ist der seitliche Anschlag, damit das Werkzeug genau an der Kante bleibt.
Im Bild: Veritas-Hobel.
Auch an besonders kleinen Hobeln gibt es noch einige.

Ein besonders kleiner Handhobel. Dieser Mini-Handhobel ist für den Modellbau.
Beliebt ist etwa der Miniaturhobel, mit dem auch sehr kleine Werkstücke bearbeitet werden können. Für Modellbauer ist er unverzichtbar.
Manche dieser extrem kleinen Hobel greifen Sie nur mit zwei Fingern und führen sie vorsichtig über das Holz.
Auch nicht gerade groß ist der sogenannte Simshobel. Er ist besonders schlank und kommt so auch an schwer zugängliche Stellen. Das Eisen ist nur etwa sechs bis zehn Millimeter breit.
Beidhändig bedienbar, aber ebenfalls ein Winzling ist der Schweifhobel. Er sieht aus wie ein winziger Propeller. Er ist recht universell einsetzbar, spielt seine Stärken aber vor allem bei dünnen Leisten aus.

Der kleine Schweifhobel, auch Schabhobel genannt. Besonders gut für Details an kleinen Werkstücken geeignet.
Und was ist ein Bankhobel?
Lieber Leser,
ein Bankhobel ist ein Zweihandhobel. Er unterscheidet sich vom Blockhobel darin, dass er nur mit einer Hand bedient wird.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Vergleich.org-Team