Bei Gabionen wird das Material des Gabionenkorbs vom Füllmaterial unterschieden.
2.1. Material Gabionen-Korb
Beim Kauf einer Gabione sollten Sie darauf achten, aus welchem Material der Gitterkorb besteht.
Stahl ist das am häufigsten verwendete Material. Es ist vergleichsweise günstig, stabil und langlebig. Achten Sie unbedingt darauf, dass der Stahl feuerverzinkt oder pulverbeschichtet ist. Nur so ist er vor Rost geschützt und hält der Witterung dauerhaft stand.
Cortenstahl ist eine besondere Stahllegierung, die bewusst rostet. Die dabei entstehende Rostschicht schützt das Material vor weiterer Korrosion. Gabionen aus Cortenstahl sind vor allem dann interessant, wenn Sie eine rostige Optik gezielt als Gestaltungselement einsetzen möchten. Sie sind allerdings teurer als verzinkter Stahl.
Aluminium ist deutlich leichter als Stahl und lässt sich daher einfacher transportieren und aufbauen. Es rostet nicht und ist sehr witterungsbeständig. Allerdings ist es etwas weicher und kann bei starker Belastung leichter verformen. Für dekorative Gabionen oder Standorte ohne große Belastung ist es dennoch gut geeignet.
Edelstahl ist die hochwertigste und langlebigste Variante. Er ist absolut rostfrei, sehr stabil und widerstandsfähig. Wenn Sie eine besonders robuste und dauerhafte Lösung suchen, empfehlen Gabionen-Online-Tests Edelstahl. Allerdings sind Gabionen aus Edelstahl auch am teuersten.
Tipp: Der Drahtdurchmesser wirkt sich auf die Stabilität der Gabionen aus. Je dicker der Gabionendraht ist, desto stabiler sind die Gabionen.
Weitere Eigenschaften verschiedener Materialien von Gabionenkörben zeigt die nachstehende Tabelle in unserem Gabionen-Vergleich:
| Material Gabionen-Korb | Eigenschaften |
| Stahl | - erfordert wenig Pflege
- kann an beschädigten Stellen rosten
- sehr stabil und formbeständig
- lässt sich gut bearbeiten und zuschneiden
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| Cortenstahl | - wartungsfrei, Rost bildet natürlichen Schutz
- Rostoptik verändert sich mit der Zeit
- nicht geeignet für empfindliche Untergründe, Rostwasser kann abfärben
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| Aluminium | - sehr leicht und einfach aufstellbar
- pflegeleicht und einfach abwaschbar
- vor allem für leichtes Füllmaterial geeignet
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| Edelstahl | - unempfindlich gegen Schmutz und Feuchtigkeit
- sehr hochwertig, gut für moderne Gärten oder repräsentative Umgebungen
- beständig gegen Salz und Frost, auch für Küstennähe eine gute Wahl
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2.2. Material der Befüllung
Am häufigsten werden Gabionen mit Steinen gefüllt. Steine gelten als klassisches Füllmaterial, weil sie stabil, langlebig und optisch vielseitig einsetzbar sind. Es gibt Steine für Gabionen in unterschiedlichen Größen, Farben und Formen, beispielsweise als grober Bruchstein, rund gewaschene Kiesel oder farbige Ziersteine. Je nach gewünschter Wirkung kann die Gabione damit eher natürlich, modern oder dekorativ wirken.
Die Vor- und Nachteile, wenn Sie Gabionen mit Steinen füllen, lauten unter anderem:
Vorteile- langlebig und witterungsbeständig
- gute Schall- und Windschutzwirkung
- erfordert keine Pflege
Nachteile- hohes Gewicht, nachteilig beim Aufbau
- verhältnismäßig teuer
Neben Steinen können Gabionen auch mit anderen Materialien befüllt werden. Besonders in dekorativen Bereichen kommen alternative Füllstoffe zum Einsatz, die jedoch oft nur eingeschränkt nutzbar sind.
Holz wird vor allem für gestalterische Zwecke verwendet. Beliebt sind laut Gabionen-Online-Tests gespaltene Holzstücke, Holzscheiben oder Resthölzer. Die Optik von Holz ist natürlich und warm und das Gewicht deutlich geringer als bei Steinen.
Holz eignet sich gut für Gabionen im Eingangsbereich, zur Einfassung von Hochbeeten oder als Sichtschutz mit dekorativer Funktion. Allerdings ist Holz empfindlich gegen Feuchtigkeit und kann von Schädlingen befallen werden. Ohne spezielle Imprägnierung ist es langfristige für Gabionen im Außenbereich wenig geeignet. Für tragende Konstruktionen ist Holz zudem oft zu leicht.
Glasbrocken aus recyceltem Industrieglas werden gerne genutzt, wenn eine moderne, lichtdurchlässige Optik gewünscht ist. Glas reflektiert Licht und eignet sich ausschließlich für dekorative Gabionen. Ihr geringes Gewicht macht sie ungeeignet für tragende oder stützende Gabionen. Zudem besteht bei Glasbruch die Gefahr von scharfen Kanten.
Keramikbruch oder alte Ziegel sind gestalterisch interessant für einen rustikalen, mediterranen Look. Ziegel saugen allerdings Wasser auf und sind bei Frost nicht dauerhaft beständig.
Naturmaterialien wie Tannenzapfen, Muscheln, Kokosschalen oder Rindenmulch werden nur saisonal in kleinen Gabionen zur Dekoration genutzt. Diese Materialien sind nicht witterungsstabil und verrotten mit der Zeit und daher vor allem für den Innenbereich eine gute Wahl.

Gabionen lassen sich mit LED ausstatten und bieten dann abends eine stimmungsvolle Beleuchtung.
Kann man eigentlich auch Steine benutzen, deren Steinkörnung kleiner ist, als die empfohlene?
Lg Detlef
Hallo Detlef,
vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Interesse an unserem Gabionen-Vergleich.
Grundsätzlich ist das Befüllen mit kleineren Gabionensteinen möglich, bedenken Sie aber, dass das ein deutlich größerer Arbeitsaufwand ist.
Damit kleine Gabionensteine in der Gabione bleiben, müssen sie sich mit anderen Steinen verkannten. Das bedeutet, dass einige der Steine beim Befüllen durch die Maschen fallen werden. Diese müssen Sie wieder aufsammeln und noch einmal in die Gabione geben.
Der Prozess wird so lange wiederholt, bis alle Steine fest verkantet sind und keiner mehr herausfällt.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team