Das Wichtigste in Kürze
  • Geräteschuppen bieten im Garten zusätzlichen Stauraum und müssen daher mindestens regendicht sein. Einige überstehen sogar Frost und Sturm.
  • Ein Holzgartenhaus sieht in der Regel schicker aus, schimmelt aber schnell, wenn es nicht gewartet wird. Ein Gerätehaus aus Metall oder Kunststoff hingegen bedarf keiner Pflege. Je nachdem was darin gelagert werden soll, eignen sich entweder Geräteschuppen aus Holz oder Metall besser.
  • Wenn Sie einen Geräteschuppen kaufen, wird dieser in Einzelteilen geliefert und Sie müssen ihn selbst zusammenbauen. Ein Gerätehaus aus Metall kann gelegentlich schwieriger in der Montage sein, wenn die Bohrungen nicht passgenau sind. Bei Holz lassen sich die Bauteile einfacher anpassen.

Geräteschuppen test

Mehr als zwei Millionen Deutsche haben 2013 geplant, sich Gartenmöbel anzuschaffen. Der Garten ist eben das Sommerwohnzimmer der Deutschen. Damit die Gartenmöbel im Haus nicht zu viel Platz wegnehmen oder mühselig vom Dachboden geschleppt werden müssen, ist ein Gerätehaus die ideale Möglichkeit, Klappstühle oder Biergartengarnitur direkt im Garten zu verstauen.

In unserem Geräteschuppen Vergleich 2020 geben wir Ihnen nicht nur Tipps, um den besten Geräteschuppen ausfindig machen zu können, sondern wir verraten Ihnen auch, wie Sie ihn aufbauen können.

1. Der Mörder ist immer der Gärtner – Oder wer sonst noch einen Geräteschuppen braucht?

Der Schuppen ist ein Schopf

Das Wort „Schuppen“ stammt aus dem Mitteldeutschen und Niederdeutschen und hieß ursprünglich „Schopf“. Es war ein Schutzdach, das mit Strohbündeln bedeckt war. In Bayern wird gelegentlich das Wort „Schupfen“ benutzt.

Damit der Gärtner nicht die Leichen im Keller verstecken muss, kann er sie wahlweise auch im Gerätehaus unterbringen, wenn dort nicht bereits Rasenmäher, Fahrräder und Gartenmöbel den Platz einnehmen. Ein Gartengerätehaus ist in erster Linie ein Schuppen und nicht zu verwechseln mit einem Geräteschrank oder einem klassischen Gartenhaus.

Schuppen sind kleine Hütten, die ursprünglich nur zum Unterstellen von Geräten oder als Lagerraum genutzt wurden. Privatpersonen nutzen sie hingegen eher für Gartengeräte wie zum Beispiel Spaten oder Schubkarren. Die kleinen Lagerhäuschen sind in der Regel aus möglichst günstigen Materialien hergestellt und haben nur ein Geschoss.

Allerdings sind sie groß genug, um auch Fahrräder oder Rasenmäher aufzunehmen. Der bereits erwähnte Geräteschrank hat lediglich die Größe eines Kleiderschrankes und kann entsprechend nur kleinem Werkzeug Platz bieten.

Außer Geräten, Werkzeug oder Gartenmöbel bietet es sich an, in den kleinen Hütten auch Feuerholz oder Spielzeug zu lagern. Es ist jedoch ratsam nur Gegenstände darin zu lagern, die unempfindlich gegen Temperaturen sind. Die Wände eines Lagerhäuschens sind nicht isoliert, sodass es darin im Sommer äußerst warm und im Winter sehr kalt wird.

Gelegentlich werden Geräteschuppen auch als Gerätehaus oder gar als Gartenhaus bezeichnet. Jedoch ist die Bezeichnung „Gartenhaus“ irreführend, da das klassische Gartenhaus als Wohnraum und nicht als Lagerraum gedacht ist. Außerdem besteht ein Gartenhaus aus Holz. Ein Geräteschuppen wird aus unterschiedlichen Materialen hergestellt:

  • Metall
  • Holz
  • Kunststoff

So ist ein Gartenhäuschen eher ein Pavillon für den Sommer, in dem auch mal Gäste untergebracht werden können. Ein Gartengerätehaus hingegen ist rein funktional, hat meist nicht einmal einen Fußboden und schützt nicht vor Kälte. Aus diesem Grund sind Geräteschuppen günstiger als klassische Gartenhäuser.

Nur für Geräte: Auch wenn einige Geräteschuppen als Holzhaus gemütlich aussehen, sind sie nicht als Wohnraum ausgelegt. In der Nacht schützen sie nicht vor Kälte; einige haben zudem keine richtige Belüftung.

2. Welche Geräteschuppen-Typen gibt es?

In der Form und Größe variieren Geräteschuppen nur wenig. Unterschiede zeigen sich bei ihnen eher in der Wahl des Materials. Es gibt beispielsweise Geräteschuppen aus Metall, Holz oder Kunststoff, die auch alle ein Spitz- oder Flachdach haben, daher ordnet hier das Baumaterial die Schuppen in Kategorien:

Material-Typ Eigenschaften
Holz

Salzburg Blockbohlen Gerätehaus - 1.1

Das Baumaterial Holz für Geräteschuppen gibt dem großen „Gartenschrank“ ein rustikales Aussehen. Allerdings müssen sie regelmäßig lasiert werden, wenn sie nicht schimmeln sollen. Holz lässt sich aber leicht modifizieren, wenn noch ein paar zusätzliche Regale benötigt werden.

Die kleinen Holzhäuschen lassen sich auch in einigen Fällen zu Kinderspielhäusern umfunktionieren.

schöne Optik
anpassbar

x Wartungsaufwand
x verrotten mit der Zeit

Metall

Deuba Gerätehaus 102538 - 1.1

Metall für Geräteschuppen ist eher zweckmäßig. Metallwände sehen nicht so schön wie die des Holzhäuschens aus, sind aber wesentlich platzsparender und halten länger. Außerdem verrottet ein Metall-Gerätehaus nicht so schnell wie eines aus Holz.

lange haltbar
platzsparend

x kaum anpassbar

Kunststoff

Keter Manor 7207 - 1.1

Kunststoff-Schuppen klingen zunächst wenig ansprechend, aber durch künstliche Holzoptik können sie in einigen Fällen fast so schön wie die aus Holz aussehen. Zudem sind sie besonders leicht und lassen sich daher nachträglich verschieben. Ein Gerätehaus aus Holz oder Metall steht nahezu unverrückbar, sobald es aufgebaut ist.

lange haltbar
platzsparend
schöne Optik möglich
sehr leicht

x kaum anpassbar

3. Kaufberatung für Geräteschuppen: Worauf muss man achten?

Geräteschuppen Holz

Mit einer großen Türöffnung passen auch sperrige Gerätschaften in den Schuppen.

In einem Geräteschuppen-Test oder Vergleich ist nicht immer der beste auch der für Sie passende, daher stellen wir Ihnen einige Anwendungsszenarien vor und weisen auf wichtige Aspekte hin. Potenzielle Geräteschuppen-Testsieger sind für besonders viele Einsatzmöglichkeiten geeignet.

3.1. Fahrradschuppen

Wer das Gerätehaus als Fahrradschuppen nutzen will, sollte auf eine möglichst große Tür achten, da sonst die Räder nur umständlich hineinpassen. Dies gilt generell für besonders sperrige Gegenstände, die im Schuppen aufbewahrt werden sollen (z.B. Rasenmäher oder Biergartengarnituren).

Da die Fahrräder auch im Winter darin stehen, ist es von Vorteil, wenn die Hütte besonders wetterfest ist. So werden die Räder bei Sturm nicht gleich mit der Hütte von einem umgestürzten Baum zerquetscht, Frost greift nicht die empfindlichen Reifen an und Regen lässt den Rahmen nicht rosten.

Blitzmerker: Wenn Sie in einer Gegend leben, in der häufig starke Unwetter vorkommen, ist die Montage eines Blitzableiters eventuell nicht übertrieben, besonders wenn Ihr kleines Gartenhaus aus Metall ist.

3.2. Feuerholzlager

Wenn Holz oder andere organische Gegenstände wie zum Beispiel Stoff im Schuppen gelagert werden sollen, ist eine gute Luftzirkulation vonnöten. Ohne Belüftungsöffnungen können Gartenpolster schnell Schimmel ansetzen; und das Feuerholz zieht Feuchtigkeit. Feuchtes Feuerholz raucht im Kamin unangenehm stark.

3.3. Werkzeuglager

Werkzeug findet sich am schnellsten, wenn man genügend Licht hat. Nicht immer will man überall Strom für eine Lampe verlegen, daher sind Gerätehäuschen mit Fenstern praktisch, wenn man mal eben die Axt oder den Hammer sucht.

3.4. Werkstatt

Wer noch einen Schritt weitergehen und nicht nur Werkzeug im Geräteschuppen lagern, sondern auch gleich vor Ort werkeln möchte, wählt am besten eine Hütte aus Holz. In einem Holzschuppen lassen sich leicht Regale und Haken an den Wänden anbringen. Besonders angenehm ist es dann, wenn die kleine Werkstatt auch ein Fenster hat. In einem Gartenhäuschen aus Holz lassen sich leicht nachträglich Fenster einbauen.

4. Auf diese Steine können Sie bauen: Was ist der richtige Ort für das Gerätehaus?

Gerätehaus Metall

Viele Geräteschuppen haben ein Fundamentgerüst für Steinplatten.

Damit das kleine Holzhaus nicht windschief steht, bietet sich eine plane Fläche an. Wenn die gelagerten Gegenstände nicht feucht vom Regen werden sollen, dann ist zudem ein Fundament hilfreich. Als Fundament können Sie einfach den Erdboden planieren oder Platten verlegen.

Die meisten Geräteschuppen haben meist keinen eigenen Fußboden. Viele haben allerdings ein grobes Fundamentgerüst, entweder aus Holz oder Metall. In diese Gerüste passen viele Steinplattensorten aus dem Baumarkt. Wenn die Gegenstände im Schuppen also besonders geschützt werden sollen, dann lohnt es sich auszumessen, welche Platten in das Fundamentgerüst passen.

Steinplatten in dem Gerüst schützen den Schuppen auch vor starken Windböen beziehungsweise halten ihn auf dem Boden. Alternativ können Sie das Gerüst auch auf sich darunter befindende Platten verschrauben.

Vor- und Nachteile beim Steinplattenauslegen im Schuppen:

  • er ist windsicher
  • er wird insgesamt stabiler
  • der Boden ist gleichmäßig flach
  • er lässt sich nicht mehr verschieben
  • Sie verlieren ein wenig Raum
  • zusätzliche Kosten für Platten

5. Wie lässt sich ein Modell aus Geräteschuppen-Tests selbst bauen?

Wer keine passende Größe in einem Geräteschuppen-Test oder Vergleich gefunden hat und gerne selbst Hand anlegt, kann sich den Schuppen auch selbst bauen. Hierfür muss eigentlich nur ein grober Grundriss und die Höhe der Gartenhütte ausgemessen werden. Es bietet sich auch an vorher zu entscheiden, ob es ein Giebel- oder Flachdach haben soll.

Am leichtesten ist es einen Holz-Geräteschuppen selbst zu bauen, da Holz sich sehr leicht verarbeiten lässt. Sie können den Geräteschuppen als Anbau ans Haupthaus oder freistehend planen.

Bauvorschläge mit Plänen finden sich im Internet zuhauf. Vergessen Sie bei allem Eifer jedoch nicht die Ruhezeiten. Die Stiftung Warentest berichtet, von einer EU-Richtlinie, die besagt, dass nur zwischen sieben Uhr morgens und acht Uhr abends im Garten gelärmt werden darf.

Mit dem folgenden Video können Sie sich eventuell selbst motivieren, ein Häuschen zu bauen:

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Gerätehaus

  • 1. Muss ein Geräteschuppen genehmigt werden?

    Grundlegend muss ein Geräteschuppen nicht genehmigt werden, da er nicht zum Bewohnen gedacht ist. Hier besteht auch ein weiterer Unterschied zum klassischen Gartenhaus. Versicherungstechnisch ist ein Geräteschuppen eher ein großer Gartenschrank als ein Gebäude, sofern es nicht eine bestimmte Größe erreicht.

    Damit der Schuppen nicht baurechtlich problematisch wird, sollte er kein Fundament haben beziehungsweise sollte das Fundament eine bestimmte Größe nicht überschreiten.

  • 2. Wie groß darf ein Geräteschuppen ohne Baugenehmigung sein?

    Auch wenn Sie Ihren Geräteschuppen nicht bewohnen, darf er eine bestimmte Größe nicht überschreiten. Diese kann sich zum einen nach dem Bebauungsplan Ihres Grundstückes richten und nach der Größe des Hauptgebäudes. Außerdem sind diese Regelungen in jedem Bundesland anders. In Zweifelsfällen lohnt es sich, die örtliche Baubehörde zurate zu ziehen. Durchschnittlich liegen die Werte ungefähr bei zweieinhalb Metern Höhe und einer Fläche von bis zu zehn Quadratmetern.
  • 3. Wie nah darf ein Geräteschuppen am Nachbargrundstück stehen?

    Wie nah Sie die Hütte an die Grenzen Ihres Grundstückes setzen, ist in der Regel im Bebauungsplan geregelt. Bei Nebengebäuden muss ein bestimmter Abstand zum Nachbargrundstück eingehalten werden, damit Belüftungsstandards eingehalten werden und Ihr Nachbar nicht im Schatten grillen muss. Wie groß diese Abstände sind, sollte im Bebauungsplan stehen. Meist liegen diese Abstände bei ungefähr drei Metern.
  • 4. Was kostet ein Geräteschuppen?

    Wer einen Geräteschuppen günstig kaufen will, findet schon welche um die 100 bis 200 Euro. Die Preise sind in der Regel unabhängig vom Material. Die Unterschiede zeigen sich eher in der Verarbeitung beziehungsweise darin, wie stabil sie konstruiert wurden. Besonders robuste und vielseitige Geräteschuppen können unter Umständen zwischen 300 und 500 Euro kosten.

    Da nicht alle Hersteller oder Marken im Geräteschuppen Vergleich vorkommen, sei hier eine kleine Auswahl genannt:

    • AS-S
    • Clemens Hobby Tec
    • Deuba
    • Gartenpro
    • Joda
    • Keter
    • Pergart
    • Salzburg
    • Serina
    • Tepro
    • Zelsius