Das Wichtigste in Kürze
  • Gartenstühle werden aus witterungsbeständigen Materialien hergestellt. Holz- sowie Kunststoffstühle sind meist komplett aus dem selben Material gefertigt, wohingegen bei Stahl- oder Aluminiummodellen die Sitzfläche und Lehne eine separate Bespannung besitzen können.
  • Je nach Modell können Gartenstühle auch klappbar oder stapelbar sein. Klappvarianten nehmen weniger Stauraum für die Lagerung in Anspruch. Stapelbare Stühle lassen sich jedoch auch platzsparend verstauen, wenn Sie mehrere Exemplare davon anschaffen möchten.
  • Modelle mit verstellbarer Lehne besitzen meist eine Liegefunktion. Hierdurch kann die Lehne in eine fast waagerechte Position abgesenkt werden, wodurch sich der Gartenstuhl auch als Strandliege nutzen lässt.

Gartenstühle Test
Wie eine Statistik aus dem Jahr 2017 belegt, belief sich der Umsatz mit Gartenmöbeln im Jahr 2013 auf 304 Millionen Euro (Quelle: GfK; IW Köln). Wer nun einen Garten, eine Terrasse oder einen Balkon besitzt, der braucht neben einem geeigneten Tisch auch die passende Sitzgelegenheit. Um die unter freiem Himmel verbrachte Zeit möglichst angenehmen zu gestalten, bieten wir Ihnen daher unseren Gartenstühle-Vergleich 2020.

In diesem haben wir für Sie die besten Gartenstühle zusammengestellt, mit denen Sie für die kommende Gartensaison gut gerüstet sind. In unserer Kaufberatung erfahren Sie zudem, welche Vorteile eine hohe Lehne bietet sowie den Grund, weshalb eine zu niedrige Sitzhöhe den Sitzkomfort beeinträchtigen kann.

1. Was gilt es beim Kauf von Gartenstühlen zu beachten?

1.1. Die Abmessungen: Klappbare Stuhlmodelle lassen sich leichter verstauen

Wie sollten Gartenstühle während der Wintersaison gelagert werden?

In der kalten Jahreszeit empfehlen wir die Lagerung an einem trockenen und beheizten Ort wie dem Keller. Nach Möglichkeit sollte dieser auch gut belüftet sein, damit sich kein Schimmel bilden kann.

Möchten Sie für die kommende Saison neue Gartenstühle kaufen, so sollten Sie zunächst auf die Abmessungen achten. Die meisten Stühle messen ca. 50 bis 70 cm in der Länge und Breite sowie je nach Lehnenhöhe bis zu 110 cm in der Höhe. Hierbei gilt: Je größer der Stuhl, desto mehr Platz bietet er.

Aber Achtung: Große Stühle brauchen auch viel Stauraum, wenn sie etwa nach der Grillparty wieder im Geräteschuppen oder Keller verstaut werden sollen. Eine gute Lösung bieten hierbei klappbare oder stapelbare Gartenstühle. Besonders wichtig ist dies etwa dann, wenn Sie sich nicht nur für einen Stuhl, sondern beispielsweise ein 2er, 4er oder sogar 6er Set entscheiden möchten.

Welche Vor-und Nachteile dabei Klappvarianten gegenüber stapelbaren Gartenstühlen bieten, erfahren Sie in folgender Übersicht:

  • brauchen weniger Stauraum zur Lagerung
  • passen bequemer durch enge Keller-, Balkon- oder Terrassentüren
  • in zusammengeklappter Form leichter zu transportieren
  • bei mehreren Stühlen gleichen Typs keine platzsparende Stapelung möglich

1.2. Das Material: Polyrattan und Kunststoff sind besonders wetterfest

gartensessel

Ein Gartenstuhl aus Plastik wird Gartenmöbeln aus Holz oder Polyrattan optisch nie das Wasser reichen können.

Die Wahl des Materials bleibt oftmals eine Frage des persönlichen Geschmacks. Jedoch haben Sie bei Gartenstühlen meist zwei Entscheidungen zu treffen, denn bei Stühlen, die etwa aus Aluminium- oder Stahl bestehen, können Rahmen sowie Bespannung aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein.

Für den Rahmen kommen bei Gartenstühlen neben Alu und Stahl auch Kunststoffe wie Polypropylen und Vollpolymer sowie Holz zum Einsatz. Aluminium sowie Kunststoff bietet insbesondere in puncto Rostresistenz einen Vorteil, wohingegen Stahl sowie Holz zusätzlichen Schutz brauchen.

Stahlmodelle werden daher oftmals pulverbeschichtet oder besitzen eine Kunststoffummantelung. Letztere soll zwar auch vor Rost schützen, kann aber bei Beschädigungen der Kunststoffschicht das genaue Gegenteil bewirken: Wasser dringt ein und der Rahmen rostet im Verborgenen vor sich hin.

Worauf ist bei Gartenstühlen aus Teakholz zu achten?

Für hochwertige Modelle aus Teakholz gibt es Teaköle, mit denen sich der Stuhl effektiv konservieren lässt. Möchten Sie sich für ein solches Modell entscheiden, so sollten Sie laut Ausgabe 06/2002 der Stiftung Warentest auf das FSC-Siegel achten, welches die Herkunft des Holzes aus umweltschonender Forstwirtschaft bestätigt.

Holzstühle sind von Werk aus zwar auch gegen Witterung und UV-Strahlen geschützt, sollten allerdings mindestens einmal pro Jahr versiegelt werden, um auch dauerhaft Regen und Schädlingen wie Termiten trotzen zu können. Hierfür empfehlen wir Ihnen beispielsweise eine Holzlasur oder spezielle Möbelöle.

Sie können aber auch zu Gartenstühlen aus Kunststoff greifen. Polypropylen sowie Vollpolymer bieten dabei gleichermaßen den Vorteil, dass Sie besonders witterungsbeständig sind. Gegenüber Holz bieten Sie jedoch keine ansprechende Naturoptik.

tectake-gartenstuhl

Im Gegensatz zu einem Gartensessel oder einer Gartenbank aus Holz bieten Klappsessel meist eine Bespannung aus wetterfestem Polyester.

Der Sitz und die Lehne können hingegen eine eigene Bespannung haben. Hierbei kommt neben Polyester auch spezielles Outdoor-Gewebe zum Einsatz, welches meist ebenfalls aus Polyester gefertigt ist.

Entscheidend ist dabei, dass diese Materialien ebenso wie Polyrattan besonders wetterfest sind. So können Sie die Stühle auch bei Regen draußen stehen lassen, ohne befürchten zu müssen, dass die Bespannung Schaden nimmt.

Legen Sie besonderen Wert auf ein edles Design, so wird Polyrattan die bessere Lösung für Sie sein. Zwar sind solche Modelle meist teurer in der Anschaffung, dafür bietet das Kunststoffgeflecht ein zugleich modernes wie einladendes Design, da es optisch an die sehr kostspieligen Gartenstühle aus echtem Rattan erinnert. Letztere kosten meist ab 200 Euro aufwärts.

UV-beständig heißt nicht immer dasselbe! Die meisten Gartenstühle werden zwar als UV-beständig deklariert, allerdings kann dies in der Praxis unterschiedlich aussehen. Bleibt der Stuhl lediglich über mehrere Stunden stärkeren Sonnenstrahlen ausgesetzt, so wird seine Bespannung in der Regel nicht ausbleichen. Wird er jedoch länger nicht benutzt, so sollte er sonnengeschützt aufbewahrt werden (z.B. in einem Keller).

Möchten Sie die Zeit im Garten jedoch nicht alleine verbringen, so bieten wir Ihnen auch folgenden Vergleich:

1.3. Der Stand: Schwerer heißt nicht immer stabiler

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Auch ohne Gartenstühle-Test kann man leicht feststellen, dass massive Möbel aus Holz mehr wiegen als filigrane Stapelsessel bzw. Stapelstühle für den Garten.

Wie unser Vergleich zeigt, wiegen die meisten Garten- bzw. Balkonstühle zwischen ca. vier und neun Kilogramm. Aber Achtung: Gartenstühle aus Metallen wie Aluminium müssen gegenüber Modellen mit Stahlrahmen nicht unbedingt leichter sein.

Besitzt der Stuhl einen aufwendigen Klappmechanismus oder etwa eine hohe Lehne, so können sogar Kunststoffgartenstühle ein Gewicht von bis zu sieben Kilogramm erreichen. Leichte Modelle mit einem Gewicht von unter 5 kg lassen sich dabei besonders gut transportieren. Aber Achtung: Stühle, die komplett aus Kunststoff bestehen, können schneller brechen und wackeln meist.

Zugleich kann man festhalten: Schwerere Stühle müssen nicht automatisch stabiler sein als leichtere Ausführungen. Ist der Stuhl fest verschraubt und nicht klappbar, so wird er je nach Verarbeitungsqualität weniger wackelig sein als ein Modell mit Klappmechanismus. Einfluss hierauf hat aber auch die Bespannung. Bestehen bei dem Gartenstuhl sowohl Lehne als auch Sitz aus demselben Material wie der Rahmen, so bilden diese meist eine feste Verbindung. Steht bei Ihnen Stabilität als Kaufkriterium an oberster Stelle, so werden solche Gartenstühle günstig für Sie sein.

Achtung, Bruchgefahr! Bedenken Sie bei der Wahl Ihrer persönlichen Gartenstühle-Testsieger auch ihre maximale Belastbarkeit. Zwar geben diese nicht alle Hersteller an, allerdings zeigen viele Verbrauchermeinungen, dass Gartenstühle meist mit nicht mehr als 120 kg belastet werden sollten. Andernfalls fangen Sie an zu knarzen und können unter Umständen zusammenbrechen.

1.4. Der Komfort: Sitzflächen mit einer Länge unter 40 cm sind für Erwachsene zu kurz

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Suchen Sie nach einem guten und günstigen Klappstuhl für den Garten, so sollte dieser eine verstellbare Lehne haben. Hierdurch lässt er sich meist zu einem Liegestuhl umfunktionieren.

Suchen Sie nach einem möglichst bequemen Gartenstuhl, scheuen aber den Aufwand eines persönlichen Gartenstühle-Tests, so sollten Sie auf einige wichtige Anhaltspunkte beim Kauf achten. Zunächst spielt die Größe der Sitzfläche eine wichtige Rolle. Diese ist oftmals quadratisch und misst etwas mehr als 40 cm in der Breite sowie Länge.

Bedenken Sie aber, dass Gartenstühle mit einer Sitzflächenlänge von unter 40 cm für Erwachsene unter Umständen keine ausreichende Oberschenkelauflage bieten. Dadurch kann sich das Körpergewicht nicht optimal auf der Sitzfläche verteilen und es drohen Schmerzen an Gesäß und Oberschenkeln.

Für Menschen mit ausgeprägten Gesäßbacken sollte die Fläche nach Möglichkeit mindestens 60 x 60 cm betragen, da nur so über einen längeren Zeitraum keine Druckstellen am Gesäß entstehen können.

Achten Sie auch auf die richtige Sitzhöhe! Der optimale Wert liegt bei ca. 45 cm, wodurch man auch bequem an einem Gartentisch mit einer Höhe von etwa 70 cm sitzen kann. Beträgt die Höhe des Gartenstuhlsitzes jedoch weniger als 45 cm, so können insbesondere bei groß gewachsenen Menschen mit über 1,85 m Körperhöhe Schmerzen oder Kribbelgefühle in Beinen und Füßen auftreten. Liegen die Beine dabei leicht angespannt auf der Erde, so kann allerdings ein zusätzlicher Hocker als Beinablage Abhilfe schaffen.

Wichtig für eine bequeme Sitzposition ist aber auch die Ausstattung. Worauf es hier ankommt, erfahren Sie in nachfolgender Übersicht:

Ausstattungsmerkmal Eigenschaften
Hohe Lehne
  • bessere Abstützung der oberen Rückenpartie
  • Reduzierung von Spannungen im Oberkörper
Verstellbare Lehne
  • Neigungswinkel der Lehne individuell anpassbar
Liegefunktion
  • Absenkung der Lehne fast bis zur horizontalen Position
  • Verwendung als Liegestuhl für den Strand oder Relaxsessel für den Garten möglich
Zusätzliches Sitzpolster
  • besserer Sitzkomfort bei Kunststoff-, Holz-, oder Polyrattansitzflächen
  • oft nicht im Lieferumfang enthalten, aber separat kaufbar
  • Gesäßschutz, da Kunststoff, Metall, Holz oder Polyrattan sich bei intensiver Sonneneinstrahlung stark aufheizen können

Suchen Sie nach einer Sitzgelegenheit für den Innenbereich, die Ihnen den bestmöglichen Sitzkomfort bietet, so haben wir für Sie auch Relaxsessel verglichen:

2. Welche Hersteller von Gartenstühlen gibt es?

balkonmoebel

Je nach Hersteller werden Gartenstühle auch als Terrassenmöbel oder Balkonmöbel bezeichnet. Der Verwendungszweck bleibt aber immer gleich.

Gartenstühle erhalten Sie sowohl bei renommierten Marken- als auch No-Name-Herstellern. Zu ersteren zählt beispielsweise Kettler, welcher als Spezialist im Sport- und Freizeitbereich gilt. Dank einer mehr als 50-jährigen Unternehmenstradition bietet dieser qualitativ hochwertige Gartenmöbel, wozu neben Stühlen und Tischen auch eine breite Auswahl an verschiedenen Gartenliegen zählt.

Legen Sie hingegen Wert auf ein attraktives Preisniveau, so kann Nexos als Anbieter die richtige Anlaufstelle für Sie sein. Neben vielen verschiedenen Gartenstühlen hat dieser auch eine umfangreiche Produktpalette in der Kategorie Camping zu bieten, wozu neben Pavillons etwa auch Grills zählen.

Bevorzugen Sie jedoch Gartenstühle aus Holz, so empfehlen wir Ihnen die Marke Divero. Diese bietet besonders im Bereich Garten viele hochwertige Garten- bzw. Balkonmöbel aus Teak- und Akazienholz.

  • Kettler
  • Nexos
  • Torrex
  • Allibert
  • Ultranatura
  • Divero
  • greemotion
  • Deuba
  • TecTake

3. Fragen und Antworten rund um das Thema Gartenstühle

3.1. Wie reinigt man weiße Gartenstühle aus Kunststoff?

liegestuhl

Egal ob kurze Lehne oder Hochlehner – Gartenstühle in weiß sind besonders schmutzanfällig.

Weiße Kunststoffgartenstühle können mit der Zeit leicht vergrauen. Um sie wieder weiß zu bekommen, sollten Sie jedoch keine starken chemischen Reiniger nehmen, da diese den Kunststoff angreifen können.

Empfehlenswert sind hier bewährte Hausmittel wie Zahncreme oder Waschpulver. Zum Abwischen eignen sich beispielsweise materialschonende Mikrofasertücher.

3.2. Wie repariert man Gartenstühle?

Für Modelle aus Holz oder Kunststoff gibt es spezielle Klebstoffe wie Klebespachtel-Reparatursets. Je nach Reparaturumfang können damit schadhafte Stellen ausgebessert werden. Stuhlbeine sollten damit jedoch nicht wieder angeklebt werden, da diese nach dem Festkleben an der Bruchstelle leicht erneut brechen können.

Bei Sesseln bzw. Gartenstühlen aus Polyrattan lassen sich je nach Hersteller die einzelnen Fasern des Kunststoffgeflechts austauschen. Fasern in passender Farbe erhalten Sie beim Hersteller Ihres Gartenstuhls, sofern dieser eine solche Reparaturmöglichkeit vorsieht.

3.3. Noch nicht im Test: Relaxsessel für den Garten bei Stiftung Warentest

Die Stiftung hat bislang keinen Garten-Relaxsessel-Test durchgeführt und noch keinen Relaxsessel für den Garten als Testsieger ermittelt. Ob ein Garten-Klappsessel-Test oder vielleicht ein Alu-Gartenstuhl-Test in Zukunft noch durchgeführt werden wird, lässt die Stiftung Warentest offen.