AA-Akkus sind keine Batterien
Wer von einer Batterie spricht, muss zunächst abklären, was er mit dem Begriff Batterie genau meint. Zum einen kann das Wort Batterie als Oberbegriff verstanden werden, der sowohl aufladbare und nicht aufladbare Speicherzellen unter sich zusammen fasst. Zum anderen sind Batterien selbst nicht wiederaufladbare Speicherzellen.
Auch wenn sich AA-Batterien und AA-Akkus sich also äußerlich ähneln, unterscheiden sich beide Energiespeicher-Typen besonders im Hinblick auf die Umwelt. So können AA-Batterien im Gegensatz zu wiederaufladbaren Batterien AA nur einmal genutzt werden.
Ein Akku des Typs AA (Mignon) ist nämlich wiederaufladbar. In einigen Fällen ist dies sogar bis zu 1.000 Mal möglich. Eine längere Nutzung ist damit möglich und verursacht weniger Müll. Energiespeicher mit der Beschriftung „rechargeable“ sind Akkus und wiederaufladbar.
Wollen Sie auf den Gebrauch von Akkus umsteigen, ist dies kein Problem, da es jeden Batterie-Typ als umweltschonende Alternative auch als Akku gibt. Trotzdem unterscheiden sich die Akkus untereinander besonders in ihrem Einsatzgebiet. Der Grund hierfür liegt in der Selbstentladung, die zwischen den verschiedenen Akkus unterschiedlich hoch ausfällt.
Bevor Sie sich ein Akku-Päckchen kaufen, sollten Sie sich daher überlegen, für welche Geräte und in welchem Zeitraum Sie diese benutzen wollen oder müssen. So raten wir Ihnen beispielsweise von der Nutzung eines Nickel-Metallhydrid-Akkus ab, wenn Sie diese für den Betrieb Ihrer Taschenlampe beim Camping nutzen wollen. Das liegt darum, dass diese Akkus recht temperaturempfindlich sind, sodass es beim Outdoor-Abenteuer passieren kann, dass die Taschenlampe recht schnell an Kraft verliert. Besser geeignet sind hier Lithium-Ionen-Akkus.

Uns gefällt bei diesen Amazon-Basics-AA-Akkus, dass auf viel Verpackung verzichtet wird, wie beispielsweise Hardcases mit zusätzlicher Umverpackung.
Drei der möglichen Akku-Arten stellen wir Ihnen in den nachfolgenden Kapiteln vor und zeigen Ihnen, wie hoch die Selbstentladung bei diesen Typen ausfällt.
3.1. Für Geräte, die öfter geladen werden, wie beispielsweise schnurlose Telefone, eignen sich Nickel-Metallhydrid-Akkus
Nickel-Metallhydrid-Akkus (kurz: NiMh-Akkus) werden bei schnurlosen Telefonen oder elektronischen Werkzeugen benutzt. Statt des umweltschädigenden Cadmiums, wie es in Nickel-Cadmium-Akkus verwendet wird, benutzt dieser Akku-Typ Metallhydrid. Er ist somit sehr viel umweltfreundlicher als die Nickel-Cadmium-Akkus (kurz: NiCd-Akkus).
Die Selbstentladung dieses Akku-Typs ist relativ groß und liegt in einem Monat bei etwa 25 %.
In der Theorie bedeutet dies Folgendes:
Angenommen, Sie haben ein Nickel-Metallhydrid-AA-Akku mit 3.000 mAh und würden diesen einen Monat lang nicht benutzen. So würde bei diesem etwa 750 mAh pro Monat an Kapazität verloren gehen. Auf ein Jahr bedeutet dies einen Verlust von etwa 9.000 mAh.

An dieser Stelle erkennen wir, dass es auch 8er-Packs der Paradies-AA-Akkus mit einem Preisvorteil gegenüber dem 4er-Pack gibt.
Nutzen Sie einen dieser Akku-Typen, sollten Sie sich darauf einstellen, den Akku öfter wieder laden zu müssen als einen Akku mit geringerer Selbstentladung.
Von der Nutzung in Geräten, die über längere Zeit sicher betrieben werden müssen (Bsp. Feuermelder), raten wir Ihnen daher ab.
Die Handhabung der Nickel-Metallhydrid-Akkus fällt im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Akkus wesentlich einfacher aus. So können die NimH-Akkus beispielsweise Tiefenentladung besser verkraften als Li-Ion-Akkus. Hier kann es zwar zu einem Kapazitätsverlust kommen, dafür fangen sie aber kein Feuer.
Die Vor- und Nachteile der Nickel-Metallhydrid-Akkus auf einen Blick:
Vorteile- nutzt anstelle von Cadmium umweltfreundlicheres Metallhydrid
- keine Brandgefahr wie beispielsweise bei Lithium-Ionen-Akkus
- haben keinen Memory-Effekt
Nachteile- Hohe Selbstentladung und muss daher oft geladen werden

3.2. Lithium-Ionen-Akkus eignen sich wegen ihrer geringen Selbstentladung besonders gut für Geräte wie Rauchmelder
Lithium-Ionen-Akkus (auch: Li-Ion-Akkus) gibt es in vielen unterschiedlichen Größen und werden wegen ihrer großen Kapazitätsdichte gerne in portablen Geräten verwendet. Neben dem AA-Akku (Mignon) für Ihre Fernbedienung finden Sie die dünneren Ausgaben dieses Akku-Typs deshalb auch in Ihrem Laptop oder Handy. Ein gutes Beispiel für diese Akkus sind die Amazon Basics AA mit 2.4 mAH. Übrigens sind diese Amazon Basics AA bereits vorgeladen, sodass sie gleich einsatzbereit sind.
Im Gegensatz zu den NiMh-Akkus haben Li-Ionen-Akkus eine sehr geringe Selbstentladung. Diese verlieren nämlich im Monat höchstens vier Prozent Ihrer Kapazität über die Selbstentladung.
Bei einem Lithium-Ionen-AA-Akku mit 3.000 mAh bedeutet dies, dass er im Monat nur etwa 120 mAh verliert. Im Jahr gibt dieser Akku-Typ also lediglich 1.440 mAh ungebraucht ab.

Achten Sie bei AA-Akkus Li-Ion auf eine fachgerechte Entsorgung. Werden die Akkus beschädigt, treten Stoffe aus, welche die Umwelt schädigen.
Einer der Nachteile liegt bei den Lithium-Ionen-Akkus in ihrer Handhabung. So kam es bereits vor, dass ein Kurzschluss entstand, nachdem sich zwei dieser Akku-Arten berührten. Dies führte zu einem Brand. Der Grund hierfür liegt in seiner Energiedichte, die eine große Hitze erzeugt und in den meisten Fällen der Auslöser für Brände ist.
Kaufen Sie sich Akku-Boxen mit AA-Akku-Lithium-Ionen, müssen Sie darauf achten, wie Sie die Akkus zu lagern und zu laden haben. Bei der Lagerung von Lithium-Ionen-Akkus müssen Sie einerseits darauf achten, dass diese vor Stößen oder Beschädigungen geschützt sind. Zum Schutz Ihrer Lithium-Ionen-Akkus vor einem Kurzschluss gibt es spezielle Polschutzkappen.
Zusätzlich sollten Sie darauf achten, die Akkus ordnungsgemäß zu entsorgen. Lithium-Ionen-Akkus enthalten giftige Stoffe, die bei einer Beschädigung als Gas oder Flüssigkeit austreten können. Diese sind giftig und brennbar.
Die Vor- und Nachteile der Lithium-Ionen-Akkus auf einen Blick:
Vorteile- hohe Energiedichte und sind daher besonders gut für portable Geräte (z.B. Laptop, Handy) geeignet
- geringe Selbstentladung, die in einem Monat unter zwei Prozent liegt.
- haben keinen Memory-Effekt
Nachteile- können bei falscher Handhabung Kurzschlüsse verursachen und Feuer fangen
- bei Beschädigung können giftige und brennbare Stoffe aus dem Akku austreten
3.3. Durch ihre sehr flexible Bauform sind Lithium-Polymer-Akkus besonders gut für den Modellbau geeignet

Eine Kombination aus hoher Leistung und sehr guter Flexibilität: Lithium-Polymer-Akkus werden auch in Elektroautos genutzt.
Der Lithium-Polymer-Akku (auch: LiPo-Akku) ist eine Weiterentwicklung und somit eine Unterkategorie des eigentlichen Lithium-Ionen-Akkus.
Im Gegensatz zum Li-Ion-Akku wird bei der Herstellung des LiPo-Akkus eine festere Polymerbasis (keine flüssigen Elektrolyte) genutzt, wodurch der Akku in seinen Formaten weitaus flexibler ist als der Li-Ion-Akku.
Durch seine zusätzliche hohe Leistung und sein geringes Gewicht wird dieser Akku-Typ unter anderem im Bereich des Modellbaus genutzt. Weitere Einsatzbereiche, in denen dieser Typ der beste AA-Akku ist, sind Kameras und Handys.
Eine Selbstentladung liegt bei den Lithium-Polymer-Akkus pro Monat etwa zwischen vier und fünf Prozent. Legt man auch hier einen AA-Akku mit 3.000 mAh Kapazität zugrunde, so liegt die monatliche Selbstentladung in etwa zwischen 120 und 150 mAh.
Dies bedeutet eine jährliche Selbstentladung von 1.440 beziehungsweise 1.800 mAh.
Sein Nachteil steckt in seiner großen Anfälligkeit gegenüber Tiefenentladung und Überladung, durch die der Akku schnell beschädigt werden kann. Achten Sie daher beim Laden Ihres Akkus darauf, das richtige Ladegerät zu benutzen, um eine Überladung zu vermeiden.
Wollen Sie Ihren Akku für längere Zeit lagern, müssen Sie ebenfalls auf die Lagertemperatur achten, da der Akku sehr empfindlich auf Temperaturen reagiert und auch hier der Akku geschädigt werden kann. Um die Akku-Zellen nicht zu beschädigen, sollten Sie daher zu hohe Temperaturen (über 60 °C) und zu niedrige Temperaturen (unter 0 °C) vermeiden.
Die meisten LiPo-Akkus blähen sich auf, wenn sie beschädigt wurden. Ist dies der Fall, oder sind Sie sich sicher, dass Ihr Akku kaputt ist, dürfen Sie ihn nicht wieder aufladen. Entsorgen Sie ihn stattdessen fach- und umweltgerecht.
Die Vor- und Nachteile der Lithium-Polymer-Akkus auf einen Blick:
Vorteile- eine hohe Leistung und ein geringes Gewicht
- sehr flexible Herstellung, wodurch er besonders für den Modellbereich interessant ist
- wenig Selbstentladung
- ohne Memory-Effekt
Nachteile- Akku kann schnell durch Tiefen-, oder Überladung beschädigt werden
- anfällig gegenüber Temperaturen (nicht über 60 °C und nicht unter 0 °C lagern)
- bei kaputten Akkus kann es zum Schwellbrand kommen
Glaubwürdigkeit in Frage gestellt
Nachdem ich begonnen habe den Akku-Vergleich zu lesen und festgestellt habe, daß beim Vergleichssieger „Ansmann“ der Überladungsschutz in der Tabelle negiert ist, in den „Vorteilen“ aber wieder als positiv dargestellt wird frage ich mich, wie weit dieser „Vergleich“ Ernsthaftigkeit ausweist. Schade!
Sehr geehrter Franz-Xaver,
vielen Dank für Ihren kritischen Kommentar zu unserem AA-Akku-Vergleich.
Uns ist ein Fehler unterlaufen, den wir nun entsprechend korrigiert haben. Vielen Dank für den Hinweis.
Viele Grüße
Vergleich.org
Ich stelle die Frage: Trägt die Übersicht über die Vor- und Nachteile zu Lithium-Polymer-Akkus im Absatz 3.3 die richtige Überschrift? Dort ist von Nickel-Metallhydrid-Akkus die Rede – die sind aber unter 3.1 schon abgehandelt worden.
Sehr geehrter Herr Koch,
in der Tat gab es in der Zwischenüberschrift eine Verwechslung. Besten Dank, dass Sie so genau hingeschaut und uns auf den Fehler hingewiesen haben. Wir haben den Text korrigiert.
Freundliche Grüße
Vergleich.org