Das Wichtigste in Kürze
  • Ein kalter Teller entzieht dem fertig gekochten Essen bis zu 40 Prozent seiner Eigenwärme. Ein elektrischer Tellerwärmer verringert den Wärmeverlust und hilft dabei, Ihre Teller auf eine ideale Temperatur vorzuwärmen.
  • Ein elektrischer Tellerwärmer kann bis zu 12 Teller gleichzeitig erwärmen, sodass es Ihnen leichtfällt, die Teller fürs Essen für mehrere Personen aufzuwärmen.
  • In der Gastronomie kommen die Tellerwärmer häufig zum Einsatz, um viele Menüteller vor dem Servieren zeitgleich auf einer warmen Temperatur zu halten.

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Die Deutschen gehen viel und gerne in Restaurants essen, was den vom Statistischen Bundesamt ermittelten hohen Gesamtumsatz im Jahre 2018 erklärt. Rund 45 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen dabei auf die speisengeprägte Gastronomie. Doch die Ansprüche der Gäste sind hoch. Kaum etwas beschert einem Restaurant so eine schlechte Bewertung, als wenn das Essen kalt auf den Tisch kommt. Erfahrene Gastronomen wissen um diese Tatsache – sie verwenden XL-Tellerwärmer, um das Essen wohl temperiert am Tisch zu servieren.

Doch auch für Zuhause lassen sich die kleinen Tellerwärmer, deren Heizelement in einem waschbaren Bezug integriert ist, einsetzen. Sie erleichtern es Ihnen, die Teller für das Weihnachts- oder Ostermenü für mehrere Gäste einfach und stromsparend warmzuhalten. Mithilfe unserer Vergleich.org-Kaufberatung finden Sie den für sich besten Tellerwärmer mit oder ohne Stromanschluss.

1. Funktionsweise: Erzeugt ein Tellerwärmer mithilfe von Strom oder Teelichtern Hitze?

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Mithilfe eines Tellerwärmers ist es möglich, selbst kleine und schnell abkühlende Haute Cusine bis zum Anrichten warm zu halten.

Ein elektrischer XL-Tellerwärmer funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie eine Warmhalteplatte: Mithilfe des integrierten Heizelements erzeugt das Gerät Wärme, die auf den Teller übertragen wird. Solange die Stromzufuhr gewährleistet ist, hält der Tellerwärmer das Essen warm. Wenn Sie den Strom abschalten, kühlt das integrierte Heizelement binnen kurzer Zeit wieder ab.

Wenn Sie sich stattdessen für einen Tellerwärmer mit Kerzen entscheiden, benötigen Sie für dessen Inbetriebnahme keinen Stromanschluss. Brennende Teelichter unter dem Heizelement sorgen dafür, dass die erzeugte Wärme auf dem Heizelement an die Teller und Schüsseln abgegeben wird.

Ein Tellerwärmer kann die Speisen nicht ewig wärmen – insbesondere dann, wenn er keinen integrierten Überhitzungsschutz mitbringt. Es ist ratsam, den auf dem Tisch platzierten Tellerwärmer nach spätestens zwei Stunden abzuschalten. Einen Tellerwärmer ohne Strom sollten Sie fortlaufend beaufsichtigen, damit sich das Gerät nicht überhitzt.

1.1. Tellerwärmer als platz- und stromsparende Alternative zum Backofen

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Schätzungsweise 1.500 bis 2.000 Watt Strom verbraucht ein Backofen, der auf eine Temperatur von 200 Grad eingeschaltet ist. Bis zu 30 Cent pro Kilowattstunde bezahlen Sie also allein dafür, um den Backofen aufzuwärmen und einen Auflauf darin zu backen. Gleichzeitig bietet die Fläche im Ofen nicht ausreichend Platz, um dutzende Teller für das gemeinsame Essen mit Freunden anzuwärmen. Zwar verbraucht eine Mikrowelle mit 600-800 Watt deutlich weniger Strom, doch ist die Aufwärmfläche im Innenraum wesentlich kleiner als in einem Backofen. Es ist zwar möglich, einige Mikrowellenteller und anderes Geschirr übereinanderzustapeln, doch können diese durch die rotierenden Bewegungen der Mikrowellenplatte leicht verrutschen.

Im Gegensatz zu beiden Geräten ist ein Tellerwärmer eine platz- und stromsparende Alternative. Sie sollten allerdings, ebenso wie beim Backofen oder der Mikrowelle, auf die längere Aufwärmzeit achten. Die meisten mobilen Tellerwärmer benötigen zwischen 10 und 20 Minuten, um die darin untergebrachten Teller auf eine angenehm warme Temperatur zu bringen.

Anhand der nachfolgenden Info-Box fassen wir die Vorzüge und Nachteile von Tellerwärmern gegenüber den Aufwärmvorgängen in Mikrowelle und Backofen zusammen:

  • Ofen bleibt für Essen frei, während Teller im mobilen Gerät erwärmt wird
  • einfache, selbsterklärende Bedienung auch für Hobby-Köche
  • durch platzsparende Bauweise kommt ein Tisch-Tellerwärmer in jedem Küchenschrank unter
  • erheblich geringerer Stromverbrauch zum Erwärmen der Teller als im Backofen
  • größere Kapazität für Pizzateller oder Teller mit großem Durchmesser
  • Zeitersparnis beim Catering
  • abnehmbarer Bezug lässt sich einfach reinigen
  • optischer Blickfang beim Kochen
  • manche Geräte bringen keinen Überhitzungsschutz mit, sodass die Teller zu heiß werden

2. Tellerwärmer-Typen im Test: Heizbetrieb mit oder ohne Stromzufuhr?

tellerwärmer-gastronomie

Tellerwärmer lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen: Sie funktionieren elektrisch mit einem Kabelanschluss oder stromlos mit Teelichtern. Die nachfolgende Tabelle von Vergleich.org listet Ihnen übersichtlich die Vor- und Nachteile der beiden Produktarten auf.

Geräte-Typ Eigenschaften und Verwendung
elektrischer Tellerwärmer
tellerwärmer-flacher-teller
Ein elektrischer Tellerwärmer wird mithilfe eines Kabels an eine Stromquelle angeschlossen.

+ gewünschte Temperatur kann reguliert werden

+ schnelle Aufwärmzeit von unter 30 Minuten

+ Überhitzungsschutz sorgt dafür, dass der Teller nicht zu heiß wird

- Kabel kann eine mögliche Stolperfalle sein

Tellerwärmer mit Teelicht

warmhalteplatte-teelicht

Bei einem mobilen Tellerwärmer fungiert zumeist ein Teelicht als Wärmequelle.

+ lässt sich orts- und zeitunabhängig betreiben

+ keine Stromzufuhr notwendig,

+ minimaler Energieverbrauchideal im Freien oder beim Camping nutzbar

- unsachgemäße Handhabung kann Brandgefahr begünstigen

Ein elektrischer Tellerwärmer eignet sich für die Nutzung im Innenraum – vor allem dann, wenn Sie viele Teller gleichzeitig erwärmen wollen, um ein ganzes Menü vorzubereiten.

Auf einen stromlosen Tellerwärmer sollten Sie zurückgreifen, wenn Sie abends gemeinsam mit Familie und Freunden länger draußen im Garten oder auf der Terrasse sitzen und warmes Essen im Freien servieren möchten, ohne ein Verlängerungskabel anzuschließen. Halten Sie den Tellerwärmer mit Kerzen jedoch unbedingt aus der Reichweite von Kindern fern. Sie könnten sich am flammenden Teelicht leicht Verbrennungen zuziehen.

pizzateller-tellerwärmer

3. Kaufkriterien für Tellerwärmer: Darauf müssen Sie achten

Damit Sie schnell einen guten und günstigen Tellerwärmer finden, ohne umständlich einen eigenen Tellerwärmer-Test mit verschiedenen Geräten durchzuführen, haben wir von Vergleich.org die wichtigsten Kaufkriterien für Sie zusammengestellt.

3.1. Tellerwärmer mit regulierbarer Temperatur eignen sich besonders gut für leicht anbrennbare Speisen oder große Menüs

tellerstapel-tellerwärmer

Da sich auch Kaffee-Untertassen in einem textilen elektrischen Tellerwärmer erwärmen lassen, kann solch ein Tellerwärmer-Set eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Kaffee-Service sein.

Einige Tisch-Tellerwärmer bringen einen Überhitzungsschutz sowie einen Temperaturregler mit. Diese Funktion kann für Sie sinnvoll sein, wenn Sie gedenken, unterschiedliche Speisen und ganze Menüs zu verschiedenen Zeiten anzurichten. Dank dieser Funktion erleichtert es Ihnen der Tellerwärmer, beispielsweise heiße Speisen auf ebenso warmen Tellern zu servieren.

Achten Sie darauf, den Tellerwärmer aus Edelstahl zunächst nicht auf die maximale Temperatur einzustellen. Oftmals ist eine Temperatur von 65 °C bereits ausreichend, um die Teller vollständig vorzuwärmen. Prüfen Sie die Temperatur der Teller immer erst, nachdem Sie den Tellerwärmer ausgeschaltet haben.

Wenn Sie sich bezüglich der optimalen Temperatur des Tellerwärmers unsicher sind, können Sie diese mit einem einfachen Test überprüfen. Berühren Sie den vom Stoff umgebenen Teller auf der Warmhalteplatte vorsichtig mit einem Topflappen. Wenn Sie merken, dass sich das Geschirr mit der Hand berühren lässt, hat es die richtige Temperatur. Lässt es sich nicht ohne Verbrennungsgefahr mit der Hand anfassen, dann ist die Temperatur des Tellerwärmers aus Stoff zu hoch eingestellt.

3.2. Durchmesser der Tellerwärmer: Große Tellerwärmer verbrauchen bei kleinen Tellern unnötigen Strom

tellerstapel-tellerwärmer

Bis zu 12 Teller finden in einem elektrischen Tellerwärmer Platz.

Elektrische Tellerwärmer aus Stoff bringen unterschiedliche Durchmesser mit. Auf einigen Tellerwärmern mit einer Größe von bis zu 32 cm finden große Pizzateller, Menüdrehteller oder großflächige Speiseteller Platz.

Auf die kleineren Teller mit einem Durchmesser zwischen 26 und 28 cm passen eher kleine Speiseteller, Kaffee-Untertassen, Dessertteller und Schüsseln. Sie sollten sich, bevor Sie einen Tellerwärmer kaufen, also überlegen, welche Speisen Sie Ihren Gästen auf den erwärmten Tellern darreichen wollen.

Wenn Sie beispielsweise gerne Pizza essen und einen Pizzateller erwärmen möchten, benötigen Sie einen Tellerwärmer aus Stoff mit einem Durchmesser zwischen 30 und 32 cm.

Bei einem kleinen Menü-Drehteller, der beispielsweise zum stilvollen Auffahren von Suppen genutzt wird, bietet sich ein kleinerer Tellerwärmer an. Ein größerer Tellerwärmer für 12 Teller würde im Haushalt nur unnötig viel Energie umsonst verbrauchen, wenn die Heizfläche nicht vollständig vom Teller bedeckt wird.

3.3. Kapazität: Zum Anrichten großer Menüs sind Tellerwärmer für bis zu 12 Teller unentbehrlich

tellerwärmer-gedeckter-tisch

Im Zuge der Anschaffung Ihres persönlichen Tellerwärmer-Testsiegers für Ihren Haushalt sollten Sie sich Gedanken machen, wie viele Teller das Gerät gleichzeitig erwärmen sollte. Auf kleine Tellerwärmer passen höchstens vier bis sechs Teller, während auf den großen XL-Tellerwärmern bis zu 12 Teller Platz finden.

Ein kleiner und handlicher Tellerwärmer, auf den bis zu sechs Teller passen, eignet sich für Sie, wenn Sie in einem Einfamilienhaushalt leben oder lediglich ein Kind zuhause haben. Dann benötigen Sie für gewöhnlich nicht so viele erwärmte Teller wie in einem Mehrfamilienhaushalt.

Falls Sie einen gastronomischen Betrieb haben, ist wiederum ein Tellerwärmer für bis zu 12 Teller oder ein professioneller Wärmeschrank das richtige Gerät für Sie.

Achten Sie gut darauf, welche Teller Sie in der Mikrowelle oder im Tellerwärmer aufwärmen. Porzellanteller sind zum Vorwärmen ohne Backofen in der Regel am besten geeignet, da sie hervorragende wärmespeichernde Eigenschaften mitbringen. Selbstverständlich können Sie auch andere Materialien verwenden, sollten aber bedenken, dass diese schneller wieder abkühlen.

4. Wie wird ein Tellerwärmer richtig verwendet?

tellerwärmer-gastronomie

Damit sich die erste Anwendung Ihrer neuer Errungenschaft nicht zum mühsamen Tellerwärmer-Test ausweitet, sollten Sie ein paar entscheidende Dinge beachten.

Tellerwärmer schneller aufwärmen: So klappt es

Wenn Sie Ihr Geschirr schneller aufwärmen möchten als in der vom Hersteller vorgesehenen Aufwärmzeit, können Sie mit einem kleinen Trick die Aufwärmzeit verkürzen. Befüllen Sie den Tellerwärmer mit textilem Baumwoll-Bezug lediglich in den innenliegenden Fächern, sodass die oben und unten liegenden Fächer frei bleiben. Auf diese Weise vergrößern Sie den Wärmefluss, sodass sich das Geschirr rascher erwärmt.

  • Beim Aufwärmen der Teller empfehlen wir von Vergleich.org, eine wärmeisolierende Unterlage unter Ihr Gerät zu stellen. Idealerweise legen Sie unter das Gerät mit Stoffbezug ein Holz- oder Schneidbrett, um durch die Inbetriebnahme die Küchenmöbel nicht zu beschädigen.
  • Schließen Sie Ihren Tellerwärmer an eine Stromquelle an. Falls Sie einen stromlosen Tellerwärmer aus Edelstahl benutzen, legen Sie zwei angezündete Teelichter unter die Heizplatte ein.
  • Legen Sie nun Ihre leeren Teller in die einzelnen „Fächer“ des Tellerwärmers. Idealerweise beginnen Sie mit den mittleren, innenanliegenden Fächern.
  • Beachten Sie die Aufwärmzeiten der Herstellerangaben. Ihr Tellerwärmer beginnt mit dem Aufwärmvorgang.
  • Nach der angegebenen Zeit schalten Sie den Tellerwärmer ab und ziehen das Kabel aus der Steckdose. Die aufgewärmten Teller sind nun servierfertig und können mit einem Topflappen aus den Bezügen genommen werden.

5. Stiftung Warentest nahm 2020 noch keinen Tellerwärmer-Test vor

teller-set-tellerwärmer-test

Aktuell liegt von dem Verbraucherportal der Stiftung Warentest noch kein Tellerwärmer-Vergleich vor. Auch wenn Ihnen die Stiftung Warentest keine Informationen über einen Tellerwärmer-Test liefern kann: Sie ist Ihnen indirekt bei der Reinigung der abnehmbaren Bezüge eine Hilfe, da Sie die naturbelassenen Baumwollbezüge nach einer gewissen Zeit vorsichtig mit etwas Handspülmittel und lauwarmem Wasser reinigen sollten. Dafür sollten Sie wissen, welches Handspülmittel am verträglichsten ist.

Für die Ausgabe 10/2018 untersuchten die Experten 26 verschiedene Handspülmittel.

Sie prüften, wie und ob die Spülmittel mit hartnäckigen Verschmutzungen klarkamen. Lediglich zwei der getesteten Spülmittel – das Pril Kraft Gel Ultra Plus sowie das Aldi Nord Akuta Original Konzentrat – bekamen das Prädikat „gut“ verliehen. Ein großer Teil der von der Stiftung Warentest untersuchten Produkte enthielt schädliche Konservierungsmittel, die allergieauslösend wirken können.
Catering-mit-tellerwärmer

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Tellerwärmer

  • Wie lässt sich ein Tellerwärmer richtig reinigen?

    Viele der elektrischen Tellerwärmer bringen einen abnehmbaren Bezug aus Baumwolle mit. Es ist bei der Reinigung wichtig, diesen in der Handwäsche zu säubern. Verwenden Sie bestenfalls etwas lauwarmes Wasser, das nicht über 30°C heiß ist und milde Seife.
  • Welche bekannten Hersteller fertigen Tellerwärmer an?

    Zu den bekanntesten Herstellern von Tellerwärmern gehören Bartscher, Solis, Neumärkter und Infactory. Tellerwärmer der Marke Solis warten zumeist mit einer automatischen Wärmeregulierung auf. Infactory-Tellerwärmer bringen eine geringere Wattleistung mit, doch können sie bis zu 12 Teller zeitgleich erwärmen.