Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einer Wärmeschublade haben Sie die Möglichkeit, Speisen warm zu halten. Dadurch müssen Sie beim Kochen nicht länger darauf achten, dass alles zeitgleich gar ist. Speisen, die den perfekten Garpunkt erreicht haben, halten Sie in der Wärmeschublade auf Temperatur.
  • Sie können Ihre Wärmeschublade ebenfalls dazu nutzen, Geschirr zu wärmen. Dies ist besonders bei lauwarmen Speisen und Getränken hilfreich, da diese auf einem kalten Teller zu schnell ihre Temperatur verlieren. Auch Espressotassen sollten vor der Nutzung erwärmt werden.
  • Bei Wärmeschubladen handelt es sich um Einbaugeräte, die keinen Platz auf Ihrer Arbeitsfläche in Anspruch nehmen. Dank der schlichten Front fügen sie sich nahtlos in Ihre Küchen ein und lassen sich in der Nähe des Ofens bzw. des Herds installieren.

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In der Küche dreht sich alles um die richtige Temperatur der Speisen und Getränke. Häufig genug macht ein nicht optimales Timing dem Koch jedoch einen Strich durch die Rechnung und das Steak wird auf dem Teller kalt, während die Kartoffeln nicht gar werden wollen. Da die Hälfte der Deutschen laut einer Studie von IFD Allensbach mehrfach pro Woche hinter dem Herd steht, haben die Hersteller auf dieses Problem reagiert und bieten Wärmeschubladen als Lösung an.

Eine Wärmeschublade lässt sich auf 30 bis 80 Grad Celsius temperieren und bietet Platz für mehrere Tassen, Teller und sogar kleine Töpfe. In der Kaufberatung unseres Wärmeschublade-Vergleichs 2020 erfahren Sie, warum Ihre Wärmeschublade ein Garraumvolumen von mindestens 20 Litern haben sollte. Zudem klären wir Sie über die Vorteile eines Teleskop-Vollauszugs auf.

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1. Hält eine Wärmeschublade Speisen auf Temperatur?

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Dank einer Wärmeschublade haben Wärmeglocken ausgedient.

Eine Wärmeschublade sieht auf den ersten Blick wie jede andere Schubladen in Ihrer Küche aus. Sie lässt sich ein- und ausfahren, hat ein Volumen, das zwischen 20 und 50 Litern liegt und ist in der Regel aus Edelstahl. Die Besonderheit der Wärmeschublade ist eine Heizplatte aus Hartglas, die sich am Boden der Wärmeschublade befindet. Denn dank dieser Heizplatte können Sie die Wärmeschublade auf Temperatur bringen. Üblicherweise lassen sich Wärmeschubladen auf 30 bis 80 Grad Celsius erwärmen. Eine Wärmeschublade ist also ein Gerät zum Warmhalten von Speisen und Geschirr.

Wärmeschubladen beseitigen so ein Problem, mit dem jeder Koch zu tun hat: Das Warmhalten von Speisen und Zutaten, die den Garpunkt erreicht haben, aber noch nicht serviert werden. Indem Sie Ihre gekochten Speisen in die Wärmeschubladen legen, behalten diese Ihre Temperatur, ohne weiter zu garen. Zu lange gekochte Zutaten gehören so der Vergangenheit an.

Diese Vor- und Nachteile hat eine Wärmeschublade gegenüber einer Wärmelampe:

    Vorteile
  • Temperatur genau regulierbar
  • gleichmäßige Temperatur in der gesamten Schublade
  • kann mehrere Teller warmhalten
    Nachteile
  • höherer Anschaffungspreis
  • größerer Platzbedarf in der Küche

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2. Lässt sich mit einer Wärmeschublade Geschirr vorwärmen?

Geräte zum Warmhalten von Speisen

Es gibt mittlerweile mehrere Küchengeräte der Kategorie Speisenwärmer. Neben der Wärmeschublade gibt es Tellerwärmer, Wärmebrücken und Wärmelampen.

Der häufigste Anwendungszweck einer Wärmeschublade ist das Warmhalten von Speisen. Es gibt jedoch auch viele weitere Zwecke, für die Sie Ihre Wärmeschublade nutzen können. So eignet sich eine Wärmeschublade perfekt als Einbau-Tellerwärmer für das Vorwärmen von Geschirr. Circa 15 bis 25 Minuten bevor Sie das Essen servieren, stellen Sie Ihr Geschirr in die Wärmeschublade und bringen es so auf Temperatur. Speisen auf vorgewärmten Tellern bleiben länger warm. Und auch ein Espresso schmeckt aus einer vorgewärmten Tasse besser als aus einer kalten.

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Niedertemperaturgarer eignen sich perfekt für Braten.

Eine Wärmeschublade kann zudem zum Kochen genutzt werden. Sie bietet beispielsweise das perfekte Klima, um einen Hefeteig gehen zu lassen. Dies leistet eine Kochplatte beispielsweise nicht. Zudem kann eine Wärmeschublade als Niedertemperaturgarer zum Einsatz kommen. Beim Niedertemperaturgaren werden Speisen für einen längeren Zeitraum relativ niedrigen Temperaturen (ca. 80 Grad Celsius) ausgesetzt und garen so besonders schonend. Durch das Sanftgaren können sich die Aromen voll entfalten und Ihre Speisen erhalten eine wunderbare Konsistenz. Auch die Stiftung Warentest lobt auf ihrer Internetseite die Vorzüge des Niedertemperaturgarens.

Wärmeschubladen eignen sich nicht nur als Warmhaltegerät für Speisen, sondern können in der Küche in anderen Funktionen zum Einsatz kommen. Zum Beispiel als Einbau-Tellerwärmer, Geschirrwärmer und Niedertemperaturgarer. Dadurch sind sie eine gute Alternative zu Wärmelampen, Wärmebrücken und Sous-Vide Geräten.

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3. Kaufkriterien für Wärmeschubladen: Worauf muss man achten?

3.1. Eine stufenlose Temperaturregelung sorgt für die richtige Wärme

Bei einer Wärmeschublade dreht sich alles um die richtige Temperatur. Fertige Speisen, Teller und Tassen dürfen nicht zu heiß werden. Ein Hefeteig braucht hingegen ausreichend Wärme, um zu gehen und für den Einsatz als Niedertemperaturgarer muss die Wärmeschublade konstant die richtige Temperatur liefern. Die Geräte verschiedener Marken haben die Regelung der Temperatur auf unterschiedliche Art und Weise gelöst. Es gibt:

  • Wärmeschubladen mit verschiedenen Modi, die jeweils über eine Temperatur verfügen
  • stufenlos regulierbare Wärmeschubladen
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Wärmeschubladen stellen eine Alternative zu Sous-Vide-Garern dar.

Wärmeschubladen, die nicht frei regelbar sind, verfügen in der Regel über 4 verschiedene Modi. Jeder Modus entspricht einer Temperatur und in den meisten Fällen geben die Hersteller nicht direkt die Temperatur an, sondern den Zweck, für den die Temperatur benötigt wird. Das macht die Bedienung sehr einfach, da man sich nicht die richtige Temperatur für die verschiedenen Zwecke merken muss. Zum Wärmen von Tellern wählen Sie einfach den Tellerwärmer-Modus.

Der Nachteil liegt in einem Mangel an Flexibilität. Besonders beim Niedertemperaturgaren ist es wichtig, genau die Temperatur zu wählen, die dem perfekten Garpunkt des Kochguts entspricht. Und dieser unterscheidet sich von Produkt zu Produkt. Ein Hähnchen braucht somit eine andere Temperatur als ein Schweinebraten. Eine Wärmeschublade, deren Temperatur auf einen genauen Wert geregelt werden kann, ist hier von Vorteil.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Einbau-Geschirrwärmer sind, der sich durch Bedienkomfort auszeichnet, empfiehlt Ihnen Vergleich.org ein Modell mit verschiedenen Modi. Möchten Sie hingegen möglichst viel Kontrolle über die Temperatur, sollten Sie eine Wärmeschublade kaufen, die sich stufenlos regeln lässt.

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3.2. Eine Schublade mit 25 Litern Volumen bietet dem Menügeschirr für 6 Personen Platz

Wärmeschubladen gibt es in verschiedenen Größen. Kleinere Modelle verfügen über ca. 20 bis 25 Liter Volumen, während große Modelle über das doppelte Volumen, also ca. 50 Liter verfügen. Da sämtliche Wärmeschubladen fast dieselbe Breite und Tiefe haben(ca. 560 x 550 mm), schlägt sich das zusätzliche Volumen ausschließlich in der Höhe nieder.

Wärmeschubladen-Tests im Internet zeigen, dass kleine Einbau-Geschirrwärmer mit 25 Liter Volumen Platz für das Menügeschirr für 6 Personen bieten. Große Vorwärmer mit einem Volumen von mindestens 50 Liter haben ausreichend Platz für das Menügeschirr für 12 Personen.

Folgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht darüber, wie viel Geschirr in die jeweiligen Typen passt:

kleine Schublade (25 l) große Schublade (50 l)
6 Menüteller 12 Menüteller
6 Suppentassen 12 Suppentassen
2 Schüsseln 3 Schüsseln
1 Fleischplatte 2 Fleischplatten
Wenn Sie nur für einen kleinen Kreis an Personen kochen und keine hohen Schüsseln oder Töpfe wärmen möchten, können Sie eine günstige Wärmeschublade kaufen, die über 25 Liter Volumen verfügt. Möchten Sie hingegen für mehr als 6 Personen kochen, rät Ihnen Vergleich.org zu einem Einbau-Geschirrwärmer mit 50 Litern Volumen.

3.3. Wärmeschubladen-Tests im Internet zeigen, dass ein Teleskop-Auszug für einen guten Zugriff sorgt

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Die Knödel sind gar, aber die Haxe lässt auf sich warten? In einer Wärmeschublade halten Sie die Knödel warm.

Es gibt viele nützliche Küchengeräte. Aber nur diejenigen werden regelmäßig genutzt, die sich problemlos bedienen lassen. Auch Wärmeschubladen bilden hier keine Ausnahme und so ist es sehr wichtig, dass Sie Ihr Geschirr problemlos ein- und ausräumen können. Die meisten Hersteller bieten ihre Einbau-Wärmeschubladen daher mit einem Teleskopauszug an. Dieser sorgt dafür, dass sich die Schublade vollständig ausziehen lässt, was den Zugriff erleichtert.

Besonders bei schwerem Geschirr oder Speisen, wie beispielsweise einem Braten, ist ein Teleskopvollauszug sehr vorteilhaft. Auch das Reinigen der Warmhalteplatte gestaltet sich dank des Teleskopsauszugs unproblematisch. Soll Ihre Wärmeschublade Testsieger-Qualitäten aufweisen, empfiehlt Ihnen Vergleich.org ein Modell mit Teleskopauszug.

Folgende Hersteller bieten Wärmeschubladen mit Teleskopauszug an:

  • Miele
  • Liebherr
  • Bosch
  • Neff
  • Bora
  • Bauknecht
  • AEG
  • Siemens
  • Whirpool

3.4. Dank Push & Pull lässt sich Ihre Wärmeschublade problemlos öffnen

Die besten Wärmeschubladen verfügen nicht länger über einen Griff, sondern lassen sich per Push & Pull öffnen. Push & Pull heißt auf Deutsch drücken & ziehen und beschreibt die Art und Weise, wie die Schublade geöffnet wird. Durch sanften Druck öffnet sich die Schublade so weit, dass sie von Ihnen herausgezogen werden kann. Um die Schublade zu schließen, drücken Sie diese einfach zu.

Push & Pull ist eine sehr elegante Art und Weise, eine Schublade zu öffnen. Zudem muss kein Griff installiert werden, was die Schubladen sehr ansehnlich macht. Geräte mit einer Oberfläche aus Glas oder Edelstahl verfügen häufig über eine Beschichtung, die dafür sorgt, dass keine Fingerabdrücke entstehen. Wärmeschubladen-Tests im Internet zeigen, dass diese Beschichtung hält, was sie verspricht.

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4. Fragen und Antworten rund um das Thema Wärmeschublade

4.1. Wie lange dauert das Vorwärmen von Geschirr?

Die Aufwärmzeit von Geschirr hängt von verschiedenen Faktoren ab. So richtet sie sich nach der Dicke und dem Material des Geschirrs, der Menge an Geschirr sowie der Höhe und der Anordnung in der Einbau-Wärmeschublade. Eine genaue Angabe ist daher nicht zu tätigen. Die ungefähre Zeit liegt bei Menügeschirr für sechs Personen bei 15 bis 25 Minuten.

Wenn Sie das Geschirr in die Schublade legen, sollten Sie darauf achten, dass das Geschirr möglichst gleichmäßig auf der gesamten Fläche verteilt ist. Dies beschleunigt den Aufwärmprozess und sorgt für gleichmäßig warme Teller.

4.2. Wo wird eine Wärmeschublade eingebaut?

Bei Wärmeschubladen handelt es sich um Einbau-Küchengeräte, die in einem 60 Zentimeter breiten Rahmen installiert werden müssen. Die Hersteller weisen darauf hin, dass ein Betrieb der Schublade außerhalb des Rahmens nicht zulässig ist.

Ob Sie Ihren Einbau-Tellerwärmer unter den Herdplatten oder unter dem Ofen installieren, steht Ihnen frei. Sie sollten jedoch darauf achten, dass der Stecker nicht durch ein Verlängerungskabel mit der Steckdose verbunden ist. Die meisten Hersteller raten zudem davon ab, die Wärmeschublade hinter einer Möbeltür zu installieren. Haben Sie keine andere Möglichkeit, sollten Sie die Wärmeschublade nur bei geöffneter Möbeltür verwenden.

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