Smart-Home-Rauchmelder Test 2017

Die 7 besten Smarthome-Rauchmelder im Vergleich.

Gira Dual Q Gira Dual Q
Ei Electronics Professional Ei650iW Ei Electronics Professional Ei650iW
devolo Home Control Rauchmelder devolo Home Control Rauchmelder
Gigaset Rauchmelder Elements Smoke Gigaset Rauchmelder Elements Smoke
Nest Protect 2 Nest Protect 2
eQ-3 Smart Home Rauchmelder eQ-3 Smart Home Rauchmelder
innogy SE SmartHome Rauchmelder innogy SE SmartHome Rauchmelder
Abbildung Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Gira Dual Q Ei Electronics Professional Ei650iW devolo Home Control Rauchmelder Gigaset Rauchmelder Elements Smoke Nest Protect 2 eQ-3 Smart Home Rauchmelder innogy SE SmartHome Rauchmelder
VergleichsergebnisTÜV Siegel TÜV-geprüftes Test- & Vergleichsverfahren
Vergleich.org
Bewertung 1,3 sehr gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,4 sehr gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,7 gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,9 gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,0 gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,2 gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,2 gut
09/2017
Stromquelle Bat­terie (9V Lithium, fest ein­ge­baut)
230V-Betrieb umrüstbar
Bat­­terie (3V Lithium, fest­ ein­­ge­­baut) Bat­terie (im Lie­fer­um­fang) Bat­­terie (im Lie­­fer­um­­fang) Bat­terie (6 x AA) Bat­terie (inte­griert) Bat­terie (inte­griert)
Batterielaufzeit 10 Jahre 10 +1 Jahre 2 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre
Batterie-Warnung Optische oder akustische Warnung, wenn sich die Batteriekapazität dem Ende neigt.
30 Tage

30 Tage
Sensortechnologie Wär­me­mes­sung,
foto­e­lek­tri­sche Streu­licht­mes­sung
Foto­e­­­le­k­­­tri­­­sche Streu­­­li­ch­t­­­mes­­­sung Foto­e­­le­k­­tri­­sche Streu­­lich­t­­mes­­sung Foto­e­­­le­k­­­tri­­­sche Streu­­­li­ch­t­­­mes­­­sung Brand­spek­trums­sensor,
Koh­len­mon­oxid­sensor,
Wär­m­e­sensor, Luft­feuch­tig­keits­sensor,
Anwe­sen­heits­sensor,
Umge­bungs­licht­sensor
Foto­e­lek­tri­sche Streu­licht­mes­sung Foto­e­lek­tri­sche Streu­licht­mes­sung
Umgebungstemperatur Der Temperaturbereich, in dem das Gerät funktionsfähig ist. -5 bis +55 °C 0 bis +40 °C 0° bis +49°C -10° bis +40°C +4 bis +38 °C 0 bis +50 °C +5 bis +30 °C
Übertragungstechnologie „KNX-RF“/Funk Funk Z-Wave (868 MHz Funk) DECT (1880-1900 MHz) 2,4 GHz Funk 802.11 b/g/n (WLAN), 802.15.4, Blue­tooth EnOcean "EnO­cean" (Funk 868,3 MHz)
Reichweite max. 100 m 20 m max. 100 m (Frei­feld) max. 50 m max. 100 m (Frei­feld) max. 100 m (Frei­feld) max. 100 m (Frei­feld)
Vernetzung mehrerer Geräte
max. 40 Geräte

max. 31 Geräte

bis zu 48 Geräte mit Basis­sta­tion zu ver­binden

via Nest Smart-Home

max. 40

max. 40
Offenes System In einem offenen System können Geräte verschiedener Hersteller integriert werden. In einem geschlossenen System können nur bestimmte Komponenten verwendet werden. Nein Nein Ja Nein Ja Nein Nein
APP
And­roid, iOS

"Audio­link" zur Über­wa­chung via Smart­phone mög­lich

And­roid, iOS

And­roid, iOS

And­roid, iOS

And­roid, iOS

And­roid, iOS
Benötigt Einige Smart-Home-Geräte benötigen spezielle Basisgeräte, um den vollen Funktionsumfang liefern zu können. optio­nales KNX-Modul, Relais-Modul oder Funk-Modul für Ver­net­zungs­funk­tionen keine zusätz­li­chen Geräte Benö­tigt devolo Home Con­trol Zen­trale für App-Steue­rung und Alarm per Mail, SMS oder Push-Nach­richt Gigaset Ele­ments System für Zusatz­funk­tionen wie App-Alarm And­roid- oder iOS-Gerät zur Ein­rich­tung Magenta Smar­tHome mit der QIVICON Home Base Magenta Smar­tHome App für Smart­phone-Bedi­e­nung Mög­lich­keit der Ein­bin­dung in das innogy-Smar­tHome-System inkl. Nut­zung als Ein­bruchs-Alarm. SMS und Mobile App als optio­naler kos­tenpf­lich­tiger Dienst.
Raumgröße max. Nach DIN 14676 60 m²
Raum­höhe max. 4,50 m
60 m² 60 m²
Raum­­höhe max. 6 m
60 m²
Raum­­­höhe max. 6 m
60 m² 60 m² 60 m²
Montageort Decken, Dach­schrägen Decken Decken, Dach­schrägen bis max. 20° Nei­gung Decken, Dach­schrägen Decken, Dach­schrägen Decken (waa­ge­recht) Decken (waa­ge­recht)
Montageart Grund­platte + Auf­satz
Dübel + Schrauben / Kle­be­st­reifen
Grund­platte + Auf­satz
Dübel + Schrauben
Grund­platte + Auf­satz
Dübel + Schrauben
Grund­platte + Auf­satz
Dübel + Schrauben / Kle­be­st­reifen
Grund­platte + Auf­satz
Dübel + Schrauben / Kle­be­st­reifen
Grund­platte + Auf­satz
Dübel + Schrauben
Grund­platte + Auf­satz
Dübel + Schrauben
Schutzklasse Die Schutzklasse bezeichnet die Staub- und Wasserdichtigkeit von elektronischen Geräten. IP 42 keine keine keine keine IP 20 IP 20
Optischer Alarm
Far­bige LEDs

Rote LEDs

Far­bige LEDs

Far­bige LEDs

Far­bige LEDs

Far­bige LEDs

Far­bige LEDs
Akustischer Alarm
Signal und Sprach­aus­gabe
Alarmlautstärke Festgeschrieben ist eine Alarmlautstärke von 85 dB(A) aus 3 Metern Entfernung. Das entspricht etwa einer lauten Verkehrsstraße. 85 dB(A) 85 dB >85 dB >85 dB 85 dB(A) 85 dB(A) 85 dB(A)
Besondere Funktionen Taste für Funk­ti­ons­test und für die Deak­ti­vie­rung der Streu­licht­mes­sung (z.B. beim Kochen) Silent Standby, Ver­­­sch­­mu­t­zungs­­­kom­pen­­sa­­tion, Ereig­nis­spei­cher Alarm per Mail, SMS oder Push-Nach­richt keine Ges­ten­steue­rung, App, ver­schie­dene Alarme keine Ver­schlüs­selte Funk­über­tra­gung
Prüfzeichen Das VdS-Prüfsiegel wird von der deutschen Versicherungswirtschaft erteilt. Das CE-Siegel weist darauf hin, dass das Produkt europäischen Richtlinien entspricht. KRIWAN VdS CE Class B CE k.A. CE VdS, CE, Q-Label
Bedienungs-/Montageanleitung ++
Sehr aus­führ­lich, gut ver­ständ­lich, illu­s­triert
++
Sehr aus­führ­lich, gut ver­ständ­lich, illu­s­triert
++
Aus­führ­lich, sehr gut ver­ständ­lich, illu­s­triert, mit Bei­spielen

Kom­­pakt, ver­­­stän­d­­lich, illu­s­­triert
++
Sehr aus­führ­lich, gut ver­ständ­lich, illu­s­triert

Kom­pakt, ver­ständ­lich, illu­s­triert
-
Kom­pakt, illu­s­triert, aber teils ver­wir­rend
Maße (Ø×H oder BxTxH) Ø 125 x H 48 mm
inkl. 230-V-Sockel: Ø 125 x H 72 mm
Ø 115 x H 45 mm Ø 120 x H 53 mm Ø 99 x H 56 mm 135 x 135 x 38,5 mm Ø 115 x H 45 mm Ø 115 x H 45 mm
Vorteile
  • kom­bi­niert Rauch- und Hit­ze­melder für bes­sere Brand-erken­nung
  • keine stö­rende LED-Funk­ti­on­s­an­zeige
  • auch eigen­ständig nutzbar
  • keine stö­­rende LED-Fun­k­­ti­on­s­an­zeige
  • beson­ders gut fürs Schlaf­zimmer geeignet
  • Aus­lesen via Smart­phone mög­lich
  • Demon­ta­ge­si­che­rung
  • SMS-, Push- und Email-Alarm bei Nut­zung d. devolo-SMS-Paket
  • Stan­da­­lone-Nut­zung mög­­lich
  • Z-Wave für Kom­bi­na­tion mit anderen Pro­dukten
  • Stan­da­­­lone-Nut­zung mög­­­lich
  • Kann mit vielen wei­teren Sen­soren und Alarmen kom­bi­niert werden
  • Hohe Fun­k­reich­weite
  • ver­schie­dene Sen­soren
  • ein­fache Instal­la­tion
  • Nacht­licht­funk­tion
  • ein­fache Mon­tage
  • gute Funk­tions-über­prü­fung
  • ein­fache Mon­tage
  • gute Funk­tions-über­prü­fung
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4,9 /5 aus 11 Bewertungen

Smart-Home-Rauchmelder-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Smart-Home-Rauchmelder können ihre Basisfunktion - vor Feuer warnen - allein erfüllen. Zusatzfunktionen wie die Haushaltssteuerung per App oder Push- oder SMS-Alarm bei Feuer oder Einbruch sind meistens nur verfügbar, wenn eine Steuereinheit des jeweiligen Anbieters hinzugefügt wird.
  • Dann wird der Funktionsumfang gewaltig. Die Hersteller von Smart-Home-Lösungen bieten vernetzbare und aufrüstbare Lösungen für verschiedene Sicherheits-Aspekte: So können die Smart-Home-Rauchmelder mit Home-Security-Geräten wie Einbruchmeldern, Fenster- und Türsensoren, Sirenen, Kameras oder Schaltsteckdosen verknüpft werden.
  • Man kann „offene“ und „geschlossene“ Systeme unterscheiden. Standards wie Z-Wave können als offenes System verstanden werden: Geräte unterschiedlicher Marken, die dieses Funk-Protokoll verwenden, können miteinander kombiniert werden - zum Beispiel Thermostate von Sigma Casa mit Rauchdetektoren von Somfy und einer Smart-Home-Zentrale von devolo.

smart-home-rauchmelder test

Rauchmelder: Pflicht

Im Juli 2016 wurde das Gesetz zur Ausstattung von Wohnungen mit Rauchwarnmeldern verabscheidet. Es gilt vor allem für Neubauten und umfangreiche Umbauten.

Von Bundesland zu Bundesland verschieden ist, ob Eigentümer oder der Mieter jeweils für die Rauchmelderaufrüstung zuständig sind.

Alle Informationen zum Thema finden Sie unter rauchmelderpflicht.eu.

Die Digitalisierung zieht weiter ihre Kreise. Auch wenn der Alltag bereits bestimmt ist von digitalen Geräten, sind die Möglichkeiten der Technik noch nicht ausgeschöpft.

Home-Automation ist das Stichwort der Stunde. Smart-Home-Lösungen liefern Sicherheit und Komfort gleichermaßen. Auch vermeintlich wenig aufregende Produkte wie Rauchmelder haben hierbei ein Wörtchen mitzureden.

Ein Brandfall kann in vielen Fällen rechtzeitig erkannt werden. Dazu sind seit vielen Jahren bereits Rauchmelder im Einsatz, die bei einer bestimmten Konzentration von Rauchpartikeln in der Luft einen Alarm auslösen.

Was jedoch tun, wenn die Besitzer im Moment des Alarms nicht zuhause sind und die entsprechenden Maßnahmen einleiten können? Der digitale Fortschritt liefert Lösungen für diese Probleme:

Mit einem Smart-Home-Rauchmelder kann dank der Warnung der Bewohner auch die zuständige Feuerwehr informiert werden, falls eine Brandbekämpfung notwendig werden sollte und die Bewohner gar nicht da sind.

Wir zeigen Ihnen im Smart-Home-Rauchmelder-Vergleich 2017, was die neue Technologie hergibt und worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen Smart-Home-Rauchmelder kaufen möchten, um Ihr Zuhause sicherer zu machen.

1. Was versteht man unter Smart Home?

1.1. Digitalisiertes Wohnen

home smart home

Die Digitalisierung sorgt für einen einfacheren Zugang zu verschiedenen Lebensbereichen durch technologische Möglichkeiten.

Eine der profunden gesellschaftlich-technologischen Veränderungen der letzten Jahre ist die Digitalisierung.

Nachdem die persönlichen Verhältnisse und der Umgang mit Nachrichten und Kommuniktaion durch Smartphone und Social Media gründlich reformiert wurden, ist die Umkrempelung des Wohnens dran:

Viele Firmen bieten so genannte Smart-Home-Lösungen an, die es erlauben, den kompletten Hausstand von der Lampe bis zu Waschmaschine zu vernetzen und aus der Ferne zu bedienen.

Die Möglichkeiten dieser Systeme erstrecken sich auf viele Bereiche, die zumeist darauf abzielen, das Leben einfacher und sicherer zu machen: So kann beispielsweise durch die Steuerung von Elektrogeräten, Lampen und Jalousien der Eindruck erweckt werden, das Haus oder die Wohnung sei bewohnt, obwohl dies nicht zutrifft.

Das Risiko, gerade bei längerer Abwesenheit in eine aufgebrochene und ausgeräumte Wohnung zurückzukehren, soll so minimiert werden. Ein smartes Haus ersetzt so in gewisser Weise die Alarmanlage.

Die Sicherheit im „smarten Haus“ kann jedoch auch erhöht werden, wenn die Bewohner nicht auf Reisen, sondern im Alltagsstress sind.

So kann die Smart-Home-Anlage über offene Fenster und Türen informieren, eine Warnung aussenden, wenn die Herdplatte an-, die Kühlschranktür offen gelassen oder eine Lampe nicht ausgeschaltet wurde. Das senkt nicht nur den Stromverbrauch des Haushalts, sondern mindert auch das Risiko von Havarien durch Stürme, Regengüsse und Brandfälle. Gerade letztere können noch effizienter vermieden werden, wenn in das Smart Home auch ein Rauchmelder integriert ist.

Eine Auswahl an Sensoren, die sich in viele Smart-Home-Systeme integrieren lassen:

Sensoren Anwendung
Smart-Home-Rauchmelder Zum Schutz vor Brand und/oder Rauchentwicklung
Tür-/Fensterkontakt Erkennen von offenstehenden Türen oder Fenstern
Jalousiemotoren Abdunkeln bei Sonneneinstrahlung und Wahren von Privatsphäre am Abend
Thermostate Kontrolle der Heizung bei gleichzeitiger Energieersparnis
Bewegungsmelder Uhrzeitabhängige Schaltung von (z.B.) Außenlicht
Fußbodensteuerung Für warme Füße
Intelligente" Steckdose Zeit- oder Fernsteuerung von Geräten nach Bedarf
smart-house

Im smarten Haus lassen sich viele Geräte im Haus steuern und überwachen.

1.2. Was unterscheidet einen Smart-Home- vom gewöhnlichen Rauchmelder?

Rauchmelder: Sensor und Tyndall

Im optischen Rauchmelder wird der Tyndall-Effekt genutzt. In der Kammer des Rauchmelders befindet sich eine Leuchtdiode, welche einen Lichtstrahl aussendet. Dieser kann von der nichtreflektierenden Innenseite der Kammer nicht zurückgeworfen werden. In einem Winkel, der eine direkte Verbindung nicht zulässt, ist ein Lichtsensor angebracht. Füllt sich die optische Kammer mit Rauch, wird das Licht von der Leuchtdiode im Rauch gebrochen und fällt auf den Lichtsensor. Mit zunehmender Rauchkonzentration trifft immer mehr Licht auf den Leuchtsensor; bei Überschreitung einer definierten Schwelle wird der Alarm ausgelöst.

In der Grundfunktion unterscheidet sich ein Smart-Home-Rauchmelder nicht von den herkömmlichen Modellen, wie sie seit Jahren weit verbreitet sind. Fast immer handelt es sich um Rauchmelder mit einem optischen Sensor.

Sie sind in der Anschaffung und Wartung günstig ist, haben keine schädigenden Effekte hat und sind sehr langlebig.

Der Rauchmelder wird an die Decke eines Zimmers montiert und funktioniert unter Nutzung des so genannten Tyndall-Effekts: Während Licht in reiner Luft ohne Streueffekt auskommt, führen kleine Schwebeteilchen in der Luft zur Lichtbrechung.

Zusätzlich zum einfachen Alarmton gibt es bei Smarthome-Rauchmeldern weitere Optionen der Warnmeldung. Durch die Funkvernetzung im Smart-Home-System sind neben dem einfachen akustischen Warnsignal auch E-Mail-, SMS- und Anrufwarnungen möglich. Das ist auch der Unterschied zu Systemen, bei denen die Rauchmelder lediglich untereinander per Funk vernetzt sind – diese gehen lediglich gemeinsam los.

Alarm! Mit den Bestimmungen für die Haussicherheit, die in DIN EN 14604 festgelegt sind, muss die Lautstärke für den Warnton einen Schalldruckpegel von 85 dB aus drei Metern erreichen. Das ist ein Alarmton, der in etwa dem Straßenlärm einer Hauptverkehrsstraße aus 2,5 Metern Entfernung entspricht – ein Durchschlafen sollte bei dieser Lautstärke nicht möglich sein.

Hinweis: Um ein unnötiges Ausrücken der Feuerwehr zu verhindern, kontaktieren Smart-Home-Rauchmelder nicht automatisch die Brandbekämpfungsbehörden.

2. Smart-Home-Rauchmelder: Es kommt auf die Architektur des Systems an

Fritz Smart Home

Auch der Hersteller AVM bietet Smart-Home-Lösungen an. So kann das Smarthome per Fritzbox gesteuert werden. Diese arbeitet mit offenen Funkstandards und hat den Vorteil, dass man nicht auf einen Hersteller beschränkt ist (wie z.B. bei Smart-Home-Rauchmeldern der Telekom).

Damit Smart-Home-Geräte miteinander interagieren können, müssen die von ihnen genutzten Kommunikationsprotokolle kompatibel sein. Es existieren offene und geschlossene Systeme - beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

2.1. Offene Systeme

Unter offenen Systemen verstehen wir hier eine Smart-Home-Architektur, die auf einem gemeinsamen Kommunikationsstandard basiert, der von einem Konsortium oder Drittanbieter geschaffen wurde, und den verschiedene Geräte teilen.

Beispiele für solche Übertragungsstandards sind die Protokolle Z-Wave, ZigBee oder EnOcean. Geräte, die jeweils einen dieser Standards nutzen, können mit weiteren Geräten im jeweiligen Netz kommunizieren. Auch DECT, bekannt von Schnurlostelefonen, ist ein solcher Standard.

2.2. Geschlossene Systeme

Hierunter fassen wir Systeme, die einen Anbieter-spezifischen Standard erfüllen, der aber nicht kompatibel zu Geräten anderer Hersteller ist. Die Vor- und Nachteile dieser Art der Smart-Home-Architektur:

  • Einbinden weiterer Geräte meist recht unkompliziert
  • Kompatibilität scheitert nicht am Nutzer
  • Suche nach passenden Komponenten fällt leichter
  • Nur Geräte des jeweiligen Herstellers „passen“
  • Upgrades (neue Versionen) können teuer werden

2.3. Rückgrat der Sicherheitselektronik: die Smart-Home-Zentrale

Die Smart-Home-Zentrale bildet das Kernstück ihres smarten Hauses: Sie bündelt die Funksignale der einzelnen Komponenten. Da der Smart-Home-Rauchmelder meist nicht mit WLAN, sondern mit speziellen Hausautomatisierungs-Funkprotokollen (siehe oben) arbeitet, ist die Zentrale als Schaltstation für alles von der Jalousie bis zur Smarthome-Heizungssteuerung wichtig.

fritz smart home geräte

Smart Home von AVM: Mit dem System „Fritz Dect 200“ kann die Fritz-Box Smart-Home-Geräte steuern.

Ohne Smart-Home-Zentrale funktionieren die smarten Rauchmelder auch - allerdings ist dann nur die Basisfunktion, also der Alarm selbst, verfügbar.

Die zentralen Bausteine, die bei jedem Hersteller unterschiedlich heißen, können verschiedene hilfreiche Funktionen ermöglichen, wenn sie mit einem Rauchmelder gekoppelt sind. Zum Beispiel

  • Einschalten des Lichts im Brandfalle,
  • Aktivierung einer Webcam bei Verdacht auf Einbruch oder bei Rauchentwicklung,
  • Alarmsirene im Einbruchsfall,
  • Fernsteuerung der Lichtsteuerung, der Heizkörperthermostate, einer Kamera oder weiteren Geräten per Smartphone-App,

Natürlich nur im Verbund mit den jeweiligen Produkten, die dann auch noch das jeweilige Funkprotokoll unterstützen müssen.

Tipp: Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie darauf achten, dass die Kompatibilität mit der Zentrale Ihres Smart-Home-Systems gewährleistet ist.

2.4. Zu Risiken und Nebenwirkungen

Neben allem Komfort und dem Gefühl der Sicherheit, das das Smart-Home verspricht, gibt es einige Gegenanzeigen, die mehr oder weniger ins Gewicht fallen:

  • Das offene Haus

    Dem weit verbreiteten Funkprotokoll ZigBee wurde 2015 eine zweifelhafte Ehre zuteil: Durch die Aufdeckung einer eklatanten Sicherheitslücke wurde nicht nur dieses System bekannt, sondern auch, dass es im Zweifel etwaige Angreifer leicht und unerkannt ins Haus lassen kann.
    Designbedingt lässt sich dieser Fehler auch nicht durch Firmware-Updates beheben. Das RWE-Smarthome, das auf dem Standard aufbaute, wurde mit entsprechender Kritik bedacht. Ein Smart-Home-Rauchmelder-Vergleichssieger sollte nicht nur vor Feuer schützen, sondern auch digitale Sicherheit bieten.Umfangreiche Informationen zu der ZigBee-Sicherheitslücke finden Sie hier.
  • Das Daten sammelnde Haus

    Informationen, die Ihr Smart-Home an Ihr Smartphone sendet, finden Ihren Weg durch die Cloud. Und die ist - für uns Normal-Benutzer - meist genau so nebulös, wie der Name schon sagt. Welche Informationen bei welchen Servern landen, können wir kaum vermuten. Dass gesammelt wird, was verfügbar ist, kann dafür als gesichert gelten.
  • Das stressige Haus

    Koppeln Sie Ihren Rauchmelder an eine Smart-Home-Zentrale, die Ihnen Veränderungen und/oder Verdächtigungen via App mitteilt, müssen Sie vor allem während Ihrer Ortsabwesenheit starke Nerven haben. Stellen Sie sich vor, Sie sind im Urlaub oder geschäftlich unterwegs und Ihr Smart Home meldet sich mit einer Brandwarnung. Dank der Distanz zum Haus können Sie ohnehin nicht eingreifen. Sie könnten die Feuerwehr rufen. Aber wenn es doch nur ein Fehlalarm ist?
  • Das teure Haus

    Um alle Funktionen des smarten Rauchmelder nutzen zu können, wird weiteres Equipment benötigt, das natürlich auch seinen Preis hat - und für Folgekosten sorgt, auf der Stromrechnung und auch, wenn weitere Geräte oder kostenpflichtige Updates notwendig werden sollten.

 

smart home haussteuerung

3. Kaufberatung für Smart-Home-Rauchmelder: Darauf müssen Sie achten

3.1. Smart-Home-System

Die wichtigste Frage für die Einbindung Ihres persönlichen Smart-Home-Rauchmelder-Vergleichssiegers ist sicherlich, ob die Kompatibilität vorhanden ist. Dazu können Sie auch die Smart-Home-Rauchmelder-Bedienungsanleitung zur Hand nehmen. Oftmals wird die Kompatibilität mit den gängigen Systemen dort klargestellt.

Achtung: Einige Hersteller bauen Ihre Geräte für verschiedene Systeme. Ein eQ-3-Smart-Home-Rauchmelder kann sowohl für innogy- als auch für Telekom-Systeme konstruiert worden sein. Stellen Sie sicher, dass die Kompatibilität mit Ihrem System gewährleistet ist!

3.2. Zugelassene Umgebungstemperatur

Wenn Sie Ihren Rauchmelder in der Garage anbringen wollen, sollten Sie darauf achten, dass das Gerät auch leichten Frost verträgt.

Nicht alle Modelle in unserem Smart-Home-Rauchmelder-Vergleich können Minusgrade vertragen. Starken Frost können jedoch auch die robustesten Geräte im heimischen Smart-Home-Rauchmelder-Test nicht ab. Wenn Ihre Garage im Winter Temperaturen von unter -5° Celsius erreicht, sollten Sie davon Abstand nehmen, dort einen Rauchmelder zu installieren. Dies kann zu Fehlfunktionen führen – Ihr Smart-Home-Rauchmelder könnte einen Fehlalarm auslösen.

3.3. Schutzklasse

Viele Hersteller von Smart-Home-Rauchmeldern geben die IP-Schutzklasse ihrer Geräte an. Diese Kennziffer bezeichnet die Eignung von elektrischen Geräte für verschiedene äußere Bedingungen. IP steht dabei für Internation Protection, die Kennziffern sind in der deutschen Norm DIN EN 60529 niedergeschrieben. Während die erste Ziffer der Schutzklasse den Schutz vorm Eindringen von Fremdkörpern kennzeichnet, gibt die zweite Aufschluss über die Kategorie der Wasserdichtigkeit.

4. Darauf sollte man bei der Nutzung von Smart-Home-Infrastruktur achten

Neben den Sicherheitsaspekten ist ein Smart Home auch für den Komfort der Einwohner zuständig. Viele Dinge, für die man sonst aufstehen und mehrere Schalter betätigen musste, sind mit der Hausautomation oft mit einem intelligenten Schalter oder einem Tap auf die Haussteuerungs-App erledigt. Ein Beispiel können Sie im folgenden Video sehen:

5. Stiftung Warentest über das Internet der Dinge

Einen Smart-Home-Rauchmelder-Test hat Deutschlands bekannteste Stiftung noch nicht durchgeführt. Ein Special aus der Ausgabe 04/2016 gibt jedoch einen Überblick über das so genannte Internet der Dinge und die Chancen und Gefahren, welche sich aus diesem ergeben.

Besonders macht die Stiftung auf die Ausnutzbarkeit von Funkverbindungen aufmerksam: Auch bei hohem Verschlüsselungsaufwand ist nicht ausgeschlossen, dass sich Personen von außerhalb Zugang zum Netzwerk oder einzelnen Geräten verschaffen. So können selbstfahrende Autos, Überwachungsanlagen oder Funkschlösser gehackt werden.

Ein weiterer Aspekt liegt im Daten- und Verbraucherschutz. Da die Geräte im Internet der Dinge, also auch das Smart Home mit Rauchmelder, Daten sammeln, kann ein sehr individuelles Persönlichkeitsprofil erstellt werden. Das ultimative Horrorszenario wie im Film „Matrix“ malt die Stiftung zwar nicht aus, jedoch ein sehr viel realistischeres – dass der Fitnesstracker dem Kühlschrank meldet: "Heute keine Süßigkeiten für unseren Besitzer".

Auch die beste Hausautomation bleibt nicht ganz ohne Schwachstellen. Die Zukunft gehört jedoch dem Internet der Dinge. Zudem werden die Entwicklungen in dem Bereich vorangetrieben, sodass sich wesentliche Sicherheitsbedenken noch aufklären können.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Smart-Home-Rauchmelder

  • Was unterscheidet einen Smart-Home-Rauchmelder von einem Funkrauchmelder?

    Ein Smart-Home-Rauchmelder ist immer ein Funkrauchmelder, aber ein Funkrauchmelder ist nicht immer vom Typ Smarthome-Rauchmelder. Das liegt an dem Umstand, dass die Modelle für das smarte Haus mit Funkfrequenzen arbeiten, um ihre Funktionalität zu gewährleisten, jedoch nicht alle Funkrauchmelder mit den gängigen Smart-Home-Standards arbeiten. Es gibt demnach vernetzte Rauchmelder, die sich nicht in eine Smart-Home-Architektur einbinden lassen, aber dennoch untereinander kommunizieren, um im Falle eines Brandes gemeinsam Alarm zu schlagen.
  • Warum sind diese 10-Jahres-Batterien üblich?

    Viele moderne Rauchmelder, auch solche mit Funkvernetzung, verfügen mittlerweile über fest eingebaute Batterien. Das hat gleich mehrere Vorteile: Erstens sparen Sie sich das Wechseln, was bei den vorher üblichen 9-Volt-Batterien ca. alle vier Jahre notwendig war. Zweitens korreliert die Lebensdauer der Batterien mit der des optischen Sensors. Das bedeutet, dass Sie auch den besten Smart-Home-Rauchmelder nach zehn Jahren sowieso austauschen sollten, um seine Funktionsfähigkeit zu gewährleisten. Durch die fest eingebauten Batterien haben Sie zugleich eine Erinnerung an den notwendigen Austausch Ihres Geräts.

    Tipp: Die Geräte haben einen Test-Taster, den Sie mit einem Besenstiel oder ähnlichem drücken können, nachdem der Rauchmelder an der Zimmerdecke montiert wurde. Dieser Smart-Home-Rauchmelder-Test sollte nicht allzuoft durchgeführt werden, da darunter die Batterielaufzeit natürlich leidet.

  • Gibt es auch eine Kindersicherung für Smarthome-Geräte?

    Der Forscherdrang des Nachwuchses ist oftmals nicht in die Schranken zu weisen, was für die stolzen Eltern ein schönes Signal ist. Jedoch kann es gerade im vernetzten Eigenheim zum Problem werden, wenn die neugierigen Kleinen unkontrolliert auf der Smart-Home-Zentrale oder den angeschlossenen Mobilgeräten herumdrücken. Daher bieten die Hersteller von Smart-Home-Geräten und -Apps Kindersicherungen an, die verhindern, dass Ihre Liebsten sich aus Versehen ein- und Sie aussperren.
  • Kann man Smarthome-Rauchmelder auch ohne Smart Home verwenden?

    Wenn Sie Ihr Zuhause zukunftssicher ausstatten wollen, aber noch nicht über eine Smart-Home-Anlage verfügen, können Sie von unserem Smart-Home-Rauchmelder-Vergleich profitieren: Die Funktionsweise des Rauchmelders ist nicht abhängig vom Funkmodul. Das bedeutet für Anwender, dass der Rauchmelder auch dann einen akustischen Alarm auslöst, ohne dass Sie den Smart-Home-Rauchmelder verbinden müssen.

    Damit können Sie bereits ältere Rauchmelder in ihrem Haus durch smarte Modelle ersetzen, wenn Sie bereits eine Aufrüstung Ihrer Haustechnik ins Auge gefasst haben. Durch die Batterielaufzeit von zehn Jahren lohnt es sich bereits, einen Smart-Home-Rauchmelder zu kaufen, wenn Sie erst in drei Jahren auf die intelligente Haustechnik umsteigen. Wir zählen Ihnen die Vor- und Nachteile des Kaufs eines Smart-Home-Rauchmelders ohne die entsprechende Infrastruktur auf:

    • vollständiger Schutz gewährleistet
    • teilweise Funkvernetzung ohne Smart-Home-System möglich
    • zukunftssicher
    • teurer als einfache Rauchmelder
Vergleichssieger
Gira Dual Q
sehr gut (1,3) Gira Dual Q
14 Bewertungen
39,70 € Zum Angebot »
Preis-Leistungs-Sieger
Ei Electronics Professional Ei650iW
sehr gut (1,4) Ei Electronics Professional Ei650iW
2 Bewertungen
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