Das Wichtigste in Kürze
  • Selbst ein günstiger Wassermelder kann große Schäden in Ihrer Wohnung verhindern. Besonders wichtig sind die Geräte an Orten, die Sie nicht ständig im Blick haben, wie etwa einen Waschkeller.
  • Moderne Smart-Home-Wassermelder können über WLAN Alarm schlagen und erreichen Sie über das Smartphone auch dann, wenn Sie sich nicht im Haus befinden. Doch auch die klassischen Produkte erfüllen ihren Zweck.
  • Empfehlenswert ist ein Blick auf die Batterien. Hier variiert die Laufzeit stark, wobei Wassersensoren mit WLAN-Konnektivität nicht per se besser abschneiden – obwohl sie deutlich teurer sind.

Wassermelder Test

Im Oktober 2017 attestierte Stiftung Warentest gleich mehreren Waschmaschinen ein großes Risiko, Wasserschäden auszulösen und benannte damit nur eine von vielen möglichen Quellen für Überflutungen in Wohnung und Keller.

Smartphone mit Alarm-Meldung

Dieser Wasserwächter ist in Ihr Smart-Home-System eingebettet und warnt Sie per App.
Im Bild: App aus dem Lyric-System von Honeywell.

Überschwemmungen breiten sich zumeist unbemerkt aus, da sie an Orten stattfinden, die wir nicht ständig im Blick haben: Unter dem Küchenschrank, im Keller bei der Waschmaschine, am Hauswasserwerk oder neben anderen Pumpen.

Hier sollte zur Sicherheit ein kleiner Wasserwächter installiert werden – sonst zahlen Sie womöglich einen hohen Preis.

Den schrillenden Alarm können wir allerdings nicht überhören. Und moderne Geräte gehen noch weiter: Dank WLAN sendet der Wassermelder ein Funksignal an die Smart-Home-Zentrale und Sie erhalten eine Textnachricht aufs Smartphone – selbst wenn Sie sich gerade in einer anderen Stadt befinden.

In unserem Wassermelder-Vergleich 2020 haben wir uns sowohl den klassischen Wasseralarm, als auch die WLAN-Variante genauer angesehen und erläutern in unserer Kaufberatung die Vorteile von Lithium-Batterien und langen Sensorkabeln.

1. Ist die Montage einfach?

Zwei Kategorien von Wassermeldern stehen Ihnen zur Auswahl. Ihre Funktionsweise ist identisch, doch bei einem Modell befinden sich die Kontakte an einem Kabel, beim anderen direkt am Gerät.

Die Funktionsweise ist bei beiden Typen gleich: Zwei elektrische Kontakte versuchen permanent eine Stromverbindung aufzubauen, was im Normalzustand nicht möglich ist. Gibt es aber irgendwo ein Leck und Wasser kommt zwischen die Kontakte, fließt Elektrizität und löst so den Alarm aus.

Wasserwächter mit Saugnapf an Fliese


Im Bild: Bad-Fliesen mit Wassermelder der Marke X4-Life.

Die Montage der kabellosen Wasserwächter ist denkbar simpel: Sie werden einfach auf den Boden gestellt und sind sofort betriebsbereit. Gegebenenfalls gibt es noch ein Klebepad, damit sie nicht wegrutschen.

Im Gegensatz dazu müssen die Kabel-Geräte an die Wand montiert werden, möglich ist auch die Innenseite eines Unterschranks. Das funktioniert in der Regel durch die mitgelieferten Schrauben und Dübel, andernfalls mit Klebepads oder sogar Saugnäpfen.

Das Kabel führt vom Wassermelder herab, das etwas größere Endstück liegt einfach auf dem Fußboden oder wird dort zusätzlich fixiert, damit es an einer bestimmten Stelle verbleibt. Wichtig ist eine ausreichende Kabellänge. Wenn Sie handwerklich etwas begabt sind, können Sie das Kabel auch durchtrennen und mit einem Verlängerungskabel erweitern.

X4-Life-Wasseralarm mit Kabel

Aus der Steuerbox ragt ein Kabel, an welchem der eigentliche Sensor befestigt ist. Dieser wird genau dort positioniert, wo sich das Wasser im Falle eines Lecks zuallererst ansammeln würde.
Im Bild. X4-Life Security Wasser-Alarm.

Wassermelder HomeMatic 131778

In manchen Fällen sind die Fühler anstatt an einem Kabel am Gerät angebracht.
Im Bild: HomeMatic Wassersensor

Im Folgenden führen wir die bei Typen noch einmal kurz für Sie auf:

Wassermelder mit Kabel Wassermelder ohne Kabel
Wassermelder mit Kabel Wassermelder kabellos
Sensoren am Kabel Sensoren direkt am Gerät
  • Sensor kann auch in Nischen geführt werden
  • Bedienbarkeit ohne mühsames Bücken
  • Gerät bleibt auch bei einigen Zentimetern Wasserstand völlig unbeeinträchtigt
  • keine Installation notwendig
  • Gerät kann leicht anderswo aufgestellt werden
  • bei einem sehr hohen Wasserstand kann das Gerät beschädigt werden
Einige Produkte sind Zwitterwesen: Sie haben Sensoren sowohl am Kabel als auch auf ihrem Rücken und können daher sowohl an der Wand montiert als auch auf den Fußboden gelegt werden.

Funktion prüfen: Führen Sie nach der Installation mit dem Wassermelder einen Test durch, indem Sie den Sensor in eine Pfütze Wasser halten.

Normalerweise löst das Gerät unmittelbar aus, bei manchen Modellen kann es bis zu einer Minuten dauern.

2. Muss eine Lithium-Batterie seltener gewechselt werden?

Badezimmer Steckdose mit Fliesen

Einige Wassermelder passen in eine 230V-Steckdose.

Beinahe allen Wasserwarnern genügen eine oder zwei handelsüblich Batterien, damit sie jahrelang laufen. Für gewöhnlich kommen die Typen AA und AAA zum Einsatz, sie sind auch im Lieferumfang enthalten.

Manche Modelle arbeiten mit einer hochwertigen Lithium-Batterie, die sie bis zu ein Jahrzehnt lang versorgt – das bedeutet natürlich weniger Wartungsaufwand für Sie.

Vereinzelt finden sich auch Geräte auf dem Markt, welche nicht batteriebtrieben sind, sondern direkt an eine Steckdose angeschlossen werden. Das hat Vor- und Nachteile:

  • kein Ausfall aufgrund leerer Batterien
  • keine Kosten und Aufwand durch neue Batterien
  • nahe der Problemstelle muss es eine Steckdose geben
  • meist etwas teurer

Zwar dürfen die Sensoren ins Wasser eintauchen, das Gerät an sich sollte aber möglichst nicht überschwemmt werden. Passiert das dennoch, muss es eventuell komplett ausgetauscht werden. Kontaktieren Sie in diesem Fall den Hersteller.

3. Funk und Smart-Home-Verknüpfung: Der Wassermelder ist in der Zukunft angekommen

Eine Hand hält einen Mini-Wasseralarm von Cavius

Das ziemlich kompakte Modell von Cavius ist zwar nicht smart, versetzt aber andere Geräte der Cavius-Familie (z. B. Rauchmelder) ebenfalls in Alarm, wenn es Wasser detektiert.

Die besten Wassermelder informieren Sie per App über Wasserschäden im Haus – und das in Sekundenschnelle.

Das funktioniert auch, wenn Sie sich gar nicht im Haus, oder sogar außer Landes befinden: Dank einem Router (z. B. einer Fritzbox) nimmt der Wassermelder per WLAN Kontakt mit der Smart-Home-Zentralstation auf, die sich in der Regel im Flur oder Wohnzimmer befindet.

Diese kann weitere Geräte in Betrieb setzen – etwa eine Überwachungskamera, welche Fotos von der Küche aufnimmt und Ihnen schickt – oder direkt eine Meldung auf Ihr Handy absenden.

Unabdinglich ist allerdings, dass Sie einen Funk-Wassermelder kaufen, der mit dem Rest Ihres Systems kompatibel ist, also vom selben Hersteller stammt.

Zudem sollten Sie nach der Installation mit dem Wassermelder einen Funk-Test (also Testalarm) durchführen, um zu sehen, ob sein Alarm auch wirklich ankommt. Einmal kurz in Wasser tauchen genügt dafür.

Smartphone mit einem Wassermelder verbunden

Manche Wassersensoren zeigen Ihnen auch die aktuelle Temperatur an. Das hilft dabei, Frostschäden zu vermeiden.
Im Bild: Honeywell Wasseralarm mit Smartphone-App.

Alles aus einer Hand

Hersteller bieten oft Komplettpakete mit verschiedenen Melder-Typen (Gas, Rauch, CO), weiterer Sicherheitstechnik und allerlei Zubehör an. Wir empfehlen: Kaufen Sie lieber einzeln, was Sie wirklich brauchen.

Nicht nur der Wasseralarm ist Teil des smarten Heims. Auch andere Produkte lassen sich einbinden:

4. Wie lassen sich Fehlalarme vermeiden und unterbrechen?

In einem Küchen-Unterschrank liegt ein Wassersensor in einer Pfütze

Liegt der Wasserwarner auf dem Boden, genügt es, ihn im Falle eines Fehlalarms einfach hochzuheben.

Plötzlich schrillt der Alarm durch die Wohnung. Sie eilen ins Bad und stellen beruhigt fest: Nichts passiert, es hat sich nur eine kleine Pfütze neben dem Putzeimer gebildet. Doch wie bekommen Sie jetzt das Gerät aus?

Meist ist es ganz einfach: Wassermelder mit Abschaltung geben per Knopfdruck zehn Minuten Ruhe. Bei anderen müssen Sie die Batterien herausnehmen oder das Kabel ziehen – das ist lästig.

Dieser Knopf ist auch dann eine Hilfe, wenn der Boden geputzt werden soll. Kabellose-Geräte mit Sensor-Füßchen müssen Sie vorübergehend vom Boden aufheben.

Nahaufnahme Wasserwächter von ABUS

Unterschätzen Sie nicht die Lautstärke der Sirene! Tragen Sie, wenn möglich, einen Gehörschutz beim Wassermelder-Test.
Im Bild: ABUS Wassermelder HSWM10000.

ein roter Alarmknopf an einem Wassermelder

Einmal auf den Knopf gedrückt und die Sirene – ob Fehlalarm oder Ernst – geht sofort aus. Dann können Sie Ihre Gedanken sammeln und das Problem angehen.
Im Bild: WLAN-Wassermelder Lupus 12047.

5. Fragen und Antworten zum Wasserdetektor

5.1. Wo sollte ich den Wassersensor anbringen?

Schraube in der Verpackung von einem Wassermelder

Schrauben und Dübel werden mitgeliefert und müssen nicht extra von Ihnen eingekauft werden.

Prinzipiell dort, wo ein Leck entstehen könnte:

  • bei Waschmaschinen
  • unterhalb von Spülbecken in Bad und Küche
  • neben einem Bodenablauf oder einer Toilette, die verstopfen können
  • bei einer Sumpfpumpe oder sonstigen Pumpe

Zumeist ist das unterste Stockwerk betroffen, da Wasser bekanntlich nicht nach oben läuft.

Gerade in Kellern werden Leckagen oft lange nicht bemerkt. Je seltener Sie an der Risiko-Stelle vorbeilaufen, desto sinnvoller ist dort der Schutz durch Sicherheitstechnik wie einen Wasseralarm.

5.2. Woher weiß ich, ob der Wasseralarm funktioniert?

Waschmaschine läuft über, Schaum ist überall, OH GOTT DER SCHAUM, DER SCHAUUUM ... SAGT MEINER FRAU ... HUST... SCHÄUM

Prüfen Sie den Wassermelder alle paar Monate auf seine Funktionstüchtigkeit, damit er nicht im entscheidenden Moment versagt.

Führen Sie regelmäßig mit dem Wassermelder einen Test durch: Halten Sie den Sensor in etwas Wasser: Der Alarm sollte auslösen. Wird der Sensor entfernt, geht auch der Alarm sofort wieder aus. Halten Sie gegebenenfalls noch ein trockenes Tuch bereit, drücken Sie den Abschaltknopf oder nehmen Sie die Batterien heraus, falls der Alarm nach dem Wasserwächter-Test anhält.

Im Anschluss ist das Gerät direkt wieder betriebsbereit, eine Neu-Programmierung oder ähnliches ist nicht notwendig.

5.3. Gibt es einen Wassermelder-Test von Stiftung Warentest?

Bislang nicht. Die Stiftung hat keine Wassermelder-Testsieger gekürt.