Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Fitness-Armband hat in erster Linie die Aufgabe, sowohl die Schritte als auch die zurückgelegte Distanz und den Kalorienverbrauch seines Trägers zu erfassen und dadurch den Nutzer zu mehr Bewegung zu motivieren.
  • Ebenso kann ein Fitness-Armband über einen Pulsmesser oder einen Herzfrequenzmesser verfügen. Genauso gibt es Gesundheitsbänder mit GPS, welche die zurückgelegte Distanz präzise erfassen.
  • Um die erfassten Daten in ihrer Gesamtheit darstellen zu können, werden die Activity-Tracker mit einer App synchronisiert. Aufgrund dessen stellt sich für Nutzer nicht nur die Frage nach dem Funktionsumfang eines Fitness-Armbands, sondern auch nach der Kompatibilität bzw. ob das Fitness-Armband mit iPhones, Android- oder Windows-Geräten verbunden werden kann.

fitness-armband test

Wer einen gesunden Lebensstil führt, der achtet nicht nur auf eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung, sondern treibt auch regelmäßig Sport oder legt zumindest Wert auf ausreichend Bewegung. Wie wichtig die Gesundheit für Menschen hier in Deutschland im Allgemeinen ist, zeigt eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach. Laut dieser gab es im Jahr 2016 19,57 Millionen Personen ab 14 Jahre, die sich zur Gruppe der Gesundheitsbewussten zählten und dementsprechend auch sehr auf ihre Gesundheit achteten.

Doch nicht jedem fällt ein aktiver und gesunder Lebensstil leicht – vor allem, wenn es ums Sporttreiben geht. Viele von uns verbringen ihren Alltag im Sitzen und nach einem langen, intensiven Arbeitstag hat man selten die Motivation, noch eine Runde um den Block zu joggen, geschweige denn vollgepackt mit einer Sporttasche ins Fitness-Studio zu gehen.

Was also tun, wenn die Motivation mal wieder auf der Strecke geblieben ist?

Vielleicht wäre der Kauf eines Fitness-Armbands eine Lösung. Sie zählen – zumindest laut Hersteller – rund um die Uhr zuverlässig Kalorienverbrauch, Schritte und zurückgelegte Distanz und analysieren sogar das Schlafverhalten. Zudem animieren die smarten Wearables ihre Träger durch einen sanften Vibrationsalarm zur regelmäßigen Bewegung. Genauso kann ein Teil der Activity-Tracker die Puls- bzw. die Herzfrequenz messen und soll deshalb auch ein idealer Trainingsbegleiter für Sportler sein.

Aber was taugen die Fitness-Armbänder wirklich? Halten die Activity-Tracker, was sie versprechen?

In unserem Fitness-Armband-Vergleich 2020 haben wir verschiedene Fitness-Armbänder verglichen und zeigen Ihnen, welche Tracker sich wirklich zum Sporttreiben eignen und welche von ihnen lediglich grobe Werte liefern und somit mehr ein spielerisches Gadget darstellen.

Hinweis der Redaktion: Damit unser Fitnessarmband-Vergleich für Sie stets relevant bleibt, aktualisieren wir die Produkttabelle, wann immer wir neue Modelle vergleichen. So kann es passieren, dass der Vergleichsratgeber an manchen Stellen noch auf ältere Produkte verweist. Wir haben jene Informationen bewusst nicht aus dem Ratgeber entfernt, damit Sie auch weiterhin von den Vergleichsergebnissen zu älteren Modellen profitieren können.

1. Erfassen die Sensoren Schritte, Puls und Herzschlag?

fitnesstracker mit pulsmesser

Immer dabei: Ob bei der Arbeit, beim Sport oder beim Schlafen – Fitness-Armbänder zeichnen rund um die Uhr Ihre Aktivitäten und sogar Ihr Schlafverhalten auf.

Damit die Fitness-Tracker die Distanz, die Schritte oder den Puls bestimmen können, sind sie mit verschiedenen Sensoren ausgestattet. Zum einen sind das Bewegungssensoren, die Bewegungen (Beschleunigung oder Rotation) erfassen, und dadurch die Aktivität erkennen – und zum anderen werden optischen Sensoren, die für die Pulsmessung bzw. Herzfrequenzmessung zuständig sind, in den Trackern verbaut.

Der optische Sensor ist an der Unterseite der Fitness-Tracker angebracht. Er besteht aus zwei oder mehreren LEDs sowie einem optoelektrischen Sensor – oder vereinfacht gesagt – aus einer Linse. Wenn die LEDs leuchten und auf die Haut treffen, durchdringen sie Gewebe und Blutgefäße. Während einige Teile des Lichtes vom Gewebe absorbiert und transmittiert werden, bestimmt die Linse aus dem reflektierenden Licht den Puls. Zudem kann durch das Empfangen und Senden des Lichtes die Blutmenge erfasst werden und somit auch die Herzfrequenz bestimmt werden.

Wenn auch die Verbauung eines GPS-Empfängers immer noch selten ist, sind einige wenige Activity-Tracker bereits mit dieser Technik ausgestattet. GPS hat gegenüber den Bewegungssensoren den Vorteil, fast auf den Meter genau den Standort des Fitness-Armbandes bzw. des Nutzers zu bestimmen.

Kann der Activity-Tracker zusätzlich Etagen zählen, verfügt der kleine Smart-Tracker außerdem über einen Höhensensor.

optischer Sensor

Bei Messungen am Handgelenk liefert grünes Licht die genauesten Ergebnisse. Am Finger wird stattdessen mit Infrarot-Licht gemessen.

2. Was sind die wichtigsten Kaufkriterien für ein Fitness-Armband?

Wenn Sie ein Fitness-Armband kaufen, dann sollten Sie sich nicht ausschließlich nach den Funktionen richten. Zuerst einmal ist zu klären, ob Sie ein App-fähiges Endgerät, z. B. ein Smartphone, besitzen und ob Ihr zukünftiger Fitness-Armband-Vergleichssieger überhaupt mit Ihrem mobilen Endgerät kompatibel ist.

2.1. Allgemeine Bedienung (40 %)

2.1.1. Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt – Die Inbetriebnahme

smartphone app

Alles im Blick. Die App zeigt Ihnen Ihre Tagesbilanz an.

Selbst das beste Fitness-Armband wird ohne eine Sache nicht auskommen: ein Smartphone oder ein App-fähiges Endgerät.

Die Mehrheit der Activity-Tracker speichert zwar – meist nur für einen bestimmten Zeitraum – die übers Handgelenk gewonnen Daten, eine Gesamtbilanz der am Tag zurückgelegten Kilometer oder des Schlafverhaltens wird aber oft erst angezeigt, wenn die Daten des Trackers via Bluetooth mit der dazugehörigen App synchronisiert und dort zusammengefasst dargestellt werden.

In unserem Vergleich galt das für das vívosmart HR+ und vívofit 3 von Garmin, für das Orbit von Runtastic, für das Sony SWR30 SmartBand, für das Gear Fit 2 von Samsung sowie für das charge 2 und das flex 2 von fitbit.

fitness-tracker-armband

Mit den Apps haben Sie Ihre Daten immer im Überblick. Hier am Beispiel der Apps Garmin Connect, fitbit, Polar Flow und Runtastic Me.

fitness-armband-mit-pulsmessung

Synchronisieren oder aufladen?

Die Ausnahme in unserem Fitness-Tracker-Vergleich bildeten hingegen das A 360 und sowie das Loop 2 des Herstellers Polar. Beide Tracker können über den PC oder mit der App eingerichtet und später auch über PC und App synchronisiert werden. Wenn Sie also kein App-fähiges Endgerät besitzen, sollten Sie ein Fitness-Armband kaufen, das über den PC synchronisiert werden kann. Alle anderen Geräte ließen sich zumindest über den PC aufladen.

Das zweite wichtige Kaufkriterium ist die Kompatibilität. Denn was nützt Ihnen ein Fitness-Wearable, das gar nicht mit dem Betriebssystem Ihres Handys oder Tablets kompatibel ist?

Folgende Tabelle zeigt Ihnen im Überblick, welche Fitnesstracker mit welchen Betriebssystemen kompatibel sind. Die Apps sind kostenlos und können in den jeweiligen App-Stores Ihres Mobilgerätes heruntergeladen werden.

Fitness-Armband Name der App Kompatibilität
Polar A 360, Polar Loop 2 Polar Flow iOS, Android, Windows
Samsung Gear Fit2 Samsung Gear Fit Manager und Samsung S Health iOS, Android
fitbit flex 2, charge 2 Fitbit iOS, Android, Windows
Sony SWR30 SmartBand SmartBand Talk SWR30, Lifelog (Fitness App) Android
Garmin vívofit 3, vívosmart HR+ Garmin Connect Mobile iOS, Android, Windows
Runtastic Orbit Runtastic Me iOS, Android, Windows
Hinweis: Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Mobilgerät oder Tablet mindestens über einen Bluetooth Standard von 4.0 oder höher verfügt, da ein Großteil der Tracker mit diesem Standard ausgestattet ist. Bluetooth 4.0, auch als Bluetooth Low Energy bekannt, ist darauf ausgelegt, geringe Datenmengen zu übermitteln und ermöglicht dadurch lange Akkulaufzeiten von Geräten wie Fitness-Trackern oder Smartwatches.

Ergebnis: Die Einrichtung und Synchronisation der Tracker-Armbänder sollten sich leicht in Betrieb nehmen lassen. Lediglich das Loop 2 und das A 360 von Polar müssen über den PC erst einmal mit den neuesten Updates versorgt werden. Ansonsten erfolgte aber auch hier die Herstellung der Verbindung über Bluetooth und die anschließende Synchronisation problemlos.

gesundheitsarmbandHinweis: Sportenthusiasten, die direkt in ein aktiveres Leben starten möchten, werden zum Teil enttäuscht werden. Einige der Activity-Tracker in unserem Fitness-Armband-Vergleich müssen vor dem Gebrauch nämlich erstmal aufgeladen werden, darunter das fitbit flex 2, das fitbit charge 2, das Samsung Gear Fit2 und das Runtastic Orbit.

2.1.2. Profil zeigen – Die Anwendung der App

fitness-armband-puls

Profilerstellung Garmin Connect.

Ist die App geladen, müssen Nutzer zuerst einmal ein Benutzerprofil erstellen. Besonders gefragt sind Nutzerdaten wie Geschlecht, Größe, Gewicht sowie das Geburtsdatum. Anhand dieser können die Tracker-Armbänder am Ende die Schrittzahl, die verbrannten Kalorien sowie die zurückgelegte Distanz unter Berücksichtigung von Durchschnittswerten errechnen. Sind die Daten erfasst, können Nutzer zum Beispiel Ihr persönliches Aktivitätsziel bestimmen oder einen Trainingsplan erstellen.

Überzeugen kann die Menüführung der Fitness-App von fitbit, die alle relevanten Angaben (Kalorien, Distanz, Trainingseinheiten, Schlafgewohnheiten) übersichtlich erfasst.

Ebenfalls positiv ist die App von Garmin. Der Vorteil bei dieser Applikation besteht nicht nur in ihrer Übersichtlichkeit: Mit der App können ebenso mehrere Garmin-Geräte synchronisiert werden. Der Clou dabei ist, dass für jedes Gerät die jeweiligen Aktivitäten bzw. Daten erfasst werden können.

Den gleichen Vorteil haben Nutzer eines Fitness-Wearables von Polar, denn auch hier wird angezeigt, mit welchem Gerät eine bestimmte Aktivität absolviert wurde.

Nutzer der fitbit-App müssen auf diesen Vorzug leider verzichten. Zwar können mehrere Tracker-Armbänder mit der App erfasst werden – die Daten werden hier aber nicht getrennt ausgewertet, sondern unter einem Profil zusammengefügt. Lediglich die Aktivität wird angezeigt, nicht aber, mit welchem Gerät sie absolviert wurde.

fitness-trackerHinweis: Obwohl die App Samsung S Health wie die Mehrheit der Fitness-Apps übersichtlich und intuitiv zu bedienen war, gab es Schwierigkeiten bei der Navigation. Die App muss teilweise neugestartet werden. Auch die App „Runtastic Me“ ist zwar intuitiv bedienbar, ein einfacher und simpler Aufbau täuscht aber auch nicht über den geringen Funktionsumfang der App hinweg.

2.1.3. Touch it – Bedienbarkeit des Fitness-Trackers

fitness-armband-mit-pulsmesser

Die Bedienung des Loop 2 von Polar ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.

Es gibt Fitnessarmbänder mit Touchdisplay und seitlich angebrachten Knöpfen, Tracker mit einem Display, die nur über einen Knopf am Fitnessarmband gesteuert werden, sowie Geräte, die gar kein Display haben und deshalb nur über die App bedient werden können.

Resultierend aus unserem Fitness-Tracker-Vergleich ergeben sich für die Tracker mit Touchdisplay bzw. einem Knopf zum Blättern gegenüber displaylosen Trackern folgende Vor- und Nachteile:

    Vorteile
  • alle wichtigen Daten im Überblick
  • Einstellung/Navigation am Tracker vornehmbar
  • kein Handy notwendig
    Nachteile
  • nach Workout erschwerte Navigation (nasse Finger)
  • mit Handschuhen nicht gut bedienbar
  • kürzere Akkulaufzeit

fitness-armband-vergleich

3. Mit anderen messen – die Messgenauigkeit im Überblick

3.1. Schritt halten – das Schrittzähler-Armband

kalorienzähler

Mithilfe von Sensoren erfassen die Gesundheitstracker sowohl die Beschleunigung als auch die Rotation. Um die Schritte bzw. die zurückgelegte Distanz zu erfassen, müssen Nutzer bei der Inbetriebnahme folgende Daten angeben:

  • Geschlecht
  • Geburtsdatum | Alter
  • Größe
  • Gewicht

Anhand dieser Daten, vor allem in Bezug auf die angegebene Körpergröße, wird die ungefähre Schrittweite mithilfe von Durchschnittswerten bei der angegeben Körpergröße bestimmt. Grundsätzlich ist diese Art der Schrittzahl-Erfassung besonders anfällig, schließlich bewegen sich Menschen niemals mit gleichmäßigen Schritten vorwärts. Zudem haben nicht alle Menschen mit derselben Körpergröße automatisch die gleiche Schrittlänge.

3.2. Kalorienzählerei – METs als Referenzwerte

Die Intensität körperlicher Aktivitäten in MET
  • Ruheumsatz = 1 MET
  • Hausarbeit = 3,5 MET
  • Schwimmen/langsam = 4,5 MET
  • Laufen (10 km/h) = 10 MET
  • Laufen (11 km/h) = 11 MET

Bei der Kalorienberechnung nutzen die Fitness-Armbänder ebenfalls Geschlecht, Alter und Gewicht, um daraus den Grundumsatz zu berechnen. Um hingegen die Anzahl der durch Bewegung verbrannten Kalorien zu ermitteln, wird das metabolische Äquivalent (MET) verwendet. Es dient dazu, den Energieverbrauch verschiedener Aktivitäten miteinander zu vergleichen. Dabei gibt das metabolische Äquivalent die Leistung bzw. den Kalorienverbrauch von unterschiedlichen körperlichen Aktivitäten als ein Vielfaches des Ruheumsatzes an. Mehr zum MET lesen Sie hier.

schrittzählerBerechnung des Ruheumsatzes (bei normal-gewichtigen Personen):

  • Männer (19 – 50 Jahre): 1 kcal pro kg Körpergewicht in einer Stunde
    Beispiel: 85 kg x 1 kcal = 85 kcal pro Stunde (1 MET/ Ruheumsatz)
  • Frauen (19 – 50 Jahre): 0,9 kcal pro kg Körpergewicht in einer Stunde
    Beispiel: 60 kg x 0,9 kcal = 54 kcal pro Stunde (1 MET/ Ruheumsatz)

Fazit: Wenn also die Frau aus dem Beispiel eine Stunde bei 10 km/h laufen gehen würde, müsste sie ca. 540 kcal verbrennen.

Eine weitere Möglichkeit, den Energieverbrauch bspw. beim Laufen zu berechnen, stellt folgende Formel dar: Multiplizieren Sie das Körpergewicht mit 0,95 und Sie haben den Energieverbrauch pro zurückgelegtem Kilometer.

Ergebnis: Unser Fitness-Tracker-Vergleich hat ergeben, dass sich die Kalorienangaben der Fitness-Tracker grundsätzlich meist unterscheiden. Nichtsdestotrotz fällt auf, dass die Angaben der Kalorienzähler-Armbänder meist nicht wesentlich voneinander abweichen.

Deshalb gilt: Sowohl das MET als auch die Rechnung über die gelaufenen Kilometer geben lediglich eine Abschätzung über Ihren Kalorienverbrauch ab. Das Gleiche gilt übrigens für die Angaben der Fitness-Tracker. Um einen exakten Wert zu erhalten, müssten außerdem Faktoren wie beispielsweise das Klima, der Ernährungszustand des Körpers, die Bodenbeschaffenheit, die Laufökonomie sowie die Sauerstoffaufnahme berücksichtigt werden. Ähnlich verhält es sich auch mit der Berechnung des Kalorienumsatzes unter Berücksichtigung der Herzfrequenz. Auch bei dieser Methode muss grundsätzlich mit Abweichungen gerechnet werden.

Dennoch sind die Werte keineswegs nutzlos: Wer sich bewegt, verbrennt mehr Kalorien und darf demzufolge beim Essen auch etwas beherzter zugreifen.

fitnessuhren von garmin

3.3. Distanz – geringste Abweichung mit GPS-Unterstützung

Die Distanz wird, wie schon beim Schrittzähler, anhand der eingegebenen Werte berechnet. Meist wird die gelaufene Distanz automatisch zu den bereits gegangenen Kilometern hinzu addiert, sodass am Ende des Tages lediglich eine Gesamtanzahl der gelaufenen Kilometer in der App angezeigt wird. Für Hobbyathleten, die eine detaillierte Übersicht ihrer Trainingseinheiten wünschen, sind solche Geräte daher nicht geeignet.

sportarmband-fitnessPraktisch: Im Fitness-Tracker-Vergleich hat sich eine automatische Bewegungserkennung ebenfalls als nützlich erwiesen. So kann der Nutzer beim Lauftraining einfach loslaufen, ohne den Laufmodus auf dem Gerät zu aktivieren. Nichtsdestotrotz muss bei vielen Smart-Armbändern das GPS (vívosmart HR+), das Lauftraining (Polar A 360) oder die Stoppuhr (vívofit 3) aktiviert werden, um die gelaufene Distanz zu erfassen. Ansonsten bleibt Nutzern lediglich die Erkenntnis, dass sie joggen waren und wie lange sie unterwegs waren.

3.4. Hand aus Herz – besonders exakte Messungen mit dem Brustgurt

herzfrequenzmesserWie bereits eingangs erwähnt, verfügen einige Fitness-Tracker zudem über einen integrierten Puls- bzw. Herzfrequenzmesser. Zum einen erfolgt die Messung direkt übers Handgelenk, zum anderen haben Nutzer die Möglichkeit, ihr Gesundheitsarmband, wenn möglich, mit einem Brustgurt zu koppeln. Grundsätzlich lieferte die optische Messung der Puls- und Herzfrequenz in unserem Fitness-Armband-Vergleich zuverlässige Messwerte. Noch präzisere Daten können jedoch mit dem Brustgurt erreicht werden, das bestätigt auch die Stiftung Warentest, die Fitness-Armbänder getestet hat.

activity-trackerWarum können die Werte (übers Handgelenk) trotzdem abweichen? Gerade bei der Messung übers Handgelenk werden oft falsche Messwerte generiert. Der Grund dafür ist aber nicht die Technik der optischen Messung. Vielmehr kann beispielsweise der schlechte Sitz die Ursache falscher Messergebnisse sein. Ist zwischen Handgelenk und Sensor zu viel Platz, kann das Licht der LEDs nicht ausreichend in das Gewebe eindringen. Zudem können Kälte, ein beschmutzter Sensor und sogar zu viel Behaarung oder dunklere Haut die Ergebnisse verfälschen.

herzfrequenzmessung mit brustgurt

Sportler, die auf präzise Messergebnisse setzen, sollten mit einem Brustgurt trainieren. Grundsätzlich muss der Brustgurt separat erworben werden. Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass der Brustgurt mit dem Fitness-Tracker kompatibel ist.

4. Du bist, was du trägst – Verarbeitung, Tragekomfort & Verschluss (20%)

4.1. Verarbeitung – hautfreundliches Silikon macht das Tragen angenehm

Schwimmen

Drei Fitness-Armbänder – das Orbit, das vívosmart HR+ sowie das flex2 – sind zum Schwimmen gehen geeignet. Einige Fitnessarmbänder erkennen die Aktivität Schwimmen samt geschwommener Zeit. Andere hingegen registrieren nur die Bewegung, nicht aber die Aktivität an sich.

Um dem Alltag und vor allem sportlichen Aktivitäten Stand halten zu können, setzen die Hersteller bei den Fitness-Armbändern häufig auf weiches Silikonelastomer. Der Kunststoff ist hautfreundlich und darüber hinaus schweiß- und wasserabweisend. Zudem ist er besonders elastisch und anschmiegsam.

In Sachen Verarbeitung haben sich die Activity-Tracker in unserem Vergleich keine Blöße gegeben.

4.2. Die Wasserdichtigkeit – vom Regen in die Traufe

wasserdichtigkeitOb Regen oder Schweiß – ein Fitness-Tracker muss beim regelmäßigen Tragen einiges an Feuchtigkeit abwehren können. Deshalb müssen Tracker zumindest schweiß-, regen- und spritzwassergeschützt sein.

Um die Wasserdichtigkeit von Gesundheitsbändern anzugeben, zeichnen einige, jedoch nicht alle, Hersteller die Fitnessbänder mit einer Norm (DIN, ISO) aus oder ordnen sie einer IP-Schutzklasse zu:

Wasserdichtigkeit gemäß Einheit/Kennziffer Erklärung
DIN 8310 / ISO 2281 m = bar/atm Die Wasserdichtigkeit bei Uhren wird mit der Höhe der Wassersäule gekennzeichnet. Die Angabe in m, bar oder atm gibt dabei ein, dass die Uhr eine begrenzte Zeit einem bestimmten Druck standhält. Folglich handelt es sich bei den Meterangaben der Hersteller nicht um die Tauchtiefe.
IP-Schutzklasse Bsp.: IP 01 Die Schutzklasse meint die Schutzart für elektronische Geräte. Dabei gibt die erste Zahl nach „IP“ an, inwiefern das Gerät vor Staub oder Sand geschützt ist. Die zweite Zahl gibt an, welcher Schutz beim Eindringen oder beim Berühren von Flüssigkeiten besteht. Ein X meint, dass der Hersteller dazu keine Angabe macht.

Zum Vergleich: die Angaben der Hersteller für die Fitnesstracker aus unserem Fitness-Armband-Vergleich:

Fitnessarmband Wasserdichtigkeit Merkmale laut Hersteller
Runtastic Orbit waterproof 100 m Schweiß-, regen- und spritzwassergeschützt. Zum Schwimmen, Baden und Duschen geeignet.
vívosmart HR+, vívofit 3 5 atm Schweiß-, regen- und spritzwassergeschützt. Zum Schwimmen, Baden und Duschen geeignet.
fitbit flex 2 wasserabweisend bis zu 50 m Schweiß-, regen- und spritzwassergeschützt. Zum Schwimmen geeignet, nicht zum Tragen in der heißen Badewanne oder Sauna gedacht.
Samsung Gear Fit 2/
Sony SWR 30 SmartBand
IP 68 Staub- und wasserdicht. Kann bis zu einer Tiefe von 1,5 m dauernd untergetaucht werden.
Polar A 360 waterproof Schweiß-, regen- und spritzwassergeschützt. Nur für kurze Zeit zum Baden und Schwimmen geeignet (WR30).
Polar Loop 2 waterproof Schweiß-, regen- und spritzwassergeschützt. Nicht zum Schwimmen und Baden geeignet (WR20).
fitbit charge 2 wasserabweisend Schweiß-, regen- und spritzwassergeschützt. Nicht zum Schwimmen und Duschen geeignet.
Hinweis: Wenn Sie ein Fitness-Armband kaufen, werden Sie feststellen, dass auf der Verpackung der Fitness-Tracker oftmals nur ein einfaches waterproof (wasserdicht) oder water resistant (wasserabweisend) angegeben wird. Beide Begriffe sind jedoch dehnbar und je nach Hersteller besteht ein unterschiedliches Verständnis von Wasserdichtigkeit. Lesen Sie sich deshalb die Produktanleitung genau durch.

4.2. Tragekomfort – keinerlei Druckstellen

samsung-gear-fit-2

Das Gear Fit 2 überzeugt dank seiner ergonomischen Form mit einem sehr hohen Tragekomfort. Ebenso erzielt das smarte Fitness-Armband aufgrund integrierter GPS-Technik gute Ergebnisse bei der Distanz-Erfassung.

Da die Fitness-Armbänder 24/7 getragen werden, müssen sie vor allem eins: bequem sitzen. Nicht alle Geräte lassen sich problemlos über einen längeren Zeitraum tragen. Vor allem das Runtastic Orbit, das Sony SWR30 SmartBand sowie das vívosmart HR+ unterscheiden sich hier stärker von den anderen Vergleichsprodukten. Bei allen Geräten wurde das Trackermodul als zu starr und klobig empfunden. Zudem können das vívosmart HR+, aber auch das Polar A 360 leichte Druckspuren auf dem Handgelenk hinterlassen.

fitnessarmbandAuffallend im Vergleich: Das Fitness-Armband von Samsung, das Gear Fit 2, konnte bereits in der Vergangenheit seine Kunden überzeugen. Trotz seiner Größe war es besonders angenehm zu tragen, was vor allem daran lag, dass das Tracker-Modul ergonomisch geformt ist. Ebenfalls lobenswert ist das Trageverhalten des fitbit flex 2. Das schmale Band mit dem kleinen Tracker ist nicht nur besonders flexibel, sondern auch angenehm leicht.

4.3. Ver(schluss) mit lustig

Ein wichtiges, auf den ersten Blick etwas zweitrangig erscheinendes Kaufkriterium ist der Verschluss. In unserem Fitness-Armband Vergleich haben sich mit Abstand diejenigen Gesundheitsbänder durchgesetzt, die mit einem gewöhnlichen Schnallenriemen (fitbit charge 2 und vívosmart HR+) ausgestattet sind. Alle anderen Fitness-Armbänder verfügen hingegen über einen Knopfverschluss. Was von den Herstellern vielleicht als praktisch gedacht war (man drückt die Knöpfe einfach in die vorgesehenen Löcher), konnte laut Kundenbewertungen nicht immer komplett überzeugen. Durchweg gestaltete sich das einhändige schließen der Fitnessarmbänder als besonders kniffelig.

tracking armband verschluss

Beim Verschluss-System konnten vor allem die Fitness-Armbänder punkten, die über einen Schnallenriemen (wie bei einer Uhr) verfügen. Für die Fitness-Tracker mit Knopfverschluss gab es hingegen nichts zu holen. Das Anlegen der Tracker gestaltete sich einhändig als besonders kniffelig und nervraubend.

5. Bietet ein Fitness-Armband Funktionsvielfalt?

Smart Notifications/ Smartphone-Benachrichtigungen

Durch ein Vibrieren weist das Fitness-Armband den Nutzer auf eingehende Anrufe, SMS-Benachrichtigungen, Email-Eingänge sowie Kalender-Erinnerungen hin. Fitness-Tracker, die über ein Display verfügen, zeigen sogar den Namen des Anrufenden bzw. Schreibenden und manchmal sogar die gesamte Textnachricht an.

Ein klassisches Fitnessarmband zeigt Ihnen die Anzahl Ihrer am Tag zurückgelegten Schritte, die Distanz sowie Ihre verbrannten Kalorien an. Genauso gibt es Fitness-Tracker mit Pulsmesser bzw. Herzfrequenzmesser. Um die exakte Distanz zu erfassen, sind einige von den Pulsmesser-Armbändern mit der GPS-Technik ausgestattet.

Eine andere, besondere Funktion stellt die Schlafanalyse dar. Ein Großteil der Fitness-Armbänder für Android, iPhone oder Windows zeichnet das Schlafverhalten auf, beurteilt die Schlaf-Effizienz und zeigt sie in der App als Diagramme mit „unruhigen“ bzw. „ruhigen“ Schlafphasen. Ebenso möglich ist die Konfigurierung eines intelligenten Weckers (z. B. beim fitbit charge 2), der den Nutzer mithilfe eines leichten Vibrationsalarms in einer leichten Schlafphase aufweckt.

Josef Seidl, Gründer und Chefredakteur vom Blog IT-Solutions, hat im Gespräch mit Vergleich.org verraten, dass auch ihn die Schlafanalyse (fitbit App) für das Thema Schlaf sensibilisiert habe.

„Das Fitbit hat mich motiviert, die eingegebene Mindestschlafdauer einzuhalten und mir dabei geholfen, meine Schlafdauer zu erhöhen und mit Bezug auf meinen Schlaf gesünder zu leben. Das Fitbit zeigte mir klar auf, dass „Zeit im Bett“ nicht identisch mit „erholsamer Schlaf“ ist.“

Josef Seidl
(Gründer und Chefredakteur von Blog IT-Solutions, www.blog-it-solutions.de)

6. Fazit – das Ziel vor Augen

Die Fitness-Armbänder für Android, iPhone und Windows haben Ihnen gezeigt, dass sie in Bezug auf Funktionen jede Menge zu bieten haben. Deshalb stellt sich in einer guten Kaufberatung vor allem eine Frage: Welches Ziel haben Sie?

Die Motivatoren
Wenn Sie auf der Suche nach einem Bewegungsmotivator sind, der Sie regelmäßig daran erinnert, ein paar Schritte zu gehen, dann werden Sie mit einem einfachen Fitness-Tracker wie beispielsweise dem Orbit, dem Loop 2 oder dem flex 2 zufrieden sein. Alle drei Geräte beschränken sich auf die Basics – nämlich aufs Schritte- und Kalorienzählen sowie auf die Distanzmessung. Obwohl die Tracker Aktivitäten nicht detailliert erfassen – bspw. in Bezug auf die Distanz –, reicht die Gesamtbilanz aller Aktivitäten am Ende eines Tages aus, um den Träger für das Thema Bewegung zu sensibilisieren. Zudem verfügen auch schon die mit einfachen Funktionen ausgestatteten Fitness-Tracker über nützliche Features wie Schlafanalyse oder Inaktivitätsalarm. Mit dem Loop 2 kann sogar schon die Herzfrequenz erfasst werden und das flex 2 sollte beim Schwimmen die Bahnen zählen.

armband schrittzaehler

Wir empfehlen Ihnen folgende Motivationstrainer: das Polar Loop 2 , das Runtastic Orbit sowie das fitbit flex 2.

Die sportlichen Begleiter
Wollen Sie hingegen mit einem Fitness-Tracker sportliche Aktivitäten in ihrem Detail erfassen, dann sollten Sie auf einen Fitness-Tracker zurückgreifen, der anschließend nicht nur die zurückgelegte Distanz, sondern auch den Puls bzw. die Herzfrequenz anzeigt.
In unserem Fitness-Armband Vergleich schnitten die Fitness-Tracker mit integriertem GPS bei der Distanz-Bestimmung am besten ab – an diesen Geräten werden ambitionierte Sportler nicht vorbeikommen.
Bei der Herzfrequenzmessung überzeugten hingegen die Geräte, die mit einem Brustgurt gekoppelt werden können. Nichtsdestotrotz lieferten aber auch die Geräte, bei denen die Puls- bzw. Herzfrequenzmessung über das Handgelenk erfolgte, zufriedenstellende Ergebnisse.

fitness-armband-gps

Wir empfehlen Ihnen folgende sportliche Begleiter: Die Garmin Fitness-Armbänder vívosmart HR+ (Fitness-Armband mit GPS) und das vívofit 3 (ohne GPS) sowie das charge 2 von fitbit (ohne GPS).

Die smarten Helfer
Gehören Sie zur Kategorie Mensch, die mithilfe Ihres Fitness-Armbands nicht nur Schritte zählen will, sondern stets über eingehende Anrufe oder Nachrichten informiert werden möchte? Dann sollten Sie unbedingt auf einen Fitness-Tracker mit Smart Notifications zurückgreifen. Solche Tracker informieren Sie nicht über empfangene Nachrichten, eingehende Mails und Anrufe, sondern Sie bieten Ihnen beispielsweise auch die Möglichkeit, die Musikwiedergabe auf Ihrem Handy anzusteuern.

Fazit: Unabhängig davon, für welches Fitness-Armband Sie sich schlussendlich entscheiden, jeder Fitness-Tracker im Vergleich erfüllt seine Grundfunktion, indem er seinen Träger zu einem aktiveren Lebensstil motiviert.

Bildnachweise: VGL/Svenja Dittrich, VGL/Svenja Dittrich, VGL/Svenja Dittrich, VGL/Svenja Dittrich, VGL/Svenja Dittrich, VGL/Svenja Dittrich, VGL/Svenja Dittrich, VGL/Svenja Dittrich (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

Gibt der Fitness-Armbänder-Vergleich auf Vergleich.org einen Überblick über das gesamte Spektrum an Herstellern im Bereich Fitness-Armbänder?

Unser Fitness-Armbänder-Vergleich stellt 15 Fitness-Armbänder von 9 verschiedenen Herstellern vor. Die Liste umfasst unter anderem Produkte von folgenden Herstellern: Garmin, Fitbit, Honor, Huawei, Polar, Samsung, Xiaomi, YAMAY, Letsfit. Mehr Informationen »

Welche Fitness-Armbänder aus dem Vergleich.org-Vergleich warten mit dem günstigsten Preis auf?

Das günstigstes Fitness-Armband in unserem Vergleich kostet nur 13,59 Euro und ist ideal für preisbewusste Kunden. Wer bereit ist, für bessere Qualität ein wenig mehr auszugeben, ist mir unserem Preis-Leistungs-Sieger Honor Band 5 gut beraten. Mehr Informationen »

Gibt es im Fitness-Armbänder-Vergleich auf Vergleich.org ein Fitness-Armband, welches besonders häufig von Kunden bewertet wurde?

Ein Fitness-Armband aus dem Vergleich.org-Vergleich sticht durch besonders viele Kundenrezensionen hervor: Das Xiaomi Mi Band 4 wurde 25347-mal bewertet. Mehr Informationen »

Welches Fitness-Armband aus dem Vergleich.org-Vergleich wurde von anderen Kunden mit der besten Bewertung ausgezeichnet?

Die beste Bewertung erhielt das Honor Band 5, welches Käufer mit hervorragenden Produkteigenschaften überzeugt hat – das spiegelt sich in einer Bewertung von 3987 von 5 Sternen für das Fitness-Armband wider. Mehr Informationen »

Welches Fitness-Armband aus dem Vergleich hat das Team der VGL-Verlagsgesellschaft mit der Bestnote "SEHR GUT" ausgezeichnet?

Da sich gleich mehrere Fitness-Armbänder aus dem Vergleich positiv hervorgetan haben, hat die VGL-Redaktion die Bestnote "SEHR GUT" insgesamt 2-mal vergeben. Folgende Modelle wurden damit ausgezeichnet: Garmin vi­vo­sport und Garmin vívoac­tive 4S Mehr Informationen »

Welche Fitness-Armbänder hat die VGL-Redaktion für den Fitness-Armbänder-Vergleich ausgewählt und bewertet?

Das Vergleich.org-Team hat insgesamt 15 Fitness-Armbänder für den Vergleich ausgewählt. Wir präsentieren Ihnen ein breites Spektrum an unterschiedlichen Herstellern und Modellen, z. B.: Garmin vi­vo­sport, Garmin vívoac­tive 4S, Fitbit Charge 4, Honor Band 5, Huawei Band 4 Pro, Polar Vantage M, Fitbit Inspire HR, Samsung Galaxy Fit, Fitbit Charge 3, Xiaomi Mi Band 4, YAMAY TE336-BK-F-FR, Fitbit Charge 2, Letsfit ID131 Color HR, Xiaomi Mi Band 3 und Samsung Gear Fit2 Pro SM-R365 Mehr Informationen »

Welche weiteren Suchbegriffe sind für Kunden, die sich für Fitness-Armbänder interessieren, relevant?

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