Fitness-Armband Test 2016

Die 7 besten Fitness-Tracker im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellGarmin vívoactive HR SportFitbit Aktivitätstracker Charge HRGarmin vívosmart HRPolar LoopFitbit FlexSamsung Gear Fit 2Jawbone UP Move
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,3sehr gut
11/2016
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Bewertung1,4sehr gut
11/2016
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Bewertung1,6gut
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Bewertung1,8gut
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Bewertung1,9gut
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Bewertung2,0gut
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Bewertung2,2gut
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Kundenwertung
271 Bewertungen
1.105 Bewertungen
772 Bewertungen
843 Bewertungen
512 Bewertungen
184 Bewertungen
381 Bewertungen
Kompatibilitätkompatibel mit Android kompatibel mit Windows kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Windows kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Windows kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Android kompatibel mit Apple
AnzeigeLCD-DisplayOLED-DisplayTouch-DisplayLED-Display5 LED-LämpchenTouch-AMOLEDLED-Display
BeleuchtungJaJaNeinJaJaJaNein
ArmbandlängeDa einige Hersteller verschiedene Größen anbieten, haben wir jeweils die minimalen und maximalen Werte angegeben.137 - 225 mm
wählbar: M, L, XL
140 - 190 mm
wählbar: S, L
137 - 224 mm
wählbar: M-L, XL
145 - 240 mm140 - 209 mm130 - 200 mm
wählbar: S, L
250 mm
max. Akkulaufzeit8 Tage7 Tage5 Tage6 Tage5 Tage3 Tage6 Monate
austauschbare Batterie
SchlafüberwachungJaJaJaJaJaJaJa
InaktivitätsalarmJaJaJaJaNeinNeinNein
Pulsmessung
über optischen Sensor

über optischen Sensor

über optischen Sensor

über Brustgurt

über optischen Sensor

über optischen Sensor
wasserdichtDie Angaben zur Wasserdichtigkeit beziehen sich auf die von den Herstellern angegeben Werte. Viele Erfahrungen zeigen jedoch, dass sich die Modelle trotz allem nicht zum Schwimmen oder Tauchen eignen. Zum Duschen hingegen können Sie die meisten Bänder aber ohne Bedenken anlassen.
bis zu einer Tiefe von 50 m

nur Spritzwasserschutz

bis zu einer Tiefe von 50 m

bis zu einer Tiefe von 20 m

bis zu einer Tiefe von 10 m

nur Spritzwasserschutz

nur Spritzwasserschutz
Motivation
Gewicht48 g26 gk.A.38 gk.A.27 g7 g (Tracker)
Vorteile
  • Touchscreen-Funktion
  • Display auch bei Sonne gut lesbar
  • viele Trainigsarten einstellbar
  • viele Sportarten voreingestellt
  • intuitive App
  • Akku hält lange
  • sehr viele Funktionen
  • zuverlässig
  • Display auch bei Sonne gut lesbar
  • Etagenzähler
  • genaue Messwerte
  • übersichtliche und durchdachte App
  • guter Tragekomfort
  • genaue Messwerte
  • leichte Bedienung
  • Tracker herausnehmbar
  • schmal und leicht
  • angenehme Weck-Vibration
  • großes, gut lesbares Display
  • MP3-Player mit 4GB internen Speicher
  • informiert über Smartphone- Nachrichten
  • als Clip oder am Armband tragbar
  • große Farbauswahl
  • auswechselbare Batterie
  • sehr leicht
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
Erhältlich bei
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Fitness-Armband-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Fitness-Armbänder verbinden die Funktionen von Pulsuhr und Smartwatch und sollen ihre Nutzer zu mehr Bewegung motivieren.
  • Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Fitness-Armband mit Ihrem Smartphone kompatibel ist – nur so können Sie alle Funktionen nutzen.
  • Es gibt verschiedene Kategorien von Fitness-Armbändern: solche mit Display und solche ohne. Jene mit Display motivieren in der Regel etwas besser, sind aber auch größer und auffälliger.

Rennen Strand
Fitnessarmbänder und Activity-Tracker sind praktische kleine Gadgets in verschiedenen Kategorien, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Allein 2015 wurden mehr als eine Millionen Tracker in Deutschland gekauft (Quelle: Statista). Sie zählen zu den sogenannten Wearables, also elektronischen Geräten, die wie andere Accessoires direkt am Körper getragen werden.

Die meisten Fitness-Armbänder aus dem Fitness-Armband Test sehen aus wie eine Uhr. Im Gegensatz zu gewöhnlichem Schmuck verbirgt sich hinter dem meist futuristischen Äußeren jedoch modernste Technik. Das beste Fitness-Armband übernimmt die Aufgabe eines Personal Trainers: Für relativ wenig Geld soll es damit für jedermann möglich werden, einen eigenen Trainingsplan einzuhalten und sportliche Ziele zu verwirklichen.

Unser Fitnessarmband Test 2016 verrät Ihnen, was die Geräte wirklich leisten – und worauf Sie beim Kauf besonders achten sollten und wie Sie Ihren persönlichen Fitness-Armband Testsieger oder das beste Fitness-Armband für Ihre Zwecke finden.

1. Fitness-Armband Test: Technische Spielerei oder sinnvolle Hilfsmittel?

Fitbit Surge

Das Fitbit Surge fungiert auch als GPS Armband.

Überflüssige Pfunde, Bewegungsmangel im Büro und zu wenig Schlaf sind Probleme, mit denen heutzutage sehr viele berufstätige Menschen zu kämpfen haben. Mehr als ein Drittel aller Deutschen bewegt sich pro Tag gerade mal eine halbe Stunde zu Fuß – Wege zum und vom Kopierer eingeschlossen. Zu diesem erschütternden Ergebnis kommt die Studie Beweg dich, Deutschland! von der Techniker Krankenkasse.

Die Menschen bewegen sich also tendenziell chronisch zu wenig. Abhilfe sollen da Fitness-Armbänder oder sogenannte Aktivitätstracker schaffen, indem Sie Spaß in die sonst häufig als eher langweilig empfundenen sportlichen Aktivitäten bringen. Fitnessarmbänder aus dem Fitness-Armband Vergleich können auf jeden Fall weit mehr als andere klassische Sport-Gadgets wie z.B. eine Pulsuhr oder ein Kalorienzähler. Grob gesagt zeichnen die Fitness-Armbänder Werte über die Bewegung ihrer Träger auf, die anschließend mittels einer zugehörigen App oder PC-Software ausgewertet werden können. Dabei lassen sich meist persönliche Tagesziele definieren, zu deren Erfüllung die Geräte dann motivieren – beispielsweise über eine farbig leuchtende Anzeige, an der man den Fortschritt ablesen kann.

Viele Fitness-Armbänder aus dem Fitness-Armband Test sind jedoch eher Lifestyle Gadgets und daher weniger für echte Sportfans geeignet. Die Herzfrequenz messen die wenigsten Geräte trotz Herzfrequenz-Sensor zuverlässig. Das hat etwas damit zu tun, dass der Puls zur Herzfrequenzmessung über das Handgelenk nur schwer zu erfassen ist – hier lenken insbesondere Erschütterungen ab. Für korrekte Daten ist daher die Kopplung mit einem separaten Brustgurt unerlässlich. Das Garmin Vivofit z.B. lässt sich über den ANT+ Funkstandard auch mit Brustgurten von Drittherstellern verbinden.

Hinweis: Nicht immer funktioniert das Pairing über Bluetooth. Ein Grund dafür können andere Wellen sein, die den Funkverkehr verhindern. Schalten Sie andere Geräte, die eine Funkverbindung benötigen, möglichst aus, damit sich Fitness-Armband und Smartphone verbinden können.

2. Wie funktioniert ein Fitness-Armband aus dem Fitness-Armband Test?

2.1. Schrittzähler und Bewegungssensor

Pulsmesser beim Samsung Gear Fit

Das Samsung Gear Fit verfügt über einen optischen Pulsmesser an der Innenseite des Geräts.

Trainingscomputer, wie Sie sie im Fitness-Armband Vergleich finden, sind eine Weiterentwicklung klassischer Schrittzähler. Entsprechend verfügt ein Schrittzähler Armband um Bewegungssensoren, mit deren Hilfe Beschleunigung und Veränderung der Lage gemessen werden. Mithilfe komplizierter Algorithmen werden dabei hauptsächlich die Anzahl der Schritte sowie die Frequenz erfasst. Die Genauigkeit dieser Zahlen ist abhängig vom verwendeten Algorithmus. Dieser soll erkennen, ob die Bewegung während des Laufens oder Gehens erfolgte oder bloß beim Tippen auf der Computertastatur.

Auch zwischen Laufen und Gehen soll das beste Fitness-Armband unterscheiden können. Dementsprechend variieren jedoch die angezeigten Ergebnisse von Fitness-Armband zu Fitness-Armband zum Teil sehr stark. Handelt es sich um ein GPS-Armband oder ist der Trainingscomputer mit einem GPS-fähigen Smartphone gekoppelt, können zudem recht genaue Informationen zum Streckenverlauf abgerufen werden, ähnlich wie bei GPS-Uhren. Über Funktionen, wie ein Höhenmesser, mit dem auch die Steigung der gelaufenen Strecke ermittelt werden kann, verfügt ein GPS-Armband jedoch meist nicht. Eine Ausnahme bildet hierbei das LG Lifeband Touch. Daneben verfügen fast alle Fitness-Tracker im Fitness-Armband Vergleich über typische Sportfunktionen wie Timer oder Stoppuhr.

2.2. Smartphone-Kopplung und Fitness-Apps

Über eine Bluetooth-Verbindung können Sie das Fitnessarmband mit Ihrem Smartphone koppeln. Dadurch erhalten Sie zum einen die Möglichkeit, auf die aufgezeichneten Daten Ihres Fitness-Tracker Armbands zugreifen zu können. Zum anderen lassen sich mit den speziellen Apps der Hersteller und Marken daraus weitere Informationen errechnen, wie z.B. die zurückgelegte Distanz oder der geschätzte Kalorienverbrauch. Dabei lässt sich meist auch die Art der Aktivität für einen bestimmten Zeitabschnitt festlegen, so dass Sie noch genauere Informationen über Ihre sportlichen Erfolge erhalten. Bei der Einrichtung der Apps werden Sie zunächst immer aufgefordert, Werte zu Ihrer Körpergröße, Gewicht und Geschlecht anzugeben. Auf dieser Basis lassen sich dann Tagesziele oder konkrete Workout-Pläne erstellen.

Tipp: Beachten Sie, dass Bluetooth-Verbindungen den Akku sowohl vom Smartphone als auch von Ihrem Handy Armband belasten können.

Über Bluetooth wird eine Verbindung zwischen Ihrem Fitness-Armband und Ihrem Smartphone hergestellt, wie hier beim Fitbit Flex.

Über Bluetooth wird eine Verbindung zwischen Ihrem Smartband und Ihrem Smartphone hergestellt, wie hier beim Fitbit Flex.

Einige Apps erlauben Ihnen auch, Ihr Ess- und Trinkverhalten zu protokollieren und geben Ihnen sinnvolle Hinweise zu Ihrer Ernährung. Beim Jawbone-UP-Armband 24 geht das besonders einfach: Hier können Sie einfach den Barcode der Lebensmittel scannen, die Sie gegessen haben und die entsprechende Menge festlegen.

Ein Teil der Fitness Armbänder kann auch an den PC angeschlossen werden, z.B. über USB wie beim Nike+ FuelBand SE. Eine Kopplung mit dem Smartphone ist somit nicht zwingend erforderlich. Allerdings ist der Funktionsumfang hier oftmals beschränkt und im Gegensatz zu der Verbindung über Bluetooth werden die Daten nicht ständig synchronisiert. Insgesamt hat sich im Fitness-Armband Test gezeigt, dass sowohl Funktionsumfang als auch Bedienbarkeit der Apps sehr unterschiedlich ausfallen und damit teilweise ganz verschiedene Zielgruppen angesprochen werden.

Welche App für welches Fitness-Armband?

Fitness-Armband Name der App Kompatibilität
Nike+ Fuelband SE Nike+ FuelBand iOS, Android
Samsung Gear Fit Samsung Gear Fit Manager und Samsung S Health nur Samsung-Geräte
Fitbit Flex Fitbit iOS, Android
Sony Smartband SWR10 Lifelog und Smart Connect Android
Garmin Vivofit Garmin Connect Mobile iOS, Android
Jawbone UP24 UP – Tracker Required (UP/UP24/UP MOVE) bzw. UP – Requires UP/UP24/UP MOVE iOS, Android
Polar Loop Polar Flow iOS, Android
LG Lifeband Touch LG Fitness iOS, Android

Hinweis: Prüfen Sie vor dem Kauf auf jeden Fall, ob Ihr Smartphone die notwendigen Systemanforderungen erfüllt! Die meisten Fitnessarmbänder benötigen eine Bluetooth 4.0-Verbindung. Diese ist besonders stromsparend, wird aber gerade von älteren Smartphones noch nicht unterstützt.

samsung-healthquality-funktion

Die Samsung-App S Health bietet zahlreiche Funktionen und kann auch ohne Gear Fit genutzt werden. Neben dem Schrittzähler und der Anzeige verbrauchter Kalorien können Sie hier z.B. auch Ihre Mahlzeiten protokollieren oder spezielle Workout-Sessions starten.

2.3. Bedienung

In der Regel werden die Fitness-Armbänder mit einem einzigen Knopf oder einem Tippen auf den eingebauten Sensor bedient. Das ist mitunter etwas mühselig. Jawbone und Sony erleichtern die Inbetriebnahme der Armbänder, indem sie deren Bedienung über die zugehörige App erklären lassen.

Tipp: Tragen Sie das Fitness-Armband rund um die Uhr. Die meisten Geräte sind spritzwasserfest, sodass Sie damit auch unter die Duschen können. Je länger Sie das Fitness-Armband tragen, desto genauer sind die Werte zu Ihrem tatsächlichen Bewegungslevel.

2.4. Die wichtigste Funktion: Motivation

Als Hilfsmittel für Profi-Sportler oder echte Sportfans ist ein Tracking-Armband aus dem Fitness-Armband Test 2016 häufig nicht zu gebrauchen – dafür sind die Daten zu unzuverlässig oder die Funktionen der Geräte zu beschränkt. Was sie dagegen besonders gut können ist, zum Sport treiben motivieren: Ist das gesetzte Tagesziel noch nicht erreicht? Kein Problem, das Polar Loop macht Ihnen sofort Vorschläge, wie Sie das ändern können. Machen Sie doch einmal einen 1 ½- stündigen Spaziergang oder gehen Sie 50 Minuten joggen. Sie sitzen stundenlang am Schreibtisch, ohne sich zwischendurch zu erheben? Ein länger werdender roter Balken am Vivofit von Garmin weist Sie darauf hin. Stehen Sie also auf, joggen Sie ein paar Schritte und setzen Sie dann erst Ihre Arbeit fort.

Und was passiert, wenn Sie Ihr Ziel endlich erreicht haben? Mit einem Vibrieren meldet sich das Fitbit Flex oder Fitbit Charge Bewegungs-Armband. Auf dem Display des Samsung Gear Fit Sport-Armbands erscheint darüber hinaus eine Medaille. Insgesamt motivieren die kleinen Helfer durchaus dazu, manch eine Strecke, die man sonst mit Auto, Bus oder Bahn zurücklegt, doch lieber zu Fuß zu laufen. Und auch zu Hause läuft man lieber noch ein paar Schritte zusätzlich, um das Tagesziel zu erreichen.

Fitness-Armband Test Läufer Sonnenuntergang
Von entscheidender Wichtigkeit bei der Frage der Motivation ist allerdings auch die soziale Komponente, die die Fitness-Armbänder aus dem Fitness-Armband Vergleich mitbringen. Denn wer trainiert schon gern allein? Über viele Apps kann man sich mit Freunden verbinden, die ebenfalls ein Tracking-Armband besitzen. Die App informiert dann über Fortschritt und Erfolge der verknüpften Kontakte. So wird es möglich, in einen freundschaftlichen Wettkampf miteinander zu treten. Beim Hersteller Jawbone hat man beispielsweise festgestellt, dass Besitzer des Up-Armbands oder UP24 mit mindestens drei Freunden durchschnittlich 15 Kilometer mehr pro Monat laufen!

Ob jedoch die Motivation ausreicht, die Armbänder tatsächlich über einen längeren Zeitraum als bloß ein paar Wochen zu tragen, bleibt dahingestellt. Leider sind die Bänder in der Wahl möglicher Ziele durchaus begrenzt. Beim Nike+ FuelBand SE kann beispielsweise nur ein bestimmter Fuel- oder Kalorienwert festgelegt werden, den es zu erreichen oder zu überschreiten gilt.

Empfehlung: 10000 Schritte am Tag sollte jeder Mensch der Gesundheit zuliebe zurücklegen. Das sind in etwa 8 km. Für einen Hundebesitzer, der seinen Hund z.B. regelmäßig Gassi führt, mag dieses Limit schnell erreicht werden. Menschen, die den ganzen Tag im Büro arbeiten, können damit aber bereits Probleme bekommen.

2.5. Schlafüberwachung und intelligente Weckfunktion

Neben der Bewegung beim Sport verfügen die meisten Fitnessarmbänder aus dem Fitnessarmband Test auch über einen extra Nacht-Modus. Wird dieser eingeschaltet, erfasst das Armband Ihre Bewegung im Schlaf und ermittelt dabei die Dauer und Art Ihrer Schlafphasen. Bewegungsmuster lassen zumindest grobe Schlüsse über die Qualität Ihres Schlafes zu. Gerade im Zusammenspiel mit den Werten des Tagesverlaufs ergeben sich daraus nützliche Informationen zur Verbesserung Ihres Schlafverhaltens. Für die Schlafaufzeichnung muss bei den meisten Fitnessarmbändern der Nacht-Modus manuell eingeschaltet werden, wenn man zu Bett geht.

Das Fitness-Armband vor Verlust schützen

Fast alle Fitness-Armbänder im Fitness-Armband Test haben das Problem, dass sie nicht immer zuverlässig halten. Um Abhilfe zu schaffen gibt es spezielle Gummiringe, die zusätzlich über den Verschluss gezogen werden können und diesen sichern. Garmin bietet dafür ein eigenes kostenloses Produkt an, den Vivokeeper. Für alle anderen Fitness-Armbänder eignen sich sogenannte Bitbelts, mit denen man die Bänder auch farbig personalisieren kann. Ausnahme ist das LG Lifeband, da dieses über keinen Verschluss verfügt.

Daneben besteht unter anderem beim Sony Smartband SWR10 die Möglichkeit, einen bestimmten Zeitraum festzulegen, in dem das Gerät dann generell selbständig vom Tag- in den Nacht-Modus schaltet. Das passiert, sobald das Aktivitätsarmband über längere Zeit keine Bewegungen mehr feststellt. Genauso automatisch wechselt das Gerät nach dem Aufstehen zurück in den Tag-Modus, wenn sich der Träger wieder stärker bewegt. Diese automatische Erkennung von Schlaf- und Wachzeiten muss in der Regel in der zugehörigen App eingerichtet werden – bei Sony über die Smart Connect App. Beim Fitness-Armband Flex von Fitbit kann man außerdem den Schlafzeitraum korrigieren, wenn dieser z.B. nach einer unruhigen Nacht falsch erfasst wurde.

Eine Ausnahmeerscheinung bezüglich der Schlafüberwachung, ist das Polar Loop. Der Hersteller lässt die Schlafzeit vom Trainingscomputer vollständig automatisch erkennen. So wertet das Gerät die längste zusammenhängende Ruhephase als Schlaf. Problematisch ist dabei der sensible Sensor, so dass es vorkommen kann, dass Schlafphasen mit hoher Aktivität die Schlafaufzeichnung verfrüht beenden.

Bei den meisten Activity-Trackern mit Schlafüberwachung besteht darüber hinaus die Möglichkeit, mittels eines intelligenten Weckers den Schlaf besonders sanft zu beenden. Die Geräte beginnen dann in einer leichten Schlafphase vor dem eigentlichen festgelegten Weckzeitpunkt zu vibrieren, so dass Sie sich beim Aufstehen ausgeruhter und wacher fühlen als nach dem herkömmlichen Weckerklingeln. Ihr normaler Wecker wird damit also überflüssig.

3. Wichtige Hersteller und Marken und ihre Produkte

Im Rahmen des  Fitness-Tracker Tests haben wir eine Reihe von Fitness-Armbändern näher unter die Lupe genommen. Bevor Sie einen Fitness-Tracker kaufen, möchten wir Ihnen die wichtigsten Hersteller und ihre Produkte an dieser Stelle in unserem Fitness-Armband Test etwas genauer vorstellen.

3.1. Nike und das Nike+ FuelBand SE

Nike+ FuelBand SE

Das Nike+ FuelBand verfügt über ein eigenes Punktesystem.

Nike ist ein US-Amerikanischer Sportartikelhersteller, der 1964 in Beaverton, Oregon, gegründet wurde. Vor allem durch die spätere Zusammenarbeit mit dem Basketballspieler Michael Jordan wurde Nike zum weltweit führenden Hersteller von Sportartikeln – eine Position, die das Unternehmen bis heute hält. Unter dem Namen Nike+ bietet der Sportartikelhersteller Activity-Tracker und Apps für Smartphones an, welche bei der Überwachung der sportlichen Aktivität helfen sollen. Diese gibt es sowohl für iOS von Apple als auch für das Betriebssystem Android.

Das FuelBand SE (SE steht für „Second Edition“) zeichnet sich besonders durch seine farbig aufleuchtenden Motivationsbotschaften aus, mit deren Hilfe das Fitnessarmband über den Status der gesetzten Ziele informiert. Blinkende Lichter an der Seite zeigen an, wie weit man vom Erreichen des Tagesziels entfernt ist. Nike vergibt als einziger Hersteller für Aktivität eine eigene Punktzahl, die sogenannten Fuel-Points. Dabei handelt es sich letztendlich um nichts anderes als die Anzahl der verbrauchten Kalorien multipliziert mit dem Faktor 3,5. Die Fuel-Einheit soll vorrangig wohl dazu dienen, den Träger des FuelBandes zu mehr Aktivität zu motivieren, erfüllt sonst aber keinen tieferen Sinn und Zweck. Über den integrierten USB-Anschluss wird das FuelBand SE am PC aufgeladen und kann mit der Online-Umgebung von NIKE+ verbunden werden. Mit Freunden kann man sich über die App spannende Wettkämpfe beim Erreichen von Tageszielen liefern. Leider ist das Band eher starr, was den Tragekomfort verringert. Das FuelBand SE ist zwar spritzwassergeschützt, aber nicht wasserdicht. Zum Duschen und Schwimmen ist es daher ungeeignet.

  • guter Motivator
  • nicht wasserdicht

3.2. Das Samsung Gear Fit

Wofür steht die IP-Zertifizierung?

Wenn es um Wasser- und Staubdichtigkeit geht, finden sich bei den Herstellern häufig Angaben wie IP55 oder IP68. IP (= International Protection) steht für die jeweilige Schutzart des Geräts. Die erste Ziffer gibt die Staub- und Berührungsempfindlichkeit an, die zweite bezieht sich auf den Kontakt mit Wasser. IPx8 steht z.B. für Schutz gegen dauerndes Untertauchen.

Seit 1969 gibt es den koreanischen Elektronikhersteller Samsung, der mittlerweile zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich digitaler Technologien gehört. Neben Halbleitern, Monitoren und Mobiltelefonen stellt Samsung mit der Gear und der Gear Fit auch Smartwatches und Aktivitätstracker her, die jeweils nur in Kombination mit einem entsprechenden Smartphone von Samsung funktionieren. Das ist der große Pferdefuß der Gear Fit: Wer kein passendes Smartphone besitzt, muss hier leider verzichten.

Dabei kann sich die Samsung Gear Fit durchaus sehen lassen. Das große Touch-Display ist sehr gut lesbar und über die verknüpften Apps werden zahlreiche verschiedene Trainings-Modi angeboten. In unserem Fitness-Armband Test ist die Samsung Gear Fit als einziges Fitnessarmband mit einem Herzfrequenzmesser ausgestattet. Dieser misst ohne Brustgurt mittels optischer Signale den Puls, seine Genauigkeit ist jedoch sehr stark vom Träger abhängig. Eine durchgängige korrekte Messung während des Trainings ist mit dem Pulsmesser Armband nicht möglich. Als Kombination aus Fitness-Armband und Smartwatch bietet sie außerdem zusätzliche Funktionen wie Benachrichtigungen bei Anrufen oder Nachrichten, auch eine Wetteranzeige ist möglich. Besonders gut: Die Gear Fit ist IP67-zertifiziert und damit bei einer Wassertiefe von einem Meter für mindestens 30 Minuten wasserdicht, so dass sie als Sport-Armband auch beim Schwimmen getragen werden kann.

  • Funktionsreichtum
  • wasserdicht
  • Samsung-Galaxy Smartphone notwendig
  • optischer Pulsmesser sehr ungenau

3.3. Das Sony Smartband SWR10

Sony Lifelog App

Die Lifelog-App von Sony integriert Ihre Fitness-Daten in einem digitalen Tagebuch.

Sony wurde 1946 in Japan gegründet. Hauptsächlich produziert und forscht der Elektronikhersteller in den Bereichen LCD-Technik, Digitalkameras, Audio und Video sowie elektronische Einzelkomponenten. Insgesamt sind etwa 140 000 Menschen bei Sony beschäftigt. Das SmartBand SWR10 ist die einfachste Variante eines Tracking-Armbands von Sony. Daneben gibt es noch die Smartwatch SWR50 sowie ein Fitness Armband mit Display, das SWR30.

Auf ein Display hat man beim SWR10 verzichtet. Dadurch ist das Fitness-Armband recht unauffällig und kann ohne Probleme als Accessoire getragen werden. Es besteht lediglich aus einem schlichten Latexband, in das ein separater Sensor eingesetzt wird. Durch seine geringe Größe und das weiche Material lässt sich das SWR10 angenehm tragen und ist dabei kaum zu spüren. Auch ist das SmartBand IP58-zertifiziert und kann problemlos beim Schwimmen bis zu 30 Minuten unter Wasser bleiben.

Leider gibt es die zugehörige App nur für Android-Smartphones. Bei der App wird auch offensichtlich, dass es sich beim Sony SmartBand SWR10 mehr um ein Lifestyle-Gadget handelt als um ein Gerät für Sportfans. Diese kann mit allerlei Informationen gefüttert werden und fungiert gewissermaßen als digitales Tagebuch, in dem die Werte zu Bewegung und Fitness zusätzlich integriert werden, wobei der sportliche Aspekt deutlich im Hintergrund steht.

  • angenehm zu tragen
  • separater Sensor
  • nur Android-kompatibel
  • wenig Sportfunktionen

3.4. Das Flex von Fitbit

Fitbit entwickelt Produkte, die mit Spaß und guter Laune das Leben und vor allem die Gesundheit ihrer Benutzer positiv beeinflussen sollen. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco wurde erst 2007 gegründet und ist damit noch sehr jung. Der Schwerpunkt liegt bei Fitbit auf dem Einsatz von moderner Sensoren- und Drahtlostechnik für intelligente tragbare Gadgets, die einen Beitrag zur Fitness leisten können. Dazu gehören neben dem Fitness-Armband Flex noch weitere Aktivitätstracker, die mithilfe von Clips an der Kleidung befestigt werden können. Auch eine WLAN-Waage gehört zum Produktportfolio von Fitbit.

Das Flex zeichnet sich insgesamt durch seine Schlichtheit aus. Es ist in 10 verschiedenen Farben erhältlich und dank einem Gewicht von gerade einmal 14,9 g kaum zu spüren. Der Sensor kann entnommen, ein andersfarbiges Band problemlos gewählt werden. Dafür verfügt das Fitbit Flex allerdings über kein Display. Beim Start der Fitbit App synchronisiert sich das Gerät automatisch, die Präsentation der Daten ist übersichtlich. Dank hoher Schutzklasse kann das Fitbit Flex auch beim Schwimmen getragen werden.

  • sehr leicht
  • separater Sensor
  • wasserdicht
  • kein Display
  • eher Lifestyle-Gadget

3.5. Das Garmin Vivofit

Armband Garmin Vivofit

Das Armband des Garmin Vivofit aus dem Fitness-Armband Test kann gewechselt werden, da sich der Sensor entnehmen lässt.

Mit über 25 Jahren hat Garmin mittlerweile reichlich Erfahrung in der Herstellung von Produkten für die Automobilindustrie, Luftfahrt und Marine, aber auch im Bereich Outdoor und Sport. Das merkt man auch bei den angebotenen Activity-Trackern von Garmin. Diese richten sich deutlich stärker an ein sportbegeistertes Publikum als das bei einigen anderen Herstellern der Fall ist.

Neben dem Vivofit hat Garmin noch ein zweites Fitnessarmband im Angebot, das Vivosmart HR. Während das Vivosmart vielmehr eine Weiterentwicklung des Bewegungs-Armbands ist, handelt es sich beim Vivofit gewissermaßen um die Standardausführung von Garmin. Im Vergleich zu anderen Fitnessarmbändern bringt dieses einige Besonderheiten mit sich: Das LCD-Display mit der speziellen E-Ink-Technik ist dauerhaft eingeschaltet und lässt sich auch bei starker Sonneneinstrahlung problemlos ablesen. Allerdings hat der Hersteller auf den Einbau einer Beleuchtung verzichtet, sodass bei Dunkelheit kaum etwas zu erkennen ist. Das Vivofit wird als einziges der getesteten Fitness-Armbänder über wechselbare Batterien betrieben. Diese haben eine Laufzeit von etwa 1 Jahr, somit muss das Band nicht alle paar Tage umständlich aufgeladen werden. Der separate Sensor des Bandes kann entnommen und in ein anderes Armband eingesetzt werden. Auch bietet Garmin die Möglichkeit an, über einen separaten Brustgurt die Herzfrequenz beim Training möglichst genau zu erfassen.

  • Display bei Tageslicht sehr gut lesbar
  • Batteriebetrieb mit langer Laufzeit
  • Pulsmessung mit Brustgurt
  • fehlende Beleuchtung

3.6. Das UP24 von Jawbone

Das Jawbone UP ist mit folgenden Apps kompatibel:
  • Runkeeper
  • MyFitnessPal
  • IFTTT
  • MapMy Fitness
  • Strava
  • Fitstar
  • Pact
  • Wello
  • Tictrac
  • Sleepio
  • Withings
  • Lose it!
  • Nest
  • Fitt

Jawbone hat seinen Sitz in San Francisco und gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Wearables, zu denen auch Activity-Tracker und Fitness-Armbänder zählen. Neben dem UP24 hat Jawbone aktuell noch den Clip UP Move und das neue UP3 auf dem Markt. Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben einen einzigartigen Lifestyle-Tracking-Ansatz, der neben Bewegungsgewohnheiten auch Daten zu Schlaf und Ernährung analysiert.

Das UP24 ist ein schlichtes, starres Fitness-Armband, das mit einer einfachen Ein-Knopf-Bedienung daherkommt. Es kommt ohne Display aus, daher sind die gesammelten Werte jedoch nur über die zugehörige App abrufbar. Diese ist wiederum besonders intuitiv und übersichtlich gestaltet. Außerdem erlaubt sie auch die Einbindung von Daten anderer Fitness-Apps, wie z.B. Runkeeper, MyFitnessPal, MapMy Fitness und Anderen. Auch die Erfassung Ihres Essverhaltens ist damit besonders einfach: Barcode scannen, Portionsgröße wählen, fertig! Falls Sie sich für Jawbone als Marke näher interessieren, haben wir auch einen Jawbone Vergleich für Sie.

  • simple Bedienung
  • funktionsreiche und intuitive App
  • kein Display
  • starrer Armreif

3.7. Das Polar Loop

Das Unternehmen hat seine Ursprünge im Jahr 1977 und ist führend im Bereich der Entwicklung von Geräten zum Messen der Herzfrequenz. Das Ziel von Polar ist es seither, Wissen in Sachen Sport und menschlicher Physiologie mit elektronischem Know-How zu verbinden. Dementsprechend richten sich auch die Aktivitätstracker des Herstellers vorrangig an Leute mit hohen sportlichen Ansprüchen.

Das Polar Loop ist ein einfaches Fitness-Armband mit einem Display im Retro-Design. Hier zeigt eine LED-Punktmatrix Informationen wie Schrittzahl, Kalorienverbrauch oder Herzfrequenz an. Um diese zu messen, kann das Loop mit einem separaten Brustgurt gekoppelt werden. Als einziges Fitness-Armband von den hier getesteten verfügt es über einen zuverlässigen Verschluss ähnlich einer Uhr, bei dem ein Verlust des Bandes so gut wie nicht möglich ist. Das Band muss vor dem Anlegen mit einer Schere auf die passende Länge gekürzt werden. So sitzt das Armband zwar sicher und akkurat, dafür ist der Schnitt irreversibel. Das Polar Loop ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von 20 Metern und daher auch für Schwimmer geeignet. Die App ist übersichtlich, leider bietet sie trotz sonst guter Werte nur relativ wenige Funktionen.

  • Herzfrequenz-Messung über Brustgurt
  • sicherer Halt
  • wasserdicht
  • irreversible Anpassung des Armbandes
  • relativ begrenzte Funktionen

3.8. Das LG Lifeband Touch

LG Lifeband Touch Display

Das Display des Lifeband Touch zeigt auf Wunsch unterschiedliche Informationen wie z.B. die aktuelle Uhrzeit oder den Kalorienverbrauch an.

LG gibt es seit 1958. Gestartet hat das Unternehmen zunächst mit der Produktion von Haushaltsgeräten wie Radios und Fernsehern, einer Sparte, der man bis heute auch treu geblieben ist. Daneben produziert LG auch Mobilgeräte. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darüber hinaus in der Entwicklung digitaler Technologien.

Das Lifeband Touch ist das einzige Tracking-Armband von LG. Es handelt sich dabei um einen starren Armreif, der an einer Seite über eine schmale Öffnung verfügt. Hier liegt auch schon eines der Probleme des Lifebands: Das Design ist eher unpraktisch, bei schmalen Armen droht das Band vom Handgelenk zu rutschen, Menschen mit größerem Armumfang haben dagegen Probleme beim Anlegen des Armreifs.

Das OLED-Display stellt wichtige Informationen wie etwa Kalorienverbrauch oder Schrittzahl dar, ist bei starker Sonneneinstrahlung aber nur schwer abzulesen. Die LG App bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Auswertung der gesammelten Daten.

  • großes OLED-Display
  • funktionale App
  • starrer Armreif in Einheitsgrößen
  • Display bei Sonneneinstrahlung nicht lesbar

3.9. Apple Watch

Seit 2015 hat Apple seine eigene Smartwatch auf den Markt gebracht, die Apple Watch. Diese erfüllt neben zahlreichen Smartwatch-Funktionen wie der automatischen Anpassung der Uhrzeit, dem Anzeigen von Nachrichten, dem Entgegennehmen von Anrufen und weiteren Features auch die Funktionen eines Aktivitätstrackers. Sie verfügt über einen Beschleunigungssensor, der Bewegungen aufzeichnet, sowie einen speziellen Sensor zur Messung der Herzfrequenz. Auf einen eingebauten GPS-Chip verzichtet der Hersteller jedoch – das ist schade, denn so muss beim Sport noch immer das iPhone mitgeführt werden, um ausführliche Werte über den Streckenverlauf zu sammeln.

Die Apple Watch bringt zwei vorinstallierte Apps mit, mit deren Hilfe sich das Gerät wie ein Fitness-Armband verwenden lässt:

  • App Activity: Die App auf dem Trainingscomputer misst Kalorienverbrauch, die Zeit, in der man sich aktiv bewegt hat, sowie die Anzahl der Unterbrechungen von längeren sitzenden Tätigkeiten. Diese Informationen zeigt die Apple Watch mithilfe von drei verschiedenfarbigen Ringen an, wobei das Ziel ist, diese bestmöglich auszufüllen.
  • App Workout: Diese App erfasst Zeit, Kalorien und Geschwindigkeit einzelner Trainings-Sessions und fertigt daraus Echtzeitstatistiken an. Mit dem Laufsensor und Geschwindigkeits-Sensor lassen sich auch spezielle Ziele festlegen, zu deren Erreichung und Überschreitung die Apple-Watch motivieren soll. In Kombination mit dem iPhone lassen sich auch Fortschritt und Entwicklung über einen längeren Zeitraum erfassen. Unser vorsichtiges Fazit lautet jedoch, dass die Apple Watch in Sachen Fitness-Tracker Armband nicht wirklich etwas Neues mitbringt.

Ein ausführliches Video zur Apple Watch finden Sie hier:

Die Apple Health App erfasst auch Daten zu Ihrer Fitness, ähnlich wie ein Activity Tracker

Die Apple Health App erfasst auch Werte zu Ihrer Fitness, ähnlich wie ein Activity-Tracker.

4. Was ist Apple Health?

Mit dem Betriebssystem iOS8 brachte Apple eine eigene Gesundheits-App heraus, die nicht nur auf den iPhone-eigenen M7 Beschleunigungssensor zurückgreift, sondern darüber hinaus Daten zur Gesundheit und Fitness des iPhone-Besitzers versammeln soll. Schrittzähler, Kalorienverbrauch, Kaffeekonsum – all diese Informationen erfasst die App – und noch viele Daten mehr. Sie greift dabei auf die Werte anderer Gesundheits- und Fitness-Apps und u.a. auch auf die von verknüpften Fitness-Armbändern zurück. Auch einen Notfallpass, der vom Sperrbildschirm erreicht werden kann, stellt die App bereit. Hier kann man z.B. die Blutgruppe oder bekannte Allergien eintragen.

Futuristisch mutet die Funktion an, aktuelle Gesundheitsdaten wie z.B. Blutdruck, Cholesterin oder Blutzucker direkt an den behandelnden Arzt schicken zu können. Welche Werte auf welchem Weg mit der Health App verknüpft und weitergegeben werden, kann jeder iPhone-Besitzer jedoch selbst festlegen. Über die Funktionen eines Fitness-Armbands geht Apple Health aber definitiv hinaus.

5. Fitness-Armband Vergleich der Stiftung Warentest

Auch die Stiftung Warentest konnte sich dem wachsenden Trend zum sportlichen Fitness-Armband nicht entziehen und testete in der Ausgabe 01/2016 insgesamt 12 Modelle. Das Ergebnis fiel für viele bekannte Hersteller ernüchternd aus: Die Marke Jawbone musste sich in der Kategorie „ohne Herzfrequenzmessung“ hinter der Konkurrenz von Sony und Fitbit als letzter Platz geschlagen geben. Die Bestnote erreichten die Modelle Garmin Vivofit (2,0) und Garmin Vivosmart (2,3) als Fitness-Armband Testsieger.

Fitness-Armband Vergleich

6. Fitness-Tracker Test: Fragen und Antworten

Schrittzähler

Mit dem Schrittzähler wird jeder Schritt registriert.

6.1. Sind Fitness-Armbänder wasserdicht?

Im Grundsatz sind alle Fitness-Armbänder ausreichend gegen Spritzwasser geschützt und nehmen keinen technischen Schaden, sollte mal etwas Regen auf das Display kommen. Viele Modelle sind darüber hinaus auch unter Wasser einsatzfähig, je nach Ausgabe zwischen 1,5 und 50 Wassertiefe. Allerdings sind die Hersteller-Angaben kein Garant dafür, dass Ihr Armband einen längeren Tauchgang übersteht. Sie können jedoch sicher sein, dass Sie das Tracker-Band auch unter der Dusche oder in der Badewanne tragen können.

6.2. Welches Fitness-Armband passt zum iPhone?

Damit sich der Fitness-Tracker und sein Trainingscomputer mit Ihrem iPhone verbinden lassen, müssen Sie mit dem Apple-Betriebssystem iOS kompatibel sein. Über die passende Kompatibilität verfügen die meisten Armband-Typen. Ein Armand, das ausschließlich mit Android Smartphones und nicht mit Apple verbunden werden kann, ist das Samsung Gear Fit – die Geräte von Samsung lassen sich nur mit entsprechenden Samsung-Smartphones bedienen.

6.3. Wie lange hält der Akku eines Fitness-Armbands?

Fitness-Tracker Armband

Die Bänder sind schlicht gestaltet, damit sie am Träger kaum auffallen.

Die meisten Fitness-Tracker laufen über einen Akku, der mehrere Tage hält und anschließend erneut aufgeladen werden muss. Zwischen drei und sieben Tagen kann ein Akku je nach Fitness-Band durchhalten, wobei die maximale Laufzeit immer von der Intensität der Nutzung abhängt.

Einige Modelle, wie zum Beispiel das Garmin Vivofit 2 und das Jawbone Up Move, halten deutlich länger, da sie über eine Batterie betrieben werden. Während die Batterie beim Jawbone Fitness-Armband sechs Monate arbeitet und im Anschluss ausgewechselt werden kann, können Sie das Modell von Garmin ein ganzes Jahr über tragen, ohne dass es den Geist aufgibt. Allerdings lässt sich die Batterie in letzterem Fall nicht auswechseln, weshalb das Armband nach 365 Tagen durch ein neues ersetzt werden muss.

6.4. Wie genau sind die Messungen?

Die Messungen eines Fitness-Armbands weichen in der Regel immer leicht von einem exakten Messwert ab, da unregelmäßige Erschütterungen von den Sensoren nicht eindeutig übertragen werden können. Dennoch sind die Schrittzähler meist sehr genau und können einen eindeutigen Trend im Trainingsverhalten ausrechnen. Besonders exakte Ergebnisse liefern Modelle, die über einen integrierten Höhenmesser verfügen, der auch Steigungen und Gefälle miteinbezieht.

Allein die Messung der Herz- beziehungsweise der Pulsfrequenz unterliegt großen Schwankungen. Grund hierfür sind die kleinen Puls-Sensoren auf der Innenseite der Bänder, die Schwierigkeiten haben, den Puls übers Handgelenk zu erfassen. Wer bessere Ergebnisse benötigt, sollte zusätzlich einen Brustgurt anlegen oder die Werte mit einem Pulsoximeter überprüfen.

7. Fazit

Wer ein Fitness-Armband kaufen will, sollte zunächst einmal wissen, was genau er eigentlich sucht. Das hat unser Fitnessarmband Test ergeben. Denn: Das Spektrum an Funktionen ist bei den Geräten teils sehr unterschiedlich. Zudem gibt es Hard- und Software-Voraussetzungen, die Ihre Wahl entscheidend beeinflussen können. Eine Gesamtwertung, bei der ein einzelner Fitnessarmband Testsieger heraussticht, ist daher nur schwer möglich. Jedes Fitness-Armband hat Vor-, aber eben auch Nachteile. Kein Gerät schafft es, in allen Bereichen zu 100 Prozent zu überzeugen. Das ist ein bisschen schade, aber letztendlich handelt es sich bei Fitness-Trackern um eine noch recht junge Entwicklung. Es wird sich zeigen, welche Verbesserungen also die nächste oder sogar übernächste Generation der Geräte noch mit sich bringen.

Kaufberatung: Um den passenden Fitness-Armband Testsieger aus unserem Fitness-Armband Test für sich zu finden, stellen Sie sich vor dem Kauf am besten folgende Fragen:

  • Welche Funktionen sind mir wichtig?
  • Worauf kann ich gegebenenfalls verzichten?
  • Soll das Band besonders chic sein oder suche ich etwas sportlicheres?
  • Brauche ich ein Display?
  • Will ich nicht nur Bewegungsdaten erfassen, sondern auch meine Ernährung und Lebensgewohnheiten mithilfe von Fitness-Armband und App protokollieren?

Welchen Nutzen so ein Fitness-Armband hat, muss jeder für sich entscheiden. So kam z.B. ein Redakteur der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) nach einem einjährigen Test zu der eher ernüchternden Erkenntnis, dass er jetzt zwar wisse, wie viele Schritte er in dieser Zeit hinter sich gebracht hatte, seine Fitness durch das Armband aber dennoch nicht wirklich gesteigert wurde. Unsere Empfehlung lautet: Probieren Sie es einfach aus und finden Sie heraus, wie ein Fitness-Armband Ihr Leben beeinflusst!

Kommentare (8)
  1. Gerhard Rimbach sagt:

    Kann beim Kauf eines Fitness tracker ein Zuschuss der TK in Anspruch genommen werden?

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt:

      Sehr geehrter Herr Rimbach,

      vielen Dank für Ihre Frage zu unserem Fitness-Armband Vergleich.

      Unter https://www.tk.de/tk/themen/digitale-gesundheit/gesundheitsdividende/744592 gibt es diesbezüglich hilfreiche Informationen. Gesammelte Bonuspunkte können Sie so in sinnvolle Behandlungen und Geräte investieren, wozu auch Tracking-Geräte zählen.
      Ob Sie für einen Fitnesstracker auch ohne Bonusprogramm einen Zuschuss bekommen – dafür und für weitere Infos setzen Sie sich am besten mit einem Berater der TK in Verbindung.

      Wir wünschen viel Spaß beim Trainieren!
      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
  2. Dina sagt:

    Warum wird nirgendwo die Kompatibilität mit Windows erwähnt obwohl es bei Ihnen steht. Stimmt das auch? Ich habe lediglich ein Android mit 4.2.2 das zu alt dafür, daher benötige ich die Kompatibilität mit Windows.

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt:

      Lieber Leser,

      vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Fitness-Armband Test.

      Die Angaben zur Windows-Kompatibilität entnehmen Sie gern unserer Tabelle.

      Windowskompatibilät bieten so z.B. Fitbit Aktivitätstracker Charge HR, das Garmin vívoactive HR Sport oder auch den Garmin vívofit 2 Fitness-Tracker.

      Viel Spaß und Erfolg mit dem Fitnesstracker Ihrer Wünsche!

      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
  3. Lena M. sagt:

    Kann ich die Batterie einfach beim Uhrmacher wechseln lassen?

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt:

      Lieber Leser,

      vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Fitness-Armband Vergleich.
      Natürlich sind Uhrmacher und Juweliere immer eine gute Anlaufstelle für das Wechseln von Batterien.
      Bei den meisten Modellen kann man sich den Gang jedoch sparen und die Batterie einfach selber wechseln.
      Viele Produkte laufen mit Akkus und benötigen deshalb gar keinen Wechsel.

      Viel Spaß und Erfolg weiterhin mit Ihrem Fitnesstracker!

      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
  4. Hannes Stecher sagt:

    Hallo,
    senden die Fitnessuhren permanent über Bluetooth, W-Lan etc. Daten, oder kann man dies abstellen? Ich hätte sehr gerne ein Fitnessarmband, kann mich aber nur schwer damit anfreunden, permanent einen Sender elektromagnetischer Strahlung direkt am Handgelenk zu tragen.

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt:

      Hallo Herr Stecher,

      vielen Dank für Ihre Frage zu unserem Fitness-Armband Test.

      Ein Fitness-Armband zeichnet in der Regel die vom Nutzer gewünschten Daten auf, auch wenn keine Bluetooth- oder WLAN-Verbindung zu einem Smartphone besteht.
      Wenn Sie regelmäßig, z.B. einmal am Tag, die Verbindung zwischen beiden Geräten herstellen, sollte dies im Normalfall reichen, um alle Aktualisierungen zu gewährleisten.

      Nicht permanent im Bluetooth- oder WLAN-Modus zu sein, hat neben gesundheitlichen Aspekten aber auch noch andere Vorteile: Es besteht so weniger die Gefahr, dass sich Unbefugte bei Ihnen im Netzwerk einloggen und Zugang zu Ihren gesammelten Daten verschaffen.

      Beste Grüße und viel Erfolg!
      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
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