Fitness-Armband Test 2017

Die 7 besten Fitness Tracker im Vergleich.

Garmin vívosmart HR+ Garmin vívosmart HR+
fitbit charge 2 fitbit charge 2
Garmin vívofit 3 Garmin vívofit 3
Samsung Gear Fit 2 Samsung Gear Fit 2
Polar Fitnesstracker A360 Polar Fitnesstracker A360
POLAR Activity Tracker Loop 2 POLAR Activity Tracker Loop 2
Medisana ViFit touch Medisana ViFit touch
Abbildung Testsieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Garmin vívosmart HR+ fitbit charge 2 Garmin vívofit 3 Samsung Gear Fit 2 Polar Fitnesstracker A360 POLAR Activity Tracker Loop 2 Medisana ViFit touch
Testergebnis Hinweise zum Test- und Vergleichsverfahren
Vergleich.org
Bewertung 1,5 gut
07/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,7 gut
08/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,8 gut
08/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,9 gut
07/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,0 gut
07/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,2 gut
07/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,4 gut
07/2017
Kundenwertung
bei Amazon
318 Bewertungen
1.036 Bewertungen
153 Bewertungen
510 Bewertungen
541 Bewertungen
204 Bewertungen
30 Bewertungen
Testergebnisse: Allgemeine Bedienung (Gewichtung: 40 %)
einfache Inbetriebnahme Das Kriterium meint die Inbetriebnahme des Trackers sowie den Download der App, die Verbindung von Tracker und App und die Erstellung des Fitness-Profils (Siehe dazu Kapitel 2). +++
sehr ein­fach
++
ein­fach
++
ein­fach
++
ein­fach
++
ein­fach
++
ein­fach
++
ein­fach
Bedienung (App) Der Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau der App bzw. auf deren Funktionsumfang. Zudem wird die Leichtigkeit der Menüführung berücksichtigt. +++
sehr ein­fach
++
ein­fach
+++
sehr ein­fach
+
normal
++
ein­fach
++
ein­fach
++
ein­fach
Bedienung (Tracker) Gemeint ist die Bedienung des Trackers über Knopf oder Touchdisplay sowie die Möglichkeit, am Tracker, unabhängig von der App, Einstellungen vorzunehmen. ++
ein­fach
+++
sehr ein­fach
++
ein­fach
++
ein­fach
+++
sehr ein­fach
+
normal
+++
sehr ein­fach
Gesamtwertung im Bereich "Allgemeine Bedienung"
Testergebnisse: Fitness-Features (Gewichtung: 40 %)
Genauigkeit Schrittanzahl +
stär­kere Abwei­chung
+
stär­kere Abwei­chung
+
stär­kere Abwei­chung
+++
kaum Abwei­chung
++
geringe Abwei­chung
+++
kaum Abwei­chung
++
geringe Abwei­chung
Genauigkeit der Distanzmessung +++
kaum Abwei­chung
++
geringe Abwei­chung
++
geringe Abwei­chung
++
geringe Abwei­chung
+
stär­kere Abwei­chung
-
nur Tages­ge­samt­bi­lanz
-
nur Tages­ge­samt­bi­lanz
Genauigkeit Puls-/Herzfrequenzmessung ++
nur über Hand­ge­lenk
+++
Hand­ge­lenk u. Brust­gurt
+++
nur über Brust­gurt
+++
Hand­ge­lenk u. Brust­gurt
+++
Hand­ge­lenk u. Brust­gurt
+++
nur über Brust­gurt
nicht mög­lich
schweiß-, regen- und spritz­was­ser­ge­schützt +++
zum Schwimmen geeignet
+
schweiß-, regen-, spritz­was­ser­ge­schützt
+++
zum Schwimmen geeignet
+
schweiß-, regen-, spritz­was­ser­ge­schützt
++
zum Duschen geeignet
+
schweiß-, regen-, spritz­was­ser­ge­schützt
+
schweiß-, regen-, sprit­z­­was­­ser­­ge­­schützt
Gesamtwertung im Bereich "Fitness-Features"
Testergebnisse: Material & Tragekomfort (Gewichtung: 20 %)
Verarbeitung +++
sehr gut
++
gut
+++
sehr gut
++
gut
++
gut
++
gut
+++
sehr gut
Tragekomfort Jedes Fitnessarmband wurde mindestens 24 h getragen, auch von verschiedenen VGL-Redakteuren.
  • Dis­play gut ablesbar
  • dank Sch­nall­riemen wie Uhr anzu­legen
  • sehr klobig
  • Dis­play drückt etwas Hand­ge­lenk­knöchel
  • Dis­play gut ablesbar
  • dank Sch­nall­riemen wie Uhr anzu­legen
  • sehr ange­nehmer Sitz; kaum zu spüren
  • Dis­play gut ablesbar
  • ange­nehm wei­ches Arm­band
  • Ver­schluss schwer zu ver­sch­ließen
  • passt sich gut an Hand­ge­lenk an (ergo­no­misch)
  • edle Optik, Hin­gu­cker
  • wirkt etwas klobig
  • Dis­play gut ablesbar
  • ange­nehm wei­ches Arm­band
  • edle Optik, Hin­gu­cker
  • Ver­schluss schwer zu ver­sch­ließen
  • wirkt etwas klobig
  • passt sich gut Hand­ge­lenk an (ergo­no­misch)
  • ange­nehm wei­ches Arm­band
  • beson­ders sty­lisch
  • wirkt etwas klobig
  • Dis­play gut ablesbar
  • ange­nehm wei­ches Arm­band
Gesamtwertung im Bereich "Material & Tragekomfort"
Übersicht: Technische Details
Kompatibilität kom­pa­tibel mit And­roid kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Apple kom­pa­tibel mit And­roid kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Apple kom­pa­tibel mit And­roid kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Apple kom­pa­tibel mit And­roid kom­pa­tibel mit Apple kom­pa­tibel mit And­roid kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Apple kom­pa­tibel mit And­roid kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Apple kom­pa­tibel mit And­roid kom­pa­tibel mit Apple
Schnittstelle Blue­tooth, USB Blue­tooth, USB Blue­tooth, USB Blue­tooth, USB, Wi-Fi Blue­tooth, USB Blue­tooth, USB Blue­tooth, USB
ohne App verwendbar
nicht alle Funk­tionen

nicht alle Funk­tionen

nicht alle Funk­tionen

nicht alle Funk­tionen

nicht alle Funk­tionen

nicht alle Funk­tionen

nicht alle Funk­tionen
Puls-/Herzfrequenzmesser
nur über Hand­ge­lenk

Hand­ge­lenk u. Brust­gurt

nur über Brust­gurt

Hand­ge­lenk u. Brust­gurt

Hand­ge­lenk u. Brust­gurt

nur über Brust­gurt
Kalorienzähler
Schrittmesser | Distanzmesser | | | | | | |
integriertes GPS Eine Messung über GPS ermöglicht eine genaue Angabe der tatsächlich zurückgelegten Distanz.
Schlafanalyse
Touchscreen
Negativ-LCD

OLED-Dis­play

Knopf­steue­rung

Farb­dis­play

OLED-Dis­play
Inaktivitätsalarm
Smartphone-Benachrichtigungen Bei Anruf- und Nachrichteneingang vibriert das Fitnessarmband. Einige Geräte zeigen auf dem Display den Namen des Anrufenden bzw. Schreibenden oder sogar eine gesamte Textnachricht an.
Betriebstemperatur -10 bis 60 °C -10 bis 45 °C -10 bis 60 °C 0 bis 35 °C -10 bis 50 °C 0 bis 50 °C keine Beschrän­kung
austauschbares Armband
verschiedene Größen
M - L, XL

S, L

M - L, XL

S, L

S, M, L

S, M, L
Akkulaufzeit bis zu 5 Tage
GPS aus­ge­schaltet
bis zu 5 Tage
hat kein GPS
bis zu 12 Monate
hat kein GPS
bis zu 4 Tage
GPS aus­ge­schaltet
bis zu 2 Wochen
hat kein GPS
bis zu 8 Tage
hat kein GPS
bis zu 7 Tage
hat kein GPS
Gewicht
Größe
31 g
M - L
32 g
S
23 g
M - L
29 g
L
33 g
M
36 g
L
20 g
Ein­heits­größe
Lieferumfang
inkl. USB-Kabel
inkl. Bat­terie, Lauf­zeit 1 Jahr
inkl. Anleitung
Vor- und Nachteile
  • ein­fa­ches Anlegen (Rie­men­ver­schluss)
  • sehr gute Mes­s­er­geb­nisse dank GPS
  • inkl. Eta­gen­zähler
  • Musik auf Handy kann ange­steuert werden
  • sehr umfang­reiche App; detail­lierte Erfas­sung ver­schie­dener Daten
  • meh­rere Geräte können mit App gekop­pelt werden, Akti­vi­täts­re­port wird für jedes Gerät erfasst
  • auto­ma­ti­sche Bewe­gung­s­er­ken­nung
  • ein­fa­ches Anlegen (Rie­men­ver­schluss)
  • Dis­tan­zer­fas­sung mit GPS des Handys mög­lich
  • gute Mes­s­er­geb­nisse (Dis­tanz) auch ohne GPS
  • sehr über­sicht­liche App; leichte Navi­ga­tion
  • beson­ders modernes Design; all­tag­s­taug­lich
  • sehr gute Mes­s­er­geb­nisse (Dis­tanz)
  • meh­rere Geräte können mit App gekop­pelt werden, Akti­vi­täts­re­port wird für jedes Gerät erfasst
  • kein stän­diges Auf­laden erfor­der­lich (nur Bat­te­rie­wechsel)
  • auto­ma­ti­sche Bewe­gung­s­er­ken­nung
  • Navi­ga­tion über Knopf etwas schwierig
  • schwierig anzu­legen (Knopf­ver­schluss)
  • sehr gute Mes­s­er­geb­nisse dank GPS
  • sehr ange­nehm zu tragen; ergo­no­mi­sche Form
  • inkl. Eta­gen­zähler
  • sehr über­sicht­liche App; leichte Navi­ga­tion
  • inkl. MP3-Player
  • auto­ma­ti­sche Bewe­gung­s­er­ken­nung
  • schwierig anzu­legen (Knopf­ver­schluss)
  • sehr ein­fache Bedi­e­nung des Tra­ckers; intuitiv
  • sehr über­sicht­liche App; ein­fache Navi­ga­tion
  • beson­ders modernes Design; all­tag­s­taug­lich
  • schwierig anzu­legen (Knopf­ver­schluss)
  • ein­fa­ches Anlegen
  • beson­ders gutes Tra­ge­ge­fühl; wie Arm­reif
  • sehr über­sicht­liche App; ein­fache Navi­ga­tion
  • keine detail­lierte Erfas­sung ein­zelner Akti­vi­täten; ledig­lich Gesamt­bi­lanz des Tages
  • Bedi­e­nung des Tra­ckers etwas gewöh­nungs­be­dürftig (wischen)
  • Arm­band muss zuge­schnitten werden
  • ein­fa­ches Anlegen
  • sehr ange­nehm zu tragen; ergo­no­mi­sche Form
  • meh­rere Medisana-Geräte können mit App gekop­pelt werden (bspw. Waage)
  • keine detail­lierte Erfas­sung ein­zelner Akti­vi­täten; ledig­lich Gesamt­bi­lanz des Tages
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4,5 /5 aus 72 Bewertungen

Fitness-Armbänder-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Fitness-Armband hat in erster Linie die Aufgabe, sowohl die Schritte als auch die zurückgelegte Distanz und den Kalorienverbrauch seines Trägers zu erfassen und dadurch den Nutzer zu mehr Bewegung zu motivieren.
  • Ebenso kann ein Fitness-Armband über einen Pulsmesser oder einen Herzfrequenzmesser verfügen. Genauso gibt es Gesundheitsbänder mit GPS, welche die zurückgelegte Distanz präzise erfassen.
  • Um die erfassten Daten in ihrer Gesamtheit darstellen zu können, werden die Activity-Tracker mit einer App synchronisiert. Aufgrund dessen stellt sich für Nutzer nicht nur die Frage nach dem Funktionsumfang eines Fitness-Armbands, sondern auch nach der Kompatibilität bzw. ob das Fitness-Armband mit iPhones, Android- oder Windows-Geräten verbunden werden kann.

fitness-armband test

Wer einen gesunden Lebensstil führt, der achtet nicht nur auf eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung, sondern treibt auch regelmäßig Sport oder legt zumindest Wert auf ausreichend Bewegung. Wie wichtig die Gesundheit für Menschen hier in Deutschland im Allgemeinen ist, zeigt eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach. Laut dieser gab es im Jahr 2016 19,57 Millionen Personen ab 14 Jahre, die sich zur Gruppe der Gesundheitsbewussten zählten und dementsprechend auch sehr auf ihre Gesundheit achteten.

Doch nicht jedem fällt ein aktiver und gesunder Lebensstil leicht – vor allem, wenn es ums Sporttreiben geht. Viele von uns verbringen ihren Alltag im Sitzen und nach einem langen, intensiven Arbeitstag hat man selten die Motivation, noch eine Runde um den Block zu joggen, geschweige denn vollgepackt mit einer Sporttasche ins Fitness-Studio zu gehen.

Was also tun, wenn die Motivation mal wieder auf der Strecke geblieben ist?

Vielleicht wäre der Kauf eines Fitness-Armbands eine Lösung. Sie zählen – zumindest laut Hersteller – rund um die Uhr zuverlässig Kalorienverbrauch, Schritte und zurückgelegte Distanz und analysieren sogar das Schlafverhalten. Zudem animieren die smarten Wearables ihre Träger durch einen sanften Vibrationsalarm zur regelmäßigen Bewegung. Genauso kann ein Teil der Activity-Tracker die Puls- bzw. die Herzfrequenz messen und soll deshalb auch ein idealer Trainingsbegleiter für Sportler sein.

Aber was taugen die Fitness-Armbänder wirklich? Halten die Activity-Tracker, was sie versprechen?

In unserem Fitness-Armband-Test 2017 haben wir verschiedene Fitness-Armbänder getestet und zeigen Ihnen, welche Tracker sich wirklich zum Sporttreiben eignen und welche von ihnen lediglich grobe Werte liefern und somit mehr ein spielerisches Gadget darstellen.

1. Alles was zählt: Sensoren erfassen Schritte, Puls und Herzschlag

fitnesstracker mit pulsmesser

Immer dabei: Ob bei der Arbeit, beim Sport oder beim Schlafen – Fitness-Armbänder zeichnen rund um die Uhr Ihre Aktivitäten und sogar Ihr Schlafverhalten auf.

Damit die Fitness-Tracker die Distanz, die Schritte oder den Puls bestimmen können, sind sie mit verschiedenen Sensoren ausgestattet. Zum einen sind das Bewegungssensoren, die Bewegungen (Beschleunigung oder Rotation) erfassen, und dadurch die Aktivität erkennen – und zum anderen werden optischen Sensoren, die für die Pulsmessung bzw. Herzfrequenzmessung zuständig sind, in den Trackern verbaut.

Der optische Sensor ist an der Unterseite der Fitness-Tracker angebracht. Er besteht aus zwei oder mehreren LEDs sowie einem optoelektrischen Sensor – oder vereinfacht gesagt – aus einer Linse. Wenn die LEDs leuchten und auf die Haut treffen, durchdringen sie Gewebe und Blutgefäße. Während einige Teile des Lichtes vom Gewebe absorbiert und transmittiert werden, bestimmt die Linse aus dem reflektierenden Licht den Puls. Zudem kann durch das Empfangen und Senden des Lichtes die Blutmenge erfasst werden und somit auch die Herzfrequenz bestimmt werden.

Wenn auch die Verbauung eines GPS-Empfängers immer noch selten ist, sind einige wenige Activity-Tracker bereits mit dieser Technik ausgestattet. GPS hat gegenüber den Bewegungssensoren den Vorteil, fast auf den Meter genau den Standort des Fitness-Armbandes bzw. des Nutzers zu bestimmen.

Kann der Activity-Tracker zusätzlich Etagen zählen, verfügt der kleine Smart-Tracker außerdem über einen Höhensensor.

optischer Sensor

Bei Messungen am Handgelenk liefert grünes Licht die genauesten Ergebnisse. Am Finger wird stattdessen mit Infrarot-Licht gemessen.

2. Fitness-Armband – Die wichtigsten Kaufkriterien im Test

Wenn Sie ein Fitness-Armband kaufen, dann sollten Sie sich nicht ausschließlich nach den Funktionen richten. Zuerst einmal ist zu klären, ob Sie ein App-fähiges Endgerät, z. B. ein Smartphone, besitzen und ob Ihr zukünftiger Fitness-Armband-Testsieger überhaupt mit Ihrem mobilen Endgerät kompatibel ist.

2.1. Allgemeine Bedienung (40 %)

2.1.1. Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt – Die Inbetriebnahme

smartphone app

Alles im Blick. Die App zeigt Ihnen Ihre Tagesbilanz an.

Selbst das beste Fitness-Armband wird ohne eine Sache nicht auskommen: ein Smartphone oder ein App-fähiges Endgerät.

Die Mehrheit der Activity-Tracker speichert zwar – meist nur für einen bestimmten Zeitraum – die übers Handgelenk gewonnen Daten, eine Gesamtbilanz der am Tag zurückgelegten Kilometer oder des Schlafverhaltens wird aber oft erst angezeigt, wenn die Daten des Trackers via Bluetooth mit der dazugehörigen App synchronisiert und dort zusammengefasst dargestellt werden.

In unserem Test galt das für das vívosmart HR+ und vívofit 3 von Garmin, für das Orbit von Runtastic, für das Sony SWR30 SmartBand, für das Gear Fit 2 von Samsung sowie für das charge 2 und das flex 2 von fitbit.

fitness-tracker-armband

Mit den Apps haben Sie Ihre Daten immer im Überblick. Hier am Beispiel der Apps Garmin Connect, fitbit, Polar Flow und Runtastic Me.

fitness-armband-mit-pulsmessung

Synchronisieren oder aufladen?

Die Ausnahme in unserem Fitness-Tracker-Test bildeten hingegen das A 360 und sowie das Loop 2 des Herstellers Polar. Beide Tracker können über den PC oder mit der App eingerichtet und später auch über PC und App synchronisiert werden. Wenn Sie also kein App-fähiges Endgerät besitzen, sollten Sie ein Fitness-Armband kaufen, das über den PC synchronisiert werden kann. Alle anderen Geräte ließen sich zumindest über den PC aufladen.

Das zweite wichtige Kaufkriterium ist die Kompatibilität. Denn was nützt Ihnen ein Fitness-Wearable, das gar nicht mit dem Betriebssystem Ihres Handys oder Tablets kompatibel ist?

Folgende Tabelle zeigt Ihnen im Überblick, welche Fitnesstracker mit welchen Betriebssystemen kompatibel sind. Die Apps sind kostenlos und können in den jeweiligen App-Stores Ihres Mobilgerätes heruntergeladen werden.

Fitness-Armband Name der App Kompatibilität
Polar A 360, Polar Loop 2 Polar Flow iOS, Android, Windows
Samsung Gear Fit2 Samsung Gear Fit Manager und Samsung S Health iOS, Android
fitbit flex 2, charge 2 Fitbit iOS, Android, Windows
Sony SWR30 SmartBand SmartBand Talk SWR30, Lifelog (Fitness App) Android
Garmin vívofit 3, vívosmart HR+ Garmin Connect Mobile iOS, Android, Windows
Runtastic Orbit Runtastic Me iOS, Android, Windows
Hinweis: Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Mobilgerät oder Tablet mindestens über einen Bluetooth Standard von 4.0 oder höher verfügt, da ein Großteil der Tracker mit diesem Standard ausgestattet ist. Bluetooth 4.0, auch als Bluetooth Low Energy bekannt, ist darauf ausgelegt, geringe Datenmengen zu übermitteln und ermöglicht dadurch lange Akkulaufzeiten von Geräten wie Fitness-Trackern oder Smartwatches.

Ergebnis: Bei der Einrichtung und Synchronisation der Tracker-Armbänder in unserem Test lieferten sich die Geräte ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Alle Gesundheitsbänder ließen sich leicht in Betrieb nehmen. Lediglich das Loop 2 und das A 360 von Polar mussten über den PC erst einmal mit den neuesten Updates versorgt werden. Ansonsten erfolgte aber auch hier die Herstellung der Verbindung über Bluetooth und die anschließende Synchronisation problemlos. Spätestens nach dem zweiten Versuch fanden alle Fitness-Tracker die dazugehörige App. Das vívosmart HR+ von Garmin schaffte es hingegen auf Anhieb.

gesundheitsarmbandHinweis: Sportenthusiasten, die direkt in ein aktiveres Leben starten möchten, werden zum Teil enttäuscht werden. Einige der Activity-Tracker in unserem Fitness-Armband-Test mussten vor dem Gebrauch nämlich erstmal aufgeladen werden, darunter das fitbit flex 2, das fitbit charge 2, das Samsung Gear Fit2 und das Runtastic Orbit.

2.1.2. Profil zeigen – Die Anwendung der App

fitness-armband-puls

Profilerstellung Garmin Connect.

Ist die App geladen, müssen Nutzer zuerst einmal ein Benutzerprofil erstellen. Besonders gefragt sind Nutzerdaten wie Geschlecht, Größe, Gewicht sowie das Geburtsdatum. Anhand dieser können die Tracker-Armbänder am Ende die Schrittzahl, die verbrannten Kalorien sowie die zurückgelegte Distanz unter Berücksichtigung von Durchschnittswerten errechnen. Sind die Daten erfasst, können Nutzer zum Beispiel Ihr persönliches Aktivitätsziel bestimmen oder einen Trainingsplan erstellen.

Überzeugen konnte die Menüführung der Fitness-App von fitbit, die alle relevanten Angaben (Kalorien, Distanz, Trainingseinheiten, Schlafgewohnheiten) übersichtlich erfasst.

Ebenfalls positiv fiel die App von Garmin auf. Der Vorteil bei dieser Applikation besteht nicht nur in ihrer Übersichtlichkeit: Mit der App können ebenso mehrere Garmin-Geräte synchronisiert werden. Der Clou dabei ist, dass für jedes Gerät die jeweiligen Aktivitäten bzw. Daten erfasst werden können.

Den gleichen Vorteil haben Nutzer eines Fitness-Wearables von Polar, denn auch hier wird angezeigt, mit welchem Gerät eine bestimmte Aktivität absolviert wurde.

Nutzer der fitbit-App müssen auf diesen Vorzug leider verzichten. Zwar können mehrere Tracker-Armbänder mit der App erfasst werden – die Daten werden hier aber nicht getrennt ausgewertet, sondern unter einem Profil zusammengefügt. Lediglich die Aktivität wird angezeigt, nicht aber, mit welchem Gerät sie absolviert wurde.

fitness-trackerHinweis: Obwohl die App Samsung S Health wie die Mehrheit der Fitness-Apps übersichtlich und intuitiv zu bedienen war, gab es Schwierigkeiten bei der Navigation. Die App hat sich wiederholt aufgehängt, sodass ein Neustart erforderlich war. Punktabzug gab es auch für die App „Runtastic Me“. Zwar ist auch diese App intuitiv bedienbar, ein einfacher und simpler Aufbau täuscht aber auch nicht über den geringen Funktionsumfang der App hinweg.

2.1.3. Touch it – Bedienbarkeit des Fitness-Trackers

fitness-armband-mit-pulsmesser

Die Bedienung des Loop 2 von Polar ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.

Es gibt Fitnessarmbänder mit Touchdisplay und seitlich angebrachten Knöpfen, Tracker mit einem Display, die nur über einen Knopf am Fitnessarmband gesteuert werden, sowie Geräte, die gar kein Display haben und deshalb nur über die App bedient werden können.

Resultierend aus unserem Fitness-Tracker-Test ergeben sich für die Tracker mit Touchdisplay bzw. einem Knopf zum Blättern gegenüber displaylosen Trackern folgende Vor- und Nachteile:

  • alle wichtigen Daten im Überblick
  • Einstellung/Navigation am Tracker vornehmbar
  • kein Handy notwendig
  • nach Workout erschwerte Navigation (nasse Finger)
  • mit Handschuhen nicht gut bedienbar
  • kürzere Akkulaufzeit

fitness-armbandHinweis: Die Bedienung des Polar Fitness-Armbands Loop 2 erforderte anfangs etwas Geduld. Das Wischen über den Knopf am Armband ist ungewohnt, stellt mit der Zeit aber kein Problem mehr dar.

fitness-armband-vergleich

3. Mit anderen messen – die Messgenauigkeit im Überblick (40%)

3.1. Schritt halten – das Schrittzähler-Armband

kalorienzähler

Mithilfe von Sensoren erfassen die Gesundheitstracker sowohl die Beschleunigung als auch die Rotation. Um die Schritte bzw. die zurückgelegte Distanz zu erfassen, müssen Nutzer bei der Inbetriebnahme folgende Daten angeben:

  • Geschlecht
  • Geburtsdatum | Alter
  • Größe
  • Gewicht

Anhand dieser Daten, vor allem in Bezug auf die angegebene Körpergröße, wird die ungefähre Schrittweite mithilfe von Durchschnittswerten bei der angegeben Körpergröße bestimmt. Grundsätzlich ist diese Art der Schrittzahl-Erfassung besonders anfällig, schließlich bewegen sich Menschen niemals mit gleichmäßigen Schritten vorwärts. Zudem haben nicht alle Menschen mit derselben Körpergröße automatisch die gleiche Schrittlänge. Um Ihnen zu zeigen, wie unterschiedlich die Ergebnisse bei Schrittmessern sein können,  haben wir den Test gemacht und die Schritte selbst nachgezählt. Für den Weg von zu Hause bis ins VGL-Büro benötigt man – ohne Erfassung der S- und U-Bahn-Fahrt – 3.054 Schritte.

Die Fitnesstracker kamen hingegen auf folgende Schrittzahlen:

Fitness-Armband Schrittanzahl laut Fitness-Armband Bewertung
Runtastic Orbit  3.058 Schritte +++
Polar Loop 2  3.059 Schritte +++
Polar A 360  3.044 Schritte +++
vívofit 3 3.180 Schritte +
Sony SWR30 SmartBand 3.196 Schritte +
vívosmart HR+  3.272 Schritte -
fitbit charge 2 3.248 Schritte -
fitbit flex 2  2.839 Schritte -

Dass die Angabe der Schritte keine realitätsnahen Ergebnisse abliefern, ergab auch folgender Test. Bei 40-minütiger Büro-Tätigkeit (sitzend am PC), wurden folgende Schrittzahlen gemessen:

Fitness-Armband zurückgelegte Schritte (40-minütige Büroarbeit am PC) Bewertung
Samsung Gear Fit 2 0 Schritte +++
Sony SWR30 SmartBand  6 Schritte  ++
Polar Loop 2  12 Schritte  ++
fitbit charge 2  22 Schritte  +
vívosmart HR+ 23 Schritte  +
Runtastic Orbit 29 Schritte +
fitbit flex 2  75 Schritte  -
Polar A 360  84 Schritte  -
vívofit 3  124 Schritte  --

3.2. Kalorienzählerei – METs als Referenzwerte

Die Intensität körperlicher Aktivitäten in MET
  • Ruheumsatz = 1 MET
  • Hausarbeit = 3,5 MET
  • Schwimmen/langsam = 4,5 MET
  • Laufen (10 km/h) = 10 MET
  • Laufen (11 km/h) = 11 MET

Bei der Kalorienberechnung nutzen die Fitness-Armbänder ebenfalls Geschlecht, Alter und Gewicht, um daraus den Grundumsatz zu berechnen. Um hingegen die Anzahl der durch Bewegung verbrannten Kalorien zu ermitteln, wird das metabolische Äquivalent (MET) verwendet. Es dient dazu, den Energieverbrauch verschiedener Aktivitäten miteinander zu vergleichen. Dabei gibt das metabolische Äquivalent die Leistung bzw. den Kalorienverbrauch von unterschiedlichen körperlichen Aktivitäten als ein Vielfaches des Ruheumsatzes an. Mehr zum MET lesen Sie hier.

schrittzählerBerechnung des Ruheumsatzes (bei normal-gewichtigen Personen):

  • Männer (19 - 50 Jahre): 1 kcal pro kg Körpergewicht in einer Stunde
    Beispiel: 85 kg x 1 kcal = 85 kcal pro Stunde (1 MET/ Ruheumsatz)
  • Frauen (19 - 50 Jahre): 0,9 kcal pro kg Körpergewicht in einer Stunde
    Beispiel: 60 kg x 0,9 kcal = 54 kcal pro Stunde (1 MET/ Ruheumsatz)

Fazit: Wenn also die Frau aus dem Beispiel  eine Stunde bei 10 km/h laufen gehen würde, müsste sie ca. 540 kcal verbrennen.

Eine weitere Möglichkeit, den Energieverbrauch bspw. beim Laufen zu berechnen, stellt folgende Formel dar: Multiplizieren Sie das Körpergewicht mit 0,95 und Sie haben den Energieverbrauch pro zurückgelegtem Kilometer.

Wir haben vier Geräte ausgewählt und geprüft, inwiefern sich die Kalorienanzahl anhand der beiden Erfassungsmethoden zu den von den Armbändern aufgenommenen Werten unterscheidet:

Gerät Speed (km/h) Distanz (km) Kalorien (kcal) Zeit (min) kcal (MET) kcal pro km
Polar A 360 10,7 5,67 357  31:40 367  382 
vívosmart HR+ 10 5,57 382  31:33 367  375 
vívofit 3 9,3 5,03 322  32:20 340  339 
fitbit charge 2 10 5,46 374  32:18 342  368 

Ergebnis: Unser Fitness-Tracker-Test zeigt, dass sich die Kalorienangaben der Fitness-Tracker grundsätzlich unterscheiden. Nichtsdestotrotz fällt auf, dass die Angaben der Kalorienzähler-Armbänder zwischen 300 und 400 kcal liegen und damit keine wesentlichen Abweichungen entstehen.

Deshalb gilt: Sowohl das MET als auch die Rechnung über die gelaufenen Kilometer geben lediglich eine Abschätzung über Ihren Kalorienverbrauch ab. Das Gleiche gilt übrigens für die Angaben der Fitness-Tracker. Um einen exakten Wert zu erhalten, müssten außerdem Faktoren wie beispielsweise das Klima, der Ernährungszustand des Körpers, die Bodenbeschaffenheit, die Laufökonomie sowie die Sauerstoffaufnahme berücksichtigt werden. Ähnlich verhält es sich auch mit der Berechnung des Kalorienumsatzes unter Berücksichtigung der Herzfrequenz. Auch bei dieser Methode muss grundsätzlich mit Abweichungen gerechnet werden.

Dennoch sind die Werte keineswegs nutzlos: Wer sich bewegt, verbrennt mehr Kalorien und darf demzufolge beim Essen auch etwas beherzter zugreifen.

fitnessuhren von garmin

3.3. Distanz – geringste Abweichung mit GPS-Unterstützung

Die Distanz wird, wie schon beim Schrittzähler, anhand der eingegebenen Werte berechnet. Vorab sind wir deshalb eine feste Strecke zweimal mit einer GPS-Uhr gelaufen. Die Distanz: 5,24 km.

Über mehrere Wochen standen die verschiedenen Fitness-Tracker-Typen bekannter Marken und Hersteller nun auf dem Prüfstand. Welche Smart-Bänder ohne und mit GPS zuverlässige Distanz-Werte lieferten und welche unterm Schnitt zurückblieben, verrät Ihnen folgende Übersicht:

Gerät Aufgezeichnete Distanz inkl. GPS? Bewertung
vívosmart HR+ 5,27 km    +++
Samsung Gear Fit 2 5,36 km     ++
vívofit 3 5,03 km     ++
fitbit charge 2 5,46 km, 5,21 km (GPS)   
über App ja
 ++
Polar A 360 5,67 km     +
Sony SWR30 SmartBand  6,0 km      -
 Runtastic Orbit  keine Erfassung der Distanz      --
 fitbit flex 2  keine Erfassung der Distanz      --
 Polar Loop 2  keine Erfassung der Distanz      --

Ergebnis:

+++ In unserem Fitness-Tracker-Test schnitten die Fitnessarmbänder mit GPS am besten ab. Vor allem das Fitness-Armband von Garmin, das vívosmart HR+, schaffte fast eine Punktlandung und wich nur knapp 0,5 % von der festgelegten Distanz ab.

++ Das vívofit 3 als auch das fitbit charge 2 erreichten ohne GPS ebenfalls gute Ergebnisse. Hier betrug die Abweichung nur etwa 4 %.

- Das Sony SWR30 SmartBand lieferte mit einer Abweichung von etwa 15 % hingegen nur sehr ungenaue Werte.

-- Bei der Distanzerfassung enttäuschten vor allem das Runtastic Orbit, das fitbit flex 2 sowie das Polar Loop 2. Sowohl das flex2 als auch das Loop 2 erkannten zwar, dass ein Lauf absolviert wurde, wie lang die Strecke der Aktivität war, konnte jedoch keines der Armbänder erkennen. Das Orbit differenziert hingegen nicht einmal zwischen verschiedenen Aktivitäten, es sei denn, man läuft mit der Runtastic App.

Grund dafür ist, dass bei allen drei Geräten die gelaufene Distanz automatisch zu den bereits gegangenen Kilometern hinzu addiert wird, sodass am Ende des Tages lediglich eine Gesamtanzahl der gelaufenen Kilometer in der App angezeigt wird. Für Hobbyathleten, die eine detaillierte Übersicht ihrer Trainingseinheiten wünschen, sind solche Geräte daher nicht geeignet.

sportarmband-fitnessPraktisch: Im Fitness-Tracker-Test hat sich eine automatische Bewegungserkennung ebenfalls als nützlich erwiesen. So kann der Nutzer beim Lauftraining einfach loslaufen, ohne den Laufmodus auf dem Gerät zu aktivieren. Nichtsdestotrotz muss bei vielen Smart-Armbändern das GPS (vívosmart HR+), das Lauftraining (Polar A 360) oder die Stoppuhr (vívofit 3) aktiviert werden, um die gelaufene Distanz zu erfassen. Ansonsten bleibt Nutzern lediglich die Erkenntnis, dass sie joggen waren und wie lange sie unterwegs waren.

3.4. Hand aus Herz – besonders exakte Messungen mit dem Brustgurt

herzfrequenzmesserWie bereits eingangs erwähnt, verfügen einige Fitness-Tracker zudem über einen integrierten Puls- bzw. Herzfrequenzmesser. Zum einen erfolgt die Messung direkt übers Handgelenk, zum anderen haben Nutzer die Möglichkeit, ihr Gesundheitsarmband, wenn möglich, mit einem Brustgurt zu koppeln. Grundsätzlich lieferte die optische Messung der Puls- und Herzfrequenz in unserem Fitness-Armband-Test zuverlässige Messwerte. Noch präzisere Daten können jedoch mit dem Brustgurt erreicht werden, das bestätigt auch die Stiftung Warentest, die Fitness-Armbänder ebenfalls getestet hat.

activity-trackerWarum können die Werte (übers Handgelenk) trotzdem abweichen? Gerade bei der Messung übers Handgelenk werden oft falsche Messwerte generiert. Der Grund dafür ist aber nicht die Technik der optischen Messung. Vielmehr kann beispielsweise der schlechte Sitz die Ursache falscher Messergebnisse sein. Ist zwischen Handgelenk und Sensor zu viel Platz, kann das Licht der LEDs nicht ausreichend in das Gewebe eindringen. Zudem können Kälte, ein beschmutzter Sensor und sogar zu viel Behaarung oder dunklere Haut die Ergebnisse verfälschen.

herzfrequenzmessung mit brustgurt

Sportler, die auf präzise Messergebnisse setzen, sollten mit einem Brustgurt trainieren. Grundsätzlich muss der Brustgurt separat erworben werden. Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass der Brustgurt mit dem Fitness-Tracker kompatibel ist.

4. Du bist, was du trägst – Verarbeitung, Tragekomfort & Verschluss (20%)

4.1. Verarbeitung – hautfreundliches Silikon macht das Tragen angenehm

Schwimm-Test

Drei Fitness-Armbänder – das Orbit, das vívosmart HR+ sowie das flex2 – sind mit uns schwimmen gegangen: 20 x 25 Meter in etwa 30 Minuten.

Das Ergebnis: Sowohl das vívosmart HR+ als auch das flex 2 erkannten die Aktivität Schwimmen samt geschwommener Zeit. Das Orbit hingegen registriert hingegen nur die Bewegung, nicht die Aktivität an sich. Enttäuschend waren die Ergebnisse vom flex 2, das laut Hersteller die Anzahl der geschwommenen Bahnen erkennen soll. Das war leider nicht der Fall. Immerhin hat der Test gezeigt, dass die Fitness-Tracker den Herstellerangaben entsprechend wasserdicht sind.

Um dem Alltag und vor allem sportlichen Aktivitäten Stand halten zu können, setzen die Hersteller bei den Fitness-Armbändern häufig auf weiches Silikonelastomer. Der Kunststoff ist hautfreundlich und darüber hinaus schweiß- und wasserabweisend. Zudem ist er besonders elastisch und anschmiegsam.

In Sachen Verarbeitung haben sich die Activity-Tracker in unserem Test keine Blöße gegeben. Die Geräte wurden über mehrere Wochen regelmäßig getestet – vor allem beim Laufen (draußen) und bei Temperaturen bis zu -5 °C.

Lediglich das SmartBand SWR 30 von Sony konnte bei der Verarbeitung nicht überzeugen. Obwohl das Tracker-Modul einen robusten und stabilen Eindruck machte, wirkte das Armband leider qualitativ eher minderwertig.

4.2. Die Wasserdichtigkeit – vom Regen in die Traufe

fitnessarmband-wasserdichtOb Regen oder Schweiß – ein Fitness-Tracker muss beim regelmäßigen Tragen einiges an Feuchtigkeit abwehren können. Deshalb müssen Tracker zumindest schweiß-, regen- und spritz­was­ser­ge­schützt sein.

Um die Wasserdichtigkeit von Gesundheitsbändern anzugeben, zeichnen einige, jedoch nicht alle, Hersteller die Fitnessbänder mit einer Norm (DIN, ISO) aus oder ordnen sie einer IP-Schutzklasse zu:

Wasserdichtigkeit gemäß Einheit/Kennziffer Erklärung
DIN 8310 / ISO 2281  m = bar/atm Die Wasserdichtigkeit bei Uhren wird mit der Höhe der Wassersäule gekennzeichnet. Die Angabe in m, bar oder atm  gibt dabei ein, dass die Uhr eine begrenzte Zeit einem bestimmten Druck standhält. Folglich handelt es sich bei den Meterangaben der Hersteller nicht um die Tauchtiefe.
 IP-Schutzklasse  Bsp.: IP 01 Die Schutzklasse meint die Schutzart für elektronische Geräte. Dabei gibt die erste Zahl nach „IP“ an, inwiefern das Gerät vor Staub oder Sand geschützt ist. Die zweite Zahl gibt an, welcher Schutz beim Eindringen oder beim Berühren von Flüssigkeiten besteht. Ein X meint, dass der Hersteller dazu keine Angabe macht.

Zum Vergleich: die Angaben der Hersteller für die Fitnesstracker aus unserem Fitness-Armband-Test:

Fitnessarmband Wasserdichtigkeit Merkmale laut Hersteller
Runtastic Orbit waterproof 100 m Schweiß-, regen- und spritz­was­ser­ge­schützt. Zum Schwimmen, Baden und Duschen geeignet.
vívosmart HR+, vívofit 3 5 atm Schweiß-, regen- und spritz­was­ser­ge­schützt. Zum Schwimmen, Baden und Duschen geeignet.
fitbit flex 2 wasserabweisend bis zu 50 m Schweiß-, regen- und spritz­was­ser­ge­schützt. Zum Schwimmen geeignet, nicht zum Tragen in der heißen Badewanne oder Sauna gedacht.
Samsung Gear Fit 2/
Sony SWR 30 SmartBand
 IP 68 Staub- und was­ser­dicht. Kann bis zu einer Tiefe von 1,5 m dau­ernd unter­ge­taucht werden.
Polar A 360 waterproof Schweiß-, regen- und spritz­was­ser­ge­schützt. Nur für kurze Zeit zum Baden und Schwimmen geeignet (WR30).
Polar Loop 2 waterproof Schweiß-, regen- und spritz­was­ser­ge­schützt. Nicht zum Schwimmen und Baden geeignet (WR20).
fitbit charge 2 wasserabweisend Schweiß-, regen- und spritz­was­ser­ge­schützt. Nicht zum Schwimmen und Duschen geeignet.
Hinweis: Wenn Sie ein Fitness-Armband kaufen, werden Sie feststellen, dass auf der Verpackung der Fitness-Tracker oftmals nur ein einfaches waterproof (wasserdicht) oder water resistant (wasserabweisend) angegeben wird. Beide Begriffe sind jedoch dehnbar und je nach Hersteller besteht ein unterschiedliches Verständnis von Wasserdichtigkeit. Lesen Sie sich deshalb die Produktanleitung genau durch.

4.2. Tragekomfort – keine Druckstellen im Dauertest

samsung-gear-fit-2

Das Gear Fit 2 überzeugt dank seiner ergonomischen Form mit einem sehr hohen Tragekomfort. Ebenso erzielt das smarte Fitness-Armband aufgrund integrierter GPS-Technik gute Ergebnisse bei der Distanz-Erfassung.

Da die Fitness-Armbänder 24/7 getragen werden, müssen sie vor allem eins: bequem sitzen. Alle Gesundheitsbänder in unserem Activity-Tracker-Test wurden mindestens 24 h am Stück getragen, also auch beim Schlafen.

Das Ergebnis dabei fiel sehr unterschiedlich aus. Nicht alle Geräte ließen sich problemlos über einen längeren Zeitraum tragen. Vor allem das Runtastic Orbit, das Sony SWR30 SmartBand sowie das vívosmart HR+ blieben hinter den anderen Geräten zurück. Bei allen Geräten wurde das Trackermodul als zu starr und klobig empfunden. Zudem hinterließen das vívosmart HR+, aber auch das Polar A 360 leichte Druckspuren auf dem Handgelenk.

fitnessarmbandAuffallend im Test: Beim Tragetest konnte vor allem das Fitness-Armband von Samsung, das Gear Fit 2, überzeugen. Trotz seiner Größe war es besonders angenehm zu tragen, was vor allem daran lag, dass das Tracker-Modul ergonomisch geformt ist. Ebenfalls lobenswert ist das Trageverhalten des fitbit flex 2. Das schmale Band mit dem kleinen Tracker ist nicht nur besonders flexibel, sondern auch angenehm leicht.

4.3. Ver(schluss) mit lustig

Ein wichtiges, auf den ersten Blick etwas zweitrangig erscheinendes Kaufkriterium ist der Verschluss. In unserem Fitness-Armband Test haben sich mit Abstand diejenigen Gesundheitsbänder durchgesetzt, die mit einem gewöhnlichen Schnallenriemen (fitbit charge 2 und vívosmart HR+) ausgestattet sind. Alle anderen Fitness-Armbänder verfügen hingegen über einen Knopfverschluss. Was von den Herstellern vielleicht als praktisch gedacht war (man drückt die Knöpfe einfach in die vorgesehenen Löcher), konnte sich bei keinem der betreffenden Fitness-Armbänder in der Praxis durchsetzen. Durchweg gestaltete sich das einhändige schließen der Fitnessarmbänder als besonders kniffelig.

tracking armband verschluss

Beim Verschluss-System konnten vor allem die Fitness-Armbänder punkten, die über einen Schnallenriemen (wie bei einer Uhr) verfügen. Für die Fitness-Tracker mit Knopfverschluss gab es hingegen nichts zu holen. Das Anlegen der Tracker gestaltete sich einhändig als besonders kniffelig und nervraubend.

5. Viel hilft viel – Funktionsvielfalt im Überblick

Smart Notifications/ Smartphone-Benachrichtigungen

Durch ein Vibrieren weist das Fitness-Armband den Nutzer auf eingehende Anrufe, SMS-Benachrichtigungen, Email-Eingänge sowie Kalender-Erinnerungen hin. Fitness-Tracker, die über ein Display verfügen, zeigen sogar den Namen des Anrufenden bzw. Schreibenden und manchmal sogar die gesamte Textnachricht an.

Ein klassisches Fitnessarmband zeigt Ihnen die Anzahl Ihrer am Tag zurückgelegten Schritte, die Distanz sowie Ihre verbrannten Kalorien an. Genauso gibt es Fitness-Tracker mit Pulsmesser bzw. Herzfrequenzmesser. Um die exakte Distanz zu erfassen, sind einige von den Pulsmesser-Armbändern mit der GPS-Technik ausgestattet.

Eine andere, besondere Funktion stellt die Schlafanalyse dar. Ein Großteil der Fitness-Armbänder für Android, iPhone oder Windows zeichnet das Schlafverhalten auf, beurteilt die Schlaf-Effizienz und zeigt sie in der App als Diagramme mit „unruhigen“ bzw. „ruhigen“ Schlafphasen. Ebenso möglich ist die Konfigurierung eines intelligenten Weckers (z. B. beim fitbit charge 2), der den Nutzer mithilfe eines leichten Vibrationsalarms in einer leichten Schlafphase aufweckt.

Josef Seidl, Gründer und Chefredakteur vom Blog IT-Solutions, hat im Gespräch mit Vergleich.org verraten, dass auch ihn die Schlafanalyse (fitbit App) für das Thema Schlaf sensibilisiert habe.

"Das Fitbit hat mich motiviert, die eingegebene Mindestschlafdauer einzuhalten und mir dabei geholfen, meine Schlafdauer zu erhöhen und mit Bezug auf meinen Schlaf gesünder zu leben. Das Fitbit zeigte mir klar auf, dass „Zeit im Bett“ nicht identisch mit „erholsamer Schlaf“ ist."

Josef Seidl
(Gründer und Chefredakteur von Blog IT-Solutions, www.blog-it-solutions.de)

6. Fazit – das Ziel vor Augen

Die Fitness-Armbänder für Android, iPhone und Windows haben Ihnen gezeigt, dass sie in Bezug auf Funktionen jede Menge zu bieten haben. Deshalb stellt sich in einer guten Kaufberatung vor allem eine Frage: Welches Ziel haben Sie?

Die Motivatoren
Wenn Sie auf der Suche nach einem Bewegungsmotivator sind, der Sie regelmäßig daran erinnert, ein paar Schritte zu gehen, dann werden Sie mit einem einfachen Fitness-Tracker wie beispielsweise dem Orbit, dem Loop 2 oder dem flex 2 zufrieden sein. Alle drei Geräte beschränken sich auf die Basics – nämlich aufs Schritte- und Kalorienzählen sowie auf die Distanzmessung. Obwohl die Tracker Aktivitäten nicht detailliert erfassen – bspw. in Bezug auf die Distanz –, reicht die Gesamtbilanz aller Aktivitäten am Ende eines Tages aus, um den Träger für das Thema Bewegung zu sensibilisieren. Zudem verfügen auch schon die mit einfachen Funktionen ausgestatteten Fitness-Tracker über nützliche Features wie Schlafanalyse oder Inaktivitätsalarm. Mit dem Loop 2 kann sogar schon die Herzfrequenz erfasst werden und das flex 2 sollte beim Schwimmen die Bahnen zählen.

armband schrittzaehler

Wir empfehlen Ihnen folgende Motivationstrainer: das Polar Loop 2 , das Runtastic Orbit sowie das fitbit flex 2.

Die sportlichen Begleiter
Wollen Sie hingegen mit einem Fitness-Tracker sportliche Aktivitäten in ihrem Detail erfassen, dann sollten Sie auf einen Fitness-Tracker zurückgreifen, der anschließend nicht nur die zurückgelegte Distanz, sondern auch den Puls bzw. die Herzfrequenz anzeigt.
In unserem Fitness-Armband Test schnitten die Fitness-Tracker mit integriertem GPS bei der Distanz-Bestimmung am besten ab – an diesen Geräten werden ambitionierte Sportler nicht vorbeikommen.
Bei der Herzfrequenzmessung überzeugten hingegen die Geräte, die mit einem Brustgurt gekoppelt werden können. Nichtsdestotrotz lieferten aber auch die Geräte, bei denen die Puls- bzw. Herzfrequenzmessung über das Handgelenk erfolgte, zufriedenstellende Ergebnisse.

fitness-armband-gps

Wir empfehlen Ihnen folgende sportliche Begleiter: Die Garmin Fitness-Armbänder vívosmart HR+ (Fitness-Armband mit GPS) und  das vívofit 3 (ohne GPS) sowie das charge 2 von fitbit (ohne GPS).

Die smarten Helfer
Gehören Sie zur Kategorie Mensch, die mithilfe Ihres Fitness-Armbands nicht nur Schritte zählen will, sondern stets über eingehende Anrufe oder Nachrichten informiert werden möchte? Dann sollten Sie unbedingt auf einen Fitness-Tracker mit Smart Notifications zurückgreifen. Solche Tracker informieren Sie nicht über empfangene Nachrichten, eingehende Mails und Anrufe, sondern Sie bieten Ihnen beispielsweise auch die Möglichkeit, die Musikwiedergabe auf Ihrem Handy anzusteuern.

Fazit: Unabhängig davon, für welches Fitness-Armband Sie sich schlussendlich entscheiden, jeder Fitness-Tracker im Test erfüllt seine Grundfunktion, indem er seinen Träger zu einem aktiveren Lebensstil motiviert.

Testsieger
Garmin vívosmart HR+
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Preis-Leistungs-Sieger
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