1 7 von 10 der besten Schrittzähler im Test:
Aktualisiert: 05.12.2017

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4,7/5 aus 14 Bewertungen

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Omron Walking style One 2.1 Omron Walking style One 2.1
Omron Walking Style IV Omron Walking Style IV
CSX 3D-Multifunktions-Schrittzähler CSX 3D-Multifunktions-Schrittzähler
Realalt 3D Pedometer Realalt 3D Pedometer
Medisana VIFIT Medisana VIFIT
Fitbit Zip Fitbit Zip
Incutex Schrittzähler Incutex Schrittzähler
Jawbone UP move Jawbone UP move
Daffodil HPC650 Daffodil HPC650
Silva Pedometer EX30 Silva Pedometer EX30
Abbildung
Modell Omron Walking style One 2.1 Omron Walking Style IV CSX 3D-Multifunktions-Schrittzähler Realalt 3D Pedometer Medisana VIFIT Fitbit Zip Incutex Schrittzähler Jawbone UP move Daffodil HPC650 Silva Pedometer EX30

Testergebnis

Qualitätsmanagement für unser Test- und Vergleichsverfahren
TÜV Siegel

TÜV-Süd zertifiziert nach ISO 9001

Vergleich.org
Bewertung 1,4 sehr gut
11/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,5 gut
11/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,2 gut
10/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,2 gut
11/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,4 gut
11/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,8 befriedigend
11/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,8 befriedigend
11/2017
Vergleich.org
Bewertung 3,0 befriedigend
11/2017
Vergleich.org
Bewertung 3,0 befriedigend
11/2017
Kundenwertung
bei Amazon
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8 Bewertungen
Fazit des Testers
Unser Testsieger: Der Omron "Walking style One 2.1" überzeugt auf voller Linie. Die Erfassung der Schritte, der zurückgelegten Distanz und des Kalorienverbrauchs erfolgt (fast) exakt – die Bedienung ist kinderleicht. Zudem ist das Gerät robust und macht auch bei extremer Hitze und Kälte nicht schlapp.
Ein weiteres Spitzengerät des Herstellers Omron: Der "Walking Style IV" punktet mit genauen Messungen, Stabilität und einfacher Handhabung. Auch schnellere Schritte (etwa beim Joggen) werden recht exakt erfasst. Dank des großen, gut lesbaren Displays eignet er sich auch für ältere Menschen.
Eine hundertprozentig genaue Erfassung der Schritte gelingt dem CSX-Schrittzähler nicht – wer sich auch mit groben Werten zufriedengibt, erhält hier aber ein robustes Gerät, das sich recht intuitiv bedienen lässt. Dank des mitgelieferten Clips lässt sich das Pedometer leicht an der Kleidung befestigen.
Punktgleich mit dem Schrittzähler von CSX: Das Realalt "3D Pedometer". Die Schritte erfasst dieses Modell etwas genauer, dafür fällt die Bedienung hier nicht ganz so leicht. Wer einmal verstanden hat, wie man zwischen den verschiedenen Modi wechselt, wird mit dem Gerät aber gut klarkommen.
Schrittzähler und Clip in einem: Der Medisana "VIFIT" punktet mit seinem durchdachten Design. Die Aktivitäten des Tages können am PC ausgewertet werden, die Bedienung des Geräts ist sehr leicht: Es gibt nur einen Knopf. Das beleuchtete Display ist praktisch, verkratzt aber leider auch schnell.
Ein weiteres Fitbit-Modell: Der "Zip" ist klein, leicht und robust. Der mitgelieferte Kunststoff-Clip ist gut verarbeitet und schützt den Tracker vor Stößen, Kratzern und Feuchtigkeit. Die Bedienung des Geräts über den Touchscreen könnte einfacher nicht sein. Leider misst der "Zip" nicht allzu genau.
Das einzige 2D-Pedometer im Test: Der Schrittzähler von Incutex zählt die Schritte mithilfe einer Kugel, die hin und her kippt – leider ist er hierbei nicht sonderlich genau. Betrieben wird er über Solarenergie und eine Sicherungsbatterie. Leicht in der Handhabung, dafür aber überhaupt nicht bruchfest!
Der "UP move" kann wahlweise an die Kleidung geclippt oder am Arm getragen werden. Er ist leicht und robust, weiß ansonsten aber nicht zu überzeugen, vor allem nicht hinsichtlich der Fitnessfunktionen. Zudem ist die Bedienung eher schwer, die Synchronisierung mit dem Smartphone störanfällig.
Die Verarbeitung des Daffodil-Schrittzählers lässt zu wünschen übrig: Das Gerät überlebte zwar den Sturztest, beim Spritzwassertest wurde es dann aber eng. Die Bedienung ist relativ leicht, die Anzahl der Schritte erfasst dieses Modell allerdings nicht ganz genau. Alles in allem eher eine Enttäuschung.
Was das Zählen der Schritte betrifft, lag insgesamt kein Gerät so weit daneben wie das Silva "Pedometer EX30". Die gummierte Unterseite dämpft Stöße, hunderprozentigen Schutz bietet sie aber nicht. Das Display lässt sich nur sehr schlecht ablesen – vor allem, wenn draußen die Sonne scheint.
Testergebnisse Fitnessfunktionen – 40 % der Gesamtwertung
Genauigkeit Schritte Getestet wurde, wie exakt die Geräte die Schritte zählen. Dafür wurden jeweils genau 100, 200 und 500 Schritte zurückgelegt. +++ ++ - ++ - - - - - --
Genauigkeit Distanz Getestet wurde, wie exakt die Geräte die zurückgelegte Distanz anzeigen. Dafür ging unser Tester genau 500 Meter. +++ +++ + + + - + -- + +
Genauigkeit Kalorienverbrauch Getestet wurde, wie exakt die Geräte den Kalorienverbrauch anzeigen. Dafür verbrannte unser Tester genau 25 Kilokalorien. ++ +++ +++ +++ +++ - +++ ++ +++ +++
Teilergebnis
für Fitnessfunktionen
34 / 40 Punkten 32 / 40 Punkten 22 / 40 Punkten 27 / 40 Punkten 22 / 40 Punkten 15 / 40 Punkten 21 / 40 Punkten 15 / 40 Punkten 20 / 40 Punkten 19 / 40 Punkten
Testergebnisse Handhabung – 30 % der Gesamtwertung
Gebrauchsanweisung Bewertet wurde, ob

a) eine Gebrauchsanweisung im Lieferumfang enthalten ist und
b) wie ausführlich und verständlich diese ist.
++ ++ +++ ++ ++ - +++ - ++ -
Inbetriebnahme Getestet wurde, wie leicht sich die Schrittzähler in Betrieb nehmen lassen. Eine große Rolle spielte vor allem die Zeit, die aufgebracht werden musste, bis das Gerät einsatzbereit war. +++ +++ ++ + - - +++ - ++ +
tägliche Bedienung Geprüft wurde hauptsächlich, wie leicht die alltägliche Bedienung der Geräte über Knöpfe und/oder Touchscreen fällt.

Bei Modellen, die zusätzlich über eine App gesteuert werden, wurde außerdem untersucht, wie einfach die Handhabung eben dieser ist.
++ +++ ++ + +++ +++ +++ - ++ -
Tragekomfort Getestet wurde, wie bequem sich das Gerät am Körper tragen lässt. Eine Rolle spielten u.a. auch die Befestigungsmöglichkeiten. ++ ++ ++ ++ + +++ + +++ + +
Teilergebnis
für Handhabung
23 / 30 Punkten 25 / 30 Punkten 24 / 30 Punkten 19 / 30 Punkten 21 / 30 Punkten 22,5 / 30 Punkten 25 / 30 Punkten 17,5 / 30 Punkten 20 / 30 Punkten 14 / 30 Punkten
Testergebnisse Haltbarkeit – 30 % der Gesamtwertung
Bruchfestigkeit Um festzustellen, wie bruchfest die Geräte sind, wurden sie jeweils fünfmal aus einem Meter Höhe fallen gelassen. ++ ++ ++ ++ ++ +++ --- +++ ++ ++
Kratzfestigkeit Geprüft wurde, ob und wie schnell Display und Gehäuse verkratzen. ++ + + + - +++ -- +++ - +
Wasserbeständigkeit Um die Wasserbeständigkeit zu testen, wurden die Geräte mithilfe einer Sprühflasche befeuchtet. +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ - +++
Empfindlichkeit Temperatur Getestet wurde, ob die Geräte auch bei -15 und +45 °C funktionsfähig sind. +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++
Teilergebnis
für Haltbarkeit
27 / 30 Punkten 26 / 30 Punkten 26 / 30 Punkten 26 / 30 Punkten 25 / 30 Punkten 30 / 30 Punkten 16 / 30 Punkten 30 / 30 Punkten 19 / 30 Punkten 26 / 30 Punkten
Weitere Produktmerkmale – außerhalb der Wertung
Sensor Während Geräte mit 3D-Sensor auf einem mikroelektrisch-mechanischen System basieren und Bewegungen vorwärts, zur Seite und nach oben erfassen können, nutzen mechanische Schrittzähler mit 2D-Sensor eine Metallkugel und einen Kippschalter, um die Anzahl der Schritte zu ermitteln.

Unser Test zeigt, dass Pedometer mit 3D-Sensor in der Regel verlässlicher sind.
3D-Sensor 3D-Sensor 3D-Sensor 3D-Sensor 3D-Sensor 3D-Sensor 2D-Sensor 3D-Sensor 3D-Sensor 3D-Sensor
Display
LCD-Dis­play

LCD-Dis­play

LCD-Dis­play

LCD-Dis­play

OLED-Dis­play

LCD-Dis­play

LCD-Dis­play

LED-Dis­play

LCD-Dis­play

LCD-Dis­play
Gewicht
(inkl. Befestigung)
19 g 26 g 38 g 34 g 12 g 16 g 24 g 14 g 22 g 22 g
Synchronisierung mit PC oder Smartphone
Schnittstelle:

USB

Blue­tooth

Blue­tooth
Zielfestlegung Bei vielen Geräten lässt sich ein individuelles tägliches Schrittziel festlegen. In der Regel wird dann auf dem Display oder in der App angezeigt, wie viele Schritte noch fehlen. Das soll den Nutzer zusätzlich motivieren.

Experten empfehlen 10.000 Schritte pro Tag – Sie können aber auch niedriger ansetzen und sich dann nach und nach steigern.

über die App

über die App

über die App
Memofunktion
max. Anzahl der Tage:
Die meisten Schrittzähler verfügen über eine Memofunktion: Sie speichern die Ergebnisse der letzten Tage oder Wochen. Diese lassen sich dann entweder direkt über das Gerät oder über die zugehörige App einsehen.

Der Nutzer erhält so einen besseren Überblick und kann Rück- bzw. Fortschritte genauer analysieren.

7 Tage

7 Tage

7 Tage

30 Tage

15 Tage

über die App

über die App

7 Tage

30 Tage
Schlaftracking Einige Schrittzähler sind in der Lage, Dauer und Qualität Ihres Schlafs aufzuzeichnen. Sie werden mit einem zusätzlichen Armband geliefert, das nachts angelegt werden kann.

Mehr zum Thema Schlaftracking und zur Sinnhaftigkeit dieser Zusatzfunktion erfahren Sie in Kapitel 5 unserer Kaufberatung.
inkl. Befestigung
Clip

Bänd­chen mit Clip

Clip und Bänd­chen

Clip und Bänd­chen

Clip und Arm­band

Clip

Clip

Clip

Bänd­chen

Bänd­chen
Vor- und Nachteile
  • Aerobic-Modus für sch­nelle Schritte
  • Dis­play sehr leicht abzu­lesen
  • Schritt­feh­ler­ver­mei­dung
  • inkl. Bat­terie
  • keine indi­vi­du­elle Ziel­fest­le­gung
  • Aerobic-Modus für sch­nelle Schritte
  • beson­ders großes Dis­play
  • Schritt­feh­ler­ver­mei­dung
  • inkl. Bat­terie
  • keine indi­vi­du­elle Ziel­fest­le­gung
  • Sig­nalton bei Errei­chung des Tages­ziels
  • Schritt­feh­ler­ver­mei­dung
  • inkl. Bat­terie
  • beim Befes­tigen des Geräts mit­tels Clip kann es zu unbe­ab­sich­tigtem Drü­cken der Knöpfe kommen
  • Dis­play sehr leicht abzu­lesen
  • Schritt­feh­ler­ver­mei­dung
  • inkl. Bat­terie
  • Inbe­trieb­nahme wird dadurch erschwert, dass Gerät sehr sch­nell springt
  • Medisana-App bietet zahl­reiche Zusatz­funk­tionen
  • Fort­schritt­s­an­zeige sorgt für zusätz­liche Moti­va­tion
  • Akku­stand­s­an­zeige
  • inkl. Akku
  • mit­ge­lie­fertes Arm­band wenig hoch­wertig
  • Dis­play ver­k­ratzt leicht
  • Fitbit-App bietet zahl­reiche Zusatz­funk­tionen
  • Ver­g­leich mit Freunden sorgt für zusätz­liche Moti­va­tion
  • Trai­nings­er­folge werden mit Abzei­chen belohnt
  • inkl. Bat­terie
  • keine Schritt­feh­ler­ver­mei­dung
  • läs­tige Wer­be­mails
  • Dis­play sehr leicht abzu­lesen
  • Schritt­feh­ler­ver­mei­dung
  • wir mit Sola­r­e­n­ergie betrieben
  • keine indi­vi­du­elle Ziel­fest­le­gung
  • min­der­wer­tige Ver­ar­bei­tung
  • keine Memo­funk­tion
  • Jaw­bone-App bietet zahl­reiche Zusatz­funk­tionen
  • Ver­g­leich mit Freunden sorgt für zusätz­liche Moti­va­tion
  • inkl. Arm­band – lässt sich tragen wie eine Uhr
  • inkl. Bat­terie
  • Dis­play schwer abzu­lesen
  • Syn­chro­ni­sie­rung mit Smart­phone stör­an­fällig
  • Smart­phone muss stets mit­ge­führt werden, um Anzahl der Schritte ein­sehen zu können
  • Fort­schritt­s­an­zeige sorgt für zusätz­liche Moti­va­tion
  • Dis­play sehr leicht abzu­lesen
  • inkl. Bat­terie
  • min­der­wer­tige Ver­ar­bei­tung
  • keine Schritt­feh­ler­ver­mei­dung
  • Fort­schritt­s­an­zeige sorgt für zusätz­liche Moti­va­tion
  • Anzeige dreht sich auto­ma­tisch mit – lässt sich von jeder Seite ablesen
  • inkl. Bat­terie
  • Dis­play sehr schwer abzu­lesen
  • mit­ge­lie­fertes Bänd­chen min­der­wertig
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4,7 /5 aus 14 Bewertungen

Schrittzähler-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Schrittzähler sollen uns motivieren, unseren Alltag aktiver zu gestalten, denn: wir bewegen uns tendenziell zu wenig. Unser Test zeigt, dass die Geräte diese Funktion erfüllen – und zwar unabhängig davon, wie exakt sie messen.
  • Dennoch ist es natürlich wünschenswert, dass die Geräte die zurückgelegten Schritte, die Wegstrecke und die verbrauchten Kalorien möglichst genau erfassen. Bezüglich der Fitnessfunktionen gibt es in unserem Test zwei klare Sieger: die beiden Modelle des Herstellers Omron.
  • Hinsichtlich der Handhabung lässt sich nicht eindeutig festlegen, welcher Schrittzähler der beste ist: Technisch versierte Personen werden sich in der Jawbone-, Fitbit- oder Medisana-App schnell zurechtfinden. Älteren Menschen empfehlen wir simplere Geräte, etwa die Modelle von Omron. Auch der Incutex-Schrittzähler ist kinderleicht zu bedienen, dafür aber wenig robust.

schrittzähler test

Sechseinhalb Stunden – so lange sitzen die Deutschen im Schnitt pro Tag. Das geht zumindest aus der „Bewegungsstudie 2016“ der Techniker Krankenkasse hervor. Grund für den Bewegungsmangel: Jeder zweite Arbeitsplatz hierzulande ist ein Sitzplatz. Und nach der Arbeit zieht es uns meistens nicht ins Fitnessstudio, sondern auf die Couch.

einfacher Schrittzähler

Elf kleine Pedometer haben wir genauer unter die Lupe genommen – vom Markenmodell bis hin zum günstigen No-Name-Produkt.

Die Folgen: Chronische Rückenschmerzen, Erschöpfung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht. Dabei ist Vorsorge gar nicht so schwer – die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt erwachsenen Menschen ca. 150 Minuten Sport pro Woche, also knapp zweieinhalb Stunden. Alternativ raten Experten dazu, 10.000 Schritte am Tag zurückzulegen – das entspricht in etwa fünf Kilometern Fußmarsch. Ziele also, die jeder gesunde Mensch erreichen kann. Das Einzige, das man dazu benötigt, ist ein klein wenig Motivation.

Hier kommen die Schrittzähler ins Spiel: Sie machen unsere Bewegung „sichtbar“ und helfen dabei, Trainingsziele und -fortschritte zu beobachten und festzuhalten. Einmal in die Hosentasche gesteckt, begleiten sie uns überall hin und erinnern uns daran, abends doch lieber noch eine Runde um den Block zu gehen, statt vor dem Fernseher zu versacken. In unserem Schrittzähler-Test 2017 erfahren Sie, welche Arten von Schrittzählern es gibt, welche Funktionen die kleinen Helfer aufweisen können und wie Sie es schaffen, mehr Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren. Innerer Schweinehund, adé!

1. Verlässlich, robust und leicht zu bedienen? – So haben wir getestet

In unserem Schrittzähler-Test wollten wir nicht nur herausfinden, ob die handlichen Geräte zuverlässig Schritte zählen – im Alltag müssen sie auch kleinen und größeren Belastungen standhalten können: Was etwa, wenn der Schrittzähler beim Gehen aus der Tasche rutscht, herunterfällt und in einer Pfütze landet? Außerdem war uns wichtig, herauszufinden, wie gut die Inbetriebnahme gelingt, wie einfach die Bedienung ist und wie bequem das Gerät in der Tasche liegt.

Um Ihnen eine umfassende Kaufberatung liefern zu können, haben wir elf Schrittzähler auf Herz und Nieren geprüft.

Hier unsere Testkriterien im Überblick:

einfacher Schrittzähler

Im Detail setzen sich diese Hauptkriterien folgendermaßen zusammen:

Hauptkriterium Unterkriterien
 Fitnessfunktionenschrittzähler uhr
  • Genauigkeit Schritte
  • Genauigkeit Distanz
  • Genauigkeit Kalorienverbauch
 Handhabunggarmin schrittzähler
  • Gebrauchsanleitung
  • Inbetriebnahme
  • tägliche Bedienung
  • Tragekomfort
 Haltbarkeitpolar schrittzähler
  • Bruchfestigkeit
  • Kratzfestigkeit
  • Wasserbeständigkeit
  • Temperaturempfindlichkeit
Schritte zaehlen

Mit einem Messrad in der Hand geht es los: Ob die Schrittzähler wohl zuverlässig die zurückgelegte Distanz messen?

2. Fitnessfunktionen: Hersteller Omron macht das Rennen

s health schrittzähler

2D vs. 3D: Der Incutex Schrittzähler (vorne) ist das einzige Pedometer im Test, das über einen 2D-Sensor verfügt. Der Omron "Walking stlye One 2.1" (hinten) misst mit 3D-Sensor.

Schrittzähler sollen vor allem eines tun: uns am Ende des Tages darüber informieren, wie aktiv wir waren und unser Bewusstsein für das eigene Bewegungsverhalten steigern. Doch wie genau funktionieren die Geräte überhaupt?

In unserem Pedometer-Test waren zwei Arten von Schrittzählern vertreten: Das Modell des Herstellers Incutex verfügt über einen 2D-, alle anderen Modelle über einen 3D-Sensor.

Die mechanischen Schrittzähler mit 2D-Sensor nutzen eine Metallkugel und einen Kippschalter, um die Anzahl der Schritte zu ermitteln. Mit jeder Bewegung, die der Träger macht, verschiebt sich die Kugel. Die Kippbewegungen werden gezählt – und auf diese Weise auch die Anzahl der Schritte.

Elektronische Modelle mit 3D-Sensor basieren auf einem mikroelektrisch-mechanischen System (MEMS), das u.a. auch bei Smartphones oder Airbags zum Einsatz kommt – der Sensor fängt die Bewegungen vorwärts, zur Seite und nach oben ein. Schrittzähler mit 3D-Sensor gelten deswegen als verlässlicher.

Wir wollten herausfinden, ob Geräte mit 3D-Sensor tatsächlich immer genauer messen als solche mit einfachem 2D-Sensor. Mit den elf Pedometern „bewaffnet“, ging es deshalb an die frische Luft.

2.1. Anzahl der Schritte: Kein Gerät misst hundertprozentig genau

schrittmesser

Wer fleißig Schritte absolviert, kann mit den Fitbit-Geräten Abzeichen gewinnen – etwa, wenn die Hälfte des Tagesziels erreicht ist.

Um festzustellen, ob die Pedometer in der Lage sind, die genaue Anzahl der zurückgelegten Schritte zu ermitteln, führten wir mehrere Messungen durch: dreimal legte unser Tester genau 100 Schritte zurück, einmal waren es 200 und einmal 500.

Fazit: Keines der von uns getesteten Geräte zählte hundertprozentig genau – einige Modelle waren aber sehr nah dran! 

So lag der Omron "Walking Style One 2.1" in allen Messungen nur ganz knapp daneben – zweimal zeigte er die Anzahl der gelaufenen Schritte sogar exakt an. Auch der fitbit „One“, der Omron „Walking Style IV“ und das „3D TriSport 3D Pedometer“ des Herstellers Realalt konnten überzeugen.

Ambivalente Resultate erzielten wir z.B. mit dem Solar-Schrittzähler des Herstellers Incutex: Das Pedometer mit 2D-Sensor konnte die von unserem Tester zurückgelegten 100 Schritte jeweils recht genau messen – je höher die Anzahl der Schritte, desto ungenauer wurden aber auch die Ergebnisse. Die Vermutung, dass Modelle mit 3D-Sensor verlässlicher sind, hat sich in unserem Test also bestätigt.

Hier ein Überblick über die Abweichungen in unserer 500-Schritte-Messung:

Modell angezeigte Schrittzahl Abweichung Schritte
Omron Walking style One 2.1 504 4
Jawbone UPmove 506 6
fitbit One 506 6
Omron Walking Style IV 506 6
Realalt 3DTriSport 3D Pedometer 509 9
CSX 3D Multi Function Pedometer 489 11
SILVA Pedometer 519 19
Incutex Schrittzähler* 469 31
fitbit Zip 536 36
Daffodil HPC650L 537 37
Medisana VIFIT 539 39

*einziges Modell mit 2D-Sensor

Achtung: Die von uns getesteten Schrittzähler liefern nur beim Gehen genaue Resultate. Einzelnen Geräten gelingt auch die Messung schnellerer Schritte (etwa beim Joggen), so z.B. dem Omron „Walking Style IV“, der zwischen „normalen Schritten“ und „Aerobic steps“ unterscheidet.

2.2. Distanz & Kalorienverbrauch: So rechnen die kleinen Helfer

Schrittzähler Pacer

Mithilfe eines Messrads konnten wir die zurückgelegte Distanz auf den Zentimeter genau bestimmen.

Unsere elf Pedometer zeigen nicht nur die Anzahl der Schritte an – auf Knopfdruck erhält man auch Auskunft über die zurückgelegte Wegstrecke und den Energieumsatz.

Dabei ist keines der von uns getesteten Modelle mit einem GPS-Tracker ausgestattet – und mit einem Kalorimeter erst recht nicht! Woher wissen die Schrittzähler also, wie weit unser Tester gelaufen ist und wie viele Kalorien dabei verbrannt wurden? Und ist eine konkrete Angabe überhaupt möglich?

Die Wegstrecke können die Geräte nur anzeigen, wenn der Träger des Schrittzählers zuvor seine individuelle Schrittlänge eingegeben hat. Ihre Schrittlänge bestimmen Sie, indem Sie auf einer geraden Strecke zehn Schritte gehen – messen Sie dabei die Distanz, die Sie zurückgelegt haben. Anschließend teilen Sie die Gesamtstrecke durch zehn.

schrittlaenge berechnen

Auf Basis des eingegebenen Wertes kann das Gerät dann berechnen, wie weit der Träger gelaufen ist. Dazu nutzen die Pedometer folgende Formel: Wegstrecke = Schrittlänge x Schrittanzahl. Die ermittelten Werte können also immer nur Annäherungswerte sein: Schließlich ist nicht jeder Schritt, den man tätigt, gleich lang.

Apropos Kalorienverbrauch …

Mithilfe der Jawbone- und Fitbit-App können Sie protokollieren, was Sie am Tag gegessen haben.

Die Aufzeichnung soll dabei helfen, ein bestimmtes Wunschgewicht zu erreichen (oder Ihr Gewicht zu halten). Ausgehend von der Kalorienaufnahme und verbrannten Kalorien sind Sie so in der Lage, Ihre Fortschritte zu verfolgen. Berücksichtigt werden übrigens nicht nur zurückgelegte Schritte – auch andere Aktivitäten können manuell protokolliert werden. Zudem wird der Grundumsatz (also die Kalorien, die wir verbrennen, ohne uns zu bewegen) in die Rechnung einbezogen.

Wir finden: Praktisch für all jene, die einen strikten Ernährungsplan befolgen – allen anderen könnte das ständige Aufzeichnen der Mahlzeiten schnell zu lästig werden.

Den Kalorienverbrauch berechnen die Geräte zum Teil sehr unterschiedlich. Je nach Modell wird der Träger hierfür dazu aufgefordert, sein Gewicht, sein Geschlecht, seine Körpergröße und sein Alter einzugeben. Auch hier gilt: Eine genaue Anzeige der verbrauchten Kalorien ist nicht möglich – es handelt sich um grobe Schätzungen. Zu diesem Ergebnis kommt übrigens auch die Stiftung Warentest, die in ihrem Fitnessarmband-Test (test 01/2016) dazu rät, die Kalorienangaben nicht allzu ernst zu nehmen.

Wie groß die Abweichungen tatsächlich sein können, wollten wir in unserem Schrittzähler-Test genauer herausfinden. Dafür legte unser Tester zunächst genau 0,5 Kilometer zurück (die eingegebene Schrittlänge betrug stets 62 Zentimeter). Danach ging es auf's Laufband: Hier verbrannte unser Tester 25 Kilokalorien.

Was die Genauigkeit der gemessenen Distanz betrifft, so schnitten die beiden Omron-Modelle am besten ab – beide maßen auf den Meter genau. Bei den anderen Geräten kam es zu kleineren Abweichungen von zwischen vier und sechs Metern. Der Jawbone „UP move“ konnte leider nicht überzeugen: Er zeigte ganze 150 Meter zu viel an (also 650 statt 500 Meter).

Auch hinsichtlich der Genauigkeit des gemessenen Kalorienverbrauchs ging ein Omron-Schrittzähler als Sieger aus dem Rennen hervor: Der Omron „Walking Style IV“. Am schlechtesten schnitten die beiden Fitbit-Geräte ab, bei allen anderen Geräten kam es zu Abweichungen von zwischen zwei und 16 Kilokalorien.

Achtung: Beachten Sie, dass die Genauigkeit der Distanz und des Kalorienverbrauchs immer davon abhängig sind, wie genau ein Gerät die Schritte erfasst.

Fazit: Fitnessfunktionen

schrittzähler armband

  • Keines der getesteten Geräte zählte die zurückgelegten Schritte hundertprozentig genau, die beiden Omron-Schrittzähler, der Fitbit „One“ und das „3D Pedometer“ von Realalt waren aber nah dran.
  • Geräte mit 3D-Sensor sind tendenziell verlässlicher als solche mit 2D-Sensor.
  • Teurere Geräte zählen nicht zwangsläufig besser – das Realalt „3D Pedometer“ schneidet in der Kategorie „Genauigkeit Schritte“ genauso gut ab wie der durchaus kostspieligere Fitbit „One“.
  • Die Angabe der zurückgelegten Distanz und des Kalorienverbrauchs sollten Sie als grobe Schätzwerte begreifen – eine absolut exakte Messung ist nicht möglich.

schrittzähler für ältere menschen

3. Handhabung: Für jeden Typ das passende Gerät

Garmin Schrittzähler

Das Display des SILVA Schrittzählers im Vergleich zu dem des Omron „Walking Stlye IV“: Zwar sind die Ziffern gleichermaßen groß, in der Sonne lässt sich das SILVA Display aber kaum mehr ablesen.

Was die Handhabung betrifft, so können wir eines vorab festhalten: Es gibt nicht das perfekte Gerät – ob ein Modell für Sie geeignet ist oder nicht, hängt von Ihren persönlichen Ansprüchen und Voraussetzungen ab. 

Wer fit mit dem Smartphone ist, der wird keinerlei Probleme haben, den Schrittzähler über eine App zu steuern. Personen, die es besonders simpel mögen und ihr Telefon nicht jederzeit mit sich herumführen möchten, können auf technisch weniger ausgefeilte Schrittzähler zurückgreifen. Und wer an Sehschwäche leidet, für den sind Modelle mit extragroßem Display besonders gut geeignet.

In unserem Schrittzähler-Test haben wir untersucht, wie leicht die Inbetriebnahme der Geräte fällt, wie verständlich die Bedienungsanleitungen sind und wie einfach sich die unterschiedlichen Modelle im Alltag bedienen lassen. Zudem wollten wir wissen, welcher Schrittzähler sich am bequemsten tragen lässt.

3.1. Gebrauchsanweisung und Inbetriebnahme: Nur wenige Geräte schneiden mit „sehr gut“ ab

schrittzähler für kinder

Die Anleitung des Realalt „3D Pedometer“ ist sehr ausführlich – in der Verpackung des Jawbone „UP move“ findet sich lediglich der Hinweis, einen Link aufzurufen.

Wie leicht die Inbetriebnahme eines Schrittzählers fällt, hängt unter anderem von der Gebrauchsanweisung ab. Ist diese leicht verständlich und enthält alle wichtigen Informationen, so ist das Gerät binnen weniger Minuten startbereit.

Leider konnten hier nur wenige Pedometer überzeugen. Das Jawbone „UP move“ und die beiden Fitbit-Geräte ("Zip" und „One“) wurden jeweils ohne Gebrauchsanweisung geliefert – in den Packungen fand sich lediglich der Hinweis, dass für die Einrichtung der Geräte ein bestimmter Link aufgerufen werden müsse. Das Problem mit den Online-Anleitungen: Sie erklären in der Regel sehr verständlich und Schritt für Schritt, wie die Schrittzähler konfiguriert werden, nach weiteren Erklärungen zur Funktionsweise der Geräte sucht man aber vergeblich.

Was die Gebrauchsanweisungen betrifft, so schnitten das CSX „3D Multi Function Pedometer“ und der Solar-Schrittzähler der Firma Incutex am besten ab. Auch in der Kategorie „Inbetriebnahme“ liegen die beiden Modelle weit vorne. Besonders intuitiv und einfach gestaltete sich auch die Einrichtung der beiden Omron-Schrittzähler ("Walking Style IV" und "Walking style One 2.1"). In zwei Minuten hatte unser Tester alle relevanten Daten eingetippt – schon waren die Pedometer startklar.

3.2. Bedienung im Alltag: Eine Frage der Gewohnheit

Wie leicht die alltägliche Bedienung fällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

weight watchers schrittzähler

Die meisten der von uns getesteten Modelle werden mit Batterien betrieben - um den Akku des Medisana „VIFIT“ zu laden, verbinden Sie das Gerät mit Ihrem PC.

  • Wie viele Knöpfe bzw. Modi hat das Gerät - und ist sofort klar, welcher Knopf wofür gedrückt werden muss?
  • Wie übersichtlich und gut lesbar ist die Anzeige auf dem Display?
  • Wie lange halten Batterie oder Akku?
  • Falls vorhanden: Wie gut verständlich ist die zugehörige App? Lässt sie sich intuitiv bedienen? Kommt es zu Synchronisationsproblemen oder läuft die Verbindung zwischen Gerät und Smartphone/PC reibungslos ab?

In unserem Test machten in dieser Kategorie der Fitbit „Zip“, der Medisana „VIFIT“, der Omron „Walking Style IV“ und der Incutex „Schrittzähler“ das Rennen – alle vier Modelle sind kinderleicht zu bedienen und schnitten folglich mit „sehr gut“ ab.

pedometer test

Das beleuchtete Display des Medisana „VIFIT“ lässt sich auch im Dunkeln ablesen.

Und das, obwohl sie sehr unterschiedlich sind: Das Fitbit-Gerät überzeugte uns mit seinem „Touchscreen“ – durch leichtes Klopfen mit dem Finger springt man hier von Modus zu Modus. Detaillierte Informationen und die Statistiken der Vortage lassen sich dann über die App einsehen, die zudem sehr übersichtlich ist.

Gleiches gilt für den Medisana „VIFIT“ – nur, dass dieser keinen Touchscreen hat, sondern über einen kleinen Knopf bedient wird. Der Omron-Schrittzähler verfügt über ein besonders großes und gut lesbares Display – er eignet sich demnach vor allem für ältere Leute, die nicht mehr so gut sehen können. Auch das Display des Incutex-Modells lässt sich leicht ablesen. Außerdem verfügt das Gerät über keinerlei Zusatzfunktionen – das kann selbstverständlich als Nachteil ausgelegt werden, erleichtert die Bedienung aber enorm.

3.3. Tragekomfort: Ab in die Hosentasche

schrittzähler android

Das leichteste und das schwerste Modell: Der Jawbone „UP move“ wiegt nur 16 Gramm, das „3D Pedometer“ von Realalt bringt 34 Gramm auf die Waage.

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Arten, einen Schrittzähler mit sich zu führen: Je nach Befestigungsart lassen sich die kleinen Geräte an oder in der Hosentasche, um den Hals oder am Handgelenk tragen – Frauen haben zusätzlich die Möglichkeit, das Pedometer am BH festzuclippen.

Unser Schrittzähler-Test zeigt allerdings, dass die Geräte am zuverlässigsten zählen, wenn sie in oder an der Hosentasche bzw. in Hüftgegend transportiert werden. Und: hier sitzen sie auch am bequemsten.

In der Kategorie „Tragekomfort“ schnitten besonders gut ab: der Jawbone „UP move“, der Fitbit „Zip“ und der Fitbit „One“. Die drei Modelle sind allesamt sehr leicht (14 bis 16 Gramm), in der Tasche fallen sie nicht weiter auf – und dank des mitgelieferten Clips lassen sie sich nicht nur in der Hose, sondern auch an der Taschenöffnung, am Gürtel oder am BH tragen. Den Jawbone „UP move“ können Sie dank des zusätzlich mitgelieferten Armbands auch am Handgelenk befestigen.

Wirklich „unbequem“ ist aber keines der Geräte. Die größeren, schwereren Modelle sind in der Hosentasche zwar deutlich spürbar, stören aber nicht weiter.

schrittmesser

Um den Hals, an der Hosentasche oder am BH - es gibt viele Arten, einen Schrittzähler zu tragen. Mittlerweile gibt es sogar Armbanduhren mit Schrittzähler, die am Handgelenk getragen werden. Am besten funktionieren die Geräte allerdings, wenn sie sich in Bein- bzw. Hüftnähe befinden.

Fazit: Handhabung

samsung schrittzähler

  • Hinsichtlich der Handhabung gibt es nicht „den besten Schrittzähler“. Welches Modell am besten passt, hängt von den persönlichen Wünschen und Voraussetzungen des Nutzers ab (z.B. Smartphone vorhanden: ja oder nein?).
  • Eine gut verständliche Gebrauchsanweisung erleichtert die Inbetriebnahme. Bei Geräten, die zusätzlich per App gesteuert werden, gestaltet sich der Prozess schwieriger – hier muss zunächst ein Benutzerkonto angelegt werden.
  • Besonders leicht lassen sich das CSX „3D Multi Function Pedometer“, der Incutex-Schrittzähler sowie die beiden Omron-Modelle einstellen.
  • Je weniger Knöpfe, desto leichter und intuitiver die alltägliche Bedienung – das beweist u.a. der Fitbit „Zip“.
  • Ebenso entscheidend ist die Beschaffenheit des Displays: So lässt sich ein beleuchtetes Display auch nachts ablesen – ein besonders großes Display kommt sehschwachen Personen zugute.
  • Am bequemsten tragen sich die Geräte in der Hosentasche – hier messen sie auch am genauesten.

4. Haltbarkeit: Zehn von elf Schrittzählern überleben den Sturztest

Das Gute vorab: Bis auf ein Gerät kann jedes der Modelle getrost einmal hinfallen, ohne dass es sofort kaputt geht. 

Der Incutex-Schrittzähler brach in unserem Test leider bereits nach dem ersten Sturz auseinander, nach dem zweiten Sturz war er nicht mehr funktionsfähig. Besonders gut schlugen sich hingegen der Jawbone „UP move“ und die beiden Fitbit-Schrittzähler: Hier sorgt vor allem der weiche Kunststoff-Clip dafür, dass die Stöße gut gedämpft werden – alle drei Geräte kamen ohne Blessuren davon. Zwar noch funktionsfähig, dafür aber sehr verkratzt, waren sowohl der „VIFIT“ des Herstellers Medisana als auch der „HPC650L“ von Daffodil.

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Frisch aus der Kühltruhe: Der Schrittmesser Omron „Walking Style IV“ ist zwar leicht beschlagen, hat den Kältetest aber bestanden.

Was passiert, wenn es besonders kalt oder heiß ist, haben wir in unserem Test zur Temperaturbeständigkeit der Geräte überprüft. Überraschenderweise konnten hier alle elf Pedometer überzeugen und überlebten sowohl extreme Kälte (-15 °C) als auch extreme Hitze (+45 °C). Gut zu wissen für alle jene, die auch im Winter oder im Hochsommer nicht auf der faulen Haut liegen möchten!

Auch einen leichten Regenschauer würden die meisten Geräte überstehen: Den Spritzwassertest meisterten fast alle Geräte mit Bravour – lediglich der Daffodil-Schrittzähler „HPC650L“ enttäuschte. Er war zwar anschließend noch funktionsfähig, hinter dem Display waren aber deutlich Wassertropfen zu erkennen, die ins Innere des Gehäuses eindringen konnten.

schrittzähler android

Musste als einziger das Zeitliche segnen: Der Incutex Solar-Schrittzähler hat den Bruchtest nicht überlebt.

Fazit: Haltbarkeit

schritte zählen app

  • Als Gerät, das in erster Linie draußen zum Einsatz kommt, sollte ein Schrittzähler robust sein und dem ein oder anderen Sturz standhalten können.
  • Besonders geschützt sind Modelle wie der Jawbone „UP move“, der Fitbit „One“ und der Fitbit „Zip“ – ein Kunststoff-Clip sorgt hier dafür, dass Stöße gedämpft werden.
  • Alle von uns getesteten Modelle haben den Temperaturempfindlichkeitstest bestanden: Sie funktionierten sowohl bei - 15 als auch bei +45 °C.
  • Auch einen leichten Regenschauer würden die meisten Geräte problemlos überstehen: Alle bestanden unseren Spritzwassertest. Vor größeren Mengen Wasser sollten Sie Ihr Pedometer aber schützen.

5. Zusatzfunktion Schlaftracking: Muss das wirklich sein?

Neben der Anzahl der Schritte, der verbrauchten Kalorien und der zurückgelegten Distanz, zeichnen drei der von uns getesteten Geräte auch die Dauer und die Qualität des Schlafs auf.

Schrittzähler Armband

Der Fitbit „Zip“ und der Jawbone „UP move“ werden mit Schrittzähler-Armband geliefert und können so auch nachts getragen werden. Der Jawbone-Tracker erinnert eher an eine Uhr mit Schrittzähler.

Der Medisana „ViFit“, der Fitbit „Zip“ und der Jawbone „UP move“ werden mit zusätzlichem Schrittzähler-Armband geliefert, das nachts angelegt werden kann. Sobald das Licht aus ist und man im Bett liegt, sollte der Schlafmodus aktiviert werden – meist wird hierfür der Knopf (oder einer der Knöpfe) für mehrere Sekunden gedrückt gehalten, bis das Gerät anzeigt, dass es sich nun im Schlafmodus befindet. Wenn man morgens aufwacht, kann der Schlafmodus durch erneuten Knopfdruck beendet werden. Anschließend wird der Tracker synchronisiert (entweder mit dem PC oder mit dem Smartphone). Auf dem Dashboard kann dann die Schlafstatistik eingesehen werden.

Alle drei Schrittzähler unterscheiden zwischen ruhigem und unruhigem Schlaf und registrieren Zeitspannen, in denen der Träger wach ist. Wie akkurat diese Messungen sind, konnten wir in unserem Test leider nicht untersuchen. Fest steht, dass sich die Ergebnisse der drei Geräte mitunter überschnitten. So registrierten z.B. sowohl der „Zip“ als auch der „UP move“, dass unser Tester zwischen 00.30 Uhr und 00.40 Uhr kurz aufstand und das Bett verließ. Der „ViFit“ zeigte keine Wachphase an, die aufgezeichneten Schlafphasen ähnelten aber denen der beiden anderen Modelle.

Schrittzähler App

Ein Blick in die Jawbone Schrittzähler-App zeigt: Unser Tester sollte ausgeschlafen sein. Orange Balken symbolisieren Wachphasen, dunkelblaue Balken gesunden und hellblaue Balken leichten Schlaf.

Fraglich bleibt, welchen Nutzen das „Schlaftracking“ erfüllt: Was genau soll der Träger am Ende mit den Daten anfangen? Was er erhält, ist eine Auskunft darüber, wann er wie fest geschlafen hat – ob das normal oder unnormal ist und was gegebenenfalls getan werden könnte, um den Schlaf zu verbessern, bleibt offen. Außerdem kann eine Überbewertung der ermittelten Daten für Anspannung sorgen, die dann wiederum negative Auswirkungen auf das Schlafverhalten nimmt. Unseren Tester hat es zusätzlich nervös gemacht, dass er im Kopf behalten musste, den Schlafmodus sofort nach dem Aufwachen zu deaktivieren. Hinzu kommt, dass das Tragen des Armbands nachts als störend empfunden werden kann.

Fazit: Mehr als ein „lustiges Gimmick“, das man einmal ausprobieren kann, ist die Schlaftracking-Funktion nicht. Wer ohnehin Schlafschwierigkeiten hat, läuft Gefahr durch die ständige Selbstbeobachtung nur noch unruhiger zu werden – und folglich noch schlechter zu nächtigen.

Pedometer Vergleich

6. Fazit: Unser Schrittzähler-Testsieger ist…

Kostenlose Schrittzähler-Apps

Ein kostenloser Schrittzähler für iPhone, Samsung Galaxy und Co.? Gibt es! Und die Auswahl ist riesig. Im Play- bzw- Appstore finden sich sowohl Schrittzähler-Apps für Android als auch für iOs. Das Problem: Der Akkuverbrauch ist enorm. Zudem greifen die Apps auf Ihre persönlichen Daten zu – etwa auf Kontakte und Konten des Geräts. Auch die Erfassung der Schritte ist häufig sehr ungenau. Unserer Erfahrung nach sind Sie besser beraten, wenn Sie einen separaten Schrittzähler kaufen.

… der Omron "Walking style One 2.1" – ein einfacher Schrittzähler, der vor allem mit beinahe exakter Erfassung der zurückgelegten Schritte punkten kann. Übrigens nur knapp gefolgt vom zweiten Omron-Modell im Test, dem „Walking Style IV“. Beide Geräte eignen sich auch als Schrittzähler für ältere Menschen oder Kinder, die (noch) kein Smartphone besitzen. Die Handhabung ist kinderleicht.

Wer auf eine zugehörige Schrittzähler-App nicht verzichten möchte, ist mit den beiden Fitbit-Geräten gut beraten. Auch der Medisana „VIFIT“ bietet einige Vorzüge, wenngleich die App weniger ausgereift ist. Gleichzeitig erschwert die Funktionsvielfalt aber auch die Bedienung.

Unser Test zeigt also: Für welches Pedometer Sie sich letztendlich entscheiden sollten, hängt davon ab, ob Sie sich von Smartphone und PC abhängig machen möchten oder nicht, ob Sie zusätzliche Motivation (etwa durch eine Fortschrittsanzeige) benötigen oder sich mit der bloßen Anzeige der Schritte zufriedengeben, ob Sie Wert auf eine lange Haltbarkeit legen oder lediglich ein Kurrzeit-Experiment wagen möchten… – und von vielen weiteren Faktoren! Eine Allround-Lösung gibt es folglich nicht.

Hinweis: In unserem Schrittzähler-Test haben wir in erster Linie Modelle untersucht, die eine einfache Funktion erfüllen sollen: Schritte zählen. Wer auf der Suche nach einer Pulsuhr mit Schrittzähler, einem Kilometerzähler oder einer Schrittzähler-Uhr ist, wird vielleicht in unserem Fitnessarmband-Test oder unserem Puls- bzw. Sportuhr-Vergleich fündig.

Testsieger
Omron Walking style One 2.1
sehr gut (1,4) Omron Walking style One 2.1
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Preis-Leistungs-Sieger
CSX 3D-Multifunktions-Schrittzähler
gut (2,2) CSX 3D-Multifunktions-Schrittzähler
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