Das Wichtigste in Kürze
  • Die besten Outdoor-WLAN-Repeater-Typen sind in der Lage, sowohl im 2,4-G- als auch im 5-G-Frequenzbereich zu operieren. Sie sollten außerdem durch simultane Dualbandnutzung gleichzeitig beide Frequenzbereiche abdecken können.
  • Um eine stabile und flüssige Datenübertragung zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen, zu einem Gerät zu greifen, das mindestens eine Übertragungsrate von 500 Mbit/s aufweist. Für große Datenmengen, wie sie beim Spielen von Videospielen entstehen, bieten sich auch größere Raten bis zu 1.000 Mbit/s an.
  • Auch wenn alle Outdoor-WLAN-Repeater sowohl wasser- als auch staubdicht sind, empfehlen wir Ihnen, die Geräte idealerweise trotzdem nicht direkt den Launen der Natur auszusetzen. Zur Montage im Freien empfehlen sich kleine Nischen oder Plätze an der Hauswand, an denen der WiFi-Repeater wenigstens vor den gröbsten Umwelteinflüssen wie Regenwasser und Wind geschützt ist.

Outdoor-WLAn-Repeater test

Schwaches WLAN-Signal? Häufige Verbindungsabbrüche und lange Ladezeiten? Ein WLAN-Repeater schafft Abhilfe, indem er das Signal des Routers auffängt und verstärkt, sodass in der gesamten Wohnanlage ein gleichmäßiger WLAN-Empfang zur Verfügung steht. Auch im Garten oder im Außenbereich des Hauses ist ein starkes WLAN-Signal von Vorteil. Es erlaubt Ihnen beispielsweise, im Sommer gemütlich im Garten zu sitzen und trotzdem unabhängig von der begrenzten Reichweite des Routers im Haus zu sein.

Im Outdoor-WLAN-Repeater-Vergleich 2020 verraten wir Ihnen in unserer Kaufberatung, warum Sie auf jeden Fall einen 5-GHz-kompatiblen Outdoor-WLAN-Repeater kaufen sollten und wie Sie die generelle Qualität Ihres Heimnetzwerkes und des WLAN-Empfanges verbessern können.

1. Bieten 5-GHz-Frequenz stabile und schnelle Verbindungen, 2,4-GHz große Reichweiten?

Das simultane Dualband

Die simultane Dualband-Übertragung ermöglicht es dem Repeater, gleichzeitig sowohl im 2,4-G- als auch im 5-G-Frequenzbereich Daten zu senden und zu empfangen. Auf diese Weise wird das System entlastet, indem die Datenströme auf die verschiedenen Frequenzen verteilt werden. So kann gleichzeitig über 5 G Netflix gestreamt werden und auf 2,4 G im Internet gesurft werden, ohne dass eine von beiden Frequenzen überlastet wird. Aus diesem Grund verfügen die meisten der Outdoor-WLAN-Verstärker auch über mehrere Antennen, die als Signalgeber auf verschiedenen Frequenzen arbeiten.

WLAN-Repeater arbeiten genau wie WLAN-Router auf bestimmten Frequenzen und Frequenzbändern, über die die Daten übertragen werden. Die Standard-Frequenz-Arten sind dabei 2,4 GHz und 5 GHz. Doch was ist der Unterschied zwischen diesen Frequenzen und welche Frequenz ist besser? Beide Frequenzbereiche haben ihre eigenen, individuellen Vor- und Nachteile, die sie für verschiedene Verwendungszwecke besonders geeignet machen.

Die 2,4-GHz-Frequenz ist sehr beliebt, da sie oft lizenzfrei genutzt werden kann. Aus diesem Grund stützen sich viele Systeme auf diese Standardfrequenz. Hinzu kommt, dass die Frequenz eine sehr hohe Reichweite hat und deswegen über längere Distanzen verwendet werden kann. Der Nachteil ist, dass die Frequenz durch die Vielzahl der Geräte, die in dem Frequenzbereich arbeiten, häufig überlastet ist.

Eine starke Auslastung kann schnell zu langsamen Übertragungsraten und im schlimmsten Fall zu wiederholten Verbindungsabbrüchen führen. Außerdem hat die 2,4-GHz-Frequenz eine relativ niedrige Übertragungsrate. Dadurch eignet sie sich gut für die Übertragung kleinerer Datenmengen, wie beispielsweise beim Abrufen von E-Mails oder beim Surfen im Internet.

5G frequenz

Die 5-GHz-Frequenz ist im Gegensatz zu 2,4 nicht so hoch frequentiert, wie Outdoor-WLAN-Repeater Tests feststellten. Dadurch steht Ihnen eine bessere Verbindung mit einer deutlich höheren Übertragungsrate zur Verfügung. Allerdings ist die Reichweite der 5-GHz-Frequenz stark eingeschränkt. Aus diesem Grund lohnt sich der Einsatz eigentlich nur bei stationären Geräten wie Stand-PCs. Durch die hohen Übertragungsraten des Frequenzbandes ist die 5-GHz-Frequenz besonders bei größeren Datenmengen, wie beispielsweise dem Streaming von Musik, Videocontent oder beim Gaming, dem 2,4-G-Frequenzband haushoch überlegen.

Vor- und Nachteile der 2,4 GHz Frequenz:

  • hohe Reichweite
  • lizenzfreie Nutzung
  • gut geeignet für kleine Datenmengen (E-Mail, Surfen)
  • teilweise sehr stark ausgelastet
  • relativ niedrige Datenübertragungsrate
  • schlecht geeignet für größere Datenmengen (Musik- und Videostreaming, Gaming)

2. Sollte die maximale Übertragungsrate so hoch wie möglich sein?

Die maximale Übertragungsrate beschreibt, wie viele Daten pro Sekunde über das jeweilige Frequenzband übertragen werden können. Outdoor-WLAN-Repeater der 5-GHz-Kategorie bieten für gewöhnlich hohe Datenübertragungsraten. Dafür ist allerdings ihre Reichweite eingeschränkt.

Tipp: Für den alltäglichen Gebrauch empfehlen wir Ihnen ein Gerät mit einer Übertragungsrate von mindestens 500 Mbit/s. Günstige WLAN-Repeater, die Sie von Zeit zu Zeit auch in Aktionswochen bei Lidl oder Aldi finden können, verfügen oft nur über geringe Datenübertragungsraten von um die 300 Mbit/s.

3. Lassen sich alle Outdoor-WiFi-Repeater in verschiedenen Betriebsmodi betreiben?

Radiotower

So gut wie alle Outdoor-WLAN-Verstärker verfügen über mehrere Betriebsmodi, in denen sie verwendet werden können. Das ist von großem Vorteil für Sie, da Sie den oder die Repeater ohne Probleme in das bestehende Heimnetzwerk integrieren können, ohne große Umstrukturierungen vornehmen zu müssen.

Im Folgenden finden Sie kurze Erklärungen der verschiedenen Betriebsmodi.

Betriebsmodus Aufbau
Router/AP Der Repeater wird direkt mit dem Modem verbunden und übernimmt die Rolle eines Routers, indem er das Signal ausstrahlt. AP steht für „Access Point“, was übersetzt Zugangspunkt bedeutet.

wlan-repeater router/ap

Repeater Im Repeater-Modus wird das Gerät innerhalb des Senderadius des ursprünglichen Routers platziert. Dort fängt er das Signal des Routers auf und verstärkt es, sodass die Reichweite aktiv vergrößert wird.

wlan-repeater repeater-mode

WISP WISP steht für „Wireless Internet Service Provider“, was übersetzt „Drahtloser Internetserviceanbieter“ bedeutet. Hier wird der WiFi-Verstärker über ein LAN-Kabel direkt an eine Kabelbuchse im Haus angeschlossen und bekommt das Signal mittels Kabel übermittelt.

wlan-repeater wisp

4. Eine Anzeige für die Verbindungsstärke erleichtert Ihnen die Einrichtung des Repeaters

Ganz besonders bei der Einrichtung des Repeaters ist es von großem Vorteil, wenn das Gerät über eine integrierte Anzeige verfügt, die Ihnen die Verbindungsstärke anzeigt. Auf diese Weise können Sie sehen, wie die Verbindungsstärke an dem geplanten Montageort ist.

Bei Bedarf können Sie den WiFi-Verstärker nachjustieren oder die Position wechseln, sodass Sie am Ende ein optimales Ergebnis erhalten und die Reichweite Ihres WLANs so effektiv wie möglich vergrößern. Bei Elektrofachmärkten wie Saturn können Sie vor dem Kauf schon einen Blick auf das Gerät werfen.

5. Jeder Outdoor-WLAN-Repeater muss sowohl staub- als auch wasserdicht sein

Repeater-Kombination

Mit einer Kombination aus mehreren Repeatern können Sie in Ihrer kompletten Anlage das WLAN verstärken.

Einen WLAN-Repeater, den Sie im Außenbereich Ihres Hauses einzusetzen gedenken, muss unter allen Umständen sowohl gegen Wasser als auch gegen Staub geschützt sein. Auf diese Weise gewährleisten Sie, dass der Repeater gegen Regen und eindringenden Schmutz geschützt ist und selbst unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktionieren kann und wetterfest ist.

Zur Montage im Freien empfehlen sich kleine Nischen oder wettergeschützte Plätze an der Hauswand, an denen der Repeater wenigstens vor den gröbsten Einflüssen der Witterung wie Regenwasser und Wind geschützt ist. Auf diese Weise maximieren Sie die Lebensdauer Ihres Gerätes. Wenn das Gerät im Freien hängt und dem Regen ausgesetzt ist, sollte es auf alle Fälle wasserdicht sein.

Im Jahr 2018 führte die Stiftung Warentest einen Test von WLAN-Verstärkern für den Innenbereich (kein Outdoor-WLAN-Repeater-Test) durch. Dabei testeten sie die Geräte sowohl in Häusern als auch in einzelnen Wohnungen. Weitere Informationen zu dem Praxistest finden Sie auf der Webseite der Stiftung Warentest.

6. Tipps zur generellen Verbesserung Ihres Outdoor-WLANs

Produkte wie der Outdoor-WLAN-Repeater-Testsieger mögen zwar von guter Qualität sein, aber dennoch sollten Sie bei Ihrem Heimnetzwerk einige Punkte beachten, mit denen Sie Ihr kleines Netzwerk noch schneller und effektiver machen können. Wir haben die besten Tipps der Hersteller bekannter Marken für Sie zusammengetragen:

  • Optimierung des Standortes: Testen Sie bei der Einrichtung des Repeaters mehrere verschiedene Aufstellorte. Je nach Verbindungsstärke ist es für das Gerät unterschiedlich leicht, problemlos das Routersignal aufzufangen. Experimentieren Sie ein wenig herum, bis Sie die optimale Einstellung gefunden haben.
  • Optimierung der Frequenz: Einige Router und Repeater können ihre Funkfrequenz automatisch anpassen. Hierbei geht es um die Modulation innerhalb der gewählten Hauptfrequenz (2,4 oder 5 GHz). Finden Sie diese Funktion in den Einstellungen, dann lohnt es sich, diese immer zu aktivieren. So vermeiden Sie Funkinterferenzen mit den Nachbarn.
  • Alte Geräte austauschen: Wenn Sie noch über einen älteren Repeater verfügen, der noch nicht in der Lage ist, mit der 5-GHz-Frequenz zu arbeiten, empfehlen wir, die alten Repeater gegen neue auszutauschen, da diese deutlich bessere und stabilere Leistungen erbringen.
  • Entlastung des Systems: Wo immer es möglich ist, sollten Sie die Geräte, die Teil Ihres Heimnetzwerkes sind, mit LAN-Kabeln an das Heimnetzwerk angliedern. Das WLAN sollte idealerweise nur für die mobilen Geräte und Ausnahmen verwendet werden. Auf diese Weise senken sie clever die generelle Netzauslastung.
  • Sicherheitseinstellungen: Einige Outdoor-WLAN-Repeater sind in der Lage, Firmware- und Sicherheits-Updates selbstständig herunterzuladen. Sofern dies möglich ist, sollten Sie die Funktion unbedingt aktivieren.