Das Wichtigste in Kürze
  • Das Kajak ist weit mehr als nur ein Paddelboot. Es ist eine Untergruppe der Kategorie Kanu und wird sitzend mit Blick in Fahrtrichtung gesteuert. Dabei nutzt man ein Doppelpaddel, welches an beiden Enden über Paddelblätter verfügt.
  • Der Unterschied zum Kanadier liegt neben Sitzposition und Paddel in der Bauart: Während ein Kayak ein geschlossenes Deck hat, ist der Kanadier traditionell offen.
  • Der Name kommt aus dem Grönländischen, wo der Bootstyp als schnelles Jagdboot entwickelt wurde.

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Mit dem Schiff über den offenen Ozean fahren, sich die frische Meerluft um die Nase wehen lassen, während die schier endlosen Weiten des Ozeans einem den Atem rauben – dieses Ideal ist etwas aus der Mode geraten. Der homo urbanis möchte in seiner Freizeit lieber die Natur auf eigene Faust und mit eigener Muskelkraft erkunden. Dazu bieten Ausflüge mit dem Kanu eine gute Gelegenheit. Im Boot übers Wasser schippern, jederzeit anhalten können und dabei die Natur vom Wasser aus beobachten zu können, ist eine besondere Erfahrung und übt einen speziellen Reiz aus. Wenn Sie unabhängig vom Kanuverleih sein möchten, können Sie sich Ihr eigenes Kajak kaufen. In unserem Kajak-Vergleich zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten sollten und welches das beste Kajak ist.

1. Was ist ein Kajak?

Inuit

Die Inuit sind die Ureinwohner Grönlands. In ihrer Sprache bedeutet Inuit „Mensch“. Das häufig verwendete „Eskimo“ bedeutet „Rohfleischesser“ und wird abwertend verstanden. Das Deutsche kennt zwei Lehnwörter aus der Inuit-Sprache: Kajak und Anorak.

Das Kajak ist in seiner ursprünglichen Form als Jagdboot von den Inuit entwickelt worden. Es unterscheidet sich vom Ruderboot in der Sitzposition, Form und verwendeten Paddel. Während der Steuernde im Ruderboot mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzt, schaut er im Kayak nach vorn. Die zweigeteilten Ruder werden beim Kajakfahren durch ein Doppelpaddel ersetzt, bei dem beide Blätter durch eine Stange miteinander verbunden sind. Während ein Ruderboot sehr ausladend konstruiert ist, um ruhig im Wasser zu liegen, sind Kajaks eher auf Schnelligkeit und Wendigkeit ausgelegt.

Die klassische Form bestand aus einem Rahmen, der mit Tierfellen bespannt wurde. Diese Tierhäute stammten häufig von Robben. Diese Felle weisen natürlicherweise das Wasser ab, sodass nichts ins Innere des Bootes dringen konnte. Heute werden für die Bespannung meist Kunststoffe verwendet, die zur besseren Stabilität häufig mit Kohlenstoff- oder anderen Fasern verstärkt werden.

Das ursprüngliche Kajak war ein Einsitzer, in den man hineinschlüpfte. Die Beine werden im Rumpf verkeilt. Durch diese kompakte Weise wird eine hohe Geschwindigkeit und Wendigkeit erreicht. Das Fahren ist demnach etwas sportlicher als bei einem Paddelboot. Heute gibt es auch mehrsitzige Kayaks. Für nicht-professionelle Kanuten haben sich aufblasbare Kanus durchgesetzt, da diese besser zu transportieren sind.

1.1. Geschichte des Kajaks

Die ersten Kanu-Funde datieren weit zurück. Schon in der Mittelsteinzeit, ab ca. 6000 v. Chr., wurden im Gebiet des heutigen Schottlands Boote genutzt, die aus einem gefällten Baumstamm geschnitzt wurden. Auch in Brandenburg gibt es mehrere Funde von Paddeln und Einbäumen. Der Ursprung des Kanus wird auf ca. 4000 v. Chr. datiert. Aus dieser Zeit stammt ein Fund am Euphrat. Das dort entdeckte Kanu hat bereits die wichtigen Eigenschaften: Schnelligkeit, Wendigkeit und Kippstabilität.

Robbenjagd

Die Robbenjagd wurde nach und nach kommerzialisiert. Während die Inuit Robben zur Selbstversorgung jagten, will die kommerzielle Robbenjagd den Blubber (Fett der Robben, wird unter anderem zu Gewinnung von Omega-3-Kapseln genutzt) und die Felle der Robben für den Welthandel gewinnen. Die EU hat im Mai 2009 ein Handelsverbot für Robbenfelle und andere aus Robben gewonnene Produkte erlassen.

Heute wird Kanu als Oberbegriff für die beiden am weitesten verbreiteten Bauarten Kayak und Kanadier verwendet. Die Kajaks haben ihren Ursprung in Grönland. Sie wurden von den dort lebenden Inuit für die Jagd auf dem Wasser entwickelt. Die kleinen, schnellen, wendigen Boote ermöglichten den Inuit ein gutes Manövrieren auf dem Wasser. So konnten sie ihre bevorzugte Beute, Seehunde, ausfindig machen und jagen. Für die Jagd brauchten die Inuit sowohl einen guten Orientierungssinn als auch ein Verständnis für das Verhalten der Robben. Der älteste Fund eines Kajaks datiert aus dem frühen 17. Jahrhundert. Heute wird das erste gefundene Kayak in den Räumen der Lübecker Schiffergesellschaft gezeigt.

Während sich der geschlossene Typ des Kanus aus den grönländischen Kayaks entwickelt hat, wurden die Kanadier aus den Booten der Ureinwohner Nordamerikas abgeleitet. Kanadier werden kniend gesteuert. Eine bekannte Spielart des Kajaks ist das Faltboot, das einfach zu transportieren war und als Vorgänger der heute gängigen aufblasbaren Boote gelten kann. Viele der Fluchtversuche aus der DDR über die Ostsee wurden mit Faltbooten unternommen – einige davon gingen unglücklich aus, da die Faltboote nicht für die Bedingungen auf See geschaffen waren.

Als Wassersportgerät gewannen die schnellen, wendigen Boote schnell an Beliebtheit. Im Jahre 1860 wurde in Breslau (heute Wrocław) der erste „Grönländer-Club“ gegründet – in Anlehnung an seinen Ursprung wurde das Kajak anfangs Grönländer genannt. Der älteste noch existierende Kanu-Club, der Alster-Canoe-Club, führt noch die nicht eingedeutschte Schreibweise im Namen.

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1.2. Kajaks und Kanadier

Wie bereits erwähnt, haben sich die beiden Haupt-Kategorien von Kanus aus den unterschiedlichen Bauarten entwickelt: Kajaks aus den traditionellen Jagdbooten der Inuit, Kanadier aus den Einbäumen der amerikanischen Ureinwohner. In der folgen Tabelle haben wir die Spezifikationen beider Typen für Sie zusammengefasst:

Bauart benutzte Paddel Sitzgelegenheiten Steuerposition
Kajak geschlossene Decke Doppelpaddel 1 – 2 sitzend
Kanadier offene Decke Stechpaddel 1 – 3 kniend
Viele gängige Modelle sind heute eine Kombination der beiden Typen, z.B. offene Modelle, die im Sitzen mit Doppelpaddel gesteuert werden.

Neben diesen beiden weitverbreiteten Typen gibt es noch andere, mit Paddeln oder Rudern betriebene Boote, etwa Umiaks, Drachenboote, Waka oder Pirogen.

1.3. Kayak als Sportgerät

Das Programm der Wassersportarten mit Kajaks ist sehr reichhaltig. Bei den Olympischen Spielen ist der Kanurennsport seit 1936 vertreten. Die Disziplinen im Renn-Sport sind: Einer-, Zweier- und Vierer-Kajak der Damen und Herren sowie Einer- und Zweier-Kanadier der Herren. Die Rennen werden auf Strecken von 200 (seit 2012), 500 oder 1000 Metern im stehenden Gewässer ausgetragen. Der deutsche Kanu-Sport ist recht erfolgreich: Bei den Olympischen Spielen 2012 gab es sowohl im Einer- als auch im Zweier-Kanadier der Herren über 1000 m sowie im 2er-Kajak der Damen über 500 m eine Goldmedaille für den Deutschen Kanu-Verband.

Neben dem klassischen Renn-Sport hat sich auch Kanuslalom im olympischen Programm etabliert: Dabei muss ein Parcours in schnell fließendem Wasser möglichst schnell und fehlerfrei bewältigt werden. Erstmals 1972 olympisch, folgte eine Pause von 20 Jahren, bevor es 1992 wieder ins Programm aufgenommen wurde. Weil an den Austragungsorten meist spezielle Wildwasseranlagen entstehen müssen, die mit hohen Kosten verbunden sind, stand Kanuslalom schon häufiger zur Disposition. Disziplinen sind Einer-Kajak der Herren und Damen sowie Einer- und Zweier-Canadier der Herren. Im Einer-Canadier gab es 2016 eine Bronzemedaille für den DKV, der Zweier-Canadier holte Gold.

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2. Welche Kajak-Typen gibt es?

2.1. Wanderkajak

Das Wander- oder Tourenkajak gehört zum Standardrepertoire im Kanuverleih. Sie sind als Ein- oder Zweisitzer ausgeführt und bieten viel Stauraum vor und hinter den Paddlern. So kann Gepäck mitgenommen werden. Einige Modelle verfügen über einen weiteren Sitz, auf dem Kinder Platz nehmen können. Die hohe Kippstabilität macht diesen Typ zur optimalen Wahl für längere oder mehrtägige Kajak-Touren.

2.2. Seekajak

Diese Variante ist für den Einsatz auf dem offenen Wasser ausgelegt und ähnelt in der Form am ehesten den ursprünglichen Grönländer-Kanus. Die Ausstattung ist speziell auf das Anwendungsgebiet zugeschnitten. So verfügen Seekajaks über einen Kompasshalter in Sichtweite des Paddlers, um die Navigation zu erleichtern. Zudem gibt es eine sogenannte Lenzpumpe, mit deren Hilfe in den Rumpf gelaufenes Wasser schnell abgepumpt werden kann. Oft hat ein solches Kajak eine Spritzdecke, um das Eindringen von Wassern in den Rumpf zu minimieren. Die Paddel beim Seekajak sind mit kleineren Paddelblättern ausgestattet, um die Ermüdung der Arme auf langen Strecken zu verringern.

2.3. Sit-on-Top-Kayak

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Sit-On-Top-Kajaks.

Der Name ist Programm bei diesem Typus: Der Paddler sitzt nicht wie bei den anderen Modellen im, sondern auf dem Kayak. Der Korpus ist abgeschlossen, sodass das Boot nicht kentern kann. Wegen der Genügsamkeit der Boote und dem einfachen Erlernen der Steuerung werden Sit-On-Top-Kajaks oft in belebten Orten an Meeresküsten verliehen. Viele Marken, z.B. Prijon, haben auch Sit-On-Tops im Programm.

2.4. Wildwasserkajak

Die für den Einsatz in schnell fließenden Gewässern ausgelegten Modelle sind wendiger, wofür bei Geschwindigkeit und Kurshaltefähigkeit Abstriche gemacht werden müssen. Das Material ist meist stärker und robuster, um auch Kontakt mit Felsen o.Ä. schadlos zu überstehen. Es gibt zahlreiche Unterkategorien des Wildwasserkajaks, die sich je nach Anforderungen des Gewässers, Können des Kanuten und gewünschtem Einsatz unterscheiden:

  • Creeker
  • Freerider
  • Riverrunner
  • Rodeoboot
  • Slalomboot
  • Squirtboot

Das folgende Video vermittelt einen Eindruck der sehr speziellen Disziplin des squirt boating:

3. Kaufberatung für Kajak: Darauf müssen Sie achten

3.1. Bauart

Wenn Sie keine Ambitionen haben, das Kanufahren als Leistungs-Sport zu betreiben, sollten Sie sich für ein aufblasbares Kayak entscheiden. Diese Modelle sind zwar nicht für die Ansprüche im Wildwasser geeignet, jedoch die beste Wahl für gemütliche Kajak-Touren mit der Familie oder alleine. Durch ihre Bauweise lassen sich diese Kanus gut verstauen. Um zum Wasser zu gelangen, müssen Sie nicht zunächst einen speziellen Autoanhänger zum Kanutransport kaufen. Das Aufpumpen dauert in den meisten Fällen nicht mehr als 15 Minuten. Aufblasbare Kanus gibt es darüber hinaus in verschiedenen Stilen. In unserem Kajak-Vergleich kommen neben den „klassischen“ Kajaks auch Sit-On-Top-Modelle vor.

    Vorteile
  • schnell ein- und ausgepackt
  • kann platzsparend verstaut werden
  • kein besonderer Anhänger fürs Auto nötig
  • Auftrieb kann angepasst werden
    Nachteile
  • begrenzte Einsatzmöglichkeiten
  • nicht so robust wie die „harten“ Modelle

3.2. Länge

Die Länge eines Kajaks wirkt sich auf die Wendigkeit aus: Je länger das Boot ist, umso weniger schnell können Sie Kurven einschlagen. Mit einem langen Rumpf ist jedoch eine gute Gleitfähigkeit gegeben, d.h. das Boot bewegt sich gut und ohne zu viel Kraftaufwand geradeaus. Viele der Modelle in gängigen Kajak-Tests verfügen über eine Finne am Heck. Dabei handelt es sich um eine unbewegliche Flosse, welche die Richtungsstabilität gewährleistet. Das ist insbesondere bei aufblasbaren Modellen notwendig, da diese keine feste Kiellinie haben. Mitunter wird die Finne beim Kayak auch Skeg genannt, was dem englischen Begriff entspricht.

3.3. Sitze

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Ein aufblasbares Wanderkajak mit drei Sitzen.

Je nachdem, für wie viele Leute das Kanu ausgelegt sein soll, brauchen Sie natürlich auch die entsprechende Anzahl Sitze. Achten Sie außerdem darauf, dass die Sitze Ihren Bedürfnissen angepasst werden können, also die Rückenlehne verstellbar ist und die Sitzfläche eventuell separat aufblasbar ist, sodass sie Ihrem Sitzkomfort entspricht. Dann können Sie entspannt Kanu fahren.

3.4. Stauraum

Gerade wenn Sie eine Kanutour machen möchten, müssen Sie etwas Gepäck mit an Bord nehmen. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Kajak Testsieger genügend Möglichkeiten bietet, Gepäcktaschen für Verpflegung und Ausrüstung wie z.B. Zelt und Schlafsäcke zu verstauen.

4. Was sind die besten Pflegetipps für eine Kajak-Reinigung?

Auch wenn Ihr Kajak für den Gebrauch im Wasser konzipiert ist, sollten Sie es nach Nutzung gründlich von Wasser und Feuchtigkeit befreien. Drehen Sie es mit der Öffnung nach unten, um alles überschüssige Wasser aus dem Innenraum zu entfernen. Zurückgebliebene Feuchtigkeit kann dazu führen, dass sich Schimmel bildet oder das Material porös wird. Wenn Sie im Salzwasser gefahren sind, sollten Sie den Rumpf gut abwaschen, da Salz und Sand das Material schädigen können.

Vermeiden Sie bei der Lagerung direkte Sonneneinstrahlung. Zwar sind viele Boote UV-resistent, jedoch kann permanente Sonneneinstrahlung die Farben ausbleichen und das Oberflächenmaterial spröde machen. Viele aufblasbare Kanus haben eine Tasche mitgeliefert, in welcher die sonnengeschützte Aufbewahrung problemlos möglich ist.

Wenn Sie ein Kajak gebraucht kaufen möchten, achten Sie darauf, dass es sich in einem guten Zustand befindet. Eine ausgeblichene Hülle weist auf falsche Lagerung hin und kann Ihnen die Freude am Paddeln schnell vermiesen.

5. Wie lässt sich sicher mit dem Kajak fahren?

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Eine Rettungsweste sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit tragen.

Ganz grundsätzlich ist das Befahren von Gewässern mit muskelbetriebenen Booten wenigen rechtlichen Beschränkungen unterworfen. So benötigen Sie keinen speziellen Befähigungsnachweis für das Führen eines Kajaks (auch deshalb ist der Kanuverleih so beliebt). Des Weiteren sind Kajaks von der gesetzlichen Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Dennoch gilt natürlich auch für Sie als Kanuten gewissen Regeln: Sie sollten sich über das von Ihnen befahrene Gewässer informieren. Einige Abschnitte deutscher Gewässer sind ganzjährig oder teilweise mit Befahrungsverbot belegt. Andere Abschnitte sind als Uferbetretungsverbotszone ausgewiesen. Sie dürfen demnach nicht am Ufer anlegen oder gar aussteigen. Diese Maßnahmen werden zum Naturschutz getroffen, um etwa brütende Vögel nicht zu stören. Eine Übersicht über die Befahrungsregelungen in Deutschland und anderen Ländern finden Sie auf den Seiten des Deutschen Kanu-Verbands.

Neben den rechtlichen Bestimmungen müssen Sie auch sichergehen, dass Sie auf dem Wasser geltende Verkehrsregeln und -zeichen kennen. Gerade wenn Sie auf Wasserstraßen unterwegs sind, können Ihnen Segelboote, Sportboote oder sogar Containerschiffe begegnen. Es ist daher notwendig, in diesem Falle die Vorfahrtsregeln zu kennen. Auch über Kennzeichnungen von Fahrwasser und Markierungen von Tauchern etc. sollten Sie Bescheid wissen.

Tipp: Eine einfache Faustregel für die Verkehrsregeln auf dem Wasser lautet Groß hat Vorfahrt. Große Boote und Schiffe können nicht so schnell ausweichen wie kleinere Wassersportgeräte.

Sie sollten auch zu Ihrer Sicherheit Rettungswesten tragen. In Notfällen werden Sie so über Wasser gehalten. Es gibt sowohl feste als auch aufblasbare Rettungswesten. Die Stufe 50 nach DIN-Norm 12402 ist ausreichend, wenn Sie sich in geschützten Gewässern befinden. Besonders Kinder sollten eine Rettungsweste tragen, weil sie im Falle eines Kenterns seltener die Ruhe bewahren als Erwachsene. In unserem Schwimmweste-Vergleich 2020 haben wir auch eine Rettungsweste unter die Lupe genommen. Weiterhin legen wir Ihnen die Verwendung von Segelhandschuhen ans Herz, um auch bei Nässe einen soliden Grip zu bewahren.

6. Welche Hersteller von Kajaks gibt es?

  • Seabird
  • P & H
  • Thunder
  • Viamara
  • Lettmann
  • Prijon
  • Seylor
  • Mad River
  • Dagger
  • Mainstream
  • Wilderness Systems
  • Wavecrest

7. Kajak-Test bei der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat sich bis jetzt noch keinem Kajak-Test gewidmet. Ein Test zu Kanuwandertouren datiert aus dem Jahr 2000, sodass er heute nicht mehr aktuell ist. Richtig ist jedoch: Die deutschen Gewässer haben viel zu bieten. Ein Urlaub mit dem Kanu oder Faltboot ist eine schöne Möglichkeit, die eigene Heimat besser kennenzulernen.

8. Fragen und Antworten rund um das Thema Kajak

  • Wie soll man ein Kajak transportieren?

    Abhängig von dem Modell, für das Sie sich entscheiden, kann die Transportmöglichkeit verschieden sein. Kurze Modelle mit harter Schale können Sie auf einem Dachgepäckträger transportieren. Die Boote mit einem längeren Rumpf, welche sich für Touren am besten eignen, müssen meist schon auf einem speziellen Autoanhänger transportiert werden. Das bedeutet finanziellen Mehraufwand – zusätzlich zum Kajak müssen Sie noch den Anhänger anschaffen und eventuell den Anhänger-Führerschein ablegen. Am besten lassen sich die aufblasbaren Modelle transportieren: Nach der Nutzung einfach die Luft entweichen lassen und in der oftmals mitgelieferten Tragetasche verstauen. Für den Anfang sollten Sie sich daher ein solches Kanu kaufen.
  • Welches Paddel für Kajak?

    Kajaks mit geschlossenen Decken werden im Sitzen mit Doppelpaddeln gesteuert. Dabei sind die Paddelblätter an einer Stange. Die offenen Kanadier werden in kniender Position manövriert und haben meist ein Stechpaddel mit T-Griff. Diese Technik ermöglicht es, schneller und präziser durchs Wasser zu gleiten. Die gängigen Aufblas-Boote sind meist eine Mischung aus Kanadier und Kajak: Sie haben eine offene Decke, werden aber mit Doppelpaddeln sitzend gesteuert.
  • Welches Kajak für Anfänger?

    Wenn Sie gemütliche Touren fahren wollen, können Sie ein stabiles Aufblas-Kanu kaufen. So bekommen Sie ein Gefühl für die Faszination der Wanderung auf dem Wasser. Für den Einstieg in den Wassersport müssen Sie zu einem Modell mit fester Außenhülle greifen. Sie können auch günstig gebrauchte Kajaks erwerben, um zunächst ein Gefühl zu bekommen, ob Ihnen der Sport liegt.
  • Wie viele sitzen in einem Kajak?

    Abhängig von der Bauweise können ein bis drei Personen im Seekajak Platz nehmen. Im Wettkampfsport gibt es die Disziplin des Vierer-Kajaks, bei dem logischerweise vier Personen im Boot sitzen.
  • Welche Muskeln werden beim Kajak-Fahren trainiert?

    Kanufahren ist eine äußerst gesunde Sportart. Sie trainieren Ihren Rücken, die Schulter, Bauch und Arme. Wenn Sie eine etwas sportlichere Gangart anlegen, können Sie auch Ihre Ausdauer trainieren und damit das Herz-Kreislauf-System stärken.

Bildnachweise: dollarphotoclub.com/promicrostockraw, dollarphotoclub.com/serguastock, dollarphotoclub.com/Oleg_Zabielin (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

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