Das Wichtigste in Kürze
  • Das moderne Stehpaddeln mit einem SUP-Board geht auf Fischer aus dem weit entfernten Polynesien zurück; die allerdings fuhren noch auf Holz-Boards. Heutzutage benutzt man zumeist aufblasbare „Bretter“ mit dem dazugehörigen Paddel.
  • SUP-Paddel gibt es wahlweise aus Aluminium, Carbon oder Fiberglas und zudem als stabilere 2-teilige oder praktischere 3-teilige Variante.
  • Achten Sie beim Kauf des für Sie besten SUP-Paddels neben dem Material vor allem auf die richtige Länge sowie einen hohen Blattdurchmesser, damit Sie auch stets gut vorankommen.

sup-paddel test

Falls Sie sich schon immer gefragt haben, was eigentlich diese Menschen auf „Surfbrettern“ treiben, die anstatt zu surfen elegant über den Badesee herumtreiben (und das aufrecht und mit entspannter Mimik), sind Sie hier genau richtig. Es handelt sich dabei um das so genannte Stand-up-Paddling, auf Deutsch „Stehpaddeln“, auf einem extra dafür konstruierten Board.

So neumodisch wie das Ganze klingt, ist es eigentlich nicht, denn bereits polynesische Fischer bewegten sich auf diese Art und Weise fort. Neben einem guten Board kommt es allerdings auch auf das richtige Paddel beim SUP-Sport an. In unserem SUP-Paddel-Vergleich 2020 erklären wir Ihnen genau, worauf Sie achten müssen, wenn Sie ein SUP-Paddel kaufen möchten und welche Tricks und Kniffe Sie darüber hinaus beim Paddeln mit dem SUP-Board in jedem Fall beherzigen sollten. Zu folgenden, ähnlichen Produkten haben wir ebenfalls Vergleiche erstellt:

1. Ist Stehpaddeln als Stand-up-Paddling (SUP) wieder en vogue?

Beim so genannten Stehpaddeln (auch „Stand-Up-Paddle-Surfing“ genannt) handelt es sich um eine Wassersportart, bei der die Sportler aufrecht auf einer Variante des Surfbretts stehen und sich dabei mit einem so genannten Stechpaddel vorwärts bewegen. Die Seite, auf der gepaddelt wird, wird dabei regelmäßig gewechselt, ähnlich dem Fahren eines Kanus. Möglich sind Kombinationen mit dem Wellenreiten, was dann „SUP-Surfing“ (oder „SUP-Surfen“) genannt wird. Hierbei kommt insbesondere dem Paddel eine größere Bedeutung zu, denn es wird beim SUP-Surfing vor allem zum Balancehalten eingesetzt.

Wofür steht SUP?

SUP ist die englische Abkürzung für „Stand-Up-Paddling“, also dem Paddeln im Stehen auf einer Art Surfbrett. Je nachdem, ob Sie die englische oder deutsche Bezeichnung bevorzugen, spricht man von einem Stehpaddel-Board oder Stehpaddel-Brett.

Als Brett wurden zunächst vom Wellenreiten stammende Tandemboards oder auch Longboards genutzt, da diese zugleich stabil genug waren und genug Auftrieb erzeugten, um das Gewicht des SUP-Sportlers zu tragen. In ihrer Geometrie ähnelten diese früher einem herkömmlichen Surfboard, heute gebräuchliche SUP-Boards allerdings sind allesamt speziell für diesen Sport entwickelt worden. Normalerweise haben diese eine Länge zwischen 180 und 400 cm, das Volumen beträgt bis zu 400 Liter.

2. Wie ist das Stehpaddeln entstanden?

Ursprünglich geht das Stehpaddeln auf ozeanische Fischer vor der pazifischen Inselregion Polynesia (oder Polynesien) zurück. In anderen Teilen Asiens sind noch heute Flöße aus Bambusstämmen im Einsatz, auf denen sich Menschen stehend und mit einem Holz-Paddel bewaffnet durch die Gewässer bewegen. Von Hawaii, dem Ursprungsort des Surfens, wird berichtet, dass das Stand-Up-Paddling dort gar nur dem König bzw. einigen von ihm auserwählten Personen gestattet war und damit sprichwörtlich als „Königsdisziplin“ galt.

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Das Stand-up-Paddling ist mit dem Surfen verwandt, gilt aber als eher weniger action-reich.

Im 20. Jahrhundert dann machten sich moderne Surf-Lehrer diese historische Eigenart zunutze und begannen vermehrt, das Stehpaddeln als komfortable und effiziente Weise zur Fortbewegung in ihren Unterricht zu integrieren. Neben einem besseren Überblick über die Surfschüler, konnte man auf diese Weise auch relativ bequem und sicher Fotos mit Kameras tätigen, ohne diese zu beschädigen. Zusätzlich wurde das Stand-Up-Paddling auch als Alternative zum Wellenreiten an windfreien Tagen betrieben.

Erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts findet das Stehpaddeln zunehmend Verbreitung als Freizeitsport und ist mancherorts schon so beliebt wie das Fahren mit einem Schlauchboot oder einem Kajak. Während es in Europa eher auf Badeseen betrieben wird, ist es auch äußerst beliebt an den Küsten der Britischen Inseln, Australiens und auch Japans.

Tipp: Inzwischen werden bereits internationale Wettkämpfe im Stand-Up-Paddling ausgetragen. Wenn auch Sie das Ganze gerne etwas ernster betreiben möchten, können Sie sich bspw. an den Deutschen Kanu-Verband (DKV) oder den Deutschen Wellenreitverband (DWV) wenden, die auch jährliche Meisterschaften ausrichten. Seit 2014 existiert zudem die German Stand Up Paddle Association (GSUPA).

3. Welche Typen von SUP-Paddeln gibt es?

Prinzipiell gibt es keine grundlegend verschiedenen Arten oder Typen von Paddeln, aber allgemein wird zwischen 2-teiligen und 3-teiligen Paddeln unterschieden. Beide haben ihre relativ einfach zu bestimmenden Vorzüge wie Nachteile, die wir in der folgenden Übersicht für Sie zusammengestellt haben. Paddel, die aus 2 Teilen bestehen, sind…

    Vorteile
  • stabiler
  • durchschnittlich etwas preiswerter als 3-teilige Paddel
    Nachteile
  • nicht so leicht zu verstauen bzw. zu transportieren
  • durchschnittlich etwas schwerer als 3-teilige Paddel

4. Kaufkriterien: Was zeichnet ein gutes SUP-Board aus?

In der folgenden Kaufberatung haben wir uns insbesondere auf die Kategorien Stabilität/Effizienz, Größe und Material konzentriert.

sup-paddel

Ein 2-teiliges SUP-Paddel gilt als stabiler.

4.1. Stabilität oder Effizienz?

Wie bereits erwähnt, gibt es SUP-Paddel in Varianten mit zwei oder drei Teil-Komponenten zu kaufen. Während beide Arten für den Freizeitgebrauch in jedem Fall stabil und robust genug sind, lohnt es sich durchaus, die Transportmöglichkeiten zu überdenken.

Die große Mehrzahl an SUP-Boards ist aufblasbar (so genannte „Inflatables“ oder „iSUPs“) und damit leicht transportierbar und sogar während eines Flugs im Reisegepäck verstaubar. Gerade deshalb bieten sich auch effizient zusammenstülpbare SUP-Paddel an, insbesondere natürlich jene Modelle, die aus drei Komponenten bestehen.

Tipp: Sollten Sie vorhaben, mit Ihrem SUP-Board auch kleine oder große Wettrennen zu veranstalten oder es generell eher etwas robuster mögen, sind zweiteilige Paddel definitiv die bessere Wahl!

4.2. Die richtige Größe

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Obenauf mit dem richtigen SUP-Paddel. Achten Sie in jedem Fall auf die richtige Länge und Größe des Blatts.

Das richtige SUP-Paddel für den Einstieg ist bestenfalls eine Blattlänge länger als der Paddler selbst hoch. Grundlegend gilt: Je länger das Paddel ist und je größer der Durchmesser des Paddelblatts, desto länger und kraftvoller sind Ihre Paddelzüge und desto schneller kommen Sie beim Paddeln voran.

Das durchschnittliche SUP-Paddel ist etwa 170 bis 210 cm lang, allerdings gibt es auch Paddel, die bei unter 160 cm beginnen und bei 230 cm enden. Wenn Sie also ein besonders kleiner Mensch oder sehr hoch gewachsen sind, sollten Sie beim Kauf der richtigen Größe definitiv achtsam sein.

4.3. Das Material

Für SUP-Paddel werden in der Regel drei Haupt-Materialien verwendet, die in der folgenden Tabelle näher beschrieben werden:

Material Beschreibung
Aluminium

sup paddel alu

Nachdem Paddel aus Aluminium in der Frühzeit des modernen SUP-Sports äußerst beliebt waren, zählt das Material heute eher als „out“. Sie gelten bei vielen SUP-Profis als zu schwer, zu rutschig und als nur bedingt schwimmfähig. Ihr großer Vorteil ist, dass sie noch immer vergleichsweise günstig sind, aber eben auch schwerer.

Alu-Paddel sind zudem nicht unbedingt für den Einsatz im Salzwasser (also im offenen Meer) zu empfehlen. Wichtig ist, dass Sie in dem Fall nicht vergessen, sie mit Süßwasser abzuspülen, damit das Metall vom Salz nicht „angefressen“ wird.

Fiberglas

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Glasfaserkunststoff, besser bekannt als Fiberglas, ist normalerweise leichter als Aluminium und vor allem das Blatt ist oft etwas steifer als bei Aluminium. SUP-Paddel aus Fiberglas sind üblicherweise etwas teurer als jene aus Aluminium. Oft wird der Glasfaserkunststoff zusätzlich mit Nylon verstärkt, insbesondere an den empfindlicheren Paddelblättern.
Carbon

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Carbon gilt als das „High-End-Material“ der SUP-Paddel. Es gilt als extrem leicht, sehr steif und robust und vor allem als langlebig, selbst bei vielen Belastungswechseln.

Achten Sie aber in höchstem Maße darauf, Ihre Carbon-Paddel nicht gegen harten Stein prallen zu lassen, da sie dadurch vergleichsweise schnell spröde werden. Die meisten Hersteller beugen Kontakt mit Steinen vor, indem sie bestimmte Stellen mit zusätzlichem Kunststoff oder auch Fiberglas verstärken.

Das folgende (englischsprachige) Video gibt zusätzlichen Input bei der Wahl von Ihrem persönlichen SUP-Paddel-Testsieger.

5. Weitere Fragen und Antworten rund um das SUP-Paddel

5.1. Welches sind die wichtigsten Hersteller und Marken für SUP-Paddel?

  • Starboard
  • Explorer
  • Aqua Marina
  • Bugz
  • Royalbeach
  • Bravo
  • Airjoy
  • Jobe
  • Fanatic
  • Naish
  • JP Australia
  • Tiki
  • Jet-Line
  • Sevlor
  • Egalis
  • FCS
  • Light
  • Red Paddle
  • Navyline

5.2. Hat die Stiftung Warentest bereits einen SUP-Paddel-Vergleich durchgeführt?

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Gerade als Anfänger sollten Sie bei Ihrem SUP-Paddel auf ein möglichst großes Blatt achten.

Bisher gibt es leider noch keinen SUP-Paddel-Test von der Stiftung Warentest, allerdings ist zu bedenken, dass das Stehpaddeln noch nicht allzu lange im europäischen Mainstream-Sport präsent ist und das Interesse in den kommenden Jahren ganz eindeutig noch weiter wachsen wird.

5.3. Welches SUP-Paddel eignet sich besonders für Anfänger?

Als Einstieg in die Welt des SUP-Boardings empfehlen wir Ihnen ein möglichst großes Stand-up-Paddel mit ebenfalls großem Paddelblatt. Obwohl ein 3-teiliges Paddel praktischer für den Transport ist (da die drei einzelnen Stangen jeweils kürzer sind, als die beiden bei einem 2-teiligen Set), empfehlen wir für Anfänger aus Gründen der Stabilität ein 2-teiliges Paddel.

5.4. Was braucht man generell alles zum Stand-Up-Paddeln?

Grundlegend benötigen Sie neben dem richtigen Brett, einem möglichst stabilen Paddel und einer Halteleine (wie beim Surfing) vor allem: Geduld, Konzentration und eine ordentliche Portion Sonnencreme.

Bildnachweise: EpicStockMedia/Shutterstock, iko/Shutterstock, EpicStockMedia/Shutterstock, marekuliasz/Shutterstock, puhhha/Shutterstock, rubikphoto/Shutterstock, Nikorn Kulatnam/Shutterstock, GO BANANAS DESIGN STUDIO/Shutterstock (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

Gibt der SUP-Paddel-Vergleich auf Vergleich.org einen Überblick über das gesamte Spektrum an Herstellern im Bereich SUP-Paddel?

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Welche SUP-Paddel aus dem Vergleich.org-Vergleich warten mit dem günstigsten Preis auf?

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Welches SUP-Paddel aus dem Vergleich hat das Team der VGL-Verlagsgesellschaft mit der Bestnote "SEHR GUT" ausgezeichnet?

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Welche SUP-Paddel hat die VGL-Redaktion für den SUP-Paddel-Vergleich ausgewählt und bewertet?

Das Vergleich.org-Team hat insgesamt 9 SUP-Paddel für den Vergleich ausgewählt. Wir präsentieren Ihnen ein breites Spektrum an unterschiedlichen Herstellern und Modellen, z. B.: F2 ALU Paddle, Aqua Marina Carbon Pro, Aztron Speed Carbon Hybrid, Mistral Sup-Paddel, Aqua Marina SPORTS III SUP-Paddel, Aqua Marina B0302770, Bluefin SUP Unisex-Adult Kar­bon­fa­ser, Aqua Marina Kinder-Paddel und Bestway Hydro Force Mehr Informationen »

Welche weiteren Suchbegriffe sind für Kunden, die sich für SUP-Paddel interessieren, relevant?

Wenn Sie auf der Suche nach einem SUP-Paddel-Modell sind, können auch Suchbegriffe wie „Stand-Up-Paddel“, „Paddel SUP“ und „Fanatic SUP-Paddel“ relevant für Sie sein. Mehr Informationen »

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