Das Wichtigste in Kürze
  • Stand-Up-Paddling ist eine Trendsportart, die allmählich auch in Deutschland immer beliebter wird.
  • Aufblasbare Modelle sind nicht unbeliebt, da sie sich leichter lagern und transportieren lassen. Dafür wird allerdings eine SUP-Pumpe benötigt, die die Boards auf- und im Idealfall auch wieder abpumpen kann. Fakt ist: Leider sind die wenigsten SUP-Pumpen günstig.
  • Es gibt sowohl elektrische als auch manuell betriebene SUP-Pumpen. Während die elektrischen Modelle die Arbeit leichter machen, sind die manuellen leichter einsetzbar.

SUP-Pumpe Test

Der Ursprung des SUP

Das Paddeln im Stehen kommt ursprünglich wohl aus Polynesien. Dort bewegten und bewegen die Fischer ihre Kanus im Stehen, vermutlich um so Fischschwärme besser entdecken und verfolgen zu können.

Stand-Up-Paddling (kurz: SUP) ist eine Trendsportart, die sich in den vergangenen Jahren auch in Deutschland immer stärker ausgebreitet hat. Ähnlich wie beim Surfbrett gab es jedoch auch bei den SUP-Boards das Problem der Sperrigkeit, was das Lagern und den Transport schwierig machte. Ungefähr seit 2011 werden allerdings auch aufblasbare SUP-Boards, die sogenannten iSUP-Boards, hergestellt.

Transport und Lagerung sind so deutlich leichter. Doch nun wollen die Bretter vor jedem Wassergang auf- und nach dem Wassergang wieder abgepumpt werden. Vergleich.org hat deshalb den SUP-Pumpen-Vergleich 2020 gemacht und stellt Ihnen in der Produkttabelle einige der besten SUP-Pumpen vor. In der Vergleich.org-Kaufberatung wiederum erfahren Sie alles, was es zu wissen gilt, bevor Sie sich eine SUP-Pumpe kaufen. Hier verraten wir Ihnen unter anderem, wann eine SUP-Pumpe elektrisch sein sollte, was die Vor- sowie Nachteile einer Doppelhub-Luftpumpe sind und wie hoch der maximale Druck der Pumpe fürs SUP sein sollte.

SUP-Pumpe Vergleich

Entspanntes Dahingleiten? Ja – insofern die SUP-Pumpe genug Luftdruck ins Board gebracht hat.

1. Pumpen-Typ: Ist die Elektropumpe bequem, aber auch unflexibler?

Selbst mühsam pumpen oder die Elektronik die Arbeit übernehmen lassen? Der moderne und häufig bequeme Mensch zögert da nicht lange und entscheidet sich gern für die elektronische Variante. Und auch die manuelle Pumpe fürs SUP, das aufblasbar ist, bringt Vorteile mit sich.

Allerdings finden sich auch Argumente dafür. In der folgenden Tabelle zeigen wir Ihnen deshalb die Eigenschaften der SUP-Elektropumpe sowie die der gängigen manuellen Luftpumpe.

elektrische SUP-Pumpe manuelle SUP-Pumpe
Elektro-SUP-Pumpe Manuelle SUP-Pumpe
+ pumpt das SUP von allein auf
+ kein körperlicher Aufwand vonnöten
- oft schwerer als manuelle Pumpen
- Betrieb oft nur über Zigarettenanzünder/Batterieklemmen
+ Luft wird zum Teil schnell eingepumpt
+ keine Stromquelle nötig
- Pumpen kann anstrengend sein
Die Elektropumpe fürs SUP nimmt uns also die Arbeit ab. Allerdings ist das nicht immer ganz unkompliziert. Nicht jedes Auto hat einen Zigarettenanzünder und schon muss das Gerät über Batterieklemmen an die Autobatterie angeschlossen werden. Ein verhältnismäßig einfacher Vorgang – für Menschen ohne Wissen von Technik und Autos aber abschreckend. Zudem: Ist kein Akku-Betrieb möglich (der Akku reicht in der Regel fürs Aufpumpen von bis zu drei SUP-Boards) muss definitiv ein Auto vorhanden sein. Bahn- oder Radfahrer schauen hier also in die Röhre.

Wer den Aufwand des Pumpens verkraften kann, ist demnach um einiges flexibler unterwegs und schafft es überraschenderweise zudem, die Boards schneller aufzupumpen als die zum Teil etwas trägeren Elektro-Pumpen.

Und wenn Sie sich nun entscheiden, eine manuelle Pumpe zu kaufen? Auch hier gibt es wiederum eine Kleinigkeit zu beachten. Sogenannte Doppelhub-Pumpen sind für ein besonders schnelles Aufblasen geeignet, da nicht nur beim Herunterdrücken, sondern auch beim Hochziehen des Griffs Luft ins Boards gedrückt wird.

Dies kann allerdings auch in den Rücken gehen, da beim Hochziehen auch oft der Oberkörper mit nach oben geht – im Doppelhub-Modus ist dies beschwerlicher und kann so zu Fehlbelastungen führen.

Beim Kauf einer manuellen Doppelhub-Pumpe sollten Sie deshalb darauf achten, dass diese sich auch in den Einzelhub-Modus verstellen lässt. So kann jeder Nutzer selbst entscheiden, ob Geschwindigkeit oder Belastungsintensität im Vordergrund stehen soll.

Doppelhub SUP Pumpe

Ein Doppelhub pumpt doppelt so viel Luft pro Bewegungsablauf ein, ist dafür aber auch anstrengender.

2. Maximaler Druck: Sollten es mindestens 15 psi sein?

Ein aufblasbares Stand-Up-Paddle-Board benötigt einen hohen Druck von – je nach Modell – 15 bis 25 psi. Dies entspricht ungefähr einem Wert von 1 – 1,7 bar. Der hohe Druck ist nötig, um bei den Schwimmeigenschaften mit nicht aufblasbaren SUP-Boards mithalten zu können. Je verwindungssteifer das Board auf dem Wasser liegt, desto besser ist schließlich das Verhalten auf dem Wasser.

Nun sollte demnach auch die SUP-Pumpe, ob elektrisch oder manuell betrieben, dazu in der Lage sein, diesen Druck im Innern des Boards zu erzeugen.

Und so bewegt sich der maximale Druck bei vielen Herstellern und Marken auch im Bereich von 15 bis 30 psi. Haben Sie also ein SUP-Board, das beispielsweise einen Druck von 25 psi verlangt, so sollte Ihre Pumpe natürlich nicht der 15-psi-Kategorie entstammen.

Sie suchen auch eine Schlauchboot-Pumpe? Achten Sie darauf, welchen Druck zum Beispiel Ihr Gummiboot oder Ihre Luftmatratze benötigen. Je nachdem, wie dort die Erfordernisse sind, kann der Kauf eines Geräts mit beispielsweise 29 psi als maximalem Druck lohnen, weil Sie es auch als Luftpumpe fürs Schlauchboot einsetzen können.

druck-sup-board

Für SUP-Boards und -Pumpen interessant: der Bereich bis ca. 30 psi (gut zwei Bar).

3. Zusatzeigenschaften: Ist das Abpumpen ähnlich wichtig wie Aufpumpen?

Bei den zusätzlichen Eigenschaften von SUP-Pumpen kommt es nur auf wenige elementare Aspekte an. So sollten elektronische Modelle eine automatische Abschaltung haben: Ist der geforderte Druck im SUP-Board erreicht, stoppt die Pumpe automatisch, sodass kein Schaden am Board entstehen kann.

Ob elektrisch oder nicht: Eine Eigenschaft ist bei beiden Arten wichtig. Nachdem Sie das Board für den Sport genutzt haben und wieder nach Hause möchten, muss es natürlich auch wieder abgepumpt werden, insofern Sie von dem dann geringeren Packmaß profitieren möchten.

Ventil öffnen und drücken ist eine Lösung – allerdings eine recht langwierige und zum Teil anstrengende Aufgabe. Bequemer ist es da, wenn Ihr SUP-Zubehör dazu in der Lage ist, die Luft nicht nur ein-, sondern auch wieder abzupumpen.

Möchten Sie auf diesen Luxus nicht verzichten, sollten Sie beim Kauf also darauf achten, dass die Pumpe auch abpumpen bzw. absaugen kann.

sup-aufblasbar

Die Pumpe Luft absaugen lassen, zusammenrollen, fertig.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema SUP-Pumpe

Das Wichtigste wurde bereits erklärt, zwei Fragen möchten wir zum Abschluss trotzdem noch beantworten. Bei Ihnen bleiben dennoch Fragen offen? Nutzen Sie die Vergleich.org-Kommentarfunktion und schreiben Sie uns gerne an.

4.1. Ist ein aufblasbares SUP-Board schlechter als ein gewöhnliches?

Je höher der Druck im Board ist, desto stärker nähern sich die Eigenschaften auf dem Wasser denen eines normalen, nicht aufblasbaren SUP-Boards an.

Nichtsdestotrotz bleibt es dabei, dass die Schwimmeigenschaften eines normalen Boards zumindest in den meisten Fällen etwas besser sind als bei den aufblasbaren Modellen.

Hier müssen Sie also abwägen: Möchten Sie ein perfektes Verhalten des Boards auf dem Wasser? Dann sollten Sie ein normales Board wählen.

Können Sie in dieser Hinsicht jedoch Abstriche machen, weil Ihnen ein bequemes Lagern und ein leichterer Transport wichtiger sind? Dann ist das aufblasbare SUP-Board die richtige Wahl.

Stand Up Paddling Pumpe Test

Vor allem für Freizeitsportler sind die Unterschiede zwischen gewöhnlichen und aufblasbaren SUP-Boards marginal.

4.2. Hat die Stiftung Warentest einen SUP-Pumpen-Test gemacht?

Nein, bislang hat das Institut keinen SUP-Pumpen-Test gemacht und somit auch keinen SUP-Pumpen-Testsieger gekürt. Allgemein scheint die Trendsportart noch keine Beachtung gefunden zu haben, denn auch einen SUP-Board-Test sucht man bei der Stiftung vergeblich. Gleiches gilt übrigens für das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST, das sich diesem Thema bislang nicht gewidmet hat.

Auch wir können Ihnen einen solchen Test nicht bieten, verweisen aber gern noch einmal auf unseren SUP-Board-Vergleich.