Das Wichtigste in Kürze
  • Einbaulautsprecher lassen sich dezent und unauffällig in Wände und Decken integrieren. Zwei Produktkategorien werden unterschieden: Runde In-Ceiling-Lautsprecher verschwinden in der Decke und eignen sich auch bestens für die Installation in Gewerberäumen. Rechteckige In-Wall-Speakers lassen sich hervorragend für Hifi-Stereo- und Surround-Anlagen nutzen, ohne dass überall sperrige Kisten das Zimmer verstellen.
  • Die imprägnierten Einbaulautsprecher im Vergleich lassen sich auch in Feuchträumen einsetzen – besonders in Badezimmern sehr empfehlenswert. Spritzwassergeschützte Einbaulautsprecher lassen sich sogar direkt in der Nähe der Dusche integrieren.
  • Die besten Einbaulautsprecher punkten mit einer besonders guten klanglichen Abstimmung, die selbst ambitionierte Hifi-Lautsprecher im Holzgehäuse in den Schatten stellt. Besonders empfehlenswert für Netzwerk-Profis: Bluetooth-Einbaulautsprecher.

einbaulautsprecher-test
Über viele Jahrzehnte dominierten klobige Stand- und Regallautsprecher den Markt für Lautsprecherboxen. Erst mit dem Aufkommen der Dolby-Mehrkanaltechnik für das heimische Wohnzimmer wurden auch dank der eingesetzten Subwoofer die Gehäuseabmessungen immer kleiner. Mittlerweile werden auch Schallwandler für die Decken- oder Wandinstallation bei Kunden und Herstellern immer beliebter. Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten sehr vielfältig: Für die dezente Hintergrundbeschallung in Gastronomie oder Einzelhandel sind Einbaulautsprecher eine ebenso gute Lösung wie für die 7.1-Surroundanlage in den eigenen vier Wänden.

Auch für Smart-Home- und Multiroom-Anwendungen sind Lautsprecher für Wand und Decke im Jahr 2020 bestens gerüstet – nicht wenige überzeugen mit eingebautem Bluetooth-Modul und integriertem Verstärker. Spritzwasserschutz und ballwurfsichere Gitter machen Einbaulautsprecher outdoor-fähig und Funktechniken versprechen Musikgenuss ganz ohne Kabel. Welche Eigenschaften die unauffälligen Boxen sonst haben und was Sie beim Kauf unbedingt beachten sollten, erklären wir Ihnen in der folgenden Kaufberatung. Nutzen Sie unseren Ratgeber und küren Sie Ihren ganz persönlichen Einbaulautsprecher-Testsieger.

Sie wollen Ihre Audioanlage ersetzen und sind auch an Hifi-Komponenten zur Heimvernetzung interessiert? Dann dürften Ihnen die folgenden Vergleiche gefallen:

1. Wie unterscheiden sich In-Ceiling und In-Wall – Einbaulautsprecher für die Wand- oder Deckeninstallation?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Generell vorweg: Grundsätzlich lassen sich alle Einbaulautsprecher in der Horizontalen und Vertikalen installieren. Die unauffälligen Tarnboxen unterscheiden sich eher hinsichtlich der Form und Konstruktion und eignen sich deshalb besser oder schlechter für eine Wand- oder Deckeninstallation. Die auch als In-Wall- und In-Ceiling-Speakers bezeichneten Wand- oder Deckenlautsprecher gibt es für viele Einsatzszenarien. In der folgenden Gegenüberstellung fassen wir die wichtigsten Unterschiede für Sie zusammen:

Wandlautsprecher

wandeinbaulautsprecher

Deckenlautsprecher

deckeneinbaulautsprecher

  • häufiger viereckige Bauform
  • Hoch- und Tief-/Mitteltöner übereinander angeordnet
  • auch größere Membran-Durchmesser erhältlich
  • sehr guter Hifi-Stereoklang möglich
  • für Mehrkanal-Surroundsound in größeren Räumen geeignet
  • häufiger runde Bauform
  • koaxiale (gleichachsige) Anordnung von Hoch- und Tief-/Mitteltöner
  • besonders für Outdoor-Anwendungen und gewerbliche Zwecke geeignet
  • als Top-Boxen für 3D-Surround-Formate wie Dolby Atmos und DTS:X
  • sehr platzsparende Installation möglich
In-Wall-Speakers kommen den klassischen Hifi-Boxen am nächsten. Zwar erfordern Sie häufig mehr Einbaufläche, dafür integrieren sie auch große Tieftöner. Auch 3-Wege-Wand-Einbaulautsprecher sind keine Seltenheit und überzeugen mit gutem Bass. Als Frontlautsprecher in einer Heimkinoanlage aber nur in Verbindung mit externem Subwoofer empfehlenswert. Unter den Einbaulautsprechern mit geringer Einbautiefe und kleinen Außenmaßen befinden sich vornehmlich In-Ceiling-Speaker mit koaxialer Lautsprecheranordnung. Ein schmaler Rahmen reduziert die Sichtbarkeit auf die Membran. Günstige Modelle verfügen über Breitbandtreiber, wobei das Gros der Modelle mit einem 2-Wege-System ausgestattet ist. Eine absolute Seltenheit: 3-Wege-Deckenboxen.

Beim Einbau der Decken- und Wandlautsprecher sollten Sie einige Regeln beachten:

  1. Beachten Sie die Entfernung zum Verstärker. Achten Sie auf ausreichend lange Kabel und verlegen Sie gegebenenfalls Kabelkanäle.
  2. Nutzen Sie eine zweite, stabile Gipskarton-Trennwand als Schallwand. Vorhandene Gipskarton-Wände und -Decken schwingen häufig mit und trüben die Klangqualität. Außerdem stört der rückwärtige Schall schnell die Nachbarn.
  3. Achten Sie auf modellspezifische Einbautechniken. Manche Modelle werden mit dem Unterbau verschraubt, die meisten werden mithilfe eines Federbügels in die ausgesägte Wand- oder Deckenöffnung eingespannt.
  4. Füllen Sie das rückwärtige Volumen mit Mineralwolle, um Resonanzen zu unterbinden.
  5. Für besseren Tiefton können Sie den Einbaulautsprecher in ein rückwärtiges Gehäuse integrieren. Dieses verschwindet dann hinter der Decke oder Wand. Worauf Sie beim Gehäusebau achten sollten, wird Ihnen in folgendem Video erläutert:

Tipp: Generell lassen sich Einbaulautsprecher in tragende Betonwände und -decken integrieren. Aber: Empfehlenswert ist dies ausschließlich im Neubau. Sollten Sie Eigentümer eines bereits gebauten Hauses sein, so müssen Sie sich vor dem Aufstemmen von Wand und Decke ein Okay vom Statiker holen. Einbaulautsprecher in Beton zu integrieren, schützt Sie zwar vor eventuell klangschädlichen Schwingungen leichter Trockenbau-Wände, dennoch sollten Sie davon eher absehen. Trockbau-Wände aus Gipskarton sind flexibel und bei Bedarf schnell wieder abgebaut. Darüber hinaus stellen Sie gleich eine zweite, wärmeisolierende Trennwand dar: Rückwärtiger Schall kann dann einfach durch Dämmwolle absorbiert werden und stört nicht im Nachbarraum.

2. Das Wo und Wofür: Sollte der Einbaulautsprecher für den Einsatzzweck ausgewählt werden?

Musik, oder allgemeiner: Tonwiedergabe wird an vielen Orten und zu unterschiedlichen Zwecken gewünscht. Das hat auch Auswirkungen auf die erforderlichen Eigenschaften eines Lautsprechers. Wir listen die wichtigsten Kriterien auf, anhand derer sich unsere Einbaulautsprecher im Vergleich differenzieren.

Eigenschaft Beschreibung
Outdoor vs. Indoor Wichtige raumbezogene Kriterien:
  • Feuchtigkeits-/Spritzwasserschutz für den Einsatz in Badezimmer
  • Hitze- oder Kältebeständigkeit für den Einsatz in Sauna oder Garten
  • ballwurfsichere Lautsprecher-Abdeckungen für Sporthallen
  • Farbe, Form und Größe als ästhetische Faktoren
Stereo- vs. Surround Wichtige klangbezogene Kriterien:
  • für Sprach, Musik- und/oder Heimkinoanwendungen
  • als Front-/Main- oder Effektlautsprecher
  • mit oder ohne Subwoofer-Unterstützung
Kabel vs. Funk Wichtige anschlussbezogene Kriterien:
  • als Funk- oder kabelgebundener Lautsprecher
  • mit integriertem oder externem Bluetooth-/Funk-Modul

Kurzum: Ihren persönlichen Einbaulautsprecher-Testsieger sollten Sie nach dem Verwendungszweck bestimmen. Für das Badezimmer gilt: Gegen Feuchtigkeit imprägnierte Lautsprechermembranen und -sicken halten der hohen Luftfeuchtigkeit dauerhaft stand. Sollten Sie allerdings auch spritzwassergeschützte Einbaulautsprecher benötigen, achten Sie auf ein Modell mit International Protection Code.

Die sogenannten IP-Codes geben Ihnen den Schutzgrad an. Dadurch können Sie schnell überblicken, welche Wassermenge der Einbaulautsprecher ohne technischen Defekt übersteht. Beim aus zwei Ziffern bestehenden Code ist vor allem die zweite interessant. Je höher diese ist, desto stärker ist der Schutz gegen eindringendes Wasser. Die erste Ziffer macht hingegen Aussagen über den Schutz vor eindringenden Staub- und Schmutzpartikeln eines Gehäuses. Nähere Informationen zur IP-Schutzart finden Sie hier.

3. Technische Kriterien im Überblick: Welche Begriffe sollte man kennen?

einbaulautsprecher test lautstaerke

Verwirrende Begriffe: Der Belästigungsbereich wird als angenehme Lautstärke empfunden und umfasst auch die Zimmerlautstärke.

3.1. Lautsprecher-Prinzip – Viele Wege führen zu gutem Klang

Unter den Einbaulautsprechern im Vergleich dominierten die 2-Wege-Modelle. Als Weg wird ein definierter Frequenzbereich bezeichnet, der von gesonderten Lautsprechern in einer Lautsprecherbox übertragen wird.

Genau genommen ist der Begriff Lautsprecher insofern irreführend, als er im Alltagssprachgebrauch die ganze Lautsprecherbox bezeichnet. Tatsächlich besteht aber eine Box aus mehreren Lautsprechern. Die häufigsten Konstruktionstypen unter den verglichenen Modellen:

  • Breitbandlautsprecher: Unüblich ist auch die Bezeichnung 1-Weg-Lautsprecherbox. Dabei werden alle Frequenzen von nur einem Lautsprecher wiedergegeben. Vorteilhaft ist die einfache Konstruktion und geringe Materialaufwand. Nachteilig wirkt sich ein Breitbandlautsprecher auf den Klang aus. Vor allem den Hochtonbereich von Audioaufnahmen kann die Universalmembran nicht fein genug reproduzieren. Für Sprache und Hintergrundmusik in der Küche oder Badezimmer in Ordnung, einen vollwertigen Musik- oder Heimkinolautsprecher ersetzen Breiband-Konstruktionen eher nicht.
  • 2-Wege-Lautsprecher: Hier wird der Übertragungsbereich in zwei unterschiedliche Frequenzbänder getrennt. Verantwortlich dafür ist eine Frequenzweiche im Lautsprecher. Meist werden hohe Frequenzen an einen kleinen Hochtöner mit 20-25 mm Durchmesser delegiert, wohingegen mittlere und tiefe Frequenzen von einem gesonderten Lautsprecher mit 100-200mm Durchmesser wiedergegeben werden. Die Arbeitsteilung steigert die Klangqualität erheblich: Beste Voraussetzungen für Musik- und Heimkinowiedergabe.
  • 3-Wege-Lautsprecher: Wie beim 2-Wege-Lautsprecher, aber mit dem Unterschied, dass die Frequenzweiche drei Bänder trennt: Hoch-, Mittel- und Tieftonbereich. 3-Wege-Boxen verfügen über einen zusätzlichen großen Basslautsprecher. Bei Einbaulautsprechern ist auch ein fein abgestimmter Mitteltonlautsprecher nicht unüblich.

3.2. Belastbarkeit – Wie viel Strom kann ein Lautsprecher vertragen?

Stückpreis vs. Paarpreis

Achten Sie auf die Verpackungseinheit, wenn Sie Einbaulautsprecher kaufen. Bei manchen Herstellern bezieht sich der Preis auf eine einzelne Box. Andere Hersteller zeichnen Ihre Modelle gleich paarweise aus.

Lautsprecherboxen haben keine Leistung! Da die Schallwandler elektrischen Strom im Schallenergie wandeln, verfügen sie über eine elektrische Belastbarkeit. Die Leistung wird von einem Verstärker zur Verfügung gestellt, dessen Leistungswerte wie die Belastbarkeitswerte der Lautsprecher in der Einheit Watt angegeben werden.

Generell interessiert nur die sogenannte Nennbelastbarkeit: Ermittelt wird diese durch eine standardisierte Messung, bei der dem Lautsprecher ein Tonsignal zugeführt wird, das den gesamten vom Menschen wahrnehmbaren Frequenzbereich beinhaltet. Kann der Lautsprecher dieses Signal über einen längeren Zeitraum ohne Verzerrungen wiedergeben, wird die dauerhaft zugeführte Energie als Sinus- oder Nennbelastbarkeit angegeben.

Hinweis: Leistung eines Verstärkers und Belastbarkeit einer Box müssen keine identischen Werte aufweisen. Wichtig ist der Zusammenhang zwischen der Leistung eines Verstärkers und dem erzielbaren Pegel eines Lautsprechers. Beispiel: Ein Einbaulautsprecher benötigt zum Erzeugen einer Lautstärke von 80 Dezibel (dB) ca. 5–10 Watt. Eine Verdoppelung der Lautstärke entspricht einem Pegelanstieg von 6 dB. Für einen Pegel von dann 86 dB benötigt derselbe Lautsprecher viermal mehr Leistung: also 20–40 Watt.

3.3. Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad von Lautsprechern gibt Aufschluss über das Verhältnis von Leistungszufuhr und der erzielbaren Lautstärke. Gemessen wird wie folgt: Einem Einbaulautsprecher wird eine Frequenz von 1 KHz mit 1 Watt elektrischer Leistung zugeführt. Einen Meter von den Lautsprecherboxen entfernt wird die Lautstärke mit einem Mikrofon gemessen: Das Resultat in Dezibel wird als Wirkungsgrad bezeichnet.

kabelquerschnitt beim einbaulautsprecher-test

Einbaulautsprecher-Anschlüsse: Bis zu 4 mm² Kabelquerschnitt lässt sich problemlos benutzen.

Wirkungsgradstarke Boxen benötigen weniger Leistung zur Erzeugung eines vorab definierten Lautstärke-Pegels. Wirkungsgradstarke Boxen bringen meist über 90 Dezibel, wohingegen wirkungsgradschwache Schallwandler die 90 Dezibel-Grenze nicht erreichen. Wichtig: Die Angabe macht keine Aussagen über die Qualität einer Box. Sie können anhand der Angabe nur besser einschätzen, wie leistungsstark Ihr Verstärker sein sollte, um auch hohe Pegel erzeugen zu können.

3.4. Übertragungsbereich – Vom feinsten Summen bis zum bitteren Bass

Als Übertragungsbereich wird das Frequenzspektrum bezeichnet, das ein Lautsprecher ohne nennenswerte Lautstärkeunterschiede (±3 dB) wiedergeben kann. Wichtig ist hier die untere und obere Grenzfrequenz. Ein idealer Verlauf entspricht in etwa den vom Menschen wahrnehmbaren Frequenzen: 20Hz–20.000Hz.

Viele Lautsprecherboxen können auch wesentlich höhere Töne wiedergeben. Problematischer wird es am unteren Ende: Zur Erzeugung tiefer Bässe muss viel Luft in Bewegung gesetzt werden, wofür viel Membranfläche nötig ist. Hier schwächeln die Einbaulautsprecher. Ein externer Subwoofer kann hier helfen. Der Clou: Tiefe Frequenzen lassen sich im Gegensatz zu mittleren und hohen Tönen kaum präzise orten. Deshalb sind Sie in der Platzwahl für den externen Tieftonlautsprecher relativ flexibel.

3.5. Aktiv-/Passiv – Einbaulautsprecher mit oder ohne integrierten Verstärker?

Ein Verstärker muss nicht immer in einem separaten Gehäuse stecken und mit Kabel angeschlossen werden. Viele allem Funklautsprecher verfügen bereits über einen integrierten Verstärker. Einbaulautsprecher mit WLAN sind bisher noch eher die Ausnahme. Bluetooth-Einbaulautsprecher erobern allerdings mehr und mehr Marktanteil.

Die kabellosen Bluetooth-Lautsprecher benötigen statt der Verbindung zum Verstärker eine Netzstromverbindung. Vor allem für Multiroom-Anwendungen eignen sich die kabellosen Netzwerk-Einbaulautsprecher ganz besonders gut. Allerdings erfordert das Mehr an Technik und Funktionen gewisse Vorkenntnisse vom Benutzer.

Auch die Fehlerquellen erhöhen sich durch zunehmende technische Feinheiten. Hier sollten Sie gut überlegen, ob Sie Netzwerk- und Verstärkertechnik nicht lieber an ein externes Gerät delegieren, denn im Schadensfall ist das Ausbauen und Ersetzen von Einbaulautsprechern in einer abgehängten Decke umständlich und zeitaufwändig.

einbaulautsprecher test

3.6. Impedanz – Der elektrische Widerstand im Wechselstromkreis

Der elektrische Wechselstromwiderstand wird auch Impedanz genannt und in der Einheit Ohm angegeben. Aus elektrotechnischer Perspektive ist Musik ein Wechselstrom mit wechselnder Frequenz und Spannung. Die wechselnden Frequenzen und Spannungen gehen mit unterschiedlichen elektrischen Widerständen im Stromfluss einher, weshalb Lautsprecher-Hersteller die Widerstandswerte in der komplexen Verhältnis-Größe Impedanz zusammenfassen.

Hifi-Lautsprecher haben oft eine feste Impedanz zwischen 4 und 8 Ohm. Fast alle Verstärker können heutzutage mit diesen Impedanzwerten umgehen. Falls Sie über einen relativ leistungsschwachen Verstärker verfügen, könnte sich aber die Anschaffung eines 4-Ohm-Einbaulautsprechers lohnen: Lautsprecher mit geringer Impedanz erzielen höhere Lautstärken bei gleicher Leistungszufuhr.

koaxiale bauweise beim einbaulautsprecher-test

Koaxialer Aufbau: Hochtöner und Tief-/Mitteltöner auf gleicher Achse.

Beachten Sie: Röhrenverstärken besitzen sogenannte Übertrager an der Ausgangstufe. 4-Ohm- und 8-Ohm-Einbaulautsprecher besitzen deshalb eigene Anschlüsse. Doch was tun, wenn ein 6 Ohm-Lautsprecher angeschlossen werden soll? Ganz wichtig: Schließen Sie einen Lautsprecher mit geringer Impedanz niemals an einen Verstärkerausgang für hochohmige Boxen an. Denn wenn Sie beispielsweise einen 4-Ohm-Einbaulautsprecher am 8 Ohm-Ausgang eines Röhrenverstärkers betreiben, können die Geräte Schaden nehmen.

Umgekehrt lassen sich aber die 8-Ohm-Einbaulautsprecher im Vergleich auch am 4-Ohm-Verstärkeranschluss betreiben. Deshalb sollten Sie eine 6-Ohm-Box unbedingt am 4-Ohm-Anschluss betreiben, denn die mittlere Lautsprecherimpedanz sollte den Wert des Verstärkers nicht unterschreiten – auch nicht beim Transistorverstärker.

3.7. Besonderheiten – Hochtöner mit verschiedenen Funktionen

Die Hochtöner werden bei vielen Herstellern mit besonderen Aufgaben betraut. Unterschieden werden drei Techniken:

  1. Schwenkbare Hochtöner: Gerade Deckenlautsprecher profitieren vom Schwenkmechanismus, denn dadurch lassen sich hohe Töne besser zur Hörposition ausrichten. Hohe Töne lassen sich nämlich präzise orten. Die perfekte Position zwischen Hörer und Lautsprecher wird auch als Sweet Spot bezeichnet.
  2. Doppelhochtöner: Besonders High-End-Einbaulautsprecher nutzen zwei Hochtöner. Entweder dient der zweite Tweeter als Unterstützung und erzeugt bei Bedarf ein breiteres Hochtonspektrum, oder er wird zur Erzeugung von Stereofonie mit nur einer Lautsprecherbox genutzt. Dabei werden die Signale des linken und rechten Kanals mit dem Doppelhochtöner-Einbaulautsprecher verbunden.
  3. Hochtöner mit Pegelanpassung: Verschiedene Räume – verschiedene Klangcharakteristika: Für die raumgerechte Klangoptimierung arbeiten viele Modelle mit einer manuellen Schaltung zur Lautstärkeanpassung des Hochtöners.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Einbaulautsprecher

4.1. Wasserdichte Einbaulautsprecher! Gibt es sowas?

sony-wasserfeste-lautsprecher

Sony XS-MP 1611 mit IPX5-Schutz: Für besten Sound auch auf hoher See.

Bei Einbaulautsprechern wird zwischen feuchtraumtauglichen und spritzwassergeschützten Modellen unterschieden. Einbaulautsprecher für feuchte Räume werden imprägniert. Membran, Gummisicke und Chassis sind gegen Schäden durch Luftfeuchtigkeit gewappnet, mit Wasser sollten sie aber nicht in Berührung kommen. Anders bei Einbaulautsprechern mit Spritzwasserschutz: Hier sind die Lautsprechergehäuse auch gegen eindringendes Wasser geschützt. Wie viel Wasser der Lautsprecher verträgt, können Sie dem IP-Code entnehmen.

Der Sony Einbaulautsprecher in der nebenstehenden Abbildung mit Spritzwasserschutz der Klasse IPX5 ist beispielsweise für die Seefahrt geeignet. Ein noch vergleichsweise geringes Angebot gibt es unter den wasserdichten Unterwasserlautsprechern. Vornehmlich für den Einsatz in Badeanstalten und Swimming-Pools gibt es aber auch in dieser Kategorie kostengünstige Modelle – wie beispielsweise den SUB 30 von AQ-AQUA.

4.2. Was ist ein Koaxial-Lautsprecher?

Besonders bei Platzmangel: Koaxial-Lautsprecher sind clever konstruierte Mehr-Wege-Boxen. Clever ist die Anordnung, denn beim koaxialen Aufbau werden Hochtöner und Tief-/Mitteltöner direkt aufeinander statt übereinander gesetzt. Der geometrische Begriff koaxial bedeutet „gleichachsig“. Koaxiale Einbaulautsprecher sparen werden des geringen Durchmessers zwar Platz in der Breite, müssen aber oft mit etwas mehr Spielraum in der Tiefe eingebaut werden.

4.3. Belastbarkeit von Lautsprecher: Was bedeutet RMS?

Root Mean Square ist der englische Begriff für „quadratisches Mittel“. Die Belastbarkeit eines Lautsprechers als Effektiv- oder RMS-Wert angegeben, resultiert aus einer standardisierten Messung mit enormen Praxisbezug. Die gemessenen Werte zur RMS-Belastbarkeit geben Ihnen Aufschluss darüber, welche Leistung Ihr Lautsprecher über einen längeren Zeitraum bei hoher Lautstärke verkraften kann, ohne dabei Schaden zu nehmen.

Abzugrenzen ist die RMS-Belastbarkeit von Angaben zur Maximalbelastbarkeit, die weder aus einer standardisierten Messung hervorgehen noch eine praktische Bezugsgröße sind. Maximalwerte werden häufig von den Marken zur Erhöhung der Wattangaben für Marktingzwecke angegeben.

4.4. Einbaulautsprecher bei der Stiftung Warentest

Wand- und Deckeneinbaulautsprecher hat das größte deutsche Testmagazin bisher vernachlässigt. Dafür testeten die Kollegen von der Stiftung Warentest in der Ausgabe 12/2016 aktuelle Funk- und netzwerkfähige Lautsprecher auf Herz und Nieren. Die Multiroom-Lösungen im Test überzeugen zwar mit jeder Menge multimedialer Technik, sind aber allesamt nicht für den Einbau in Wand und Decke geeignet. Sollten Sie aber am Thema Smart-Home und Heimvernetzung interessiert sein, empfehlen wir Ihnen die Lektüre des Artikels.

Bildnachweise: tomasz-be/shutterstock, Jr_images/shutterstock (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

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