Das Wichtigste in Kürze
  • Wenn Sie den Platz in Ihrer Küche optimal nutzen und nicht mit unnötig vielen separaten Geräte zustellen möchten, empfehlen wir Ihnen den Kauf einer Einbau-Kühl-Gefrierkombination. Diese lässt sich perfekt in Ihre Küchenzeile integrieren und sticht optisch somit nicht störend heraus.
  • Beim Kauf ist zunächst vor allem auf zwei Aspekte zu achten: das Volumen und der Stromverbrauch. Je größer die Familie oder die Wohngemeinschaft, desto mehr Platz sollte auch Ihre Kühl-Gefrierschrank-Kombi haben. Bei einem Single- oder Zwei-Personen-Haushalt kann die Kühl-Gefrierkombination hingegen auch klein ausfallen, womit ein Gesamtvolumen von unter 200 Litern gemeint ist.
  • Der Stromverbrauch als zweites dominantes Kaufkriterium entscheidet wiederum, wie viel Geld Sie jährlich für den Betrieb Ihres Wunschgeräts ausgeben müssen. Und das ist kein Kleingeld: Je nach Gerät variiert der Stromverbrauch von unter 40 bis über 80 Euro, womit sich im Extremfall mehr als 40 Euro im Jahr sparen lassen. Was womöglich nach gar nicht so viel klingt, addiert sich über all die Jahre, die der Kühlschrank in Ihrer Küche steht, zu einer stattlichen Summe.

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Im Laufe der Zeit erweitern wir unsere Küchenmöbel häufig und so kommt es vor, dass zum vorhandenen Kühlschrank auch eine Gefriertruhe hinzukommt. Deutlich effizienter und platzsparender sind hingegen Kühl-Gefrierkombinationen und so verwundert es nicht, dass laut einer Statistik (veröffentlicht von VuMA) fast jeder Zweite in Deutschland ein solches Gerät besitzt. Neben den freistehenden Modellen gibt es auch den Einbaukühlschrank mit Gefrierfach, der sich nahtlos in Ihr Küchenmobiliar einfügt.

Diesem speziellen Typen haben wir uns in unserem Einbau-Kühl-Gefrierkombinations-Vergleich 2020 verschrieben. Neben den besten Einbau-Kühl-Gefrierkombinationen aus unserer Produkttabelle stellen wir Ihnen in unserer Kaufberatung alle wesentlichen Informationen rund um das Thema Einbaukühlkombination vor. Dabei erfahren Sie unter anderem, wie viel Geld Sie durch besonders sparsame Modelle sparen können, wie leise besonders stille Geräte sein können und wie viele Ablagefächer sinnvoll sind.

1. Der Verbrauch: Wie viel lässt sich mit sparsamen Geräten im Jahr sparen?

Kühl halten alle Kühlschränke, deswegen haben wir uns bei der Betrachtung der Leistungsdaten zunächst einmal auf den Stromverbrauch der Kühlschrank-Gefrierkombinationen konzentriert.

Dabei haben wir herausgefunden: Im Verbrauch verursachen günstige Einbau-Kühl-Gefrierkombinationen Kosten von nur knapp 40 Euro pro Jahr – Geräte mit schlechterer Effizienz bringen es häufig auf 60 bis 70, im Extremfall gar auf über 80 Euro pro Jahr. Das bedeutet, Sie können im günstigsten Fall über 40 Euro pro Jahr sparen. Eine Summe, die nach beispielsweise zehn Jahren bereits auf über 400 Euro angewachsen sein kann.

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Über die Jahre können Sie stolze Geldbeträge sparen, wenn Sie auf ein besonders sparsames Haushaltsgerät setzen.

Eine Kühl- und Gefrierkombination der Energieeffizienzklasse A+++ ist besonders sparsam im Verbrauch. Der Unterschied zwischen A+ und A++ fällt in der Regel nicht mehr so groß aus, meistens können hier nur fünf bis zehn Euro im Jahr gespart werden. Doch Vorsicht: Obwohl das A+ bereits eine hohe Effizienz suggeriert, können hier Geräte auftauchen, die mit 290 kWh/Jahr hohe Kosten verursachen.

Jahr Geschätzte Gesamtersparnis nach Jahren Mögliche Anschaffungen durch das Ersparte
1 40 Euro 1 – 2 Gesellschaftsspiele
2 80 Euro hochwertiger Standmixer
3 120 Euro Familienausflug ins Thermal-/Erlebnisbad
5 200 Euro Einstiegslaptop
7 280 Euro kleiner bis mittelgroßer Kleiderschrank
10 400 Euro Frühbuchertickets nach Thailand

2. Das Fassungsvermögen: Sind 270 Liter das Maximum?

Ruhig wie die Nacht

Da die Konzentrationsstörungsschwelle bei 40 dB liegt, ist die Lautstärke der Kühlschränke besonders spannend, denn sie liegt genau in diesem Bereich. Während Geräte mit rund 35 dB also eher einem Flüstern entsprechen, sind solche mit über 40 dB bereits so vernehmbar wie leise Musik.

Beim Fassungsvermögen gilt es, auf zwei Aspekte zu achten: Für wie viele Personen sollen Lebensmittel in der der Kühlgefrierkombi gelagert werden und wie soll das Verhältnis von Kühlschrank- zu Gefrierfachvolumen ausfallen?

Die gute Nachricht: Auch kleinere Gefrier-Kühlkombinationen bieten einigen Platz. Allerdings reicht ein Fassungsvermögen von knapp 200 Litern tendenziell „nur“ für eine dreiköpfige Familie.

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Sollen die Lebensmittel alle ihren angestammten Platz zum Kühlen erhalten, sollte das Kühlschrankvolumen nicht zu klein ausfallen.

Leben (deutlich) mehr Personen im Haushalt, sollte auch das Fassungsvermögen Ihres persönlichen Einbau-Kühl-Gefrierkombinations-Testsiegers entsprechend größer ausfallen. Für vier- bis fünfköpfige Familien kann je nach Konsumverhalten ein Gerät mit rund 220 bis 230 Litern ausreichen, für noch mehr Nutzer empfehlen wir hingegen ein Produkt mit 250 bis 270 Litern.

Praktisch: Wenn Sie wissen oder nachschauen können, wie viel Fassungsvermögen Ihr alter Kühlschrank aufweist, können Sie davon ableiten, ob Sie eine größere oder kleinere Kühlschrank-Gefrierkombi benötigen.

Sie kochen gerne, oft und frisch? Dann ist ein besonders großes Kühlschrankfach wichtig. Circa 175 bis über 200 Liter sind hier gute Werte, die viel Stauraum versprechen.

Oder sind Sie ein Fan von Tiefkühlpizza und wollen nach einem langen Tag immer genügend Fertiggerichte zum Stillen des Hungers zur Hand haben? Dann ist wiederum ein besonders großes Gefrierfach sinnvoll, das gerne zwischen 60 und rund 75 Litern Fassungsvermögen aufweisen darf.

3. Die Anzahl der Ablagen: Mehr Fächer helfen dabei, den Platz im Innern optimal auszunutzen

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Bei kleineren Kühl-Gefrier-Kombinationen reichen im Kühlschrank auch drei Ablagemöglichkeiten. Die Gefrierfächer bieten in aller Regel zwei Ablagefächer.

Die wenigsten Lebensmittel unseres täglichen Gebrauchs sind besonders sperrig verpackt oder weisen eine überdurchschnittliche Höhe auf. Die wohl höchsten Produkte, die zudem unter Umständen auch nicht liegend gelagert werden sollten, sind (offene) Flaschen oder Milchtüten.

Das heißt, dass die Ablagefächer im Normalfall nicht besonders hoch sein müssen, da ansonsten nur unnötig Raum vergeudet wird. Und das heißt außerdem, dass genügend Ablagefächer vorhanden sein sollten, um die Abstände nicht zu groß werden zu lassen.

Doch wie viele Fächer sollen es nun sein? Das variiert ein wenig und hängt vom Volumen des Kühlschranks ab. Ein kleinerer Kühlschrank benötigt natürlich weniger Ablagen als ein großer.

Praktisch für Familien oder WGs: Ablagefächer helfen nicht nur bei der optimalen Ausnutzung des Kühlschrankvolumens, sie helfen auch dabei, eine Ordnung zu kreieren und einzuhalten, wenn mehrere Personen womöglich separate Fächer nutzen möchten.

Wir stellen folgende Faustregel auf: Bei einem reinen Kühlschrankvolumen von rund 200 Litern (ohne das Volumen des Gefrierfachs) sollten es im Idealfall mindestens drei bis vier Ablagen sein. Ein fünfter Einlegeboden kann natürlich nicht schaden, zumal er sich ja auch einfach herausnehmen lässt, wenn die Unterteilung ansonsten zu kleinteilig gerät.

Bei rund 150 Litern Kühlschrankvolumen sind drei Fächer oft ausreichend.

4. Welches ist die optimale Position für das Gefrierfach?

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Die übliche Aufteilung: Das Gefrierfach ist unten, da es von vielen Menschen deutlich seltener genutzt wird als der Kühlschrank.

Die Position des Gefrierfachs ist eine kleine Glaubensfrage. Praktisch ist es natürlich, wenn es sich oben befindet, allerdings heißt das im Umkehrschluss, dass der Kühlschrank weiter unten ist und man sich für die weiter unten gelegenen Regale tief bücken muss.

Da wir den Kühlschrank in einer Kühl- und Gefrierkombi in der Regel öfter nutzen als das Gefrierfach, ist es oft ratsam, ein Gerät zu kaufen, bei dem das Gefrierfach unten angebracht ist. Solch eine Konstruktion lässt sich zum Beispiel bei vielen Samsung- oder Siemens-Kühl-Gefrierkombinationen finden (Geräte-Typen BRB2G0135WW und KI87SAD40 iQ500). Auch die Bosch-Kühl-Gefrierkombination KIS77AD40 Serie 6 kann als Beispiel herhalten.

Wenn Sie beim Einbau-Kühlschrank mit Gefrierfach jedoch häufiger das Gefrierfach nutzen, sind sie gut beraten, wenn dieses oben positioniert ist. Tiefkühlpizza-Fans müssen sich so nicht immer bücken, um das Essen herauszuholen.

Sie haben aktuell schon einen Kühlschrank mit Gefrierfach, wollen aber einen neuen kaufen? Dann achten Sie im Alltag auf Ihr Nutzungsverhalten und fragen Sie sich währenddessen, ob es Ihnen besser gefallen würde, wenn das Gefrierfach in Ihrem neuen Einbaukühlschrank woanders positioniert wäre.

So können Sie zielsicher die ergonomisch günstigste Einbau-Kühl-Gefrierkombination für Ihr Zuhause finden!

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Sie kochen viel vor und frieren das Essen dann gerne ein, um lange davon zehren zu können? Unter diesen Umständen kann es auch sinnvoll sein, wenn das Gefrierfach oben ist.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Einbau-Kühl-Gefrierkombination

Willkommen am Ende unseres Einbau-Gefrierkombinations-Vergleichs 2020! Bevor Sie die hier zusammengetragenen Informationen nutzen, um sich die für Sie beste Kühl-Gefrier-Kombi zu sichern, beantworten wir Ihnen noch zwei Fragen, die für viele Kaufinteressierte relevant sein können. Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, können Sie sich über die Kommentarfunktion gerne an uns wenden.

5.1. Lohnt sich der Kauf eines Side-by-Side-Kühlschranks?

Side-by-Side-Kühlschränke sind in den USA sehr weit verbreitet, hierzulande aber eher als Luxus betrachtet. Sie verfügen über eine zweite Tür, die neben der ersten angebracht ist. Dementsprechend müssen die Hersteller Ihre Geräte breiter machen. Das kann für die Nutzung sehr angenehm sein, allerdings nehmen solche Kühlschrank-Kombis auch überdurchschnittlich viel Platz weg.

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Side-by-Side-Kühl-Gefrierkombination: Majestätische Erscheinung und viel Platz im Innern – allerdings wird auch entsprechend viel Raum in der Küche eingenommen.

Damit Sie sich darüber klar werden können, ob Sie eine Einbau-Kühl-Gefrierkombination kaufen wollen, die in Side-by-Side-Art gehalten ist, haben wir Ihnen die Vor- und Nachteile dieses speziellen Typs im Vergleich zur gewöhnlichen Kühlkombination aufgelistet.

  • größer und voluminöser: Kann sich vor allem für Großfamilien lohnen
  • bessere Ordnung und Strukturierung der Lebensmittel möglich
  • optisch häufig ein willkommener Hingucker: Kühlschrank als ästhetisches Element
  • platzraubend
  • höhere Betriebskosten
  • oft erst bei Familien ab vier bis fünf Personen lohnenswert

5.2. Hat die Stiftung Warentest bereits einen Einbau-Kühl-Gefrierkombinations-Test durchgeführt?

Tatsächlich hat die Stiftung erst im Jahr 2018 einen großen Einbau-Kühl-Gefrierkombinations-Test gemacht und im Zuge dessen auch andere Kühlschrank-Kategorien getestet.

Das Ergebnis: Bei den Einbaukühlkombinationen schnitten gleich sieben Produkte mit der Note gut ab, keines jedoch erhielt ein sehr gut.

Unter den ersten fünf Plätzen tummelten sich mit Liebherr, AEG, Bosch, Siemens und Neff bekannte Marken.

Die beiden weiteren Produkte mit der Note gut wurden wiederum von Siemens gestellt, womit das Unternehmen gleich drei Modelle in die Top 7 des Einbau-Kühl-Gefrierkombinationen-Tests gebracht hat.

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Nicht jede Kühl-Gefrierkombination konnte dem kritischen Blick der Stiftung Warentest standhalten.

Doch auch mit ausreichend wurden fünf Geräte bewertet. Besonders negativ fallen hier die Marke Beko, die gleich zweimal in den Flop 5 auftaucht, und eine Ikea-Gefrierschrank-Kombi, die den letzten Platz belegt, auf.