Das Wichtigste in Kürze
  • Zarte Bio-Haferflocken schnitten in der letzten Untersuchung des Ökotest-Magazins meist besser ab als konventionell angebaute Haferflocken. Sie waren weniger stark mit Mineralöl, Schimmelpilz oder Nickel belastet.

1. Macht ein Bio-Siegel bei Haferflocken einen Unterschied?

Viele Fragen sich, ob bio überhaupt einen Unterschied macht. Manche sind sogar der festen Überzeugung, dass dem nicht so ist und zarte Bio-Haferflocken reine Geldmacherei. Wir können Ihnen sagen, bio macht auf jeden Fall einen Unterschied, die Frage ist nur, ob Sie diese Unterschiede bei feinen Haferflocken wertschätzen.

Die EG-Öko-Verordnung legt fest, wie Hafer angebaut werden muss, damit er letztlich das Bio-Siegel tragen darf. Laut diesem Regelwerk ist der Gebrauch von synthetischen Spritz- und Düngemitteln beim Anbau des Hafers verboten. Es dürfen zwar Präparate eingesetzt werden, diese müssen aber organischen oder mineralischen Ursprungs sein, wie zum Beispiel Kupfer. Diese Regeln werden auch überprüft, dafür findet mindestens einmal im Jahr eine Kontrolle der Höfe statt: der Zarte-Haferflocken-Test für die Einhaltung der Bio-Regeln.

2. Zarte-Haferflocken-Test von Ökotest – Bio-Haferflocken weniger mit Schadstoffen belastet?

Dieser Unterschied zwischen bio und konventionell macht sich in möglichen Rückständen im Lebensmittel bemerkbar: Bio-Produkte zeigen meist keine Rückstände von Spritzmitteln. Das kann in Einzelfällen natürlich anders sein.In der Regel sind Bio-Produkte aber frei davon und das bestätigen auch regelmäßig Tests von Verbrauchermagazinen wie Stiftung Warentest oder Ökotest.

Im aktuellen Zarte-Haferflocken-Test von Ökotest aus dem Jahr 2020 schneiden Bio-Haferflocken besser ab, als konventionelle. Die meisten Bio-Haferflocken bekamen die Note „gut“ oder „sehr gut“. Wenngleich nur ein konventionelles Produkt Glyphosat-Spuren enthielt, so zeigten Bio-Haferflocken im Schnitt weniger Verunreinigungen durch Mineralöl-Rückstände, Schimmelpilzsporen und Nickel. Zarte Haferflocken mit Bio-Siegel zu kaufen, kann sich also zusätzlich für Gesundheit und Natur auszahlen.

3. Was sind Haferflocken (kleinblatt) und wie werden sie hergestellt?

Hafer wird seit mindestens 5.000 Jahren angebaut und gedeiht besonders gut in kühlem und feuchtem Klima. Daher ist das Getreide bei uns in Mitteleuropa und im skandinavischen Norden gut bekannt und beliebt.

Hafer reift mit einer Samenschale um das Korn, der Spelze, heran. Hafer enthält von sich aus kein Gluten und trotzdem, um zarte Haferflocken glutenfrei zu bekommen, müssen Landwirte und Hersteller ganz besonders darauf achten, keine fremden Ernte- oder Kornreste von anderem Getreide wie Weizen im Mähdrescher oder der Getreidemühle zu haben. Das gilt für alle glutenfreien Haferflocken in unserer Vergleichstabelle, wie die glutenfreien zarten Haferflocken von Kölln oder die glutenfreien Haferflocken von KoRo. Der Hersteller Bauckhof ist mit normalen und glutenfreien Haferflocken vertreten.

Zur Herstellung von Haferflocken muss der Hafer also zuerst entspelzt werden, übrig bleibt am Ende das volle Haferkorn, intakt mit Samenhülle und Embryo. Diese vollen Körner werden dann zu Haferflocken weiterverarbeitet.

Dazu werden die Haferkerne direkt gepresst, für kernige Großblatt-Haferflocken, oder vor dem Pressen noch grob zerkleinert, für Kleinblatt-Haferflocken (zart). So sind auch zarte Haferflocken, trotz ihrer sanften Erscheinung, aus Vollkorn.

Tipp: Bio-Haferflocken sind nicht unbedingt teurer. Vergleichen Sie die Produkte in der Tabelle, um Ihren Favoriten zu finden.

zarte-haferflocken-test

SONNENSEITE sagt zu unserem Vergleichssieger

Ergänzend zu unserem Vergleich empfehlen wir Ihnen folgende Zarte Haferflocken Tests: