Das Wichtigste in Kürze
  • Weißweinessig, auf italienisch Aceto di Vino Bianco, wird Frische, Leichtigkeit und fruchtiges Aroma zugeschrieben. Damit passt Weißweinessig zu Rezepten der sommerlichen Küche besonders gut. Beispielsweise zu hellem Fleisch, Marinaden, Sommersalaten, Dressings oder Süßspeisen. Für selbstgemachte Mayonnaisen, Digetifs oder Aperitifs empfehlen wir Ihnen Produkte mit biologischen Zutaten. Die Haltbarkeit von Weißweinessig beträgt ungeöffnet mehrere Jahre. Eine angebrochene Flasche sollten Sie kühl und trocken lagern und innerhalb einiger Monate verbrauchen.

1. Wie wird Weißweinessig hergestellt?

Sowohl Weißwein- als auch Rotweinessig basiert auf Wein, dessen Alkohol in Verbindung mit Sauerstoff zu Essig vergärt. Die Lagerung des fertigen Essigs erfolgt optimalerweise in Holzfässern. Wie bei einem guten Wein benötigt auch das Reifen und die Lagerung des Essigs entsprechend Zeit. Wenn Sie einen vollmundigen, weniger saueren Essig möchten, achten Sie bei der Auswahl darauf, ob er im Holzfass gereift ist.

Mit Essigbakterien, der sogenannten Essigmutter, die dem Wein zugesetzt wird, lässt sich der Gärungsprozess beschleunigen. Bei noch nicht ganz ausgegärten Essigen kann sich im Nachhinein noch eine Essigmutter bilden, die Sie als Trübung oder Fäden im Essig erkennen. Diese sind jedoch für den Geschmack unerheblich und unbedenklich. Wenn Sie das Risiko der Nachgärung vermeiden möchten, kann ein im Holzfass gereifter Weißweinessig für Sie die richtige Wahl sein.

Konservierungsstoffe wie Sulfite, die aus Schwefeldioxid hergestellt werden, sollen für längere Haltbarkeit sorgen. Sowohl Konservierungsstoffe als auch das je nach Weinsorte enthaltene Schwefeldioxid können allergische Reaktionen hervorrufen. Wenn Sie allergene Stoffe vermeiden möchten, wählen Sie aus unserem Vergleich für Weißweinessig Produkte ohne Zusatzstoffe. Achten Sie vor dem Gebrauch zudem auf den Schwefeldioxid-Gehalt des verwendeten Weines, sofern auf dem Etikett angegeben.

2. Was zeichnet einen qualitativ hochwertigen Weißweinessig aus?

Die Qualität von Weißweinessig wird bestimmt durch den verwendeten Wein. Der beste Weißwein ist Grundlage für den besten Weißweinessig. Achten Sie, wenn Sie einen hochwertigen Weißweinessig kaufen möchten, darauf, dass die Rebsorte oder der verwendete Wein angegeben wird, beispielsweise Chardonnay, Riesling oder Grüner Veltiner. Dadurch können Sie ein Produkt basierend auf zusammengemischten Weinresten vermeiden. Die Lagerung in Holzfässern verleiht dem Essig zudem ein vollmundiges Aroma, denn der Essig kann im Holzfass nachreifen.

Weißweinessig darf nur aus Traubenwein heller Trauben hergestellt werden, was Wein ist, wird durch das Weingesetz definiert. Essig aus Weißwein sollte mindestens einen Säureanteil von 6% haben und kann unter Umständen bis zu 0,5% Restalkohol enthalten. Dadurch, dass Essig oft nur in geringen Mengen als Würze verwendet wird, ist der Genuss auch für Kinder und Schwangere unbedenklich.

Ein hoher Energiegehalt oder ein hoher Zuckeranteil lässt unter Umständen darauf schließen, dass Traubensaft oder Aromastoffe dem Essig beigesetzt wurden. Wenn Sie einen Essig mit rund 20 kcal pro 100 ml auswählen, dann ist das ein verlässliches Kriterium für Weißweinessig basierend auf reinem Wein.

3. Besteht Weißweinessig den Geschmacks-Test als Alternative zu Balsamico?

Balsamico-Essig wird aus gekochtem Traubensaft hergestellt und erhält dadurch seinen fruchtigen Geschmack. Zudem ist der Säuregehalt oft niedriger als beim Essig aus Weißwein, also unter 6%. Der Weißweinessig bekommt seine fruchtige Note aus dem zugrundeliegenden Weißwein und kann dadurch unter Umständen feinere Aromen aufweisen, je nach Weinsorte. Wählen Sie für einen Weißweinessig mit fruchtiger Note, beispielsweise für ein Weißwein-Dressing, einen Essig, der aus Chardonnay oder Riesling hergestellt wird. Den Geschmacks-Test besteht der Weißweinessig also auf jeden Fall.

weissweinessig-test