
Der russische Beluga Wodka wird noch in reiner Handarbeit produziert.
Wie für jedes Produkt, das zum Verzehr vorgesehen ist, ist auch für Vodka der Geschmack das wichtigste Kaufkriterium. Das Getränk sollte nicht nach reinem Ethanol schmecken, ebenso wenig nach schlechtem Alkohol von der nächsten Tankstelle und es sollte keine Kopfschmerzen am nächsten Morgen hervorrufen. Alles Weitere bleibt den eigenen Vorlieben überlassen und in vielen Fällen entscheiden nicht selten Preis und das Design der Flasche darüber, für welches Produkt man sich entscheidet. Die Kategorien Geschmack, Preis und Flaschendesign haben wir in Form einer kleinen Kaufberatung einmal genauer für Sie aufgeschlüsselt – so bleibt Ihnen und Ihrem Geldbeutel das Probieren sämtlicher Sorten in einem Vodka-Test erspart.
2.1. Geschmack
Ethanol, als die reinste Form des Alkohols mit nur 4 – 5 % Wasseranteil brennt im Geschmack und riecht süß-würzig. In verminderter Form nehmen wir über unsere Sinne beim Trinken von purem Vodka einen ähnlichen Geschmack und Geruch wahr. Dabei unterscheidet sich die Intensivität jedoch mit dem verwendeten Wasser, dem angewandten Filtrationsverfahren, sowie den beigefügten Aromen. Wie genau die einzelnen Produktionsschritte sich auf das Geschmackserlebnis ausführen nun im Folgenden.
2.1.1. Das Wasser im Alkohol

Für guten Vodka muss in der Produktion reines Wasser verwendet werden. Hier wird reiner Nemiroff-Vodka probiert.
Das für die Herstellung von Vodka verwendete Wasser wird je nach Hersteller aus verschiedenen Quellen gewonnen. Hierbei wird versucht, sich von den anderen Marken abzugrenzen und immer “wertvolleres” Wasser für die eigene Produktion zu bekommen. “Gletscherwasser aus Neufundland” oder “Wasser aus artesischen Quellen” sind nur einige Bezugsquellen und Formulierungen der hauseigenen Marketingabteilungen. Wenngleich die chemische Zusammensetzung des Wassers je nach Kontinent und Region unterschiedlich sein mag, wird der Endverbraucher am Ende nur geringfügige Unterschiede schmecken können. Die Industrie hält jedoch daran fest, dass im Wasser ein gewichtiges Unterscheidungskriterium liegt.
2.1.2. Filtration
Vodka wird in mehreren Produktionsschritten produziert. Nachdem zuerst die Maische hergestellt und anschließend in mehreren Gängen destilliert wurde, werden enthaltene Aromastoffe (z.B. Fuselöle) entfernt. Es existieren verschiedene Verfahren zur Filtration von Vodka-Maische. Die Wichtigsten finden Sie im Vodka-Vergleich 2025 erklärt:
| Bezeichnung | Beschreibung |
| Aktivkohlefiltration | Bei diesem Verfahren werden die unerwünschten Aromen im Vodka an Aktivkohle gebunden, sodass im Destillat nur noch sehr wenige Substanzen übrig bleiben. Dieser Weg der Filtration wird von vielen Wodkas der Mittelklasse angewendet. |
| Quarzsandfiltration | In mehreren Durchgängen wird das Destillat hier durch unterschiedliche Schichten aus Sand und Watte geleitet. Trübstoffe, die sich im Wasser befinden, bleiben dabei im Sand hängen. |
| Kältefiltration | Der bereits destillierte Vodka wird in große Tanks gefüllt und soweit runtergekühlt, dass das Wasser, nicht aber der Vodka gefriert. Ziel ist es, die Fuselöle im Eis zu binden und anschließend den „reinen“ Vodka getrennt abzulassen. Allerdings gehen dabei wichtige Aromen verloren, sodass dieses unkomplizierte Verfahren für billigen Vodka charakteristisch ist. |
| Membranfiltration | Die Membranfiltration ist eine sehr feine Methode, bei der Bakterien getötet und entfernt werden können. Gleichzeitig ist das Verfahren sehr aufwendig, da die Filter aus Membran regelmäßig rückgespult werden müssen. |
| Diamantfiltration | Die Bezeichnung klingt extravagant und so ist die Methode: Das Destillat wird ähnlich wie bei der Quarzsandfiltration durch Diamantenstaub gefiltert. Erfolgsstudien liegen noch nicht vor aber die Hersteller, welche dieses Verfahren anpreisen, sind der Meinung, dass die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen der Diamanten dem Vodka einen eigene Note verleihen. |
Weitere Filtrations-Typen sind: Ozonreinigung, Milcheiweißreinigung, Platinfiltration, Silberfiltration, Papierfiltration.
2.1.3. Zusätzliche Aromen

Guter Vodka ist glasklar und wird gerne als Shot getrunken. Hier haben wir uns Nemiroff Original in einem Shotglas angeschaut.
In den letzten Jahren konnten sich Wodkas mit Aroma in den Regalen des Supermarkts immer weiter nach vorne arbeiten. Ob mit Feige, Nuss oder Karamell, Vodka wird schon lange nicht mehr pur getrunken. Ein Klassiker des aromatisierten Wodkas, der Büffelvodka, Bisonvodka, Grasovka oder einfach “der mit dem Grashalm”, gerät dabei fast in Vergessenheit. Darüber hinaus ist den wenigstens bewusst, dass auch ein augenscheinlich “reiner” Vodka über eine eigene Zusatznote verfügen kann. Insbesondere der leichte Hauch von Zitrusfrüchten oder auch von Pfeffer wird einigen Wodka Sorten nachgesagt. Wie diese feinen Geschmacksunterschiede letztendlich entstehen, vermag niemand zu sagen und die Hersteller bewahren an dieser Stelle Stillschweigen.
Hinweis: Im Gegensatz zu Rum, der, nachdem er gebrannt wurde, über viele Jahre reifen soll, muss Vodka nach dem Brennen nicht nachreifen, um eine gute Qualität zu erreichen.

2.2. Preis
Günstigen Vodka gibt es bereits ab 5 Euro im Discounter-Supermarkt. Um besten Vodka ab 30 Euro zu erhalten, kommt nur ein Getränkemarkt, ein Geschäft für besondere Spirituosen oder der Online-Markt infrage. Einige Wodka Sorten wie der russische Wodka Beluga Noble sind darüber hinaus limitiert und nur sehr schwer erhältlich.
Tipp: Führen Sie bei Gelegenheit einen Vodka Preisvergleich durch und rechnen Sie die einzelnen Produkte auf ihren Preis pro Liter runter. Wenn Sie zwischen zwei verschiedenen Marken schwanken, können Sie hier einige Euros einsparen.

Der Stempel auf dem Verschluss verdeutlich uns, dass es sich bei diesem Nemiroff-Vodka um ein Produkt aus einer Traditionsdestillerie handelt.
2.3. Flaschendesign

Limited Edition von Absolut Vodka.
Wem es bloß um das feucht-fröhliche Vergnügen geht, der mag dem Design der Flasche wenig Beachtung schenken. Genießer hingegen, die ihren Vodka-Testsieger mit der restlichen Spirituosen Sammlung präsentieren möchten, legen mehr Wert auf die richtige Ästhetik. Aus diesem Grund geben sich die Hersteller unterschiedlicher Wodkas auch beim Entwurf der Füllflasche entsprechend Mühe.
Grundsätzlich wird Vodka in durchsichtigen Glasflaschen abgefüllt, die 700 ml fassen. Immer häufiger finden sich jedoch Partymodelle, die einen oder drei Liter Flüssigkeit enthalten. Das Design der Flaschen ist, dem Getränk selbst nachempfunden, kühl und schlicht. Wer eher auf farbige Flaschen mit aufregendem Muster steht, der muss in der Regel schon zu aromatisiertem Wodka greifen. Alternativ bieten sich die Motiv-Flaschen von Absolut an, die gelegentlich als Limited-Edition verkauft werden. So oder so – um das beste Design ausfindig zu machen, benötigen Sie keinen Vodka-Test. Ein Blick auf unsere Produkt-Tabelle allein genügt.
Wer bisher immer günstigen Vodka hatte, wird sich möglicherweise wundern, dass es auch Flaschen mit Korkverschluss gibt. Ob ein Korken besser abdichtet als der klassische Schraubverschluss, ist allerdings nicht sicher. Allgemein gilt jedoch, dass der hochwertige Vodka mit Korkverschluss aufrecht gelagert werden sollte, damit sich kein Geschmack nach Kork in das Getränk verirrt. Die Marke Belvedere gibt an, den Korken zusätzlich in Vodka zu tränken, um diesem Problem vorzubeugen.
2.3.1. Korkverschluss
Vorteile- edlere Optik
- komplett luftdicht verschlossen
Nachteile- schwerfälliges Öffnen/Schließen
- billiger Korken gibt Geschmack ab
2.3.2. Schraubverschluss
Vorteile- senkrechte und waagerechte Lagerung möglich
- unkompliziertes Öffnen/Schließen
Nachteile- nicht immer komplett luftdicht verschlossen
Fazit: Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Korkverschluss den Vodka in erster Linie optisch aufwertet und keinen positiven Einfluss auf die Qualität des Getränks hat, den ein Schraubverschluss nicht hätte.
Heyy, das ist vielleicht eine blöde Frage aber wisst ihr wieviel Kalorien ein Cosmopolitan hat?? mercii
Liebe Leserin,
vielen Dank für Ihre Frage.
Ein Cosmopolitan Cocktail hat circa 55 Kilokalorien je 100 ml. Wie jeder Alkohol sollte er in Maßen genossen werden.
Viel Spaß beim Ausprobieren,
Ihr Vergleich.org-Team