Das Wichtigste in Kürze
  • Schneidgiraffen machen ihrem Namen alle Ehre: Mit langem Hals (ein oft ausfahrbarer Teleskopstiel) und kleinem Kopf können Äste bequem auch in luftiger Höhe entfernt werden.
  • Gemeinsam mit Ihrer eigenen Körpergröße können Sie so oft sechs bis sechseinhalb, bei besonders lang ausgelegten Geräten sogar bis zu sieben Meter hoch kommen.
  • Schwerer als zwei Kilogramm sollte die Schneidgiraffe dabei nicht sein: Besonders gut ist ein Gewicht von unter einem bis anderthalb Kilogramm.

Schneidgiraffe Test

Nach einer Umfrage des Gartenartikel-Herstellers Fiskars empfinden 90 % der 2018 befragten Menschen in Deutschland die Gartenarbeit entspannender als Yoga. Immerhin noch 69 % der Befragten gaben an, Gartenarbeit reduziere Stress und Nervosität (Quelle: Fiskars). Damit dies so ist, benötigen wir jedoch die passenden Arbeitsgeräte, da aus der Entspannung ansonsten schnell anstrengende und zermürbende Arbeit werden kann, die eher negative als positive Folgen hat.

schneidgiraffe-vergleich

Keine Giraffe im Garten? Dann hilft immerhin die Schneidgiraffe weiter.

Dies gilt nicht zuletzt auch beim Entfernen von Geäst in hohen Bäumen, wo sich manch einer waghalsig auf Leitern schwingt und damit unter Umständen sogar die Gesundheit gefährdet. Wir haben deshalb unseren Schneidgiraffen-Vergleich 2020 durchgeführt, in dem wir Ihnen die besten Schneidgiraffen vorstellen.

Zudem erhalten Sie in unserer Kaufberatung alle wesentlichen Informationen zu den praktischen Gartengeräten, so zum Beispiel, welche Länge der Teleskopstiel haben sollte, ob wenige Millimeter beim maximalen Astdurchmesser schon einen Unterschied machen und warum es so hilfreich ist, wenn das Zugband innenliegend ist.

2. Die Reichweite: Kann eine Schneidgiraffe bis zu 7 Meter hoch kommen?

Gut zu wissen

Die meisten Teleskop-Schneidgiraffen lassen sich in der Länge zwischen rund zwei und vier Metern variieren. Mit einer derart langen Teleskopastschere erreichen Sie, abhängig von Ihrer eigenen Körpergröße, Äste in einer Höhe von circa sechs bis sechseinhalb Metern.

Das alles entscheidende Kriterium bei einer Schneidgiraffe ist natürlich die Reichweite – schließlich soll uns der lange Astschneider dabei helfen, hoch gelegene Äste bequem vom Boden aus schneiden zu können.

In der Regel handelt es sich bei den Schneidgiraffen deshalb um Teleskop-Astscheren, denn für kleinere Bäume ist ein allzu langer Stiel letztlich auch unpraktisch.

Eine Teleskop-Baumschere hat also klare Vorteile in Sachen Flexibilität. Doch wie klein lässt sie sich machen, wenn zum Beispiel nur ein kleiner Apfelbaum gestutzt werden soll? Und wie weit lässt sie sich ausfahren, wenn es eben doch einmal hoch hinaus gehen soll?

Stehen in Ihrem Garten eher kleine Bäume von rund drei bis vier Metern Höhe, eignet sich ein Baumscheren-Teleskop, das sich auf 1,5 oder 1,7 Meter herunterschieben lässt. Zusammen mit Ihrer Körpergröße erreichen Sie solche Bäume damit bequem.

schneidgiraffe

Für kleinere Bäume bieten sich Astscheren an, deren Teleskop-Stiel sich auf ein Minimum einfahren lässt.

Bei großen Bäumen von bis zu sieben Metern Höhe sollten Sie eine Schneidgiraffe kaufen, deren Teleskop sich auf vier bis fünf Meter ausziehen lässt. Dies ergibt zusammen mit Ihrer Körpergröße eine Reichweite von ungefähr sechs bis sieben Metern.

Sie möchten Bäume stutzen, die größer sind als sieben Meter? Dies lässt sich ohne Leiter oder Hebebühne kaum bewerkstelligen. Ist Ihnen das zu wackelig, empfehlen wir Ihnen, einen Fachmann heranzuziehen, der die nicht ungefährliche Arbeit für Sie erledigt.

3. Der maximale Astdurchmesser: Ist man ab 3,2 cm bestens gewappnet?

Eine Astschere am Teleskop-Stiel kann natürlich nicht jeden Ast durchtrennen. Kräftige Äste benötigen da eher einen Hochentaster oder, wenn sie bodennah wachsen, eine Motorsäge.

Drei Zentimeter dicke Äste sollte Ihr persönlicher Schneidgiraffen-Testsieger jedoch immer durchtrennen können.

Üblicherweise schaffen viele Teleskopastscheren auch einen Durchmesser von 3,2 Zentimetern – als Beispiel lassen sich hier die Fiskars-Astschere Up86 oder auch die Gardena-Teleskop-Astschere G12001-20 nennen. In der Theorie hilft das zunächst wenig weiter: Vom Boden aus können Sie kaum erkennen, welcher Ast nun einen Durchmesser von 3 oder 3,2 Zentimetern hat.

schneidgiraffe-durchmesser

Circa 3,2 Zentimeter dicke Äste können Sie mit einer handelsüblichen Schneidgiraffe je nach Modell durchtrennen.

In der Praxis ist der Unterschied dennoch spürbar. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Auge dafür, welche Äste ungefähr machbar erscheinen. Ist Ihre Astschere mit Verlängerung nun ein Gerät aus der 3,2-Zentimeter-Kategorie, erhöht es schlichtweg die Möglichkeit, dass Sie grenzwertig dicke Äste dennoch durchtrennen können.

Sie glauben, auch 3,2 Zentimeter sind zu wenig? Versuchen Sie es mit einem Teleskop-Schneider, der auch mit 3,6 Zentimeter dicken Ästen fertig wird.

4. Das Zugband: Lässt sich durch innenliegende Zugbänder ein Verheddern verhindern?

Im Prinzip arbeiten alle Schneidgiraffen gleich: Sie ziehen am Seil und die Schere schließt sich. Und doch gibt es auf dem Markt zwei unterschiedliche Arten von Geräten: Während das Zugband bei den einen außen liegt, befindet es sich bei anderen Modellen innerhalb des Teleskopstiels. Die folgende Tabelle erklärt Ihnen kurz und bündig, welche Vor- und Nachteile mit dem jeweiligen Typen einhergehen.

 

Schneidgiraffe mit innenliegendem Zugband Schneidgiraffe mit außenliegendem Zugband
Fiskars Teleskop Schneidgiraffe teleskop-astschere
+ kein Verheddern im Geäst möglich

- etwaige Reparatur etwas komplizierter

+ bei Materialverschleiß leicht ersetzbar

- kann sich auch bei vorsichtigem Arbeiten im Geäst verfangen

5. Das Zubehör: Als Alternative zum Hochentaster kann auch ein Baumsägen-Adapter ausreichend sein

Sie haben einige Äste dabei, die Sie unbedingt abschneiden wollen, die aber für eine Baumschere zu dick sind? Zugleich möchten Sie wegen der wenigen Äste nicht gleich ein zusätzliches und teures Gerät wie einen Hochentaster kaufen?

Dann sollten Sie bei der Suche nach der passenden Teleskop-Gartenschere auf das Zubehör achten!

Dieses fällt in der Regel nicht besonders umfangreich aus, ein nützliches Utensil lässt sich aber bei manch einer Marke gelegentlich finden: der Baumsägen-Adapter.

teleskop-gartenschere

Für dickere Äste (dicker als max. 3,6 Zentimeter) sind Produkte praktisch, bei denen sich optional auch ein Sägeblatt anbringen lässt.

Alternativ oder ergänzend können Sie zur Astschere am Teleskop dann eine Baumsäge anschrauben und dickere Äste mit einem Durchmesser von über drei bis vier Zentimetern problemlos vom Boden aus absägen.

Der Clou: Es ist keine Frage des Preises! Selbst günstige Schneidgiraffen, wie beispielsweise der Spear & Jackson 4930FZ/09, können schon mit einem Baumsägen-Aufsatz überraschen. Es muss also nicht zwingend das Markenprodukt in Form einer Fiskars-Schneidgiraffe sein, wenn es Ihnen um erweiterte Einsatzmöglichkeiten geht.

6. Fragen und Antworten zum Thema Schneidgiraffe

Zum Abschluss unseres Ratgebers beantworten wir Ihnen noch zwei Fragen, die im Internet besonders häufig zum Thema Schneidgiraffen gestellt werden.

6.1. Hat die Stiftung Warentest einen Schneidgiraffen-Test gemacht?

Nein, bislang hat die Stiftung Warentest leider keinen Schneidgiraffen-Test durchgeführt. Allerdings beschäftigt sie sich gern mit dem Thema Gartengeräte und hat 2015 beispielsweise Ast- und Gartenscheren getestet.

6.2. Welche ist die beliebteste Marke im Bereich Schneidgiraffen?

Das lässt sich so pauschal natürlich nur schwer beantworten. Allerdings suchen die Menschen im Internet am häufigsten nach Fiskars-Schneidgiraffen.

So wird beispielsweise häufig nach „Fiskars-Teleskop-Astschere“, „Fiskars-Schneidgiraffe Up86“, „Fiskars Astschere Teleskop“, „Fiskars Up82“ oder auch „Fiskars Up84“ gesucht.

Fiskars Teleskopschere

Eine Fiskars-Teleskopschere bzw. -Giraffe im Einsatz.

Doch auch Marken wie Gardena oder Wolf-Garten werden relativ häufig mithilfe der Internet-Suchmaschinen recherchiert.