Das Wichtigste in Kürze
  • Radarwarner sollen vor festen Radarstationen und mobilen Radarfallen schützen. Laserpistolen werden von den Geräten nicht zuverlässig erkannt.
  • Der Kauf und Besitz eines Radarwarners ist in Deutschland nicht strafbar, beim Betrieb während der Fahrt drohen ein Bußgeld und ein Punkt.
  • Ein Radarwarner scannt die Umgebung auf Radar- oder Lasersignale. Spezielle Apps hingegen greifen auf Datenbanken zurück.

Radarwarner im Test: Ein Blitzer steht neben einer Straße, ein Auto fährt vorbei.

Als einziges Land in Europa herrschen auf Deutschlands Autobahnen zum Teil keine Geschwindigkeitsbegrenzungen. Doch gerade hierzulande gelten rund um Radarwarner strenge Gesetze, wenn es um ihren Einsatz geht. Wollen Sie jedoch ins Ausland fahren, sind die praktischen Blitzerwarner im Auto unter Umständen legal.

Diese Geräte sollen proaktiv vor Radarfallen warnen, sodass Sie rechtzeitig vom Gas gehen können. Wir haben für Sie verschiedene Radarwarner-Tests aus dem Internet geprüft und informieren Sie hier über die verschiedenen Gerätetypen, über die Legalität in Deutschland und dem EU-Ausland sowie über wichtige Zusatzfunktionen.

1. Welche Radarwarner-Typen gibt es?

Möchten Sie einen Radarwarner nutzen, können Sie auf aktive Suchgeräte, auf GPS-basierte POI-Warner sowie auf rein digitale Blitzer-Apps für das Smartphone zurückgreifen. Die Eigenschaften dieser drei gängigsten Varianten erklären wir Ihnen im folgenden Abschnitt.

1.1. Aktive Radarwarner

Aktive Radarwarner werden im Fahrzeuginneren aufbewahrt und scannen die Umgebung dauerhaft auf Radar- oder Laserstrahlen. Sobald ein solches Signal am Gerät eingeht, erhalten Sie umgehend eine Warnung. Diese erfolgt in Echtzeit und Sie haben genügend Zeit, um den Fuß vom Gas zu nehmen. Solche Geräte haben den Vorteil, dass sie vollständig ohne Internet oder App-Anbindung funktionieren.

Damit die Radar- und Laserstrahlen erkannt werden können, sollten Sie das Gerät laut Radarwarner-Tests im Idealfall nahe der Windschutzscheibe platzieren. Die Stromversorgung erfolgt bei den meisten Geräten über einen 12-V-Anschluss am Zigarettenanzünder-Verteiler. Zwar sind diese Geräte schnell installiert, die Verkabelung bleibt aber meist lose im Innenraum Ihres Fahrzeugs liegen.

1.2. GPS-basierte Radarwarner

GPS-basierte Blitzerwarner bieten eine praktische 2-in-1-Funktion, wobei die Warnung vor Radar und Blitzern oft nur eine Nebenfunktion darstellt. In erster Linie werden solche Geräte nämlich als Navigationssysteme angeboten, die per App mit dem Smartphone gekoppelt werden können. Über die herstellereigene App geben Sie das gewünschte Fahrtziel ein und das System warnt dann unter anderem zusätzlich vor fest installierten Blitzern, Baustellen oder Staus.

Dabei wird eine herstellereigene Datenbank mit Warn-POIs abgefragt und laufend aktualisiert. In vielen Fällen setzen die Hersteller auf die aktive Community. Kommt es beispielsweise zu einem Unfall, können Sie dies über die App melden. Gehen mehrere Meldungen ein, wird die Information an alle Nutzer ausgespielt. Sobald Sie sich dann dem GPS-Punkt nähern, erkennt dies das Gerät und setzt eine entsprechende Warnmeldung ab.

Radarwarner im Test: Ein Radarwarner ist an einer Windschutzscheibe montiert.

Müssen Sie für einen Radarwarner mit POI-Funktion ein Kundenkonto anlegen, sollte der Datenschutz gewährleistet sein.

1.3. Blitzer-App als Radarwarner

Bei einer Blitzer-App handelt es sich um einen rein digitalen Radarwarner, der ohne Gehäuse auskommt und damit die unauffälligste Variante aller Modelle darstellt. Viele Hersteller bieten hierbei eine kostenlose Basisversion für Android und iOS an. Die Apps können Sie aus dem Store herunterladen und auf Ihrem Smartphone installieren. Für Zusatzfunktionen werden häufig kostenpflichtige Pro-Versionen angeboten.

Der Radarwarner am Smartphone nutzt das GPS des Geräts, um Ihre Position auf der Straße zu bestimmen. Auch hier wird über POI-Datenpunkte eine Warnung ausgegeben, sobald Sie sich dem Blitzer oder einer Gefahrenstelle nähern. Dadurch haben Sie Zeit, um den Fuß vom Gas zu nehmen. Dabei erfolgt die Warnung über eine Push-Benachrichtigung direkt am Smartphone.

Hinweis: Die Nutzung des Smartphones ist während der Fahrt untersagt. Daher sind akustische Warnsignale durch die Blitzerapp besonders wichtig, damit Sie nicht vom Smartphone-Bildschirm abgelenkt werden.

2. Ist ein Radarwarner im Navi erlaubt?

Die Gesetzgebung ist laut eines Artikels vom ADAC in Deutschland strikt, aber dafür relativ simpel: Jegliche Radarwarner im Straßenverkehr sind illegal. Das gilt sowohl für aktive Sucher als auch für POI-Warner. Aktive Radarwarner dürfen hierzulande also nicht aktiv sein, während Sie das Fahrzeug auf öffentlichen Straßen bewegen. Wird das Gerät bei einer Polizeikontrolle aufgefunden, drohen Ihnen ein Bußgeld sowie ein Punkt in Flensburg. Zudem kann die Polizei den Radarwarner sicherstellen.

Tipp: Ein Radarwarner ist legal, solange Sie diesen nur kaufen oder besitzen. Erst die aktive Nutzung im Straßenverkehr, wozu auch das reine Mitführen im Auto zählt, führt zur Illegalität.

GPS-basierte Radarwarner sind in Deutschland ebenfalls nicht erlaubt, sobald Sie das Fahrzeug auf öffentlichen Straßen bewegen. Daher empfiehlt sich, die POI-Funktion vor jeder Fahrt auszuschalten. Unwissenheit oder Vergesslichkeit schützen in diesem Fall vor Strafe nicht. Jedoch muss die Polizei während einer Kontrolle nachweisen können, dass Sie den Radarwarner aktiv nutzen. Ein reiner Verdachtsfall ist nicht ausreichend, um eine Radarwarner-Strafe auszustellen.

Selbiges gilt für Blitzer-Apps: Der Einsatz in Deutschland ist verboten. Laut einem Artikel des ÖAMTC, das österreichische Pendant zum ADAC, dürfen Sie in folgenden deutschen Nachbarländern auf Blitzer- und Radarwarner mit POI-Funktion zurückgreifen:

  • Österreich
  • Belgien
  • Dänemark
  • Niederlande
  • Luxemburg

Auch in den beliebten Urlaubsländern Italien, Kroatien und Schweden ist ein solcher Radarwarner legal, da die aktuelle Straßenverkehrsordnung in diesen Ländern den Einsatz von POI-Warnern nicht untersagt.

3. Worauf ist laut Radarwarner-Tests aus dem Internet vor dem Kauf zu achten?

Möchten Sie einen Radarwarner im Auto installieren, sollten Sie laut Tests unter anderem auf die möglichen Warnmitteilungen und auf die Kompatibilität mit Apple CarPlay und Android Auto achten. Radarwarner-Tests aus dem Internet empfehlen zudem, auf praktische Zusatzfunktionen wie eine elektronische Parkscheibe zu achten.

Radarwarner im Test: Ein Radarwarner wird in einer Hand gehalten.

Aktive Radarwarner lassen sich per Saugnapf an der Windschutzscheibe montieren.

3.1. Wie warnt der Radarmelder vor einem Blitzer?

Damit Sie schnellstmöglich auf einen anstehenden Blitzer reagieren können, warnen viele Geräte per Piepton. Dabei kann entweder ein spezifisches akustisches Signal ertönen oder das Gerät informiert per Sprachausgabe über ein Radar in der Nähe. So müssen Sie nicht auf den Bildschirm Ihres Smartphones blicken oder das Gerät im Blick behalten und können sich voll auf den Straßenverkehr konzentrieren.

Einige Geräte informieren zusätzlich per LED-Blinklicht über eine Geschwindigkeitskontrolle. Praktisch ist das dann, wenn Sie das Gerät beispielsweise auf dem Armaturenbrett montiert haben. Bei einer Blitzer-App kann zudem eine visuelle Warnung auf dem Smartphone-Bildschirm eingehen. Das ist natürlich nur dann hilfreich, wenn Sie das Handy per Halterung am Lüftungsschlitz oder am Armaturenbrett montiert haben.

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3.2. Kann ich den Radarwarner mit dem Fahrzeug-Display verbinden?

Damit das möglich ist, müssen sowohl Ihr Fahrzeug als auch der Radarwarner mit iOS oder Android kompatibel sein. In diesem Fall können Sie das Gerät per Apple CarPlay oder Android Auto mit dem Display direkt im Fahrzeug verbinden. Dadurch erhalten Sie Warnmeldungen auf dem Display angezeigt und akustische Warnungen werden direkt über die Lautsprecher des Autos ausgegeben.

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3.3. Welche Zusatzfunktionen kann ein Radarwarner erfüllen?

Einige POI-Geräte können Sie als elektronische Parkscheibe nutzen. Das Gerät erkennt per GPS, wann das Fahrzeug geparkt wird und stellt dann automatisch die Uhrzeit über ein Display dar. So müssen Sie nicht mehr zur Parkscheibe aus Papier oder Kunststoff zurückgreifen und sparen Platz im Handschuhfach.

Achtung: Elektronische Parkscheiben sind nur dann erlaubt, wenn sie über eine Typengenehmigung verfügen, das typische blau-weiße Parken-Verkehrszeichen 314 auf der Vorderseite abbilden und das Wort Ankunftszeit klar am oder neben dem Display mit der Uhrzeit ersichtlich ist.

Einige GPS-Geräte können zudem die Fahrgeschwindigkeit überwachen und diese mit dem erlaubten Tempolimit abgleichen. Fahren Sie zu schnell, gibt das Gerät einen Warnton ab. Diese Warnfunktion ist im Vergleich zur Radarwarnung erlaubt, sodass Sie Geldbußen durch Geschwindigkeitskontrollen ganz legal vermeiden können.

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4. In welchen Ländern funktioniert ein Radarwarner?

Ein klassischer Radarwarner im Auto funktioniert angesichts der Scantechnik von Radarwellen weltweit. Das sogenannte K-Band ist auch heutzutage bei mobilen Blitzern noch weit verbreitet. Diese Radar-Frequenz mit 24 GHz wird zuverlässig von den Radarscannern erkannt. Auch das modernere Ka-Band mit höherer Frequenz wird von modernen aktiven Radarwarnern problemlos erkannt.

Bei GPS-basierten Radarwarnern oder bei Blitzer-Apps ist die uneingeschränkte Funktionsweise im Ausland nicht garantiert. Hier hängt die Verfügbarkeit stark von der Datenbank des Herstellers beziehungsweise der aktiven Community ab. Führende Hersteller sind in den meisten Ländern Europas mittlerweile gut aufgestellt, wenn es um stationäre Blitzer geht. Diese Datenbanken müssen dann aber auch regelmäßig aktualisiert werden, damit Sie auch vor neuen stationären Blitzern gewarnt werden.

Möchten Sie einen Radarwarner kaufen, der auf Community-Meldungen basiert, sollten Sie für eine möglichst flächendeckende Abdeckung ebenfalls auf bekannte Marken zurückgreifen. Je mehr Personen das Gerät nutzen, desto aktueller gehen die Meldungen ein und desto zuverlässiger werden Sie auch vor mobilen Radargeräten oder Geschwindigkeitskontrollen mit der Laserpistole gewarnt.

Radarwarner im Test: Ein Radarwarner ist auf einem Armaturenbrett montiert.

Treten Sie eine Fahrt ins Ausland an, sollten Sie sich genau über die aktuellen lokalen Bestimmungen informieren.

5. Weitere Fragen und Antworten rund um das Thema Radarwarner

5.1. Wie erkennt die Polizei Radarwarner?

Aktive Geräte erkennt die Polizei relativ einfach durch eine Sichtprüfung während der Verkehrskontrolle. Auch weit verbreitete GPS-Radarwarner erkennen viele Verkehrspolizisten mittlerweile mit einem schnellen Blick am Gehäuse. Schwieriger wird es hingegen bei Blitzer-Apps. Hier müssen Sie schon während der Kontrolle eine entsprechende Mitteilung bekommen. Die speziellen Benachrichtigungstöne der App oder Sprachwarnungen vor einem Blitzer sind dann ein eindeutiges Indiz.

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5.2. Welcher Radarwarner ist der beste?

Offiziell wurde der beste Radarwarner noch nicht gekürt. Aufgrund der Legalität in einigen Ländern des EU-Auslands werden häufiger aber POI-Geräte als bester Radarwarner empfohlen. Welches Modell am besten für Sie geeignet ist, können Sie anhand der von uns thematisierten Kriterien entscheiden.

Bei folgenden Marken und Herstellern können Sie qualitativ hochwertige Radarwarner kaufen, die in verschiedenen Ausführungen und Bauweisen zur Verfügung stehen:

  • Genevo
  • Ooono
  • Speeder Pro
  • Tomtom
  • Uniden
  • Valentine One
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5.3. Kann ich einen Radarwarner unsichtbar verbauen?

Ist der Radarwarner unsichtbar verbaut, ändert das nichts an der Illegalität in Deutschland. Sehen Sie deswegen davon ab, die Geräte im Fahrzeuginneren zu verstecken.

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5.4. Hat die Stiftung Warentest einen Radarwarner-Testsieger gekürt?

Einen Radarwarner-Testsieger der Stiftung Warentest gibt es nicht, da die Geräte vom Portal bislang noch nicht geprüft wurden.

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Videos zum Thema Radarwarner

Das YouTube-Video „ooono Verkehrsalarm / Radarwarner im Test“ präsentiert einen detaillierten Einblick in die Funktionsweise des Ooono-Produkts. Es wird gezeigt, wie der Radarwarner vor Blitzern und Gefahren warnt und wie zuverlässig das System ist. Der Test bietet wertvolle Einblicke für alle Autofahrer, die auf der Suche nach einem professionellen Warnsystem sind.

Das YouTube-Video behandelt Radarwarner und gibt einen umfassenden Überblick über deren Funktion und Anwendung. Es erklärt, wie Radarwarner funktionieren, indem sie Radargeräte erkennen und den Fahrer vor möglichen Geschwindigkeitskontrollen warnen. Außerdem werden verschiedene Arten von Radarwarnern, ihre Vor- und Nachteile sowie deren rechtliche Situation in verschiedenen Ländern vorgestellt.

Quellenverzeichnis