Ganzjahresreifen Test 2016

Die 6 besten Ganzjahresreifen & Allwetterreifen im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellGoodyear Vector 4 SeasonsHankook Optimo 4S H730NEXEN N’PRIZ 4SBridgestone A001 AWUNIROYAL AllSeasonExpertKumho Solus HA 31
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,7gut
08/2016
Vergleich.org
Bewertung2,0gut
08/2016
Vergleich.org
Bewertung2,2gut
08/2016
Vergleich.org
Bewertung2,3gut
08/2016
Vergleich.org
Bewertung2,4gut
08/2016
Vergleich.org
Bewertung2,7befriedigend
08/2016
Kundenwertung
11 Bewertungen
1 Bewertungen
8 Bewertungen
noch keine
1 Bewertungen
noch keine
Nasshaftung
Verlängerung des Bremswegs
Es gibt 7 Nasshaftungsklassen. Am besten ist Klasse A mit keiner Bremswegverlängerung. Bei jeder weiteren Klasse verlängert sich der Bremsweg auf nasser fahrbahn.
E (5 m)
gering
C (4 m)
normal
E (5 m)
gering
C (4m)
normal
C (4 m)
normal
C (4 m)
normal
KraftstoffeffizienzEs gibt ebenfalls 7 Kraftstoffeffizienzklassen. Je größer der Rollwiderstand eines Fahrzeuges, desto mehr Benzin wird verbrannt. Die Klasse A hat keinen zusätzlichen Kraftstoffverbrauch. Mit jeder weiteren Stufe nimmt der Verbrauch zu.E
0,14 l/100 km
C
0,12 l/100 km
C
0,12 l/100 km
F
0,15 l/100 km
F
0,15 l/100 km
E
0,14 l/100 km
Messung externes Rollgeräuschleise
69 dB
laut
72 dB
laut
72 dB
laut
73 dB
laut
72 dB
laut
71 dB
Testurteil Trockenheit80%80%60%80%70%40%
Testurteil Nässe80%60%50%90%70%70%
Testurteil Schnee70%80%80%70%100%70%
andere TesturteileAutoBild Testurteil 39/2014 "vorbildlich"AutoBild Testurteil 39/2014 "befriedigend"AutoBild Testurteil 39/2014 "befriedigend"AutoBild Testurteil 2014 "befriedigend"ADAC Testurteil 2014 "mangelhaft"
AutoBild Testurteil 39/2014 "befriedigend"
ADAC Testurteil 2014 "mangelhaft"
Vorteile
  • gutes Fahrverhalten auf trockener und nasser Strecke
  • ruhiger Lauf
  • gutes Fahrverhalten auf trockener und verschneiter Strecke
  • geringer Benzinverbrauch
  • gutes Fahrverhalten auf verschneiter Strecke
  • sehr günstig
  • sehr gutes Fahrverhalten auf nasser Strecke
  • gute Aquaplaningsicherheit
  • gutes Fahrverhalten bei Schnee
  • gute Wasserverdrängung bei Regen
  • gutes Fahrverhalten bei Eis
  • geringer Verschleiß
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
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Ganzjahresreifen-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Ganzjahresreifen oder Allwetterreifen stellen einen Kompromiss aus Winterreifen und Sommerreifen dar. Sie sollen für jede Witterung ein gutes Fahrverhalten gewährleisten. Der Autofahrer muss nicht mehr Reifenwechseln, sondern ist das ganze Jahr gut gerüstet.
  • Auch wenn Sie günstige Ganzjahresreifen kaufen, sollten Sie immer auf die Fahreigenschaften achten. Diese sollten bei Trockenheit, Nässe und Schnee möglichst gut und gleichmäßig sein.
  • Falls Sie Allwetterreifen kaufen, sollten Sie auf die Kraftstoffeffizienzklasse achten. Je weiter der Buchstabe im Alphabet, desto höher ist der Benzin- oder Dieselverbrauch.

ganzjahresreifen-test

Sicherlich werden Sie das Gefühl im Frühjahr oder Herbst kennen, wenn die Winterreifen an- oder abmontiert werden müssen und sie der Meinung sind, dass Sie sie gerade erst aufgezogen haben. Der Wechsel von Winterreifen und Sommerreifen kann schon nervig sein. Nicht selten wünscht man sich beim Aufbocken des Autos mit einem Wagenheber, dass einem wie bei der Formel 1 20 Mann zur Seite stehen, die in weniger als 5 Sekunden alle vier Reifen wechseln.

Die Alternative zu einem Mechaniker-Trupp mit Schlagschrauber und Drehmomentschlüssel ist der Ganzjahresreifen oder Allwetterreifen. Sie können mit ihm das ganze Jahr Auto fahren und müssen ihn nicht einmal im Winter wechseln. Sie fragen sich, was ein Ganzjahresreifen taugt? Nun im Ratgebertext zum Ganzjahresreifen Test 2016 möchten wir Ihnen zeigen, woran Sie den besten Ganzjahresreifen für Ihre Zwecke finden und was einen Ganzjahresreifen Testsieger wirklich ausmacht.

1. Was ist ein Ganzjahresreifen?

Ganzjahresreifen Test

Goodyear Ganzjahresreifen Vector 4 Season – ein guter Reifen für den Alltag und Sport.

Ganzjahresreifen oder Allwetterreifen kommen im Winter und im Sommer zum Einsatz. Sie stellen einen Kompromiss zwischen den Sommer- und Winterreifen dar. In der Regel werden sie in Ländern genutzt, in denen nur geringe Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten bestehen. In Großbritannien und vereinzelten Regionen Deutschlands (Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein oder Brandenburg) sind sie sehr weit verbreitet. In Alpenländern sind sie nicht zu empfehlen. Hier sollten eher die klassischen Winterreifen und gegebenenfalls Schneeketten zum Einsatz kommen.

Bei den Allwetterreifen wird das Profil von Winter- und Sommerreifen kombiniert. So können Sie auf den Pneus aus unserem Ganzjahresreifen Test 2016 die Längsrillen für höhere Temperaturen und Nässe und die Profilblockverzahnungen für Schnee und Eis finden. Für den Nutzer ist natürlich besonders angenehm, dass der Reifenwechsel entfällt. Die Reifen aus unserem Allwetterreifen Test sind vor allem für geringe Fahrleistungen gedacht, für Pendler oder Vielfahrer sind klassische Winter- und Sommerreifen besser geeignet.

Die Ganzjahresreifen aus unserem Allwetterreifen Test kommen an die Leistungen und Fahreigenschaften richtiger Winterreifen bei Schnee und Eis nicht heran. Konstruktionsbedingt werden weichere Gummimischungen bei den Pneus verwendet. Im Sommer ist der Abrieb daher größer als bei normalen Sommerreifen. Außerdem ist der Benzinverbrauch oder der Dieselverbrauch bei Allwetterreifen geringfügig höher.

Die Vor- und Nachteile von Ganzjahresreifen auf einem Blick
  • gutes Fahrverhalten bei nasser und trockener Straße
  • akzeptables Fahrverhalten bei Schnee und Eis
  • kein Reifenwechsel zwischen den Jahreszeiten
  • Im Vergleich zu Sommer- und Winterreifen schlechteres Fahrverhalten
  • Erhöhung des Benzinverbrauchs

2. Wie ist ein Ganzjahresreifen gekennzeichnet?

Einen Allwetterreifen erkennen Sie an der Ganzjahresreifen Kennzeichnung „M&S“ oder „M+S“. Es handelt sich eigentlich um „Mud and Snow“-Reifen, die auch im Sommer genutzt werden können. Die Bezeichnung der Matsch und Schnee Reifen ist nicht geschützt, so dass Sie besser auf ein Schneeflockensymbol achten, wenn Sie einen guten oder auch günstigen Ganzjahresreifen kaufen möchten, der auch im Winter eine gute Figur macht. Winterreifen und Ganzjahresreifen Kennzeichnungen sind in der Regel gleich.

Sicherlich gibt es verschiedene Typen und Arten von Reifen. Was aber Kategorie übergreifend ist, ist die Kennzeichnung der Reifen. Wenn Sie einen Allwetterreifen kaufen, müssen Sie unbedingt darauf achten, dass die technischen Daten des Reifens zu den Voraussetzungen eines Reifens passen, die in Ihren Papieren des PWKs erwähnt werden.

Wenn Sie einen VW Golf V haben, sollte Ihnen diese Reifenkennzeichnung bekannt vorkommen: 195/65 R15 91H. Diese Kennzeichnung finden Sie auf der rechten Reifenflanke aller Kompletträder und einfachen Reifen. In unserem Ganzjahresreifen Test möchten wir Ihnen natürlich auch erklären, was die einzelnen Zahlen und Buchstaben aussagen, damit es für Sie mehr als irgendwelche Symbole sind und Sie wissen, welche Reifengröße Sie brauchen.  Am Beispiel des VW Golf V mit der Reifenkennzeichnung 195/65 R15 91H erklären wir die Kennzeichnung kurz.

Kennzeichnungs-Bestandteil Kurzbeschreibung
195 Bei diesem Wert handelt es sich um die Reifenbreite. Sie wird in Millimetern angegeben. Bei normalen PKWs reichen die Querschnittsbreiten von 125 bis 335 mm. Die Breiten steigen in 10 mm Schritten. Die Reifenbreite steht natürlich in einem engen Zusammenhang mit der Felge und beides muss auf einander abgestimmt sein. Wenn Sie Kompletträder kaufen, haben Sie diese Probleme natürlich nicht.
65 Dieser Wert gibt das Höhen-Breiten-Verhältnis des Reifenquerschnitts in Prozent an. Der Fachmann spricht deshalb auch manchmal von 65er oder 50er Reifen. Mit fallenden Verhältniswerten wird die Flanke des Reifens immer niedriger.
R Mit dem ersten Buchstaben wird die Reifenbauart beschrieben. Heute üblich ist das Radiale-System. Die Unterkonstruktion des Reifens (auch Kaskade genannt) hat radial angeordnete Fäden, die das Gummiprofil verstärken.

Die andere Reifenart wäre mit einem „D“ oder einem „-“ gekennzeichnet. Es handelt sich um das Diagonale-System, was aber nur noch bei Oldtimern Anwendung findet. In unserem Ganzjahresreifen Test kommen daher keine Reifen mit der Kennzeichnung „D“ vor.

15 Der Zahlenwert nach der Reifenart gibt den Felgendurchmesser an. Er wird radial von Felgenrand zu Felgenrand gemessen und in Zoll angegeben. Die gängigsten Maße belaufen sich zwischen 10 und 20 Zoll.
91 Die nächste Zahl stellt die Tragfähigkeitskennziffer dar. Sie wird manchmal als LI abgekürzt, was für Last-Index oder Load-Index stehen kann. Wenn die Tragfähigkeitskennziffer als 91 angeben ist, beträgt die maximale Tragfähigkeit des Rades 615 kg. Dafür muss allerdings der entsprechende Luftdruck eingehalten werden. Die Tabelle reicht von 30 mit einer Belastung von 106 kg und geht bis 109 mit 1030 kg.
H Die letzte Kennziffer, die Sie hier beachten müssen, ist das Geschwindigkeitssymbol (manchmal auch Speedindex). Es gibt Auskunft über die Höchstgeschwindigkeit, die der Reifen erlaubt. Die Aufteilung folgt nicht dem Alphabet, daher kann F für 80 km/h, R für 170 km/h und H für 210 km/h stehen.

3. Kaufberatung für Ganzjahresreifen: Darauf müssen Sie achten

Was sind Niederquerschnittsreifen?

Niederquerschnittsreifen sind bestimmte Reifentypen, die einen besonders niedrigen Reifenquerschnitt haben. Das Verhältnis von Breite und Höhe beträgt bei den Niederquerschnittsreifen 0,88:1. Die Breite wird auf 1/2 Zoll abgestuft. Meistens sind die Reifen mit einem „L“ (für Low Section) gekennzeichnet. Ein Beispiel wäre die Größe 225/35 R 18. Es handelt sich um Reifen der 35er Serie bis zur 20er Serie.

In unserem Ratgeber zum Allwetterreifen Vergleich möchten wir Ihnen die wichtigsten Kaufkriterien für Ganzjahresreifen mit auf den Weg geben. Es gibt eine Menge Hersteller und Marken, die beste Qualität, Bodenhaftung bei jedem Wetter und viele Reifengrößen bewerben. Felgen, egal ob Stahlfelgen oder Alufelgen, sind bei den Reifen, die Sie oben sehen, nicht dabei.

Zunächst spielt es keine Rolle, ob Sie Hankook Reifen, Goodyear Reifen oder Modelle von Continental, Vredestein oder Michelin bevorzugen. Als Erstes muss die Reifengröße stimmen. Die Reifengröße wird vom Hersteller des Fahrzeuges bestimmt und ist in Ihren Papieren abgedruckt. Egal ob Sie Kompletträder, nur die Reifen, Niederquerschnittsreifen oder Reifen mit Alufelgen suchen: Wenn die Reifengröße nicht stimmt, nutzt der beste Ganzjahresreifen oder auch ein Ganzjahresreifen Testsieger nicht viel.

In unserem Ganzjahresreifen Test 2016 haben wir uns auf den Standardreifen eines VW Golf V mit der Kennzeichnung 195/65 R15 91H beschränkt, damit die Preise und die Reifenqualitäten vergleichbar sind. Bei den Angeboten in der Tabelle handelt es sich nur um die Reifen, eine Stahlfelge oder gar eine Alufelge ist nicht im Preis enthalten.

3.1. Nasshaftung

Bridgestone Reifen

Die Lauffläche des Brigestone A0001 AW – nicht so gut wie die Sport-Reifen aus dem Motorsport, aber dennoch gut für den Alltag.

Ob Sie nun Hankook, Vredestein, Michelin, Continetal, Bridgestone, Pirelli oder Goodyear Reifen bevorzugen, am Ende müssen die Kompletträder auch bei Nässe gute Ergebnisse erzielen. Es gibt insgesamt 7 Nasshaftungsklassen, die von A bis G unterschieden werden. Die Buchstaben „D“ und „G“ der europäischen Skala werden nicht für PKWs vergeben, daher entfallen hier die Beschreibungen. Für die Messung der Nasshaftung ist der Bremsweg auf nasser Fahrbahn bei 80 km/h ausschlaggebend. Bei der Reifenklasse A gibt es keine Verlängerung des Bremsweges beim jeweiligen Auto. Bei den weiteren Stufen vergrößert sich der Bremsweg um 3 (Klasse B), 4 (Klasse C), 5 (Klasse E) und 6 Meter (Klasse F).

Dieses EU Reifenlabel ist für alle Hersteller gleich, daher können Sie anhand der Bezeichnung den Bremsweg von Vredestein, Michelin, Hankook und Goodyear Reifen direkt miteinander vergleichen.

3.2. Kraftstoffeffizienz oder der Rollwiderstand

Zu einem Fünftel tragen die Reifen zum Kraftstoffverbrauch bei. Wenn Sie Allwetterreifen kaufen, sollten Sie daher auch auf die 7 verschiedenen Kraftstoffeffizienzklassen achten. Auch hier werden die Typen „A“ bis „G“ unterschieden. Je höher die Kraftstoffeffizienzklasse, desto geringer ist der Verbrauch und am Ende sparen Sie nicht nur Geld an der Tankstelle, sondern können auch etwas für die Umwelt tun, in dem Sie die unnötige Verbrennung von Benzin oder Diesel verhindern und das Fahrzeug weniger CO2 ausstößt.

Gemessen wird bei diesem Verfahren eigentlich der Rollwiderstand der Räder, daher wird sie manchmal auch als Rollwiderstandsklasse bezeichnet. Je leichter die Räder sich drehen und laufen, desto weniger Kraft muss vom Motor aufgewandt und damit muss auch weniger Kraftstoff verbrannt werden. Die Klasse A zeigt auch in diesem Fall keinen Mehrverbrauch an. Bei der Klasse B werden 0,10 Liter auf 100 Kilometer mehr verbraucht. Die weiteren Stufen sind 0,12 l/100 km (Klasse C), 0,14 l/100 km (Klasse E), 0,15 l/100 km (Klasse F) und mehr als 0,15 l/ 100 km (Klasse G). Laut Berechnungen der europäischen Kommission kann beim Wechsel von G auf A 5,51 – 6,85 % des Kraftstoffs eingespart werden.

3.3. Messung des externen Rollgeräuschs

Hancook reifen

Hancook Optimo – ein Klassiker unter dem Autozubehör.

Das externe Rollgeräusch eines Fahrzeuges wird auf einer genormten Strecke bei einem vorbeifahrenden Fahrzeug mit abgeschaltetem Motor aufgenommen. Sinn ist es, den Lärm, den Autos aussondern, zu verringern. Auch hier gibt es drei Klassen in einem EU-Label, die durch Schallwellen angedeutet werden. Dahinter steht jedoch immer der exakt gemessene Wert.

Wenn nur eine Schallwelle auf dem Label angegeben ist, spricht es für eine geringe Lärmbelästigung, die 3 dB unter dem zulässigen EU-Grenzwert für Reifengeräusche liegen muss. Für den Vredestein Quatrac 3 mit einem Wert von 68 dB aus unserem Ganzjahresreifen Test trifft dies zu. Der Goodyear Ganzjahresreifen Vector 4 Seasons hat mit 69 dB schon zwei Schallwellen und ist beim Rollen etwas lauter. Bei der Einheit Dezibel, handelt es sich um eine logarithmische Einheit. Demnach können geringe Änderungen von 3 dB schon zur Verdoppelung der Geräuschentwicklung führen. Ein Unterschied zu 6 dB entspricht der Vervierfachung.

3.4. Die Testurteile

Vredstein Quartrac

Der Vredestein Quatrac – ein zuverlässiger Reifen, auch bei Nässe.

Sicherlich ist das EU-Label ein erster Anhaltspunkt, für den Rollwiderstand, den Grip auf nasser Strecke und die Abrollgeräusche und kann bei der Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs, der Steigerung der Verkehrssicherheit und der Reduzierung des Verkehrslärms helfen. Allerdings sagen die Werte nichts über die Fahrstabilität, dem Handling, dem Aquaplaning oder den Reifenverschleiß aus.

Wenn Sie Autoreifen kaufen, sollten Sie auch einige Reifen Tests lesen, damit Sie die Fahreigenschaften richtig einschätzen können. Wir haben uns verschiedene Tests vom ADAC aus den Jahren 2011 bis 2014 und einen Test der Autobild aus der Ausgabe 39/2014 angesehen und daraus den Durchschnitt gebildet.

Die Tests untersuchten ähnliche Parameter. Neben der Traktion auf einer zugedeckten und festgefahrenen Schneedecke werden auch die Fahreigenschaften bei einer Slalomfahrt auf Schnee untersucht. Außerdem spielt das Bremsen bei Schnee, Nässe, Eis und Trockenheit eine besondere Rolle. Das Handling wird meist auf einem speziellen Parkour untersucht. Es wird dabei das Fahrverhalten im Allgemeinen unter die Lupe genommen. Bricht der Wagen bei Kurve aus? Wie ist die Beschleunigung aus der Kurve? Wie hoch ist der Reifenverschleiß nach einer bestimmten Anzahl an Runden?

Zusätzlich wird in einem guten Ganzjahresreifen Test auch ein Kreisbahn-Test durchgeführt. Hier werden Kreise auf nassem Asphalt gezogen und überprüft, ob ein Auto mit den Rädern bei Nässe ins Rutschen oder Schleudern kommt.

Dann muss auch der Abrollkomfort beachtet werden. Was geschieht, wenn man mit dem Alljahresreifen über eine Kante oder einen Bordstein fährt. In der Regel werden einfache Stahlfelgen zum Fahren bei den Tests genutzt. Alufelgen kommen nicht zum Einsatz. Dieser Test soll Sie davor bewahren, dass Sie zu oft den Reifendienst wegen zerschlitzten Reifen rufen müssen. Ein Video soll Ihnen einen Reifen Test der GTÜ näher bringen und noch einmal zeigen, worauf es wirklich ankommt.

Bevor Sie einen Autoreifen kaufen, gibt es viele Kriterien zu beachten, daher sollten Sie einen guten Ganzjahresreifen Vergleich lesen, bevor Sie sich für Goodyear Reifen, Vredestein Reifen oder Pirelli Reifen entscheiden. Sie müssen bedenken, dass die Räder zum wichtigsten Zubehör des Autos zählen.

3.5. Die Reifenfelge

Alle Modelle aus dem Allwetterreifen Vergleich werden ohne Felge geliefert. Sie sehen in der Tabelle daher nur den Preis für den eigentlichen Reifen. In der Regel werden Stahlfelgen benutzt, da sie im Alltag wesentlich robuster sind und im Gegensatz zu Alufelgen auch verzeihen, dass man mal über den Bordstein fährt. Wir empfehlen daher die Nutzung von Stahlfelgen, auch wenn Alufelgen wesentlich leichter sind und optisch besser aussehen. Daher werden sie oft beim Tuning eingesetzt. Hier sollten Sie entscheiden, was wichtiger ist, das Tuning des Fahrzeugs oder doch ein möglichst einfaches Handling im Alltag.

3.6. Wo kann man Ganzjahresreifen kaufen? Sollte man Autoreifen online kaufen?

Natürlich können Sie Autoreifen online kaufen. Es gibt sogar spezialisierte Online-Shops wie Reifen Göggel, Reifen Schreiber oder Reifen24. Sicherlich haben Sie kein richtiges Verkaufsgespräch wie bei Werkstätten (z. B. PitStop oder ATU), dennoch können Sie sich über einen Ganzjahresreifen Test informieren und dann bei Online-Händlern wie Reifen Göggel, Reifen24 oder Reifen Schreiber bestellen. Manchmal wird auch ein Reifendienst zur Montage angeboten, dann müssen Sie den Reifenwechsel nicht einmal selbst vornehmen. Wenn Sie Reifen vor Ort kaufen hat es natürlich den Vorteil, dass sie meist gleich aufgezogen werden und Sie nicht nach Terminen oder ähnlichen suchen.

Vor allem wenn Sie Reifen günstiger kaufen wollen, sind Sie im Internet richtig, da die meisten Online-Händler bessere Angebote und Konditionen bieten.

3.7. Marken und Hersteller

  • Aeolus
  • Apollo
  • BF-Goodrich
  • Bridgestone
  • Cooper Tire
  • Debica
  • Dunlop
  • Duro
  • Falken
  • Federal
  • Firestone
  • Goodyear
  • GT Radial
  • Hankook
  • Kleber
  • Kumho
  • Landsail
  • Lassa
  • Maloya
  • Marangoni
  • Matador
  • Maxxis
  • Michelin
  • NanKang
  • Nexen
  • Nokian
  • Novex
  • Petlas
  • Pirelli
  • Premada
  • Rotex
  • Sailun
  • Sava
  • Star Performer
  • Starmaxx
  • Syron
  • Toyo
  • Tyfoon
  • Uniroyal
  • Vredestein
  • Westlake

4. Ganzjahresreifen Vergleich bei der Stiftung Warentest

Falke EuroAllSeason Reifen

Der Falke EuroAllSeason AS 200 – ein guter Kompromiss.

In der Ausgabe 10/2014 hat die Stiftung Warentest in Kooperation mit dem ADAC einen Winterreifen Test durchgeführt. Hauptaussage der Stiftung Warentest und des ADAC aus dem Test: Ganzjahresreifen können mit richtigen Winterreifen nur bedingt mithalten. Der Allwetterreifen Testsieger und damit bester Allwetterreifen war der Falken EuroAll Season AS200 mit der Gesamtnote 3,7. Der Vredestein Quatrac Lite landete auf dem 2. Platz mit der Gesamtnote 4,0. Dahinter reihten sich der Kumho Sofus HA31 und der Uniroyal AllSeasonExpert mit dem Urteil 4,8.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Ganzjahresreifen

5.1. Wie lange halten Ganzjahresreifen?

Es ist immer schwer zur Haltbarkeit von Reifen konkrete Aussagen zu treffen. Generell sollten Winter- und Sommerreifen nicht mehr als 10 Jahre verwendet werden, wenn man sie regelmäßig wechselt. Nach 10 Jahren ist der natürliche Verschleiß einfach zu hoch geworden.

Bei Allwetterreifen ist dies natürlich noch schwieriger, da die Reifen gar nicht gewechselt werden müssen. In der Regel geht man von 40.000 bis 60.000 km Laufleistung aus, die Ganzjahresreifen überstehen können, wenn es sich um einen gemäßigten Fahrstil handelt. Wenn Ihnen Speed wichtig ist, sollten Sie mit einem eher hohen Verschleiß rechnen.

5.2. Wie gut sind Ganzjahresreifen?

Allwetterreifen Test

Der Nexen N8217 Priz 4S – ein eher günstiger Allwetterreifen.

Allwetterreifen stellen ein Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen dar. Die Hauptaussage aus dem Test: Ganzjahresreifen sind nicht so gut wie spezialisierte Winterreifen oder richtige Sommerreifen. Ihr Fahrverhalten kann bei Nässe und Trockenheiten nicht mit Sommerreifen mithalten und bei Schnee und Eis nicht an Winterreifen heran kommen. Dennoch können die Ganzjahresreifen für Mercedes-, BMW- und VW-Fahrer geeignet sein, wenn Sie wenig fahren und nicht im Gebirge leben, an dem dicke Schnee- und Eisdecken den Winter dominieren. Für das Motorrad haben wir keine Vergleiche angestellt, daher beziehen sich alle Ergebnisse auf den PKW.

5.3. Wie erkenne ich Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen erkennen Sie am Profil. Es ist deutlich tiefer als bei den Sommerreifen, aber nicht so tief wie bei den Winterreifen. Außerdem haben Ganzjahresreifen die gleiche Kennzeichnung wie Winterreifen. Auch wenn Sie Reifen günstiger kaufen, sollten Sie auf das „M+S“-Zeichen oder ein Schneeflockensymbol achten.

5.4. Ganzjahresreifen: Wie oft wechseln?

Genau wie die Frage, wie lange Ganzjahresreifen halten, ist diese Frage in unserem Ganzjahresreifen Vergleich nur schwer zu beantworten. In der Regel können bei gemäßigter Fahrweise die Reifen 3-5 Jahre genutzt werden. Letztlich sollten Sie auf die Profiltiefe achten, die nach den europäischen Vorgaben bei 1,6 mm liegen muss. Sind die Profile geringer, dann müssen Sie wechseln.

5.5. Ganzjahresreifen: Was sagt die Versicherung?

Eine Winterreifenpflicht gibt es in Deutschland seit dem 04.12.2010. Der Gesetzgeber legt fest:

„Danach dürfen Kraftfahrzeuge bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Schneeglätte, Eis- oder Reifglätte nur mit sog. M+S-Reifen (Matsch & Schnee-Reifen) gefahren werden.“

BAG (Bundesamt für Güterverkehr)

Wenn ein Allwetterreifen die „M+S“-Kennzeichnung oder das Schneeflocken-Symbol trägt, können Sie den Reifen auch im Winter fahren. Der ADAC empfiehlt die Benutzung von Winterreifen von Oktober bis Ostern. Das Fahren von Sommerreifen bei Schnee und Eis kann hingegen zu Bußgeldern und bei Schäden auch zu Problemen mit der Versicherung führen.

5.6. Mit Ganzjahresreifen nach Italien?

Widersprüchliche Informationen haben Autofahrer verunsichert: Welche Reifen darf ich bei einer Reise nach Italien aufziehen? Im Winter gilt auf vielen Strecken inzwischen eine Pflicht für Winterreifen bzw. Reifen mit der „M+S“-Kennzeichnung.

Wenn Sie im Sommer nach Italien fahren, müssen die Ganzjahresreifen einen Geschwindigkeitsindex aufweisen, der dem Wert in der Zulassungsbescheinigung entspricht. Der ADAC erklärt in diesem Dokument ganz ausführlich, worauf Sie achten müssen. Grundsätzlich sollten Sie bei Ganzjahresreifen mit dem Geschwindigkeitsindex „R aufpassen, sofern Ihr Fahrzeug einen dementsprechend höheren Speed-Index aufweist.

Kommentare (2)
  1. Jens D. sagt:

    Ich fahre relativ selten mit dem Auto und daher sind auch meine Ganzjahresreifen nicht oft in Benutzung. Muss ich den Luftdruck trotzdem so häufig messen? Und welcher Luftdruck ist bei Goodyear Reifen am besten?
    Danke im Voraus .

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt:

      Lieber Leser,

      vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Ganzjahresreifen Vergleich.

      Auch wenn Sie nicht so häufig mit dem Auto unterwegs sind ist es wichtig, den Reifendruck regelmäßig (alle 14 Tage) zu testen. Wenn Ihr Fahrzeug lange Zeit steht, kann sich der Druck in den Reifen deutlich verringern.
      Ist der Luftdruck zu gering verlängert sich der Bremsweg. Zudem erwärmt und verformt sich der Reifen stärker, wodurch es zu Beschädigungen des Reifens kommen kann. Außerdem verstärkt ein geringer Luftdruck den Rollwiderstand. Dieser wirkt sich auf den Kraftstoffverbrauch aus und die Spritkosten erhöhen sich umso mehr.
      Ein hoher Luftdruck in den Reifen ist zwar weniger problematisch, sollte aber trotzdem vermieden werden. Denn dabei läuft sich das Reifenprofil ungleichmäßig ab. Der Reifen ist so frühzeitig verschlissen und kann im schlimmsten Fall platzen.
      Um den richtigen Reifenluftdruck herauszufinden, sollten Sie sich den Aufkleber an der Fahrertür oder auf der Innenseite der Tankklappe anschauen. Sie können natürlich auch in der Betriebsanleitung Ihres Autos nachschauen.

      Beste Grüße und gute Fahrt!
      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
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