Rückfahrkamera Test 2017

Die 7 besten Rückfahrvideosysteme im Vergleich.

Vega Solutions WT-7RM Vega Solutions WT-7RM
Pathson Rückfahrkamera DE036 Pathson Rückfahrkamera DE036
CSL Aplic mit Einparkhilfe CSL Aplic mit Einparkhilfe
Garmin BC 30 Garmin BC 30
CARCHET BQ008 CARCHET BQ008
DAX-HUB 02 DAX-HUB 02
Chetoo CT-006 Chetoo CT-006
Abbildung Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Vega Solutions WT-7RM Pathson Rückfahrkamera DE036 CSL Aplic mit Einparkhilfe Garmin BC 30 CARCHET BQ008 DAX-HUB 02 Chetoo CT-006
VergleichsergebnisTÜV Siegel TÜV-geprüftes Test- & Vergleichsverfahren
Vergleich.org
Bewertung 1,3 sehr gut
06/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,4 sehr gut
06/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,5 gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,6 gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,8 gut
06/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,9 gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,1 gut
06/2017
Kundenwertung
bei Amazon
135 Bewertungen
17 Bewertungen
42 Bewertungen
54 Bewertungen
12 Bewertungen
22 Bewertungen
13 Bewertungen
Blickwinkel Je weiter der Winkel ist, den die Kamera erfassen kann, desto sicherer ist das Rückwärtsfahren. 145° 170° 135° 140° 120° 135° 170°
IP-Schutzklasse Der Wert gibt an, wie gut die Kamera gegen äußere Einflüsse wie Staub (erste Kennziffer) oder Wasser (zweite Kennziffer) geschützt ist. Je höher die angegebene Zahl ist, desto besser ist der Schutz. 67 68 68 67 68 68 67
Betriebstemperatur -30 bis 60° C -30 bis 60 °C -30 bis 70° C -40 bis 85° C k.A. -10 bis 50° C -10 bis 40 °C
Installation
inkl. Monitor Wird eine Rückfahrkamera nicht im Set mit einem Monitor geliefert, lässt sie sich an ein Navigationsgerät oder den eingebauten Bildschirm am Autoradio anschließen.
7 Zoll

4,3 Zoll

7 Zoll

4,3 Zoll

4,3 Zoll
Nachtsichtfunktion Hat die Rückfahrkamera LEDs eingebaut, dienen diese unterstützend zum Rücklicht am Auto für sicheres Einparken bei Nacht.
18 Infrarot-LEDs

18 Infrarot-LEDs

8 Infrarot-LEDs

12 LEDs
Distanzanzeige Die Anzeige informiert den Fahrer mittels grüner, gelber und roter Linien, die auf den Boden projiziert werden, wie viel Platz noch bis zum nächsten Hindernis ist. Ja Ja Ja Ja Ja Ja Nein
kabellos Nein Ja Nein Ja Ja Ja Nein
Vorteile
  • inkl. Fern­be­di­e­nung
  • bis zu 2 Kameras können mit­ein­ander ver­bunden werden
  • gute Bild­qua­lität
  • Kamera auch in Weiß erhält­lich
  • Far­brück­fahr­ka­mera
  • bis zu 2 Kameras können mit­­ein­ander ver­­bunden werden
  • auto­ma­ti­scher Weiß­ab­g­leich und Gegen­licht­kom­pen­sa­tion
  • gute Bild­qua­lität
  • inkl. Loch­fräse für Park­sen­soren
  • Monitor ein­klappbar
  • gute Ver­ar­bei­tung
  • bis zu 4 Kameras können mit­ein­ander ver­bunden werden
  • kom­pa­tibel mit vielen gän­gigen Navi-Marken (z.B. Garmin, Camper, nüvi)
  • sta­biler Funk­emp­fang
  • gute Bild­qua­lität
  • auch mit 4,3 Zoll Monitor erhält­lich
  • gute Bild­qua­lität
  • auch mit Monitor erhält­lich
  • gute Bil­d­qua­­lität
  • gute Nach­t­­sicht
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4,6 /5 aus 14 Bewertungen

Rückfahrkameras-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Rückfahrkameras sind, ähnlich wie Parksensoren, elektronische Hilfsmittel, die das Rückwärtsfahren und Einparken erleichtern sollen.
  • Das Display, welches die Bilder der rückwärtig verbauten Kamera anzeigt, kann sich entweder auf dem Armaturenbrett befinden oder auf dem Innenspiegel. Einige Kameras können auch mit dem Bildschirm eines Navigationsgeräts oder Autoradios verbunden werden.
  • Die Bildübertragung funktioniert via Kabel oder Bluetooth. In beiden Fällen können Sie den Einbau selbst vornehmen oder auf Nummer Sicher gehen und ihn von der Werkstatt durchführen lassen.

Rückfahrkamera Test

Autounfälle geschehen täglich auf Deutschlands Straßen. Laut einer Meldung der Allianz-Versicherung passieren etwa 40 Prozent aller Unfälle beim Parken oder Rangieren. Besonders das Rückwartsausparken scheint gefährlich: 41,7 Prozent der Schäden entstehen bei diesen Manövern.

Damit Sie stressfrei parken und rückwärts fahren können, haben wir für Sie die besten Rückfahrkameras genauer betrachtet. Wichtige Tipps für Kauf und Einbau finden Sie zusammengefasst in unserem Ratgeber, zusammen mit der aktuellen Gesetzeslage und kompetenten Hinweisen des ADAC-Experten Jörg Kirst.

1. Freie Sicht beim Parken – So funktionieren Rückfahrkameras

wireless

Die Bilddaten werden über Bluetooth oder Kabel übertragen.

Wie der Name schon sagt, bedienen sich diese Rückfahrtsysteme einer oder mehrerer Kameras, um einen bestimmten Bereich hinter Ihrem PKW aufzunehmen. Die Kamera wird am Heck des Wagens, meist an der Stoßstange oder der Halterung des Nummernschildes, montiert.

Das optische Signal wird dann an einen zum System gehörigen Monitor, ein Navigationsgerät oder ein Autoradio mit Bildschirm weitergeleitet. Die Übertragung der Bilder erfolgt per Kabel oder über Funksignale.

Das Display befindet sich im Cockpit, gut sichtbar für den Fahrer, und zeigt den kompletten Bereich hinter dem Auto, ohne gefährliche tote Winkel. Das erleichtert besonders das Einparken bei engen Parklücken oder wenn Sie ein großes Auto bzw. ein Wohnmobil, vielleicht sogar mit einem Anhänger, fahren.

Lohnt sich das Nachrüsten einer Rückfahrkamera für Sie? Ein Überblick der Vor- und Nachteile der Technik hilft Ihnen bei der Entscheidung:

  • verkleinert toten Winkel – mehr Sicherheit beim Fahren
  • hilfreich beim Einparken in kleine Lücken
  • erleichtert Rangieren und Parken mit Anhänger
  • Hindernisse und Gefahren werden beim Rückwärtsfahren sofort erkannt
  • verzerrtes Bild durch Weitwinkelobjektiv ist gewöhnungsbedürftig
  • kann ungeübte Fahrer ablenken
  • Einbau sollte durch Fachmann erfolgen — teuer

Achtung: Rückfahrvideosysteme verfügen nicht unbedingt über Abstandsmesser! Das heißt: Sie erhalten kein gesondertes Signal darüber, wie nah ein Hindernis hinter Ihnen ist. Orientieren Sie sich am Bild der Kamera und den darauf eingeblendeten Abstandslinien bzw. daran, was Sie in den Rückspiegeln sehen.

2. Freie Sicht nach hinten – Verschiedene Arten von Rückfahrkamerasystemen

Wollen Sie eine Rückfahrkamera kaufen, können Sie sich grundlegend zwischen zwei verschiedenen Typen entscheiden. Am häufigsten sind Systeme, bei denen die Kamera mit einem Monitor verbunden wird, der auf dem Armaturenbrett Ihres Autos angebracht wird.

Es gibt aber auch Rückfahrkamera Sets, bei denen das Display direkt auf dem Innenspiegel montiert wird. Einen Überblick über beide Kategorien liefert die folgende Tabelle:

Bauform Beschreibung Vor- und Nachteile
Display auf dem Armaturenbrett

dax-hub

  • Kamera und Monitor per Kabel oder Funksignal verbunden
  • Display wird mittels Halterung auf dem Armaturenbrett oder an der Frontscheibe angebracht
  • als Bildschirm können auch Navigationsgeräte oder das Display des Autoradios benutzt werden
Monitor frei platzierbar
 großes Display
Bildschirm stört Sicht nach vorn
Display auf dem Innenspiegel

rückspiegel-display

  • Kamera und Display per Kabel oder Funksignal verbunden
  • Monitor wird direkt auf dem Innenspiegel befestigt
  • Anzeige der Kamerabilder erfolgt nur auf einem Teil des Rückspiegels
unauffällig und platzsparend
freie Sicht nach vorn
Display spiegelt häufig
Bildausschnitt sehr klein
Experten-Fazit: Technik-Gruppenleiter Jörg Kirst vom ADAC Berlin-Brandenburg bestätigt, dass beide Bauformen Vor- und Nachteile haben. Displays auf dem Innenspiegel schätzt er als meist zu klein ein, um einen guten Blick nach hinten zu bieten.

3. Volle Fahrt zurück – Kaufberatung für Rückfahrsysteme

Möchten Sie eine Rückfahrkamera nachrüsten, sollten Sie sich vor dem Kauf einige Gedanken machen, was das System für Ihren Fahrkomfort können muss. Wichtig sind vor allem die Weite des Blickwinkels, wo das Display montiert wird und wie das Signal von der Kamera an den Monitor gelangt.

3.1. Alles im Blick — der Blickwinkel

blickwinkel

Je weiter der Blickwinkel der Kamera ist, desto sicherer ist das Rückwärtsfahren.

Hier gilt: Je größer, desto besser. Die Kamera an Ihrer Stoßstange sollte das Geschehen hinter Ihnen in einem möglichst weiten Winkel erfassen. Das sorgt für mehr Sicherheit beim Rückwärtsfahren und Parken, da auch Objekte und Menschen erfasst werden, die sich nicht direkt hinter Ihrem Fahrzeug befinden.

Die Modelle in unserem Rückfahrkamera-Vergleich 2017 erfassen Winkel zwischen 110 und 170°. Unsere Empfehlung: 120° sind das Minimum, besser sind natürlich 170°.

3.2. Immer im Bilde — das Display

Grundlegend können Sie sich entscheiden zwischen Displays, die am Armaturenbrett angebracht werden, und solchen, die vor den Innenspiegel geklemmt werden.

Für welche Bauform Sie sich entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Beide Displays liefern gute Bilder und haben sich in der Praxis bewährt. Einige Nutzer stört das eingeschränkte Sichtfeld nach vorn bei einer Rückfahrkamera mit Monitor auf dem Armaturenbrett.

Andere Nutzer berichten, dass der Bildschirm über dem Rückspiegel bei einigen Modellen stark reflektieren kann. In unserem Rückfahrkamera-Vergleich sind beide Arten vertreten, damit Sie Ihren persönlichen Rückfahrkamera-Vergleichssieger finden können.

Tipp: Erstaunlicherweise spielt die Auflösung des Displays lediglich eine untergeordnete Rolle. Bereits Werte von 320 x 240 Pixeln reichen vollkommen aus, um das Geschehen am Heck des Fahrzeugs klar erkennen zu können.

3.3. Korrekt verkabelt — die Signalübertragung

Was bedeutet Bluetooth?

Bluetooth ist ein heute sehr weit verbreitetes Übertragungssystem, mit dem per Funkverbindung Daten zwischen Geräten über kurze Entfernungen übertragen werden können. Der Name bezieht sich auf den dänischen König Harald „Blauzahn“ Gormson, der im ersten Jahrhundert nach Christus regierte. Sinnbildlich für seinen Beitrag zu Vereinigung von verfeindeten Teilen Norwegens und Dänemarks benannten die Erfinder das  Funk-Datenübertragungssystem nach dem König.

Die Bilder, welche von der Kamera erfasst werden, können das Display auf zweierlei Arten erreichen: Über eine Kabelverbindung oder per Funkübertragung. Entscheiden Sie sich für ein Rückfahrkamera Set mit klassischer Kabelverbindung, müssen die Kabel sauber vom Kofferraum bis nach vorn ins Cockpit verlegt werden. Da es hierfür notwendig sein kann, einige Löcher im Innenraum zu bohren, sollte die Installation nach Möglichkeit ein Fachmann vornehmen.

Ist die Rückfahrkamera über Funk mit dem Display verbunden, sind zusätzliche Bohrungen nicht notwendig. Ganz ohne Kabel funktioniert der Aufbau natürlich dennoch nicht, da zumindest zwischen Funk Rückfahrkamera bzw. Monitor und dem zugehörigen Funksender eine physische Verbindung bestehen muss.

Die Kabel hierfür lassen sich jedoch leicht durch bereits bestehende Öffnungen an der Heckklappe bzw. entlang der Außenseite des Armaturenbretts verlegen. Bei den kabellosen Systemen in unserem Vergleich wird die Rückfahrkamera über Bluetooth mit dem Display verbunden.

3.4. Nie mehr im Dunkeln stehen — die Nachtsichtfunktion

Auto Rückfahrkamera

Mehrere Infrarot-LEDs rings um die Kameralinse spenden auch im Dunkeln Licht.

Um auch nach Einbruch der Dunkelheit sicher einparken zu können, sollten Sie eine Rückfahrkamera anschließen, die über eine Nachtsichtfunktion verfügt. Dazu werden rund um die Kameralinse kleine lichtemittierende Dioden (LEDs) angebracht, die Infrarotlicht abgeben:

  • für das menschliche Auge nicht sichtbar
  • Kamera nutzt das Licht, wenn keine weitere Beleuchtung vorhanden ist
  • Reichweite auf etwa 3 Meter begrenzt

Parken Sie häufiger in schlecht ausgeleuchteten Arealen im Dunkeln ein, sorgt diese Funktion für mehr Sicherheit beim Rückwärtsfahren. Je mehr LEDs rund um die Kamera angebracht sind, desto besser ist das Bild bei Nacht.

Unsere Empfehlung: 6 bis 8 Dioden reichen für eine gute Nachtsicht.

3.5. Gewappnet gegen Witterung — IP-Schutzklasse und Temperaturbeständigkeit

Da die Kamera außen am Auto montiert wird, ist sie täglich Wetter, Staub und Schmutz ausgesetzt. Damit sie trotz der hohen mechanischen Belastung lange ihren Dienst tut und Ihre Rückfahrkamera den Langzeit-Test besteht, sollte sie gegen Staub und Wasser geschützt und temperaturbeständig sein.

IP-Schutzklasse:

  • gibt an, wie gut ein elektrisches Gerät gegen Fremdkörper und Wasser geschützt ist
  • erste Ziffer: Schutz gegen Fremdkörper wie Staub
  • zweite Ziffer: Schutz gegen Wasser
  • je höher die Ziffern, desto besser der Schutz

Wir empfehlen mindestens einen Schutz der Klasse IP65. Damit ist Ihre Rückfahrkamera staubdicht (erste Ziffer) und gegen Wasserstrahlen aus einem beliebigen Winkel (zweite Ziffer) geschützt. Schutz gegen zeitweiliges oder dauerhaftes Untertauchen (Ziffern 7 und 8) ist nicht unbedingt nötig.

Tipp: Auch wenn im Straßenverkehr meist nur mit Spritzwasser zu rechnen ist, sollte die Kamera auch Strahlwasser aushalten. Das wird spätestens bei der nächsten Fahrt in die Waschanlage relevant.

Temperaturbeständigkeit:

Sicherheit

Die Kamera ist permanent der Witterung und starken Temperaturschwankungen ausgesetzt.

  • liegt bei den meisten Modellen zwischen -20 und +70° Celsius
  • sollte nicht nur mögliche Außentemperaturen umspannen, sondern auch Kälte in Bodennähe und Hitze bei direkter Sonneneinstrahlung

Da die Kamera relativ nahe am Boden montiert ist, gilt im Winter als unterer Grenzwert nicht nur die Lufttemperatur, sondern auch die Temperatur in Bodennähe. Diese kann bis zu 8° Celsius unter der gemessenen Außentemperatur liegen.
Im Gegenzug kann bei direkter Sonneneinstrahlung das Thermometer leicht auf über 40° Celsius klettern.

Unsere Empfehlung: Eine Temperaturbeständigkeit zwischen -20 und +60° Celsius reicht aus, wenn die Kamera in gemäßigten Klimazonen wie Deutschland zum Einsatz kommt.

4. Alternativen zu Rückfahrvideosystemen

Ein Rückfahrvideosystem ist nicht jedermanns Sache. Der Bildschirm liefert zwar hilfreiche Informationen beim Einparken, wird jedoch von manchen als Ablenkung wahrgenommen. Daher wollen wir in unserem Rückfahrkamera-Vergleich auf zwei Alternativen hinweisen: Einparksensoren und selbstlenkende Systeme. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über beide Einparkhilfen.

4.1. Einparksensoren

Eigenschaften Vor- und Nachteile
  • Abstandsmessung durch Ultraschallsensoren an der Stoßstange
  • Sensoren sind vorn und hinten angebracht
  • Licht- und Tonsignale warnen Fahrer vor Hindernissen
  • Je mehr Sensoren montiert sind, desto genauer ist die Messung.
lassen sich bei fast jedem Fahrzeug nachrüsten
optische & akustische Signale lenken weniger ab als Display
unauffällig & platzsparend
Stoßstange muss für Einbau entfernt werden
können durch andere Ultraschallquellen wie Presslufthämmer gestört werden
kleinere Hindernisse werden nicht erkannt

4.2. Selbstlenkende Systeme

Eigenschaften Vor- und Nachteile
  • übernehmen das Lenkmanöver für den Fahrer
  • Abstandsmessung durch Ultraschallsensoren an den Stoßstangen & Kotflügeln
  • Sensorsignale steuern Elektromotor an der Lenkung
  • Fahrer steuert nur die Geschwindigkeit
  • Kopplung mit Rückfahrkamera für exakteres Messergebnis
optimales Einparken auch bei kleinen Parklücken
sicherer Parkvorgang bei schlechter Sicht und in stressigen Situationen
System erkennt automatisch, ob eine Parklücke geeignet ist
Nachrüsten sehr teuer
kleinere Hindernisse werden nicht erkannt

Nachtsicht

5. Auf der sicheren Seite — die Gesetzeslage bei Einparkhilfen

Bevor Sie sich für den Kauf einer Rückfahrkamera mit Funk oder für den Einbau von Parksensoren entscheiden, sollten Sie die relevante Gesetzgebung in Deutschland dazu beachten. Die folgenden Abschnitte bieten einen Überblick über die wichtigsten Regelungen.

5.1. Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen

Navi mit Rückfahrkamera

Die Rückfahrtkamera ans Autoradio anschließen? Auch das ist möglich.

Zu dieser Kategorie zählen vornehmlich PKW und Kleintransporter, aber auch sonstige Fahrzeuge, die das Gewicht von 3.500 Kilogramm unterschreiten. Für sie sind Rückfahrkameras und andere Einparkhilfen optional, also nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben: PKW können solche Systeme nutzen, müssen es aber nicht.

Möchten Sie eine Rückfahrkamera nachrüsten, kommt es jedoch darauf an, die Straßenverkehrstauglichkeit Ihres Autos dadurch nicht zu beeinträchtigen. Das kann besonders schnell passieren, wenn Sie die Kamera selbst installieren wollen und beispielsweise für die Stromversorgung der Kamera eine Verbindung zwischen dieser und dem Rücklicht herstellen.

Jörg Kirst, Technik-Experte beim ADAC Berlin-Brandenburg, empfiehlt daher, den Einbau immer vom Fachmann in der Werkstatt durchführen zu lassen. Theoretisch kann man die Einrichtung zwar anhand der Anleitung selbst vornehmen, Kirst rät jedoch jedem davon ab, der keine entsprechenden Kenntnisse, beispielsweise im Bereich Mechatronik, mitbringt.

Fazit:

  • Für Fahrzeuge mit unter 3,5 Tonnen Gesamtgewicht sind Rückfahrkamerasysteme keine Pflicht.
  • Es ist möglich, das System selbst nachzurüsten, jedoch kann das Fahrzeug bei fehlerhaftem Einbau im schlimmsten Fall bei der Hauptuntersuchung als verkehrsuntauglich eingestuft werden.
  • Das Nachrüsten sollte nach Möglichkeit immer ein Fachmann übernehmen.

5.2. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen

Der tote Winkel bei Fahrzeugen

Hinter dem Begriff verbirgt sich die Bezeichnung für einen Raum hinter oder neben einem Fahrzeug, der trotz der eingebauten Seiten- und Rückspiegel nicht gesehen werden kann. Bei Lastkraftwagen kann dieser Winkel den Sichtbereich bis zu 38 % einschränken! Diese potentielle Gefahrenquelle macht sich vor allem beim Abbiegen und Rückwärtsfahren bemerkbar: Rund 400 teils schwere Unfälle aufgrund des toten Winkels passieren noch immer jährlich in Deutschland. Mit einer Rückfahrkamera für LKW können solche Vorfälle verhindert werden.

Transporter, LKW, Busse und Sattelschlepper gehören in diese Kategorie. Seit 2007 gilt eine Richtlinie, die für Fahrzeuge dieser Gewichtsklasse zusätzliche Maßnahmen für die sogenannte indirekte Sicht vorschreibt. Dazu zählen neben zusätzlichen Weitwinkelspiegeln auch Rückfahrsysteme und Kameras. Mit diesen Hilfsmitteln verschwindet der berüchtigte tote Winkel bei großen Fahrzeugen fast gänzlich, was die Sicherheit auch für andere Verkehrsteilnehmer erhöht. Neuere Fahrzeuge werden bereits ab Werk damit ausgestattet, bei älteren Modellen ab Baujahr 2000 sollte die Nachrüstung einer Rückfahrkamera vom Fachmann vorgenommen werden.

Fazit:

  • Für Fahrzeuge mit über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht sind unterstützende Sichthilfen wie Weitwinkelspiegel oder Rückfahrkameras gesetzlich vorgeschrieben.
  • Neuere Modelle sind bereits entsprechend ausgestattet, ältere Fahrzeuge sollten in der Werkstatt nachgerüstet werden.
  • Durch Rückfahrvideosysteme wird die Verkehrssicherheit großer Fahrzeuge erhöht.

Wie gefährlich der tote Winkel gerade bei LKW sein kann, verdeutlicht das folgende Video:

5.3. Aktuelle Urteile

Immer mehr Fahrassistenzsysteme werden in moderne Autos eingebaut, die das Fahren so sicher und komfortabel wie möglich machen sollen. Parksensoren und auch die Systeme aus unserem Rückfahrkamera Vergleich gehören in diese Kategorie. Doch wer haftet, wenn aufgrund der Nutzung der Einparkhilfen Schäden entstehen?

Wie die Stiftung Warentest berichtet, muss laut einem Urteil des Amtsgerichtes Hannover der Fahrzeughalter selber für den entstandenen Sachschaden gerade stehen, wenn er sich beim Rückwärtsfahren nur auf das Kamerabild verlässt. Ähnliches gilt für Parksensoren: Die Kaskoversicherung kommt nicht für Schäden auf, wenn sich der Fahrer allein am Signal der Einparkhilfe orientiert.

Im Gegenzug dazu darf ein Fahrzeughalter vom Kauf zurücktreten, wenn eine vom Werk aus eingebaute Rückfahrkamera keine Distanz- und Hilfslinien anzeigt, obwohl diese in der Betriebsanleitung aufgeführt werden.

Fazit: Die Rechtssprechung besagt klar, dass der Fahrer trotz Rückfahrkamera selbst auf das Verkehrsgeschehen achten muss und sich nicht allein auf die Technik verlassen darf. Der ADAC-Experte Jörg Kirst bestätigt dies: So hilfreich die Systeme auch sein können, entbinden sie den Fahrer nicht von seiner Verantwortung.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Rückfahrkameras

  • Sind teure Auto Rückfahrkameras immer besser als günstige Modelle?

    Nicht unbedingt. Ihr persönlicher Rückfahrkamera-Vergleichssieger muss nicht immer das kostenintensivste Gerät sein. Wichtig beim Kauf sind hauptsächlich die Bildschirmgröße und der abgedeckte Winkel. Auch günstige Kameras können bei beiden Kriterien punkten, wie Tests gängiger Rückfahrkameras beweisen.
  • Lenken Rückfahrkamerasysteme nicht viel zu sehr vom Verkehr ab?

    Die zusätzlichen visuellen Informationen können ablenken, sind im Zweifelsfall aber auch sehr hilfreich. Gerade für ältere Fahrer beurteilt ADAC-Fachmann Jörg Kirst die Technik als sinnvoll. Eine eingeschränkte Beweglichkeit, gerade beim Schulterblick und beim Blick nach hinten, können die Kameras gut ausgleichen. Fahranfängern empfiehlt der Experte jedoch, das Einparken zunächst ohne Hilfsmittel zu erlernen, um nicht abhängig von der Technik zu werden.
  • Gibt es spezielle Rückfahrkameras für Wohnmobile?

    Ja, die gibt es tatsächlich, beispielsweise vom Hersteller Waeco. Die Besonderheiten einer Rückfahrkamera für ein Wohnmobil liegen darin, dass sie über 2 Kameras verfügt und nicht auf Höhe des Nummernschildes, sondern in etwa 2,30 Metern Höhe angebracht wird. So wird ein optimaler und weitreichender Blick nach hinten ermöglicht.
  • Was kostet der Einbau einer Rückfahrkamera?

    Wenn Sie, wie vom ADAC-Experten Jörg Kirst empfohlen, einen Fachmann die Rückfahrkamera einbauen lassen, müssen sie mit etwa 500 Euro Einbaukosten rechnen. Verfügt Ihr Fahrzeug bereits über einen Bildschirm, an den die Kamera angeschlossen werden kann, wird der Einbau etwas günstiger.
  • Gehören Rückfahrkameras bald auch für PKW zur Standardausrüstung?

    Fast jede Marke hat bereits eine Produktlinie mit im Sortiment, die standardmäßig mit einer Rückfahrkamera oder Parksensoren ausgestattet ist. So bald wie in den USA wird diese Ausstattung in Deutschland jedoch vermutlich nicht Pflicht.
Vergleichssieger
Vega Solutions WT-7RM
sehr gut (1,3) Vega Solutions WT-7RM
135 Bewertungen
147,89 € Zum Angebot »
Preis-Leistungs-Sieger
CSL Aplic mit Einparkhilfe
gut (1,5) CSL Aplic mit Einparkhilfe
42 Bewertungen
54,85 € Zum Angebot »
Kommentare (2)
  1. Tim W. :

    Ich bin ja echt nicht so der Technik Experte...wenn ich jetzt so ne Rückfahrkamera kabellos einbauen kann, brauch ich für die Montage dann überhaupt Zubehör? Muss ja nicht groß Kabel verlegen, oder? Ist ja dann nicht wie bei nem Navi mit Rückfahrkamera, wo ich die Kamera mit nem Kabel anschließen muss...

    Antworten
    1. Vergleich.org :

      Lieber Leser,

      vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Rückfahrkamera Vergleich.

      Ganz ohne Werkzeug und Zubehör kommen Sie auch bei der Montage von Funkkameras nicht aus.
      Wichtig ist, dass die Kamera außen, meist am Nummernschild, angebracht wird. Von dort aus muss
      ein Kabel zur Stromversorgung und ein Kabel zum Funkempfänger ins Innere Ihres Autos führen.

      Im Idealfall können Sie dafür bereits vorhandene Öffnungen in der Kofferraumverkleidung nutzen.
      Anderenfalls müssen sie mit einer Lochfräse eine Öffnung zur Kabelführung schaffen.

      Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude beim Fahren,
      Ihr Vergleich.org Team

      Antworten
  2. Harry B. :

    Geehrtes Vergleich.org-Team!

    ich bin Fernfahren und nutze von Berufs wegen eine Luis Rückfahrkamera. Würde sich das nicht auch für mein Privatauto lohnen?

    MFG
    Harry

    Antworten
    1. Vergleich.org :

      Lieber Harry,

      vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Rückfahrkamera Vergleich.

      Wenn Sie bereits Erfahrungen mit einer Luis Rückfahrkamera gesammelt haben, lohnt sich ein ähnliches Modell natürlich auch im Privatbereich.
      Dafür gibt es mittlerweile Sogar Rückfahrkameras für Android oder iPhone, die sich per Funk mit den jeweiligen Smartphones verbinden lassen.

      Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude beim Fahren,
      Ihr Vergleich.org Team

      Antworten
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