Das Wichtigste in Kürze
  • Ein optisches Kabel wird für Digital-Audio eingesetzt. Diese digitale Übertragungsart verwendet Lichtwellenleiter zur Datenübertragung.
  • Durch diese Übertragungsart sind die Kabel weniger anfällig für magnetische und elektromagnetische Störungen, wie man sie beispielsweise von herkömmlichen Klinkensteckern und -kabeln oder Cinch-Audiokabeln kennt.
  • Angeschlossen werden die optischen Kabel an der TOSLINK-Schnittstelle. Diese findet sich an vielen Audiogeräten.

optisches kabel test

Freunde des Musikgenusses kennen das Problem: Plötzlich knackt es in den Lautsprechern, weil ein Telefon klingelt. Herkömmliche Cinch-Kabel sind äußerst anfällig für Störungen. Deshalb sollten Sie für störungsfreien Musikgenuss auf digitale Audiokabel zurückgreifen. In unserem Vergleich optischer Kabel 2020 erfahren Sie alles über die optisch-digitale Audioübertragung. Zudem erfahren Sie in unserer Kaufberatung, worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen persönlichen Lichtleiter-Testsieger küren möchten – was es mit dem Begriff „Lichtleiter“ auf sich hat, werden Sie ebenfalls im Folgenden erfahren.

1. Was ist ein optisches Kabel?

„Optisch“ bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass etwas sichtbar gemacht wird, sondern dass das Audiokabel optisch, also mittels Lichtwellen, Signale überträgt. Daher auch das Synonym „Lichtleiter“.

Dieser Punkt ist nicht so banal, wie er zunächst scheint. Denn faktisch sind die bekannten Signalübetragungstechniken, sowohl im Video als auch im Audiobereich, in ihrer grundlegenden Funktionsweise elektrisch: Die Übertragung der Signale erfolgt dabei durch Stromfluss. Die Übertragungsleiter bei dieser Art der Signalübertragung sind meist Kupferkabel.

digital out kabel

Die beiden Anschlüsse eines optischen Digital-Out-Kabels.

Zur Funktion der Lichtleiterkabel: Beim optischen Digitalkabel geschieht die Datenübertragung mittels Lichtwellen. Als leitendes Material werden Mischmaterialien aus Quarz, Kunststoff und Glas (auch als Glasfasern bezeichnet) verwendet. Jedoch handelt es sich bei einem optischen Audiokabel nicht um eine Technologie für die Internetverbindung (diese Kabel weisen Unterschiede im Aufbau auf).

Dabei werden die Audiosignale in Lichtwellen umgewandelt, müssen aber nicht aus ihrer digitalen Daseinsform in die analoge transferiert werden, wie es bei der Verbindung über Cinch-Kabel oder 3,5-mm-Klinke nötig ist. Der maßgebende Standard im Bereich der digitalen Tonübertragung ist S/PDIF.

Diese Spezifikation legt fest, in welcher Form Audiosignale digital übertragen werden. Die Abkürzung steht für Sony/Philips Digital Interface, da diese Hersteller sich bei der Entwicklung der digitalen Audio-Übertragungstechnik hervorgetan haben. Diese Spezifikation ist mittlerweile zum Standard geworden und ist auch in Normen festgelegt (u.a. IEC 60958, analog in Deutschland als DIN EN 60958 veröffentlicht).

Kein Markenmonopol: Auch wenn das Übertragungsprotokoll nach den Herstellern benannt ist, ist die Verwendung nicht auf diese beschränkt.

spdif wandler

Beide Anschlussvarianten des S/PDIF-Kabels: TOSLINK und Cinch.

Für die optische Digital-Audio-Übertragung legt S/PDIF für Kabel keine besonderen Anforderungen fest. Die Spezifikation bezieht sich auf die Codierung der Informationen. Auf der physikalischen Ebene werden die Digitalsignale durch einen optoelektrischen Wandler in Lichtwellen umgeformt. Diese Wellen werden mit einer Photodiode übertragen, welche Licht auf einer Wellenlänge von ca. 650 mn ausstößt. Dieses Licht befindet sich im Farbspektrum zwischen Orange und Rot. Die optische Übertragung ermöglicht Datenraten bis zu 20 Mbit/s. Da ursprünglich nur eine Tonausgabe auf zwei Kanälen (Stereo) vorgesehen war, kann es bei der Wiedergabe von Dolby Digital Plus oder DTS HD zu Schwierigkeiten kommen.

Als Verbindungsstelle zwischen zwei Geräten kommt beim optischen Digital-Audiokabel die so genannte TOSLINK-Schnittstelle zum Einsatz. Auch hier spielt wieder ein Hersteller eine Rolle in der Namensgebung. Die Schnittstelle ist eine Abkürzung für Toshiba-Link und honoriert die Rolle, welche der Hersteller in der Entwicklung der optischen Digital-Schnittstelle spielte. Diese Schnittstelle ist heute der Standard im Bereich der digitalen optischen Audio-Kabel. Wie auch bei der Spezifikation der Datenübertragung kann TOSLINK auch von anderen Herstellern verwendet werden.

Optische Audiokabel bestehen immer aus mehreren Komponenten:

  • Kern
  • Mantel
  • Schutzbeschichtung
  • äußere Hülle
  • Anschlüsse

Die wichtigsten Bestandteile für die Datenübertragung sind dabei Kern und Mantel. Diese bestehen aus Glasfasern, welche verschiedene Brechungsindizes aufweisen. Dabei ist der Brechungsindex des Kerns höher als der des Mantels. So wird verhindert, dass das Licht aus dem Kabel „entweichen“ kann. Der lichtleitende Kern hat bei optischen TOSLINK-Kabeln einen Durchmesser von ca. einem Millimeter. Neben dem Standard-TOSLINK-Anschluss gibt es auch noch eine Mini-Variante.

Die Vor- und Nachteile von optischen Audio-Kabeln zusammengefasst:

  • sehr gute Klangqualität
  • einfache Verbindung
  • störungsfrei
  • an vielen Heimelektronik-Geräten wie CD-Playern und Heimkino-Geräten zu verwenden
  • nicht mit neuesten Digital-Codecs kompatibel
  • sehr sensibel gegenüber mechanischen Beschädigungen

2.1. TOSLINK-Kabel

Der gängigste Typus (das belegen die meisten Tests optischer Kabel) ist der Lichtleiter mit zwei TOSLINK-Anschlüssen. Diese Kabel sind die am meisten verwendete Variante zur Verbindung zweier TOSLINK-fähiger Geräte.

Der TOSLINK-Stecker besteht aus dem Kontakt, der metallen ist und bei bestehender Verbindung einen Lichtstrahl aussendet, sowie der Nase, die für die richtige Platzierung des Steckers gedacht ist. Sie verfügt über eine flache Seite, zwei Seiten mit Führungsfedern und einer flachen Seite mit abgeschrägten Ecken. Dieses Design ermöglicht die korrekte Platzierung in der Buchse, welche zumeist mit einer Klappe geschützt ist. Der Standard-Stecker wird auch als F05-Stecker bezeichnet.

2.2. TOSLINK-Mini-Kabel

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Adapter für optische Kabel: Von TOSLINK auf Mini-Toslink.

Eine weitere Bauform der Stecker sind diejenigen mit Mini-TOSLINK-Anschluss: Bei diesem Stecker ähnelt der Kontakt der bekannten 3,5-mm-Klinke (auch deshalb manchmal TOSLINK-Klinke genannt). Allerdings ist der Stift nicht aus Metall, sondern verfügt über ein Kunststoffmantel. Dieser Stecker wird an Buchsen verwendet, welche neben dem digital-optischen Audiosignal auch ein analog-elektrisches ausgeben. Diese Buchsen finden sich z.B. bei Laptops.

3. Welche Kaufkriterien sind für optische Kabel entscheidend?

3.1. Anschluss: Die TOSLINK-Schnittstelle beherrscht den Markt

optisches kabel adapter

Brauchen Sie das optische Kabel abgewinkelt, können Sie einen speziellen Lichtleiterkabel-Adapter kaufen.

Die besten optischen Kabel für die Übertragung von Sound arbeiten immer mit der TOSLINK-Schnittstelle. Dieser Standard für Digital-Audio hat sich wegen seiner geringen Störanfälligkeit durchgesetzt. In manchen Geräten wird das optische Audiosignal über eine Mini-Plug-TOSLINK-Buchse ausgegeben. Wenn Sie über ein solches Gerät verfügen, achten Sie darauf, das entsprechende Digital-Out-Kabel zu wählen.

Andere digitale Audiokabel können auch Cinch-Kontakte aufweisen. Wenn Sie sich für ein digitales Cinch-Kabel entscheiden, achten Sie darauf, dass die Buchse auch ein digitales Signal ausgibt. Die klassischen Rot-Weiss-Cinch-Anschlüsse geben lediglich ein analoges Signal aus.

Merke: Diejenigen Cinch-Buchsen, welche ein digitales Signal ausgeben, werden durch einen orangenen Anschluss gekennzeichnet.

3.2. Länge: Je länger das Kabel, desto schwächer das ankommende Signal

optisches kabel 10m

Ein optisches Verbindungskabel mit zehn Metern Länge.

Durch die Lichtwellenübertragung ist die maximale Reichweite des Signals im Kabel begrenzt. Auch bei guten Innenmaterialien wird durch den Brechungsfaktor das Signal auf der Strecke immer schwächer. Theoretisch können optische Digital-Audio-Kabel 100 Meter lang sein. In unserem Vergleich der optischen Kabel waren die Längen meist auf zehn Meter begrenzt.

Da die Kabel aufgrund des lichtleitenden Kerns nicht so flexibel wie Kupferkabel sind, sollten Sie die Länge der Kabel passend wählen. Achten Sie auch darauf, etwas großzügig zu sein, weil die Kabel wegen ihrer etwas festeren Anmutung nicht so flexibel an Ecken und Kanten sind.

3.3. Qualität

Merkmal Beschreibung
Stecker Manche Marken vergolden die Anschlüsse des optischen Kabels. Entgegen der Behauptungen sind diese vergoldeten Stecker ein Vorteil bei der Signalübertragung, da diese den Anschluss vor Korrosion schützen, sodass Sie länger Freude am Kabel haben.
Mantel Der Mantel ist ein besonders wichtiges Feature bei optischen Kabeln, da er den lichtleitenden Teil vor Beschädigungen schützt. Greifen Sie daher zu dickeren Kabeln, da diese über eine bessere Schutzfunktion gegenüber mechanischen Einflüssen verfügen als dünnere Kabel: Bei dickeren Kabeln befinden sich tendenziell mehr Schutzschichten um den lichtleitenden Kern als bei dünneren. Zudem ist eine Gewebestruktur besser als ein PVC-Schutz.
Innenleiter Bei optischen Audiokabeln werden entweder PMMA (Polymethylacrylat) oder POF (Polycarbonat) als leitendes Material verwendet. Die POF-Kabel sind biegsamer als PMMA-Kabel, haben dafür eine höhere Dämpfung. Wenn Sie nur ein kurzes Lichtleiterkabel brauchen, können Sie zu POF greifen. Für längere Kabel sollten Sie eines mit PMMA-Lichtwellenleiter (auch: LWL) verwenden.
Viele Hersteller geben die Kategorie, in welche der leitende Kern fällt, nicht preis. In diesem Fall müssen Sie die Probe der Steifheit machen.

4. Was sollte bei einem Kabelschaden beachtet werden?

kaputtes lichtkabel

Ist das Lichtkabel kaputt, können die Signale nicht übertragen werden.

Da die Lichtwellen als Datenübertragung ausschlaggebend sind, kann schon bei leichten Verletzungen des Kabelmantels eine deutliche Beeinträchtigung des Signals das Resultat sein. Da der Mantel dafür sorgt, dass kein Lichtsignal außerhalb des Kerns landet, würde eine Beschädigung zu Qualitätsverlusten im Digital-Audio-Out-Kabel führen.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema digitales Audiokabel (optisch)

5.1. Wie stecke ich ein optisches Digitalkabel ein?

Die Herstellung einer optischen Verbindung ist in den meisten Fällen nicht komplizierter, als etwa einen Kopfhörer anzuschließen. Die TOSLINK-Schnittstelle gibt die Einsteckrichtung vor. Stecken Sie beide Enden des Kabels in die dafür vorgesehene Buchse. Beginnen Sie mit dem optischen Ausgang an der Signalquelle, also bspw. dem Fernseher. Wenn Sie den Signalausgang angeschlossen haben, sollte ein roter Lichtpunkt aus dem Kabel treten. Falls dies nicht der Fall ist, überprüfen Sie an den Einstellungen, ob die optische Übertragungsvariante als erste Option angewählt wurde.

 

5.2. Was meint die Stiftung Warentest zum Thema?

Gar nichts: Rund um das Thema Optical-Digital-Audio-Out-Kabel konnte sich die Stiftung noch nicht hervortun.

5.3. Was wird durch ein digitales optisches Kabel übertragen?

Die optische Kabel sind für die Übertragung von digitalen Audiosignalen verantwortlich. Diese können somit weniger komprimiert wiedergegeben werden, was zu einer besseren Qualität der ausgegebenen Musik führt.

5.4. Den Optisches-Kabel-Testsieger oder HDMI – Was ist besser?

optisches kabel audio

Hochwertiges optische Kabel kaufen, um für optimale Audio-Übertragung zu sorgen.

Zunächst einmal muss festgehalten werden, dass optische Kabel nur für die Übertragung von Ton zuständig sind, während per HDMI auch Bildsignale übertragen werden. Beide Übertragungsarten funktionieren digital. Für Heimkino-Freunde sei gesagt: Wer die neuesten Filme mit der besten Audioqualität sehen möchte, sollte seinen Blu-ray-Player lieber per HDMI mit dem Fernseher verbinden. Die neuesten Tonstandards Dolby Digital Pro und DTS HD können mit optischen Kabeln nur gedrosselt übertragen werden.

5.5. Brauche ich für einenen optischen- Kabel-Test einen Verteiler?

Überträgt das Kabel optisch, die Stereoanlage aber nur analog, müssen Sie einen Wandler zwischenschalten (als Splitter, Weiche oder Winkel bezeichnet), der das optische Kabel ansprechen kann. Diese wandeln das analoge Signal in eines um, welches das Digital Optical Kabel auch übertragen kann.