Das Wichtigste in Kürze
  • LED-Beleuchtungen für Aquarien bieten gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln eine hohe Anzahl an Vorteilen. Sie verbrauchen weniger Strom und bieten eine höhere Lichtintensität. Auch erhitzen Sie kaum und erhöhen die Wassertemperatur nicht ungewollt, wie es der Fall bei einigen herkömmlichen Lampen ist.
  • Es gibt drei Ausführungen der LED-Aquarium-Beleuchtungen: Lampen zum Anklemmen, Leisten mit Saugnäpfen, die unter Wasser angebracht werden, und LED-Balken, die auf den Rand des Aquariums aufgelegt werden.
  • Der Lumenwert misst die Helligkeit der Leuchte und kann verglichen werden, indem er auf die Leistungsangabe (Watt) heruntergerechnet wird. Optimal für ein Aquarium sind LED-Beleuchtungen ab 100 Lumen pro Watt.

Optimale Beleuchtung im Aquarium unterstützt die bunte Farbenwelt.

Eine Beleuchtung gehört zur Grundausstattung im Aquarium. Denn Licht ist vor allem für die Fotosynthese der Pflanzen aber auch für den Biorhythmus der Fische und Wirbellosen wichtig. In Sachen Beleuchtung geht der Trend in der Aquaristik immer mehr zur LED-Lichtleiste.

Nicht nur in neu angelegten Aquarien werden LED-Lichtleisten verwandt, auch bereits vorhandene Vivarien können Sie jederzeit umrüsten. Erfahren Sie in unserem LED-Aquarium-Beleuchtungs-Vergleich 2020, worauf Sie bei beim Kauf von LED-Licht für Ihr Aquarium unbedingt achten sollten.

1. Was sind die Vorteile einer LED-Beleuchtung?

Auf LED umrüsten

LED-Beleuchtungen haben viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Lampen.

bunter fischDie Abkürzung LED steht für das englische Wort light-emitting diodes, das Leuchtdiode bedeutet. Seit den 1990er-Jahren ist diese Art der Beleuchtung verbreitet.

Besonders im Bereich der Aquaristik besitzen LED-Beleuchtungen Eigenschaften, die sie besser geeignet fürs Aquarium werden lassen als herkömmliche Beleuchtungsmittel, wie Neonröhren oder Leuchtstoffröhren.

Sie kommen mit weniger Watt aus, um die gleiche Lichtstärke zu erzeugen, da sie das Licht weniger streuen. Das spart auf lange Sicht Energie und Stromkosten.

Außerdem leiten sie die Wärme besonders gut ab und erhitzen nicht das Wasser im Aquarium. Eine gesonderte Technik zur Wasserkühlung ist deshalb nicht notwendig, die wiederum ein Plus an Anschaffungskosten und Stromverbrauch bedeuten würde.

Das einzige Manko einer LED-Beleuchtung könnten für viele die höheren Anschaffungskosten sein. Doch wenn Sie bedenken, dass LED-Leuchten im Schnitt um einiges länger halten, gleicht sich dieser Faktor am Ende wieder aus. Im Folgenden sind die Vorteile einer LED-Beleuchtung für Sie aufgelistet:

  • gerichtetes Licht, das nicht in alle Richtungen leuchtet
  • niedriger Stromverbrauch
  • hervorragende Wärmeableitung
  • lange Lebensdauer

2. Welche LED-Aquarium-Beleuchtungs-Typen gibt es?

Es gibt drei Ausführungen der LED-Beleuchtungen für Aquarien, zwischen denen Sie sich entscheiden können. Lange LED-Leuchtbalken lassen sich entweder im Aquarium oder darüber anbringen. Eine Aquarium-Lampe zum Anklemmen ist für kleinere Becken geeignet. Alle Typen haben wir in unserer Kaufberatung berücksichtigt.

Klemmleuchten Unterwasserbeleuchtung Einhängeleisten
LED-Leuchte zum Anklemmen Wasserfeste LED-Beleuchtung kann man im Aquarium anbringen Viele LED-Leisten setzt man auf das Aquarium
Anbringung außen

leichte Installation

besonders für Nano-Becken konzipiert

x nicht wasserdicht, aber spritzsicher

Anbringung im Wasser

x etwas aufwendigere Installation

für alle Aquariumgrößen geeignet

wasserdicht

Anbringung außen

leichte Installation

für alle Aquariumgrößen geeignet

x nicht wasserdicht, aber spritzsicher

3. Kaufkriterien für LED-Aquarium-Beleuchtung: Darauf müssen Sie achten

3.1. Der Lumen-Wert ist entscheidend

Was sagt der Lux-Wert aus?
    Teilweise geben Hersteller einen Lux-Wert (lx) an. Der misst die Beleuchtungsstärke, also wie viel Licht eine bestimmte Fläche erleuchtet. 1 Lux drückt sich durch 1 Lumen pro Quadratmeter aus.
    Wir empfehlen LED-Leuchten fürs Aquarium mit einem Wert von 15.000 Lux.

roter fisch grafikBei herkömmlichen Leuchtmitteln, wie Neonröhren, ist die Energiestärke in Watt der Wert, an den Sie sich beim Kauf orientieren sollte. Hier wird mit mindestens 0,5 bis 1 Watt pro Liter gerechnet. Ein LED-Aquarium-Beleuchtungs-Test wird jedoch zeigen, dass LED-Leuchten für die gleiche Lichtstärke weniger Watt verbrauchen.

Aus dem Grund sollten Sie sich eher auf die Anzahl an Lumen verlassen. Dieser Wert misst die Helligkeit einer Beleuchtung, also die Lichtleistung, die in alle Richtungen ausgestrahlt wird. Anhand des Lumen pro Watt-Wertes lassen sich dann Vergleiche zwischen den Lichtleistungen herstellen.

Lumenwerte von um die 90 bis 110 Lumen pro Watt liegen in etwa gleich mit Leuchtstoff- oder Hallogenlampen. Es gibt jedoch auch Hochleistungs-LED im Handel, die auf Werte mit bis zu 150 Lumen pro Watt kommen. Diese sind vor allem notwendig, wenn Sie sehr lichtbedürftige Organismen, zum Beispiel Korallen, im Aquarium halten.

Die benötigten Lumen finden Sie schnell heraus. Die lautet: 25 bis 30 Lumen pro Liter.

3.2. So groß muss die Leuchte sein

Bei einem LED-Aquarium-Beleuchtung-Test sollte die Größe auf die Maße des Aquariums angepasst werden.

Eine Klemmleuchte ist als Nano-Aquarium-Lampe geeignet.

Die Beleuchtung im Wasser sollte gleichmäßig sein und auch bis zum Boden dringen können. Daher sollte die Beleuchtung stark genug für Größe des Beckens sein.

Bei einer LED-Lichtleiste wird die Länge an die Aquariumlänge angepasst. Besonders gut eignen sich Modelle mit Bügelhalterungen, die in der Regel bis zu 20 Zentimeter verstellt und auf die Maße des Aquariums angepasst werden können.

Je größer das Becken, desto länger sollte die LED-Lampe sein. Klemmleuchten bieten keine breitflächige Leuchtoberfläche, sollten demnach nur für Nanobecken mit bis zu 60 Litern verwendet werden.

3.3. Das sollten Sie über die Farbtemperatur wissen

Die Farbtemperatur, oder auch Lichtfarbe, wird in Kelvin gemessen. Welche dabei die beste Wahl ist, kann Ihnen kein LED-Aquarium-Beleuchtungs-Test verraten, sondern ist von Ihrem persönlichen Geschmack abhängig.

Geringere Werte stehen für warmen Lichtbereich, höhere für kaltes, blaues Licht. Gelbes oder wärmeres Licht hat einen niedrigeren Wert von bis zu 3000 Kelvin.

Tageslichtsimulierende, naturnahe Lampen fangen bei 5300 Kelvin an. In diesem Bereich liegen auch die meisten LED-Lichtleisten.

Süßwasseraquarien sollten mit einem Kelvin-Wert von 4.000 bis 7.000 beleuchtet werden. Für Salzwasser verwenden Sie mindestens 10.000 Kelvin.

Fluoreszierende Farben lassen sich durch das richtige Licht zaubern

Häufig werden sowohl weiße als auch blaue LED-Perlen verwendet. Dadurch wird die Fluoreszenz unter Wasser intensiviert.

Doch es verbirgt sich auch ein anderer Nutzen dahinter. Denn blaue Wellenlängen können am besten von den Wasserpflanzen genutzt werden. Obwohl sie durch rotes Licht am schnellsten wachsen, bleiben sie damit unbeständig. Mit blauem Licht ist das Wachstum etwas langsamer, doch stabiler.

Vereinzelt paaren Hersteller blaue, rote und grüne Ioden, um ein volles Lichtfarbspektrum zu gewährleisten. Für die Fotosynthese der Wasserpflanzen ist dies jedoch nur bedingt geeignet.

In der folgenden Übersicht haben wir die Vor- und Nachteile von kaltem, blauem Licht erneut aufgelistet:

  • naturnah
  • lässt Pflanzen beständig wachsen
  • fluoreszierende Farben
  • langsameres Pflanzenwachstum als bei rotem Licht
  • wirkt kühl

3.4. Schaltzyklen bestimmen einen Tagesrhythmus

Selbst die beste LED-Aquarium-Beleuchtung sollte nie rund um die Uhr brennen. Um den Aquariumbewohnern einen Tageszyklus zu bieten, wird die Beleuchtung nach bis zu 10 Stunden ausgeschaltet oder stark gedimmt. Jedoch besitzen nur einige Modelle der Aquarium-LEDs einen integrierten Dimmer.

Clownfisch

Mit farbigem Licht lassen sich verschiedene Stimmungen unter Wasser zaubern.

Viele Hersteller werben mit einem zusätzlichen Mondlicht-Modus. Wenn der Mond aber eigentlich weiß ist, warum wird damit blaues Licht abgesondert? Die Simulation des Mondlichts mit einem blauen Licht geht auf die Farbe im Meerwasser zurück. Dieses filtert die gelben und roten Wellenlängen heraus. So wirkt das Licht blau.

Wie der Name impliziert, wird dieser Modus als Nachtbeleuchtung im Aquarium verwendet. So müssen Ihre Schützlinge nicht im Stockfinsteren herumschwimmen. Außerdem ermöglicht es Ihnen, die Fische und Wirbellosen bei ihren nächtlichen Aktivitäten zu beobachten.

Kein Muss, aber eine weitere Spielerei, sind LED-Leuchten, die viele verschiedene Farben anbieten und mit einer Beleuchtungssteuerung geregelt werden. Damit können Sie unterschiedliche Stimmungen und Effekte im Aquarium erzielen.

Das bietet sich für die Personen an, die einen Fokus auf die Optik legen oder ihr Aquascaping-Projekt mit einer Beleuchtung unterstützen möchten. Die Kategorie der LED-Aquarium-Beleuchtungen werden häufig für Salzwasseraquarien benutzt. Doch funktionieren sie auch im Süßwasser.

3.5. Diese Marken und Hersteller gibt es

LED-Leuchten werden von vielen Marken angeboten.

Viele Hersteller von Aquarien-Zubehör haben auch Aquarien-LED-Leuchten im Sortiment.

gestreifter fisch grafikFührende Marken für Aquarium-Zubehör sind Juwel, Eheim und Dennerle. Sie bieten auch LED-Aquarium-Beleuchtungen an, die qualitativ hochwertig sind. Gleichzeitig sind sie um ein Vielfaches teurer als andere Hersteller.

Vor allem online konnten sich in den letzten Jahren jedoch auch günstigere LED-Aquarium-Beleuchtungen durchsetzen, die ihre Kunden ihrerseits überzeugen. Dazu gehören Firmen wie Nicrew oder Aquarien Eco.

Alle Hersteller, die ein Vivarium-Spezialist kennen sollte:

  • Juwel
  • Eheim
  • Giesemann
  • Dennerle
  • Nicrew
  • AquaLight
  • Goobat
  • Mainlicht
  • Baytter
  • Simbr
  • Aquarien Eco
  • Aquatlantis

Fazit: Achten Sie beim Kauf einer LED-Aquarium-Beleuchtung auf den Lumen-pro-Watt-Wert, um Vergleiche zwischen den Modellen ziehen zu können. Um Ihre Pflanzen optimal wachsen zu lassen, empfehlen wir mindestens 90 Lumen pro Watt mit einem kalten Licht.

Die Farbtemperatur wird in Kelvin gemessen. Für Süßwasseraquarien greifen Sie zu mindestens 4.000 Kelvin. Eine Meerwasser-Beleuchtung sollte mindestens 10.000 Kelvin haben. Die Beleuchtung sollte von der Größe her an die Maße des Aquariums angepasst werden, um das Licht gleichmäßig zu verteilen. Viele einstellbare Farben und Programme sind eine zusätzliche Spielerei bei manchen Modellen.

Blaues Mondlicht

4. Benutzungshinweise: Wie kann man das Beste aus der Beleuchtung herausholen?

Es ist nicht nur wichtig, eine qualitativ gute LED-Aquarium-Beleuchtung zu kaufen, sondern auch sie richtig anzuwenden. Sonst können gewollte Effekte und Ergebnisse im Unterwasserreich nicht erzielt werden.

Stellen Sie während der Anbringung sicher, dass die LED-Leisten im Abstand von ungefähr fünf bis zehn Zentimeter von der Wasseroberfläche entfernt sind, um das Aquarium optimal ausleuchten zu können.

Aquarium in einer dunklen Ecke

Ihr Aquarium sollte so wenig Tageslicht wie möglich abbekommen.

Für den idealen Tag-Nacht-Rhythmus sollte das Licht ungefähr 8 bis 10 Stunden am Tag brennen. Am besten ist dies mit einer Zeitschaltuhr geregelt, mit der sich die Beleuchtungsdauer immer auf die gleiche Zeit einstellen lässt. Pflanzen benötigen helle Phasen von mindestens 6 Stunden, um das Licht bestmöglich zu nutzen.

Bei Süßwasseraquarien lässt sich außerdem eine Mittagspause von 2 bis 4 Stunden einstellen. Das hemmt die Vermehrung von Algen und Sie haben auch am Abend noch etwas mehr Zeit mit Ihrem beleuchteten Aquarium. Bei Meereswasseraquarien ist dies jedoch nicht möglich.

Mit dimmbaren LED-Beleuchtungen lassen sich außerdem morgens Sonnenaufgänge und abends Sonnenuntergänge simulieren, durch die Ihre Fische nicht mit einem abrupten Wechsel der Helligkeit konfrontiert werden.

Ihr Aquarium sollte so wenig Tageslicht wie möglich abbekommen. Denn in der Kombination mit der künstlichen Beleuchtung führt das zu einer Verfälschung der Lichtwerte. Außerdem kann das Wachstum von Algen begünstigt werden.

Achtung: Stellen Sie Ihr Aquarium unter keinen Umständen in direktes Sonnenlicht. Das kann negative Folgen für die Bewohner haben. Außerdem wird das Wasser mitunter zu stark erhitzt.

Aquarium mit vielen Pflanzen

Stark bepflanzte Aquarien sind besonders lichtbedürftig.

5. Gibt es einen LED-Aquarium-Beleuchtung-Test bei der Stiftung Warentest?

grüner fisch grafikDie Stiftung Warentest hatte nach aktuellem Stand noch keine LED-Aquarium-Beleuchtung im Test und kürt daher keinen LED-Aquarium-Beleuchtungs-Testsieger. Damit neben dem Heim Ihrer Fische auch in den eigenen Räumen das Licht aufgeht, veröffentlichte sie in der Ausgabe 07/2017 jedoch einen Lampen-Test.

Darin bestätigen sie, dass LED-Lampen mittlerweile an die Lichtqualität von Glühbirnen und Halogenstrahlern heranreichen und keinen sichtbaren Unterschied machen. Gleichzeitig verbrauchen LEDs über 90 Prozent weniger Strom. Auch im Praxistest, in dem die Modelle einer Dauerprüfung unterzogen wurden, überzeugten die meisten LED-Beleuchtungen.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema LED-Aquarium-Beleuchtung

6.1. Wie lassen sich bereits vorhandene Leuchtmittel auf LED umrüsten?

Gelber Fisch GrafikEin Umrüsten auf LED-Leuchtmittel ist leicht getan. Mithilfe bestimmter Adapter können Sie einen Ausgleich zwischen einer neuen LED-Röhre fürs Aquarium und dem alten Sockel einer T5- oder T8-Leuchtstoffröhre schaffen. Wichtig: Aufgrund unterschiedlicher Spannung sollten Sie die nicht Röhre nicht ohne diese Adapter einschrauben.

Natürlich kann bei der Umrüstung auch auf ein komplett neues Gerät gesetzt werden. Wer seine alte Neonröhre direkt im Deckel verbaut hat, kommt nicht umhin, die Lampe oder direkt Aufsatz auszutauschen. Dies ist die teuerste Variante.

Viele LED-Leuchten sind jedoch einfach anzubringen, können einfach auf den Rand des Aquariums aufgelegt oder angeklemmt werden. Das spart am Preis und die Umrüstung ist leicht zu handhaben.

6.2. Wie kann ich eine LED-Beleuchtung für mein Aquarium selber bauen?

Blauer Fisch Grafik DorieLED-Aquarium-Beleuchtungen sind ein wenig teurer als andere Leuchtmittel. Wer Geld sparen möchte, kann seine Leiste aus LED für das Aquarium selbst bauen. Wasserdichte LED-Streifen auf einer Rolle können im Aquarium angeklebt werden. Jedoch ist es fragwürdig, ob die Anzahl der Lumen bei dieser Variante ausreicht.

Wer darüber hinaus eine Beleuchtung mit Grundkörper und Halterung bauen möchte, sollte in dem Bereich gewisse Vorkenntnisse mitbringen oder sich vorher gründlich informieren. Wahrscheinlich ist das eigene Projekt mit Löten, Sägen und Bohren am Ende nicht unbedingt einfacher und günstiger ist.

Doch kann man das Leuchtmittel individuell ans eigene Aquarium und die eigenen Vorstellungen anpassen. Auf der Seite Schullebernd’s Technik finden Sie eine Anleitung, wie Sie eine LED-Aquarium-Beleuchtung selbst bauen können.