Das Wichtigste in Kürze
  • Je größer das Aquarium und je dichter die Fischpopulation, desto höher muss die Filterleistung sein, denn sonst wird das Wasser für die Fische schädlich.
  • Ob Sie einen Aquarium-Außenfilter oder -Innenfilter wählen, ist Geschmackssache: Innenfilter werden wortwörtlich ins Aquarium gestellt, während Außenfilter unterhalb des Beckens stehen.
  • Leistung ist aber nicht alles, der beste Aquariumsfilter ist der, der zu Ihrem Fischbecken passt: Achten Sie also auf die maximale Literangabe der Filter.

aquariumfilter test

Ungefähr 2.100.000 Aquarien verteilen sich auf diverse deutsche Haushalte. Damit belegten die Deutschen im Jahr 2016 Platz drei in Europa. Mit je 3.500.000 Aquarien liegen Russland und die Türkei auf Platz eins und zwei (Quelle: FEDIAF). Damit wir den Vorsprung noch aufholen, haben wir in unserem Aquariumfilter-Vergleich 2020 passende Filtersysteme herausgesucht.

Aquariumfilter nehmen Exkremente und Nahrungsreste der Fische auf. Außerdem dient die Pumpe der Filteranlagen auch der Wasserumwälzung, die für ein gesundes Ökosystem im Fischbecken sorgt. Jeder Aquariumbesitzer braucht daher eine Filteranlage. Profis haben zuweilen sogar mehrere.

Damit Sie nicht einen eigenen Aquariumfilter-Test machen müssen, finden Sie in unserer Kaufberatung alle wichtigen Hinweise, ob Sie ein Modell für 40 oder 400 Liter brauchen. Außerdem erklären wir Ihnen die Vorzüge von einem Aquarium-Außenfilter bzw. -Innenfilter. Aber falls Sie schon wissen, dass Sie einen Außenfilter suchen, haben wir diese auch gesondert untersucht:

1. Ob Aquarium-Innenfilter oder -Außenfilter, ist Geschmackssache

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Bei einem Aquariumaußenfilter lohnt sich meist ein Unterschrank, in dem Sie den Filter verstecken können (hier im Bild: Tetra Außenfilter Ex 800 Plus).

Für Aquarien im privaten Bereich ist es meist egal, ob Sie einen Aquariumsfilter für außen oder innen auswählen. Je größer das Aquarium, desto eher werden Sie auf Außenfilter stoßen. Ab einer bestimmten Beckengröße gerät der Motor so groß und leistungsstark, dass er im Becken zu viel Hitze verbreiten würde (z. B. bei mehr als 1.000 Liter).

Aber bei einem 40- oder 60-Liter-Aquarium ist es egal, welcher Kategorie das Modell angehört. Ein Außenfilter steht jedoch meist unterhalb des Beckens, damit das Wasser besser hineinfließt. Daher müssen entsprechend Schläuche außerhalb des Aquariums verlegt werden.

Bei einem Innenfilter fällt dies weg, allerdings hängt es im Aquarium und stört gegebenenfalls die Optik.

Hier die Vorteile eines Aquarium-Außenfilters gegenüber einem Innenfilter:

  • hängt nicht im Aquarium
  • häufig leistungsstärker
  • braucht viel Platz
  • Wasser wird außerhalb des Aquariums geführt

Aquarium und Mietrecht: Falls das Aquarium einmal auslaufen sollte, haftet der Mieter komplett für alle Schäden, da er alles überwachen muss. Dies kann beispielsweise auch bei guten Außenfiltern für das Aquarium passieren, wenn sie nach der Reinigung nicht ordentlich angeschlossen wurden. Daher empfiehlt Stiftung Warentest, Geräte mit Wasser nur inklusive Aquastopp zu betreiben. Einen Aquarium-Filter-Test gibt es bei der Stiftung allerdings nicht.

2. Nutzen die besten Aquariumfilter viele Filtertechniken?

tetra außenfilter ex 800 plus

Leistungsstarke Modelle wie der Tetra Außenfilter Ex 800 Plus haben bis zu fünf unterschiedliche Filterschichten.

Potentielle Aquariumfilter-Testsieger bringen nicht nur einen Filterschwamm mit, sondern mindestens noch zwei weitere: z. B. Aktiv-Kohlefilter, Filterbälle oder Filterwatte (gelegentlich auch Vlies genannt).

Wenn Sie sich unsicher sind, welcher Aquariumfilter günstig für Sie ist, wählen Sie ein Set mit mindestens drei unterschiedlichen Filtermaterialien.

Bedenken Sie außerdem, das Aktiv-Kohle-Filter rechtzeitig gewechselt werden müssen, da diese mit der Zeit ihre eingefangenen Giftstofe wieder freigegen. Wann der Zeitpunkt gekommen ist, sollte auf der Verpackung des jeweiligen Filters stehen.

Die wichtigsten Filtertechnik für das Aquarium im Überblick:

Filtertechnik Besonderheit
Aktiv-Kohle Kann besonders gut Gifte und Schwermetalle aufnehmen.
Filterschaumstoff Meist in Form eines Würfels.
Filterwatte Meist eine Art Matte, die als Vorfilter für weitere Filter dient.
Filter-Bälle Bälle mit weiter Oberfläche, auf der wichtige Mikroorganismen sitzen und das Wasser reinigen.

Osmoseanlagen für sauberes Wasser: Auch wenn Sie nahezu alle bekannten Filter in Ihrem Aquarium einsetzen, wird es nicht zu einer Osmoseanlage. Diese sogenannten Umkehrosmoseanlagen verwenden zum Teil zusätzlich Chlor und sind hauptsächlich für die Gewinnung von Trinkwasser gedacht. Anschließend entfernen die Osmoseanlagen das Chlor wieder.

Aber auch in der Aquaristik werden die Anlagen gelegentlich genutzt, um selber sauberes und weiches Wasser herzustellen. Allerdings ersetzen sie nicht den Aquariumfilter. Osmoseanlagen werden für gewöhnlich an die Wasserleitung am Waschbecken angeschlossen und reingien dort das Wasser.

Einen Aquariumfilter-Test werden sie nicht gewinnen, da sie eher für Trinkwassergewinnung gedacht sind und nicht für das Ökosystem im Aquarium. Es muss also weiterhin eine Aquariumpumpe mit Filter im Becken das Wasser umwälzen.

3. Je mehr Fische, desto mehr Filterleistung ist nötig?

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Ist das Aquariumwasser gut gefiltert, sieht es auch bei heller Beleuchtung noch schön aus.

Um so mehr Fische Sie im Aquarium schwimmen haben, desto mehr Exkremente und Futterreste fallen auch an. Sammelt sich von diesen Abfällen zuviel an, wird das Wasser mit der Zeit giftig für die Fische. Eine starke Wasserumwälzung garantiert, dass dies nicht so schnell passiert.

Aquariumfilter – wie stark?

Aber auch große Fische und Wasserpflanzen produzieren viel Dreck. Mit einer Filterleistung von mindestens 600 Liter pro Stunde sind Sie auf der sicheren Seite. Wer ein eher kleines Aquarium und nur wenige Pflanzen sowie Fische hat (z. B. 30 Liter), der bekommt auch mit nur 300 l/h ein gesundes Aquarium.

4. Wird nur bei trübem Wasser viel Strom verbraucht?

Heizung inklusive?

Die meisten Filtersysteme werden ohne eigene Heizung ausgeliefert. Nur selten finden sich Aquarium-Außenfilter mit Heizung. Häufiger sind eher Filter, die eine extra Kammer für einen Heizkörper haben. Dies hat nur Vorteile für Sie, da ein vom Filter getrennter Heizkörper bei Defekt sich wesentlich einfacher austauschen lässt.

Je trüber das Wasser ist, desto stärker muss der Filter arbeiten und wird entsprechend mehr Strom verbrauchen. Ein leistungsfähiger Filter muss dabei jedoch nicht übermäßig viel Strom verbrauchen: Um die vier Watt können Sie durchaus von einem guten Aquariumfilter verlangen.

Allerdings verbrauchen besonders leistungsstarke Pumpen zehn Watt oder mehr. Diese ziehen in der Regel aber auch zuverlässig das Wasser durch drei bis fünf Filterschichten. Eine teure aber zuverlässige Reinigung.

5. Filterreinigung leicht gemacht

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Ist der Aquariumfilter gut auseinander zu bauen, lässt er sich schnell reingen.

Aquarium, Filter und Pumpe bilden eine Einheit. Doch der beste Aquarium-Innenfilter bzw. Außenfilter bringt Ihnen nichts, wenn dieser verdreckt und mit Algen überwuchert ist.

Zum einen erschweren Pflanzen an der Filteröffnung die Umwälzung und geraten zum Aquariumpumpen-Test, da das Gerät noch stärker arbeiten muss. Zum anderen geben einige Filter mit der Zeit ihre gesammelten Giftstoffe wieder ab, wenn sie übersättigt sind.

Wer viele Pflanzen und Tiere im Aquarium hat, der muss mit hoher Wahrscheinlichkeit häufig das Filtersystem reinigen. Bevor Sie einen Aquariumfilter kaufen, lohnt es sich also darauf zu achten, wie komfortabel dieser zu reinigen ist.

6. Garnelensicher ist auch sicher für Fischzucht

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Theorie und Praxis: Einige Hersteller werben damit, dass ihre Aquariumfilter für Garnelen geeignet sind. Allerdings umfasst das nicht immer auch Baby-Garnelen (hier im Bild: Dennerle Nano-Eckfilter).

Einige Hersteller und Marken werben gerne damit, dass ihre Filter tauglich für Garnelen sind. Dies ist leider nicht immer der Fall. Hier lohnt immer ein Blick auf Rezensionen von anderen Nutzern. So teilen beispielsweise viele Aquariumsbesitzer beim Tetra oder Eheim-Außenfilter ihre Erfahrungen online mit.

In unserer Kaufberatungs-Tabelle haben wir entsprechende Nutzerforen durchforstet, um die Modelle zu identifizieren, die auch wirklich für die Aufzucht von Garnelen geeignet sind. Allerdings ist es leider keine Garantie, da Filter und Pumpe von Modell zu Modell gelegentlich leicht abweichen.

Ist ein Aquariumfilter für Garnelenzucht geeignet, ist er ebenso für die Zucht kleiner Fische optimal. Aquarien für kleine Wasserlebewesen heißen in der Aquaristik Nano-Aquarium. Dieser besonders kleine Aquarium-Typ fasst zwischen 10 und 40 Liter Wasser.

Garnelenschutz selbst gemacht: Ein beliebter Trick unter Aquarianern (Aquarium-Liebhaber) ist es, einen Garnelen-Schutz aus einem Nylon-Strumpf selber zu machen. Ein Stück des Strumpfs wird lediglich über das Ansaugrohr der Pumpe im Aquarium gezogen.

7. Süßwasser oder Meerwasser?

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Ob ein Aquariumfilter auch für Meerwasser tauglich ist, erkennen Sie an der Bezeichnung „marine“.

Die meisten Aquarien sind Süßwasser-Becken, daher sind auch nahezu alle Filter auf diese Wasserart zugeschnitten. Ein Meerwasseraquarium benötigt andere Ökobedingungen und somit auch andere Filterbedingungen, wie z. B. Filtersand, „lebende Steine“ etc. Nur wenige Filtersysteme sind auf Meerwasser ausgerichtet.

Wer sich für eine Wasserart entschieden hat, wird vermutlich nicht mehr wechseln, da das komplette Zubehör entweder auf Süßwasser oder Meerwasser zugeschnitten ist. Beispielsweise dürfen bei Meerwasseraquarien keine Metallteile ins Becken, da Salzwasser Metall in kürzester Zeit zersetzt.

8. Häufige Fragen zum Thema Aquariumfilter

  • Wozu Filterwatte im Aquarium?

    Filterwatte wird meist als Vorfilter eingesetzt, um danach hochwertige Bio-Filter zu schützen. Bio-Filter tragen empfindliche Mikroorganismen auf sich, die Schadstoffe zersetzen und anschließend meist nur mineralische Stoffe abgeben. Zu hohe Konzentrationen könnten die Mikroorganismen zerstören.
  • Wie lange hält ein Aquarium ohne Filter durch?

    Kurze Zeit kommt ein Aquarium ohne Filter aus: Wie schnell dies geschieht, ist abhängig von der Populationsdichte und der Menge an Wasserpflanzen. Haben Sie einen filternden Untergrund im Aquarium, kann das Ökosystem sogar mehrere Wochen stabil bleiben, wenn Sie dabei regelmäßig das Wasser umrühren (Umwälzung). So kommt auch genügend Luft wieder ins Wasser. Allerdings sterben empfindliche Fische sogar nach einem Tag. Wir empfehlen Ihnen immer, einen zweiten Filter als Backup zu kaufen. Selbst der Gewinner eines Aquarium-Innenfilter-Tests fällt mal aus oder muss gereinigt werden.
  • Wann den Aquariumfilter wechseln?

    Aquariumfilter setzen wichtige Bakterien an, die die eigentliche Filterarbeit erledigen. Dies dauert allerdings eine Weile. Daher sollten Sie nicht zu häufig die Filter reinigen, weil Sie sonst diese wichtigen Bakterien entfernen. Hier gilt es, das richtige Maß aus Verschmutzung und stabilem Ökosystem zu finden: Wenn Sie im Aquarium keine Strömung mehr bemerken, dann ist der Filter so verstopft, dass Sie ihn reinigen müssen.
  • Wie den Aquariumfilter reinigen?

    Verwenden Sie niemals Reinigungsmittel, um Filter für Aquarien zu reinigen, da Sie damit sämtliche wichtige Baktieren abtöten. Am besten nehmen Sie Aquariumswasser und füllen dieses in einen Topf. Dort drücken Sie den Filter im Wasser aus. Wichtig ist, dass auch hier kein Leitungswasser zum Einsatz kommt, damit die Bakterien nicht zerstört werden. Anschließend kann der Filter wieder in die Kartusche. Das Reinigungswasser sollte nicht zurück ins Aquarium.