Das Wichtigste in Kürze
  • Wählen Sie zwischen den drei verschiedenen Dimmer-Typen Ihren Favoriten aus. Dreh-Dimmer regeln die Helligkeit mit einem Dreh-Knauf, Tastschalter bedienen sich einer klassischen Wippfunktion und Sensor-Dimmer verfügen über Touchpads.
  • Nicht jeder Dimmer eignet sich für jede Art von Leuchtmittel. Achten Sie bei Kauf Ihrer Glühbirnen oder LED-Birnen auf die Kennzeichnung “dimmbar“. Schauen Sie unbedingt, ob ein Trafo verbaut wurde und ob dieser kompatibel ist (L oder C). Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber.
  • Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollte Ihr persönlicher Dimmer-Testsieger ein Produkt sein, das neben dem Dimmer auch eine passende Abdeckung im Lieferumfang hat.

Dimmer Test

Besonders LED-Lampen strahlen häufig eine Menge Licht ab und sind besonders hell. Oft ist das hilfreich, doch beim Filmabend oder dem gemütlichen Zusammensein im Wohnzimmer kann ein so helles Licht durchaus als störend empfunden werden. Ein LED-Dimmer schafft Abhilfe, indem er es Ihnen ermöglicht, die Lichtstärke individuell einzustellen und an die jeweilige Situation anzupassen.

In der Kaufberatung zu unserem Vergleich.org-Dimmer-Vergleich 2020 erklären wir Ihnen die unterschiedlichen Dimmer-Arten und verraten, warum nicht jeder Dimmer für alle Lichtquellen geeignet ist.

1. Aus welchen verschiedenen Dimmer-Typen lässt sich wählen?

Dimmer werden in drei große Kategorien eingeteilt. Dabei wird zwischen den verschiedenen Arten der Bedienung unterschieden.

Dreh-Dimmer Tast-Dimmer Touch-Dimmer
dreh-dimmer-abdeckung tast-dimmer-abdeckung touch-dimmer-abdeckung

Dreh-Dimmer

Die klassischste Dimmer-Art ist der Dreh-Dimmer, der am weitesten verbreitet ist. Genau wie bei herkömmlichen Lichtschaltern verfügen Sie über die Möglichkeit, das Licht komplett an- und auszuschalten. Der Unterschied besteht darin, dass Dreh-Dimmer über einen runden Knauf verfügen, mit dem die Helligkeit des Lichtes stufenweise oder stufenlos geregelt werden kann.

Tast-Dimmer

Der Tast-Dimmer ist ebenfalls ein sehr beliebter Dimmer-Typ. Äußerlich unterscheidet er sich kaum von einem normalen Lichtschalter, wodurch solche Dimmer oft mit herkömmlichen Lichtschaltern verwechselt werden. Bei der Bedienung eines Tast-Dimmers können Sie die Helligkeit der angeschlossenen Lampe durch einen langen Druck auf den Lichtschalter kontrollieren. Ein kurzer Druck auf den Lichtschalter ändert die Dimmrichtung, sodass Sie bei diesen Wechselschaltern wählen können, ob Sie das Licht nach oben oder nach unten gedimmt haben möchten.

Touch-Dimmer

Touch-Dimmer sind die neueste Form der Dimmtechnik und setzen auf die Verwendung von Sensor-Technik. Ähnlich wie bei einem Touchscreen registriert der Sensor selbst leichte Berührungen der Schalter-Platte mit dem Finger. Je nach Fabrikat und Marke haben die Touch-Dimmer entweder vorgegebene Touchfelder oder ganze Sensorplatten, mit denen Sie die Helligkeit innerhalb des Hauses kontrollieren können. Bei Sensorplatten ist die Einstellung der Helligkeit durch gezielten Druck auf eine bestimmte Stelle der Sensorplatte möglich.

2. Eignen sich Dimmer für bestimmte Formen von Lichtquellen?

lampen stromsparend

Die Frage, welchen Dimmer Sie verwenden sollten, ist nicht ohne Weiteres zu beantworten. Viele unterschiedliche Faktoren spielen bei der Wahl Ihres Dimmers eine Rolle. An erster Stelle steht natürlich die Wahl des Leuchtmittels. Hier haben Sie die Wahl zwischen klassischen Leuchtmitteln wie Glüh- und Halogenlampen und den energiesparenden LED-Lampen.

Vor- und Nachteile von LED-Lampen:

  • sehr energiesparend
  • hohe Lebensdauer
  • flackerfreies Licht
  • Licht oft zu hell und ungemütlich (besonders bei billigen LEDs)
  • nicht alle LEDs sind dimmbar

Das Dimmen von LEDs gestaltet sich schon deutlich komplizierter. Während klassische Birnen mit dem in Deutschland und Österreich üblichen Wechselstrom der Stromnetze arbeiten können, wird für die Inbetriebnahme einer LED-Lampe Gleichstrom benötigt. Aus diesem Grund verfügen häufig LED-Lampen, die nicht direkt mit der 230 V-Hausleitung arbeiten, über ein Vorschaltgerät (Transformator), mit dessen Hilfe der Wechselstrom in Gleichstrom transformiert wird. Dabei gibt es zwei Arten von Vorschaltgeräten:

  • konventionelle (gewickelte) Vorschaltgeräte
  • elektronische Vorschaltgeräte

Achten Sie also beim Kauf Ihrer LED-Birne ob diese einen Transformator braucht und falls ja, ob auf diesem ein C oder L notiert ist. Dieser Buchstabe gibt Ihnen Aufschluss darüber, welchen Dimmertypen Sie brauchen. Konventionelle Vorschaltgeräte benötigen Phasenanschnittsdimmer (L), während die elektrische Variante auf einen Phasenabschnittsdimmer zurückgreift (C).

Doch welche Leistung sollte Ihr neuer Dimmer besitzen. Laut verschiedenen Dimmer-Tests im Internet empfiehlt es sich, die Leistung des Dimmers immer knapp unter der Minimalleistung des Leuchtmittels anzusetzen. Bei einer LED-Birne mit 7 Watt sollten Sie beispielsweise auf einen Dimmer zurückgreifen, der ab einer Leistung von 5 Watt zu dimmen vermag. So stellen Sie die einwandfreie Funktionsfähigkeit des Dimmers sicher.

3. Achten Sie beim Kauf Ihres Dimmers auf das “liegende Dreieck“ und die entsprechenden Buchstaben

Dimmer kennzeichnung

Doch woran erkennen Sie, welcher Dimmer für welche Lampe geeignet ist? Wenn Sie einen Blick auf den Dimmer werfen, werden Sie dort ein liegendes Dreieck (im Bild eingekreist) entdecken. Dieses Dreieck symbolisiert, dass Sie die Helligkeit der Lampe kontrollieren können. Unter dem Dreieck finden Sie einen von drei Buchstaben, der für die verschiedenen Last-Arten steht.

  • Der Buchstabe R steht für ohmsche Lasten, die bei Standard-Glühlampen und Hochvolt-Halogen-Leuchten vorkommen.
  • Der Buchstabe L steht für induktive Lasten, die bei Niedrigvolt-Halogenlampen mit klassischem Transformator vorkommen.
  • Der Buchstabe C steht für kapazitive Lasten, die vor allem bei Niedervolt-Lampen mit elektrischem Transformator vorkommen.

Hochwertige Dimmer können auch mehrere Last-Arten unterstützen.

4. Sind alle wesentlichen Komponenten im Lieferumfang enthalten?

Spart Licht dimmen Energie?

Diese Frage stellen sich viele Leser, wenn es um das Dimmen von Licht durch Glühbirnen oder LED-Birnen geht, da dies in Dimmer-Tests häufig nicht richtig erklärt wird. Die Stiftung Warentest hat diese Frage von Dimmer-Test-Lesern beantwortet: Ja, durch das Dimmen von Lampen sparen Sie tatsächlich Energie. Es sei ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Dimmer ein vorgeschalteter Widerstand seien, die nur die Helligkeit regulieren, nicht aber den Stromverbrauch senken würden.

Wenn Sie einen Dimmer in Ihrem Haus verbauen wollen, benötigen Sie zwei Komponenten: Den in der Wand verbauten Unterputz-Dimm-Schalter und eine entsprechende Abdeckung, die von außen sichtbar ist und mit deren Steuerelement sich das Licht dämmen lässt.

Um Platz für Lichtschalter zu bieten, werden in Deutschland und Österreich in vielen Häusern an den entsprechenden Stellen sogenannte Hohlwanddosen eingelassen, in die sich Dimmer einbauen lassen. Diese bieten genügend Platz, um ein Unterputz-Gerät aufzunehmen und verringern den Aufwand beim Einbauen des Dimmers erheblich.

Die Abdeckung muss mit der Dimmer-Art, die Sie verbauen, kompatibel sein. Wenn Sie beispielsweise einen günstigen Dreh-Dimmer kaufen, benötigen Sie also auch eine Abdeckung, die mit Dreh-Dimmern kompatibel ist. Während manche Hersteller (Buschjäger, Kopp, etc.) diese beiden Komponenten gleich im Paket liefern, verkaufen andere den Dimmer und das Gehäuse separat. Um unnötige Nachkäufe und Mehrkosten durch Versand etc. zu vermeiden, empfiehlt Vergleich.org Komplettpakete, die beide Bauteile enthalten.

5. Die neuesten Dimmer sind bereits mit Smart-Home-Systemen kompatibel

Licht mit dem Smartphone ausmachen app

Mit der fortschreitenden Entwicklung und Verbesserung des Internets der Dinge (“Internet of Things“) werden Smart-Home-Systeme immer relevanter und gefragter. Auch Lichtschalter und Dimmer gehören zu den Geräten, die bereits mittels einer zentralen Steuerungseinheit (beispielsweise auf einem Smartphone) kontrolliert werden können. Dazu muss der Lichtschalter in der Lage sein, die Verbindung mit einem WLAN-Netzwerk herzustellen. Sobald das Gerät für den Gebrauch des Smart-Home-Systems konfiguriert wurde, werden Sie in der Lage sein, das Licht in den Räumen Ihres Hauses mit Ihrem Smartphone zu regeln.

Vergleich.org-Tipp: Die besten Dimmer für Ihr Smart-Home verfügen zudem über eine Anti-Einbrecher-Funktion. Diese wird ab und zu automatisch das Licht dimmen und die Beleuchtung verändern, um Ihre Anwesenheit zu simulieren. Das soll Einbrecher abschrecken, die Ihre Wohnung ausspionieren.