Das Wichtigste in Kürze
  • Für gesunde Zähne ist Katzen-Trockenfutter im Vergleich zu Nassfutter besser geeignet. Die unterschiedlich großen Kroketten reiben den Zahnbelag ab und versorgen Ihr Tier mit allen wichtigen Nährstoffen.
  • Trockenfutter für Katzen sollte einen hohen Fleischanteil aufweisen. Lassen Sie sich dabei nicht von Katzen-Trockenfutter-Tests irreführen, die eine komplett vegane Ernährung von Katzen für unbedenklich halten. Füttern Sie Katzen-Trockenfutter ohne Getreide und mit viel Fleisch, wird sich das positiv auf die Darmflora und das Fell Ihres Tieres auswirken.
  • Das beste Katzen-Trockenfutter gibt Auskunft über die Fleisch-Art und den Anteil. Vermeiden Sie daher unbedingt schwammige Zutatenangaben wie „tierische Nebenerzeugnisse“, wenn Sie Katzen-Trockenfutter kaufen.

Katzen-Trockenfutter Test

Achtung: Schädliche Bestandteile im Katzenfutter! Quecksilber, Nikotin, Blei und Tabak gehören in kein hochwertiges Katzenfutter. Tauchen diese Inhaltsstoffe in Katzenfutter und Tiernahrung auf, sollten Sie unbedingt die Finger davonlassen.

In der freien Natur ist die Speisekarte für Katzen recht einseitig: hauptsächlich jagen sie Mäuse und kleine Nager, ganz selten erwischen sie einen Vogel oder angeln sich einen Fisch aus dem Gartenteich. Trotzdem sind Hauskatzen meist sehr wählerisch mit ihrem Futter.

Welches Trockenfutter versorgt nicht nur die Gaumen Ihrer Katze, sondern deckt auch ihren Bedarf an Vitaminen und Nährstoffen? In unserem Katzen-Trockenfutter-Vergleich 2020 haben wir die besten Trockenfuttermarken für Sie herausgesucht und bewertet. Finden Sie den neuen Katzen-Trockenfutter-Testsieger Ihres Vierbeiners jetzt in unserer Tabelle!

Nutzen Sie doch auch unsere Kaufberatung aus der Kategorie Katzenbedarf. Vergleich.org hat folgende Themen für Sie verglichen:

Katzen-Trockenfutter Vergleich

1. Was muss im Trockenfutter sein?

Katzen sind Fleischfresser

Eine Katze benötigt generell sehr proteinreiche Nahrung. Artgerecht ist deshalb Futter, das einen hohen Fleischanteil aufweist.

Die Zusammensetzung der Nährstoffe muss stimmen: Vitamin A, Arachidonsäure und Taurin sollten unbedingt im Futter enthalten sein, weil Katzen diese Nährstoffe nicht selbst produzieren können.

Wichtig für den Knochenbau der Katze sind zudem die Mineralstoffe Phosphor und Kalzium. Beides sollte in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Laut Stiftung Warentest enthält jedes zweite Katzenfutter zu viel Phosphor, was zu Nierenschäden der Katze zu führen kann. Eine durchschnittliche Katze braucht lediglich 160 Milligramm Phosphor am Tag. Jagen sich Katzen ihre Nahrung, verzehren sie nicht nur das phosphorhaltige Fleisch, sondern in der Regel auch die kalziumreichen Knochen.

Katzentrockenfutter VergleichTaurin ist eine organische Säure, die beim Abbau der Aminosäuren Cystein und Methionin entsteht und unverzichtbarer Zusatz in allen Katzenfuttersorten. Taurin sorgt für einen reibungslosen Stoffwechsel der Katze und produziert wichtige Gallensäure. Ein Mangel an Taurin kann schwerwiegende gesundheitliche Schäden hervorrufen wie Unfruchtbarkeit, Verlust der Sehkraft, Herzerkrankungen und Hirnschäden.

Arachidonsäure gehört zu den Omega-6-Fettsäuren und findet sich (mit Ausnahme einiger weniger Algenarten) nur in tierischem Gewebe. Sie dient nicht nur als Energielieferant, sondern unterstützt auch die Verstoffwechslung der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.

Vitamin B1 (Thiamin) ist für die Katze besonders wichtig, weil es wasserlöslich ist, also nicht gespeichert werden kann und täglich neu zugefügt werden muss. Auch die Vitamine A, D, E und K sind unverzichtbar, können aber, da sie fettlöslich sind, länger vom Körper gespeichert werden.

Wie viel füttern?
Die Futtermenge hängt von verschiedenen Faktoren ab: Alter, Haltungsbedingungen und sogar Rassetypen stellen unterschiedliche Ansprüche an den Kaloriengehalt und je nach Gesundheitszustand, ist es ratsam, spezielle Futtersorten zu wählen.

Katzentrockenfutter-Test

2. Trockenfutter für Katzen: Die echte Alternative zu Nassfutter

Keine schmierigen Dosen, lange haltbar und selbst im Hochsommer keine Brutstätte für Fliegenlarven: Trockenfutter ist eine echte Alternative zu Nassfutter. Zudem eignet sich Trockenfutter auch prima als Wurfspiel mit Ihrem Vierbeiner. Das Geräusch einer raschelnden Trockenfutterpackung lockt außerdem auch den unternehmungslustigen Vierbeiner zurück in die Stube.

Ein weiterer positiver Effekt von Trockenfutter betrifft die Mundhygiene der Katze: die harten Bestandteile wirken wie eine Zahnbürste und reiben mögliche Beläge einfach ab.

Alle Eigenschaften von Katzen-Trockenfutter sehen Sie hier auf einen Blick:

  • lange Lagerung möglich
  • leicht zu dosieren
  • auch als Leckerli oder Snack geeignet
  • höherer Zahnabrieb als bei Nassfutter
  • durchaus hoher Fleischanteil
  • Wassernapf muss stets gefüllt zur Verfügung stehen

Ganz wichtig bei der Fütterung von Trockenfutter ist der erhöhte Flüssigkeitsbedarf einer Katze. Denn m herkömmlichen Trockenfutter befindet sich ein Wassergehalt von gerade einmal 8 %. Der Wassernapf Ihrer Katze sollte daher täglich neu gefüllt werden. Vor allem für Tiere, die zu Harnsteinbildung neigen, ist Trinken von Bedeutung, weil Harngrieß nur mit einer entsprechenden Flüssigkeitsmenge aus der Blase ausgespült werden kann.

Vergleich.org-Tipp: Katzen trinken nicht gerne dort, wo sie fressen. Stellen Sie daher den Trinknapf einige Meter vom Fressnapf entfernt auf.

Katzenfutter Trockenfutter

3. Futterzusammensetzung: Das muss drin sein, damit Katzen-Trockenfutter im Test bei Ihrem Vierbeiner ankommt

In unserer Katzen-Trockenfutter-Vergleichstabelle zeigen wir Ihnen, welche Kriterien bei der Produktwahl für Ihre Katze wichtig sind. Stellen Sie jetzt eine ausgewogene und gesunde Ernährung sicher und finden Sie das beste Katzen-Trockenfutter ganz leicht.

Kriterium Erklärung
empfohlenes Alter
  • Ab einem Alter von 6 bis 8 Monaten können Katzen an feste Nahrung gewöhnt werden, allerdings sollte man auf spezielles Futter für Jungkatzen (Kitten oder Junior) achten.
  • Mit 12 Monaten gelten die meisten Rassen als ausgewachsen und vertragen das meiste Futter.
  • Ältere Katzen (ab 8 Jahren) haben wieder andere Bedürfnisse, die an ihren jeweiligen Gesundheitszustand angepasst werden sollte (Senior-Futter).
Spezialfutter
  • Es gibt Futtersorten, die sich auf bestimmte Körperfunktionen oder Lebensumstände der Katze konzentrieren, z.B. Verdauung, Sehkraft, Trächtigkeit, Allergien oder Diätfutter für übergewichtige Katzen.
gluten- und getreidefrei
  • Kaum ein Katzen-Trockenfutter kommt ohne Getreide aus. Es sorgt für die Formgebung und den Biss der gepressten Kroketten.
  • Katzen mit Glutenunverträglichkeit sind eher selten. Es gibt inzwischen aber auch Trockenfutter, die Kartoffeln anstelle von Getreide verarbeiten.
hoher Fleischanteil
  • Je höher der Fleischanteil, desto besser.
  • Achten Sie auf eine genaue Auflistung der „tierischen Nebenerzeugnisse″.
  • Der Anteil an Muskelfleisch im Futter sollte mindestens 50 % betragen.

Vergleich.org empfiehlt: Kaltgepresstes Katzenfutter erhält die Vitamine
Trockenfutter kann auf zwei Arten hergestellt werden: extrudiert oder kaltgepresst.

Die Extrusion ist das herkömmliche Verfahren. Dabei werden die Bestandteile bei stark erhitzt und die Masse anschließend in Form gebracht.

Die Kaltpressung kommt mit geringeren Temperaturen aus, was dem Erhalt von Vitaminen und hitzeempfindlichen Nährstoffen zugutekommt, die dann nicht mehr nachträglich zugefügt werden müssen. Zudem quellen die Pellets im Magen nicht auf, was Magenumdrehungen vorbeugt. Da kaltgepresstes Trockenfutter noch mehr Feuchtigkeit enthält als extrudiertes, ist es nicht so lange haltbar (im Durchschnitt beträgt die Haltbarkeit 6 Monate).

Katzentrockenfutter

4. Tipps und Tricks für die Futterumstellung

Meist sind es gesundheitliche Gründe, die eine Futterumstellung notwendig machen. Leidet eine Katze z.B. unter Nierensteinen, muss der Speiseplan umgestellt werden. Aber wie bringt man seinen Vierbeiner nun dazu, das neue Futter anzunehmen?

Es stimmt, Katzen sind wählerisch. Aber sie sind auch Gewohnheitstiere, die auf eine Futterumstellung oftmals mit Durchfall oder anderen Verstimmungen reagieren.

Um den Umstieg zu erleichtern, mischen Sie das neue Futter zunächst in kleinen Mengen unter das gewohnte und erhöhen Sie langsam die Dosis. Sollte Ihre Katze einmal dahinterkommen und ihr Futter nicht anrühren, lassen Sie sich nicht entmutigen! Geben Sie einfach wieder etwas mehr von dem alten Futter dazu.

5. Beliebte Hersteller von Katzen-Trockenfutter

Haben sich Katze und Halter einmal auf einen Hersteller geeinigt, bleibt es meist dabei. Besondere Produktmerkmale wie der Verzicht auf Zucker oder Getreide gelten in der Regel für das ganze Sortiment und Verbraucher können ohne weiteren Rechercheaufwand auch die anderen Produkte des Anbieters nutzen.

Die folgende Liste enthält besonders beliebte Marken und Hersteller von Katzen-Trockenfutter.

  • Kitekat
  • Felix
  • Whiskas
  • Purina ONE
  • Royal Canin
  • Iams
  • Animonda
  • Real Nature (getreidefrei)
  • Josera (getreidefrei)
  • Applaws (getreidefrei)
  • Sanabelle (glutenfrei)
  • Leonardo (kaltgepresst)
  • Cat Classic (kaltgepresst & glutenfrei)
  • Naturavetal (kaltgepresst & glutenfrei)

6. Wo gibt es noch aussagekräftige Katzen-Trockenfutter-Tests?

Bei Katzen-Trockenfutter verweist Stiftung Warentest auf einen Test, den ihre österreichische Partnerzeitschrift Konsument 2014 durchgeführt hat. Von den 23 getesteten Produkten schnitt jedes zweite gut ab. Bemängelt wurde allerdings der zu hohe Gehalt an Phosphat und Magnesium, der sich in beinahe allen Produkten fand und in Verdacht steht, Nierenschäden hervorzurufen.

Auch rät Stiftung Warentest von Trockenfutter als alleiniges Futtermittel für Katzen ab und empfiehlt einen Mix aus Nass- und Trockenfutter, um Harnsteinbildung aus Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. Bei der Fütterung von kaltgepressten Katzen-Trockenfutter ist die Gefahr der Harnsteinbildung nicht gegeben, da es mehr Feuchtigkeit enthält und die Katze nicht viel Wasser zusätzlich trinken muss, um ihren Flüssigkeitshaushalt zu stabilisieren.

7. Hundefutter im Katzennapf?

Wenn Ihre Katze sich hin und wieder aus dem Hundenapf bedient, ist das nicht weiter tragisch. Allerdings haben Hunde und Katzen unterschiedliche Bedürfnisse und sollten nicht über einen längeren Zeitraum dasselbe fressen. Im Gegensatz zu Katzen benötigen Hunde mehr Kohlenhydrate und sind sehr gut in der Lage, Pflanzliches zu verdauen.

Möchten Sie mehr über die gesunde Ernährung von Hunden erfahren, empfehlen wir unseren großen Hundefutter-Vergleich.