Das Wichtigste in Kürze
  • Bio-Katzenfutter sind hochwertiger verarbeitet und enthalten naturbelassenere Zutaten als andere Produkte. Bio-Zertifikate stellen eine umweltfreundliche und tierfreundlichere Herstellung sicher.
  • Besonders hochwertige Katzenfutter besitzen einen hohen Fleischanteil. Fleisch und tierisches Protein (z. B. Ei) ist für Katzen leichter verdaulich und entlastet die Nieren.
  • Achten Sie darauf, dass das Katzenfutter Taurin und alle lebenswichtigen Nährstoffe enthält: Das steht auf der Packung. Sonst sind die Produkte als gesunde Snacks, aber nicht als Alleinfuttermittel geeignet.

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Rund zwei Drittel der Deutschen kaufen zumindest gelegentlich Bio-Lebensmittel. Der Vorteil der ökologisch produzierten Waren liegt für Verbraucher neben einer hohen Qualität und geringen Schadstoffbelastung in der ethischen und umweltschonenden Herstellung.

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Umweltfreundlich und gesund: Die Mehrzahl von Bio-Katzenfuttern kann als Alleinfuttermittel gegeben werden.

So ist es kein Wunder, dass viele Tierfreunde auch für ihr Haustier auf Bionahrung zurückgreifen möchten. Der vergleichsweise höhere Preis und auf den ersten Blick ungewohnte Zusätze wie Cranberry oder Spirulina sollten Sie nicht abschrecken: In Großpackungen sind auch Bio-Katzenfutter ähnlich günstig wie Supermarkt-Marken und pflanzliche Zusätze ersetzen künstliche Vitamine und Mineralien.

In unserem Bio-Katzenfutter-Vergleich 2020 zeigen wir Ihnen, worin sich Bio-Marken von anderen genau unterscheiden, welche Produkte sich als vollwertige Nahrung für Ihren Stubentiger eignen und welche Zusätze absolut unerlässlich sind.

1. Ist Bio-Katzenfutter sinnvoll für Katze und Umwelt?

Ökologische Katzennahrung enthält Zutaten, die aus biologisch produziertem Anbau stammen, also strengen Richtlinien zu Tierhaltung, Anbau und Produktion entsprechen. Dabei gibt das EU-Bio-Siegel unter anderem diese Mindest-Standards vor:

  • keine Verwendung von chemischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln
  • artgerechtere Tierhaltung statt Massentierhaltung
  • mind. 90 Prozent der Zutaten aus Bio-Anbau
  • sehr strenge Antibiotika-Vorschriften
  • gentechnikfrei
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Kaufberatung: Zertifiziertes Bio-Katzenfutter enthält ein Bio- bzw. Demeter-Siegel.

Das (sechseckige) deutsche Bio-Siegel und die privaten Anbauverbände wie Demeter, Bioland und Naturland haben noch strengere Vorgaben.

Aus diesem Grund wird auch Bio-Katzenfutter von vergleichsweise kleinen und nicht selten von Familienbetrieben produziert. Gängige Marken sind z. B. Defu, Yarrah und Hermann’s.

Die meisten konventionell hergestellten Katzenfutter enthalten hydrolysierte und stark verarbeitete Fleischerzeugnisse und häufig künstliche Farb- und Konservierungsstoffe, die das Futter ansehnlicher und länger haltbar machen.

Vergleich.org-Tipp: Bio-Katzenfutter haben meist ein rötliches oder gräuliches Aussehen, das auf die naturbelassenen Inhaltsstoffe zurückgeführt werden kann. Dies ist kein Zeichen von minderer, sondern von höherer Qualität.

Aufgrund der enthaltenen hochwertigen und vollwertigen Zutaten ist Bio-Katzennahrung häufig teurer als Supermarkt-Ware, hat gleichzeitig aber eine geringere Haltbarkeit nach dem Öffnen.

Vergleich.org rät: Wenn Sie ein Futter gefunden haben, das Ihrer Katze schmeckt, lohnt sich der Kauf im Internet: Günstige Bio-Katzenfutter finden Sie besonders in Großpackungen online.

Doch auch die Produktion selbst ist weniger aufwändig und manche Futter werden in nachhaltigeren Behältern aus Glas angeboten. Auch in der Bio-Brache garantieren immer mehr Hersteller eine CO2-arme Produktion.

Wichtig: Wenn Sie die Bio-Nahrung für Katzen aus ökologischen Gründen kaufen, sollten Sie auf die sachgemäße Entsorgung der Verpackung achten. Dabei ist Katzenfutter in der Dose nicht zwingend besser als im Plastik-Beutel. Beim Umweltbundesamt Deutschland finden Sie alle Informationen.

2. Tests zeigen Naturbelassenheit: Welche Kaufkriterien für Bio-Katzenfutter sind entscheidend?

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Bio-Katzenfutter enthalten meist Rind, Huhn und Fisch in Lebensmittelqualität, Obst, Gemüse oder Kräuter.

Viele Tests zeigen, dass Bio-Katzenfutter der natürlichen Ernährungsweise von Katzen am ehesten entgegenkommen. Anstelle von künstlichen Vitaminen und Mineralien enthalten sie deren natürliche Quellen. Die wichtigsten sind:

  • Taurin: Leber
  • Vitamin B1: Fleisch, Hefe, Ei
  • Vitamin A: Leber, Karotten, Spirulina, Kräuter
  • Vitamin E: Lachsöl, pflanzliche Öle

Weitere sinnvolle, aber nicht essentielle Zusätze sind die von weiteren Antioxidantien mithilfe von Acai, Cranberries, Blaubeeren oder Spirulina. Was zunächst nach Marketing klingt, hat auch für Ihre Katze gesundheitsfördernde Wirkung: Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren unterstützen Herz, Gefäße und Nerven und sorgen für ein glänzendes Fell.

Kräuter wie Petersilie und Thymian regulieren zusätzlich die Verdauung, ballaststoffreiche Gemüse wie Erbsen oder Mangold verändern die Konsistenz und helfen bei der Verdauung von Haarbällen. Bio-Katzenfutter mit hohem Fleischanteil enthalten gleichzeitig weniger Getreide, das für manche Katzen schlecht verdaulich ist. Getreidefreies Katzenfutter ist allergikerfreundlich, kohlenhydratarm und fördert so die Zahngesundheit. Bedenken Sie aber: Getreidefreies Katzenfutter ist nicht immer die bessere Wahl. Ballaststoffreiche Getreidefasern helfen besonders Langhaarkatzen mit Haarbällen.

Gut zu wissen: Bio-Katzenfutter-Testsieger für allergieanfällige Katzen sollten möglichst nur eine Proteinquelle (Single Protein) enthalten, z. B. Huhn oder Rind. Das macht sie besonders leicht verwertbar.

2.1. Zutaten: Katzenfutter mit hohem Fleischanteil ist der Standard bei Bio-Marken

Fleischanteil im Katzenfutter

Hochwertiges Fleisch im Katzenfutter steht dem Fleisch, das auf unseren Tischen landet, in nichts nach.

Katzen sind Fleischfresser: Ein besonders hoher Fleischanteil ist somit auch Bestandteil der besten Bio-Katzenfutter.

Tests von Bio-Katzenfutter von Öko-Herstellern zeigen, dass diese generell einen Fleischanteil von über 70 Prozent aufweisen, der den von konventionellen Produkten meist deutlich übersteigt. Nicht nur der Anteil, sondern auch die Art des Fleisches ist entscheidend.

Die Stiftung Warentest merkt in ihrem Katzenfutter-Test von 2017 an, dass der Fleischanteil konventioneller Futter aufgrund der starken Verarbeitung schwer bestimmbar bleibt, aber auch, dass die Proteinquellen generell hochwertig (also tierischen Ursprungs) sind.

Die Verarbeitung von Knochen, Innereien, Hufen und anderen Schlachtabfällen in konventionellem Katzenfutter ist nicht generell schlecht, wenn man bedenkt, dass Katzen in Natur ganze Vögel oder Mäuse verzehren. Ein Problem stellt aber der Gesamtanteil dieser Nebenerzeugnisse im Futter dar, der bei Tiernahrung nicht reguliert wird.

Wenn Sie Bio-Katzenfutter kaufen, die nur hochwertige Nebenerzeugnisse enthalten, können Sie die Qualität und Qualität des Fleischanteils in der Katzennahrung gewährleisten.

Achtung: Bio-Katzenfutter von konventionellen Herstellern enthält Bio-Zutaten, die dennoch stark verarbeitet sein können und weist meist einen geringen Fleischanteil auf.

2.2. Kategorien von Bio-Katzenfutter: Nassfutter ist naturbelassener

Besondere Bedürfnisse

Vergleich.org empfiehlt Ihnen, die Futter-Wahl für Ihren Stubentiger mit Ihrem Tierarzt zu besprechen. Auch Bio-Futter kann auf Bedürfnisse wie eine Nierendiät, Zahnprobleme oder Verdauungsprobleme eingehen. Eventuell ist auch eine Kombination verschiedener Futter eine Option.

Wenn Sie Ihre Katze auf ein neues Futter umstellen möchten, lohnt es sich, die gewohnte Konsistenz vorerst beizubehalten und das neue Futter schrittweise unter das alte zu mischen.

Die Vor- und Nachteile von Nassfutter und Trockenfutter sind vielfältig, häufig sind Sie in Ihrer Wahl an die Vorlieben Ihres Stubentigers gebunden.

Generell sind Bio-Trockenfutter anderen Trockenfuttern vorzuziehen, da sie einen weit geringeren Verarbeitungs-Grad aufweisen und keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten, denen eine gesundheitsschädigende Wirkung nachgesagt wird.

Vergleich.org hat beide Futter-Typen für Sie im Überblick:

Nassfutter Trockenfutter
biopur katzenfutter nass liebesgut katzenfutter trocken
+ besonders naturbelassen

+ sichert Wasseraufnahmen bei trinkscheuen Tieren

+ geringer Getreideanteil fördert Zahngesundheit

+ leichter zu kauen

+ besonders hoher Fleischanteil entlastet Nieren

- geringe Haltbarkeit

- starker Geruch

+ längere Haltbarkeit

+ meist günstiger und ergiebiger

+ hilft bei der Zahnpflege

+ geringerer Geruch

- stärkere Verarbeitung

- kann Nieren zusätzlich belasten

(auf ausreichend Wassergabe achten)

- häufig höherer Getreideanteil kann Zahnschäden begünstigen

3. Fragen und Antworten rund um das Thema Bio-Katzenfutter

3.1. Wo kauft man Bio-Katzenfutter am besten?

Bio-Katzenfutter ist bisher kaum in Supermärkten zu finden. Die besten Anlaufpunkte sind Bio-Märkte oder Fachgeschäfte für Tierbedarf. Auch Drogerien wie dm bieten einige Produkte an. Vergleich.org empfiehlt, das Futter online in günstigeren Großpackungen zu kaufen.

3.2. Wie gut ist Bio-Futter von herkömmlichen Herstellern?

Die Beliebtheit von Bio-Produkten bewegt auch die großen Tiernahrungskonzerne dazu, Bio-Produkte anzubieten. Während die Herkunft der Zutaten hochwertiger ist, hat sie auf die Zusammensetzung oder Produktion des Futters keinen Einfluss.