Das Wichtigste in Kürze
  • Kompaktkameras von Canon sind nach wie vor beliebte Einsteigermodelle, wobei einige Modelle auch vielen Fotografie-Fortgeschrittenen eine Freude machen dürften, insbesondere die Modelle der Canon PowerShot 7- sowie G9-Reihen.
  • Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen den günstigen Canon-Kompaktkameras des Typen Canon IXUS sowie den etwas anspruchsvolleren Modellen der Canon PowerShot-Reihe. Letztere trumpfen mit einer besseren Haptik, höheren ISO-Werten sowie einem größeren Brennweitenbereich auf. IXUS-Kameras sind dagegen sehr preiswert und besonders einfach zu bedienen.
  • Achten Sie beim Kauf neben einer großen Bildauflösung auch auf sonstige Extras wie ein großes Messfeld (zur besseren Fokussierung), ggf. einen Touchscreen sowie einen großen optischen Zoom.

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Die Fotografie mit Leidenschaft ins Auge gefasst und selbst die Marke steht bereits fest? Bei der Traditionsfirma Canon sind Sie in jedem Fall in guten Händen. Kompaktkameras sind nicht so leistungsstark wie andere Digitalkameras von Canon, allen voran die Canon-Spiegelreflexkameras, dafür aber sind sie dank einer einfachen Bedienung und erschwinglicher Preise wie gemacht für den Einstieg in das digitale Fotografieren.

In unserem Canon-Kompaktkamera-Vergleich 2020 haben wir die derzeit beliebtesten Modelle genau unter die Lupe genommen und erklären Ihnen im folgenden Ratgebertext, worauf Sie besonders achten sollten, wenn Sie eine neue Canon-Kompaktkamera kaufen wollen (bspw. auf einen großen Bildsensor), und worauf Sie im Zweifel verzichten können (einen so genannten Superzoom etwa).

1. Klein, aber oho: Viel Professionalität dank großer Sensoren?

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Einst eine der besten Canon-Kompaktkameras auf dem Markt: die A75 von Canon, ein frühes Modell der PowerShot-Reihe.

Prinzipiell gibt es zwei Arten von Kompaktkameras in Canons Produktpalette: Modelle aus der IXUS-Reihe sowie solche aus der PowerShot-Linie (mehr dazu im nächsten Kapitel). Letztere, die PowerShot-Kameras, gelten dabei noch immer als klein, handlich und kompakt.

Mittlerweile sind diese technisch so weit vorangeschritten, dass es die besten Canon-Kompaktkameras dank großer Bildsensoren beinahe mit den Einsteiger-Spiegelreflexkameras aufnehmen können – zumindest von der Bildqualität her.

Beispiele für hochwertige Canon-Kompaktkameras:

  • Canon PowerShot G7 X Mark II (1-Zoll großer Sensor / 20,1 Megapixel)
  • Canon PowerShot G9 X (1-Zoll großer Sensor / 20,1 Megapixel)
  • Canon PowerShot G9 X Mark II (1-Zoll großer Sensor / 20,1 Megapixel)

Im Folgenden haben wir die Vorzüge und Nachteile von Canons kleineren Kompaktkameras gegenüber den großen Spiegelreflex-Modellen für Sie zusammengestellt:

  • sehr einfache und unkomplizierte Bedienung
  • Auflösung ähnlich hoch
  • gut für spontane Schnappschüsse geeignet
  • sehr preiswert
  • geringere Bildqualität wegen kleinerer Bildsensoren
  • Objektiv nicht wechselbar
  • geringere ISO-Werte
  • wesentlich weniger Einstellungsmöglichkeiten

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2. Canon IXUS oder PowerShot? Die beiden Typen im Vergleich

Canon hat mit der IXUS und der PowerShot gleich zwei Produktreihen der Kategorie Einstiegsklasse auf den Markt gebracht, die sich beide großer Beliebtheit erfreuen und dennoch ein unterschiedliches Publikum ansprechen. In der folgenden Tabelle erklären wir Ihnen die Unterschiede anhand der jeweils wichtigsten Kamera-Merkmale.

Kompaktkamera-Serie Beschreibung
Canon IXUS

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Canons Kompaktkameras der IXUS-Serie sind tendenziell sehr klein und handlich konstruiert und bieten auch ohne viele Handgriffe eine beeindruckende Bildqualität – und das trotz eines vergleichsweise kleinen Bildsensors. Das erste Kamera-Modell der IXUS-Reihe stammt aus dem Jahr 1996.

+ perfekt geeignet für Fotografie-Einsteiger
+ besonders einfache Bedienung
+ wertiger Automatik-Modus
+ bestens geeignet für hochwertige Schnappschüsse
+ sehr preiswert

- im Vergleich zu Systemkameras deutlich kleinerer Bildsensor
- wenig Kreativeinstellungen

Canon PowerShot

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Canon-Kameras der PowerShot-Reihe werden wegen ihrer Ähnlichkeit zu kleinen Spiegelreflex-Modellen (DSLRs) auch oft als Bridgekameras bezeichnet: von der Form her eine kleine DSLR, technisch gesehen aber eher eine bessere Kompaktkamera. Die erste Canon PowerShot kam ebenso wie die IXUS 1996 auf den Markt und richtete sich von Anfang an eher an anspruchsvollere Einsteiger und Fortgeschrittene.

+ tendenziell größerer Bildsensor als IXUS-Modelle
+ größerer Brennweitenbereich
+ höhere ISO-Werte
+ deutlich mehr Kreativeinstellungen
+ bessere Haptik

- oft nicht klein genug für die Hosentasche
- tendenziell teurer

Letztlich ist es eine Typ-Frage: Falls Sie gerade erst mit dem Fotografieren beginnen, kein Fan von Kreativ-Programmen sind und einfach nur qualitativ hochwertige Schnappschüsse machen möchten, sollten Sie zu einer Canon IXUS greifen. Falls Sie größere Ambitionen haben, gerne Einstellungen ausprobieren und kein Problem damit haben, dass die Kamera ein wenig sperriger ist, ist eine Canon PowerShot genau das Richtige für Sie!

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3. Unsere Kaufberatung: Worauf sollte bei einer Canon-Kompaktkamera geachtet werden?

Damit Sie schnellstmöglich zu Ihrem persönlichen Canon-Kompaktkamera-Testsieger finden, folgt an dieser Stelle unsere Kaufberatung mit den für Sie wichtigsten Kaufkriterien.

3.1. Sensorgröße und Bild-Auflösung: Was wirklich zählt

Große Zahlen machen sich immer gut und „20 Millionen Pixel“ klingt tatsächlich nach ganz schön viel Auflösung. Wenn das aber der ausschließliche Faktor für große Bildqualität wäre, stellte sich natürlich die Frage, was denn bspw. eine Spiegelreflexkamera so viel besser macht als eine kleine Kompaktkamera mit den gleichen Werten.

Relevant ist neben der Bildauflösung auch der Bildsensor bzw. dessen Größe: Während die meisten Kompaktkameras von Canon mit einem Sensor der Größe 1/2,3 Zoll auskommen, gibt es auch Ausnahmen: Bildsensoren von 1 Zoll machen beinahe einigen System- und Spiegelreflexkameras von Canon Konkurrenz. Es gilt prinzipiell: Je größer der Bildsensor, desto besser die Qualität der Fotos.

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3.2. Viel Zoom hilft viel? Das kommt drauf an

Gerade bei einer Kompaktkamera wird oft ein möglichst großer Zoombereich verlangt. Dabei ist gerade hier besonders wichtig, zwischen optischem sowie digitalem Zoom zu unterscheiden. Während der optische Zoom tatsächlich hilfreich ist, handelt es sich beim Digitalzoom in erster Linie um eine digitale Vergrößerung des Bildes, wodurch Sie teilweise große Einbußen in der Schärfe bzw. in der Detailtreue in Kauf nehmen müssen.

Grundlegend lässt sich also sagen: Je größer der optische Zoom, desto besser! Lassen Sie sich nicht von den Angaben eines Digitalzooms beirren.

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3.3. Sonstige Extras: Was wirklich sinnvoll ist

Was sind AF-Messfelder?

So genannte AF-Messfelder finden sich in jeder Canon-Kamera, ob kompakt, bei einem System- oder einem Spiegelreflex-Modell. Diese dienen zur besseren Fokussierung eines bestimmten Bildbereichs und je mehr Messfelder vorhanden sind, desto genauer lässt sich dieser Bildbereich bestimmen.

Vor allem kleinere Kompaktkameras werben mit einer Vielzahl von zusätzlichen Bedienmöglichkeiten, von denen wir Ihnen an dieser Stelle die Wichtigsten nicht vorenthalten wollen. So gibt es bei Canon Kompaktkameras mit Touchscreen als auch Modelle ohne jenen – wirklich wichtig für eine schnelle und pragmatische Bedienung ist ein Monitor mit Touchscreen unserer Erfahrung nach nicht, aber schaden tut er ebenso wenig.

Achten Sie auf die Angaben zum Messfeld – je mehr Messfelder Ihre Kamera aufweisen kann, desto leichter fällt Ihnen die Fokussierung beim Fotografieren. Die derzeit besten Canon-Kompaktkameras kommen auf 31 Messfelder, der Großteil der Modelle aus unserer Test- bzw. Vergleichstabelle kommt mit 9 Messfeldern bzw. Mess-Punkten aus.

Wichtig nicht nur in Kompaktkameras, sondern in sämtlichen Digitalkameras, ist ein digitaler Bildstabilistator – bei Kameras mit Wechselobjektiven ist dieser an den jeweiligen Objektiven verbaut, nicht aber an Kompaktkameras. So praktisch eine digitale Bildstabilisierung auch ist – Sie sollten hier wissen, dass hier letztlich „nur“ die ISO-Empfindlichkeit nach oben korrigiert wird. Dies verringert zwar die Belichtungszeit, sorgt im Umkehrschluss aber auch für ein grobkörnigeres, also mitunter stärker verpixeltes Bild.

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4. Fragen und Antworten rund um das Thema Kompaktkamera

4.1. Welche anderen bekannten Hersteller von Kompaktkameras gibt es derzeit?

Neben der großen Firma Canon produzieren natürlich auch andere Hersteller sehr annehmbare Kompaktkameras. An dieser Stelle haben wir Ihnen die wichtigsten von ihnen zusammengestellt:

  • Nikon
  • Sony
  • Olympus
  • Kodak
  • Panasonic
  • Rollei
  • Fujifilm
  • Leica

4.2. Gibt es bereits einen Canon-Kompaktkamera-Test von der Stiftung Warentest?

Die Kollegen von der Stiftung Warentest prüfen zwar regelmäßig neue Digitalkameras, einen reinen Canon-Kompaktkamera-Test haben sie bislang allerdings nicht durchgeführt. Für einen groben Überblick über die derzeit beliebtesten und zugleich im Test erfolgreich abgeschnittenen Modelle empfehlen wir einen Blick auf diesen Artikel der Stiftung.

In Sachen Kompaktkameras von Canon warnt die Stiftung Warentest zudem vor manchen Modellen der IXUS- und Powershot-Reihe: Insbesondere Modelle mit einer 0, 1, 2, 3 oder 4 an sechster Stelle in der jeweiligen Kamera-Seriennummer haben laut Angaben der Stiftung Probleme mit dem Akku. Fehlerhafte Akkus sind in der Regel aber eine Seltenheit und betroffene Kompaktkameras von Canon werden nach Angaben der Firma kostenfrei repariert.