6.1. Kühlschrank und Plastiktüte eignen sich nur bedingt zur Aufbewahrung
Um die Lagerung von Brot ranken sich zahlreiche Mythen. Doch wie hält man Weizenbrot, Landbrot und Co. am besten frisch? In diesem Kapitel greifen wir die bekanntesten Praktiken auf – und sagen Ihnen, was diese taugen.
Viele Verbraucher schwören beim Lagern von selbstgebackenem Brot auf den Kühlschrank. Durch die niedrige Temperatur wird der Schimmelbildung entgegengewirkt und die Haltbarkeit erhöht.
Allerdings trocknet das Brot auch schneller aus. Eine harte Krume sowie ein altbackener Geschmack sind die Folge. Vergleich.org rät von einer Lagerung im Kühlschrank ab. Lediglich Brot, das für Gerichte wie Semmelknödel oder zur Herstellung von Semmelbrösel weiterverarbeitet wird, können Sie guten Gewissens im Kühlschrank aufbewahren.
Umgekehrt verhält es sich mit der Plastiktüte. Da in dieser nahezu keine Luftzirkulation stattfindet, bleibt das Brot besonders lange saftig. Allerdings wird durch die erhöhte Feuchtigkeit die Bildung von Schimmel massiv begünstigt. Die Kruste wird ebenfalls sehr schnell weich.

Es bietet sich an, auch andere Produkte in speziellen, atmungsfähigen Beuteln zu lagern. Beispielsweise können neben Brot auch Kartoffeln oder Knoblauch ideal in speziellen Stoffbeuteln gelagert werden.
6.2. Eine Brottasche schafft ideale klimatische Bedingungen

Bis zu 6 Monate kann Brot im Gefrierfach gelagert werden.
Unsere Empfehlung: Lagern Sie Ihr selbstgebackenes Brot in einer Brottasche oder in einem Brotkasten. So schaffen Sie optimale Bedingungen für Krume und Kruste. Sowohl die gewünschte Konsistenz als auch der Geschmack bleiben für mehrere Tage erhalten.
Des Weiteren kann das Brot immer auch eingefroren werden. So lässt sich die Haltbarkeit auf bis zu sechs Monate erhöhen. Idealerweise geben Sie das Brot kurz nach dem Backen in das Gefrierfach.
Bei Bedarf lassen Sie das Brot für etwa ein bis zwei Stunden bei Zimmertemperatur antauen. Anschließend wird es bei circa 125 Grad Celsius für etwa fünf bis acht Minuten aufgebacken. Guten Appetit!
Übrigens: Bei der Recherche konnten wir feststellen, dass die meisten Brotsackerl vollständig aus Leinen, Hanf oder Baumwolle bestehen. Somit handelt es sich um vegane Textilprodukte, die ohne tierische Zusätze hergestellt werden.

Brotbeutel halten Brot länger frisch, indem sie es vor Austrocknen schützen und eine moderate Luftzirkulation ermöglichen. Sie bestehen meist aus Baumwolle oder Papier und verhindern so Schimmelbildung bei richtiger Lagerung.
Hi,
ich habe mal von Brotbeuteln mit Folie gehört. Was hat es damit auf sich? Sind solche besser als die Brottaschen in Ihrem Vergleich?
Grüße
Charles
Hallo Charles,
vielen Dank für Ihren Kommentar und dem Interesse an unserem Brotbeutel-Vergleich.
Ein Brotbeutel mit eingearbeiteter Kunststofffolie bindet die Feuchtigkeit im Brotlaib, begünstigt allerdings die Schimmelbildung. Sie schneiden in Bezug auf die Atmungsaktivität also deutlich schlechter ab als Brotbeutel, die vollständig aus Stoff gefertigt sind. Aus diesem Grund haben wir Brottaschen mit Folie gar nicht erst in unsere Produkttabelle am Anfang mit aufgenommen.
Ihr Vergleich.org-Team