Das Wichtigste in Kürze
  • Damit ein Bild richtig belichtet ist, sollten Sie einen Belichtungsmesser einsetzen. Denn nur so können Sie auch bei mehreren Lichtquellen oder Blitzen die Kamera korrekt einstellen.
  • Zwischen den verschiedenen Belichtungsmessern gibt es große Unterschiede hinsichtlich möglicher Messarten, Einfachheit der Bedienung und Kompatibilität mit Blitzgeräten.
  • Benutzen Sie unterschiedliche Kameras zum Fotografieren, achten Sie darauf, dass Sie mehrere Kamera-Profile im Belichtungsmesser speichern können.

belichtungsmesser test

Egal, ob Sie als Fotograf und Fototechniker arbeiten, oder ob Sie die Fotografie als Hobby betreiben: Wenn es um das richtig belichtete Bild geht, helfen zwar die internen Belichtungsmesser moderner Kameras, allerdings mit Einschränkungen.

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Dieser Belichtungsmesser von Sekonic benötigt keine Batterie und eignet sich gut für lange Outdoor-Fotoshootings.

Bei der analogen Fotografie haben die meisten Fotoapparate keinerlei solcher Hilfsmittel, was oft zu unter- oder überbelichteten Bildern führt.

Noch problematischer wird es, wenn Sie mit mehreren Lichtquellen wie Dauerlichtern oder Blitzlichtern arbeiten, denn hier kann selbst der kamerainterne Belichtungsmesser nicht mehr viel ausrichten.

Um das Bild trotzdem richtig zu belichten, benötigen Sie einen Belichtungsmesser. Dafür müssen Sie zwei von drei Werten (ISO, Blende und Verschlusszeit) angeben und er berechnet Ihnen den dritten Wert so, dass Sie ein korrekt belichtetes Bild erhalten.

In unserem Belichtungsmesser-Vergleich 2020 bieten wir Ihnen eine Kaufberatung mit einer Erklärung der wichtigsten Messeigenschaften und einer Belichtungsmesser-Anleitung.

Wenn Sie nicht nur Fotos schießen, sondern auch mit der Kamera filmen möchten, achten Sie auf vorhandene Cine-Werte, die Ihnen die passenden Bilder pro Sekunde für eine gute Belichtung vorgeben.

1. Was ist die Funktionsweise des Handbelichtungsmessers?

Gut belichtetes Bild

Kameras wie Belichtungsmesser zeigen Kameraeinstellungen so an, dass das Bild als Fläche 18 % des Lichts reflektiert, was dem sogenannten mittleren Grauwert entspricht. Dieser Wert liegt in der Mitte zwischen Tiefschwarz und reinem Weiß, bezogen auf einen Kontrastumfang von fünf Belichtungsstufen.

Der interne Belichtungsmesser einer modernen Kamera bietet oft mittenbetonte Integral-, Mehrfeld-, Selektiv- und Spotmessung an.

Allerdings wird dabei nur das vom angepeilten Objekt reflektierte Licht gemessen, daher auch die Bezeichnung Objektmessung.

Zwar funktioniert der integrierte Sensor oftmals sehr gut – wenn es allerdings um Szenen mit mehreren Lichtquellen bzw. Blitzlichtern oder starkem Streu-/Gegenlicht geht, sind die Messresultate der Kamera oftmals falsch.

Ein Fotografie-Belichtungsmesser kann zwar auch Objektmessungen durchführen, seine Stärke liegt jedoch in der Licht- und Blitzlichtmessung.

Bei der (Blitz-)Lichtmessung wird das Licht, das auf das zu fotografierende Objekt trifft, gemessen. Damit wird genau die Lichtmenge für die Berechnung der Kameraeinstellungen heranzogen, die tatsächlich auf das Objekt trifft.

sekonic lightmaster pro

Das Display des Sekonic L 478DR Lightmaster Pro.

Bei einem Belichtungsmesser müssen zwei der drei Werte Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert eingestellt werden.

Möchten Sie beispielsweise bei ISO 400 und einer Belichtungszeit von 1/125 s eine Person fotografieren, halten Sie den Belichtungsmesser direkt neben das Gesicht der Person und messen das Licht.

Nun zeigt Ihnen der Belichtungsmesser den ISO-Wert an. Sie können natürlich auch Blende und Belichtungszeit oder ISO-Wert und Blende vorgeben, der dritte Wert wird dann nach der Lichtmessung automatisch berechnet.

belichtungsmesser foto

2. Fällt die Bedienung mit Touchscreen einfacher?

2.1. Für Fotografie im Freien eignen sich analoge Belichtungsmesser besonders gut

Handbelichtungsmesser für Fotografie lassen sich in die Kategorien mit und ohne Touchscreen einteilen. Hier haben wir die wichtigsten Vor- und Nachteile für Sie zusammengefasst:

Art des Belichtungsmessers Eigenschaften
sekonic l 208 twinmateanaloger Belichtungsmesser ohne Touchscreen Die Einstellungen werden über ein Drehrad oder Tasten geändert.
+ weniger Stromverbrauch
+ robuster gegenüber Witterungseinflüssen
+ auch mit Handschuhen benutzbar
- Einstellungen schwieriger veränderbar
- kleinerer Funktionsumfang
- weniger Speicherplätze für Einstellungen
gossen digiskyBelichtungsmesser mit Touchscreen Die Einstellungen lassen sich bequem über den Touchscreen bedienen.
+ einfachere Bedienung
+ mehr Speicherplätze für Einstellungen
+ bessere Lesbarkeit des Displays bei Dunkelheit
- teurer in der Anschaffung
- anfälliger für Witterungseinflüssen
- höherer Stromverbrauch
Fazit: Möchten Sie lieber einen günstigen Belichtungsmesser und fotografieren Sie oft im Freien, raten wir Ihnen zu einem analogen Belichtungsmesser ohne Touchscreen. Arbeiten Sie hingegen hauptsächlich im Foto-Studio oder benutzen unterschiedliche Kameras, kaufen Sie lieber einen Belichtungsmesser mit Touchscreen.

2.2. Kameras beherrschen nur die Lichtmessung von Objekten

In Testberichten zu Belichtungsmessern werden oftmals eine Vielzahl von Messarten angegeben. Was die einzelnen Mess-Typen genau messen und für welche Situationen die jeweilige Messart geeignet ist, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

  • Dauerlichtmessung

    Misst das normale Umgebungslicht und gibt den gewünschten Wert an. Nur beim Fotografieren ohne Blitzlicht einsetzbar.
  • Blitzlichtmessung

    Misst das Blitzlicht und das Umgebungslicht. Dabei kann manchmal auch das Verhältnis von natürlichem und künstlichem Licht angezeigt werden. Bei Einsatz eines Blitzes sollte immer dieser Modus gewählt werden..
  • Objektmessung

    Misst wie der kamerainterne Lichtmesser das von einem Objekt reflektierte Licht. Ist eine Lichtmessung z.B. durch die Entfernung nicht möglich, kann die Objektmessung durchgeführt werden. Auch verwendbar für analoge Kameras ohne internen Belichtungsmesser.
  • Lichtmessung

    Misst das Licht, das auf die Messkugel bzw. das Motiv fällt. So kann auch bei mehreren Lichtquellen die passende Bildbelichtung gewählt werden. Besonders gut geeignet für weiße oder schwarze Motive, die sonst grau erscheinen würden.
  • Kontrastmessung

    Misst den Unterschied zwischen zwei Einstellungen zum Beispiel Hauptlicht und Fülllicht. Kann genutzt werden, um gewisse Stimmungen durch das Beleuchtungsverhältnis zu erzielen.
  • Spotmessung

    Misst das Licht eines Punktes. Oftmals hilfreich bei sehr kontrastreichen Bildern mit sehr dunklen oder hellen Bildanteilen, die die Messung verfälschen wie beispielsweise Low-Key-Fotografie.
  • Cine-Werte

    Misst die notwendigen Bilder pro Sekunde, um bei Videoaufnahmen ein gut belichtetes Bild zu erhalten. Nur für Videoaufnahmen verwendbar.

belichtungsmesser portrait

3. Achten Sie auf die möglichen Messmethoden

3.1. Nicht alle Belichtungsmesser sind für Langzeitaufnahmen geeignet

belichtungsmesser belichtungszeit

Damit das Wasser weichgezeichnet ist, wurde hier mit einer langen Belichtungszeit gearbeitet.

Bei vielen Belichtungsmesser können Sie eine Belichtungszeit zwischen einer Minute und 1/8.000 s einstellen.

Die meisten Fotografien werden mit Zeiten zwischen 1/50 und /500 s gemacht.

Allerdings sind sehr kurze Belichtungszeiten von 1/2.000 s beispielsweise für Sportereignisse oder bei sehr hellen Umgebungen, die mit offener Blende fotografiert werden sollen, notwendig.

Für Natur-Fotografien bei dunklen Lichtverhältnissen ohne künstliche Lichtquellen können dagegen sehr lange Belichtungszeiten von mehreren Sekunden erforderlich sein.

Auch für die Abbildung von Bewegungen werden oftmals längere Belichtungszeiten gewählt bis hin zur Astrofotografie, bei der auch mehrere Minuten belichtet wird.

Fazit: Um ein Bild trotz sehr kurzer oder langer Belichtungszeiten korrekt zu belichten, sollte der Handbelichtungsmesser einen möglichst großen Umfang an Belichtungszeiten abdecken.

3.2. Viele moderne Kameras erlauben einen hohen ISO-Wert von 16.000 oder höher

Gerade bei modernen Kameras hat sich die Bildqualität auch bei höheren ISO-Werten stark verbessert. Daher sollten Sie darauf achten, dass das Lichtmessgerät zumindest ISO 8.000 als Einstellung bieten, sonst können Sie diese und höhere ISO-Einstellungen nicht gemeinsam mit dem Belichtungsmesser benutzen.

Auch die Blendenwerte sollten einen möglichst großen Bereich abdecken, denn gerade bei Bildern mit sehr geringer Tiefenschärfe sind Blenden von f/1.2 nicht selten. Auch wenn sehr große Blenden wie 64 oder höher von Objektiven für Digitalkameras nicht unterstützt werden, sind solche Blendenwerte in der Großformatfotografie durchaus üblich.

Falls Sie also großformatig fotografieren oder gern mit geringer Tiefenschärfe arbeiten, sollten Sie einen Foto-Belichtungsmesser kaufen, der einen großen Blendenumfang abdeckt.

3.3. Mit Korrekturwerten können Sie auch bei High-Key- oder Low-Key-Fotografie den Belichtungsmesser benutzen

blitzlichtmesser high key aufnehmen

Mit Korrekturwerte gelingen auch High-Key-Bilder

Viele erfahrende Fotografen wissen, dass Kameras und Objektive modellspezifische Unterschiede in der Lichtaufnahme haben und korrigieren dies über sogenannten EV-Wert.

Der EV-Wert (von englisch: Exposure Value) ist der Belichtungswert einer Aufnahme. Er bezeichnet eine Reihe von Blenden und Belichtungszeitkombinationen, die zusammen jeweils einen EV ergeben.

Die Basis 0 EV wird durch Blende f/1 und einer Belichtungszeit von einer Sekunde erreicht. Bei 1 EV bzw. einer Belichtungsstufe halbiert sich die Lichtmenge, die auf den Sensor trifft, und es wird bei f/1 nur noch eine halbe Sekunde belichtet.

Bei gleicher Lichtempfindlichkeit von verschiedenen Kameras erhalten Sie so bei gleichem EV immer die gleiche Belichtung des Bildes. Daher wird diese Angabe als Standard in der Fotografie verwendet.

Bestimmte Stile wie Low-Key- oder High-Key-Fotografie erfordern ein gezieltes Unter- oder Überbelichten.

Damit der Belichtungsmesser trotzdem korrekte Einstellungswerte liefert, können Sie bei manchen Handbelichtungsmessern Korrekturwerte einstellen.

Nun werden bei allen Messungen die Korrekturwerte berücksichtigt und Sie erzielen den gewünschten Bildeffekt.

Die Korrekturwerte des Belichtungsmessers können auch im Film nützlich sein, wenn Sie zum Beispiel Day-for-Night drehen, also das Video gezielt unterbelichten.

Tipp: Wenn Sie möglichst flexibel Ihre Kreativität einsetzen möchten, ist ein hoher EV-Umfang von Korrekturwerten hilfreich, um die gelieferten Einstellungen des Belichtungsmessers direkt auf die Kamera übertragen zu können.

3.4. Touchscreens sind auch bei Dunkelheit lesbar

Bei Spiegelreflexkameras können Sie im Vergleich zu analogen oder Sofortbild-Kameras den ISO-Wert einfach verändern. Möchten Sie nun auch den ISO-Wert des Belichtungsmessers ändern, kann das bei manchen Modellen nur über mehrere Einstellungsebenen erreicht werden.

Bei einigen Modellen von Sekonic oder Gossen können Sie zwar den ISO-Wert ändern, allerdings müssen Sie dazu umständlich mehrfach an den Rädern drehen. Eine möglichst einfache Bedienung dagegen bieten Foto-Belichtungsmesser mit Touchscreens, denn dort können Sie die gewünschte Einstellung antippen.

Gerade bei Umgebungen mit geringem Licht sind manche externen Belichtungsmesser schwer zu lesen, da die Schrift oftmals klein aufgedruckt und nicht beleuchtet ist. Auch hier bieten Touchscreens durch ihr beleuchtetes Display einen Vorteil.

Tipp: Arbeiten Sie oft in dunklen Umgebungen und ändern oftmals die Kameraeinstellungen, sollten Sie lieber zu einem Kamera-Belichtungsmesser mit Touchscreen greifen.

3.5. Belichtungsmesser eignen sich auch für Videokameras und Camcorder

belichtungsmesser film

Der Belichtungsmesser sorgt auch bei Video für eine korrekte Belichtung.

Manche Belichtungsmesser lassen sich nicht nur bei der Fotografie, sondern auch beim Filmen verwenden.

Damit der Film, egal ob mit Spiegelreflexkamera oder Camcorder aufgenommen, auch richtig belichtet ist, werden bei einigen Lichtmessern Cine-Werte angegeben.

Cine-Werte werden auch Filmgangszahlen genannt und bezeichnen vereinfacht gesagt die passende Bilderanzahl pro Sekunde bei den gewählten Einstellungen.

Viele moderne Spiegelreflexkameras liefern mittlerweile sehr gute Videoqualität. Möchten Sie diese Möglichkeit nutzen, achten sie darauf, dass der Belichtungsmesser auch Film-Werte (Cine-Werte) anzeigt.

3.6. Manche Lichtmesser können auch Blitze steuern

belichtungsmesser blitzlichtmessung

Bei mehreren Blitzen ist es sinnvoll, wenn Sie diese mit dem Belichtungsmesser auslösen können.

Gerade im Foto-Studio wird oftmals mit mehreren Blitzen gearbeitet.

Dabei kann der in die Kamera integrierte Belichtungsmesser nur wenig helfen, denn er kann nur die Helligkeit für einen Blitz messen.

Haben Sie einen Hauptblitz, einen Akzentblitz und vielleicht noch einen Blitz für die Aufhellung des Hintergrunds, müssen Sie drei Messungen mit dem Belichtungsmesser durchführen.

Damit können Sie die gewünschte Beleuchtung erzielen, die sonst nur durch langwieriges Ausprobieren möglich wären.

Besonders hochwertige Handbelichtungsmesser lassen sich daran erkennen, dass die weiße Messkugel (auch Messkalotte oder Diffusorkalotte) versenken lässt, so dass der Blitzlichtmesser nur gerichtet misst, damit das nur das Licht eines Blitzes gemessen wird.

Nicht alle Belichtungsmesser messen Blitzlichter. Leider können Sie auch nicht mit allen Blitzlichtmessern Blitze auslösen. Einige hochwertige Geräte lassen sich jedoch mit einem Blitzsynchron-Kabel mit dem Blitz verbinden oder können Blitzsysteme wie PocketWizard oder Elinchrom ansprechen.

Tipp: Arbeiten Sie oft mit Blitzgeräten, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der Belichtungsmesser Blitzlichter nicht nur messen, sondern auch steuern kann.

3.7. Spotmessungen benötigen meist zusätzliches Zubehör

handbelichtungsmesser kaufen

Für Low-Key-Aufnahmen sind Spotmessungen sehr hilfreich.

Mit vielen Belichtungsmessern lassen sich Objekt-, Licht-, Kontrast- und Blitzlichtmessungen durchführen.

Zwischen den Geräten gibt es kaum Unterschiede, was die Qualität der Messung und des messbaren Lichtumfangs betrifft.

Jedoch bietet einzig der Hersteller Gossen mit der Marke Starlite einen Spotbelichtungsmesser an, der ohne zusätzliches Zubehör Spotmessungen durchführen kann.

Sollten Sie im Studio mit mehreren Lichtquellen bzw. Blitzen arbeiten, achten sie darauf, dass der Belichtungsmesser auch Kontrastwerte messen kann, um die gewünschte Lichtkomposition einstellen zu können.

Fazit: Der beste Belichtungsmesser hat einen großen Umfang hinsichtlich Messmodi, Belichtungszeiten, ISO-Werten, Blenden und Korrekturwerten. Zusätzlich ist er einfach bedienbar, kann Blitze steuern und bietet ein beleuchtetes Display für dunkle Lichtverhältnisse.

4. Warum sollte man beim Messen auf die richtige Position achten?

4.1. Portrait mit dem Belichtungsmesser richtig belichten

belichtungsmesser benutzen

So messen Sie mit dem Belichtungsmesser bei einem Portrait.

Um den Belichtungsmesser zu benutzen, müssen Sie zwei der drei Werte ISO, Blende und Belichtungszeit angeben.

Beispielsweise möchten Sie ein Portrait aufnehmen und wählen ISO 200 und eine Blende von f/4.

Sie haben ein Hauptlicht und damit das Foto plastischer wirkt, setzen Sie ein Fülllicht ein, das von der Seite leuchtet und drei Blendenstufen dunkler leuchten soll.

Halten Sie den Handbelichtungsmesser vor das Gesicht des Models in Richtung des Hauptlichts, was in einer Belichtungszeit von 1/80 s resultiert.

Nun führen Sie eine Kontrastmessung durch, die ergibt, dass das Fülllicht nur eine Blendenstufe dunkler ist, daher ändern Sie die Helligkeit des Fülllichtes, bis bei der Kontrastmessung drei Blendenstufen Unterschied angezeigt werden.

4.2. Leider noch kein Test von Stiftung Warentest

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Mit einem Belichtungsmesser werden auch sehr helle Umgebungen korrekt belichtet.

Stiftung Warentest hat noch keinen Test zu Belichtungsmessern durchgeführt und daher noch keinen Belichtungsmesser-Testsieger gekürt.

Allerdings beschreibt Stiftung Warentest in der Ausgabe 01/2015 die Problematik, dass Schneebilder oft zu dunkel werden und empfiehlt mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen EV-Werten durchzuführen.

Mit einem Belichtungsmesser können Sie dafür einfach eine Lichtmessung durchführen und bekommen so direkt die passenden Werte für ein Bild, in dem der Schnee naturgetreu weiß abgebildet wird.

belichtungsmesser richtig belichten

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Belichtungsmesser

Hier haben wir für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst.

5.1. Können auch Apps für die Belichtungsmessung benutzt werden?

Zwar werden verschiedenste Belichtungsmesser-Apps angeboten, allerdings haben die angebotenen Apps einige Schwächen. Denn gerade bei dunklen Lichtumgebungen werden teilweise sehr hohe Belichtungszeiten von zwei Tagen oder mehr angezeigt.

Außerdem sind mit den Apps keinerlei Blitzlicht- oder Kontrastmessungen möglich, was sie für den Studiobereich disqualifiziert. Greifen Sie daher lieber zu einem richtigen Handbelichtungsmesser und installieren Sie sich eine App für den Notfall, falls Sie den Belichtungsmesser gerade nicht zur Hand haben.

5.2. Was können Sie tun, wenn die Bilder trotz korrekter Anwendung des Belichtungsmessers im Test nicht Ihren Erwartungen entsprechen?

Liefert die Spiegelreflex- oder Kompaktkamera nicht korrekt belichtete Bilder, kann das mehrere Ursachen haben. Gerade bei günstigen Fotoapparaten ist das Display kontrastarm und lässt sich für die Beurteilung der Bildbelichtung daher nur bedingt verwenden.

belichtungsmesser dauerlicht

Dieses Bild ist leider unterbelichtet.

Prüfen Sie daher lieber auf dem Computer oder mit den entwickelten Bildern, ob die Bilder tatsächlich nicht gut belichtet sind.

Durch die Motiveinstellungen der Kamera kann sich das Bild stark verändern, haben Sie beispielsweise einen hohen Kontrastwert eingestellt, können die Bilder trotz Belichtungsmesser zu dunkle und zu helle Bildanteile haben.

Daher sollte die Bearbeitung nach der Bildaufnahme mit einem Bildbearbeitungsprogramm oder im Foto-Labor erfolgen und auf Motivprogramme möglichst verzichtet werden. Um flexibel in der digitalen Nachbearbeitung zu sein, empfehlen wir im RAW-Format zu fotografieren.