Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Möglichkeit, Palmen mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, besteht in einer entsprechenden Anreicherung gewöhnlicher Blumenerde – dies geht allerdings mit einem gewissen Mehraufwand einher. Die für Hobbygärtner vermutlich beste Variante ist, Palmenerde fertig zu kaufen, da diese den speziellen Anforderungen der Pflanzen gerecht wird. Hochwertige Blumenerde für Palmen versorgt die exotischen Gewächse mit ausreichend Nährstoffen sowie Wasser und sorgt gleichzeitig für eine gute Belüftung der Wurzeln. Viele bekannte Anbieter wie beispielsweise „Compo Sana“ oder „Floragard“ führen Palmenerde im Sortiment.

1. Mit welchen Eigenschaften überzeugen Palmenerden im Test-Einsatz?

In Qualitäts-Palmenerde kommen oftmals Perlite (zur Auflockerung) sowie das Langzeit-Düngemittel Agrosil vor (bereits beigesetztes Düngemittel erspart das Düngen in den ersten Wochen). Doch kein Palmensubstrat ist für alle Palmenarten gleichermaßen geeignet. Es ist also unerlässlich, sich vor dem Kauf von Palmenerde hinreichend über deren Zusammensetzung sowie die Bedürfnisse der jeweiligen Palmenart zu informieren. Dabei gilt es zu beachten, dass der benötigte pH-Wert von Palme zu Palme variiert. Eine kleine Übersicht erhalten Sie hier:

Palme ph-Wert
Bergpalme 6,5 bis 7,9
Dattelpalme 5,6 bis 8,4
Hanfpalme 5,5 bis 7,2
Honigpalme 5,5 bis 7,2
Kentiapalme 5,4 bis 7,0

Tipp: Wollen Sie möglichst umweltbewusst Palmen pflanzen, sollten Sie sich für eine torffreie Palmenerde aus unserem Vergleich entscheiden, um dadurch zum Schutz heimischer Moore beizutragen.

2. Was tun, wenn die Palmenerde schimmelt?

Ist die Palmenerde nur leicht befallen, reicht es für gewöhnlich, den Schimmel vorsichtig abzuwischen und künftig auf eine ausreichende Belüftung sowie eine gelegentliche Auflockerung der Grünpflanzen- und Palmenerde zu achten. Ist die Erde hingegen stark befallen, muss sie ausgetauscht werden.

Tipp: Machen Sie für das richtige Bewässerungs-Timing der Palmenerde den Finger-Test. Tauchen Sie Ihren Finger halb ein – fühlt sich die Erdschicht dabei hart und trocken an, sollte gegossen werden.

Auch bei einem leichten Befall des Stamms sollte man den Schimmel zunächst vorsichtig abwischen. Vorbeugend ist es ratsam, die Palmen nicht von oben zu gießen – es sollte möglichst kein Wasser den Stamm herunterlaufen. Das Einsprühen der Palmwedel sollte auch lieber in Maßen und dafür regelmäßig geschehen. Ist das Palmenherz bereits befallen, muss man die betroffenen Stellen umgehend mit einem dafür vorgesehenen Schimmelmittel behandeln.

Tipp: Sind Sie nicht sicher, ob es sich um Schimmelbefall oder Wollläuse handelt, können Sie für eine eindeutige Identifizierung einfach eine Lupe zur Hand nehmen.

3. Wann sollte Palmenerde ausgetauscht werden?

Junge Palmen sollten einmal jährlich umgetopft werden, bei älteren Gewächsen hingegen gelten drei bis fünf Jahre als guter Richtwert. Wachsen die Wurzeln der Palme durch die am Kübel befindlichen Wachstumslöcher nach außen, ist die Palme unabhängig von den genannten Zeiträumen umzutopfen. Wird umgetopft, sollte auch gleich die Palmen- bzw. Grünpflanzenerde ausgetauscht werden.